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Gast

  • #61
FS
Um eins klar zu stellen: ich halte meinen Mann NICHT für ein "perxxx Schxx"o.ä. Im Gegenteil versuche ich zu verstehen/nachzuvollziehen,was einen Mann dazu treibt, diese Fantasien wirklich auszuleben.Es ist immer noch was anderes, eine Fantasie im Kopf zu haben, die man sich total geil vorstellt, als diese in Wirklichkeit zu praktizieren. Aber bei meinem Mann muss ja der Wunsch, die Fantasie real werden zu lassen, sehr hoch gewesen sein. Das schlimme (für mich) dabei ist, dass er es wahnsinnig toll fand und dies für mich impliziert, dass er es wieder und wieder machen will. Ich habe ihm gesagt, er soll mir beibringen, was ihm gefällt (das hat er ja seiner Domina auch gesagt) ich will ihn ja glücklich machen, ich will, dass er sexuelle Erfüllung und Hingabe mit MIR erlebt. Ich will nicht der Golf sein, während der Porsche in der Garage stehen muss. Ich will der Porsche sein, nein, der Ferrari, verdammt noch mal! Ich will, dass er mir gehört, ich will ihn nicht teilen mit irgendeiner @&@&€€! Ist das so schwer zu verstehen? Ich will nicht,dass er unglücklich ist,weil er auf etwas verzichtet.Ich will ihn nicht verändern.Ich verzichte auch auf viele Dinge unserer ehe zuliebe z.B. auf exzessive Partynächte,auf Drogen,auf viele Freiheiten,die ich vor unserer ehe hatte.Ich "hatte" viele Männer, wenn man so will, ich habe viele Dinge ausgelebt.Es war toll, aber ein Lebensabschnitt und ich bin nicht traurig, dass das vorbei ist.Ich dachte, mit meinem Mann was besseres als das alles gefunden zu haben. Liebe, Sicherheit, Vertrauen, gegenseitigen Respekt, wir habe 2 wundervolle Kinder, die wir beide sehr lieben, wir haben tolle gemeinsame Erinnerungen wie z.B. wundervolle Reisen, wir hatten auch guten Sex, auch wenn er in letzter Zeit eingeschlafen ist, aber das lag nicht allein an mir! Mein Mann hat sich zurück gezogen, sich hinter seiner Arbeit versteckt.
In unserem ersten Gespräch nach der "Entdeckung" hat er selbst gesagt :"ich bin ein pervxxxes Arxxxxxxxxch!" Ich habe ihm keine Vorwürfe gemacht. Ich habe gefragt warum und warum so heimlich und war mit mir alles so schlecht? Waren all die Jahre, unsere ehe, die ich für recht stabil gehalten habe,nur ein Kompromiss,nur eine "Bilderbuch-Ehe" nach außen? Hat er ständig gelitten, weil er was unterdrückt hat? Das alles führt mich zu der letzten Frage: wollen wir die Beziehung weiterführen/ hat sie noch Sinn?
Wenn ich jetzt meine ganze Energie in dieses "Projekt: Glückliche Ehe" investiere und am Ende kommt nur raus, dass er ein beleidigter kleiner Junge ist, dem ich sein Lieblings-Spielzeug weggenommen habe, dann kann ich es doch gleich sein lassen. Ich hab das nun mal für mich so entschieden, dass ich nicht in einer ehe leben kann, in der mein Mann ein Doppelleben führt oder in einer Art Parallelwelt seine Befriedigungen erlebt. Und wenn er das nicht kapiert, muss ich eben die Konsequenzen ziehen, so traurig das ist, aber dann werde ich mich trennen.
 
