• #31
Nun hat er die Idee, die Geschäftsführung von einer Doppelspitze zu überzeugen. Da hätte er die Verantwortung geteilt und wäre flexibler. Das fände ich klasse, damit kann ich mich arrangieren. Wahrscheinlich wäre dies aber zu teuer für die Klinik. Kardiologie übrigens.
Also da wär ich ja mal gespannt. Da muss er aber gute Karten haben.... Momentan ist das ja leider noch sehr hierarchisch organisiert....wäre vielleicht möglich, wenn die Kosten nicht als ausschließliche, sondern die Qualitätssicherung als oberste Prämisse gilt.
In D in den staatlichen Kliniken ja leider momentan genau anders herum, jedenfalls nach meinem Wissen.
Es fehlen zwei Assistenten und zwei Oberärzte und auch sonst liegt Vieles im Argen. Nun ist es für die Klinik natürlich bequem, den leitenden Oberarzt auf die Stelle zu setzen, der darf dann aufräumen. Tatsächlich könnte mein Mann das wahrscheinlich auch. Schon früher wurde ihm aus allen Richtungen gesagt, dass die Stimmung besser sei, wenn der Chef im Urlaub ist und mein Mann ihn vertritt, dass der Laden dann laufe und mein Mann sich besser durchsetzen könne und Lösungen finde usw. Also ja, er ist qualifiziert, aber auch ja, er wäre der Dumme, der das sinkende Schiff retten soll. Das kann mächtig schief gehen und das weiß er auch, daher hat er schon angemerkt, ob diese Ehre nicht zweifelh
DAS wäre für mich ein Punkt mit ihm zu sprechen und gemeinsam diese negativen Entwicklungen, die geschehen können, auch deutlich anzusprechen.
Den organisatorischen Rest, bekommt ihr sicher hin. Wie gesagt, damit ihr mit Eurem emotionalen Dilemma besser fertig werdet, wäre eine Möglichkeit vielleicht, dass das Kind mittags die Eltern / einen Elternteil sehen und auch kontakten kann, falls das für Dich zumindest mit den stabilen Praxisöffnungszeiten machbar ist.
w46
 
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  • #32
Findest Du nicht, dass Du übertrieben reagierst?
Nein
Ob ich auch verzichten würde wenn meine neue Idee die Absprachen torpediert, die er und ich zuvor gemeinsam beschlossen haben und er mir vertraut hat? Ja würde ich.

Mein Plan mit der Praxis besteht schon lange, und das fand er immer gut. Das mache ich aber ja nicht ausgerechnet jetzt. Wenn er in einigen Jahren Chef würde und nicht zeitgleich mit der Geburt unseres Kindes, sähe die Lage ja auch ganz anders aus.

du wolltest unbedingt ein Kind, jetzt hast du endlich eins. Worüber beschwerst du dich?
Ich freue mich unendlich über die Schwangerschaft! Gestern war ich beim Ultraschalltermin und habe mein Herz an das Würmchen verloren und merke schon, wie alle meine Gedanken um das kleine Wesen kreisen und ich es beschützen will. Obwohl ich noch nicht über die 12. Woche hinweg bin, habe ich es heute schon meiner Chefin erzählt, damit ich nicht mehr mit infektiösen Patienten Kontakt habe. Sie hat mir gratuliert und gelacht, wir könnten eine Praxis-Kita aufmachen (eine MFA ist auch schwanger). Worüber ich mich beschwere? Auf keinen Fall über das kleine Herzchen, sondern darüber, dass ich gemeinsam mit meinem Mann eine Familie sein und das Kleine aufwachsen sehen wollte. Dass wir das so besprochen haben. Und dass er mich alleine lassen würde, wenn er die Stelle annimmt.
und statt die Zeit mit dem langersehnten Kind zu genießen, du schon wieder an die Karriere denkst?
Ich denke nicht an "Karriere" (dieses Angebot habe ich letztes Jahr zugunsten Familie abgelehnt), sondern an meinen Beruf, der für mich Berufung ist. Ich habe ein enges Verhältnis zu meinen Patienten, sie sind auch meine "Kinder" in gewisser Weise. Ich kenne nach und nach ihre Lebensgeschichten, ihre Familien, ihre Sorgen und Ängste, mache Hausbesuche, impfe wie eine Weltmeisterin. Ich fühle mich verantwortlich für sie und möchte sie nicht im Stich lassen und daher nach spätestens einem Jahr zurückkehren. Ich bin Internistin und Hausärztin mit Leib und Seele und möchte dies für den Rest meines Lebens machen. Genauso möchte ich eine Familie haben, wie ich selbst das Glück hatte, in einer aufwachsen zu dürfen. Wenn mein Mann alles haben kann, warum dann nicht ich auch?
 
