Ehemann in Burnout Therapie wendet sich ab

Vor ca. 1 Jahr habe ich meinen Mann unterstützt in eine Burnout-Klinik zu gehen.
Die Vorgeschichte: Er hatte eine Harnröhren-OP, einen hässlichen Arbeitsplatz und viel Arbeit am gerade drei Jahre alten Haus. Wir hatten beide wenig Zeit für einander. Zwei Kinder 11 und 13 mit sozialen und medizinischen Defiziten. Therapien für beide welche ich neben meiner selbstständigen Arbeit auf mich nahm.

Während seiner Therapie in der Klinik und auch schon das Jahr zuvor, habe ich alles alleine geregelt. Haus, Garten, Kinder, Therapien und eine OB und ihm immer signalisiert, dass wir einiges ändern können.

Nach einem schönen Samstag, welchen wir als Familie zusammen verbracht haben sagte er mir, dass er nicht mehr in einem Raum mit mir sein könnte und er mich nicht mehr liebt. Kinder sind nicht alles und er will endlich seine Ruhe haben.

NACH 16 Jahren Ehe drehte er sich zu den Kindern um und sagte ihnen ohne dies mit mir abzusprechen, das er mich nicht mehr liebt und nun gehen muss. Er wollte im DG wohnen und verstand nicht, dass ich ihn nicht täglich sehen wollte. Ich sagte er sollte nächstes WE wiederkommen um zu reden. Er sagte, es hätte sich nichts geändert und ich wäre ihm nie eine richtige Freundin gewesen, obwohl er immer und überall erzählte was für ein tolles Team wir wären. Er könne keine Empathie empfinden und es wäre die Schuld seiner Mutter und meiner.

Ich habe ihn zum Mediator gebeten und wurde nur beschimpft. Kontrolle, Egoist und Gelder. Ich solle mich doch einmal mit der Ehe kritisch auseinander zu setzen. Meine Antwort: welche Ehe.

Ich habe letzte Woche die Scheidung eingereicht und nun will er die KINDER zu sich holen oder noch besser er will ins Haus zurück. Er hat nun den Kindern die neue Freundin, welche mit ihm in der Klinik therapiert wurde, vorgestellt. Er ist seit der Klinik total egoistisch und denkt nicht an die Folgen seiner letzten Handlungen.
Ich habe nun Angst, dass er die Kinder aus der deren Umgebung reißt und einen Rosenkrieg führt.
Hat Jemand Erfahrung und kann mir helfen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Erst einmal möchte ich Dir sagen, dass ein Burnout eine ernste Erkrankung ist, die man mal wie einen Schnupfen abschüttelt. Ich war selbst mal betroffen, mein Mann nach einem schweren Unfall auch. Ich weiß also, aus beiderlei Sicht, wovon ich rede. Du stellst Dich in der Zeit seiner Erkrankung als die Starke dar. DU warst nicht krank, sondern er. Mit Burnout ist man auch arbeitsunfähig, also sehr wohl stark eingeschränkt. Du listest auf, was Du alles geschafft hast, ihm machst Du den Vorwurf, nicht so viel beigetragen zu haben. So sieht keine gute Ehe aus. Er hat Dich aufgefordert, Dich kritisch mit Eurer Ehe auseinanderzusetzen. Du hast mit der schnippischen Antwort "Welche Ehe?" reagiert und Dir keine Gedanken gemacht. Nun kommt die Quittung. Du solltest Dich auf Einiges gefasst machen. Kinder könnten vor Gericht befragt werden, bei wem sie lieber leben möchten. Du hast die Scheidung eingereicht. In Eurem Fall sieht das nach purem Stress und Machtkämpfen aus. Denkt Ihr auch mal an Eure Kinder? Sie sind offenbar nicht ganz gesund und Eure Streitereien schaden ihnen sicher. Setzt Euch zu ZWEIT zusammen und findet einen Weg, die Scheidung ohne solche Schlammschlachten über die Bühne zu bringen. Sonst steuert Ihr BEIDE den nächsten Burnout an.
 
Na ja, jetzt bist DU reif für eine Burnout-Therapie!
Nein, im Ernst, suche dir unbedingt auch eine Therapie! Es wird schon auch Gründe haben, wenn dein Mann dir solche Vorwürfe macht. Du stellst dich ja auch hier als die ganz und gar "Gute" dar, die sich immer um alles gekümmert hat. Wenn eine Beziehung scheitert, haben immer beide ihren Anteil daran.
Die Trennung und das, was jetzt kommt, ist hart für dich und es geht nicht darum, dass du dir "Schuld" eingestehen sollst, aber du brauchst dringend Unterstützung beim Reflektieren, Trauern und Finden von annehmbaren Lösungen für dich, damit das Ganze nicht in ewiger Wut, Frustration, Rosenkrieg und Zerren an den Kindern endet.

w50
 
G

Gast

Gast
Tja, der Schuß den Mann in die Therapie zu schicken, der ist nun voll nach hinten losgegangen. Das beklagen die meisten Partner von Menschen, die therapiert werden.

