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  • #31
Stand das in der Zeitung oder woher weißt du das? Es kommt nur darauf an, was du fühlst, wenn du dich hintergangen fühlst, dann ist etwas nicht in Ordnung. Wenn du das ok. findest, dass er heimlich in den Puff geht, dann kannst du darüber hinwegsehen. Ich könnte mir sowas nicht vorstellen zu akzeptieren, d.h. wenn mein Mann sowas machen würde, dann hoffe ich nur, dass ich davon nie etwas erfahre...
 
  • #32
Ich an Deiner Stelle würde im Augenblick den Gedanken des Fremdgehens hinten anschieben. Dein Mann hat Dir eine Neigung gestanden und ich denke im Augenblick ist es das wichtigste diese erst mal anzunehmen, ihm zuzuhören. Es ist ein Privileg, wenn ein Mann Dir so genau Deine Neigungen gesteht. Nimm es an!! Und die dominante Seite kann so wundervoll sein für eine Frau.
 
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  • #33
Liebe FS,
für mich wäre es fremdgehen, weil, egal welche Variante bei der Domina ausgelebt wird, es um ein intensives Lusterlebnis geht. Weil er das mit Dir nicht kann, holt er es sich woanders. Ich finde es ist eine schwierige Konstellation, wenn jemand so eine sexuelle Orientierung hat und die Partnerin nicht.

Ich könnte und wollte sowas nicht. Es weckt bei mir Abscheu bis Ekelgefühle. Keinesfalls würde ich mit einem Fremdgänger zusammen leben wollen. Fazit: ich würde mich trennen.
 
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  • #34
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Mann gar nicht will, dass die eigene Ehefrau für ihn die Domina bzw. Domse spielt. Er will vermutlich nur im Bett dominiert werden, von seiner Partnerin im Alltag eher respektiert werden.
Das könnte der Beziehung ziemlich zusetzen, bzw. sie schwierig gestalten.

Da bleibt eigentlich nur der Weg zu einer Professionellen.
Ich hätte allerdings auch ein Problem, das als Partnerin zu akzeptieren...
 
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  • #35
Der Besuch bei einer Domina ist genausowenig Fremdgehen wie der Besuch bei einer normalen Prostituierten, da beides nichts mit Gefühlen zu tun hat. Wenn der Mann ein Bedürfnis danach hat, dann solltest Du als Partnerin ihm das zugestehen.

Wieso soll Fremdgehen etwas mit Gefühlen zu tun haben?
Und mal ganz ehrlich: Sex ruft immer irgendwie auch Gefühle hervor, viele reden durchaus auch mit Prostituierten, nicht jeder Mann will ne 0-8-15-Nummer in kürzester Zeit.

Natürlich ist das Fremdgehen, wenn er zu einer Domina geht - er lebt seine sexuellen Wünsche und Lüste mit einer anderen Frau aus. Muss man dazu immer eine Beziehung zu dieser Frau haben? NEIN!
Er hat Dir von seinen Wünschen nichts erzählt, er verheimlicht Dir seine sexuellen Bedürfnisse.

Wer sagt denn, dass es nur Fremdgehen ist, wenn man Gefühle für eine andere Frau hat?

Nur wer will mit so einem Mann mit diesen Bedürfnissen zusammen sein, wenn man sie selber nicht hat? Leben kann man ja damit auf keinen Fall, dass der Mann zu einer Domina geht ich würde den Respekt vor meinem Mann verlieren und ihn dafür verachten.
Wenn sexuelle Wünsche und Bedürfnisse nicht kompatibel sind, kann man keine harmonische Partnerschaft haben.

Glaube allerdings auch nicht, dass dein Mann das mit Dir ausleben will. Ehemänner und feste Partner wollen oftmals lieber eine "saubere und liebe" Ehefrau, die sie gut vorzeigen können.

Das wird nichts mehr, kannst es natürlich noch einige Jahre versuchen. Kenne keine Frau, sie sich damit arrangieren könnte.

w,40
 
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  • #36
Was man als Fremgehen oder Betrug wertet, entscheidet immer noch der Betrogene und nicht der Betrüger. Bzw. der Betrüger kann sich natürlich einreden, ein Gang ins Bordell sei kein Fremgehen. Das kann er sich dann den lieben langen Tag so vorbeten. Wenn die Partnerin oder der Partner ihn trotzdem verlässt, hilft ihm das aber nicht viel weiter.

Man kann ein Fremdgehen ja auch verzeihen, ich will hier gar nicht einen auf Moralapostel machen. Aber es ist absurd, als Betrüger dem Betrogenen einzureden, dass es kein Betrug sei.