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Gast

  • #62
Mein erster Freund hatte sadistische Neigungen. Von denen ich natürlich lange Zeit nichts wusste. Nach vielen Jahren Beziehung habe ich in einem unglaublich demütigenden Gespräch von einer Freundin erfahren, dass ihr neuer Freund meinen Freund aus der Fetischszene kennt. (ich bin ihr dankbar, dass sie es mir gesagt hat und ich nicht die einzige weit und breit war, die nicht davon wusste!) Er hat erst abgestritten, dann geheult und geschworen, versprochen und und und. Am Ende lief es darauf hinaus, dass er mir alle Schuld gab, weil er seine Fantasien mit mir nicht ausleben kann - stimmt, ich lasse mir keinen Schmerz zufügen, niemals. Ich wurde dann noch als die Böse hingestellt, sollte nicht so verklemmt sein und doch mal x und y ausprobieren. Das wollte ich aber nicht. Ich habe mich dann von ihm getrennt - mit dem Vorwurf, dass er sich doch auch von mir hätte trennen können, wenn er so unglücklich war. Er hat sehr um mich gekämpft und leider habe ich nachgegeben, natürlich auch, weil mir seine Liebesschwüre sehr geschmeichelt haben. Das war der größte Fehler meines Lebens. Er ist weiterhin ohne mein Wissen zu solchen Veranstaltungen gegangen, hat mir eine Geschlechtskrankheit mit nach Hause gebracht und die Beziehung endete, weil er mich dann beim Sex einmal beleidigt, brutal geschlagen und verletzt hat (ich musste sogar mehrfach genäht werden): er kann (und will) es nicht unterdrücken. es hat ihn sogar noch geiler gemacht, mich so sehr zu manipulieren, dass ich zu ihm zurück bin und ihm verziehen habe. Ich war lange in Therapie, konnte keinem mann mehr vertrauen.
Was will ich dir damit sagen, FS? Der Fetisch, die Fantasie wird immer die stärkste Kraft in seinem Leben sein, er hat dafür sogar Familie und Kinder aufs Spiel gesetzt. Du bist immer nur der Golf, der Ferrari ist nicht die Domina, sondern der Fetisch. Du kannst Platz zwei haben, wenn du bereit bist, alles mitzumachen: dann bist du aber per se nicht dominant genug, weil du dich ja seinen Wünschen beugst.
 
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Gast

  • #63
Das er sich in Eurem ersten Gespräch selbst als pervers bezeichnet hat, macht deutlich, wie groß seine Angst vor Ablehnung seiner Neigung durch Dich war.

Könnte es sein, dass ihr Beide bislang über sexuelle Vorlieben des jeweils anderen eher selten bis überhaupt nicht geredet habt? Ich selbst bin dominant/sadistisch veranlagt und habe das ebenfalls lange Zeit verschwiegen. Nachdem ich eine Weile mit meiner heutigen Frau zusammen war, haben wir mal zusammen Abends im Bett ein Buch gelesen - "The Joy of Sex". Darin wurden die verschiedensten, sexuellen Praktiken vorgestellt - von der Missionarsstellung über Kamasutra bis hin zu SM. Irgendwie blieben wir auf der Seite, bei der es um Fesselspiele geht, länger hängen. Es stellte sich dann im Gespräch raus, dass sie von so etwas als passiver Part schon seit ihrer Pubertät geträumt hatte (Die von Piraten gefangen genommene Prinzessin wehrlos an den Mast des Schiffes gebunden <grins) und ich stellte vollkommen überrascht fest, dass ich mit meinem - bis dahin in meiner Wahrnehmung eben "perversen" Wunsch, eine Frau fesseln zu wollen, überhaupt nicht allein auf der Welt war, sondern es durchaus kompatible Gegenstücke gab! :)

Das Du ihn exklusiv für Dich willst in Eurer Ehe, ist ein absolut legitimer Wunsch, den er zu respektieren hat. Alles andere wäre eine offene Beziehung, die aber nur in beiderseitigem Einvernehmen funktionieren könnte. Aber sich für die Wünsche und Vorlieben des anderen interessieren und sich damit objektiv auseinanderzusetzen, ist in einer Partnerschaft unverzichtbar. Und dabei hilft reden, reden, reden. Natürlich muss man nicht alle gegenseitigen Vorlieben teilen, aber ohne das pseudomoralische Brett vorm Kopf, mit dem gerade hier offensichtlich viele Zeitgenossen durch die Gegend rennen, lassen sich sicherlich viele Dinge entdecken, auf die man zwar nicht unbedingt selbst gekommen wäre, die letzten Endes aber eine Bereicherung für beide Seiten darstellen.

Und wie schon eine Vorschreiberin gepostet hat: Für wie viele Frauen wäre es der Traum schlecht hin, einen aufmerksamen, bemühten Mann an ihrer Seite zu haben, der ungefragt den Müll runterbringt, abends vorm Fernseher seiner Liebsten die Füße massiert und ihr jeden Wunsch von den Augen abliest? ;-) Bei der von Deinem Mann ersehnten Konstellation bist Du als aktiver Part diejenige, die im Rahmen seiner Grenzen die Spielregeln bestimmt ...

LG (M, 53)
 
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Gast

  • #64
Ich habe hier schon geschrieben, bin w, und kann Dich verstehen. Das, was Du schreibst, würde ich genauso sehen. Natürlich willst Du diejenige sein, mit der er das teilt, und er sollte nun nicht den beleidigten Jungen spielen. Tut er das denn?