Die meisten haben absolut keine Ahnung und falsche Vorstellungen darüber, wie Therapien ablaufen. Eine Psychotherapeutische Klinik ist keine Autowerkstatt, wo das defekte Objekt repariert und zur problemlosen Nutzung zurückkommt :)

Das Ziel jeder Therapie ist immer das Selbstbewußtsein zu stärken, eigene Bedürfnisse zu erkennen, zu benennen und zu leben. Jeder Ehepartner ist völlig naiv, wenn er nicht weiß, dass er natürlich einen selbstbewußteren und auch egoistischeren Partner zurückbekommt nach einer Therapie. Es gibt nicht umsonst so viele Trennungen während und nach Therapien.

Jemand der unter Ängsten und Depressionen leidet und deshalb therapiert wird, hatte vorher sicher auch Angst, sich gegen seinen Partner durchzusetzen und ihm zu widersprechen. Bessert sich sein Zustand, ist er für den Partner nicht mehr so pflegeleicht, das ist wohl klar.

Ich würde meinen Partner jedenfalls nicht zur Therapie schicken, denn ich weiß, wie Therapien ablaufen. Zusammenfassend kann man da nur sagen: "...die Geister die ich rief...."

Der FS kann nur noch ein guter Fachanwalt für Familienrecht helfen, nicht ein Therapeut, Mediator o.ä. - Jetzt geht es ans Eingemachte, ans Haus, Kinder und ans Geld. - Rette sich wer kann! Ums Menschliche und seine Motivlage geht es nicht mehr, die Beziehung ist gescheitert, nun gilt es die Folgeschäden zu begrenzen.

Klar will er die Kinder, denn wer die Kinder hat, der kann mit ihnen im Haus wohnen als zugewiesene Familienwohnung und der andere muß Unterhalt zahlen, deshalb entdecken viele Männer in der Situation plötzlich die "Liebe" zu ihren Kindern. - Er hat sich sicher auch schon juristisch schlau gemacht. Die FS sollte nicht Therapeuten und Mediatoren bemühen, sondern einen guten Juristen, der sie aufklärt über ihre rechtliche Situation und ihre Interessen vertritt.
 
A

Ars_Vivendi

Gast
Schade für Dich, die Kinder und natürlich auch für ihn. Ein Burnout ist nicht besonders lustig und kann verschiedene Ursachen haben. Eine mögliche Ursache ist sicher auch Überlastung und eine unglückliche Situation im privaten Umfeld.
Dein Mann scheint festgestellt zu haben, dass er sich in eurer Ehe nicht mehr wohlfühlt, offenbar längerfristig. "Absprechen" muss er das mit Dir wohl kaum. Deine Andeutungen lassen für mich den Schluss zu, dass er sich "untergebuttert" gefühlt haben könnte und ihm Ruhe in der Beziehung fehlte. Was gemeint ist, wirst Du genauer wissen.

Für mich ist unklar, was jetzt eigentlich genau Deine Frage ist. Die Burnouttherapie ist ein Jahr her, kann also kaum ein aktuelles Problem sein.
Die Ehe ist am Ende, für Dich sicher keine schöne Situation, aber er scheint das ja ziemlich sicher so zu sehen.
Die Kinder möchte er wohl bei sich haben. Dazu passt ein akuter Burnout kaum, er scheint Gründe zu haben, dass er sie nicht bei Dir lassen möchte. Soziale Defizite? Für mich klingt Dein Gesamttext so, als hättet ihr eine Reihe Baustellen, nicht nur er...
 
Beide Kinder in Therapie und der Mann mit Burn out auch. Da scheint Ihr ja eine Familie zu sein, wo nichts so war wie es sein sollte. Das alleine sollte Dir zu denken geben. Sehr emotional kommst Du jedenfalls nicht rüber. Wenn alle außer Dir eine Therapie gemacht haben, dann sind sie Dir mehr als einen Schritt voraus. Wie stehen denn Deine Kinder dazu? Letztlich entscheiden die ja selber wo sie leben wollen. Nur eine friedliche Lösung für die Kinder zu finden, ist das Einzige was jetzt zählt. Du solltest reflektieren wie das Leben bei Euch zu Hause so für alle Familienmitglieder gewesen sein muss, wenn alle therapeutische Hilfe brauchen. Da muss ja wirklich einiges im Argen gelegen haben und somit kein Wunder, wenn Dein Mann daraus ausbricht.
 