Ich finde, es zählt auch weniger die einzelne Handlung, sondern was dahintersteckt. Ein Mann, der nur lügt, zu feige ist offen zu sein, und eine gewisse Feindseligkeit oder Distanz zur Partnerin halten will, finde ich nicht besonders toll. Solche sind auch noch stolz, wenn es ihnen gelingt zu lügen, obwohl sie damit letztlich sich selbst am meisten betrügen.

Aber das muss jeder selbst wissen. Entweder man erträgt einen heimlichtuerischen, lügenden Partner nicht mehr an seiner Seite, oder möchte es weiter versuchen. Da darf man ruhig auch auf das Gefühl hören.

Ich bin nicht so strikt, dass ich sagen würde, bei einem Vertrauensbruch müsse man sich unbedingt trennen. Aber in den meisten Fällen fällt von einem Lügner oder Feigling einfach sehr schnell die Achtung. Man sieht ihn unter Umständen als armes Würmchen. Und so lässt sich Liebe schwer aufrechterhalten.

Auch diese Spaltung, dass die Frau fürs eine da sei, und die Domina fürs andere, ist schwer zu akzeptieren. Man fragt sich, warum kann so jemand nicht mal alles an sich akzeptieren und ehrlich dazu stehen, und nicht ständig Widersprüche und Probleme aufbauen, wo keine sein müssen.
 
  • #37
Ich kann mir gut vorstellen, dass der Mann gar nicht will, dass die eigene Ehefrau für ihn die Domina bzw. Domse spielt. Er will vermutlich nur im Bett dominiert werden, von seiner Partnerin im Alltag eher respektiert werden.
Das könnte der Beziehung ziemlich zusetzen, bzw. sie schwierig gestalten.

Da bleibt eigentlich nur der Weg zu einer Professionellen.
Ich hätte allerdings auch ein Problem, das als Partnerin zu akzeptieren...

Lieber #33, so funktioniert das nicht. Etliche Leute, die dies betreiben, beschränken das nur auf's Bett und sind im normalen Leben gleichberechtigte Partner.

Ob es allerdings nach so vielen Jahren Blümchensex "funktionieren" würde, dass sie auf einmal die Dominante gibt, ob sie es so glaubhaft rüberbringen kann, dass ihr Ehemann auf einmal auf die entsprechende Stufe der Erregtheit kommt, das müssen die Männer beantworten, die gerne devot sind.

Schade allerdings finde ich, dass der Mann der FS in der Ehe offensichtlich nicht offen über seine Neigungen sprechen konnte. Hier ist doch der wahre Knackpunkt: Hätte sich die FS von ihm getrennt (oder ihm die Hölle heiß gemacht), hätte er ihr von seinen Fantasien erzählt? Wenn ja, dann hat sie es nicht anders verdient. So etwas zuzugeben braucht das Vertrauen, dass man von seinem Partner so angenommen wird, wie man ist. Wenn die FS ihm dieses Vertrauen nicht geben konnte, dann kann sie auch nicht erwarten, dass er diese Seiten offen auslebt.
 
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Gast

  • #38
Was man als Fremgehen oder Betrug wertet, entscheidet immer noch der Betrogene und nicht der Betrüger. Bzw. der Betrüger kann sich natürlich einreden, ein Gang ins Bordell sei kein Fremgehen. Das kann er sich dann den lieben langen Tag so vorbeten. Wenn die Partnerin oder der Partner ihn trotzdem verlässt, hilft ihm das aber nicht viel weiter.

Wenn der Betrogene selbst entscheiden könnte, wann er der Betrogene ist, dann wäre dies ja völlig beliebig. Insoweit ist diese Sichtweise abwegig.
 
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  • #39
Wenn der Betrogene selbst entscheiden könnte, wann er der Betrogene ist, dann wäre dies ja völlig beliebig. Insoweit ist diese Sichtweise abwegig.

Entschuldigung, aber es ist natürlich völlig beliebig, wie der Betrogene es sieht. Es steht dem Betrogenen völlig frei, sich zu trennen, warum auch immer.

Mich würde interessieren, welche Denkweise hinter dem Kommentar zum Betrügen steckt: Ist damit gemeint, dass man irgendein Recht auf Aufrechterhaltung der Beziehung hätte? Dass der Partner/ die Partnerin irgendwie gezwungen wären, zu verzeihen?

Ein Partner kann es als Betrug werten, wenn der andere einen anderen anschaut, wenn er will, und Schluss machen. Es steht doch nicht zur Diskussion, dass den sich trennenden irgendetwas davon abhalten könnte. Er kann als Betrug sehen, was er will. Natürlich ist das beliebig. Das entscheidet der Part ganz alleine.

