• #91
Übrigens: der Kuss auf die Wange jeden Morgen, wenn er zur Arbeit fährt... Für mich von Dir vollkommen unverständlicher Weise so hoch gepriesen.

Mich würde dieses "freundschaftliche Bussi-Gehabe" total abturnen, ja sogar wütend machen. Es gibt für mich nichts "oberflächlicheres" und beiläufigeres als dieses "Bussi-Bussi-schnell und flüchtig auf die Wange-Küssen. So küsse ich nur beiläufig Bekannte, vielleicht eine frühere Nachbarin, die ich mal wieder treffe, vielleicht den Neffen meiner Freundin, manchmal sogar den süßen Hund bei uns im Haus.

Aber sorry, ... von meinem Mann? Da möchte ich doch bitte auf den Mund geküsst werden!

w, 40+
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #92
Es kam schon ansatzweise die Frage,
und bitte nicht als Angriff werten.

Was tust Du für ihn, was sind Deine Aufmerksamkeiten?
Woran merkt er Deine Wertschätzung, etc.?
Hier liest man, was er tut, was er nicht tut, was Du vermisst, was Du möchtest / forderst.
Kann er für Dich noch etwas richtig machen, wann freust Du Dich? Wann hast Du das letzte Mal Danke gesagt?
Ihm seinen Lieblingswein, o.ä. besorgt?

Ich gehöre auch zur Frühstücks-/ggf. Lunchboxfraktion, und zu der Fraktion, die sich, wenn früher Zuhause, um das gemeinsame Essen kümmerte. Oder etwas besonderes kocht.
Gemeinsam den Tag zu starten, war mir immer wichtig, und dann gab es zum Abschied auch eine richtige Umarmung.
Und in einer gewissen Form auch den Tag gemeinsam beenden, falls keine Abendtermine anstehen.

Wertschätzung, Zuneigung zeigt sich über diese "Banalitäten", dass sich beide kümmern, ob Werkzeug in die Hand genommen wird, oder gekocht, oder etwas für den anderen erledigt wird, oder...

Dein Mann liebt Dich sehr,
und Du verletzt ihn sehr. Ihr geht einen ganz schlechten Weg, Du solltest hier aktiv werden.
 
  • #93
@#74
Das mit dem Entfalten hatte ich mit ihm gestern schon besprochen und er sagte, dass er es nicht zu 100% kann, weil ich tatsächlich vieles übernehme.

Er sagte selbst mal, dass ich ein Alphaweibchen sei.

Aber er sagt auch, dass er meine Offenheit, Extrovertiertheit total an mir schätzt und es gut findet, dass ich halt manchmal der Türöffner gegenüber Fremden zb bin.

Nach außen hin war es früher so, dass ich mich eher jungenhaft verhalte habe. Aber ich habe mich im Laufe der Zeit doch ziemlich in die weibliche Richtung entwickelt.

@#79

Hmm, also wenn ich irgendwo einen Mann sehe, der gut aussieht, dann vergleiche ich ihn absolut nicht mit meinem Mann.

Würde mich aber wirklich mal interessieren, was die pornoschauenden Männer hier dazu sagen: Vergleicht ihr die Darstellerinnen mit euren Freundinnen / Frauen?

@#84

Zum Thema einfach nur mitmachen, wenn es ums Sexuelle geht:

Ich merke schon, wenn er Lust hat. Und gehe ich dann auf ihn zu und küsse ihn intensiv, dann ergibt sich dann alles weitere. Ich glaube nicht, dass er dann einfach nur brav mitmacht. Es ist nicht so, dass es nur Sex gibt, wenn ich das will. Und er verhält sich auch nicht so, sondern ist beim Sex schon bei mir. Und wichtig: wir verwöhnen uns da gegenseitig! Ich tue Dinge, die er mag und er die, die ich mag!

Wir haben beide wenig Freunde, treffen uns aber regelmäßig. Er sagt aber, er braucht das auch nicht.

Zusammen unternehmen wir gern etwas: Essen gehen, Musical, Wellness-WE usw

@#86

Ich weiß, was er mag. Und da gehört nun Blasen dazu. Ich will ihn damit nicht sexuell binden, sondern biete ihm einfach an, dass ich das auch gern mal so mache, weil ich Freude dran habe. Das habe ich ihm auch schon vor den Pornos angeboten.

Was genau denkst du denn, was er im Verborgenen auslebt?

@#88 und 91

Irgendwie erscheine ich vielen hier wohl als dominanter Drache, der ihn nur fordert und ihm etwas diktieren will.

Das ist aber nicht so!
Ich tue durchaus auch etwas für ihn!
Da ich in der Regel früher daheim als er, koche ich jeden Abend frisch.
Zum Thema Lunchbox: als wir zusammenzogen, macht ich ihn die morgens zurecht. Ich bekam aber im Laufe der Zeit Schlafstörungen sodass ich uns unsere Frühstücksbox jetzt immer am Abend zubereite.

Wenn er etwas repariert, die Wohnung schön macht, mir Dinge mit nach Hause bringt, bedanke ich mich immer.
Ich mag es, ihn zu verwöhnen.
Ich biete - auch wenn ich keine Ahnung von manchen Dingen habe, die er so macht - meist dennoch meine Hilfe an.
Ich schmeiße den kompletten Haushalt, damit er abends und am WE entspannen kann.
Ich sage ihm Ich liebe dich, küsse ihn, umarme ihn, kuschel mich an ihn, streichel ihn, sage ihm auch, dass ich ihn schön finde. Auch wenn er das nicht braucht, so ist das meine Art der Zuneigung.

Natürlich kann er noch etwas richtig machen. Ich freue mich sehr über seine kleinen Überraschungen. Dass er mir Nachrichten am Tag schreibt (das hat er früher nicht gemacht). Dass er um unsere Beziehung kämpft usw...
 
  • #94
Was genau denkst du denn, was er im Verborgenen auslebt?
Das versuche ich jetzt schon mehrfach zu erklären. Er ergreift dir gegenüber keine Initiative, ist aber in der Lage sich vor den PC zu setzen und sich dort selbst zu befriedigen. Dh in seine aktive Sexualität bist du nicht mit eingebunden. Sex habt ihr nur wenn du es initierst. Trotzdem ihm das alles so peinlich ist usw. er schafft es, sich heimlich vor den PC zu setzen, kriegt aber bei dir aktiv nichts gebacken. Das würde mich als Frau verletzen.
Und weiter oben hast du ja schon geschrieben, dass er Umarmungen, Nähe etc. nicht so braucht. Und das wird auch nicht besser, wenn du mit ihm frühstückst. Lass dir hier also nicht einreden, es liegt an dir, weil du nicht genug für ihn tust.
Du tust schon viel zu viel, alles in der Hoffnung, von ihm ein Fünckchen Nähe zu bekommen.
Dein Bedürfnisse nach Nähe, Zärtlichkeit usw. sind völlig normal.
Ja und dominant rüber kommst du hier auch, aber da habt ihr euch eben nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip gefunden.
Ich denke ihr solltet eine Paartherapie machen und klären, ob eure Beziehung noch Potential hat.
 
  • #95
Würde mich aber wirklich mal interessieren, was die pornoschauenden Männer hier dazu sagen: Vergleicht ihr die Darstellerinnen mit euren Freundinnen / Frauen?
Guten Morgen Quentinchen
Also das ich meine Liebste, sofern ich eine habe, mit den Pornodarstellerinnen vergleiche, kann ich zu 100% verneinen.
Jeder ernstzunehmende Mann mit Lebenserfahrung weis doch, dass das Aussehen der Darstellerinnen mittels Photoshop ca. 100 Mal optimiert mwurde und überhaupt nichts mit der Realität gemein haben.
Diese Filmchen sind entspannend wenn die Liebste gerade nicht da ist oder gerade keine Lust hat und im besten Fall erweitere ich meine Kenntnis an Spielarten um sie dann mit meiner Liebsten zu verfeinern.
 