  • #33
Man kann gar nicht aus dem Urlaub zurück beordert werden. Das wäre nicht zulässig. Der Urlaub wurde schließlich genehmigt. Angenommen man ist irgendwohin verreist. Da kann man schließlich auch nicht zurück kommen.
Das ist graue Theorie. In manchen Jobs ist Erreichbarkeit durchgehend üblich, gerade in Führungspositionen. Nicht immer und natürlich nicht den ganzen Tag, aber generell.
Mutterschaft und Praxis schließen auch nicht aus. Meine Chefin hat auch 2 Kinder im Schulalter und leitet 2 Praxen mit 3 Sitzen und einem Weiterbildungsassistenten. Sie hat als Selbstständige die Freiheit, jeden Tag erst um 9 zu kommen (vorher Kinder in die Schule bringen) sowie Mi und Fr zu Hause zu bleiben für Verwaltungskram.
Ja, Ursula von der Leyen hat auch sieben Kinder. Die Frage ist doch letztlich, was für eine Familie man haben möchte. Ihr habt grundsätzlich eine 30-Stunden-Woche für beide geplant, vermutlich mit bestimmten Vorstellungen zum Familienleben. Natürlich können auch beide eine 70-Stunden-Woche einplanen und sich das organisieren. Das ist aber ein völlig anderes Leben. Warum fragst Du dann hier?
 
  • #34
Ach und er hat keine Sorge, dass du ihm das Vollzeit-Muttidasein später übel nimmst?! Sei ruhig egoistischer, es geht auch um deine Zukunft. Setz dich hin und überlege dir gute Argumente, die gegen den Chefarzt sprechen, so dass er selbst einsieht, wie ungünstig sein Vorhaben aktuell ist. Notfalls andere Leute mit einbeziehen, damit du nicht der alleinige Buhmann bist.
Andere Leute einbeziehen ist negativ und destruktiv, wenn ich das brauche, ist die Beziehung emotional eh schon am Ende, das Vertrauen ist weg, man will es nur noch nicht wahr haben, ist aber so!!
 
  • #35
Das ist graue Theorie. In manchen Jobs ist Erreichbarkeit durchgehend üblich, gerade in Führungspositionen. Nicht immer und natürlich nicht den ganzen Tag, aber generell.

Ja, Ursula von der Leyen hat auch sieben Kinder. Die Frage ist doch letztlich, was für eine Familie man haben möchte. Ihr habt grundsätzlich eine 30-Stunden-Woche für beide geplant, vermutlich mit bestimmten Vorstellungen zum Familienleben. Natürlich können auch beide eine 70-Stunden-Woche einplanen und sich das organisieren. Das ist aber ein völlig anderes Leben. Warum fragst Du dann hier?
Sie hat den Post eröffnet weil sich ihr Mann überlegt die gemeinsame Vereinbarung einseitig aufzukündigen. Beide sind Ärzte, das ist ein ganz anderer Beruf als beispielsweise Sachbearbeiter.
 
  • #36
Ich habe ein enges Verhältnis zu meinen Patienten, sie sind auch meine "Kinder" in gewisser Weise. Ich kenne nach und nach ihre Lebensgeschichten, ihre Familien, ihre Sorgen und Ängste, mache Hausbesuche, impfe wie eine Weltmeisterin. Ich fühle mich verantwortlich für sie und möchte sie nicht im Stich lassen und daher nach spätestens einem Jahr zurückkehren.
Ich habe es im letzten Post am Ende schon geschrieben bei einem krassen Beispiel. Wäre ich Dein Kind, würde es mich maßlos enttäuschen, wenn Du Dich lieber um Patienten kümmertest als um mich. Wie Dein Kind das später sehen wird, wenn es meint, Du hättest andere an höhere Prioritätenstelle gesetzt, steht nun in den Sternen. Es fremdelt auch nicht jedes Kind mit Fremdbetreuung. Aber eine Bekannte von mir gab ihr Kind schon mit 6 Monaten in eine KiTa, weil sie selbst es zu Hause nicht mehr aushielt. Ich weiß nicht, ich habe ja keine Kinder. Aber so vom Ideal her würde ich denken, wäre es das Schönste, wenn eine werdende Mutter gar nicht an Berufszukunftspläne, andere Menschen oder an "Muttersein ist echt langweilig" denkt, sondern nur daran, wie sie das Kind möglichst glücklich machen kann, denn bei dem gilt ja definitiv, dass sie vollverantwortlich für es ist (ja, der Vater natürlich auch ... naja).
Die beiden Kinder meines Bekanntenkreises, wo die Mütter es nicht vermitteln konnten, dass sie erstmal NUR Mutter sein wollen, waren im späteren Alter sehr sensibel, sehr anhänglich und mir schien, als hätten sie Verlustängste.

Ich habe etwas Hemmungen, dazu was zu schreiben, weil ich nicht falsch rüberkommen will. Ich finde Deine Sicht auf die Patienten etwas problematisch, das sind eigenverantwortliche Erwachsene, nicht "wie Kinder" von Dir, die Du umsorgen musst. Denk mehr an Dich selbst als Person ohne diese Verantwortung, und wenn Verantwortung, dann zuerst an Dein echtes Kind, wenn es da ist.
Klar sind die superfroh, wenn sie eine fähige Ärztin haben. Das ist schwer, Ärzte des Vertrauens zu finden. Ich bin auch total glücklich über meine Hausärztin. Ich finde es auch super, dass sie so viel Wissen hat und auch mal unkonventionelle Ideen. Das wäre ja nicht, wenn sie abends Punkt x Uhr den Stift fallenließe. Aber ich will von ihr nicht als "Kind" gesehen werden, das für seine eigene Gesundheit nicht in hohem Maß selbst verantwortlich ist. Ich erzähle ihr auch nicht meine Lebensgeschichte, nur wenn was wichtig ist.
Die Patienten haben ihr eigenes Leben und es klang so, als würden sie Dich EMOTIONAL über Maß beschäftigen und Du viel Selbstbestätigung daraus ziehen, ihnen quasi zu dienen.
Vielleicht habe ich es auch anders verstanden, ich will Dir nicht zu nahe treten.
 
