• #31
Ich hätte mich längst getrennt. Punkt. Machen Männer genauso, wenn sie sexuell unbefriedigt bleiben. Bzw. sie gehen sowieso fremd, wenn der Sex nicht passt. Ich würde draus lernen und dann würde mir das kein zweites Mal passieren.
Trennung deswegen, weil es deine Psyche anknackst und du dann den Fehler bei dir suchst. Der Mann ist so. Du hast 16 Jahre Bestätigung.
 
  • #32
Achja, heimlich Pornos gucken geht dann aber schon oder? Wo noch viel härtere Dinge geschehen als im normalen Sexleben. Und anderen Frauen nachsehen auch.
Also sein Sextrieb ist ja schon vorhanden, auch wenn er den aus eigener Initiave nur heimlich und im verborgenen ausleben kann und ohne reales Gegenüber. Finde ich auf Dauer schwierig und würde mich abtörnen.
Paartherapie finde ich ok, es gibt schliesslich viele Möglichkeiten, seinen Begrenzungen zu entgehen.
 
  • #33
@#19
Nee also ich glaube an diese Theorie absolut nicht!
Er ist absolut gar nicht dominant. Er hat ja schon ein Problem damit, mir einen Klapps auf den Po beim Sex zu geben. Wenn ich sage, er soll mal mit mir machen, was er will, fragt er dann zwischendrin: soll ich jetzt das und das machen?
Er ist da wohl eher devot. Aber auch nicht gänzlich. ich habe da schon angefangen in Richtung BDSM zu experimentieren. Und auch in der devoten, gefesselten Rolle fühlt er sich nicht wohl.
Die Pornos, die er schaut, sind ziemlich normal. Habe einige im Verauf gesehen und da weder irgendwas fetischmäßiges noch abartiges...zu sehen. Einmal mehr Kuschelsex, einmal ein bischen wilder.
Anal hat er sich auch angeschaut, das haben wir auch mal probiert udn ist ok, aber nix, was ich immer haben muss. Aber auch diese Neigung finde ich jetzt nicht wirklich problematisch. Ist ja auch schön, wenn es hinten bissel enger ist :)

@ alle anderen: )
Also die Zeichen, die ich aussende sind eigentlich recht eindeutig. Ich küsse ihn leidenschaftlich, bin anhänglich, verschmust usw. Er weiss schon recht genau, wann ich Lust habe.
Aber manchmal ist die Lust ja auch irgendwie unterschwellig vorhanden und wird auch erst so richtig groß, wenn der Partner einen anheizt.
Und ich kann ja nicht ständig irgendwie signalisieren, dass ich jetzt wollen würde. Und wenn ich Signale sende, heisst das ja auch noch nicht, dass er da grad möchte. Und dann möchte er und ich sende nicht mehr und schwupps, sind wir wieder aneinander vorbei....
Ach menno, echt kompliziert.
geht ja auch nicht nur um den Sex, sondern allgemeine Zärtichkeit. Einfach mal in den Arm genommen werden, ein Kuss zwischendrin, Klapps auf den Bobbes....alles sowas.

Ich kann halt nicht verstehen, wieso er da noch immer zurückhaltend ist. Ich habe ihn wirklich noch nie sexuell dermaßen abgewiesen, dass er deswegen erst recht Komplexe bekommen könnte. Und habe ihm das auch immer gesagt, daass ich mich super freuen würde, wenn er mir Avancen macht. Ich weiß nicht, was ich noch mehr machen könnte? Ich zeige ihm, wie sehr ich seine Berührungen genieße, gebe mich ihm vollkommen hin. Da muss er doch sehen, dass er mir da vertrauen kann?!

Ab und an habe ich inh sicher mit meiner zu offenen und direkten Art unter Druck gesetzt und er zog sich dadurch mehr zurück. Das habe ich irgendwann aber selbst gecheckt und es gelassen.
Dass er Angst hat zu versagen, meint er, dass es nicht so sei. Es ist ihm einfach nur mega unangenehm aber er kann es nicht wirklich in Worte fassen.

Und dass ich Sex möchte, sage ich ganz offen. Und wenn ich das tue, haben wir ja auch meist welchen.
Das mit der Verabredung ist aber eine gute Idee, das werde ich ihm einmal vorschlagen!
 
  • #34
Liebe FS,

ein Bekannter hat sich über ne lange Zeit mal bei mir ausgeheult bezüglich seines "unglücklichen" Sexuallebens. Er hat seine Freundin wohl wirklich geliebt, es hat "alles" gepasst, aber: er wäre beim Sex gerne dominiert worden, also so richtig die Sub-Nummer. Mit Befehlen, was er anziehen soll, wie er sich rasieren soll, auf die Knie gehen, in der Ecke warten bis die Frau ihn für Sex "missbraucht" (hätten auch mehrerer Damen sein können, die ihn für oralverkehr "benutzen"), Schlägen, verbalen Demütigungen usw.

Mit seiner Freundin konnte er darüber nicht sprechen, weil er sich dafür sehr geschämt hat. Mit mir wollte er das gerne ausleben, war aber nicht in mich verliebt. Heißt er hätte mich nicht küssen wollen oder ähnliches. Vielleicht geht es bei deinem Mann ja in eine ähnliche Richtung?

Einige Forsten hatten es ja schon angedeutet, dass entscheidend wäre zu wissen, welche Pornos er sich anschaut. Es ist nichts unübliches, dass Männer Schwierigkeiten haben mit der Frau, die sie lieben ihre (schmutzigen) Phantasten, auszuleben. Die Tatsache, dass ihr so jung zusammen kamt macht es sicher nicht einfacher. Weißt du, was er sich da anschaut? Wäre es nicht eine Möglichkeit, dass ihr vorerst gemeinsam schaut? Du teilnimmst und dadurch verstehst, was ihn wirklich anmacht?!

Hattest du eigentlich jemals den Gedanken an eine heimliche Homosexualität?
 
  • #35
Ich überlege auch, ob er entweder geheime Wünsche hat oder so geprägt ist von der Familie oder ob er einfach so ist. Ich denke, wenn Menschen nicht so viel Nähe brauchen, so sind sie trotzdem frei und offen, WENN sie Nähe geben. Also fällt das letzte in der oder-Fragerei vermutlich weg.

Allein von den Dingen, die einer für einen tut, Liebe abzuleiten, würde ich nicht. Aber es kann natürlich genau das heißen.