  • #96
Und andererseits, würdest Du einen dominanteren Mann akzeptieren können?
Ich glaube sie braucht sogar einen dominanten Mann, weil sie es nicht mehr aushält das Alphaweibchen zu sein. Einer, der weiß was er will, der tatkräftig ist, eigene Entscheidungen trifft. Das ist sie 16 Jahre lang, die Dominante! Sogar den ersten Kuss mit 16 hat sie ihm gegeben und Dank ihrer Initiative ist diese Beziehung auch entstanden. Sie war von Anfang an diejenige, welche die Hosen anhatte und hat dafür ihre weibliche Seite komplett vernachlässigt, die jetzt schon seit Jahren an die Oberfläche kommen will. Sie redet schon seit Jahren mit ihm und leidet und nicht erst seit vorgestern.

Sie ist dominant aber sie möchte das gar nicht sein und sie ist es nur deswegen, weil sie das Gefühl hat, wenn sie gar nichts täte, würde die Ehe an seiner extremen Passivität zerbrächen. Sie macht alles für ihn wie eine Mutter für ihren Sohn, sie hat eine Mutterrolle eingenommen und das sogar 16 Jahre lang. Er hat keine Chance selbstständig und erwachsen zu werden.

Sie denkt verm.: „wenn ich selber nichts tue und mache, dann wird nichts getan, wenn ich nicht die Zügel in der Hand halte, dann sind wir beide verloren.“

Sie hat das mehrmals erlebt, dass sie 3-4 Monate überhaupt gar keinen Sex hatten und es wieder dazu kam, weil sie es nicht mehr ausgehalten hatte. Er unternahm nichts, um ihr nah zu kommen und interpretiere das als Lustlosigkeit ihrerseits und nicht richtig, dass sie einfach keine Kraft mehr hatte und kurzfristig aufgegeben hatte. Sie kann und mag einfach nicht mehr - nicht mehr so wie bisher und möchte gerne eine Veränderung,

Was würde aus ihm werden, wenn sie krank würde über längere Zeit? Er wäre komplett verloren wie ein kleines hilfloses Kind. Er hat gar nicht gelernt selbstständig zu sein und für sich selbst zu sorgen und zu schauen. Sie wäre eher diejenige, die für sich selbst sorgen kann, wenn es darauf ankäme.

Sie kämpft gegen Windmühlen, müht sich ab, hat kein Vertrauen und vermutlich insgeheim auch Angst, ob sie sich im Ernstfall (Krankheit oder Unfall) auf ihn verlassen könnte, wo er doch keine eigenen Entscheidungen trifft nicht mal selbst eine Fernsehsendung aussucht und ihr die Entscheidung überlässt! Bei einem solchen Partner hätte ich immer Angst, dass ich mich auf ihn gar nicht verlassen kann, weil er nicht belastbar/orientierungslos ist. Er würde hilflos neben ihr da stehen und vielleicht nicht mal die Ambulanz rufen!

Liebe FS geh doch mal zwei Wochen alleine in die Ferien und schaue, was dein Mann ohne dich macht und we er sich zurechtfindet. Wie reagiert er in Ausnahmesituationen/Stresssituationen? Verliert er vollkommen den Kopf oder kann er kühlen Kopf behalten und blitzschnell und richtig entscheiden?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #97
Ich sehe das mit der hier von einigen vermuteten Dominanz der FS anders. Durch sein Verhalten bleibt der FS nichts anderes übrig. Sie wird geradezu in diese Rolle gedrängt. Im Grunde hat er die Rolle des Kindes nie verlassen. Ich finde, dass er sich in vielen Bereichen sehr unerwachsen verhält: er kann schlecht Entscheidungen treffen, kann seine Wünsche nicht spüren und erst recht nicht äußern, kann sich nicht abgrenzen, kein offenes "nein" aussprechen und will nicht Stellung beziehen. Bei Kritik fühlt er sich herabgesetzt und reagiert wenig selbstbewusst mit Rückzug und Beleidigtsein. Er lässt es einfach laufen und ist in der Beziehung anwesend, aber nicht aktiv. Auf Anweisung macht er dann ein paar Sachen anders (SMS schreiben), aber niemand weiß, was er wirklich will.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man durch passive Männer in diese dominante, nörgelnde Rolle gedrängt werden kann. Irgendwann ist man innerlich einfach nur noch genervt. Durch die Entscheidung für einen entscheidungsstarken Mann hat sich meine Rolle komplett verändert. Kein Genervtsein, kein Nörgeln, kein ständiges Mitentscheidenmüssen. Das ist so erleichternd.
Zumal diese passiven Männer durch ihre Verweigerung und ihr Schweigen eben doch mehr Macht ausüben, als man denkt. Das ist ihre Art gegen Mutti zu trotzen.
Jede Frau sollte es sich wert sein, einen erwachsenen Mann an ihrer Seite zu haben, der aussprechen kann, was er will und was ihn stört. Einer der Entscheidungen treffen kann und nicht in die Kindrolle flüchtet.
Ich glaube trotzdem nicht, dass du, liebe FS, gehen wirst. Dafür seid ihr mit euren Problemen zu verstrickt. Ihr wirkt beide nicht sehr autonom und selbstbewusst. Die Angst vor dem Alleinsein, die Gewohnheit, die ungewisse Zukunft, die Angst keinen besseren Partner zu finden, werden einen Neuanfang verhindern. So meine Einschätzung.
Hier wurden schon einige gute Vorschläge gemacht, wie du in deiner Beziehung weiter leben kannst, ohne immer unglücklicher zu werden. Konzentriere dich auf dich selbst, mache dein Wohlbefinden nicht mehr so stark von seinem Verhalten abhängig, lebe deine Energie woanders aus, suche dir ein erfüllendes Hobby, mache Fortbildungen, entwickle dich beruflich weiter. So lernst du auch neue Menschen kennen, erweiterst deinen Horizont und gewinnst Selbstbewusstsein. Aber lasse deinen Mann in Ruhe. Wenn er sich nicht weiterentwickeln will, mit allem zufrieden ist, dann lasse ihn in seiner Welt. Sieh deinen Partner nicht als alleinigen Glücklichmacher und Erfüllungsgehilfen.
Deine Bedürfnisse sind verständlich, aber er wird sie nicht erfüllen können. Er wird dich auf seine Art lieben, aber er kann nicht mehr geben.
 
  • #98
Du kannst nicht an ihm arbeiten. Du kannst nur an dir arbeiten, z.B. an deiner Dominanz. Deine weichen Seiten mehr zulassen. Ihn nicht in Watte packen, indem du ihm alles abnimmst.
 
  • #99
@#93 + #98

Ahhh, jetzt habe ich es geschnackelt. Mir war immer diese aktive Sexualität nicht klar. Aber ja, klar, bei den Filmen ist er der Aktive.
Ja, anfangs dachte ich auch: Mich fasst du nicht an, aber die Filme kannste dir reinziehen.
Allerdings sehe ich das mittlerweile auch so, wie hier schon jemand schrieb: bei mir muss er sich überwinden zu fragen und könnte abgewiesen werden. Bei den Filmen ist es zwar auch erstmal vielleicht irgendwie peinlich, aber die Darsteller muss er ja nicht fragen, ob er zuschauen darf und kann somit nicht abgewiesen werden. Also doch ein wenig leichter für ihn. Er kann eben nicht wirklich versagen...