G

grünewelle

Gast
Sonst steuert Ihr BEIDE den nächsten Burnout an.
Völlig korrekt, Kaktus.Beide, Sie auch. Sei doch froh, dass Du und Dein Mann zu unterschiedlichen Zeiten ins Burnout gegangen seid. Zwei Menschen innerhalb einer Familie,ein Ehepaar noch dazu, guter Schnitt übrigens,habe ich so auch noch nie gehört. Ein lockerer Umgang mit dem Begriff Burnout könnte dahinter stecken, muß aber keinesfalls. Kann auch absoluter Zufall sein.
Ich persönlich finde es unfair, dass der Partner, der Therapie bekommt und auch mitmacht, seine neuen Erkenntnisse eins zu eins egoistisch umsetzt ohne dem Partner die Gelegenheit zu geben, sich anzupassen. Indem der andere vielleicht auch Therapie macht. Das würde doch beide auf den gleichen Stand bringen, oder nicht?
Für mich ist da ein Ungleichgewicht entstanden, dem die FS zur Zeit jedenfalls etwas ohnmächtig gegenüber steht.

Er hat Dich aufgefordert, Dich kritisch mit Eurer Ehe auseinanderzusetzen. Du hast mit der schnippischen Antwort "Welche Ehe?" reagiert und Dir keine Gedanken gemacht.
Naja, davor hat sie ihn darum gebeten, einen Mediator hinzuzuziehen. Daraufhin wurde sie beschimpft. Bißchen unfair finde ich das schon.
Natürlich sind immer beide beteiligt, das ist doch keine Frage.
Aber wenn einer ahnungslos ist, macht Draufhauen auch nicht so viel Sinn.
In meinen Augen vermittelt eine seriöse Therapie erstmal, bevor ein Mann so in seinem Selbst ermutigt wird, dass er mit Brachialgewalt eine Trennung herbeizuführt. Vielleicht wäre die FS ja auch lernfähig, kann ja sein.Nur braucht auch sie vielleicht eine Therapie dazu. Naja, wenn es so weitergeht, sollte sie auf jeden Fall auch eine Therapie machen, von allein kommt man schwer hinter seine eigenen Mechanismen.
Wichtig sind die Kinder und ein Partner, der sich vor die Kinder stellt, ohne mit der Partnerin gesprochen zu haben, den Kinder erzählt, er liebt die Mama nicht mehr und das er gehen muß.....tja, das finde ich auch sehr fragwürdig.
W
 
G

grünewelle

Gast
Ich habe nun Angst, dass er die Kinder aus der deren Umgebung reißt

Ich glaube nicht daran, dass Dein Mann die Kinder aus ihrer Umgebung reißt, das würde ja bedeuten, dass er sich komplett mit allem Drum und Dran kümmern müßte. Ich habe noch keinen Mann kennengelernt, der es trotz Ankündigung wirklich durchgezogen hat.
Frage ihn doch mal, ob er die Kinder zu sich nehmen würde, wenn Du jetzt eine stationäre Therapie machst. Wirst sehen, er wird es nicht machbar machen.
W
 
M

Meeresrauschen

Gast
Da kann ich Gast 3 nur zustimmen. Eine Therapie verändert die Persönlichkeit bzw. es kommt die wahre Persönlichkeit zum Vorschein, welche zuvor von Ängsten und Hemmungen verschüttet war. Lass deinem Mann erstmal Zeit gesund zu werden, auch wenn er sich gerade egoistisch verhält und dich verletzt. Lasst euch bei der Trennung zum Wohle der Kinder weiter beraten und geht zum Anwalt.
 
Vielen Dank für Deine ehrliche Antwort.
Ich habe Ihm nie Vorwürfe gemacht sondern immer gesagt, dass wir alles hinkriegen. Über 2 Jahre, aber er hat eine komplett andere Wahrnehmung. Er hat mich nur noch beschimpft sowie für seinen Burnout verantwortlich gemacht und wollte mich und alle möglichen Menschen im Umfeld therapieren. Ich hoffe nur, dass er und seine neue Freundin es schaffen. Ich habe die Scheidung eingereicht, da er mir eindeutig das Ende der Beziehung ohne Möglichkeit auf Versöhnung dargelegt hatte. Er wäre angeblich ein depressiver Mensch seit 30 Jahren. Er ist auch nicht mehr der Mann, den ich geheiratet habe.
Die Kinder sind immer die die das größte Leid haben. Die Kinder sollten in ihrer gewohnten Umgebung und mit ihren Freunden bleiben.