Willkommen in der Realität! Ich glaube, für manche spielen sich Beziehungen nur in der Theorie ab, so weltfremd erscheint mir manches... Wenn jemand sich betrogen fühlt, dann hat er keine Lust mehr auf den Partner. Und Lust auf den Partner, Gefühle, lassen sich nunmal nicht erzwingen. Und das weiß eigentlich jeder, der schon mal Beziehungen hatte.
 
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  • #40
Liebe Leute, vielen Dank für die vielen Antworten! Es gibt viele verschiedene Sichtweisen, und ich muss nun herausfinden, welche für mich die richtige ist. Ich habe einen Termin bei einer Psychaterin/ Eheberaterin ausgemacht, war aber noch nicht dort. Um die ganze Chose auch beurteilen zu können, muss man auch viele Dinge mit berücksichtigen, die sich rund um unsere ehe und in unserem Leben so abspielen. Ich kann das unmöglich alles hier erklären. Es ist nun eine Woche vergangen, seit dem ich es raus gefunden habe und es war eine Woche mit vielen auf und Abs... Von Überlegungen zur Trennung bis zu "Chance zur Verbesserung der Beziehung". Zuallererst : es tut weh, es tut weh, es tut soooo weh! Er hat mich betrogen, angelogen, hintergangen! Er saß mit mir im schicken Restaurant an unserem Hochzeitstag, er war mit mir und unseren zwei Kindern im Urlaub, er hat mit uns weihnachten und Silvester gefeiert, als wäre nichts gewesen. Andererseits: ich habe einen richtigen "Arschtritt"(sorry die Ausdrucksweise) bekommen und könnte dieses " hallo wach- Erlebnis" auch als Chance sehen, unsere Beziehung in die richtige Richtung zu lenken. Ich gebe zu, ihn im letzten Jahr, vielleicht sogar 2 Jahre vernachlässigt zu haben, was Sex betrifft. Ich war im vielbeschäftigtem Alltag mit Job, Kinder, Haushalt, viel zu erledigt, um nachts noch aufregende Verrenkungen im Bett zu machen. Ich habe mich körperlich nicht gehen lassen, ich habe eine gute Figur, achte sehr auf mein Äußeres. Also das kann er mir nicht vorwerfen, aber ich habe einige Annäherungsversuche seinerseits abgelehnt. Dass er SM- Fantasien hat, war mir nicht wirklich neu, aber dass sie so ausgeprägt sind, das war mir schon neu. Wir haben in den letzten Tagen viel geredet, geweint, wir haben auch miteinander geschlafen und es war sehr intensiv und schön wie lange nicht mehr! Ich hab ihm gesagt, dass ich ihn zurück will, dass ich nicht will, dass er nur mit mir zusammenbleibt, damit der schöne Schein gewahrt bleibt, sondern, dass ich ihn wieder fühlen will, so wie früher. Dass wir offener und ehrlicher miteinander sein müssen und lernen müssen, nicht nur Eltern und Alltagsorganisierer zu sein, sonder eben auch ein Paar! Ich weiß nicht, ob ich das schaffe bzw. Wir das schaffen... Ich kann natürlich nicht damit leben, dass er nebenbei zu einer Dom geht, und ich will auch nicht, dass er irgendwas unterdrückt. Ich kann ihm das, was eine Dom tut, aber auch nicht geben, bzw. Vielleicht ein bisschen? Da muss ich ehrlich gesagt, so komisch das klingt, auch ein bisschen Lachen bei der Vorstellung, dass ich die Peitsche schwing... Mal sehen

FS
 
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Gast

  • #41
Hallo FS, ich habe den Eindruck, dass du sehr offen und ehrlich damit umgehst. Klare Erwatungen an ihn hast, aber auch über dich selbst nachdenkst. So könnte es tatsächlich wieder besser werden. Zumindest wenn er auch etwas daraus mitnimmt, und keiner der Sorte pathologischer Lügner ist. Aber da dir alles nicht so neu ist, und ihr jetzt doch offen reden könnt, ist das schon mal ein gutes Zeichen, finde ich.

w
 
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Gast

  • #42
Hallo Nr. 40, danke für's Mutmachen! Ja, ich hoffe sehr, dass es wieder wird. Es wird ein Stück Arbeit, das ist klar und zwar beidseitig! Ich habe nächste Woche den Termin bei dieser Psycho/Eheberaterin und bin gespannt. Ich brauche Hilfe in Form von Zuspruch, Mutmachen, konstruktive Kritik. Vielleicht krieg ich ihn ja soweit, dass er mal mitkommt. Naja, eins nach dem anderen...
FS
 
  • #43
Hallo FS..

ich denke an deinem Beispiel könnten sich hier einige mal eine Scheibe abschneiden die gleiche in den ersten Posts nach Trennung geschrieen haben.. Sehr geniale Reaktion und ja, man darf auch lachen dabei =)
 
