• #91
Meine Erkenntnis aus dem gesamten Thread ist die folgende, auch wenn es einigen nicht gefällt:
1.
Wäre die Beziehung stimmig und passend, FS hätte ihr Problem hier im Forum nicht schreiben müssen und würde hier garantiert nicht andere Meinungen holen müssen!
2.
Wäre dem Partner von FS seine gesamte junge Familie-Partner- Situation bewusst und wichtig genug, er würde von sich aus zu seinem Versprechen stehen und zwar ohne wenn und aber und würde seine Frau nicht in eine solche destruktive und negative Fall-Situation bringen wollen! Punkt!
3.
Dieses Thema von FS hat ausschliesslich und nur mit zwei Menschen zu tun, nämlich FS und ihr Mann, FERTIG! Wer sich fremde Meinungen holen muss, teilt doch zwangsläufig mit, dass er mit seinem Partner nicht offen, nicht direkt, nicht aufrichtig und nicht authentisch reden kann. Wenn man mit dem Partner offen und direkt auf Augenhöhe reden kann, benötigt es keine Meinungen aus dem Freundeskreis, auch keine Meinungen hier im Forum, auch der Mann wird nicht den Rat seiner Eltern einholen müssen!
Die Ursache für diese ganze Problem-Thema mit jetzt weit über 80 Beiträgen ist nicht sein Karriereangebot, sondern vielmehr die unstimmige Beziehung:
die Beziehung von den beiden ist nicht in Balance, ist nicht ausgeglichen, sondern hängt ganz schön in der Schieflage und wird so nicht haltbar sein!
 
  • #92
Korrekt, es ist aber mittlerweile ÜBERALL Personalmangel, der bis in die hochrangige Ärzteschaft reicht. So sieht's leidet aus. Dein Mann muss also mitnichten diese Chance nutzen, s
Das denke ich auch.
@Sommergold, blöderweise denken Klinikleitungen/Verwaltungsinstanzen ja immer noch sehr linear.
Oh, eine Lücke in der Personaldecke!!! Wie stopfen wird das denn? Mit möglichst wenig Aufwand? Und woher nehmen, wenn nicht stehlen???

Nicht beachtet wird, dass eine Position nur dann wirtschaftlich und auch qualitätssichernd besetzt wird, wenn DER RICHTIGE auf dieser Position sitzt.

Sie agieren aus einem Mangel heraus, nicht aus dem Aspekt der Klinik- /Abteilungsentwicklung.
Ist es die falsche Person, zieht es Kosten, Frust, Personalfluktuation nach sich.

Für Euch persönlich würde ich beachten:
Es passt nicht. Und deshalb ist er hin und her gerissen zwischen Egopimping und seiner eigentlichen Natur.
Egopimping ist nur kurz. Aber wie ist seine Natur?
Wir brauchen Euch als Ärzte. Als gute Ärzte. Und gute Ärzte, sollten dort wirken, wo es ihre Natur ihnen vorgibt. Wenn sie es sich aussuchen dürfen. Dann bleiben sich fachlich gut, und menschlich mitfühlend.
Ansonsten sind sie bald ausgebrannte schwarze Löcher,
die - auch durch wirtschaftliche Erfordernisse- Menschenleben gefährden.
Wenn er also nicht schon immer ein karrieregeiler, fachlicher Überflieger war, dem alles leicht fällt, ist er als guter, gleichmäßiger und stabiler Oberarzt bestimmt gut aufgestellt und sogar viel nützlicher für Euch und unsere Gesellschaft, als ein völlig unglücklicher, noch sehr junger Chef, in frischer Familienphase, der gegen seine Natur lebt.

Denke ich.
w46
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #93
Ich verstehe die Beschwichtigungen nicht. Würde mir mein Partner jegliche Absprache vor die Füße kippen wäre ich zu recht wütend. Vor allem weil sich durch den Alleingang auch mein Leben gründlich verändern würde.
Es ist ja noch gar nichts entschieden. Es ist nicht so, dass er sich hinter meinem Rücken beworben hätte und Pläne geschmiedet hätte und er mir somit unsere Vereinbarung vor die Füße kippt.
Nein, das Angebot wurde unerwartet uns vor die Füße gekippt und es ist doch legitim von ihm, dies in Erwägung zu ziehen.

Ich bin nicht enttäuscht von ihm, sondern eher von der Situation und dem Zeitpunkt. Wie gesagt, es gibt noch viel Redebedarf. Falls er das Angebot tatsächlich annimmt ohne Rücksicht auf die Auswirkungen auf mich und die Beziehung und ohne Rücksicht auf sich selbst, ob diese Position ihn nicht unglücklich machen wird, DANN wäre ich enttäuscht von ihm. Soweit ist es noch nicht. Also kein Grund jetzt wütend zu sein, aber Grund um das mit ihm alles noch mal durchzukauen.

Habe im Verlauf der letzten 2 Tage (auch wegen des Forums) meine Meinung noch mal geändert. Erst wollte ich ihm die Entscheidung überlassen, jetzt will ich mitreden. Ja, es betrifft uns beide gleichermaßen.

Ich denke, diese spezielle Stelle bei dem Personalmangel und den Problemen wäre jetzt ein Fehler, an dem er zerbrechen könnte. Und der nicht gut wäre für uns als Familie. Ich meine hier erstmal nicht meine eigenen beruflichen Ziele, die sind noch in ferner Zukunft, sondern in erster Linie die ersten Jahre mit dem Neugeborenen und uns Beiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #94
UND DEIN Studium hast Du auch nicht gemacht, um Deinem Kind rund um die Uhr den Nuckel zu reichen. Kann man verbinden, sollte Dir Ansporn, Freude und Ehre sein.
Ich rate zu Qualitätszeit, nicht zu Quantitätszeit mit dem Nachwuchs.
Wäre mir für die Gesellschaft dann lieber. Zeit Ärzte, die im Job bleiben, im gehobenen oberen Feld erst mal, aber als PAAR und nicht getrennt. Mit KIND UND IM! JOB.
Schöne Grüße
I. w46
 
  • #95
Die Frage ist, was passiert, wenn dein Mann scheitert?
Wie wirkt sich das auf seine weitere Karriere aus? Wie auf sein Selbstbewusstsein?
Guter Einwand
Danke @Aries

Jetzt habe ich viele gute Argumente und konstruktive Denkanstöße.
Und keine Sorge, Ratschläge wie "Kontaktabbruch" und co nehme ich nicht an und überlese ich. Ihr kennt uns ja nicht und denken kann ich zum Glück noch selbst. Mein Mann ist ein guter Mensch und nicht rücksichtslos. Und das ist nicht naiv von mir. Er ist von der Lage genauso eiskalt erwischt worden wie ich.