Ich denke das die Situation erst besser wird, wenn alles geteilt und geklärt ist. Ich habe nur Angst dass er die Kinder jetzt als Druckmittel benutzt. Ich kann nur an seine Vernunft appellieren. Leider kommuniziert er weder per Telefon noch schriftlich.
 
G

Gast

Gast
Dazu fallen mir nur zwei Worte ein: egoistischer Schwächling! Immer seine Probleme auf die Ursache der Mütter schieben, ist sowas von lasch und verweichlicht! Glaub mir, ich hatte auch eine Mutter, die mein Leben versaut hat, trotzdem habe ich mich selbstständig aufgerafft, aber sich mit über 40, 50... (weiß ja nicht wie alt ihr seid) noch so hinzustellen und so ein Kasperlestheater zu machen, statt sein Leben selber in die Hand zu nehmen, ist sowas von out. Auch Kinder mit sozialen und medizinischen Defiziten sind kein Weltuntergang und er Rest mit einem unliebsamen Job, Stress mit dem Haus und Op/gesundheitliche Probleme kennen wir alle. ist alles eine Einstellungssache, wie man damit umgeht. Der Mann braucht sehr wohl eine Richtung von einer entsprechend charakterstarken Frau, die ihn führt (wie die meisten Männer), sonst rutscht er noch ab.
Was will er denn alleine tun in seinem Zustand? Er hat eine Frau in der Therapie kennengelernt, die vermutlich genauso drauf ist wie er? Na, dann Gute Nacht!
 
Liebe FS,
Dein Mann kommuniziert weder per Telefon noch schriftlich - dann solltest Du das respektieren und ihn in Ruhe lassen. Du hast die Scheidung eingereicht, was angemessen ist, wenn er eine neue Partnerin hat. Lass' die Kommunikation über Deinen Anwalt laufen, auf das Minimum begrenzt.

Wenn er nicht mit Dir redet, dann wird er ja wohl auch wenig Kontakt zu den Kindern haben, was ihm später in der Scheidung zum Nachteil gereicht wird. Lass' es zu Deinem Vorteil einfach geschehen.

Dein Mann hat/te einen Burnout. 2 Jahre hat er zum Familienleben nicht viel beigetragen. Da ist es sehr unwahrscheinlich, dass ihm das Gericht die Betreuung von zwei gesundheitlich und psychisch angeschlagenen (therapiebeduerfigen) Teenies überlässt. In dem Fall gilt auch nicht allein der Kinderwunsch, sondern es wird genau hingeschaut, wo die Kinder zukunftbezogen die besseren Bedingungen haben. Mit angeblich 30 Jahren Depressivitaet qualifiziert er sich dafür nicht gerade. Da müsste man Dir schon eine deutlich schwerere Störung nachweisen, wenn er eine Chance haben will.

Ich glaube nicht, dass er gewillt ist, die Betreuung der Kinder wirklich zu übernehmen, siehe seine Aussage in Deinem Eingangspost "Kinder sind nicht alles".
Dass er die Kinder will ist ein Bluff, um Dir etwas anderes abzunehmen. Verlass' Dich einfach auf Deinen Anwalt und die gerichtlich beauftragten Gutachter, die prüfen, wo die Kinder am besten aufgehoben sind - gerade wenn sie Therapien brauchen.

Lass' Dich von ihm nicht ins Bockshorn jagen und Dich zu voreiligen Taten hinreißen. Nicht-kommunizieren ist in diesem Zusammenhang eine gute Strategie.
Wenn er jetzt schon woanders wohnt, musst Du ihn nicht als Zumutung in Eurem gemeinsamen Haus dulden. Dort wohnst Du mit den Kindern Familienwohnsitz, von dem er weggegangen ist. Da gibt es keinen Weg zurück ohne Dein Einverständnis. Damit musst Du Dich nicht rumplagen, das kann Dein Anwalt besser.

Halte Eure Streitigkeiten von den Kindern fern.
 