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Gast

  • #44
Hallo FS..

ich denke an deinem Beispiel könnten sich hier einige mal eine Scheibe abschneiden die gleiche in den ersten Posts nach Trennung geschrieen haben.. Sehr geniale Reaktion und ja, man darf auch lachen dabei =)

Danke Hellekeen, das tut gut zu hören und baut mich etwas auf. Wir haben gerade wieder viel geredet, ich hab ihn ausgefragt, was da so genau gelaufen ist (naja so ungefähr wenigstens) und komischerweise war er sehr auskunftsfreudig. Das hätte ich nicht gedacht... Er hat gesagt, als ich ihn fragte, ob ich ihm mit meinem "Ausfragen" auf die Nerven gehe, wir hätten viel früher darüber reden müssen. Und ja, das wäre wahrscheinlich wichtig gewesen, mir diesen Wunsch mitzuteilen, aber wie?, meinte er, er hatte Angst, dass ich ihm dann davonlaufe.
Naja, noch bin ich da :) ich versuche, es als Chance zu sehen, unsere Beziehung sozusagen "wiederzubeleben", näher zusammen zu wachsen, seine Wünsche zu sehen und nicht mehr zu ignorieren, ja, und es auch mit bisschen Humor zu sehen, auch wenns schwer fällt. Irgendwie denk ich auch: ja mei, was ist schon dabei, er wollte das halt unbedingt mal ausprobieren, so wie einen Fallschirmsprung oder so was ähnliches. Aber ganz so harmlos ist es ja dann doch nicht.
Das hört sich nach einem guten Tag an, was ich da geschrieben hab...? Vielleicht hab ich morgen wieder einen schlechten und heul mir die Augen aus, weil ich mich so betrogen fühle - ich weiß es nicht...
Übrigens Hellekeen, erzähl mal, warst du schon mal bei einer Domina oder hast darüber nachgedacht....?? ;-)) - musst nicht antworten....:)
 
  • #45
Daumen hoch für deinen Beitrag, FS, genau so sollte man mit der Situation umgehen.

Und wenn du dich tatsächlich mit den Fantasien deines Mannes auseinandersetzen willst, geht doch mal zusammen an einen Stammtisch. Da sind meist ganz normale Leute, die halt ein spezielles Hobby haben (gut, manche leben das auch intensiver aus). Vielleicht ergeben sich so interessante Kontakte und neue Sichtweisen. Viel Glück!
 
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  • #46
Hallo FS..

ich denke an deinem Beispiel könnten sich hier einige mal eine Scheibe abschneiden die gleiche in den ersten Posts nach Trennung geschrieen haben.. Sehr geniale Reaktion und ja, man darf auch lachen dabei =)

Daran können sich aber vor allem auch die eine Scheibe abschneiden, die gleich davon ausgingen, dass man über nichts offen reden kann in einer Beziehung, und gezwungen sei, seine Partnerin zu belügen.

Ich bin # 40. Finde die Reaktion auch gut. Aber nur, wenn der Mann seine Einstellung grundsätzlich überdenkt. Behandeln wie ein armes Hascherl, das nicht ehrlich sein kann, würde ich ihn nicht, und den Schein waren erst Recht nicht. Das finde ich gut, dass sie das klarstellte, sag ich mal. Deshalb würde ich mich aber nach wie vor sofort von einem Mann trennen, der grundsätzlich immer meint, man müsse lügen und die Frau sei daran Schuld, und der Mann ja so arm dran mit seinen Gelüsten. Habe hier nicht den Eindruck,dass es sich um so einen handelt, aber das bleibt der FS vorbehalten, wie er ist. Auch positiv fällt auf, dass sie seine Vorlieben ja schon kannte. Es handelt sich also nicht um die "klassische verlogene Beziehung", in der der Mann meint, alle Frauen seien blöd und verstünden ihn nicht.
 
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  • #47
Hallo zusammen,

es ist sehr traurig, hier die ganzen Moralapostel zu lesen, mit Ihren Zwangsvorstellungen, wie sich ein Mann oder eine Frau unbedingt zu benehmen haben. :-(
Die meisten Beiträge hier haben schon eine hohe dominante Tendenz. Da scheint der Ehering eher im Sinne des "Herr der Ringe" ein "Ring ihn zu knechten und ewig zu binden" zu sein und wenn der Gatte sich diesem Willen der Frau nicht beugt oder sogar selber Ansprüche hat, die die Frau nicht erfüllen will, dann ist er halt böse, böse, böse. Nur die Frau hat ihre Erwartungen erfüllt zu bekommen. Dafür ist der Kerl schließlich da. Sag noch mal einer, es gäbe nur so wenige Dominas... Sie sind wohl alle hier gelandet. :)
Keiner hier fragt danach, wie es dem armen Ehemann möglicherweise jahrelang gegangen ist. Nicht nur Dein Mann sollte für Dich und Deine sexuellen Wünsche da sein, sondern auch Du solltest für seine Wünsche offen sein. Das bist du nicht, also hat er einen möglichst wenig störenden Ausweg gesucht. Er hat sehr spezielle Vorlieben - und dass DU, liebe Fragestellerin es herausbekommen hast (wahrscheinlich durch sein Geständnis) solltest Du eher als einen Hilfeschrei verstehen, als Deine eigenen Befindlichkeiten zu analysieren!