Ich werde euch dann berichten wie es ausgegangen ist.
 
  • #96
Naja, aber bis jetzt hat er es ja noch nicht gebrochen, oder?
Stimmt, er denkt nur drüber nach. Kann man so sehen, dass das noch kein Bruch ist. Allerdings ist das In-Erwägung-Ziehen nun auch kein "ich halte mich dran, fertig".
Aber wie gesagt, man sollte vorsichtig sein mit Plänen, und wenn so eine Chance dazukommt, muss man drüber nachdenken dürfen. Von daher ist eher ein Plan als unumstößliches Ding falsch, weil man den Zufall immer mit einkalkulieren sollte.
 
  • #97
Ich denke, diese spezielle Stelle bei dem Personalmangel und den Problemen wäre jetzt ein Fehler, an dem er zerbrechen könnte. Und der nicht gut wäre für uns als Familie. Ich meine hier erstmal nicht meine eigenen beruflichen Ziele, die sind noch in ferner Zukunft, sondern in erster Linie die ersten Jahre mit dem Neugeborenen und uns Beiden
Bedenke immer, dass alles, was Du jetzt sagst, irgendwann wie ein Bumerang zu Dir zurückkommen könnte. Wenn er der Meinung sein sollte, Du schaffst Deine eigene Praxis mit Kind und Paarleben nicht, hörst Du Dir in ein paar Jahren eventuell genau das gleiche an.

Ich wäre echt vorsichtig, zu seinem Besten einen Ausredungsversuch zu starten. Fehler, an dem er zerbrechen könnte - überlege Dir mal, wenn Dir Dein Partner so eine Denke über Dich offenbart. Es geht nicht darum, dass das nicht auch passieren kann. Selbst, wenn es stimmt, bist Du ja nicht seine Mutter, die ihm das so sagen sollte. Du bist eine Partnerin, und wenn eine Partnerin dem Mann sein Selbstbild lassen will und ihm vertraut, dass er FÜR SICH schon die richtige Entscheidung treffen kann, an der er nicht kaputt geht, dann redet sie nicht so.

In Ordnung finde ich dagegen, den Zeitaufwand der neuen Stelle zu schildern und ihn zu fragen, was er dann von Dir und dem Baby noch hat. Also Deine Gefühle der Enttäuschung, wenn er die Stelle annimmt, würde ich schon äußern und finde das legitim und richtig, da ehrlich. Aber keine Manipulationsversuche mit "es ist doch zu deinem Besten, denn du wirst das niemals können".

Werde Dir Deiner selbst bewusst, WO Du eventuell doch versuchst, jetzt Deine eigenen Interessen hintenrum durchsetzen zu wollen, oder ob Du Angst hast, dass seine Eltern mehr Einfluss auf ihn haben als Du. Das Hintenrum kann man durchaus machen, wenn der Mann ein Stoffel ist oder sein könnte, der sich durch narzisstische Bestrebungen in die Sch** reiten könnte. Aber so einen hast Du dann als Partner - das ist auch noch ein Punkt. Wie sehr kannst Du Deinen Mann noch achten, wenn er sich von Dir tatsächlich einreden lässt, an dieser Stelle zu zerbrechen? Wichtig nochmal: Ich sage keineswegs, dass das nicht passieren könnte. Ich sage nur, dass er das SELBST erkennen sollte, dass er das lieber nicht antritt. Und ich denke, dann wäre Deine Achtung auch größer, als wenn Du hier schon mal vorsorglich eingreifst und ihm Schwäche attestierst, damit er nicht was tut, das Du nicht willst.

Er hat doch schon selbst seine Zweifel geäußert - wenig Erfahrung usw.. Also ich wäre vorsichtig, was ich dazu sage. Wenn das zu persönlich auf das Nicht-Fähig-Sein geht, will er Dir am Ende auch noch das Gegenteil beweisen oder fühlt sich schlecht damit, Dir hier recht geben zu müssen, dass er zu schwach dafür ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #98
Ich würde mir hier auch einige kritische posts nicht zu Herzen nehmen . Bedenke dass du am Beginn der Schwangerschaft bist und die Hormone verrückt spielen . Ich war in beiden Schwangerschaften in den ersten Wochen hoch emotional und ängstlich , ich konnte gar nicht mehr rational denken . Du hörst dich wohl überlegt und vernünftig an. Mir gefällt auch wie wertschätzend du über deinen Mann schreibst . Ihr seid ein Team und es wird nur miteinander gehen. Hier sind viele mittelalte Menschen so wie ich mit gescheiterten Beziehungserfahrungen unterwegs . Ihr Glas ist traurigerweise wohl eher immer halb leer als halb voll. Mein Bruder ist 8 Jahre jünger als ich und er und seine Frau in eurem Alter. Sie arbeiten beide als Dozenten für Physiotherapie und in der Praxis und kümmern sich gemeinsam um ihre beiden kleinen Kinder . Sie leben absolut gleichberechtigt. So ist es bei vielen Paaren in den 30 ern, die ich kenne . Ihr werdet euren Weg finden . Bleib zuversichtlich .
 