Ihr seid recht jung (bei 16 Jahren zusammen denke ich im Schnitt erstmal an Mitte Ende 40). Ihr seid ja auch jung zusammen gekommen. Also ich denke nicht wie andere hier, dass das so bleiben muss. Kommt drauf an, ob er mal eine Phase hat, in der er sich damit befasst, weil der Leidensdruck groß ist. Die Paartherapieidee finde ich gut. Impulse von außen sind ja meist sehr gut, wenn sich irgendwas "so" eingespielt hat, denn wenn die Einspieler nur unter sich sind, läuft ja meist dasselbe Muster ab.

Ich denke, es ist verständlich, dass man eifersüchtig wird. Einerseits geht man ja davon aus, dass das Bedürfnis so ähnlich sein müsste wie bei einem selbst, und wenn zu wenig kommt, müsste ja diese Energie woanders hinfließen, andererseits sind da ja die Pornos und die Selbstbefriedigung, wo man sich schon fragt, wo da der besondere Reiz ist, den man nicht bietet. Denn er müsste doch nach all dem, was Du ihm schon gesagt hast, WISSEN, dass er nicht auf taube Ohren stößt, wenn er Dir mit Sexwünschen kommt.
Das kann natürlich zusammengehen - die Zurückhaltung und die Pornos. Denn wenn er z.B. aufgrund von Verklemmtheit den Wunsch hätte, mit einer Frau Sex zu haben, die er nicht achten muss und für die er nichts tun muss, die ihm also nichts bedeutet, geht das ja auf keinen Fall mit der Partnerin.

Könntest Du ihm mal vorschlagen, Dir eine Nachricht zu schreiben, wenn er Sex will? (Also nicht so plump) Dann wär es "unpersönlicher" und man könnte ein bisschen mehr Spiel mit einbeziehen. Manchen fällt es dann leichter, ihre Wünsche mitzuteilen, wenn sie es nicht ins Gesicht sagen müssen.
 
  • #36
Mir würde auf Dauer etwas fehlen. Nie eine zärtliche Geste, etc.?
Und du machst alles mit, heizt ihn an und er sagt, ja schon ok. Ginge für mich nicht. Und da wärs mir auch egal ob er Pornos schaut oder die Fussballergebnisse braucht um sich zu erregen. Ein reale Frau vor ihm tut es offensichtlich nicht, oder würde es mit einer anonymen Prostituierten funktionieren? Dich macht es fertig, dein Selbstbewusstsein schwindet. Um deiner selbst willen-mache eine Paartherapie und schaue, wie sich eure Beziehung entwickelt.
 
  • #37
Puuuh....irgendwie geht es dir immer nur um Sex, um Stellungen und deine Wünsche...
Wenn ich das ständig von dir lese, kann ich mir sehr gut den Druck vorstellen den du auf deinen Mann ausübst. Da hätte ich als Mann auch irgendwann keine Lust mehr.

Was für ein Sex-Stress machst du? Wenn du Kinder hättest, so hättest du diese Probleme gar nicht. Da kann man froh sein, wenn man mal wieder zwei Stündchen zu zweit hat.

Du hast wirklich LUXUSPROBLEME!!!

Du bist eklig zu deinem Mann, und er ist trotzdem lieb zu dir.
Bist du dir überhaupt bewusst, dass du auf dem allerbesten Wege bist deine Ehe in den Sand zu setzen??

Wenn du es so nötig hast, dann geh doch in den Swingerclub. Aber sag es deinem Mann vorher, damit er weiß was Sache ist.

Dein Sex-Druck liest sich schon sehr anstrengend für mich. Mir tut dein lieber Mann leid.

Mach weiter so, und du kannst dich bald scheiden lassen!
 
  • #38
Puuuh....irgendwie geht es dir immer nur um Sex, um Stellungen und deine Wünsche...
Wenn ich das ständig von dir lese, kann ich mir sehr gut den Druck vorstellen den du auf deinen Mann ausübst. Da hätte ich als Mann auch irgendwann keine Lust mehr.

Was für ein Sex-Stress machst du? Wenn du Kinder hättest, so hättest du diese Probleme gar nicht. Da kann man froh sein, wenn man mal wieder zwei Stündchen zu zweit hat.

Du hast wirklich LUXUSPROBLEME!!!
Ob das wirklich Luxusprobleme sind? Wenn eine Frau mit einem Mann zusammen lebt, der handwerklich so begabt ist und alles zu Hause repariert, ihr aber ansonsten keine Berührungen schenkt, keine Umarmungen von sich aus, keinen Kuss, dann hätte ich das Gefühl, dass ich mit einem professionellen Handwerker zusammen lebe in einer Wohngemeinschaft einfach mit einem extrem verschlossenen und kühlen Mann, der sich selbst nicht zu spüren scheint und weiss, was ihm gut tut. Ein Eskimo kennt keine Wärme und die hatte selbst zu Hause nie bekommen und als wohltuend erfahren. Es ist als würde er gar nicht wissen, dass es menschliche Wärme, Liebe und Geborgenheit gibt.

Und wenn er tatsächlich für seine Frau Liebe empfindet, warum zeigt er das nicht mit Worten und Gesten? Denn was nutzt die Liebe in Gedanken? Alles, was er für sie macht - würde ich für mich selbst denken - kann genauso gut ein Handwerker machen und Geschenke kann ich auch von anderen Menschen empfangen?

Der Druck auf ihn entsteht dadurch, weil sie selbst ausgehungert ist und bereits schon geweint hat wenn er sie zurückweist. Wäre das geben und nehmen ausgewogen und wäre er selbst genauso aktiv gebe es gar keinen Druck auf ihn. Wie sie schrieb er selbst meinte, wenn sie nicht die Initiative ergriffen hätte, so käme es erst nach zwei Jahren zum ersten Sex falls überhaupt.

Hier kann absolut keine Rede von einem Luxusproblem sein! Wenn ich wüsste, dass ich einen Mann liebe aber mit mir nie Sex gehabt hätte, wenn ich das anfing, so würde ich mich ernsthaft, was mit ihm nicht stimmt, was in seiner Entwicklung schief gelaufen ist.
 