  • #37
Noch eine andere Sache wegen Plänen: Sowas ist wohl immer mit Vorsicht zu genießen. Ich denke nicht, dass man jedem Menschen unterstellen kann, dass er zugreift, wenn von außen eine große Chance kommt, sich selbst was zu beweisen. Aber da ist bestimmt schon mancher umgekippt in seinen Ansichten, als die Karten sozusagen völlig neu gemischt wurden und er sein Ansehen irgendwie verbessern konnte.

Was würdest Du tun in seiner Lage? Kannst Du Dir hier irgendwas vorstellen, wenn Du mal Deine eigene Lage außen vor lässt? Eine Riesenchance, mit der Du nicht rechnen konntest, eröffnet sich ...

Ich fänd auch die Antwort auf die Frage wichtig, ob sich Dein Mann JEMALS in einer Chefposition sah. Wenn man generell nicht der Typ zum Chef ist, würde man das ja auch nicht werden, nur weil man plötzlich die Chance kriegt. Aber wenn man schon immer in so eine Position wollte und damit nur noch nicht gerechnet hat, ist es was anderes.
 
  • #38
Ich denke, ich kenne meinen Freund und er würde nicht plötzlich seine Meinung zu so grundlegenden Themen ändern, und wenn ich dann schwanger wäre
😱 Genau das dachte ich auch
Natürlich kann ich dich verstehen. Ich kann ihn allerdings auch verstehen. Er wird schließlich auch mehr verdienen.
Was sollen wir denn mit dem Geld wenn mein Liebster dann kaum noch anwesend ist und er sein Kind nicht aufwachsen sieht?
Wie würdest du es finden wenn du die Chance hättest im Job befördert zu werden und er es dir versucht auszureden.
Hm ja, das fände ich übel. Deshalb bin ich bei der Mehrheit von euch: Es ist seine Entscheidung, ich rede ihm nichts aus und lasse ihn seinen Weg gehen. Wenn er für sich selbst entscheidet, dass die Beförderung eine zweifelhafte Ehre ist und er diese Position mit all den Problemen der Klinik und dieses Leben für sich selbst nicht möchte - dann habe ich Glück gehabt. Wenn er es aber versuchen möchte, dann halte ich ihn nicht auf.
Natürlich war es dann so, wie bei vielen, dass die Hauptarbeit für alles an der Frau hängen bleibt. Ich fühlte mich genauso verraten.
Das ist meine Befürchtung
Ich denke, er würde es dir immer vorhalten, wenn er jetzt auf den Posten verzichtet, dann scheitert die Beziehung daran.
Gut möglich, deshalb werde ich ihn nicht aufhalten.
Dich gleich trennen, Alleinerziehende mit Kind... mar dich sicher auch nicht einfacher.
Das ist auch keine Option für mich. Ich sehe ihn und mich alt, grau und runzlig in 50 Jahren glücklich in unserem Garten sitzen. Ich liebe ihn wirklich und meine es Ernst mit uns.
Ich trau mich fast nicht zu schreiben, dass ich es genauso erlebt habe.
Mit Schwangerschaft hat mein Exmann ( man ahnt), durch seine Entscheidungen, genau diese Abmachungen gebrochen.
Das ich mich gefühlt habe wie Du
Das ist richtig bitter!!
 
  • #39
Ich kann in diesem Fall beide verstehen: Die TE, die sich vor den Kopf gestossen fühlt, weil der Partner angesichts der Chance plötzlich ins Sinnieren kommt. Andererseits auch den Mann der TE, der plötzlich mit dieser Karrierechance konfrontiert wird und seine Entscheidung nochmals hinterfragt.

Persönlich denke ich, dass der Partner der TE als Leitender Oberarzt schon DIE entscheidende Ausgangsposition für den Schritt in Richtung Chefarztposten innehat. Insofern ist das hier sicherlich nicht als "once in a lifetime"-Karrierechance zu bewerten. Warum also nicht erstmal die passen - und in vllt fünf, sechs Jahren, oder wenn die TE ihre Karriere angeschoben hat, nochmal einen Versuch unternehmen? So würde wahrscheinlich der Kompromiss bei meiner Frau und mir aussehen.
 
  • #40
Herzlichen Glückwunsch!!!! Hast Du Dir so gewünscht!
Danke 🥰
Fang an, sucht Euch eine gute Nanny und Hilfe. Bezahlt sie sehr ordentlich.
Vielleicht läuft es letztlich doch darauf hinaus. Bisher sperre ich mich gegen die Idee, wollte Kinder, die wir gemeinsam großziehen und das nicht Dritten überlassen. Nun. Wenn mein Mann mich nicht unterstützt, werde ich auf Dritte angewiesen sein wenn ich nicht Vollzeit-Mama werden möchte. Denn dafür habe ich nicht studiert, wie @HollyGolightly schreibt.
Wärst Du jetzt so drauf, dass Du ihn massiv überzeugen wolltest, garantiere ich Dir, dass Du Probleme kriegen wirst, wenn Du Deine Praxis hast. Dann wird er nämlich auch so kommen, dass Du Deine Abmachung einzuhalten hast.
Ein sehr wichtiger Einwand! Dann könnten Vorwürfe kommen "wegen dir habe ich doch damals auch verzichtet..."
Wenn er jetzt Deinetwegen die Stelle nicht antritt, wird er immer finden, es sei NUR Deinetwegen gewesen. Wenn er sich selbst überlegen muss, weshalb er sie NICHT antreten wollen könnte, fühlt es sich auch wie SEINE Entscheidung an und ist es ja dann auch.
Ja, es soll seine Entscheidung sein.