Aus eigener Erfahrung kenne ich diese Situation. Ich habe als Mann oft genug Zeichen gegeben, Anspielungen gemacht oder Hinweise gegeben, dass ich Sex gerne "härter" hätte. Meine Frau hat das immer ignoriert oder als Scherz abgetan.
Irgendwann (nach Jahren) habe ich dann doch einmal Klartext über meine Wünsche und Bedürfnisse geredet und wir hatten eine lange Diskussion, an deren Schluss wir eine Lösung gefunden haben.

Die Lösung: Mit Einverständnis meiner Frau habe ich ein bis zwei Mal im Monat meinen "Spieleabend". Das bisschen Aggressionsabbau außer Haus steht in keinem Verhältnis zu der ansonsten wirklich tollen Beziehung, die meine Frau und ich haben.
Seitdem mein Frust dieses Ventil hat, hat sich meine Ehe noch weiter verbessert und ist beinahe wieder wie am Anfang. Auch das Bewusstsein, ein so großes gegenseitiges Vertrauen zu haben, dass solch ein Arrangement möglich ist, trägt dazu bei. Ich würde auch lieber meine Frau fesseln und mit Ihr meine Fantasien ausleben - aber sie mag nicht und ich zwinge sie nicht.
(Buchtipp: Ein bisschen härter ist viel besser.)
 
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  • #48
Ich selbst bin seit über 10 Jahren in einer glücklichen und vertrauensvollen Beziehung. Meine Frau ist leicht dominant veranlagt und somit haben wir schon oft meine devote Seite bespielt. Nun habe ich aber auch eine masochistische Seite bei mir entdeckt. Nun war ich zweimal bei einer Domina.

Ich habe den Fehler begangen meiner Frau von meinen Gelüsten nach Schmerzen beim Sex zu erzählen. Jetzt denkt sie das mir beim bisherigen Sex immer etwas gefehlt hat. Sie ist der Meinung, dass ich es besser nicht erzählt hätte und gelegentlich ohne ihr Wissen eine Domina besuchen hätte sollen.
 
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  • #49
Ich würde schon mal sagen das das Wort "Fremd gehen" oder Betrug unpassend ist..

Bei Wort Betrug hat man gleich eine Straftat im Hinterkopf und eine Straftat im rechtlichen Sinne ist das nicht..

Ein moralischer Betrug , ja.. aber was ist heutzutage schon alles moralischer Betrug..

.

Das Gefühl hintergangen worden zu sein ist subjektiv. Sonst würde sich ja jeder Mensch "hintergangen fühlen"

Letztendlich Fs ist doch Frage "Was es in Dir auslöst und wie Du damit klar kommst" und nicht ob das Wort Fremdgehen berechtigt ist.

Ein bekannter von mir geht auch regelmässig zu einer Domina.. Seine Frau weiss dann toleriert es aber..

Ist das jetzt kein Fremdgehen mehr weil sie es toleriert?
 
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Gast

  • #51
Das ist ein komplexes Problem. Der Wunsch nach einer Domina ist sicherlich begründet in Ausleben, Darstellen einer schmerzhaften Situation im Alltagsleben. Durch das Darstellen von Schmerz in einer geschützten Umgebung soll auch der Schmerz im realen Leben überwunden werden. Daher ist auch die Frage zu stellen, wo diese seelische Verwundung begründet ist. Ein Mensch, bei dem alles passt, wird nicht zu einer Domina gehen. Es fehlt aber auch die Zuwendung. Eigentlich ist das Spiel bei einer Domina derart, dass sie alles macht und er alles geschehen lässt, keine Verantwortung trägt, dies abgibt, er wird versorgt, muss nichts tun. Er Wunsch, einmal nicht verantwortlich zu sein, sich fallen zu lasen ist eine Triebfeder für ein solche Verhalten. Auch wenn es schwer ist, aber um das Problem zu lösen, genügt es nicht, mit Vorwürfen zu kommen sondern herauszufinden, wodurch die seelische Verwundung entstanden sein kann. Es kann aber natürlich auch rein Interesse an Abwechslung sein, ein dummes Spiel, dann ist es pubertär und so zu beurteilen. Dann gibt es nur eines... weg
 
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  • #52
Liebe FS,
Respekt vor Deinem offenen Umgang mit dem Thema und Deiner Annäherung daran.
Ich musste auch lachen bei dem Gedanken, dann gibt die Ehefrau ihm eben die Peitsche oder was immer auch gewünscht wird.