Ich würde ihm das genauso sagen, wie Du es hier sagst und finde das völlig ok. Auch scheint ihr ja eigentlich zusammenzupassen. Du bist eher eine tolerante Frau anscheinend, hast selbst ein wilderes Leben hinter Dir, das ist wohl für ihn das Beste, was er sich erhoffen kann, also es liegt ja an ihm, ob er diese spießig piefige Trennung zwischen unbefleckter Ehefrau und seinen heimlichen Wünschen, für die er sich selbst schämt, ziehen muss, oder ob er sich selbst akzeptieren kann. Ein Mann, der sich selbst nicht akzeptiert, akzeptiert selbstverständlich auch keine Frau, die ihn um Ehrlichkeit bittet. Aber vielleicht kapiert er das ja.

Im Ansatz kann man es vielleicht auch verstehen, warum man manche Dinge trennen möchte, oder nicht so leicht "nachspielen" kann. Aber darüber sollte er wenigstens reden können. Für Beleidigtsein ist bei ihm kein Anlass.
 
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Gast

  • #65
FS
Hallo Nr. 59,
deine Antwort habe ich noch nicht gesehen, bevor ich meinen letzten Beitrag geschrieben habe. Ja, du hast recht und ich versuche, das auch so zu sehen, aber es gibt auch noch die zweite Komponente. Auf der einen Seite ist die Tatsache, dass er zu einer Domina gegangen ist und damit wie bei einem Seitensprung unser Vertrauensverhältnis massiv verletzt hat und ich versuche damit irgendwie klar zu kommen. Dabei kann ich Bücher darüber lesen (hab ich schon ein bisschen) um mich dem Thema anzunähern und um herauszufinden, ob mich das evtl auch reizt und wir diese "neue Seite" entdecken. Das kann durchaus in eine positive Richtung gehen, seh ich auch so.
Auf der anderen Seite ist unsere 10 jährige Ehe (+3 Jahre Beziehung), die ich jetzt irgendwie als gefährdet sehe. Mein Gerüst sozusagen, auf dem ich immer fest gestanden bin, ist an einer Stelle eingebrochen und jetzt gerade ist es ein sehr wackeliges Gefühl. Und die Frage/Feststellung, dass da schon länger eine Stange angeknackst war, ich es aber nicht gemerkt habe. Und warum habe ich es nicht gemerkt? Dazu muss ich vielleicht erklären, dass ich es NICHT durch sein Geständnis erfahren habe. Ich habe neben einer Lederfessel (oder wie immer das Ding auch heißt) einen Brief in seiner Tasche gefunden von der Domina an ihn. In dem schreibt sie, kurz gesagt, dass sie sich in ihn verliebt hat und dass es mit ihm was ganz besonderes ist und nicht nur ein Leib wie ihre anderen Kunden und was sie noch alles mit ihm vorhat usw. Ziemlich unprofessionell die gute, aber egal. Er erzählte mir, dass sie ca 35 Jahre ist, 2 Kinder hat und getrennt/ ohne Partner lebt. Wenn er mir also nicht klipp und klar sagen kann, dass er nicht mehr zu dieser Frau hingehen will (und das hat er nicht), dann kann ich nicht weitermachen, so einfach. Wenn sie so tolle Dinge mit ihm tut und er auch ein "normales" Leben mit ihr haben könnte, was will er dann überhaupt von mir? Ich will ihm nicht im Weg stehen, ein erfülltes Leben zu haben. Er muss sich entscheiden. Ich setze ihm nicht die Pistole auf die Brust so wie er das sagt, ich will nur wissen, woran ich bin. Er hat zwar gesagt, dass ihn die Domina als Frau nicht interessiert und dass er nicht in sie verliebt ist, aber wer sagt, dass das alles wahr ist, was er sagt??
 
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Gast

  • #66
Oh oh, Dein letzter Beitrag ist beklemmend.

Mich würde es wütend machen, dass er sagt, Du setzt ihm die Pistole auf die Brust. Das ist mal wieder die typische Art manch verlogener Männer, sich als das Opfer hinzustellen.

Wenn er auf den Domina-Besuch nicht verzichten kann, dann kann er zu einer anderen Domina gehen. Da gibt es nichts herauszureden. Wenn es um die Praktik geht, dann braucht er nicht mehr zu dieser Frau. Er sollte auf Deine Gefühle Rücksicht nehmen.

Mich macht dieser Mann nach Deinem letzten Post sehr wütend, obwohl ich es zuerst locker gesehen habe. Aber er scheint mir etwas von diesen Männern zu haben, die alles trennen wollen, aber dann doch nicht kennen, und sich selbst belügen. Angeblich hat er zu dieser Frau gar keine Gefühle - dann kann er zu einer anderen gehen! Er will die Praktiken ausleben - dann kann er es mit Dir!