  • #39
Wie die FS schreibt, geht es nicht nur um Sex - wobei dieser ja auch ein Ausdruck der Probleme ist. Der FS fehlen Zärtlichkeiten im Alltag und das Gefühl des geliebt- und begehrtwerdens.
Natürlich kann man einen passiven und unemotionalen Mann nicht total umkrempeln. Ich verstehe aber diese Männer auch nicht, warum sie sich nicht mal zu einem "ich liebe dich" überwinden können, wenn sie doch wissen, dass es ihrer Frau wichtig ist. Der Mann der FS argumentiert sinngemäß, dass seine Frau ja schließlich wüsste, dass er sie liebe und er dies nicht nochmal aussprechen müsse. Ich finde das ignorant und lieblos. In einer guten Beziehung sollten sich beide schon etwas Mühe geben und die Wünsche des Partners respektieren.
 
  • #40
Wenn du gehst, dann kämpft er nicht mal mehr, er ist gleichgültig dir gegenüber.

Liebe FS,

das würde ich ernsthaft mal erleben wollen an Deiner Stelle. Ich denke, er ist sich Deiner VIEL zu sicher!

Also, ich muss sagen, ich hätte keine Lust, meinen Hund 16 Jahre lang zum Jagen zu tragen. Ich stehe auf Jagdhunde! Sicherlich gibt es Frauen, die Schoßhündchen lieben und diese in ihren Täschchen rumtragen. Aber das ist nicht mein Ding.

Wenn man einen Jagdhund möchte, dann muss man sich so einen suchen. Aber dann darf man auch nicht erwarten, dass er sich rosa Schleifchen ins Wuschelhaar binden lässt und mit einem Plätzchen im Handtäschchen zufrieden ist.
 
  • #41
Habe ich das richtig gelesen?
14 Jahre seid ihr zusammen gewesen, sein Verhalten war immer auf dem selben Level. Nun seid ihr 2 Jahre verheiratet und plötzlich ist dieses immer noch gleiche Verhalten ein Problem?
Wenn ich das richtig verstanden habe .... dann kann ich wirklich nur noch den Kopf schütteln.
 
  • #42
@#25
Naja Luxusprobleme würde ich das nicht nennen. Es gibt vielleicht Leute, denen das, was er tut viel wichtiger ist. Weil sie eben vielleicht auch so ticken wie er?!
Klar ist er da im Bezug sehr feinfühlig. Aber ich verlange ja gar nicht, dass er sich immer zurück nimmt. Ich möchte ebenso, dass er auf seine Kosten kommt. Daher frage ich auch sehr oft, ob er sich etwas anderes wünscht, ob alles gut so ist, wie ich es mache...

@#27
Ich denke schon, dass ihn hübsche Wäsche reizt, er kann es mir eben nur nicht sage, weil es blöd rüberkommen könnte.
Er sagt ja, er möchte sich ein wenig ändern, weil er jetzt endlich, wo es mir wirklich richtig schlecht damit geht, gemerkt hat, dass mir so vieles fehlt. Aber er packt es einfach nicht. Wobei ich vielleicht auch die kleinen Schritte sehen muss. Große kann udn will ich ja gar nicht erwarten. Und der regelmäßigere Sex ist ja vielleicht auch ein Zeichen von ihm. Oder dass er jetzt auch sagt, dass ich mir ruhig mal was hübsches im Bett anziehen kann (ohne dass dann zwar ein Wort kommt, aber wenn er es sagt, wird er ja was dran finden....)
Wenn es immer so bleibt, weiß ich nicht, ob ich das kann. Wie gesagt, ich verlange keine Komplettänderung. Nur einen Schritt auf mich zu.

@#29
Also wir haben uns beim Sport damals kennengelernt und es hat sich langsam entwickelt...über einige Monate. Ich merkte, dass er auch interessiert ist, aber sich nie getraut hatte, den ersten Schritt zu machen. Daher küsste ich ihn irgendwann einfach. Und dann entwickelte sich langsam mehr.
Er war von Anfang an nicht der Hengst, der es ständig brauchte.

Er sagte mir, dass er schon gerne öfter Sex gehabt hätte, er sich aber eben nicht getraut hat, ich zu fragen oder ich ihm die schon öfter erwähnten Zeichen nicht gegeben habe.

Ich bin ihm gegenüber sehr aufmerksam. Ich schaue immer, dass es ihm gut geht, dass er sich wohl fühlt, frage, was ER möchte. Aber wenn er sich nicht traut, mir alles zu sagen, dann weiß ich einfach nicht weiter. Ich frage, stets und ständig, was ihn anmacht und er sagt es mir ja auch (dass er zb Blasen toll findet oder bestimmte Stellungen, Praktiken...) und das erfülle ich ihm ausgiebig und leidenschftlich, ebenso, wie er mir meines erfüllt. Ich genieße es sehr, wenn er genießt. Nix freundlicher Deinstleister!

Die Idee mit der Vereinbarung werde ich ihm aber defintiv unterbreiten! Finde ich gut!
Aber ebenso würde ich gerne vereinbaren, dass er mir mind. 1x pro Woche ein liebes Wort, eine Umarmung o.ä. schenkt. Das ist mir am Ende noch viel, viel wichtiger!
 
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  • #43
Ich merkte, dass er auch interessiert ist, aber sich nie getraut hatte, den ersten Schritt zu machen. Daher küsste ich ihn irgendwann einfach. Und dann entwickelte sich langsam mehr.
Er war von Anfang an nicht der Hengst, der es ständig brauchte.

Das ist wohl das Kernproblem: jung kennengelernt und jetzt wirkt er irgendwie "langweilig", obwohl er sich ja eigentlich nicht geändert hat. Im Grunde hast Du vermutlich das Gefühl, etwas "verpasst" zu haben, hier auf sexueller Ebene, und das nachholen zu müssen.
Ich denke, wenn Du Dich jetzt trennen würdest, um Dich in sexueller Hinsicht auszutoben, würdest Du Dich beklagen, dass dann bei den Männern andere Eigenschaften nicht passen. Das ist wohl das Problem vieler Paare, die sich jung kennenlernen und daher manche Erfahrung nicht machen.

An Deiner Stelle würde ich mal versuchen, eine "Gesamtbilanz" zu machen und nicht nur die rein sexuelle Ebene zu sehen.
 
  • #44
@Quentinchen auf sowas hätte ich wirklich keine Lust mehr, mich 16 Jahre, um meinen Mann zu bemühen, damit er mir endlich mal Zuneigung, Zärtlichkeit, Nähe gibt. Ich käme mir wie ein Hündchen vor, das nach Aufmerksamkeit bettelt. Das finde ich melde ausgedrückt demütigend. Ich hätte schon längst das Handtuch geworfen, weil ich mir unter einer Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau etwas ganz anderes vorstelle: ein selbstbewusster Mann, der nicht nur weiss, was er will, sondern das auch sagt, zeigt und sein leidenschaftliches Begehren ausdrückt, indem er mich als erster zu küssen beginnt, der mich verführt, mich am sich drückt, den Reissverschluss meines Kleides aufmacht...