Ach ich könnte heulen. Bisher lief alles so harmonisch und im Gleichklang, fast zu gut um wahr zu sein. Und plötzlich haben wir solche Probleme! Ich will nicht dass einer von uns wegen dem Anderen auf irgendwas verzichten muss (das gilt für uns beide) und eine Konkurrenzsituation schon gar nicht 😖 Aber das Leben ist kein Wunschkonzert, also müssen wir eine pragmatische Lösung finden.

Ja stellt euch vor, aus irgendeinem Grund würde ich mich später doch nicht selbstständig machen (pflegebedürftiges Kind, Berufsunfähigkeit, das Leben ist nie sicher)! Dann wäre mein Mann zurecht angepisst wegen mir auf die Chance verzichtet zu haben.
Weil es mir 1) unheimlich hilft, möglichst viele verschiedene, auch kritische Sichtweisen aufgezeigt zu bekommen, die ich sonst eventuell nicht bedacht hätte. Damit kann ich meine Gedanken besser sortieren. Und 2) um mir meinen Kummer von der Seele zu reden.

Auf was ich mich einlasse, wenn ich hier einen Post eröffne, weiß ich ja 😉
 
  • #41
mein Mann (35) und ich (36) haben von Anfang an geplant, uns alles zu teilen, die Elternzeit und dass wir danach beide 30h arbeiten.
Als ich ihn kennengelernt habe, war er eher Typ Rebell, die Familie an erster Stelle und er sehr auf Work-Life-Balance bedacht, keine Überstunden, genug Urlaub etc.
Nun ist es für die Klinik natürlich bequem, den leitenden Oberarzt auf die Stelle zu setzen, der darf dann aufräumen.

Ich glaube, du hast da bislang nicht richtig hingeguckt!

Der "Rebell", der auf die richtige Work-Life-Balance bedacht ist und keine Überstunden macht, ist mit 35 leitender Oberarzt. Aha!

Mal überlegen... mit 25 wart ihr fertig mit dem Medizinstudium und Assistenzärzte. Frühestens mit Anfang 30 mit der FA WB Innere Kardio. Dann der Durchmarsch (Funktionsoberarzt,) Oberarzt, leitender Oberarzt in 3-4 Jahren (er wird ja nicht erst gestern leitender Oberarzt geworden sein, wenn man ihm den Chef anbietet!)

Und auch ohne Chef ...wie viele leitende Oberärzte kennst du, die auf eine 30 Stunden Stelle reduziert haben?

V.m51
 
  • #42
Was sollen wir denn mit dem Geld wenn mein Liebster dann kaum noch anwesend ist und er sein Kind nicht aufwachsen sieht?
Das ist doch in den meisten solchen Beziehungsverhältnissen der Fall!
Ich stehe auf deiner Seite, nicht auf der Seite deines Mannes. Sehr viele Menschen die Karriere machen möchten, gehen quasi über Leichen, nicht nur Männer, auch Frauen!
Letztendlich entscheidet die Liebe, ist sie stark genug, steht der Partner oben, ist sie schwach, steht die Karriere über dem Partner!
Hm ja, das fände ich übel. Deshalb bin ich bei der Mehrheit von euch: Es ist seine Entscheidung, ich rede ihm nichts aus und lasse ihn seinen Weg gehen. Wenn er für sich selbst entscheidet, dass die Beförderung eine zweifelhafte Ehre ist und er diese Position mit all den Problemen der Klinik und dieses Leben für sich selbst nicht möchte - dann habe ich Glück gehabt. Wenn er es aber versuchen möchte, dann halte ich ihn nicht auf.
Das ist exakt genau auch meine Geisteshaltung!
Ich liebe ihn wirklich und meine es Ernst mit uns.
Wenn das einseitig ist, reicht das nicht! Jedes Schiff geht unter, wenn es zu sehr einseitig geladen ist!
Ich möchte niemand was unterstellen, aber ich kenne es sehr oft, dass Männer in Führungspositionen, Frau schwängern, weil die Frau sich dadurch viel schwerer tut eine Trennung durchzuführen!! Der Mann ist sich dabei mehr sicher, ist sehr hart aber wahr!
 
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  • #43
Deshalb kann ich mir so gut vorstellen, wie das ist, wenn der andere dann so handelt wie dein Partner :) versteh nicht, dass andere das nicht nachvollziehen können. Es ist ja auch schwierig, wenn man denkt, man kennt die Einstellung des Freundes und dann reagiert er ganz anders als er vorher gepredigt hat. Das ist natürlich menschlich und vielleicht hat er sich vorher auch was vorgemacht. Er ist ja sicher ein guter Mensch. Aber enttäuscht ist man dann eben doch und etwas alarmiert.
Und hier geht es ja auch um das „will ich mein Kind viel von fremden Leuten betreuen lassen“, was auch @void angemerkt hat. Es hat also Auswirkungen auf dritte, also auf das Kind. Nicht nur auf die beiden Erwachsenen. Ich hab schon Kindergarten ab drei Jahren gehasst als introvertiertes Kind und hab da halt auch Ansichten, die ich im Fall der FS dann ja auch eventuell umwerfen müsste.
 