G

Gast

Gast
# 3 hat schon viel geschrieben, dem ich beipflichten kann.
Mein Exmann hatte auch ein Burnout verbunden mit einer schweren Depression und ich musste über viele Jahre die "Starke" sein, obwohl ich es nicht wollte. Ich habe ihn unterstützt wo ich nur konnte und ihn zum Arzt geschickt, der dann den Burnout feststellte und ihn für 8 Wochen stationär in eine Klinik einweisen ließ.
Auch mir ging es so, dass sich mein Mann extrem veränderte, er wurde zum absoluten Egoist, sah nur noch das, was für ihn gut war und die Familie war ihm egal. Da ich aber sowieso schon mit einer Trennung liebäugelte, war das für mich die Chance zu gehen ohne auch noch beschuldigt zu werden, einen kranken Mann zu verlassen.

Mein Ex hatte sich nie viel um die Kinder gekümmert und nun wollte er die Kinder (16 und 18) überreden, bei ihm zu bleiben. Wollten sie aber nicht.

Nach ca. 2 Jahren hat sich das alles wieder eingependelt und nun kommen wir ganz gut klar. Er hat einen neuen Job und eine neue Freundin, sein Egoismus hat sich normalisiert.
Ich habe das Gefühl, dass durch die Therapie das Pendel auschlägt, es sich aber nach und nach dann einpendelt.
Ich war mal bei einer Therapiesitzung dabei und ich hatte dort das Gefühl, auch vom Therapeuten als Mittel eingesetzt wurde, nicht als eigenständiger Mensch. Alles war sehr einseitig und ich war anscheinend die Alleinschuldige.

Mein Mann hatte übrigens auch einen Kurschatten, es hat aber nicht länger als 6 Monate gedauert, dann waren sich die Beiden zu kompliziert (eben beide Egoisten). Solche Verbindungen gibt es wohl öfter, weil sie eben viel Zeit zusammen verbringen und ähnliche Erfahrungen haben. Im realen Leben funktioniert das aber nicht.

Nimm es einfach so hin wie es ist und traue darauf, dass es sich normalisiert.
 
Willkommen im Rosenkrieg. Der ist nämlich schon im Gange.

Er möchte die Kinder und in das Haus zurück.
Möglicherweise wird er zwar nicht das alleinige Sorgerecht, aber das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder beantragen. Dann kann er nämlich ohne zu Zucken in das Haus zurück, wenn dieses vom Gericht als gewohnte Familienwohnung benannt wird, aus der man natürlich die Kinder wegen der gewohnten Umgebung nicht herausreißen will und er das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommt.
Sollte er diesen Antrag stellen, wirst Du einen Gegenantrag stellen müssen. Sei darauf gefasst, dass er Dein bisheriges Tun in ein taggenaues Dossier packen und kein gutes Haar an Dir lassen wird.
Wenn der Familienrichter kein Machtwort spricht und seinen Antrag ablehnt und ihr euch nicht außergerichtlich einig werdet, wird ein familienpsychologisches Gutachten erstellt. Der Gutachter kommt ins Haus, spricht mit Dir, mit ihm, mit den Kindern. Es werden Auskünfte über die Kinder in deren schulischem Umfeld eingeholt.
Der Gutachter wird Dich und auch ihn in Interaktion mit den Kindern erleben wollen. Das Gutachten kostet richtig erwachsenes Geld, die Kosten werden geteilt. Dazu kommen nochmal die Kosten für das Verfahren und den Anwalt. Und natürlich kostet die Scheidung auch, wenn man das ganze Pipapo mit Vermögensausgleich etc. über die Anwälte regeln lässt.
Suche Dir eine Anwältin mit Biss, mit richtig Biss und dann lass' Dich nicht von ihm und seiner Freundin einschüchtern.

Du hast Dir nichts zu Schulden kommen lassen.
 
G

Gast

Gast
Ich stimme meinen Vorschreibern nicht ganz zu. Jemand mit Burnout ist nicht die gleiche Person wie vorher. Normalerweise hätte ein Paargespräch in der Klinik stattfinden sollen.
In einer Klinik jemand kennenzulernen und mit dem zu leben, sind zwei verschiedene Sachen. Du scheinst dein Leben ohne ihn gut leben zu können. Zieh dir den Schuh nicht an, dass du an allem Schuld bist. Ich würde an deiner Stelle eine Beratungsstelle oder einen Anwalt aufsuchen, um die Fragen bezüglich der Kinder und des Hauses zu klären.
 