Ein Mann, der wie ein schüchterner kleiner Junge zögert den Mund aufzumachen und zu sagen, was ihm gefällt und was er will und sich schon gar nicht traut, ohne Worte aktiv zu werden, ist für mich kein richtiger Mann. Ein Mann, der nicht mutig ist auch eine Zurückweisung zu erfahren ist für mich auch sexuell nicht attraktiv. (Zurückgewiesen wurdest du häufiger von ihm als umgekehrt und damit häufiger verletzt).

Ist es dir denn nicht langsam so mühsam und auch zu blöd, dich wie eine Mutter aufzuführen, die den Jungen erziehen will wie er sich eine Frau gegenüber verhalten und wie er sie verführen sollte? Er kriegt es nicht gebacken und weil er keine Erfahrung früher hatte, wird sich daran nichts ändern, denn die positive Veränderung bei @Cho Oyu ist mit jeder weiteren Frau voran geschritten.

Ihr seid quasi sozusagen Jugendlieben für einander und er denkt das ist wie eine Ehe zu sein hat und die Sexualität. Gewiss er hat sehr gute andere menschliche Qualitäten und vermutlich ist er treu und wird dir auch immer treu sein und wenn dir das am wichtigsten ist, so würde ich mich mit meinem Schicksal abfinden und nichts ändern. Aber er wird nicht aus seiner Haut raus kommen können. Vielleicht bleibt er auch nach eine Paartherapie der gleiche und aus einem Pinguin wird auch danach keine Giraffe!

Das ist seine Persönlichkeit, die sich nicht umkrempeln lässt. Und deine Persönlichkeit ist eine ganz andere. Du brauchst viel mehr Nähe, Zärtlichkeit, Zuwendung, Liebesbekundungen und er braucht das praktisch gar nicht. Insofern passt ihr in euren Bedürfnissen gar nicht zusammen - ist meine Meinung.

Du musst wissen, ob du weitere 35 Jahre mit ihm zusammen leben möchtest und ob du überhaupt Kinder (mit ihm) möchtest.
 
  • #45
Ich merkte, dass er auch interessiert ist, aber sich nie getraut hatte, den ersten Schritt zu machen.

Hallo FS,

glaubst du das? Selbst der schüchternste Mann macht den ersten Schritt. Mein Vater ist auch sehr schüchtern gewesen und ist meiner Mutter damals hinterhergelaufen. Er hat sich dämlich angestellt, aber er wurde aktiv. So viel dazu. Der Mann, den du hast war anfangs nicht Feuer und Flamme. Die Gefühle kamen langsam, aber richtig Eroberungswille (wie hier jemand schrieb) gab es nicht. Du hast sicherlich einen ängstlichen/instabilen Mann. Die bleiben bekanntlich auf Ewig bei den Partnerinnen, obwohl sie derart gleichgültig sind wie deiner. Also damit will ich sagen, dass du ihn sicher hast...Du wirst aber auf Dauer emotional verhungern. Meine Cousine hatten eine ähnliche Geschichte. Sie ging jedoch irgendwann fremd, weil sie sich anders nicht zu helfen wusste. Was meinst du wie viele Menschen es davon gibt? Ich finde fremdgehen einfach auch nur feige. Wenn dann gehe ich, weil es nicht passt.

Nein es sind keine Luxusprobleme. Du bist einfach sehr anders. Du bist triebstark und brauchst viel Romantik und Nähe. Er dagegen beides nicht. Ehrlich..das kann auf Dauer nicht halten...und du wirst immmer unglücklicher.
 
  • #46
Dein Partner wurde in seiner Kindheit seelisch missbraucht von seinen Eltern und ist jetzt sexuell gestört. Nicht nur in Bezug auf verklemmte Erziehung trifft das zu, sondern es kann auch ein zu offenherziger Umgang mit aufdringlicher Nähe, Privatsphäre-Überschreitungen und Sexualität in der Familie sein, womit man Kinder schädigt. Das Negative ist: Es wird sich nicht mehr ändern. Das Positive ist: solche Menschen haben auch viel Einfühlungsvermögen und sind in sich ruhend und angenehme Mitmenschen.

Selten so einen pauschalen Quatsch gelesen. Zwischen Störung Verklemmtheit liegen Welten. Auch das Pauschale solche Menschen ruhen in sich...

Ich hab eine ähnliche Erziehung hinter mir mit deutlich ausgeprägten narzisstischen Zügen, war ungerecht etc.
Beim Sex war ich auch jahrelang so und jetzt. Ich habe viel über mich selbst erfahren in den letzten Jahren. Früher ging ich jeder Umarmung aus dem Weg. Heute finde ich es seltsam, wenn mich jemand nur halbherzig umarmt. Früher gab es übertrieben nur Blümchensex im Dunklen und unter der Decke und heute geht es dabei durchs ganze Haus und auf der Außentreppe der Nachbarn - im übertragenen Sinn.
Ich glaube es fehlt im nach all den Jahren an Vertrauen, sein Herz ausschütten zu können. Einmal komplett durchheulen und alles rauslassen, was ihn im tiefsten Inneren bedrückt (evtl weiß er es noch gar nicht). Das ist meiner Ansicht nach der Schlüssel zum Erfolg.

Lieber FS ich weiß nicht wie Ihr an das erreichen könnt, was ich meine. Aber ich kenne zwei drei solche Fälle. In der Therapie war die Rede davon, dass das alles andere als selten ist. Versucht es. Ich denke ihr habt es beide verdient.

Alles Liebe

M 48
 
  • #47
Hallo FS,

ja @Mandoline beschreibt alles sehr schön und ich kann es auch so unterschreiben. Ja tatsächlich ist der Mann nie mutig gewesen oder er kann sich auch nicht durchsetzen (männliche Qaulitäten hat er also wenige). Er hat nie eine Zurückweisung erlitten, anders als du. Du wirst oft zurückgewiesen-was du natürlich als demütigend empfindest.

Für dich zählt eher hier die Zärtlichkeit/Nähe und Zuwendung. Der Sex steht hier nicht mal im Vordergrund, obwohl es danach aussieht.

Ich habe mir schon überlegt, ob es was mit der Mutter zu tun hat. Ist er ein Muttersöhnchen/Softie- vielleicht diese Hure/Heilige Problematik (Ödiphus Komplex.). Oder tatsächlich ist er Homosexuell, er verdrängt es aber.
 