Also, nach der Zusatzinformation muss ich sagen, würde ich wahrscheinlich ziemlich barsch reagieren. Ich weiß nicht, ob das hilfreich ist, aber ehrlich, ich kann auch diese Frauen nicht verstehen, die immer geduldig warten, ihrem "Männchen" keine Pistole auf die Brust setzen, während er sich wahrhscheinlich im umgekehrten Falle sofort trennen würde. Du machst nicht diesen Eindruck, was ihn noch lange nicht berechtigt, das Opfer zu spielen.

Schwierig, wirklich schwierig. Behalte die Nerven und die Kontrolle. Für ihn ist es sicherlich nicht leichter als für Dich, egal, wie Du entscheidest, aber es muss für ihn auch nicht leichter sein! Er braucht sich nicht einzubilden, dass seine Gefühle besonders betüddelt werden müssten. Was manche Männer sich einbilden...?
 
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Gast

  • #67
Liebe FS,

du bist also 13 Jahre mit jemanden zusammen und hast auch gemerkt, dass er Interesse an SM hat und ihr hattet mehrere Jahre "ein vernachlässigtes" Sexualleben, also wahrscheinlich keins.
Wie lange hast du ihm denn hinterhergeschnüffelt?
Wie heisst es so schön, der Lauscher an der Wand hört seine eigne Schand.

Schade, dass man hier nur eine Seite der Medaille mitbekommt.
Mir kommt diese Geschichte sehr bekannt vor. Es kommt einem sehr leicht über die Lippen Dinge zu sagen, wie, man soll mit seinem Partner über alles sprechen oder in einer Beziehung gibt es keine Geheimnisse etc.
Ich selber kann niemanden raten sich mit solchen Neigungen zu outen.
Die Wahrscheinlichkeit verstanden zu werden geht gegen Null!
 
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Gast

  • #68
Hallo FSin, hier noch mal die Nummer 59,

DAS sind natürlich vollkommen andere Aspekte, die sich aus Deiner Schilderung ergeben ...

Hier steht ja neben dem Ausleben seiner lange unterdrückten Vorlieben u.U. auch eine ganz "normale" (Liebes-?)Beziehung im Raum. Ohne diesen Background hätte ich Bauchschmerzen dabei gehabt, den Besuch bei der Domina als "klassisches Fremdgehen" zu klassifizieren (wobei das natürlich jeder für sich selbst beurteilen muss). Aber mit diesen Informationen sieht das natürlich ganz anders aus.

Als Außenstehender ist es natürlich schwer, sich über die "Qualität" und die noch vorhandenen Vertrauensressourcen Eurer Beziehung ein Urteil zu bilden, aber gesetzt den Fall, seine Aussage, die Dame würde ihn als Frau nicht interessieren, entspricht der Wahrheit und Du könntest den Vertrauensbruch, den er Deinem Empfinden nach durch den Besuch bei der Domina begangen hat, auf Dauer "verpacken", würde ICH an Deiner Stelle - das offensichtlich bei Dir vorhandene, grundsätzliche Interesse vorausgesetzt, so vorgehen, wie in meinem ersten Beitrag geschrieben.

Alternativ bleibt ansonsten nur aktive Beziehungsarbeit - ggfls. in einer Paartherapie oder aber, sofern Deine Verletzungen zu groß sind bzw. das verbliebene Vertrauen zu klein ist, die Trennung.

Im ersten Fall könntest Du ihm übrigens anbieten, zum Beweis seiner Treue fortan einen KG zu tragen. Zum einen würdest Du ihn so als potentiellen Spielpartner der besagten Dame uninteressant machen und zum zweiten könnte ihn das in seinen Phantasien kicken - also durchaus ein Einstieg in Deine weibliche Dominanz sein!?! :)

LG (M, 53)

PS: an die Nummer 61:
Das, was Du da von Deinem Exfreund schilderst, hat absolut NICHTS mit einer von Liebe, Zuneigung sowie gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägten, BDSM-lastigen Beziehung zu tun! Dabei geht es darum, seinem Partner durch das, was man tut, Lust und Befriedigung zu verschaffen. Einvernehmlich, Sicher und Vernünftig (SSC) ist hier das Stichwort. Das Verhalten Deines Exfreundes, Dich zu verletzen und zu manipulieren, ohne das Du überhaupt in SM-Spielchen eingewilligt hättest, ist schlicht und ergreifend eine Straftat und absolut intolerabel!!
 