  • #99
Ich verstehe die Beschwichtigungen nicht. Würde mir mein Partner jegliche Absprache vor die Füße kippen wäre ich zu recht wütend. Vor allem weil sich durch den Alleingang auch mein Leben gründlich verändern würde.
Ich finde auch, man kann auf die erste Sicht wirklich enttäuscht sein, dass er nicht gleich abgesagt hat. Sieht ja nicht so aus, als würde er hundertpro hinter dem Baby-Plan gestanden haben.
Aber ich finde es auch menschlich, dass er sich durch so ein Angebot erstmal gebauchpinselt fühlt und die Chance sieht, bevor er hoffentlich auch selbst entdeckt, was für ein Danaer"geschenk" oder besser -angebot das ist.
 
  • #100
Er hat doch schon selbst seine Zweifel geäußert - wenig Erfahrung usw.. Also ich wäre vorsichtig, was ich dazu sage. Wenn das zu persönlich auf das Nicht-Fähig-Sein geht, will er Dir am Ende auch noch das Gegenteil beweisen oder fühlt sich schlecht damit, Dir hier recht geben zu müssen, dass er zu schwach dafür ist.
Finde ich sehr interessant, gibt es das wieder wovor bestimmt viele Angst haben.

Zu wissen, was man selber nicht leisten kann aber zu meinen andere erwarten das. Wenn @Sommergold das als erste Herausforderung sieht, dann sollte ihr Mann das abkönnen. Und Elternrat ist nicht per se schlecht, sondern vielleicht rückt ihm Vater oder Mutter den Kopf zurecht, also nicht so im Sinne wie Mutti oder Papi. Gibt ja durchaus auch Eltern, die ihren Kindern gegenüber ein gutes Verhältnis haben. Vielleicht sagen sie auch gar nichts, lassen ihn einfach in Ruhe seine eigenen Entscheidungen treffen.

Die letzten Posts hörten sich lang nicht mehr so dramatisch an wie der EP oder die Frage an sich.

Wie sie sich auch immer entscheiden, mich würde als Frau nur eine Sache stören, wenn er bei Entscheidungen einen bequemen Weg geht.
 
  • #101
Aber wie gesagt, man sollte vorsichtig sein mit Plänen...

Ich finde Pläne wichtig, nicht um mich sklavisch daran festzuhalten, sondern als Leitlinie z.B. um auf solche Angebote nicht reinzufallen/der Verführung nicht zu erliegen. Die Pläne hat man nämlich in der Regel nach gründlichem Nachdenken gemacht und da einbezogen: was für ein Typ bin ich, wie will ich leben, auch im Hinblick auf Partnerschaft.

Hat man einen Plan, dann muss man ihn bei neuen Fakten nicht über Bord werfen, man kann ihn modifizieren - in einer Ehe in ganz enger Absprache mit dem Partner, weil es die Lebenspläne beider betrifft.

Ich wäre echt vorsichtig, zu seinem Besten einen Ausredungsversuch zu starten.
Warum Ausredeversuch? Es gibt doch auch andere Gesprächsformen zwischen Partnern, z.B. dem anderen helfen, seine Gedanken zu sortieren.
Bei Themen, von denen ich derartig betroffen bin, da bin ich überhaupt nicht vorsichtig, sondern vertrete glasklar meine Positionen.
Wenn ich vorsichtig sein muss, was ich wie sage, dann hinterfrage ich meine Partnerschaft, weil da irgendwas ganz schief läuft wenn ich Angst habe und taktieren muss.

überlege Dir mal, wenn Dir Dein Partner so eine Denke über Dich offenbart. ... Also ich wäre vorsichtig, was ich dazu sage. Wenn das zu persönlich auf das Nicht-Fähig-Sein geht
Deine Einstellungen wie ein Gespräch zwischen Ehepartnern um ihre Berufschancen und Familienplanung zu laufen hat, welche Bedrohungsszenarien Du da konstruierst und auch wie solche Gesprächsverläufe sind, finde ich gelinde gesagt gruselig und komplett realitätsfern.
Welches junge Paar dieser Art führt denn heutzutage solche Beziehung? Das tun noch nichtmal die Alten.
 
  • #102
Du bist eine Partnerin, und wenn eine Partnerin dem Mann sein Selbstbild lassen will und ihm vertraut, dass er FÜR SICH schon die richtige Entscheidung treffen kann, an der er nicht kaputt geht, dann redet sie nicht so.
Irrtum, wenn sie sieht oder befürchtet, dass er in richtige Schwierigkeiten geraten wird, weil sein Selbstbild in der Situation nicht stimmt, dann sollte sie genug Vertrauen in die Partnerschaft haben sowas ehrlich anzusprechen. Das geht nämlich ohne den anderen klein zu machen - auch wenn Du Dir das nicht vorstellen kannst.

In der Situation gibt es übrigens keine "für sich richtige Entscheidung", sondern nur eine für die gesamte Familie richtige Entscheidung unter Abwägung aller Interessen und Bedingungen.

Ich möchte, dass mein Partner mir sagt, wenn er glaubt, dass ich was entscheide, wofür ich nicht geeignet bin und/oder die Rahmenbedingungen überaus bescheiden sind.

Wenn er sich an dem Job verhebt und hinterher nur noch mit den Nerven am Ende ist oder sogar mit Burnout den Job schmeißt, dann ist sie genauso davon betroffen.

Mein Mann ist gleichzeitig mein allerbester Freund und es gibt nichts, was wir uns nicht gegenseitig sagen können - im Gegenteil, wir wären voneinander sehr enttäuscht, wenn wir dem anderen so wenig vertrauen, dass wir ihm unsere Zweifel nicht so mitteilen wie wir sie empfinden.

Werde Dir Deiner selbst bewusst, WO Du eventuell doch versuchst, jetzt Deine eigenen Interessen hintenrum durchsetzen zu wollen
Warum manipulieren, warum hintenrum? Alle Zweifel und Fakten offen anzusprechen und beide Positionen ausdiskutieren, statt vorsichtig zu sein, was man wie anspricht ist in einer Ehe der richtige Weg.
Hält die Ehe das nicht aus, dann scheitert sie sowieso in der Konstellation.

Wie sehr kannst Du Deinen Mann noch achten, wenn er sich von Dir tatsächlich einreden lässt, an dieser Stelle zu zerbrechen?
Ist das ein Witz? Wieso einreden? Kannst Du keine konstruktiven Gespräche führen?