  • #48
Qentinchen,

Er ist vielleicht das Gegenstück zu Jenny im Parallelthread, mit zuviel Gefühl?

Er kann vielleicht gar nicht anders, auch wenn er es möchte?
Die Hemmungen, Mauern viel zu hoch? Langjährig aufgebaut, bereits als Kind, als Überlebensstrategie?
Motiv - die Angst, was passiert, wenn man Gefühle zeigt, zulässt, @Cho Oyu hat es gut beschrieben, ihm ist es gelungen, diese Mauern einzureißen.

Solche grundlegenden Verhaltensmuster kannst Du von außen kaum auflösen, er muss es wollen, der Wichtigste Schritt.
Und dann wird er, wenn er es wirklich will, therapeutische Unterstützung benötigen.

Man muss ja erst mal lernen, wie es anders geht. Egal was Du machst, denke ich, sitzt die Angst vor Verletzung zu tief.

Nein, es ist kein Luxusproblem, und es geht, kommt bei mir an, nicht nur um Sex.

Aber, Qentinchen, vielleicht kannst Du verstehen, dass er auf seine Art, Dir sagt und zeigt, dass er Dich sehr liebt.
Anders kann er es nicht - diese Sprache müsste er erst lernen.

Aber ob es Dir reicht?
Vielleicht findet ihr auch zusammen eine gemeinsame Sprache. Moderierte Paargespräche könnten evtl. helfen.

Dir alles Gute.
 
  • #49
Für mich liest sich die ganze Schilderung sehr anstrengend.
Aber eigentlich ist die Lösung ja realtiv einfach. Du, liebe FS, willst, dass Dein Mann auf Dich zukommt. Dass er das selbst nicht will und auch kein Bedürfnis nach mehr Nähe, Zärtlichkeit usw, hat, ist Dir egal.
Du möchtest Deine Erwartungen erfüllt bekommen und er soll sich entsprechend bemühen. Er traut sich Deiner Meinung nach ganz sicher nur nicht, vorhandene Wünsche auszusprechen und zu zeigen. Dass er tatsächlich keine solche Wünsche haben könnte, ist außerhalb Deiner Vorstellungskraft. Das alles ist nicht normal, denn er hatte ja auch eine schwere Kindheit. Du bist in Deinen Bedürfnissen aber normal (genau diese Bestätigung suchst Du Dir hier im Forum), also hast Du alles Recht, ihn dazu zu nötigen, sich so zu verhalten, wie er sich Deiner Meinung nach zu verhalten hat.

Krass, aber ok - wenn er das so mitmachen will, dann hab ich einen Tipp:

Ich habe einen Freund, der seiner Freundin täglich sagen muss, dass er sie liebt - weil sie sonst zickt. Nachdem er das öfter mal vergessen hat, nutzt er jetzt einfach die Erinnerungsfunktion seines Handys. Auch wenn ich das albern finde - im Ergebnis ist die Frau zufrieden, er hat weniger Stress - alles gut.
Vielleicht wäre das für Euch auch eine Lösung?
Idealerweise erstellt Du seinen Plan gleich selbst - wann er Dir zu sagen hat, dass er Dich liebt, wann er Intiative zum Sex zeigen soll usw.

Gut, "echt" ist sein Verhalten dann nicht, aber sein "echtes" willst Du offenbar ja auch nicht.
 
  • #50
@#31 und #35

Klar, ein Trieb ist da. Das spreche ich ihm ja auch gar nicht ab. Denn wenn keiner da wäre, dann hääten wir ja gar kein Sexleben.

Er macht das alles aber eben heimlich, weil er sich dafür schämt / es ihm peinlich ist...

Und anschauen, naja, das macht ja fast jeder. Da muss ich ihn schon in Schutz nehmen, er gafft ja keiner hinterher. Aber er schaut halt mal kurz hin.

Aber das machen Frauen ja auch bei schönen Männern, ohne direkt an Sex zu denken. Also ich zumindest...

Ich denke schon, dass ich ihn errege.

Ich denke die Pornos haben sich bei ihm so eingeschliffen, weil er gemerkt hat, dass es da anonym zugeht, er sich keinen Kopf machen muss, ob er was falsch macht oder abblitzen könnte. Es war für ihn irgendwie einfacher?!?! Bei mir hätte er sich überwinden müssen, ein Blick ins Netz ist viel einfacher.


@#33:

Schau mal in einen Post #32, da steht, was er so schaut.

Da war weder eine bestimmte Art von Porno dabei zumindest nix ausgefallenes), noch ein bestimmter Frauentyp. Da war auch von kleiner Busen, natürlich, ungeschminkt, bis große Brüste und aufgestylt, blond, brünett...alles dabei.

Laut ihm geht es nur um den Akt an sich, der ihn da interessiert. Klar, die Optik bei der Frau muss auch ein bissel stimmen. Aber für ihn ist im Grunde Prozedere, was wir auch machen interessant. Vielleicht das anal, was er spannend findet kommt noch dazu. Aber sonst....nix ungewöhnliches.


BDSM kann ich defintiv ausschließen, haben wir in beiden Varianten ausprobiert. Er fühlte sich mit beidem sichtlich unwohl.


Zusammen schauen hab ich schon vorgeschlagen, aber selbst da schämt er sich mir gegenüber.


Ich wüsste wirklich zu gern seine heimlichen Fantasien, wenn er denn welche hat. Ich hab mit wenigem Probleme. Außer den krassen Dingen. Aber wie gesagt, das war bei denen, von denen ich weiß nie dabei. Und er sagt auch, dass ich alle seine Fantasien kenne (ob es nun stimmt...k.A.)

Homosexualität hatte ich schon im Kopf, aber er ist es zu 99% nicht, das merke ich schon an seinen Reaktionen.
 
  • #51
Du warst von Anfang an die Dominante in der Beziehung und er der Devote. Du hast ihn angesprochen und geküsst, den ersten Sex initiiert etc., und das geht jetzt 16 Jahre so.

Du fordernd, initiativ und dominant - er zurückhaltend, abwartend, eher submissiv.

Du kannst dich nicht ändern, er auch nicht.

Also akzeptiere das oder gehe.

@noreia hat vollkommen recht. Du bist furchtbar anstrengend und fordernd, ich als Mann hätte dir schon längst die rote Karte gezeigt.