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Gast

  • #69
Ich habe meinem Partner den Besuch einer professionellen Domina erlaubt ! Zugegeben mit sehr gemischten Gefühlen und auch 2-3 Tage danach hat es mich noch sehr beschäftigt .

Mittlerweile sehe ich es nicht mehr so eng und bin eigtl froh darüber ,daß wir so offen damit umgehen können ,denn wieviele leben ihre Lust oder Neigungen hinter dem Rücken der Partner aus oder unterdrücken es auf Jahre ...

Als ich vor etwa 3 Jahren nach ihm an den Pc ging öffnete sich eine Seite ,die sich für mich eigtl nicht öffnen sollte - er hatte vergessen sie zu schließen
Dort sah ich dann eine Dominaseite bzw ein von ihm angelegtes Profil und war erstmal geschockt !

Ich habe das Gespräch gesucht aber zu der Zeit war er nicht bereit oder nicht in der Lage mit mir darüber zu reden - ich denke es war ihm einfach peinlich !
So hab ich mich dann im Internet auf diversen Seiten damit beschäftigt und auch eine Zeitlang online als Domina gewirkt ,weil ich einfach verstehen wollte .

In dieser Zeit habe ich sehr viele Männer kennengelernt ,die ihre Vorlieben nur im Geheimen ausleben konnten ,da die Partnerin es nicht akzeptiert hätte zumindest waren die Männer davon überzeugt.
Ich habe irgendwann für mich beschlossen ,daß ich so eine Partnerschaft nicht möchte in der sich mein Mann vor mir verstecken muß .. ich meine jeder braucht seine kleinen Geheimnisse aber bei solch großen Dingen möchte ich schon Offenheit und Ehrlichkeit.

Wenn sich mein Partner nicht bei mir voll und ganz öffnen kann wo denn dann ?
So sind dann gewisse Kompromisse enstanden mit denen wir beide leben können und somit jetzt auch der Dominabesuch !

Ich habe ihm auch angeboten es gemeinsam auszuleben und war natürlich gekränkt als er es ablehnte ,denn ich mußte erstmal begreifen ,daß es nicht dasselbe Feeling sein kann bzw man nur sehr schwer jemandem die Dominanz abnimmt ,den man ansonsten als liebevollen Menschen kennt !
 
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Gast

  • #70
Liebe FS,
ich ziehe voller Bewunderung meinen (nicht vorhandenen) Hut vor dir.
Besonders beeindruckt bin ich, zu sehen, dass du einerseits ganz bei dir bleiben und andererseits auch ganz bei ihm sein kannst.
Dein Mann kann sich sehr glücklich schätzen, eine solche Partnerin zu haben.
Er hat einen Fehler gemacht, als er glaubte, sich dir nicht anvertrauen zu können.
Nun hat es sich über diesen Umweg gefügt, dass er es doch getan hat.
Es ist nicht einfach sich 100% so zu zeigen, wie man ist mit all seinen Eigenheiten, besonders wenn diese oft so verpönt sind, wie man es in einigen Beiträgen hier nachlesen kann.
Er hat den Fehler gemacht, dir nicht zuzutrauen, dass du ihn so akzeptieren, annehmen, respektieren und lieben kannst wie er ist.
Du hast ihm nun hoffentlich die Augen geöffnet und ihm gezeigt, dass eure gemeinsame Entwicklung weiter gehen kann und dass es richtig und wichtig ist, sich dir anzuvertrauen.
Diese Entwicklung ist ein gradueller Prozess, auf dem ich dich ein Stück weiter vorn sehe.
Ich drücke ganz fest die Daumen, dass er die Chance nutzt, ebenfalls einen Schritt voran zu gehen.
Sex in einer Partnerschaft ist leider oft das, was als kleinster gemeinsamer Nenner bzw. Schnittmenge dessen über bleibt, was die Partner einander von ihren Vorlieben, Fantasien und Wünschen anvertraut haben. Dabei ist auch viel Scham im Spiel, der andere könne denken, er/sie sei nicht genug.
Wenn du dich entschließt, dich auf seine Fantasien einzulassen, wünsche ich dir, dass du Gefallen an dem findest, was dein Tun bei ihm auslöst. Ihr könnt euch gemeinsam eine neue sinnliche Welt erschließen.
Womöglich werdet ihr eines Tages wieder an einen Punkt kommen, der euch zweifeln lässt. Ich hoffe, dann gibt euch die Erinnerung an diesen Quantensprung eurer Entwicklung den Mut und die Kraft ohne schmerzliche Umwege voran zu schreiten.
 
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