• #1

Eheprobleme. Wie finde ich die Kraft etwas zu ändern?

Hallo,

ich bin 30 Jahre alt und bin verheiratet. Mein Mann und ich haben zwei kinder (4 Jahre und 8 Monate).

Wir haben uns darauf geeinigt, dass ich bei jedem Kind 3 Jahre zu Hause bleibe. Sobald also unser Jüngster in den KiGa geht, werde ich wieder arbeiten gehen.

Nun ist es aber so, dass mein Mann mich des Öfteren schlecht behandelt. Er beleidigt mich, wenn wir streiten. Er wird laut, er lässt mich nicht aussprechen. Er gibt mir immer mehr zu spüren, dass ich nur die Hausfrau und Putze hier in dieser Familie bin. Er schmeißt seine Socken und Unterhosen überall einfach hin. Unter die Couch, den Schreibtisch, NEBEN dem Wäschekorb etc. Wenn ich ihn bitte den Müll mit runter zu nehmen, dann verzieht er nur sein Gesicht und meint „Wenn es sein muss!“. Wenn ich ihn MAL (höchst selten) bitte eines der Kinder anzuziehen, dann sagt er nur zu unserem Großen „Na komm her, ich zieh dich um. Deine Mutter macht’s ja nicht!“.

Ich bin einfach nur noch schlecht drauf deshalb. Er geht zur Arbeit, kommt nach 8 Stunden wieder und legt die Füße hoch. Ich hingegen steh um 6 auf, nachdem ich die halbe Nacht nicht schlafe, weil unser Baby nachts nicht durchschläft.

Das wäre sogar was, womit ich leben könnte! Ich bin ja schließlich zu Hause! Ich hätte ja auch sagen können „Ne, ich gehe nach 6 Monaten wieder arbeiten!“. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden und er war auch einverstanden. Fand es gut!

Nur sieht er mich nur noch mehr als Putze und Kindermädchen. Er bestimmt über unser Geld. Denn er verdient es ja. Der berühmt berüchtigte Satz „Ich zahle hier alles, also bestimme ich!“ ist dabei nur ein kleines Beispiel für seine Haltung mir gegenüber.

Er sagt mir im Streit immer, dass ich dumm oder blöd sei. Oder dass ich den Mund zu halten habe.

Ich glaube schon wirklich, dass ich dumm und hässlich bin. Ich habe nix, ich verdiene nix. Also bin ich nix...

So ein Denken kenne ich eig. nicht von mir... Ich fühle mich nutzlos und leer. Ich funktioniere einfach nur noch. Ich schlucke vieles runter.

Ich wollte mir das nur mal von der Seele reden...

Ich habe keine Frage an euch, denn ich weiß, dass nur ich selbst etwas an dieser Situation ändern kann... Mir fehlt nur der Mut und die Kraft dazu.

Ich danke euch.
 
  • #2
Steffi,dass du nichts machst, stimmt gar nicht. Du bekommst Kindergeld, so um dir 400 Euro Plus Elterngeld- das ist DEIN finanzieller Beitrag zu Familie. Zweitens, dein Mann meint Rechte zu haben- nun ,diese Rechte hast du auch und zwar als Ehefrau!! Sofern ich weiss, ist dein Mann VERPFLICHTET, dich und die Kinder zu versorgen und übrigens dir auch angemessenes Taschengeld zu zahlen. Du sollst dich über deine Rechte als Ehefrau erkundigen und auch was dir im Fall der Scheidung steht. Du wirst sehen, das ist bicht wenig. Dein Mann weiss das, deswegen versucht er dich klein zu halten. Ich hatte auch so einen" ich zahle hier alles", wurde auch runtergemacht und alles geglaubt. Im nachinein weiss ich, wie mächtig ich doch eigentlich war. Deswegen mach kleine Schritte- such Beratung auf und kläre deine Rechte. Eine Trennung bei solchem Mann ist eine Frage der Zeit, deswegen stell dich langsam darauf ein.
 
  • #3
Das wäre sogar was, womit ich leben könnte! Ich bin ja schließlich zu Hause! Ich hätte ja auch sagen können „Ne, ich gehe nach 6 Monaten wieder arbeiten!“. Ich habe mich bewusst dagegen entschieden und er war auch einverstanden. Fand es gut!
Nein, damit solltest du nicht leben. Es wäre besser, du gingst arbeiten.
Nur sieht er mich nur noch mehr als Putze und Kindermädchen. Er bestimmt über unser Geld. Denn er verdient es ja. Der berühmt berüchtigte Satz „Ich zahle hier alles, also bestimme ich!“ ist dabei nur ein kleines Beispiel für seine Haltung mir gegenüber.
Das geht nicht, lass dir das nicht gefallen.
Er sagt mir im Streit immer, dass ich dumm oder blöd sei. Oder dass ich den Mund zu halten habe.
Ich glaube schon wirklich, dass ich dumm und hässlich bin. Ich habe nix, ich verdiene nix. Also bin ich nix...
Es bleibt dir nur die Trennung, es ist unter der Würde, wie er dich behandelt, geh zum Anwalt und zwar sofort.
So ein Denken kenne ich eig. nicht von mir... Ich fühle mich nutzlos und leer. Ich funktioniere einfach nur noch. Ich schlucke vieles runter.
Ich wollte mir das nur mal von der Seele reden...
Ich habe keine Frage an euch, denn ich weiß, dass nur ich selbst etwas an dieser Situation ändern kann... Mir fehlt nur der Mut und die Kraft dazu.
Soweit darf man sich nicht runterputzen lassen, das geht auf die Gesundheit und die Kinder spüren diese negative Energie, es braucht dazu keinen Mut dagegen per Anwalt anzugehen, nur der nötige Selbstwert, mach es den Kinder und dir zu Liebe.
 