Ein Wunder dass es dein lieber Mann so lange mit dir ausgehalten hat.
 
  • #52
Und wenn er tatsächlich für seine Frau Liebe empfindet, warum zeigt er das nicht mit Worten und Gesten?
Du erwartest viel. Ich weiß aus der Konversation mit meinen Fruendinnen und der heutigen Ehefrau, das sie das jeweils brauchen und schenkte ihnen das auch.

Aber man kann nicht sagen. dass ich (und wahrscheinlich auch dieser Mann) das unbedingt selbst brauche.

Tut mir leid, liebe @Mandoline , für viele Männer reicht eigentlich die körperlich ausgeübte Liebe in der Form als Sex überwiegend aus.
Wenn dann noch mal ein Küsschen hier und da und ein gelegenliches Händchenhalten (z.B. im Kino oder beim Spaziergang) dazukommt, sind wir Männer mehr als gut bedient und setzen von uns aus nicht voraus, dass es mehr körperliche Berührungen geben müsste.

Das wir unsere Frauen lieben können sie daran erkennen, dass wir Ihnen Wünsche erfüllen und (in meinem Falle) auch den Rücken freihalten. Eine Mann der handwerklich unbegabt ist, wird entsprechend

In meinem Falle kommen regelmäßig Blumensträuße hinzu, gerade wenn ich lange unterwegs war.

Auch die FS mache sich diesen Umstand bitte deutlich. Das heißt ja nicht dass sie (wie meine Frau) nicht auch mal ihren Mann um etwas mehr körperliche Zuwendung bitten kann.
 
  • #53
Für mich liest sich die ganze Schilderung sehr anstrengend.
...
Idealerweise erstellt Du seinen Plan gleich selbst - wann er Dir zu sagen hat, dass er Dich liebt, wann er Intiative zum Sex zeigen soll usw.

Gut, "echt" ist sein Verhalten dann nicht, aber sein "echtes" willst Du offenbar ja auch nicht.
Es liesst sich nicht nur anstrengend, es ist auch extrem anstrengend, eine solche Ehe zu führen!

Mir scheint es, als gäbe es keine andere Freizeitaktivitäten und keine anderen Themen in ihrem gemeinsamen Alltag als wie sie endlich ihren Mann dazu bringt von sich aus ihr seine Liebe mit liebevollen Gesten und Worten zu zeigen. Etwas was er vom ersten Tag der Begegnung nie konnte.

All ihre Gedanken scheinen sich nur darum zu drehen, wie sie quasi aus einem Eisbären einen Schmusekater macht! Hier geht es darum, dass Unpassende passend zu machen, was ihr in 16 Jahren nicht gelungen ist und es nicht gelingen wird, denn einen anderen Menschen kann man nicht ändern und wenn das auch eine Therapie nicht schafft, so ist jeder Mensch gezwungen eine Entscheidung zu treffen: 1) entweder den Mann genauso akzeptieren wie er ist, ohne ihn ändern zu wollen, weil alle Versuche und Gespräche bis jetzt erfolglos blieben oder 2) die Ehe beenden und sich einen anderen Partner suchen.

Alles andere ist mühselige und sinnlose da auch endlose Sysiphosarbeit!

Es wird gesagt: Frauen wollen einen Mann ändern und wenn er sich geändert hat, dann lieben sie ihn nicht mehr, weil er nicht mehr so ist, wie er zu Beginn war. Weil er so war verliebte sie sich in ihn.
Zu Beginn sieht man ja auch Charaktereigenschaften, die einen im Grunde genommen immer stören würden auch nicht, weil man die rosarote Brille trägt. Übersieht großzügig alles, was irritierend ist und Unwohlsein/seelische Schmerzen verursacht. Bis irgendwann sich die Hormone gelegt haben, die Nüchternheit sich breitmacht und plötzlich alles zu stören beginnt.

Dann zeigt es sich, ob Frau tatsächlich den richtigen/passenden Ehemann für sich gefunden und geheiratet hat. Aber auch die Gewohnheit und das Bedürfnis nach Sicherheit lässt die FS so lange in der Ehe bleiben und natürlich auch die guten neben den schlechten Seiten sehen. Aus Angst alleine zu sein und auch keinen besseren Partner mehr zu finden, bleibt man in einer Ehe stecken in der man nicht wirklich glücklich ist. Ihre Eifersucht ist auch ein Zeichen der Verlustangst, er würde sie heimlich betrügen, was sie ihm unterstellt!
 
  • #54
Dein Mann tut mir leid. Ihr seid 16 Jahre zusammen. Er hat sich nicht verändert. Und jetzt soll er das tun? Wieso denn? Nur weil er so ist, wie er immer war?

Was dem Mann hier alles angedichtet wird. Unglaublich.

Du verhältst dich jetzt schon grundlos ekelhaft. Vielleicht solltest du eure Ehe so annehmen, wie sie ist. Ansonsten wäre es besser, wenn du deine sieben Sachen packst und abhaust. Nicht in deinem Interesse - sondern in seinem.
 
  • #55
Leidensdruck hat er nicht. Ich denke das kommt auch daher, dass ich seine einzige Frau war. Er kennt es nicht anders. Es so viele gute Seiten, deswegen liebe ich ihn ja und bin deswegen in der emotionalen Zwickmühle…
...
Vertrauen ist von ihm da, von meiner Seite leider mittlerweile sehr wenig. Ich hab mich da glaube so ziemlich in diese irrigen Gedanken reingesteigert.
Ich mache ihm laufend Angebote, dass wir mal etwas probieren können, was er möchte. Aber es kommt immer nur: Alles gut, ich bin zufrieden so, wie es ist. Ich brauch nicht mehr.
...
Er sagt auch öfter mal: wozu soll ich dir denn sagen, dass ich dich liebe, das weisst du doch!?
Und selbst braucht er es auch nicht hören, weil im Gegenzug sagt, dass er weiss, wie sehr ich ihn liebe. Und er braucht auch keine Bestätigung, wie toll er ist. Vielleicht denkt er, was ich nicht brauche, braucht sie auch nicht – obwohl er weiss, dass ich es mir wünsche?!
...
Ich bin wirklich im Moment sehr oft sehr eklig zu ihm, mache ihm Vorwürfe wegen dem Ganzen, unterstelle ihm, wie bereits erwähnt, auch Untreue. Und er bleibt. Er ist verletzt, aber lässt es sich dennoch gefallen. Auch wenn es in letzter Zeit viel kracht.
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass auch deine eigene Kindheit nicht wirklich besser war als seine und dass sich hier unbewusst die passenden Menschen gefunden haben? Warst du auch immer diejenige, welche versucht hatte die Nähe, die Zuneigung, die Liebe, die Zärtlichkeiten und die Bestätigung der Mutter oder des Vaters auf alle erdenkliche Art und Weise zu gewinnen? Wie waren deine Eltern zu dir? Haben sie dir alles gegeben, um dich wohl und glücklich zu fühlen oder musstest du die brave sein und immer glänzende Leistungen bringen, damit du Lob und Zuneigung bekamst?