Ja, ich werde wohl mehr Frau-sein üben müssen und mehr weiche Zügen rauslassen.
Ich glaube auch, dass Paartherapie gut helfen kann!

@#94

Ich fasse das nicht böse auf! Im Gegenteil,ich finde es sehr interessant, so viele verschiedene Standpunkte zu lesen.

Das mit der Liste ist eine gute Idee, das werde ich machen!

Ich habe ihn aber auch immer als meinen Anker gesehen, aber irgendwie hat es auch mir den Boden unter den Füßen weggezogen, daher weiß ich gerade nicht mehr, wie ich ihn noch verankern kann.

Dass er sich gänzlich ändert will ich ja auch gar nicht, hatte ich ja schon geschrieben. Nur ein wenig auf-mich-zukommen.

Ob ich einen dominanten Mann akzeptieren kann, weiß ich gar nicht. Ich bin so in meine Rolle gewachsen, dass ich mir einen gänzlich dominanten Mann nicht vorstellen kann.

@#95

Lieben Dank für den Post, das ist eigentlich auch die Meinung die ich vertrete. Wobei es aber auch Männer geben wird, die genau diesen Vergleich anstellen (jene, die ihr Frauen als Schmuck und Prestigeobjekt sehen zB)

@#96

Hm, nee ich denke einen komplett dominanten Mann brauche ich wirklich nicht. Einen, der auch mal sagen kann, wo es lang geht - das ja - eben eine gesunde Mischung. Einer dem ich eben ab und an mal die Zügel abgeben kann. Vom Typ her bin ich schon eher die Dominante, aber eben nicht überwiegend.

Im Grunde geht es mir ja auch nicht unbedingt um die Dominanz sondern eher das Weiche, Nahbare in Form von Gefühlen-zeigen. Das hat ja nichts mit Dominanz zu tun.

Das mit der Mutterrolle hat mir neulich schonmal jemand gesagt. Das hat was Wahres...

Also er kommt schon eine Weile allein klar, auf Dauer würde es aber vermutlich schwierig werden. Er kann nicht kochen, weiß nicht, wie die Waschmaschine bedient wird...und ich glaube, dass er ohne mich auch kaum unter Leute käme und würde daheim vollends versauern.

Entscheidungen kann er aber durchaus treffen! Und das auch gut und richtig. Er ist da sogar stressresistenter als ich. Ich würde sagen, alles was ihn allein betrifft, kann er perfekt managen (vor seiner beruflichen Karriere habe ich echt Respekt), seinen Autokram, seine Pflanzen-alles macht er selbst und entscheidet da auch selbst. Nur in unserer Beziehung ist er so unsicher und überlässt mir größtenteils die Führung.

Aber ich denke im Ernstfall, könnte er es.
 
  • #100
Pornos schauen - das sieht jeder Mann anders. Im Grunde auch nicht anders als beim Sport anschauen, oder bei Actionfilmen.
Sicher gibts Männer, die beim Porno schauen SB betreiben, es gibt auch Männer, die beim Boxen anschauen nicht sitzen, sondern mitfighten.
Andere sind reine Konsumenten, wieder andere haben gar keine Lust darauf. So wie Mann anscheinend sexsüchtig sein kann, kann Mann auch pornosüchtig sein. Oder Frauen kaufsüchtig ....
Es gibt übrigens auch Frauen, die Pornos anschauen. Oder sogar mit dem Freund gemeinsam so ein Ding anschauen wollen. Hatte ich mal - die hat sich gewundert, dass ich nach 5 Minuten bereits wunderbärlich geschlafen habe.
Schaut ein Mann solche Filme, kann das auch heissen, dass er sich für seine Frau stimulieren will. Oder auch nur, dass er sich "weiterbildet".
Du siehst, warum dein Mann Pornos schaut, kann viele Gründe haben. Vielleicht solltest du das nicht auf dich beziehen.
Was du in Zukunft vermeiden solltest, ist es, immer irgendetwas zu fordern. Diskutieren - lamentieren ..... So wird dein Mann nie Lust haben, dich mal anzulangen. Weil er immer das Gefühl hat, dass es dir eh nicht genug ist. Gewöhne dir doch mal an, ihm dafür zu danken, was er dir gibt. Dann kann vielleicht auch er Positives damit verbinden, dass es dich anturnt, wenn er dich mal in den Arm nimmt.
 
  • #101
Also ich finde, Du hast da schon eine ganze Menge Gedankenarbeit geleistet und ich geh völlig konform mit Deinen Erkenntnissen bzgl. Prägung der Eltern. Das, was Du über Deinen Vater und das Betteln um Zuwendung geschrieben hast, und die Fortführung dann, dass Du auch in der Beziehung einen Menschen wolltest, bei dem Du diese Art der Zuwendung nicht geschenkt bekommst, finde ich völlig logisch.
Auch, dass er anders behandelt wurde und deswegen vom Gefühl her nicht offen sein kann und dass Du das Bestimmende der Mutter fortführst. Anscheinend wollte sie ihn nicht und da können Mütter erzählen, was sie wollen, sie lassen es ihr Kind spüren, wollen seine Liebe nicht, und wenn es mit Emotionen kommt, wird geblockt.

Das ist alles ziemlich traurig, aber sehr häufig.
Eure Eltern sind selbst mit den verdrehten Gefühlswelten von deren Eltern aufgewachsen.

Nun ist die Frage, wie man das ändern kann und diese Bürde muss jeder selbst für sich bearbeiten. Es ist ja nicht gelernt wie aus nem Buch, sondern vom Leben so gelernt. Und ich stimme Dir zu, da kann große Liebe drunter sein, aber jede offene Äußerung stirbt ab aus Angst vor Ablehnung, Demütigung oder Ignorieren.

Ich fänd eine Paartherapie super. Da ist eine neutrale Person, die hoffentlich ihr Handwerk versteht und bei der Dein Mann z.B. keine Angst haben muss, von seinen Gefühlen zu berichten, weil sie sich nicht lustig drüber machen wird oder die Emotionen bewertet oder selbst emotional drauf reagiert mit Ablehnung usw.. Es kann zu keinem Streit mit ihr kommen und wenn sie was dazu sagt, wird es nicht parteiisch sein, und in der besprochenen Sache hat die Therapieperson auch kein emotionales Interesse, in irgendeine Richtung zu lenken. (hoffe ich, also ich gehe davon aus, dass die Person gut ist in ihrem Job)
 
  • #102
Hallo FS,

ich kann dem Beitrag von @carpe nur zustimmen. Ich denke auch, dass du niemals gehen wirst, obwohl du leidest. Ich lese hier die ganze Zeit, was du für ihn tust. Du machst, kämpfst und versuchst Lösungen zu finden. Ich denke jedoch, dass du ihn nicht ändern wirst, egal was du tust. Eher könnte euch noch eine Paartheraphie helfen.

Ansonsten kann ich dir auch nur raten dich um dich selbst zu kümmern. Geh aus, lerne neue Menschen kennen, fang ein neues Hobby an und bilde dich weiter. Stärk dein Selbstwertgefühl!

Hat dein Mann eigentlich auch ein Helfersyndrom? Ist er ein bisschen weiblich von seiner Art her?
 