Für mich klingt Deine Beschreibung so, als ob Dein Mann trotz Therapie immer noch nicht ganz gesund ist, sondern massiv über das Ziel hinausschießt. Er scheint immer noch nicht emotional in der Balance zu sein. Du hast alles getan, was getan werden kann und muß und brauchst Dir sicher keinen Vorwurf zu machen.
Betrachte Deinen Mann immer noch als nicht geheilt an, unternimm trotzdem alles juristisch Notwendige, um Dich und die Kinder abzusichern. Einem Burnoutkranken würde ich die Kinder nicht anvertrauen, egal ob Mann oder Frau.
Es ist in höchstem Maße unverantwortlich, vor den Kindern ohne Absprache mit Dir herauszuschleudern, daß er Dich nicht mehr liebt und nun auszieht.
Kennst Du die Therapieeinrichtung? Kannst Du dort mit dem Chef sprechen? Ich finde das alles einfach ein bisschen suspekt, auch der Therapeut scheint nicht ganz koscher zu sein. Ihm muß doch eine Wesensveränderung des Patienten auch auffallen.
 
Also liebe FS,
zunächst mal erscheint mir Dein Beitrag ziemlich emotionslos, und das gibt mir schon zu denken.
Wenn schon die Kinder Therapien brauchen, war in Eurer Welt von vornherein schon einiges im Argen, denn Kinder werden, sofern sie nicht eine ernsthafte Behiderung haben, nicht mit psychischen Defekten geboren.
In einer Therapie kommen ganz oft (endlich) ! Dinge hoch, die jahrelang begraben lagen, und das kann neben anderen, früheren Ursachen eben auch zum Teil mit Eurer Beziehung zu tun haben, die dann wohl für ihn doch nicht so positiv gewesen ist.
 
Vor ca. 1 Jahr habe ich meinen Mann unterstützt in eine Burnout-Klinik zu gehen.
Dass sich der Partner in Burnout Therapie abwendet habe ich mehr als 100 Mal schon gehört, also zumindest für mich nichts Neues! Warum hast du also deinen Ehemann überhaupt dahin geschickt? Hast du nicht gewusst, wie die Patienten dort mit Strategien aufgebaut werden? Ich würde mich immer zuvor informieren!
 
Ich würde meinen Partner jedenfalls nicht zur Therapie schicken, denn ich weiß, wie Therapien ablaufen. Zusammenfassend kann man da nur sagen: "...die Geister die ich rief...."

Frauen, die sich maßlos überschätzen und wie die allesbestimmende Mutti ihren Mann als eine Art Buben bevormunden...
Der Mann war krank. Die Überweisung zur Therapie bekommt er von seinem Hausarzt oder einem Facharzt. Nicht die gnädige Gattin "schickt" ihn oder verweigert SEINE Therapie. Solche Frauen sollten sich über Trennungen nicht wundern. Vielleicht fragt der Mann auch noch um Erlaubnis, ob er zum Zwecke seiner Gesundung eine Therapie machen DARF? Diese Frauen möchten alles dominieren und den Mann unterbuttern. Tja, das sind dann die Ergebnisse, meine Damen. Er hat es endlich begriffen. Da sollte Frau sich mal dringend Nachhilfe holen, um zu verstehen, was eine gleichberechtigte Partnerschaft ist.
 
Völlig korrekt, Kaktus.Beide, Sie auch. Sei doch froh, dass Du und Dein Mann zu unterschiedlichen Zeiten ins Burnout gegangen seid. Zwei Menschen innerhalb einer Familie,ein Ehepaar noch dazu, guter Schnitt übrigens,habe ich so auch noch nie gehört. Ein lockerer Umgang mit dem Begriff Burnout könnte dahinter stecken, muß aber keinesfalls. Kann auch absoluter Zufall sein.

W

Was greifst Du mich denn an? In einen Burnout "geht" man nicht. Wir sprechen hier von einer Erkrankung, die behandelt werden muss und die nicht selten ein Jahr dauert. Also lass so laxe Bemerkungen "wie guter Schnitt" und "noch nie gehört". Wir gehen auch nicht locker mit dem Begriff um. Wir hatten erst mehrere Todesfälle im engsten Familienkreis kurz hintereinander, als ich erkrankte und mein Mann hatte keine zwei Jahre später einen ganz schweren Unfall mit mehreren OP's und sein Leben stand auf der Kippe.Ein Burnout ist kein "Zufall", sondern hat Ursachen. Du scheinst keinerlei Ahnung von der Erkrankung zu haben. Dann sollte man den Mund halten.
 
Ich denke das die Situation erst besser wird, wenn alles geteilt und geklärt ist. Ich habe nur Angst dass er die Kinder jetzt als Druckmittel benutzt. Ich kann nur an seine Vernunft appellieren. Leider kommuniziert er weder per Telefon noch schriftlich.