Mir kommt es so vor, als würdest du immer noch wie ein kleines Mädchen weiterhin darum betteln und weitere 16 Jahre nicht aufhören, endlich von jemandem beachtet und gesehen zu werden (er tut es nicht, sondern schaut sich Pornos an), endlich die verdiente Liebe geschenkt zu bekommen! Du kämpfst, du streitest, du machst ihm heftige Vorwürfe und Unterstellungen, du bist verzweifelt und weinst, wie ein kleines hilfloses und ohnmächtiges Mädchen, obwohl du schon 35 Jahre alt und schon erwachsen bist und längstens diese Ehe hättest beenden können. Doch du bleibst, als hättest du keine andere Wahl und bemühst dich bis in aller Ewigkeit erfolglos weiter! Weshalb tust du dir das an?

Doch unbewusst fühlt man sich zu solchen Menschen hingezogen, die die Mutter/den Vater innerlich repräsentieren. Die Vertrautheit der Kindheit - egal wie sie war - ist sehr mächtig und wirkt im Unterbewusstsein und fällt Entscheidungen ohne unser Bewusstsein und ohne den eigenen Willen.

Wenn du online den Doku „Das automatische Gehirn“ findest, wirst du verstehen, weshalb du ausgerechnet mit diesem Mann zusammen gekommen bist.
 
  • #56
@#34

Wir sind 34 und 35. Also sehr jung zusammen gekommen.

Wenn er Nähe gibt, ist er schon wesentlich freier. Wenn es erstmal soweit kommt, dann gibt er sehr viel. Wenn er sich auch nicht ganz fallen lassen kann.

Ich gucke auch mal nen Porno, aber deswegen zeige ich ihm auch nicht weniger Liebe oder begehre ihn weniger. Und ich habe das bei ihm irgendwie dann miteinander verbunden.

Ich war schon immer eifersüchtig. Das liegt auch in meinen Kinderschuhen begraben. Doch es wurde dann halt immer schlimmer, je mehr mir bewusst wurde, was mir fehlt und dass er sich lieber anderweitig beschäftigt.

Ich denke aber, dass er das auch eingesehen hat, sonst würde er jetzt nicht öfter mit mir schlafen.

Auch die Idee mit der SMS wäre mal einen Versuch wert...danke :)



@#36
Ich glaube, du hast meine Beiträge nicht alle gelesen?
Mir geht es eben NICHT immer nur um Sex, mir geht es hauptsächlich um die Zärtlichkeit, die Zuwendung...
Sex-Stress? Wenn ich ihn 1x pro Woche nach Sex frage...vorher sogar nur einmal im Monat oder ihn auch mal 3-4 Monate in Ruge gelassen habe? Na ich weiß ja nicht, was da so stressig ist. Und wie gesagt, meine Phase, wo ich mal etwas aufdringlicher war, hab ich schnell abgestellt, als ich merkte, dass er da noch mehr blockt.
Ja, ich bin mir dessen bewusst. Bin aber halt auch so geknickt von der Situation, dass ich nichtmehr weiß, was richtig ist...

@#37 und 38
Lieben Dank, so in etwa sehe ich das auch.
Manchmal fühlte es sich tatsächlich zeitweise eher wie eine WG an!
Freundschaft Plus oder so ähnlich. Aber dann gab es auch wieder Zeiten, wo es viel besser lief. Ich weiß halt gar nicht, wie ich das einschätzen soll. Ich vermute halt, wenn er Probleme hat, zieht er sich zurück. redet nicht mit mir und macht überall dicht. Aber auch das finde ich nicht gut. So kann ich nie einschätzen,was ihn gerade bewegt, und dass es eben nicht an mir liegt.
Er muss ja keinen Seelenstrip hinlegen. Aber ein kurzes: ach, hab grad an was zu knabbern. Das würde schon langen. Aber selbst das macht er nicht. Über den Tod seines Papas hat er mit mir nie wirklich geredet. Er sagt, das braucht er nicht, er macht das mit sich selbst aus. Bloß keine Gefühle zeigen.
Den Druck würde ich aber eher nicht als Sexdruck bezeichnen, eher als Liebesdruck...Sehnsuchtsdruck.
Ja, ich denke auch, dass es dazu gehört, ein weng auf den anderen einzugehen. Das mache ich bei ihm ja auch...lasse ihm seine Ruhe, wenn er sie braucht usw. Aber er packt es einfach nicht, über welchen Megaschatten auch immer, zu springen.

@#39
Das kann schon sein, er weiss, dass ich bleibe, weil ich ihn eben liebe. Vielleicht denkt er wirklich, wozu ändern, sie bleibt ja sowieso.
Wobei es nach dem großen Krach glaube schon bissel bei him geschnackelt hat. aber ich wüsste auch nucht, ob ich es übers Herz bringe, es wirklich mal bis zur Grenze auszureizen.
 
  • #57
Er bezieht dich aber nicht in sein Sexleben mit ein, selbst wenn du seine geheimsten Phantasien kennst, wird es dir nichts nützen, denn er lässt dich nicht an sich heran. Und das ist der Punkt. So verklemmt ist er denn doch nicht, dass er keine Pornos schauen könnte...seit 16 Jahren kämpfst du darum, an ihn heranzukommen, aber er lässt dich nicht. Hör auf damit. Ich würde diese Thema Sex mal lassen., unablässig kreisen e
deine Gedanken.
 
  • #58
das verschiedene Foristinnen (z.B. @Laleila , @Elfe11 oder @Jana_09/15) in diesem Falle ihren Partner verlassen würden. Sie dulden keine Kritik an ihrer sexuellen Anziehungskraft. Die hat so dazu sein, wie sie sind.
Ich hab jetzt nicht deinen ganzen Thread im Kopf, aber mit Sicherheit habe ich nichts dergleichen geäußert, da es gar nicht meiner Einstellung entspricht.