  • #103
@#97
Ich glaube schon, dass eine gewisse Dominanz in mir steckt. Ob nun naturell oder antrainiert, das bleibt die Frage.
Irgendwie kann ich gar nicht sagen, wie genau ich als Kind war. Aber ich glaube selbst da gab es schon erste Anzeichen, dass ich eher in Richtung dominant gehe. Ich habe zB meinen kleinen Cousin (er 3 ich 6 oder 7) immer geärgert bis er weinte, um ihn hinterher zu trösten (das war genau das, was meine Eltern mir vorgemacht haben: Streit-Fetzen-Papa kommt zurück und kuschelt Mama-alles wieder gut). Ich glaube dieses Verhalten habe ich also von meinem Vater abgeschaut im Laufe des Lebens und kam nicht erst mit der Beziehung.
Als ich im KiGa war weiß ich, dass ich eher zurückhaltend war. Das hat meine Mama erzählt.
Ja manchmal habe ich durchaus das Gefühl, dass er wie ein bockiges Kind ist. ber ich muss sagen, dass ich das auch sein kann :)
Die SMS schreibt er mittlerweile von sich aus. Habe nie gesagt, dass ich das will. Irgendwann hat er einfach damit angefangen.
Ja, da gehe ich mit, auch Passivität übt eine Macht aus - weil der andere allein auf weiter Flur stehen gelassen wird.
Mit der Einschätzung liegst du denke ich richtig, irgendetwas in mir will es nicht aufgeben und irgendwo ist da noch ein Funken Hoffnung, dass er es doch geschnallt hat und ein wenig auf mich zukommt.
Die Tipps nehme ich mir auf jeden Fall zu Herzen! Ich glaube, einfach mal meinen Horizont zu erweitern tut mir sicher sehr gut!

@#100
Was ihn nun wirklich dazu bewegte - da kann ich nur auf seine Aussagen vertrauen.
Aber ich denke eine Sucht war es bei ihm nicht. Er meinte, er schaute so 2-3x im Monat. Das passt zumindest mit unserem damaligen Sexleben zusammen (2x SB, 1x Sex :) ), denn er ist ja nicht so der, der es täglich braucht, 1x pro Woche war schon immer eigentlich die Regel. Außer er kann tägliche SB sehr gut vor mir verstecken :D
Wenn er mich in den Arm nimmt, zeige ich ihm durchaus, dass ich mich darüber mega freue und verlange dann auch nicht mehr.
Dieses Verlangen ist eigentlich wirklich erst nach dem ganzen Krach massiver geworden. Früher habe ich das echt nur alle paar Wochen mal erwähnt, wenn nicht gar alle paar Monate. Daher kommt diese "Anpackzurückhaltung" glaube also nicht.

@#101
Ja, also auch nachdem ich mich jetzt öfter mit diesen Gedanken auseinander gesetzt habe, denke ich, dass das sein kann. Werde ich dann dem Therapeuten, wo ich bald bin, mal unterbreiten :)
Ich denke, dass diese Angst sowohl bei ihm als auch bei mir da ist. Ich habe halt gelernt, immer ein Sonnenscheinchen zu sein und immer nett zu lächeln und er, Gefühle lieber nicht zu äußern.
Er sieht jedoch noch immer nicht, dass auch bei ihm vielleicht ein Aufarbeitungsbedarf besteht.
Was du zur Paartherapie geschrieben hast, habe ich ihm grad auch mal nahe gebracht. Kann die Reaktion noch nicht ganz einschätzen, aber er will es auf jeden Fall probieren!
 
  • #104
..ich kenne mich selbst in dieser dominanten Rolle bei Partnern, die mich wie Mami behandelt haben. Mich konsumierten ohne selbst aktiv, selbstständig und mit Haltung zu agieren. Ich konnte das in der Beziehung auch nie lösen, denn wenn ich Aussprache suchte sind sie zurück gewichen, sind taktische Manöver gefahren..und haben mich irgendwie auch gehasst, weil ich"der bessere Mann" in der Beziehung war.

Ich fands anstrengend und die Trennung erlösend. Wenn ich ein Kind möchte, werde ich es selbst auf die Welt bringen. Bei einem erwachsenen Partner erwarte ich bei allen schwächen und Fehlern Augenhöhe im Kontakt. Es ging dann auch bei mir die Lust auf sex weg. Es ist als wollte man nen pudding gegen die wand Nägeln wenn man solche Beziehungen klären will. War meine Erfahrung.
 
  • #105
Ich glaube nicht so recht an diese Theorie, nach der wir uns unbewusst Partner suchen, mit denen wir unsere Kindheitsversäumnisse wiederholen können.

Meiner Ansicht nach ist eine Frau, die wenig Liebe von ihrem Vater erfahren hatte, einfach leidensfähiger in dieser Hinsicht. Es fällt ihr gar nicht so sehr auf, wenn der Partner eher spröde ist - anders als bei einer Frau mit intaktem Vater-Tochter-Verhältnis, die sehr schnell unter dem Mangel leiden würde.
Ein hochromantischer, sehr gefühlvoller Mann wäre womöglich sogar too much, weil die Frau so etwas gar nicht gewohnt ist. Töchter wenig liebevoller Väter haben außerdem häufig das unbestimmte innere Gefühl, als Frau nicht so besonders viel Wert zu sein - im Gegensatz zu "Papas Prinzessinnen", die häufig über ein übersteigertes Gefühl der eigenen Wichtigkeit verfügen.
Daher haben Prinzessinnen oft das Problem, dass sie zu viel von ihren Partnern verlangen - weniger geliebte Töchter schon zu Beginn der Beziehung eher zu wenig.

Und damit bin ich ganz bei @carpe, was die Wechselwirkungen in eurer Partnerschaft angeht. Ich hatte selbst einen äußerst passiven Partner und weiß daher sehr genau, wie schnell und kaum wahrnehmbar, anfangs mit Kleinigkeiten, man als Frau in die Macher-Rolle gedrängt wird. Bevor man's sich versieht, hat sich diese Rollenverteilung eingespielt, und man kommt kaum mehr raus.

Nun ist dein Mann, anders als mein damaliger, schon bemüht, regelt das Handwerkliche, ist auch liebevoll. Vermutlich fragt er sich auf seiner Seite, was um Himmels Willen er noch alles für diese Frau machen soll. Das typische Beispiel ist, dass der Mann aus allen Wolken fällt, wenn die Frau sich für einen Charmeur trennt, bei dem sie sich voll als Frau fühlen kann. Aber er hat doch alles für die Beziehung getan! heißt es dann regelmäßig.
In seinen Augen hat er das auch, er hat ja Männersachen gemacht und war nett und liebevoll.
Du allerdings, liebe FS, hast von Anfang an zu wenig (oder die richtigen Dinge nicht) eingefordert. Jedenfalls nicht konsequent. Das ist kein Vorwurf, denn von deinem Vater kanntest du es nicht, und warst sehr jung, als ihr zusammenkamt. Deine Prinzessinnen-Gene hast du nie entwickelt. Vielleicht wird es Zeit, diese Seiten in dir zu entdecken.
 