  • #44
Die beiden Kinder meines Bekanntenkreises, wo die Mütter es nicht vermitteln konnten, dass sie erstmal NUR Mutter sein wollen, waren im späteren Alter sehr sensibel, sehr anhänglich und mir schien, als hätten sie Verlustängste.
Ich weiß jetzt nicht wie ich das schreiben soll, aber warum gibt es heute immer noch Frauen, die anderen Frauen einreden wollen, sie wären die einzigen Personen, die für das Wohl eines Kindes sorgen können und sorgen wollten? Die einzig für das Seelenheil eines Kindes zuständig sind.

Hier ist ein Mann, der wie gewünscht hoffentlich bald Vater wird und er zieht sich raus aus der Verantwortung seiner Frau gegenüber und dem Kind gegenüber.

Wie kann ich heute noch einer beruflich gutgestellten Frau hintenrum anraten auf viele Jahre ihren Beruf und damit ihre finanzielle Unabhängigkeit aufzugeben?

Ja, ich finde auch die Einstellung zu ihren Patienten finde ich auch mehr als unglücklich ausgedrückt.
 
  • #45
Ich habe jetzt nicht alle Antworten bis zum letzten Buchstaben hin gelesen. Ich glaube auch nicht, dass es am Ende um die exakte Arbeitszeit, die Nacht- oder Wochenenddienste geht - die muss auch ein Assistenzarzt einkalkulieren; möglicherweise noch mehr als sein Chef.

Es geht, soweit ich das begreife, um eine Absprache, die mehr oder weniger zu Beginn der Beziehung getroffen wurde: beide Partner wollten sich nicht mehr (als unbedingt nötig) vom Job vereinnahmen lassen. Familienplanung wurde einbezogen, zumindest glaube ich mich daran zu erinnern, dass @Sommergold das in einem früheren Thread erwähnt hat.

Nun ist es soweit: das Kind ist unterwegs ... und völlig ungeplant kommt die mögliche Chefarztstelle zusätzlich auf den Plan. Die Schwangerschaft konnte gezielt angesetzt werden, die künftige Tätigkeit (eigen Praxis) der FS auch. Die Chefarztstelle ist der Sand im Getriebe. Nun dürfte wohl klar sein, dass ein solches Job-Angebot eine äußerst selten auftretende Möglichkeit ist, beruflich nicht auf der Stelle zu treten. Denn diesen Posten gibt es in jedem Krankenhausbereich (Fachrichtung) nur EINMAL. Zwei Chefs = geht nicht.
Das war auch nicht vorauszusehen, der bisherige Boss scheint sich ja sehr plötzlich zum Rückzug entschieden zu haben. Hier muss der Partner von Sommergold nicht einmal ein »Streber« sein, um sich gebauchpinselt zu fühlen, schließlich wird er von seinem Umfeld als besonders geeignet eingestuft. Klar, dass er sich über diese Lob freut.

Zu erwarten, dass er jetzt, weil das einmal anders angedacht war, absagt, um sich das Windelwechseln mit der FS zu teilen, finde ich nicht wirklichkeitsnah. Es ist für ihn ja eine nicht vorhersehbare Situation eingetreten, die neu betrachtet und verhandelt werden muss.

Auch @Sommergold hat Karrierepläne für sich, eine eigene Praxis aufzubauen und erfolgreich zu leiten - keine kleine Aufgabe. In meinen Augen gibt es nur eines (und ich komme aus dem Managerbereich, der so denkt): sie überlegen gemeinsam, was sie outsourcen können. Finanziell können sie sich vieles leisten, was für andere in der Situation wegfallen würde. Kindermädchen, Au Pair, Haushaltshilfe usw. Dazu kann »er« verhandeln, seine Arbeitszeit (geringfügig!) zu verkürzen. Sommergold steht das ebenso frei. Es ist ja nicht so, dass alle Chefärzte der Welt kinderlos bleiben müssen, damit die Ehefrau ebenfalls ihre Karriereleiter besteigen kann. Ich habe im Freundeskreis sogar einen alleinerziehenden Chefarzt. Er und das Kind haben das - ohne Schaden zu nehmen - überlebt.

Natürlich kann die FS auf der einmal getroffenen »Vereinbarung« bestehen (wehe dem Familienglück!) oder ihm seinen Aufstieg verbieten (noch mehr wehe ...). Wenn die beiden sich wirklich lieben, sollten sie eine gangbare Lösung finden (bevor sie das zweite Kind gemeinsam planen).
 