Grundsätzlich möchte die FS nicht nur als Lebensgefährtin gesehen werden, sondern auch als Frau. Als weibliches Wesen, das sexuell begehrenswert ist, ebenso als ein zartes Wesen, das mal eine Umarmung braucht, und als hübsches Wesen, das für eine neue Klamotte gern mal ein Kompliment hätte. Das sind ganz normale weibliche Bedürfnisse, die mit Sicherheit die Mehrzahl der Frauen haben.

Für manche Männer (siehe Nebenthread und die Aussagen von @tryanderror) sind weibliche Bedürfnisse weitestgehend Nonsens, da sie selbst diese Bedürfnisse nicht haben und sie ihnen deswegen unverständlich und wenig greifbar erscheinen. Der Mann der FS befriedigt ja ebenfalls eher die "männlichen" Wünsche der Frau: Etwas ist kaputt, wird repariert - toll! Das sieht er als seine "Rolle", darin kennt er sich aus, das kann er ohne Unsicherheit leisten.

Diese andere Sache, die mit den weiblichen Gefühlen, da weiß er nicht so genau, da schwimmt er. Sie ist seine erste Frau, er kennt keine anderen, musste sich nie damit auseinandersetzen, wie Frauen so ticken, was sie so wollen und wie sie fühlen. Sie hat ihn sich geschnappt und eingefangen und ist trotz seiner Defizite 16 Jahre bei ihm geblieben. Sie erfüllt große Teile des männlichen Parts in der Beziehung - ergo hatte er nie Not, sich mit ihren weiblichen Parts zu befassen.
Sorry, liebe FS, aber ich wette drauf, würdet ihr euch trennen und ihm eine sehr weibliche Frau mit ausgeprägt weiblichen Verhaltensweisen nach seinem Gusto begegnen, die ihn komplett um den Finger wickelt und die er haben will, würde er Begehren empfinden und wäre auch imstande, seine Passivität zu überwinden.

Dir würde ich raten, deine Weiblichkeit und dein Frausein auch unabhängig von ihm konsequent zu leben und die Männer-Rolle, die du in eurer Beziehung teilweise ausfüllst, abzulegen. Das wird für dich schwer, weil du auch schon 16 Jahre darin lebst - du wirst deine Weiblichkeit erst einmal für dich selbst definieren und an die Oberfläche lassen müssen.
Mit ihm würde ich Gespräche führen, wann immer es passt. Z. B. wenn ein befreundetes Paar sich streitet, mache ihm die Sicht der Frau klar. Gib ihm peu à peu Einblicke in die Gefühlswelt der Frauen. Externe Beispiele funktionieren da etwas besser als eigene, weil emotional unbelastet. Gib ihm die Chance zu verstehen, was Frauen so denken und wollen, damit er seine Unsicherheit diesbezüglich ablegen kann.
 
  • #59
Ich verstehe ja, dass @Mandoline und einige andere Frauen hier schreiben, dass dieser Mann nichts für sie wäre.
Aber - geht mal in euch... wie lange würdet ihr benötigen, um das für euch herauszufinden? 14 Tage - aber doch nicht 14 Jahre. Und dann auch noch heiraten .......
Das ist es, was mich neben der Unterstellungen irgendwelcher Psychodefekte stört.
 
  • #60
Im Grunde hast Du Dich in der Beziehung weiterentwickelt und es ist an der Zeit, Dir einen neuen Partner zu suchen. Du hat Dich schon lange Zeit auf das Thema Initiative zum Sex und pseudoromantische Liebesbekundungen a la Hollywood eingeschossen, nicht nur das Du etwas forderst, was er nicht kann, nicht braucht, sondern auch nicht versteht, weil er es schlicht nicht kennt. Dafür verletzt Du jetzt deinen Mann, wertest ihn ab, unterstellst ihm haltlose Dinge, um ihn zu einer leidenschaftlichen Reaktion zu bewegen, doch er akzeptiert leise, dein unmögliches Verhalten und künstliches Drama.
Er war nie ein Macho, nicht der Hengst, will es und kann es nicht sein, sondern er ist rücksichtsvoll und liebevoll auf andere Art.
Ich kenne zwei Paare, die Männer sind wirklich lieb und herzensgut. Beide Frauen hatten das gleiche Problem wie Du, die Männer waren ihnen zu leidenschaftslos und damit dauerhaft zu langweilig. Sie wollten Leidenschaft, Begehren, romantische Gesten und Worte, dies holten sie sich in einer Affäre. Dieser Mann glich zunächst das gefühlte Defizit der Frauen aus. Nur die Frauen standen dann mehr auf das Blendwerk an liebevollen Worten, und trennten sich.
Jeder wie er es braucht.
Du willst einen leidenschaftlichen Mann, der ran geht; doch er ist es nicht, sondern sehr verständnisvoll und um Dich bemüht. Ich für mich würde von aufrichtiger, ehrlicher Liebe sprechen.
Du hast leider keine Erfahrungen mit anderen Männern und schätzt nicht wirklich was Du an ihm hast und er Dir gibt.
Ich bin völlig bei #49 @noreia , macht einen Plan und jeden Mittwoch bringt er Dir Blumen mit, wenn er das Haus verlässt, hat er Dich zu küssen & in den Arm zu nehmen und an jedem Freitag & Sonntag soll er den Sex initiieren (oder an jedem gemeinsamen Pärchen-Abend als krönender Abschluss), du willst ihn an diesen Tagen und weist ihn nicht ab.
In dem Zusammenhang hatte ich noch an Rollenspiele gedacht, um zu üben; aber wenn er schon vor seiner Familie schlottert & stottert, naja...
Ich an deiner Stelle hätte das Thema ruhen lassen und mich auf seine Stärken konzentriert, vielleicht mir ein erfüllendes Hobby gesucht oder Kinderwunsch umgesetzt. Ich bin aber weit älter als Du und habe mehr negative Erfahrungen gesammelt. Ein Mann, der alle Wünsche, Bedürfnisse und Facetten abdeckt gibt es nicht. Und mal gesponnen, wenn er leidenschaftlicher, initiativer, aktiver wäre, wäre er auch schnell für andere Frauen interessant, er wäre der Frauenversteher der situativ die Frau nimmt & Verständnis & Zurückhaltung gibt, er deckt dann das Portfolio viele Frauen ab, von schüchtern/unbeholfen/rücksichtsvoll bis machohaft/dominant und was ist dann mit deiner Eifersucht? Oder suche Dir einen, der beides miteinander für Dich mehr vereint.
 
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