  • #106
Durch die Entscheidung für einen entscheidungsstarken Mann hat sich meine Rolle komplett verändert. Kein Genervtsein, kein Nörgeln, kein ständiges Mitentscheidenmüssen. Das ist so erleichternd.
Zumal diese passiven Männer durch ihre Verweigerung und ihr Schweigen eben doch mehr Macht ausüben, als man denkt. Das ist ihre Art gegen Mutti zu trotzen.
Jede Frau sollte es sich wert sein, einen erwachsenen Mann an ihrer Seite zu haben, der aussprechen kann, was er will und was ihn stört.
Die gleichen Erfahrungen habe ich auch gemacht mit Männern in Beziehungen, der eine war genauso wie ihr Mann und hat mir alles überlassen, hatte kaum eigene Ideen, was wir in der Freizeit Unternehmen sollten und liess sich mitziehen und der andere war komplett anders und zwar selbst entscheidungsfreudig, aktiv, unternehmungslustig und auch die Initiative bei der Sexualität ergriffen. Beim passiven Freund sagte mir auch ein Mann, da ich mich über ihn beklagte: „du bist ein Alphatier“ - notgedrungen! Und ich weiß noch, wie ich gedacht hatte: „so, genau so sollte es sein, wenn ein Mann und eine Frau eine Liebesbeziehung führen, beide ausgeglichen im geben und nehmen, beide gleich aktiv oder gleich passiv.“ Es war eine Freude und eine enorme Erleichterung, nicht alles für zwei tun zu müssen ich selbst war ausgeglichen, gelassen, fröhlicher und nicht innerlich genervt.
Er kann nicht kochen, weiß nicht, wie die Waschmaschine bedient wird...und ich glaube, dass er ohne mich auch kaum unter Leute käme und würde daheim vollends versauern.
...
Er ist da sogar stressresistenter als ich. Ich würde sagen, alles was ihn allein betrifft, kann er perfekt managen (vor seiner beruflichen Karriere habe ich echt Respekt), seinen Autokram, seine Pflanzen-alles macht er selbst und entscheidet da auch selbst. Nur in unserer Beziehung ist er so unsicher und überlässt mir größtenteils die Führung.
Entschuldige kochen lernen kann jeder Mensch oder ist er 5 Jahre alt? Waschmaschine bedienen kann er auch lernen, wie du es auch gelernt hast.

Für sich alleine und seine persönlichen Interessen trifft er Entscheidungen! In der Beziehung überlässt er dir komplett alles, die gesamte Verantwortung und Führung, damit er nicht am Schluss als der Schuldige da steht, wenn etwas schief läuft. Es ist wie ein Kind das seiner Mutter die Führung überlässt aber selbst nur in sein Zimmer geht und mit den Legosteinen spielt. Er scheint immer noch 15 Jahre alt zu sein und du warst offensichtlich schon damals viel reifer. Glaubst du wirklich einen solchen Mann, wo es auch andere gibt? Wie @carpe schreibt, du hast zu große Angst vor dem Alleinsein und niemanden mehr zu finden deswegen bleibst du und leidest ewig in dieser Ehe. Geh alleine in die Ferien und schaue, ob er sich ein bisschen mehr für euch beide engagiert und nicht nur für sich selbst!
 
  • #107
Qentinchen,

Ich bin selbst so eine Aktive, Kümmerin, einfach gewohnt, von klein auf gewohnt, dass ich meine Sachen selbst machen muss. Sehr früh ausgezogen.
Einerseits positiv, weil man damit weiß, man packt zur Not irgendwie alles, findet Wege, Lösungen, ist unabhängig.
Und es ist andererseits anstrengend, ermüdend und manchmal möchte man sich doch einfach anlehnen, Verantwortung abgeben.
Ich habe früher immer eher passive Partner gehabt, die nur zu gerne Verantwortung abgaben.

Bis ich lernen musste, dass mich dieses Immer Stark sein kaputt macht.

Ich kann heute Schwäche zugeben, um Unterstützung bitten, delegieren und dann - ganz wichtig - das Ergebnis auch akzeptieren.
Ich bin aus mir heraus weicher geworden, das waren meine Prozesse.
Auch Nein zu sagen - nicht bei jeder Aufgabe "hier" zu rufen, nicht für alles die Verantwortung zu übernehmen, auch mich nicht für alles schuldig zu fühlen, wenn etwas schief läuft.

Seitdem ziehe ich einen anderen Typ Mann an, nicht das komplette Gegenteil - das ginge gar nicht, dafür bin ich dann doch zu eigenständig - aber Männer, die ihr Leben selbst regeln, meistens sich auch durch einige Widrigkeiten gekämpft haben - und zu ihren Schwächen und Stärken stehen, auch eine Kümmererseite haben.

Veränderungen fangen bei einem selbst an. Du kannst andere Menschen nicht ändern, aber durch die Veränderungen in Dir selbst - Deine Haltung, Deine Denkweisen - ändert sich auch das, was zurück kommt.

Es ist nur schwierig, in einem bewährten Beziehungskonstrukt die Muster zu verändern. Aber vielleicht ist es gar nicht soviel?
Vor allem, wenn Du Dir bewusst wirst, wo er aktiv ist, wo er sich kümmert?

Versuche mal, für Dich heraus zu finden, welche Seiten von Dir nicht ausreichend Raum bekommen, welche zuviel, und schaffe Dir eine eigene Balance, mit der Du Dich wohl fühlst.

Meine Erfahrung nur am Rand - Schwäche zeigen macht nicht schwach, ganz im Gegenteil.
Und man wird nicht weniger geliebt, weil man Nein sagt.
 
  • #108
@#102

Hm, Helfersyndrom würde ich nicht direkt sagen. Er hilft anderen schon gern, aber exzessiv betreibt er das nicht.
Als feminin würde ich ihn auch nicht beschreiben. Klar, dieses beleidigt-sein hat manchmal so was weiblich-zickiges. Aber ansonsten hat er eigentlich nichts an sich, was feminin wäre.


@#104

Ich bin auch manchmal schwierig muss ich sagen. Wenn mir was zu viel wird, verfalle ich auch teilweise in dieses Kindchenschema mit bockig sein oder auch mal wütend. Das soll inh jetzt nicht in Schutz nehmen, aber ich glaube, auch ich habe so meine Baustellen.


Ich habe es ja schon oft versucht zu klären. Manchmal hat er sich ja auch tatsächlich mal 1-2 Wochen etwas mehr Mühe gegeben, aber er verfällt immer und immer wieder in seinen alten Trott. Daher habe ich eben auch die Bedenken, dass das nichts mehr wird.

Komischerweise sagt er aber selbst immer, er stellt sich täglich seinen sozialen Ängsten und überwindet sie, und wenn er jemanden besser kennt, taut er dann auch auf (er ist anfangs immer zurückhaltend, eher der stille Beobachter). Ich frage mich, weshalb er das bei mir nicht schafft? :(


@#105

Auch deiner Theorie kann ich etwas abgewinnen.

Mein Selbstwert ist tatsächlich nicht besonders hoch. Kommt zum Einen vom Papa, aber vermutlich auch aus der Zeit, in der ich als Kind viel gehänselt wurde.

Ich denke, man könnte vielleicht auch beide Theorien vereinen. Denn wie du sagst, ich war ja den Mangel gewohnt. Daher habe ich es anfangs sicher nicht so stark wahrgenommen, was da alles fehlt.

Zum anderen denke ich halt, dass ich aber auch mit einem, der gleich zu Beginn zu viel von allem gehabt hätte, nichts anfangen konnte. Daher vielleicht doch auch die Unbewusste Suche nach dem Vertrauten.

Ich denke, das fragt er sich tatsächlich. Denn er sagt selbst, dass er doch alles für mich tut.

Gestern ahben wir nochmal drüber geredet und er meinte, dass ihm das nicht bewusst war, wie sehr ich die ganze Zeit gelitten habe, dass ich es nicht stark genug (ok, weinen ist also für ihn nicht stark genug) und oft genug zum Ausdruck gebracht habe. Aber irgendwie glaube ich, dass vielleicht jetzt was bei ihm in Gang gesetzt wurde.


@#106

Ob er jemals kochen lernt? Ich glaub, da schwenkt er lieber auf Fertigfraß um :)


Damals hatte ich das Gefühl, dass er reifer ist, als die Jungs in seinem Alter. Er hat nicht so arg rumgeblödelt, war ruhig und vernünftig. Ich habe aber das gefühl, dass er im Laufe der Zeit immer verschlossener wurde. Ich hatte mit Anfang 20 riesige Probleme mit meinem Vater. Eine Idee wäre, dass er mich einfach verschonen wollte mit seinen Anliegen, dass ich mir nicht um ihn auch noch einen Kopf machen muss.