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  • #46
aber warum gibt es heute immer noch Frauen, die anderen Frauen einreden wollen, sie wären die einzigen Personen, die für das Wohl eines Kindes sorgen können und sorgen wollten? Die einzig für das Seelenheil eines Kindes zuständig sind
Darum geht es ja nicht, sondern darum, dass die FS das ursprünglich eben nicht wollte, diese häufige Fremdbetreuung. Und das ist legitim. Nun wird sie von ihrem Mann dazu gezwungen, entweder ihre Arbeit länger aufzugeben oder ihre Überzeugungen zur Kind Betreuung zu verraten, da er sich rauszieht. Das ist ziemlich unfair, da anders abgesprochen. Ich denke nicht, dass @void jemandem ein schlechtes Gewissen einreden will.
Das mit den Patienten - also ich denke, das ist unglücklich ausgedrückt. Sie liebt ihre Arbeit und den Umgang mit den Patienten. Ich mag auch die Ärzte, mit denen ich zusammenarbeite, da ist eine persönliche Bindung da und die möchte man behalten. Bei mir ist das auch mit ein Grund, warum ich mich schwer tue, mich woanders zu bewerben, obwohl wir die Stadt mal wechseln möchten.
 
  • #47
Aber so vom Ideal her würde ich denken, wäre es das Schönste, wenn eine werdende Mutter gar nicht an Berufszukunftspläne, andere Menschen oder an "Muttersein ist echt langweilig" denkt, sondern nur daran, wie sie das Kind möglichst glücklich machen kann, denn bei dem gilt ja definitiv, dass sie vollverantwortlich für es ist
Das sehe ich nicht so. Verdrängt eine werdende Mutter die Berufzukunftspläne, landet sie im Hausfrauendasein und Altersarmut. Für mich ist die Familie an erster Stelle und ich werde niemals Patienten meinem Kind vorziehen. Aber es wäre fahrlässig von mir, mir nicht schon vor der Familiengründung zu überlegen, wie die Zukunft gestaltet werden soll und dies mit meinem Partner abzusprechen.
Die Patienten haben ihr eigenes Leben und es klang so, als würden sie Dich EMOTIONAL über Maß beschäftigen und Du viel Selbstbestätigung daraus ziehen, ihnen quasi zu dienen.
Vielleicht habe ich es auch anders verstanden, ich will Dir nicht zu nahe treten.
Das war unglücklich ausgedrückt von mir. Natürlich empfinde ich meine Patienten nicht als unmündige Kinder. Ich bin auch nicht emotional verwickelt dass ich Dinge mit nach Hause nehme, nach Feierabend ist wirklich Schluss für mich und ich kann mich auch gut abgrenzen. Ich "diene" nicht, ich bin eher professionelle Gesundheitsberaterin - was die Patienten daraus machen, bleibt ihnen überlassen. ABER ich empfinde doch ein sehr hohes Maß an Verantwortung. Die Patienten vertrauen mir. Sie tun (meist), was ich rate. Eine Fehlentscheidung von mir kann kritisch sein. Ich könnte viel Schaden anrichten. Ohne Verantwortungsbewusstsein kann man diesen Beruf nicht ausüben.
Was würdest Du tun in seiner Lage? Kannst Du Dir hier irgendwas vorstellen, wenn Du mal Deine eigene Lage außen vor lässt? Eine Riesenchance, mit der Du nicht rechnen konntest, eröffnet sich ...
Tatsächlich kann ich mir gerade eine ähnliche Situation schlecht vorstellen. Ok Moment. Nehmen wir an, ich wäre nicht schwanger und meine Chefin, mit der ich mich gut verstehe, bietet mir an, mir einen der Sitze zu verkaufen und das ganze als Gemeinschaftspraxis zu führen. Da hätte ich ein Dilemma. Weil ich mir das wirklich wünsche, aber noch nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Wenn mein Mann und ich uns dann gemeinsam überlegen, nein, erst Familiengründung, würde ich ablehnen. Später ist noch immer Zeit.

Persönlich denke ich, dass der Partner der TE als Leitender Oberarzt schon DIE entscheidende Ausgangsposition für den Schritt in Richtung Chefarztposten innehat. Insofern ist das hier sicherlich nicht als "once in a lifetime"-Karrierechance zu bewerten.
Das sehe ich auch so. Behält er die jetzige Position, wird er später noch immer die Chance zum Aufstieg haben, wenn er das möchte.
 
  • #48
Das finde ich ungeheuerlich, Dir den schwarzen Peter zuzuschieben.

Hätte mein Mann sich nicht an die Vereinbarungen gehalten, die wir vor der Schwangerschaft getroffen haben, wäre ich zutiefst von dem Menschen enttäuscht
Das ist Faktenverdrehung.

Er hat ein Angebot erhalten. Nicht eine Vereinbarung gebrochen.
Er fragt nach, was sie denkt, bietet an, es zu lassen, entsprechend der Vereinbarung.

Die Beiden müssen reden. Welche Wege sind denkbar. Ggf. auch bei seinem Angebot.
Wenn ihn alle wollen, vielleicht gibt es Kompromisse für die Gestaltung des Jobs.

Eine Trennung, am besten mit sofortigem Kontaktabbruch, wie stereotyp empfohlen, bedeutet genau, dass Sommergold dann als AE alles regeln darf.
Das ohne Not.
Man liebt sich, man bekommt ein Kind zusammen.
Es gibt ein interessantes Jobangebot, darüber darf /soll man nachdenken. Miteinander reden.