Eure Ehe ist gescheitert. Eine Paartherapie oder Mediator braucht ihr nicht mehr. Wer woran Schuld hatte, braucht nicht mehr diskutiert zu werden. Er betrachtet die Ehe als gescheitert, Du hast die Scheidung eingereicht. Da seid Ihr Euch also zur Abwechslung mal einig. Lass ihn jetzt erstmal in Ruhe und versuche nicht, mit ihm jetzt zu kommunizieren, wenn er nicht will. Warte ab. Geschieden wird man nicht von einem Tag auf den Anderen. Bei wem die Kinder zukünftig wohnen werden, entscheidet ein Richter. Das steht noch nicht ins Haus, also warte ab und lass Dich auf keine Diskussion zu dem Thema ein.Die Emotionen kochen noch hoch. In dem Zustand kann man nicht sachlich und weitschauend Entscheidungen treffen und sich einigen. Je mehr Du ihn drängst, desto mehr blockt er.
 
G

Gast

Gast
Liebe FS,

schalte einen Rechtsanwalt und das Jugendamt ein. Das deine Kinder soziale Defizite haben wird seinen Grund haben, der auch bei dir liegt, bzw. in der Gesamtsituation der langen Ehe.

Schade, dass du nicht schon früher erkannt hast, dass dein Mann so schwerwiegende psychische Probleme hat, du schreibst ja selbst, dass er seid 30 Jahren Deppressionen hat.

Nimm das Gequatsche, dass er die Kinder zu sich nimmt, bloss nicht ernst. So einfach geht das nicht, gerade wenn der Vater psychisch erkrankt ist, wird das Familiengericht da anders entscheiden. Andere Foristen sehen es hier ja ähnlich.

Solche Menschen haben oft große Klappe, aber nichts dahinter.

Hole dir selbst einen Rechtsanwalt an die Seite, gehe zum Jugendamt, ich habe mit meinem sehr gute Erfahrungen gemacht, sprich mit deinen Kindern offen darüber, dass die sich auch wehren können, alt genug sind sie dazu.

w
 
Zu 16.
wir konnten keine Kinder bekommen. Diese wurden von uns adoptiert. 1. Kind hat durch den Drogenmissbrauch der leibl. Mutter während der Schwangerschaft schwere soziale und emotionale Störungen. 2. Kind hat eine Spastik linksseitig und 70% Behinderung.
Aufgrund dieser Diagnosen habe ich schließlich meinen Job dran gegeben und habe das Familienunternehmen übernommen. Somit war und bin ich flexibler.
 
Kennst Du die Therapieeinrichtung? Kannst Du dort mit dem Chef sprechen? Ich finde das alles einfach ein bisschen suspekt, auch der Therapeut scheint nicht ganz koscher zu sein. Ihm muß doch eine Wesensveränderung des Patienten auch auffallen.
Jetzt soll die FS also auch noch dem Therapeuten sagen, was er zu tun hat ?
In einer Therapie geht es in erster Linie um den Patienten und der Therapeut oder gar der Chef werden den Deubl tun, selbigen im Sinne seiner Partnerin umzukrempeln.
Dein Ansinnen ist schon sehr skurril, schliesslich steht der Mann ja nicht unter Vormundschaft seiner Frau !
 
G

Gast

Gast
Und selbst wenn die FS dominant ist, der Mann hat seit dreißig Jahren Depressionen. Jemand mit Burnout ist von Angehörigenseite meist nicht zu helfen. Dafür ist eine Klinik schon ganz gut. Auch das sich da Freundschaften unter Gleichgesinnten bilden ist normal.
Nur werden in solchen Kliniken normalerweise Paargespräche geführt und die Angehörigen mit einbezogen. Es geht normalerweise auch nicht darum Schuldige zu finden, sondern Konflikte zu lösen.
Das nun alles vor den Kindern auszutragen, ist wenig professionell.
Deshalb sollte in dem Fall die FS für sich und die Kinder sorgen.
 
G

Gast

Gast
Der Mann war krank. Die Überweisung zur Therapie bekommt er von seinem Hausarzt oder einem Facharzt. Nicht die gnädige Gattin "schickt" ihn oder verweigert SEINE Therapie.