2 Wochen allein irgendwo hin bin ich gar nicht gewohnt. Das muss ich erstmal gedanklich für mich sortieren.
 
  • #109
Hallo liebes Quentinchen,

ich beschäftige mich derzeit mit meinem eigenen Ennegramm. Dein Partner ist sicherlich die Nr. 5 ;)
ich habe ihn hier wiedererkannt. Er ist recht unabhängig, braucht Distanz und zeigt keine Emotionen. Tatsächlich ist er wohl sensibler als man glaubt, denn er versteckt es aus Schutz. Bloß wie kitzelt man seine Emotionen heraus?

Egal wie du es anstellst, es wird dauerhaft nicht klappen, denn er muss sich selbst sein Problem eingestehen und daran arbeiten. Er scheint sehr gehemmt, verklemmt zu sein und sogar bei dir. Ich weiss da einfach nicht weiter.

Bei der Nr. 5 stand soweit ich weiss auch drinnen, dass diese Kinder oft nicht erwünscht waren, was hier passt. Die Kinder merken es und haben dann gelernt, bloß kein Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit zu zeigen..er hat seine Bedürfnisse also unter einem Panzer versteckt. ich glaube, dass da nur eine Traumatherapie etwas bringt.

Mir geht es ähnlich wie dir übrigens. Ich wurde auch als junges Mädchen gehänselt und meine Kindheit war auch nicht rosig...mein Vater war streng, weil auch religiös streng erzogen (der Herr im Haus) und meine Mutter hat sich untergeordnet. Ich war allerdings oft wütend und trotzig, meine Schwester dagegen lieb.

In meinen Beziehungen war ich bisher nie glücklch. Unbewusst denkt man sich "man ist es nicht Wert geliebt zu werden". Das ist auch der Grund, weshalb man in solchen schlechten Beziehungen bleibt.

Geh mal wirklich in dich. Tut dein Partner dir gut oder gibt du nur und bekommst nichts zurück? ich vermute, dass du einfach zu viel gibst und ihm alles recht machen willst. Du suchst nach Lösungen und vergisst dich selbst dabei.
 
  • #110
Dieses hin & her analysieren, wie er ist und wie er sich verhält; und warum, wieso, weshalb mit Deinem Vater, Schule, usw. und an was es liegen und was nicht...Hobby-Küchenpsychologie.
Ich schließe mich dem an.
In jedem Fall ist Er nicht mehr der Mann, den Du heute willst. Früher mit deinem Komplex mit dem unerreichbaren Vater, in der Schule gehänselt, da war er der Reife, Erwachsene, Vernünftige. Ihn wolltest Du, ihn liebtest Du, er gab Dir Halt und Sicherheit. Seit Eurer gemeinsames Leben läuft, in gewohnter Routine, gehen immer mehr die Pferde durch: jetzt leidest Du schon 16 Jahre maßlos, verhungerst geradezu emotional, er ist verschlossen, kalt, unerreichbar.
Gleichzeitig kennt er Dich gut, macht Dir tolle Geschenke, ihr habt den gleichen Humor, geht beim Sex auf Dich und Deine Vorlieben ein, nimmt Rücksicht auf Dich, unterstützt Dich, wo er nur kann. Er ist loyal und tut alles für Dich. Zwischendrin klingt an, dass ihr beiden doch irgendwelche liebevollen Rituale entwickelt habt, wie die täglichen liebevollen SMSn, der morgendliche Abschiedskuss, das gemeinsame Kuscheln im Bett.
Irgendwie habe ich immer noch den Verdacht, Du suchst beim nach Fehlern, um Gründe zu haben, die Beziehung zu beenden.
Gestehe Dir doch einfach ein, als 15-16-jähriges Mädchen war er dein rettender Anker und Dein Held; jetzt willst Du und brauchst Du dies alles nicht mehr. Ihn als Kleinkind zu sehen, der in seiner Isolation zusammenbricht, weil ohne Dich nichts zu Stande?! Hallo?!, parallel schreibst Du, er kann schnell und effektiv gute Entscheidungen für sich selbst treffen, hat Karriere gemacht.

Ist Dir mal in den Kopf gekommen, dass er Dich über alles liebt und Dir deshalb Deinen Kopf lässt und Du schon immer eine leicht dominante Ader hattest, weil er Dir ermöglicht, diese zu Deiner eigenen und seiner Zufriedenheit auszuleben? Oder es ist für ihn einfach nur bequem sich absolut passiv zu verhalten und dich die ganze Arbeit machen zu lassen. Ihm geht es gut dabei, die Verantwortung an Dich abzugeben. Wenn Du das nicht mehr willst, dann übernehme auch für nichts mehr die Verantwortung, weder Essen kochen, Wäsche waschen, oder Dein sexuelles Verwöhnprogramm allein für ihn. Handele aber zuvor mit ihm ein Code-Wort aus, wenn er wieder Deine Unterstützung, Mithilfe und Initiative will, soll er es sagen. Da er kreativ ist und auch verschlossen, Gefühle mit sich selbst ausmacht, wird in Zukunft hier nichts von ihm kommen. Er wird Dir eher beweisen, dass er gut ohne Dich zurecht kommt. Dein Mann mag schüchtern und verklemmt sein, ein unselbständiges Kleinkind ist er deswegen nicht.
 
  • #111
Würde mich aber wirklich mal interessieren, was die pornoschauenden Männer hier dazu sagen: Vergleicht ihr die Darstellerinnen mit euren Freundinnen / Frauen?
Nein, nie gemacht. Hab mich vor ewigen Zeiten in meiner Jugend quasi von pornos ernährt. War eine Phase, das Angebot übergroß und die Neugierde vorhanden. Was ich davon geil fand hätte/ habe ich gerne zu Hause probiert/erlebt. Aber mir ging es um das „ mal so versaut „ sein. Als ich merkte das das Leben anders aussieht als dieses geturnte Programm, hatte ich schnell die Nase voll von pornos und es wurde langweilig. Das eigene erforschen war und ist viel schöner als das nachturnen von pornos. Als Anreiz hier und da ja in Ordnung. Aber so das beide was davon haben. Ansonsten mag ich lieber die eigenkreation. Nein ich habe nie meine Partnerin/Frau mit porno Darstellerinnen verglichen.
M47
 
  • #112
#107
Als Kind musste ich noch nicht mal alles selbst machen. Im Gegenteil, ich wurde von meiner Mutter verwöhnt. Aber auch in einen goldenen Käfig gesperrt, damit mir ja nix passiert.

Manchmal übernimmt er aber auch die Verantwortung. Z.B. wenn er mir zum Geburtstag ein Wellness-WE schenkt o.ä. Da kann er schon entscheiden und aussuchen.

Und als Kämpfer würde ich ihn außerhalb der Beziehung auch bezeichnen. Immer strebsam, ehrgeizig usw.

Nein sagen und delegieren kann ich ebenso wie Schwäche zeigen. Und zweiteres ist etwas, was ich eigentlich auch nur ihm zeige. Anderen gegenüber gebe ich Schwächen nie zu.

Ich werde mal eine Haben-/ Soll-Liste anlegen. Vielleicht ist es tatsächlich nicht so viel - bei beiden.

@#109

Irina, danke für den Hinweis auf das Enneagramm, das hab ich für mich selbst gerade mal erarbeitet. Erstaunlich, es trifft zu 90% zu.

Und ja, ich würde meinen Mann auch der 5 zuschreiben. Spannend!

Ja, das mit der Hemmung mir gegenüber verstehe ich auch absolut nicht. Erklärung wäre eben wie in meiner Antwort zu #106. Denn wenn ich mich recht erinnere, hatte er anfangs wenigstens immer mal einen Anflug von Gefühl.