M, 56
 
  • #49
@Amytan : Sehr gut zusammengefasst! Du beschreibst mein und sein Dilemma sehr gut. Ja, die Beförderung war zum jetzigen Zeitpunkt überraschend und wirft alles durcheinander. Jetzt müssen wir die Karten neu mischen. Auf der Absprache zu beharren ist wirklich lebensunwirklich bei einer solchen Chance für ihn. Ich lasse ihn seinen Weg gehen (denn sonst ja wehe Familienheil, meine Intervention würde nach hinten losgehen). In der Hoffnung, dass er für sich selbst entscheidet, dass es für ihn noch zu früh ist und die Lage, die ihm überlassen wird, wirklich unschön. Ja auch als leitender Oberarzt wollte er immer pünktlich heim. Als Chef geht das dann nicht mehr. Außer seine Idee mit der Doppelspitze würde aufgehen. Falls er sich für die Beförderung entscheidet, muss ich in den sauren Apfel beißen und mir Alternativen (Fremdbetreuung) suchen, was ich nicht wollte, genau @mokuyobi
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #50
Sorry wenn ich das sage, aber für mich bist du zu wenig wütend. Ihr habt das abgesprochen , Zack, hat dein Partner eine andere Idee und du darfst das alleine ausbaden, ausschließlich weil du eine Frau bist und gebären kannst. Finde ich überhaupt nicht gut. Du kannst dann schauen wie es weiter geht. Nee, gar nicht fein.
 
N

Nordlicht444

Gast
  • #51
Tatsächlich möchte ich es ihm nicht ausreden, es ist seine Entscheidung. Ich maße mir nicht an seinen Weg bestimmen zu wollen, sonst käme ich mir vor wie die Foristin, die den neuen Job ihres ehemals arbeitslosen Freundes sabotieren wollte, um ihn wieder für sich zur Verfügung zu haben.
Es stimmt nicht, dass es "seine Entscheidung" ist. Sie hat eine enorme (!) Tragweite für DEIN Leben. Ihr habt es vorher anders abgesprochen und ihm selbst ist Work-Life-Balance wichtig! Er fühlt sich jetzt geschmeichelt und/oder will es den anderen recht machen. Kann seine Werte nicht vertreten. Meiner Bekannten ist das selbe passiert wie dir. Sie war die ganze Ehe unglücklich deswegen, immer nur allein gewesen mit den Kindern und schlussendlich Scheidung nach 15 Jahren, in denen sie ihren Mann selten gesehen hat.
 
  • #52
Ach ich könnte heulen. Bisher lief alles so harmonisch und im Gleichklang, fast zu gut um wahr zu sein. Und plötzlich haben wir solche Probleme! Ich will nicht dass einer von uns wegen dem Anderen auf irgendwas verzichten muss
Willkommen im Elternklub😉. Das ist gerade ein kleiner Vorgeschmack, was dich erwarten könnte. Du hast bisher alles bekommen, was du wolltest und so, wie du es wolltest. Aber mit Kindern muss du dir deine feste Vorstellungen gleich abschminken und immer am Improvisieren sein. Keine Nanny der Welt hilft dir, wenn das Kind halbe Nacht wach war und du am nächsten Tag gerädert bist. Wenn das Kind 40 Grad Fieber hat und du ins Krankenhaus musst. Oder es fällt ihm am Abend ein, das morgen in die Schule was gebracht werden muss. Dass es diesen doofen Puli nicht anzieht. Die Teenagertochter einer Bekannten hat seit zwei Jahren chronischen Müdigkeitssyndrom, bzw. Verdacht darauf, Ärzte wissen immer noch nicht, was los ist . Eltern dachten, die Tochter schwindet was vor und hat bloß kein Bock auf die Schule. Sie dürfte dann letztendlich zu Hause bleiben, was zu Folgen hatte, dass die jüngere Tochter auch zuhause bleiben wollte "warum darf die Schwester". Und und und.
 
  • #53
Willkommen im Elternklub😉. Das ist gerade ein kleiner Vorgeschmack, was dich erwarten könnte. Du hast bisher alles bekommen, was du wolltest und so, wie du es wolltest.
Wie kann man bloß so hämisch sein?? Als ob du dich irgendwie darüber freust, dass es bei anderen nicht so läuft wie sie geplant haben? Es geht doch nicht um unvorhergesehene Dinge, sondern um eine klare Absprache, die der Partner bricht. Es kann immer was sein während der Schwangerschaft, manchmal bekommt man ein Kind mit mit Gendefekt, schlimmes Geburtstrauma, ein Schreikind, man trennt sich.. das alles ist doch jedem klar? Es geht doch hier um eine bewusste Entscheidung, die der Partner entgegen Absprachen treffen will. Ich versteh deine Litanei hier nicht und deine Freude noch viel weniger. Unsympathisch.
 
N

Nordlicht444

Gast
  • #54
Ich kann dieses Karrierestreben nicht verstehen. Er hat doch einen super Job als Arzt, hilft sicher vielen Menschen. Wieso muss man denn dann Chefarzt werden, wenn man ein Kind erwartet? Wieso muss man sein Privatleben und die Chance sein Kind aufwachsen zu sehen wegschmeißen? Für Geld, für Ruhm??? Was soll sonst der Grund sein! Menschen helfen würde er auch, wenn er nicht Chefarzt wäre. Er ist doch nicht arbeitslos, wenn er den Job nicht annimmt.
 