Aber dann war ein Moment innehalten und das spüren: ich könnte das nicht und ich wollte das nicht. Alles Gewaltvolle ist mir fern, selbst wenn der geliebte Mann das wollte.
Ich habe auf der Reeperbahn so einiges an Zubehör gesehen und ganz ehrlich, ja, ich würde den Respekt vor dem Mann verlieren, bei dem Gedanken, dass er mit einer Latexmaske und nacktem Hintern vor einer anderen Frau rumkriecht, sich traktieren lässt und das auch noch ganz toll findet. Ohne Respekt geht Beziehung aber nicht.

Es ist wichtig, dass Du auf Deine Gefühle guckst, ob Du dauerhaft mit diesen Bildern leben kannst. Die beste Idee ist wirklich, sich psychologische Unterstützung zu holen, um Dir Klarheit über Deine Gefühle zu bekommen.
 
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  • #53
Hallo, ich bin die FS. Also, ich habe das zwar gefragt mit dem fremdgehen oder nicht, aber eigentlich ist das nicht die Frage. Für mich ist es eindeutig ein fremdgehen, weil mein Mann sexuelle Handlungen mit einer anderen Person ausgeübt hat. Basta! Ob er mich vorher um "Erlaubnis" hätte fragen sollen, ist doch auch Quatsch! Ganz klar wäre da schon ein Bruch gewesen. Er hätte vielleicht mich fragen können, ob ich zu solchen Spielchen bereit gewesen wäre, aber das weiß er und das weiß ich, dass dies nicht dasselbe gewesen wäre, weil ich damit keine Erfahrung habe. Also auch Quatsch. Er hat das eher so dargestellt, das das etwas war, was nicht direkt mit mir zu tun hatte, sondern dass diese Fantasien ihn schon seit seiner Jugend beschäftigen und dass er das nun mal ausleben wollte. Dass es bei uns in letzter Zeit sexuell nicht mehr so lief (wie in vielen Ehen sag ich mal), hätte diesen Wunsch evtl. Verstärkt. Er sagte, für ihn war es nicht das klassische Fremdgehen, weil er nie daran gedacht hat, mich durch eine ander Person zu "ersetzen" bzw. Er nie daran gedacht hat, mich zu verlassen für eine andere Frau. Das denken "normale" Fremdgeher auch nicht unbedingt, ok.... Soweit so gut. Was ich mich nun eher frage ist, warum hat er das gemacht? Was ist daran so geil? Was soll das alles überhaupt? Ich kann es nicht so recht nachvollziehen, muss ich sagen. Bis zu einem gewissen Grad, ok, find ich die Vorstellung, gefesselt zu werden oder bis zu einem gewissen Grad "gequält" zu werden, auch recht anregend, aber ich glaube, das, was eine Domina macht, ist nochmal ne ganz andere Nummer... Da sind meine Ideen wohl eher Kindergarten im Vergleich, wahrscheinlich... Ja, und klar denke ich jetzt auch, dass ich den Wünschen und Vorstellungen meines Partners nicht mehr gerecht werden kann, dass ich nicht gut genug bin, nicht versaut genug bin, nicht dies oder das. Und ich bin nunmal so wie ich bin und kann mich jetzt auch nicht komplett verstellen. Ich habe ihm gesagt, dass wir offener miteinander reden müssen, unsere Wünsche offener aussprechen sollen (ich hab ja auch welche, so isses ja nich... ;-)) und dass ich versuchen möchte, ihn glücklich zu machen. Aber ich kann und will nicht tolerieren, dass er nebenbei zu einer Prostituierten geht (auch wenn eine Domina das nicht ist im klassischen Sinne oder in Anführungszeichen eine bessere ist... Wie auch immer, sie nimmt Geld für sexuelle Handlungen). Das geht einfach nicht. Das halt ich nicht aus. Es kann nicht sein, dass ich daheim sitze und mit den Kindern "Mensch ärgere dich nicht" spiele, während mein Mann seine sexuellen Fantasien mit einer anderen befriedigt, sorry, aber nein! Nein und nochmals nein! Toleranz hin oder her, aber wer toleriert dann eigentlich meine Gefühle??
 