Oh Gott, mit Therapie- ganz zu schweigen Traumatherapie-brauch ich ihm gar nicht kommen. Er sieht seine Kindheit zwar als recht gefühlsarm, aber nicht als problematisch an.

Das mit dem Gefühl "es nicht wert zu sein" kenne ich auch! So ein Gedanke: an mir ist eh nichts liebenswet, also was will er dann schon von mir?

Aber ich bekomme schon von ihm. Was ich wirklich super finde ist, dass er eben hinter mir steht wie ein Fels. Er hält mir den Rücken frei, steht zu meinen Entscheidungen und sagt schon immer: Hauptsache es geht dir gut. Ich unterstütze dich da!
(Es ging da v.a. um berufliche und persönliche Entscheidungen - dass natürlich die Essenz Gefühl fehlte, die er mir nicht gibt, war ihm ja nicht so bewusst). Und die anderen Dinge, die ich in vorherigen Posts aufgezählt habe, wiegen ja auch etwas.

@#110

Ich gehe ja demnächst selbst in Therapie, ich hoffe, dass ich dann mehr Klarheit habe! Zumindest bzgl. mir :)

Wenn ich diese Fehler suche,um alles zu beenden, dann unbewusst. Ich weiß manchmal selbst nicht, was ich eigentlich noch will. Mal denke ich, dass eine Trennung besser wäre, aber dann schau ich ihn an, sehe ihn lächeln und werfe alles wieder über Bord.

Ich denke nicht, dass er ohne mich zu nichts im Stande wäre. Nur vermute ich, dass er sehr lange brauche würde, um das allein auf die Reihe zu bekommen. Vielleicht liege ich aber auch falsch.Ich weiß es nicht.

Klar hatte ich diese Gedanken auch schon. Dass er das alles aus Liebe so macht, wie er es macht. Mich gewähren lässt- Und dann kommen eben die Gedanken, dass es auch anders möglich wäre.

Es wäre aber mal eine Idee, dass jeder vielleicht einfach mal eine Weile sein Ding durchzieht um bei beiden zu sehen, wie man ohne den anderen klar kommt. Hilft vielleicht einiges zu klären.
 
  • #113
Also : irgendwo hast du geschrieben , dass du dir Hyaluronsäure spritzen lässt und gemodelt hast...um seine Anerkennung zu bekommen. Du bist auch nicht bei dir. Alles dreht sich nur um ihn, ihr hängt ständig zusammen. Hast du nicht auch deine Karriere zurückgestellt oder habe ich das falsch in Erinnerung?

Ein Mann der Karriere macht, hat irgendwo Biss und Initiave, sonst würde er zu nichts kommen. Und du hälst ihm wie einem Kleinkind den Rücken frei...war er schon mal im Supermarkt einkaufen?
Ja fahr wirklich mal zwei Wochen weg und spüre, wie es dir dabei geht, nimm dich selbst mal wieder war ohne ihn...
 
  • #114
Liebes Quentchen,
meinen Post vor ein paar Tagen habe ich aus Zeitgründen nicht fertiggestellt, was auch gut war, weil du mit Tipps und Analysen von wirklich bemühten Forist*innen quasi überschüttet worden bist.
Ich versuche es nun auf diese Weise: Ich habe mich 12 - immerhin nicht 16 - Jahre bei einem Mann, den ich geliebt habe, an etlichen Aspekten (teilweise mit deinen Problemen übereinstimmend, teils noch viel existientieller) "abgearbeitet" und bin dabei immer mehr zur "Mutti" geworden. Auch weil ich mit dem Glaubenssatz durchs Leben laufe, das einem das Glück und eine erfüllende Beziehung nicht in den Schoß fällt. I-wann war ich am Ende meiner Kräfte. Die Beziehung war am Ende.
Dann traf ich einen Mann, der meine Weiblichkeit - insbesondere im Bett - ganz anders anrührt: Trotzdem bleiben Wünsche meinerseits offen, ich bin sexuell gesehen nicht im Paradies angekommen. Er kann besser kochen als ich, wäscht seine Wäsche lieber selbst, ist von sich aus im Alltag immer noch zärtlich und liebevoll (ich darf es nur nicht einfordern) und ein begnadeter Handwerker. Er hat Schattenseiten, die mich auf mich selbst zurückwerfen oder traurig machen...manchmal verstehen wir einander einfach nicht. Und in gewisser Hinsicht ist er auch der Typ "Abenteurer/Bad boy" der es liebt andere Frauen wahrzunehmen - in seiner Gegenwart verhalten sich auch fremde Frauen auf eine Art und Weise, die mich unter Druck setzt. Doch: Ich muss endlich nicht mehr die "Beziehungsmarker" setzen oder dominater sein als es mir gut tut. In vielerlei - aber nicht in jeglicher - Hinsicht wachse ich in dem Umgang mit meinem neuen Partner. Das sehe ich nicht bei dir, denn dein Mann erfasst deine Persönlichkeit zu wenig, vermutlich kann er es auch nicht. Geht einzeln oder gemeinsam in Therapie, übt mit großer Kraftanstrengung Vereinbarungen und Reminder für anderes Verhalten ein. Du wirst trotz allem nicht die Entscheidung vermeiden können, ein Leben in Anstrengung zu wählen oder einen Partner zu suchen und zu finden, der dich von dem extrem aktiven Part, den du gerade lebst, entlastet. Dein Mann ist bemüht, aber er kann dir im Hinblick auf echtes "Wachstum" nicht gerecht werden und höchstwahrscheinlich du ihm auch nicht. Zu guter Letzt ein weiterer Lesetipp: Sexualtherapeut D. Schnarch und sein Begriff von "Intimität" in Beziehungen.
 
  • #115
Ich frage mich, warum du auf einmal ein Problem mit dem Ganzen hast. Du bist eher dominant. Er ist passiv. Das passt doch gut. Stelle dir mal vor, du hättest einen Mann, der genauso Dominant wäre wie du. Das wäre auch nicht gut. Er liebt dich und geht auf deine Bedürfnisse ein. Nur, er braucht eben eine gewisse Aktivierungsenergie, die du liefern musst und vergiss nicht, dass Ihr seit 15 Jahren zusammen seid. Der Lack ist doch ein wenig ab. Ich denke, dass dein Problem eher sein Pornokonsum ist. Dein Problem ist vielleicht auch, dass du glaubst die Kontrolle über ihn zu verlieren. Er braucht dich vielleicht nicht mehr. Er hat ja seine Mädels, die rund um die Uhr auf Mausklick für ihn da sind. Ich gebe es zu, dass es ein Problem sein kann, wenn man eine reine Sexbeziehung führt aber Ihr zwei verbindet viel mehr als Sex. Eine 15 jährige Beziehung und fast deine gesamte Vergangenheit als Frau hast du mit ihm verbracht. Sei bitte unbesorgt, denn niemand kann dein Platz übernehmen. Ich habe in meinem Leben gelernt, dass es besser ist dem Partner auch ein wenig Privatsphäre zu gönnen. Ehrlich gesagt, denke ich, dass er rund um die Uhr von dir kontrolliert wird und nicht sich selbst sein kann und darf. Auch hier hast du zu fast jedem Kommentar ein Statement abzugeben. Es ist echt anstrengend. Mach dich doch locker. Er hat nach einer 15 jährigen Beziehung sich erlaubt mal Pornos zu schauen. Na und?
 
  • #116
Und als Kämpfer würde ich ihn außerhalb der Beziehung auch bezeichnen. Immer strebsam, ehrgeizig usw.
...
Ja, das mit der Hemmung mir gegenüber verstehe ich auch absolut nicht. Erklärung wäre eben wie in meiner Antwort zu #106. Denn wenn ich mich recht erinnere, hatte er anfangs wenigstens immer mal einen Anflug von Gefühl.