Wie sehr kann sie ihren Mann denn achten, wenn er scheitert und wie ein Häufchen Elend vor ihr sitzt, von seiner Selbstachtung und deren Folgen mal ganz zu schweigen?
Soll sie ihm dann die alles verzeihende Mutti machen, die ihm ein Pflaster aufs Knie klebt?
Meinst Du das tut einer Ehe gut? Nee, dann geht er aus Frust erstmal fremd.
 
  • #103
Ein sehr wichtiger Einwand! Dann könnten Vorwürfe kommen "wegen dir habe ich doch damals auch verzichtet..."
Ja, es soll seine Entscheidung sein.
Und deinerseits könnten Vorwürfe kommen wie "wegen dir müssten wir das Kind früher in die Fremdbetreuung abgeben, wegen dir habe ich auf meine Karriere (Praxis) verzichtet, wegen dir, wegen dir..."

Ich habe das Gefühl, es geht hier nur um ihn und das, was er will.
Es wird darüber diskutiert, dass ER ihr später vorhält, beruflich nicht weiterzukommen. Und was ist mir ihr? SIE hat doch genauso das Recht ihm später das vorzuhalten, worauf SIE verzichten musste.

Macht sich dein Freund solche Gedanken wie Du @Sommergold ?
Was kann er dir denn später vorhalten, was Du ihm nicht vorhalten kannst?

Ihr seid gleichberechtigt und es ist EUER Kind. Ihr habt euch beide für das Kind entschieden und im Vorfeld eine Vereinbarung getroffen.

Hättest du dich für das Kind entscheiden, wenn er von Anfang an die Chefarzt Stelle in Betracht gezogen hätte, bzw wenn er mit 50/50 Betreuung nicht einverstanden wäre?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #104
Es wird darüber diskutiert, dass ER ihr später vorhält, beruflich nicht weiterzukommen. Und was ist mir ihr?
Void erläutert, was alles sein könnte.

Vikkys Beiträge #101/#102 bringen es auf den Punkt. So sieht gute Kommunikation in Partnerschaften aus.
Man trifft wichtige Entscheidungen trifft gemeinsam. Kann über alles reden. Konstruktive Gespräche, offen, ehrlich. Ohne Interpretationen, was er evtl. denken könnte, sie in x Jahren fühlen könnte.

Das Ziel Kind, Familie ist nicht in Frage gestellt. Es gibt ein Jobangebot. Ein Angebot. Er hat nicht ja gesagt. Nichts unterschrieben.
Ein auf den ersten Blick reizvolles.
Das aber Konsequenzen für die anderen Ziele hätte.
Fragestellung ist, will er diesen Job überhaupt. Zu welchen Konditionen. Ist eine Vereinbarkeit mit den bisherigen Zielen möglich, wie.

Die Beiden sind im konstruktiven Gespräch. Sommergold klingt nach dem ersten emotionalen Schock sehr sortiert.
Die Gespräche zielführend, respektvoll, konstruktiv.

Es ist daneben, Ihm Egoismus, Lieblosigkeit vorzuwerfen, nur weil er ein Angebot bekam und mit (!) ihr nachdenkt.

Jeder Frau würde Mut gemacht werden. Ein Mann wird zum Betrüger gemacht. Zumindest zum Egoisten.

M, 56
 
  • #105
Darum geht es ja nicht, sondern darum, dass die FS das ursprünglich eben nicht wollte, diese häufige Fremdbetreuung. Und das ist legitim. Nun wird sie von ihrem Mann dazu gezwungen, entweder ihre Arbeit länger aufzugeben oder ihre Überzeugungen zur Kind Betreuung zu verraten, da er sich rauszieht. Das ist ziemlich unfair, da anders abgesprochen.
Obwohl sich das Thema schon relativiert hat, im Leben würde man sagen nichts wird so heißt gegessen wie es gekocht wird oder entschuldige @Sommergold hat hier etwas überreagiert mit ihrer Frage.

In anderen Threads heißt das mal gerne kräftig zurückgerudert.

Wäre ich Dein Kind, würde es mich maßlos enttäuschen, wenn Du Dich lieber um Patienten kümmertest als um mich. Wie Dein Kind das später sehen wird, wenn es meint, Du hättest andere an höhere Prioritätenstelle gesetzt, steht nun in den Sternen.
Würde dort stehen: Wäre ich Euer Kind,......., wenn Ihr Euch.......Ihr hättet andere an ....
finde ich es immer noch unpassend, aber wenigstens würde sie beide zusammen in die Verantwortung nehmen.
Es ging mir nur darum, wenn - allgemein gesehen - schon während der Schwangerschaft dran gedacht wird, was man macht, wenn man endlich die "Babyzeit" vorbei hat und die möglichst kurz sein soll.
Das Wort 'endlich' stört mich hier. Die Zeit ist kurz und es wäre fatal keine Pläne für danach zu haben.
 
  • #106
Bei Themen, von denen ich derartig betroffen bin, da bin ich überhaupt nicht vorsichtig, sondern vertrete glasklar meine Positionen.
Dagegen sage ich auch nichts. Aber es gibt Grenzen, auf die ich hinwies mit meinem Beitrag.

Wenn ich vorsichtig sein muss, was ich wie sage, dann hinterfrage ich meine Partnerschaft, weil da irgendwas ganz schief läuft wenn ich Angst habe und taktieren muss.
Naja, oder du hast eine Art zu kommunizieren, die missverstanden werden könnte. Es liegt nicht immer am anderen, wenn es Kommunikationsprobleme gibt. Mal davon abgesehen, dass Kommunikation mitnichten immer klar und manipulationsfrei ist.

Leider nein. So erlebt, aber andersrum: Der Frau sollte es ausgeredet werden. Und selbst, als es einigermaßen lief, hieß es noch "du hast dich übernommen". Und wenn es Probleme gab, einfach der Zeit geschuldet, hieß es auch immer gleich "siehste, übernommen".
Ich denke mir sowas nicht aus, ich habe sowas gesehen. Ich habe auch Frauen gesehen, die ihren Mann unter ihrer Fuchtel hatten und ihn überhaupt nicht achteten, weil sie alles entschieden.