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  • #54
Es kann nicht sein, dass ich daheim sitze und mit den Kindern "Mensch ärgere dich nicht" spiele, während mein Mann seine sexuellen Fantasien mit einer anderen befriedigt, sorry, aber nein! Nein und nochmals nein! Toleranz hin oder her, aber wer toleriert dann eigentlich meine Gefühle??

Bravo!!!

Ich äußere mich hier sehr dezidiert gegen alle sog. "differenzierten" Wortmeldungen zum Thema. Ich bin – ganz "undifferenziert" – der Meinung, dass ein Mann, der zu einer Domina geht, ein perv*** Schw*** ist. So simpel.

Ich weiß, dies entspricht nicht dem linksintellektuellen Mainstream heutzutage. Aber genau dem widersetze ich mich mit Nachdruck. Und es entspricht auch nicht dem herrschenden (totalitären) "Toleranzgebot" – aber auch dem widersetze ich mich mit aller Schärfe!
 
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Gast

  • #55
Ich weiß, dies entspricht nicht dem linksintellektuellen Mainstream heutzutage. Aber genau dem widersetze ich mich mit Nachdruck. Und es entspricht auch nicht dem herrschenden (totalitären) "Toleranzgebot" – aber auch dem widersetze ich mich mit aller Schärfe!

Das hat überhaupt nichts mit linksintellektuellem Mainstream zu tun.

Es geht hier um ein privates Thema, und darum, wie die FS dies für sich löst. Dabei ist sie nicht besonders "individuell" und "anti-linksintellektuell", wenn sie so bockig reagiert, wie es Ihre Antwort nahelegt.

FS, natürlich geht es auch um Deine Gefühle. Man muss da einen Kompromiss finden. Ehrlichkeit halte ich für besser, auch wenn sie schmerzen mag. Es muss offen darüber "verhandelt" werden. Es kann sein, dass ihm der Verzicht eben auch weh tut. Ich bin nicht dafür, den Mann zu verhätscheln, natürlich sind auch Deine Gefühle wichtig. Aber eben beide.

Damit den Mann als "perverses Schwein" abzutun ist es nicht getan, und ich denke, das tust du auch nicht.

Manchmal kann man auch über sich hinauswachsen und Dinge dann doch verstehen. Aber dazu hilft der Mann wohl eher als ein Forum.

Ich hätte damit nicht so ein explizites Problem, glaube ich, auch wenn ich noch nicht in genau der Situation war. Aber ich hatte schon mal Vermutungen, dass einem Mann etwas mehr in der Maso-Richtung gefällt, das für mich in der Form eher befremdlich wäre. Aber irgendwie finde ich es akzeptabel, wenn ein Mann seine Bedürfnisse hat; wenn ich ihnen nicht nachkommen kann, bekomme ich eher Mitleid (nicht aber, wenn er nur an sich denkt und herumbetrügt).

Es ist aber allemal besser als ein intoleranter Mann oder einer, der eher eine langweilige Sexualität hat. Man muss auch das Gesamte sehen. Menschen haben ja mehr als eine Seite.
 
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  • #56
Ich weiß, dies entspricht nicht dem linksintellektuellen Mainstream heutzutage. Aber genau dem widersetze ich mich mit Nachdruck. Und es entspricht auch nicht dem herrschenden (totalitären) "Toleranzgebot" – aber auch dem widersetze ich mich mit aller Schärfe!

Mut würdest Du erst beweisen, wenn Du diese Meinungsäußerung bei dem "Hitzelsberger-Thema" äußern würdest. Ob es ein solches "Toleranzgebot" auch in Bezug auf SM gibt, wage ich eher zu bezweifeln.
 
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  • #57
Bravo!!!

Ich äußere mich hier sehr dezidiert gegen alle sog. "differenzierten" Wortmeldungen zum Thema. Ich bin – ganz "undifferenziert" – der Meinung, dass ein Mann, der zu einer Domina geht, ein perv*** Schw*** ist. So simpel.

Möglicherweise warst du mal jung, schlank und hübsch, da ist es leichter einen Typen zu finden, der bereit ist sich mit deiner Verklemmtheit zu arrangieren, auch wenn es wohl keiner lange ausgehalten hat.
Nachdem du dich aber jetzt hier rumtreibst solltest du mal der Realität ins Auge blicken.
So wird das nix....
 
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Gast

  • #58
Liebe FS,

Fremdgehen kann ein Zeichen für eine kriselnde Beziehung sein, muss es aber nicht und "ausgefallene" Fantasien hat fast jeder Mann, doch die meisten reden nicht darüber.
Bestimmte Kommentare hier zeigen auch warum.

Du bist jetzt natürlich gekränkt, aber eigentlich hört es sich an, als ob du nicht ernsthaft an Trennung denkst. Das was du ändern willst ist, dass er seine Fantasien zügeln soll.