Aber ich bekomme schon von ihm. Was ich wirklich super finde ist, dass er eben hinter mir steht wie ein Fels. Er hält mir den Rücken frei, steht zu meinen Entscheidungen und sagt schon immer: Hauptsache es geht dir gut. Ich unterstütze dich da!
...
Wenn ich diese Fehler suche,um alles zu beenden, dann unbewusst. Ich weiß manchmal selbst nicht, was ich eigentlich noch will.
...
Ich denke nicht, dass er ohne mich zu nichts im Stande wäre. Nur vermute ich, dass er sehr lange brauche würde, um das allein auf die Reihe zu bekommen. Vielleicht liege ich aber auch falsch.Ich weiß es nicht.
...
Es wäre aber mal eine Idee, dass jeder vielleicht einfach mal eine Weile sein Ding durchzieht um bei beiden zu sehen, wie man ohne den anderen klar kommt. Hilft vielleicht einiges zu klären.
Die meisten Männer stecken doch die grösste Energie und Ehrgeiz in ihren Beruf und fast nie in ihre Familie, weil sie dort Anerkennung und Bestätigung finden. Nichts neues!

Schon wieder drehst du dich um ihn und um seine kleine Zuwendung/Gefühl, die er dir zu Beginn gegeben hat. Was nutzt dir das heute, wenn du doch unzufrieden und unglücklich bist schon seit Jahren?

Er ist der kühle und nüchterne Typ und unterstützt dich emotionslos - mehr rational. Genau das magst du aber nicht, sondern mehr Gefühl. Darüber beklagst du dich die ganze Zeit nicht nur im Forum, sondern auch bei ihm, dass er passiv und nicht initiativ ist und dass er distanziert und kühl ist und keine Emotionen zeigt. 16 Jahre sind vergangen und nichts hat sich geändert! Was erwartest du noch? Er wird sich nie ändern, das musst du erkennen und akzeptieren. Oder gehen!

Haben wir alle hier gemerkt, dass du nicht weißt, was du wirklich willst! Sonst wärest du schon längstens weg.

Na und? Es ist doch nicht dein Problem, wenn er lange brachen würde, um sich zurechtzufinden oder bist du seine Mutter, die ihm eine „Gebrauchseinweisung zum guten und glücklichen Singleleben“ schreiben will? Und ja lass ihn doch paar Wochen alleine, zieh zu einer Freundin, Bruder, Mutter und schau, was passiert!.

Das habe nicht nur an dich geschrieben das ist eine gute Idee ist sich Auszeit voneinander zu nehmen und nicht fast 24 Stunden aufeinander zu hocken, denn ihr macht doch alles zusammen und klebt aneinander ungesund symbiotisch. Ihr kennt praktisch keine anderen Menschen mehr als gäbe es nichts mehr auf dieser Welt! Lädt doch mal Nachbarn zum Kaffee ein!
 
  • #117
Wenn du Kinder hättest, würdest du nicht diese extrem anstrengende ungesunde Fixierung auf deinen Mann haben.

Der arme Mann kann einem wirklich leid tun.
Alles an ihm wird von dir bis ins Detail analysiert, eure verkorkste Kindheit muss für alles herhalten...

Wenn dein armer Mann wüsste was du alles über ihn schreibst...welche Anforderungen du an ihn hast...ich wette er würde gehen.

Mein Rat an dich:

Schaffe dir drei Kinder an, dann hört die ungesunde Fixierung auf deinen Mann auf, und du kannst deine überflüssige Energie deinen Kindern und dem Haushalt widmen.

Ich finde es einfach furchtbar wenn man nur den Mann hat. Der alle Bedürfnisse erfüllen soll.

Gott sei Dank habe ich meine Kinder.
Deine unrealistischen Erwartungen an deinen Ehepartner stressen mich schon beim Lesen.
 

Laleila

Cilia
  • #118
Ich finde es einfach furchtbar wenn man nur den Mann hat. Der alle Bedürfnisse erfüllen soll.

Gott sei Dank habe ich meine Kinder.
Deine unrealistischen Erwartungen an deinen Ehepartner stressen mich schon beim Lesen.
Autsch..... den Ehepartner als Erfüllungsgehilfen für die eigenen Bedürfnisse zu sehen ist das eine, aber seine Kinder dafür zu instrumentalisieren ist krank.

Gerade wenn es um den Wunsch nach Nähe, liebevoller Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit geht ist der Partner der richtige Ansprechpartner.

Liebe FS, Du hast natürlich jedes Recht der Welt, Dich mit Deinen erotischen und/oder nähebedingten Bedürfnissen an Deinen Partner zu wenden.
 
  • #119
Meine Kinder werden doch nicht instrumentalisiert, liebe @Laleila.

Du hast nicht verstanden was ich meine. Wenn man nur einen Partner hat, konzentriert man seine ganze Energie, all seine Bedürfnisse auf EINEN Partner.

Wenn man Kinder hat, hat man gar nicht die Zeit und Energie sich ausschließlich um den Partner zu drehen.

Es ist einfach furchtbar anstrengend und unrealistisch seine ganzen Bedürfnisse vom Partner befriedigt haben zu wollen.

Das kann kein Mann und keine Frau der Welt.

Was die FS alles von ihrem Mann will und fordert, ist ganz einfach furchtbar in meinen Augen.

Mir tut der Mann einfach nur leid, und die FS sollte ihn für eine andere Frau freigeben.
 
  • #120
Du hast nicht verstanden was ich meine. Wenn man nur einen Partner hat, konzentriert man seine ganze Energie, all seine Bedürfnisse auf EINEN Partner.
Ich hab erst gedacht, jetzt kommt noch eine Erklärung dafür, dass Du die Kinder zu Deiner Bedürfniserfüllung doch nicht ranziehst, so wie das im ersten Post dazu klang, aber Du hast das noch mal bestätigt. Die Mutter ist dafür da, dass sie die Bedürfnisse der Kinder befriedigt, nicht die Kinder dafür da, den Mangel auszugleichen, den die Frau innerlich empfindet.
Du wirst nicht falsch verstanden, Du schreibst das entweder falsch oder Du siehst das tatsächlich so, dass Kinder die Bedürfnisse der Mutter zu befriedigen haben. Ich kenne so einen kleinen Jungen, der das bei der Mutter soll, weil der Partner versagt in dem Bereich. Es geht ums Reden und um Fragen nach dem Befinden und das Kind tut mir leid, weil die Mutter es extrem manipuliert, damit es abgerichtet wird, ihr ihre Bedürfnisse nach Aufmerksamkeit zu erfüllen.

Kinder als Therapiepuppen wirst Du so nicht gemeint haben, aber wenn eine Frau nichts mit sich anzufangen weiß, wenn sie sich nicht mit dem Mann beschäftigen kann, und keine Befriedigung für ihr Dasein findet, wenn der Mann sich nicht um sie kümmert, dann sollte sie wirklich KEIN Kind bekommen, denn das kann sich nicht mal wehren, wenn es benutzt wird als Hobby, das der Mutter die Befriedigung ihrer emotionalen Bedürfnisse geben soll, die sie allein nicht findet.

Was die FS alles von ihrem Mann will und fordert, ist ganz einfach furchtbar in meinen Augen.
Aber von den Kindern fordern, wäre ok? Alles, damit die Frau sich nicht überflüssig fühlt in ihrem Leben?

Ich hoffe nicht, dass Du so eine Mutter bist. Glaube ich auch irgendwie nicht, aber Deine hier geschriebenen Ansichten finde ich echt fragwürdig.
 
Top