Ich finde realitätsfern zu denken, dass Ehepartner immer unmanipulativ kommunizieren. Kann man drüber streiten, wie gut dann die Ehe ist, aber es ist ja weder Deine noch meine, dass man sagen könnte "das ist nicht auszuhalten".

Kannst Du keine konstruktiven Gespräche führen?
Doch, ich schon. Aber ich würde einem Mann trotzdem nicht sagen, dass er an was zerbrechen wird, wenn es von ihm als eine berufliche Herausforderung gesehen werden könnte und er nicht vorher schon zerbrochen ist, dass man Erfahrung damit hat. Das ist auch kein Taktieren, ich finde es grenzüberschreitend, für ihn besser als er entscheiden zu wollen.

Daher der Hinweis - es war nur ein HINWEIS, drauf zu achten -, ohne natürlich zu wissen, WIE es Sommergold jetzt wirklich formulieren würde. Die Patienten als "Kinder" waren ja auch eine unglückliche Formulierung, vielleicht ist es nicht verkehrt, in dem Klärungsgespräch einfach ein bisschen bedacht zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #107
Das geht nämlich ohne den anderen klein zu machen - auch wenn Du Dir das nicht vorstellen kannst.
Was ist los, dass Du immer gleich angreifen musst. Wo habe ich denn geschrieben, dass ich mir das nicht vorstellen kann? Und glaubst Du wirklich, dass ich dahingehend Kommunikationsprobleme im Privatleben hätte?

Es geht auch nicht um "nicht ehrlich" oder Taktieren. Man kann z.B. die eigene Kommunikation auch als ehrlich empfinden, obwohl es grenzüberschreitend, muttihaft oder manipulierend ist, was man sagt.

Wenn der Mann das jetzt so sieht, dass Frau und Baby ein Hemmnis für seine Karriere sind, hat niemand was gewonnen, wenn er sich zum Nicht-Antreten der Stelle überreden ließe. Es gewinnt auch niemand was, wenn er sie antritt und die Beziehung vor die Wand fährt. Aber dann ist der Groll nicht da, den die FS aushalten müsste, wenn der Mann meint, er hätte nur wegen ihrer Beeinflussung die Stelle abgelehnt und dann in der Beziehung hockt mit Frust, insbesondere, wenn sie ihre Berufsziele später verwirklicht. Vielleicht er dann leidend unter dem nächsten Chefarzt, der es schlecht macht.

Das ist aber alles Spekulation. Der ERSTE Schritt, MÖGLICHEN späteren Schaden abzuwenden, ist mE, sich zu zügeln im Beeinflussen, wenn er selbst denkt, das sei eine Chance des Lebens. Wenn er sich dann FÜR die Stelle entscheidet, ist die Beziehung sowieso belastet, aber dann hätte eine Beeinflussung ja nun auch null gebracht, weil er die Entscheidung gegen die Stelle dann nicht aus Überzeugung getroffen hätte.

Ich möchte, dass mein Partner mir sagt, wenn er glaubt, dass ich was entscheide, wofür ich nicht geeignet bin und/oder die Rahmenbedingungen überaus bescheiden sind.
Ja, Du. Ein Mann, der sich geschmeichelt fühlt, weil er Chefarzt werden kann, eventuell nicht, auch wenn er sich kurz darauf selbst für ungeeignet hält.
Wenn er sich an dem Job verhebt und hinterher nur noch mit den Nerven am Ende ist oder sogar mit Burnout den Job schmeißt, dann ist sie genauso davon betroffen.
Das ist richtig. Trotzdem gewinnt sie nichts, wenn sie es ihm WIRKLICH ausreden muss. Denn in dem Fall denkt er nicht, dass er einen Burnout gehabt hätte.

Mein Mann ist gleichzeitig mein allerbester Freund und es gibt nichts, was wir uns nicht gegenseitig sagen können
Das ist schön. Hätte Dein Mann denn auch so gehandelt wie der Partner der FS, Babyplan sofort vergessen?

Ich selbst denke auch, dass er überhaupt nicht drüber nachdenken hätte sollen, diese Chefstelle anzutreten, weil ja die Abmachung von BEIDEN getroffen war, dass sie sich ums Baby kümmern. So ein Partner ist er aber nicht.
 
  • #108
Würde dort stehen: Wäre ich Euer Kind,......., wenn Ihr Euch.......Ihr hättet andere an ....
finde ich es immer noch unpassend, aber wenigstens würde sie beide zusammen in die Verantwortung nehmen.
Es ging hier im Speziellen aber nur um Sommergolds Beitrag, wie SIE ihren Beruf und ihre Patienten sieht.
Dass ein Kind später über den Vater sagen könnte "toll, Mama war mit mir schwanger und du wolltest dich auch um mich kümmern, aber dann war dir wichtiger, Chefarzt zu werden", ist gut möglich, wenn er die Stelle jetzt doch annimmt.

Die Zeit ist kurz und es wäre fatal keine Pläne für danach zu haben.
Es ging nicht darum, keine Pläne für danach zu haben. Es ging darum, es nicht erwarten zu können, dass das Kind in eine Fremdbetreuung kann, weil man es zu Hause nicht mehr aushält. Und ich meinte damit auch nicht @Sommergold , sondern z.B. meine Bekannte, der wichtiger war, wieder unter Leute zu kommen, weil sie sich durch das Baby beeinträchtigt fühlte in ihrem sozialen Umgang. Das Kind war mit 6 Monaten schon in Fremdbetreuung und sie konnte es vorher schon nicht erwarten. Obwohl es ein Wunschkind war und sie emotional auch extrem am Kind hängt, es teilweise sehr vereinnahmt.
 