  • #55
Sorry wenn ich das sage, aber für mich bist du zu wenig wütend. Ihr habt das abgesprochen , Zack, hat dein Partner eine andere Idee und du darfst das alleine ausbaden, ausschließlich weil du eine Frau bist und gebären kannst.
Es stimmt nicht, dass es "seine Entscheidung" ist. Sie hat eine enorme (!) Tragweite für DEIN Leben. Ihr habt es vorher anders abgesprochen und ihm selbst ist Work-Life-Balance wichtig!
Was nützt es mir wütend zu sein und ihm irgendetwas verbieten zu wollen oder Druck zu machen. Damit fahre ich die Ehe gegen die Wand, weil er mir das später mal übel nehmen kann. Mir ist viel an einer einvernehmlichen Lösung gelegen. Weil wir uns lieben und ich mit ihm leben möchte. Wir werden jetzt noch sehr sehr viel reden und bedenken müssen.
Wieso muss man denn dann Chefarzt werden, wenn man ein Kind erwartet? Wieso muss man sein Privatleben und die Chance sein Kind aufwachsen zu sehen wegschmeißen? Für Geld, für Ruhm???
Ich kann das auch nicht verstehen.

So, danke bis hierher an euch, ich mache jetzt mal was Leckeres zu essen und komme später oder morgen zurück (hab noch Urlaub gerade)
 
  • #56
Es tut mir sehr leid für dich . Ich kenne einen Chefarzt , der mehrfach geschieden ist mit vielen Kindern . Seine ex Frauen waren Ärztinnen , konnten ihren Lebenstraum an seiner Seite nicht verwirklichen . Am Besten passt wohl eine Frau , die keine Karriere Ambitionen hat und gerne alleine mit den Kindern zu Hause ist . Das hilft dir aber nicht weiter . Dass du dich verraten fühlst kann ich genau verstehen . Diese Frauenfalle . Ich musste letztens sehr weinen als mir genau dieser vorher genannte Chefarzt sagte , ich hätte zwar kein eigenes Leben und meine Talente und Fähigkeiten nicht ausleben können mich dafür in meine Kinder investiert und das sei ja wohl das Wichtigste . Er habe schließlich auch in seine Kinder investiert und ihnen teure Studien in den USA ermöglicht . Da bin ich wirklich wütend geworden , denn alle Kinder wuchsen bei seinen ex Frauen auf und er hat ungestört Karriere gemacht . Versuche dich trotzdem zu beruhigen . Du bist jetzt schwanger und Stress tun dir und dem Baby nicht gut . Erkläre ihm ganz ruhig deine Sicht und deine Gefühle . Und dann lass ihn entscheiden . Ich fände gut wenn er die Stelle nicht antritt . Alles Gute !
 
  • #57
Mein Plan für mich selbst war, für die Zeit der Familiengründung im Angestelltenverhältnis zu bleiben, und mir danach einen Kassensitz zu kaufen und mich mit eigener Praxis selbstständig zu machen. Kann ich das wenn ich mit der Familie alleine bin und mein Mann 70h in der Klinik verschollen ist?
Sorry jetzt muss ich leider mal dumm fragen. Wenn du dich mit einer eigenen Praxis selbstständig machen willst dann hast du doch auch oft sehr lange Arbeitszeiten. Ich weiß es zumindest wie es bei meinem Hausarzt ist. Der ist auch rund um die Uhr in seiner Praxis.
 
  • #58
Ich kenne übrigens eine Alleinerziehende Ärztin mit Privatpraxis und drei Kindern . Es ist anstrengend aber sie hat alles gut im Griff. Damit meine ich natürlich nicht dass du dich trennen sollst sondern dass du auch mit Kind eine eigene Praxis haben kannst . Halt an deinen Zielen fest , du schaffst das !
 
  • #59
Natürlich kann ich dich verstehen. Ich kann ihn allerdings auch verstehen. Er wird schließlich auch mehr verdienen.
Wir haben hier zwei Ärzte. Er ist leitender Oberarzt. Da muss Geld keine Rolle spielen...
Ich kann dieses Karrierestreben nicht verstehen.
Ich denke, der Reiz ist schwer nachzuvollziehen, wenn man die Möglichkeit gar nicht hat.

Ich kann gut verstehen, dass die Chance sehr reizvoll ist und dass es eine schwierige Entscheidung ist. Ich hätte da auch richtig Lust drauf gehabt. Und 15 Jahre älter ist es einfach, das lockerer zu sehen...
 
  • #60
Es stimmt nicht, dass es "seine Entscheidung" ist. Sie hat eine enorme (!) Tragweite für DEIN Leben. Ihr habt es vorher anders abgesprochen und ihm selbst ist Work-Life-Balance wichtig!
Das sehe ich auch so. Natürlich ist so eine Beförderung eine "Chance". Es bedeutet aber auch einen Richtungswechsel aller Beteiligten. Welche Richtung euch schlussendlich glücklicher macht, ist vielleicht unmöglich zu entscheiden.
Mir würde etwas das Vertrauen in die Zukunft fehlen. Dass zusammen Beschlossenes auch zählt.
Ich mache jetzt einen sehr provokanten Vergleich. Es ist Monogamie abgemacht und nun kreuzt eine sehr verführerische Frau den Weg. Kann man also das vorher abgemachte einseitig aufkünden und nun wegen der "einmaligen Gelegenheit" auf eine offene Ehe schwenken?
 
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