Du willst deinen Mann ändern? Das wird nicht funktionieren.
es klingt zwar platt aber ändern kann man nur sich.
Wenn er dir zuliebe so tut, als ob es ihn nicht mehr interessieren würde, ist das dann wirklich besser? oder ist nicht Verständnis, das was du erwartest und auch zeigen solltest.


Ich hatte mal eine lange Beziehung, da war so tiefes Vertrauen, dass solche Situationen nur ein Schmunzeln ausgelöst hätten. Leider habe ich eine so tiefe Vertrautheit nie mehr erleben dürfen.

m/53
 
  • #59
An die FS: Ich sehe dann nicht, was das "unsere Wünsche offener aussprechen" bringen soll, wenn du sie dann weder selbst erfüllst oder es zulässt, dass sie anderswo erfüllt werden, sondern im Gegenteil danach schlechte Stimmung herrscht, weil du dich "nicht versaut genug" fühlst.

Ich finde deine Haltung grundsätzlich in Ordnung, statt blind "perverses Schwein" zu schreien wie manch andere hier machst du dir tatsächlich Gedanken. Wenn du aber wirklich an Ehrlichkeit interessiert bist, dann musst du die Wahrheit auch vertragen können. Und dann kannst du immer noch entscheiden, ob du von ihm verlangen willst, seine Fantasien auf Dauer zu unterdrücken, oder ob ihr einen anderen Weg findet.

Mach es bitte nicht so wie eine Ex von mir, die mich nach meinen Fantasien gefragt hat und diese danach in ihrem Freundeskreis breitgetreten hat. So schlimm waren die wirklich nicht, aber offensichtlich wollte sie was anderes hören.

Aber ich habe ein gutes Gefühl bei dir, dass nach dem anfänglichen Schock doch die Neugier siegt :)
 
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  • #60
Liebe FSin,

natürlich kann ich verstehen, dass Dich das Geständnis Deines Mannes zunächst einmal verwirrt und verunsichert hat - keine Frage!

Aber auch ich kann Dir nur den Rat geben, Dich vor dem Fällen einer, wie auch immer gearteten, Entscheidung OBJEKTIV mit der Thematik, den Wünschen und Bedürfnissen Deines Mannes sowie, ganz wichtig, mit Deinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. Das einige Schreiber hier Menschen mit sadomasochistischen Neigungen als "perv. Schw..." bzw. krank abstempeln, zeugt von einer erschreckenden Intoleranz und vor allen Dingen einem gravierenden Mangel an Sachkenntnis und Informationsbereitschaft. Sadomasochismus ist so alt wie die menschliche Sexualität und keineswegs Ergebnis aktueller, gesellschaftlicher Fehlentwicklungen. Es ist längst wissenschaftlich erwiesen, dass Lust- und Schmerzzentrum unmittelbar nebeneinander liegen und bei vielen Menschen miteinander korrespondieren. Das geht von der Frau, die es liebt, beim Sex den Klapps auf den Po zu bekommen bis hin zu Menschen, die allein aus Schmerzen oder Erniedrigung hochgradige, sexuelle Erregung generieren können. Pervers ist daran überhaupt nix - nicht umsonst ist Sadomasochismus als Diagnose inzwischen aus dem ICD geflogen. Beim Sex ist das erlaubt, was BEIDEN gefällt und nicht gegen geltende Gesetze verstößt.

Um Dich unvoreingenommen mit dem Thema zu beschäftigen, gibt es inzwischen neben vielen Büchern (z.Bsp. "Die Wahl der Qual" von Kathrin Passig) auch unzählige Websites, auf denen Du Dich informieren kannst. (die Blogs "Minervas Juwelen" oder auch "Female Led Relationship"). Vielleicht liest Du auch einfach mal Belletristik, die weibliche Dominanz zum Thema hat, um zu erspüren, ob Dich dieses Thema sexuell anspricht.

Mach Dich bitte frei von den Sado-Maso Klischees, die allgemeinhin durch die Medien wie z.Bsp. RTLII, Sat1, sowie durch eine Vielzahl von völlig uninformierten Zeitgenossen verbreitet werden. Sie werden der Thematik in keiner Weise gerecht und reduzieren den devoten Mann auf eine Sichtweise, die nichts mit der Realität zu tun hat. Sadomasochismus bzw. DS ist ein so weites Feld mit so vielen, unterschiedlichen Möglichkeiten und Facetten, dass sich jede Verallgemeinerung eigentlich von ganz allein verbietet.

Ich wünsche Dir viel Glück - vielleicht entdeckt ihr Beiden ja eine ganz neue Seite an Euch und Eure Beziehung erlangt durch diese Entwicklung ein viel größeres Maß an Tiefe und Vertrauen.

LG (M,53)
 
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