  • #109
Ich habe das Gefühl, es geht hier nur um ihn und das, was er will.
Es wird darüber diskutiert, dass ER ihr später vorhält, beruflich nicht weiterzukommen. Und was ist mir ihr?
Liebe Monikka, das waren meine Gedanken als ich den ersten Post geschrieben habe, inzwischen bin ich zum Glück weiter und denke an uns alle Drei, die Konsequenzen für das Kind, für mich, die Beziehung und für meine Ziele.
Hättest du dich für das Kind entscheiden, wenn er von Anfang an die Chefarzt Stelle in Betracht gezogen hätte, bzw wenn er mit 50/50 Betreuung nicht einverstanden wäre?
Das ist eine gute Frage. Wahrscheinlich nicht. Eine klassische 50er Jahre Ehe hätte ich niemals gewollt. Ich habe die Familiengründung gestartet NACHDEM wir vereinbart haben, wie wir uns alles aufteilen, ich seine Zusage zu 50/50 hatte und ich ihm da auch vertraut habe. Erst den sicheren Rahmen, dann das Kind. Diese Vereinbarung war die Prämisse für mich. Deshalb wirft mich das Angebot ja auch derart aus der Bahn, weil es ausgerechnet dann kommt, kaum dass ich schwanger bin.

Wenn mein Mann von Anfang an ein typischer Karrierehengst mit straffen Ambitionen, dem der Job über alles geht, gewesen wäre, hätte ich ihn aber auch nicht als Partner gewählt. So ein Typ war und ist er nicht. Er "chillt" wirklich gerne, am Liebsten mit mir, hat seine Freunde, seine Hobbys, seinen Sport. Genießt das Leben. Das Angebot jetzt hat er sich nicht gezielt erackert, es ist ihm vor die Füße gefallen. Der leitende Oberarzt ist ihm wegen der hohen Fluktuation auch vor die Füße gefallen, und diese Position war noch gut für uns, weil er wegen des Personalmangels und weil die Klinik auf ihn angewiesen ist, sich sogar in dieser Position noch Teilzeit herausnehmen könnte. Als Chef aber nicht mehr.

@void ich denke nicht, dass er es nicht könnte (ich bin sicher er kann und wäre auch ein guter Chef), deshalb brauche ich ihm so etwas wie Zweifel an seinen Fähigkeiten nicht zu sagen- die habe ich nicht. Sondern ich denke dass die Position nicht zu ihm passt, dass er unglücklich wird, dass er zu viel von den Dingen, die er liebt, aufgeben muss. Ein Verrat an seiner Natur. Lebt man dauerhaft gegen seine Natur, wird man unglücklich. Und das kann ich ihm durchaus sagen. Neben der Auswirkungen auf mein Leben.
Er kommt Freitagabend zurück und dann sehen wir weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #110
Was wir hier, unabhängig vom Eingangspost, gut sehen können, ist, dass viele Menschen noch immer, auch wenn sie es selber kaum bemerken, am Mutterbild der Vergangenheit verhaftet sind. Kinder haben 2 Elternteile, mindestens, und beide sind zu gleichen Teilen in der Verantwortung. Nicht die Mutter ausschließlich, und nicht nur die Mutter ist in der Pflicht. Und auch eben deshalb ist eine gute Ausbildung von Frauen unabdingbar, von Frauen, die fest und gut bezahlt im Berufsleben stehen und die man nicht mehr so einfach an den Herd verbannen kann. Und die sich das hoffentlich auch immer weniger gefallen lassen werden. Wenn man davon ausgeht, daß Kinder der Mutter Vorwürfe machen werden, den Vater aber gar nicht sieht, sagt das alles über das leider noch immer antiquiert Weltbild sus. Leute, wir haben 2021. Der Gender Pay Gap entsteht ausschließlich aus solchen Gedanken und Handlungen.
 
  • #111
Zweifel an seinen Fähigkeiten nicht zu sagen- die habe ich nicht. Sondern ich denke dass die Position nicht zu ihm passt, dass er unglücklich wird, dass er zu viel von den Dingen, die er liebt, aufgeben muss. Ein Verrat an seiner Natur. Lebt man dauerhaft gegen seine Natur, wird man unglücklich.
Leider wird man nicht nur unglücklich (wer will sein einziges Leben unglücklich verbringen?), sondern auch krank.
Da wäre mir ein guter, zufriedener Arzt aber sehr viel lieber.
Zumal wir ja in Wirtschaft und Medizin immer noch Strukturen haben, die Leiden und Qual und Dauerstress bei der Arbeit mit etwas wie, "Heroische Glorifizierung", verbinden.
Ich frage mich wirklich, wann wir es endlich als sinnvoll erachten, die fast teilweise "feudalen Strukturen" (Achtung Überspitzungsalarm!) zu überwinden.
Gut eingesetzte Menschen, sind sinniger, als das, was unser System, unter anderem in der Medizin, produziert.
Menschen, die permanent am Rande der gewollten Überforderung lavieren, Körperlich zerstört, seelisch ausgebrannt. Kein Gewinn für niemanden, --- nur auf Kurzfristigkeit ausgelegt.
@Sommergold, ich wünsche Euch, dass ihr für Euch das Richtige findet.
w46
 
  • #112
Quatsch.
Von mir nicht. Und ich bin sicher von vielen anderen auch nicht.
Es geht ja darum die gesamte Situation anzusehen.
Wäre es ein Frauenpaar ( Regenbogen Familie) wären die Antworten doch sicher nicht anders ausgefallen.
Ein Mann wird zum Betrüger gemacht. Zumindest zum Egoisten.
Es wäre ja auch egoistisch seine Pläne einfach alleine umzuschreiben, wenn noch andere betroffen sind.
Eine Frau die einfach schwanger wird, wissentlich, ohne Absprache, ist übrigens auch egoistisch.
Allerdings ist es ja hier nicht passiert!
Er hat sich den Job nicht aktiv gesucht und auch nicht einfach so angenommen.