Sorry, aber du hast keine Ahnung.
Mein Mann hatte Burnout. Das ist keine Krankheit wie Grippe, bei der man sagt "aha, mir läuft die Nase und ich muss Husten, ich geh jetzt zum Arzt".
Gerade bei Burnout merkt es der Kranke eben nicht. Er verändert sich und das merkt eben seine Umwelt, in erster Linie die Ehefrau (wenn er Glück hat). Der Hausarzt merkt es nicht, denn er sieht den Patienten ja nicht so oft. Erst wenn ihm die Symptome geschildert werden, kann er eingreifen.
Also ist es eben meist schon der Ehepartner, der ihn zum Arzt schickt.
Bei uns war es auch so, ich hatte schon lange den Verdacht, wurde aber von meinem Mann nicht ernst genommen, er meinte, ich sehe Gespenster, er wäre nur etwas müde. Nach vielen Anläufen habe ich ihn regelrecht bekniet, doch mal zum Arzt zu gehen und ich hatte den Arzt schon vorgewarnt.
Mein Mann hat sich auch stark verändert und hat sich während der Therapie mir gegenüber sehr schlecht verhalten. Er gab mir die Schuld.
Erst einige Jahre später hat er sich bei mir bedankt, jetzt weiß er, dass ich ihm geholfen habe.
 
G

grünewelle

Gast
Du scheinst keinerlei Ahnung von der Erkrankung zu haben. Dann sollte man den Mund halten.
Warum sollte ich den Mund halten, liebe Kaktus, ich antworte doch genau so, wie Du es überall machst. Diesmal fühlst Du Dich angegriffen, sonst sind es halt die anderen, die von DIR angegriffen werden, ohne das DU Ahnung hast. Also alles im grünen Bereich, nicht ? Ich habe übrigens berufsbedingt mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu tun. Ein Burnout ist der moderne Begriff für Lebenskrisen. Nicht jede Krise dauert Jahre, man ist nicht immer arbeitsunfähig und es kommen nicht immer Egoisten dabei raus.
Wenn er nicht der FS gegenüber egoistisch ist, dann zumindestens den Kindern gegenüber.
Du listest auf, was Du alles geschafft hast, ihm machst Du den Vorwurf, nicht so viel beigetragen zu haben. So sieht keine gute Ehe aus. Er hat Dich aufgefordert, Dich kritisch mit Eurer Ehe auseinanderzusetzen. Du hast mit der schnippischen Antwort "Welche Ehe?" reagiert und Dir keine Gedanken gemacht.
Guckst Du hier, Du greifst die FS in einer Art und Weise an, dabei weißt Du doch gar nichts über die Hintergründe. Sie hat drum gebeten, einen Mediator einzuschalten, das zeigte zumindestens ihre Bereitschaft, sich mit der neuen Thematik auseinanderzusetzen.
Er war mit der Therapie einen Schritt voraus, sie hatte keine Chance, sich anzupassen, gegebenfalls auch mit einer Therapie.
Und trotzdem finde ich es bemerkenswert, dass in einer Familie (Familie Kaktus)beide, Mann und Frau unabhängig voneinander, ein Burnout hatten. Das kommt nicht so häufig vor. Das ist nun mal so. Woran es liegt, man weiß es nicht. Vielleicht am Begriff Burnout?
W
 
G

Gast

Gast
Typisches Verhalten nach einer Therapie oder Kur - am Problem schuld war der Partner, die Mutter blablabla und dann sind es Egoisten, die selbstbestimmt leben. Sie holen alles nach, was ihnen die böse Mami, Frau, Tante, Kindergärtnerin usw nicht erlaubt haben und das ohne Rücksicht auf andere.
Habe das schon öfters erlebt und es war sogar egal ob es ein Alkoholentzug war, Burnout oder Mütter aus kinderreichen Familien.
Vor der Therapie war alles zuviel, danach ich-ich-ich.
Ein Partner, der in Psycho-Therapie geht, hätte bei mir vermutlich ausgespielt.
Ich kenne keine, der nach der Therapie seine Familie behalten hatte, Geschlecht egal.
FS, du kannst nichts machen, zieh es durch und versuche, dein Leben wieder hinzubekommen.
Hole dir Hilfe wegen der Kinder, sie haben genug gelitten - und ich bewundere euch, das ihr die 2 armen Knöpfe adoptiert habt.
w43
 
Zusammenfassend kann man da nur sagen: "...die Geister die ich rief...."
Was manche hier für Dünnsch ...von sich geben!
Immerhin sind sie Eheleute, von daher ging es diesem Paar auch mal gut! Meine Erfahrung, Menschen, die depressiv oder Burnout haben, sind schwer im Umgang! Es sind totale Egoisten, emotional abgestumpfte, die sehr wohl auch absolut berechnend sein können, manipulieren den Partner, zeitweise aufwerten und wieder abwerten!
Dir liebe FS wünsche ich viel Kraft, geh zu einem Fachanwalt, lass dich beraten...einfach wird es nicht.
 
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