Es geht nur um die Möglichkeit und was beide draus machen.
Der leitende Oberarzt ist ihm wegen der hohen Fluktuation auch vor die Füße gefallen, und diese Position war noch gut für uns, weil er wegen des Personalmangels und weil die Klinik auf ihn angewiesen ist, sich sogar in dieser Position noch Teilzeit herausnehmen könnte. Als Chef aber nicht mehr.
Das solltet ihr wirklich gut bedenken, was dieser Job für ein Geschenk ist. Und ob es der Chefarzt für ihn auch wäre....
Er kommt Freitagabend zurück und dann sehen wir weiter.
Wenn ich noch einen Tipp geben darf:
Nicht am Abend anfangen darüber zu reden.
Macht aus es Samstag zu besprechen. Das ihr beide vorbereitet seit.
Lieber am Freitag Nähe genießen und gut schlummern:)

Und egal wie ihr euch entscheidet, bitte nochmals drüber schlafen ohne weiter zu reden und schauen wie es euch beiden geht
( Tipp aus Erfahrung. Bei mir spült erst die Zeit noch Zweifel / Sicherheit an die Oberfläche)
 
  • #113
So erlebt, aber andersrum: Der Frau sollte es ausgeredet werden.

Die FS hat amittlerweile in etlichen Beiträgen revidiert und gezeigt, dass sie gut im Gespräch sind. Ich kann bei ihr keinen Ansatz erkennen, dass sie ihn irgendwas ein- oder ausreden will, was es rechtfertigen würde in diesem Kontext diesen Aspekt derartig auszuwalzen wie Du es tust.

MÖGLICHEN späteren Schaden abzuwenden, ist mE, sich zu zügeln im Beeinflussen...
Es ist nicht erkennbar, dass sie ihn beeinflussen will, d.h sich zügeln muss. Im ersten Beitrag war sie ja noch ganz weit weg davon, das ganze überhaupt als gemeinsame Angelegenheit zu betrachten - genau das ist es aber.
In gemeinsamen Angelegenheiten übernimmt man die Verantwortung für das gewählte gemeinsame Leben und vertritt seine Aspekte - genau so, wie die FS es erkennbar jetzt tut.

Aber ich würde einem Mann trotzdem nicht sagen, dass er an was zerbrechen wird
Es geht aber nicht um einen x-beliebigen Mann, sondern um ihren Partner, mit dem sie ein Vereinbarungspaket zur Familiengründung und Vereinbarkeit mit dem Beruf getroffen hat. das ist ein Unterschied.

Ich würde es so pathetisch "zerbrechen" auch nicht formulieren, aber wenn ich sehe, dass er für etwas nicht geeignet ist, dann sage ich das exakt so, wie die FS das tut:
dass er unglücklich wird, dass er zu viel von den Dingen, die er liebt, aufgeben muss. Ein Verrat an seiner Natur. Lebt man dauerhaft gegen seine Natur, wird man unglücklich.
denn davon sind sie und ihr Kind zu 100% mitbetroffen, nicht nur er und darum ist es absolut auch ihre Angelegenheit.
Ich erkenne bei der FS keinerlei Manipulation, kein ein- oder ausreden, sondern eine tiefe Verbindung zum Partner und echtes Interesse, dass es ihm gutgeht.

Was ist los, dass Du immer gleich angreifen musst.
Ich greife Dich nicht immer gleich an, aber Du tust in letzter Zeit so, als wären Angstzustände in der Kommunikation zwischen nahestehenden Menschen der Normalzustand.

Ich kann das nicht so sehen, sondern das Gegenteil: Ehen, Familiengründung werden unter jungen Menschen viel bewusster angegangen, sie sind besser vorbereitet und kommunikationsstärker.
Somit erklären sich auch die sinkende Scheidungsrate und die längere Ehedauer.
Ehen, in denen man "vorsichtig sein muss, sich in Acht nehmen", nicht ehrlich aussprechen darf was man will (also maniulieren muss) werden immer seltener eingegangen.
 
  • #114
im Leben würde man sagen nichts wird so heißt gegessen wie es gekocht wird oder entschuldige @Sommergold hat hier etwas überreagiert mit ihrer Frage.

In anderen Threads heißt das mal gerne kräftig zurückgerudert.
Das sehe ich nicht negativ. Beim Verfassen des Eingangsposts war ich sehr aufgewühlt und trug Scheuklappen. Daher könnte man jetzt sagen, mein Thread war verfrüht, eine Überreaktion, in Panik geschrieben, noch bevor irgendetwas entschieden war. Nein. Für mich war das genau richtig so. Durch die Kommunikation mit euch die letzten 2 Tage fühle ich mich nun deutlich klarer und sortierter. Ein emotionales Zurückrudern ja, aber im positiven Sinne für mich. Jetzt sind meine Gedanken und Gefühle deutlich aufgeräumter.
Hier haben schon mehrfach Foristen geschrieben, das Forum habe ihnen sehr geholfen und sich bedankt- jetzt weiß ich, was sie damit meinten. Ohne das Schreiben wäre ich eventuell noch immer im Panikmodus.
Danke!!!
Ich erkenne bei der FS keinerlei Manipulation, kein ein- oder ausreden, sondern eine tiefe Verbindung zum Partner und echtes Interesse, dass es ihm gutgeht.
So empfinde ich. Ich will nicht manipulieren, ich will ein offenes Gespräch und dass uns uns gut geht.

Mehr habe ich jetzt nicht mehr zu sagen.
 
  • #115
Nun ja, hätte er das Angebot direkt abgelehnt, hätte er es ja ebenso über deinen Kopf hinweg entschieden. Das würde ich nicht übel nehmen. Er wollte das besprechen, das ist doch positiv. Solange er nicht komplett ignoriert was eigentlich ausgemacht war, was er ja wohl nicht tut.

Vielleicht kommt ihm nach ein paar Tagen Bedenkzeit selber in den Sinn, was er sich damit aufhalsen würde. Wenn dort nur ein Dummer gesucht wird, der den Kopf hinhalten soll, kann ihm das doch nicht verborgen bleiben. Und wenn er dann im Dauerstress auf dem Posten kämpft, hat das auch Auswirkungen auf euer Familienleben. Von selber wäre er doch eher nicht auf die Idee gekommen, das jetzt anzustreben, oder? Meiner Meinung nach geht es oft schief wenn es von außen herangetragen wird, der Wunsch sollte aus einem selber kommen.

Manchmal stellt man sich auch das Leben mit Baby vorher einfacher vor, als es ist. Da reicht manchmal auch ein normaler Job, um an die Grenzen zu kommen.

Vielleicht kannst du ihm vermitteln, dass du ihm das grundsätzlich schon zutrauen würdest, wenn er wirklich voll dahintersteht, aber der Zeitpunkt eben falsch ist und auch die Situation in der Klinik.

Da kommen vielleicht echt noch bessere Angebote in seinem Arbeitsleben. Das Baby ist jetzt wichtig. Später kann er immer noch auf höhere Positionen hinarbeiten.
 
  • #116
Liebe FS, die Wichtigkeit und Dringlichkeit der Kommunikation wurden ja jetzt hier schon mehrfach erwähnt ...
Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur raten, den für Dich stimmigen Weg zu gehen. Halte an dem Plan Deiner Selbständigkeit fest, Du klingst genauso „hungrig“ wie ich es war😉
Ein Kind zu bekommen, ist etwas ganz Wunderbares, meine Tochter war auch ein absolutes Wunschkind. Ich habe sie alleine großgezogen, mich in der Schwangerschaft getrennt, mein späterer Mann war in unserer sechsjährigen Ehe wochentags beruflich unterwegs, ich hatte zusätzlich noch seinen Sohn zu versorgen. Aber es war in Ordnung, man schafft vieles, wenn man wirklich dahintersteht.
Kinder wachsen und gedeihen übrigens ganz prächtig auch unter temporärer Fremdbetreuung. Ich war zwei wunderschöne Jahre mit meiner Kleinen zu Hause, dann ging es wieder los. Gute Entscheidung! Glückliche Mama bedeutet zufriedenes Kind!
Heute lebe ich sehr zufrieden ua für meine Praxis, arbeite etwas weniger und gönne mir viele schöne Dinge, habe ausgesorgt für das Alter ...
Meine erwachsene Tochter ist sehr stolz auf mich und ich auf sie.
Wenn Beruf Berufung ist, dann gibt es nur diesen Weg für Dich. Ich wünsche Dir/Euch von Herzen alles Gute🍀
 
  • #117
Ich würde es ihm sicher nicht verbieten, das geht immer nach hinten los. Jedoch solltest du wirklich ein Gespräch suchen und sagen, dass er so einen Posten nicht wegen der Schmeichelei annehmen soll. Wenn der Posten ihn schon vorher insgeheim gereizt hat, ist es noch schwieriger. Jedoch kannst du sagen, dass du ein Kind mit ihm erwartest und ihr eine Absprache hattet. Sag ihm aus der Ich-Person alle deine Wünsche, Überlegungen und Vorstellungen und Bedenken etc. Erzähle ihm, dass man gemeinsam entscheiden sollte, damit beide grösstmöglichst zufrieden sind. Sag ihm, was du auf keinen Fall willst. Wenn er dann nicht einsieht, dass er kein Single ist der nur an seine eigene Karriere denken kann, ist er ein Riesenegoist. Er hat dich als Partnerin und bald 1 Kind, da entscheidet man GEMEINSAM!

Alles Gute
 
  • #118
Halte an dem Plan Deiner Selbständigkeit fest, Du klingst genauso „hungrig“ wie ich es war😉
dann ging es wieder los. Gute Entscheidung! Glückliche Mama bedeutet zufriedenes Kind!
Meine erwachsene Tochter ist sehr stolz auf mich und ich auf sie.
Von dir zu lesen hatte ich gehofft, du bist für mich ein Vorbild, wie man alles unter einen Hut bringen kann und trotzdem alle glücklich sind 😀 Das macht Mut! Die Liebe zu den Kindern und die Leidenschaft für den Beruf.
 
  • #119
Ich möchte jetzt mal kräftig zurückrudern und den Titel meines Thread revidieren 🚣🏼‍♀️

Mein Mann vollzieht keine 180 Grad Wendung. Als das Angebot kam, hat er es ernsthaft in Erwägung gezogen und ich daraufhin Nerven verloren, wie ihr hier sehen konntet (darf ich das auf die Hormone schieben oder ist das eine billige Ausrede? 😅).

Er hat nachgedacht und kam zum Entschluss, dass er 3 Möglichkeiten habe, wobei er die erste kategorisch ausschließt: 1) Alleine Chef werden. 2) Versuchen, die Geschäftsführung von der Doppelspitze zu überzeugen, er hat viele Argumente gesammelt. 3) Bleiben, wo er jetzt ist. Das würde ihm gut gefallen. Er sagt, er sei kein Chef, die Position wolle er nicht, habe er nie angestrebt. Er möchte bei uns sein, seiner Familie. Mit mir das Kind großziehen wie wir es uns gewünscht haben. Und er liebt den Luxus, um 17 Uhr einfach heimfahren zu können um noch auf den Basketballplatz zu gehen. Es gehe uns doch gut.

Wir haben lange geredet und ich habe ihm all das gesagt, was ich euch erzählt habe, meine Gedanken dazu und was mir wichtig ist. Das hat ihn bestärkt. Er sagte, es hätte ihn total gestresst eine Frau zu haben, die ihn drängt "Ja Schatz das musst du machen!", das Annehmen der Beförderung von ihm erwartet und er ist froh, dass ich es genauso sehe wie er.

Bereuen würde er es in 5 Jahren sicher nicht- weil er es selbst nicht will für sich, weil der Zeitpunkt für die Familie und mich beschi**** ist und weil er nicht mal weiß, ob es die Klinik in 5 Jahren überhaupt noch gibt und ob er dann noch da sein will. Chefarzt sei außerdem so eine Art Endstation, die einen dermaßen bindet, dass er nichts mehr lernen könne (fachlich), und es gäbe noch so Vieles, in dem er sich weiterbilden möchte.

Aaaaalso, wir essen jetzt nicht so heiß wie ich gekocht habe hier und ich bin unendlich erleichtert. Ich habe mich nicht getäuscht in ihm.

Sorry für das Theater! Aber wie schon gesagt, ihr habt mir geholfen mich zu sortieren und runterzukommen. Danke.

Einen schönen Sonntag für euch alle.
 
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