  • #4
Ich habe keine Frage an euch, denn ich weiß, dass nur ich selbst etwas an dieser Situation ändern kann... Mir fehlt nur der Mut und die Kraft dazu.
Das geht aber nicht, dass du resignierst. Damit gibst du dich ja selbst auf. Überlege, was du willst: In dieser lieblosen Ehe verharren oder die Trennung? Es gibt Möglichkeiten, sich beraten zu lassen. Hat du Menschen (Eltern, Freunde), mit denen du reden kannst? Du kannst zum Anwalt gehen, dich beraten lassen. DU BIST NICHT ALLEIN mit deinem Problem. Such dir Hilfe. Suche dir Menschen, mit denen du reden kannst. Verkriech dich nicht in deinem Kummer.
 
  • #5
Erst mal drücke ich dich.

Und dann: ich denke auch, dass du dich nicht trennen wirst. Dein Mann denkt das auch.

Bitte bedenke, dass er sich nicht ändern wird, wenn du wieder arbeitest, denn er verachtet dich jetzt und gewöhnt sich daran.
Bitte bedenke, dass eure Söhne das übernehmen werden, vor allem, wenn seine Bemerkungen unkorrigiert stehen bleiben.
Sage also unbedingt immer, wenn er so einen Spruch raushaut
„Na komm her, ich zieh dich um. Deine Mutter macht’s ja nicht!“.
'Naja, der Papa macht es jetzt ein mal, aber sonst mache ich das ja immer'. Denn der Junge glaubt es bald.
Und dann am besten noch dazu 'und außerdem bist du ja inzwischen groß genug, dass du dich allein anziehen kannst' und dann läßt du ihn das künftig allein machen.

Komm aus der Dienstmagdnummer raus. Vor deinem Mann aber auch vor deinen Kindern.
Bringe ihnen von klein auf bei, dass ihr alle an einem Strang zieht, vermittele das auch schon dem Baby.

Du hast es in der Hand. Du stehst am Anfang einer Entwicklung.
Wenn es so weiterläuft, werden dich bald drei Menschen verachten und entsprechend behandeln.
Laß das nicht zu.
Wehre dich deutlich gegen deinen Mann, auch und vor allem vor den Kindern, wenn der Angriff vor ihnen erfolgt.

Du solltest ihm auch sagen, dass du künftig ebenso wie er nur noch 40 Stunden pro Woche arbeiten wirst.
Falls er möchte, kannst du ja mal eine Aufstellung machen.
Ich bin ja ne Harte, ich würde dann mal exemplarisch so ab Mittwoch Abend, oder wann auch immer deine 40 Stunden voll sind, wegfahren. Ihm vorher sagen, dass du am Sonntag Abend wiederkommst und auch beide Kinder bei ihm lassen.
Naja, das machst du natürlich nicht aber du könntest stattdessen sagen, dass du die 40 Stunden zunächst den Kindern widmen wirst und falls dann noch was übrig ist, auch mal was kochst. Aber zum Wäschewaschen oder einkaufen, erst recht putzen oder Socken wegräumen bleibt leider keine Zeit mehr.
Räume ihm also nicht mehr hinterher, wasche nicht seine Sachen und kaufe nicht ein. Bzw. nur das, was ihr zu dritt aufgegessen habt, bevor er nach Hause kommt.
Nicht zu putzen oder Gardinen zu waschen hat keinen Sinn, das merkt er ja nicht.
Du selbst musst den Dreck allerdings auch mal eine Weile aushalten, aber daran stirbst du nicht.

Du traust dich das nicht ? Tja...
Dann wird sich bei euch nichts ändern, jedenfalls nicht zum Guten. Vielmehr wird es nur noch schlimmer, da kannst du sicher sein.

w 51
 
  • #6
Liebe FS, ich empfehle dir, schnellstmöglich wieder arbeiten zu gehen. Insgesamt 6 Jahre Pause in deinem Alter wirken irgendwie nicht zeitgemäß. An deiner Stelle solltest du mit dem Macho des Hauses eine 50:50-Regelung bzgl. der Kinderbetreuung und des Haushaltes treffen oder dies einfach durchsetzen. Nur so wird er checken, dass seine lächerlichen Macht(spiele) nicht akzeptabel sind. Ändert er sein Verhalten nicht, kannst du dich problemlos trennen und deinen Kindern eine starke, unabhängige Mutter sein.
 
  • #7
Liebe FS,

mein erster Gedanke: wieder arbeiten gehen. Damit entziehst du ihm die Argumentationsgrundlage.
Auf der anderen Seite frage ich mich, wie wohl etliche hier, warum man sich als Frau das antut, sich vom Partner beleidigen zu lassen. Gefühlt jeder 3 Thread enthält in letzter Zeit solche Inhalte. Sollte mein Partner mich jemals so schlecht behandeln, bin ich weg. Aber sofort. Darüber solltest du auch nachdenken.

W33
 
  • #8
Das bedeutet, du hast seit dem 1. Kind nicht mehr gearbeitet oder? War das 2. Kind wirklich einvernehmlich? Ich finde, dein Mann behandelt dich enorm schlecht. Vielleicht arbeitet er selbst etwas an dir ab. Wie war es denn in seiner Primärfamilie? Ich rate dringend zur Paartherapie, auch zum Wohle eurer Kinder. Lass dich am besten mal beraten bei Caritas, Pro Familia, ect. Lass dir aufzeigen, was dir bei einer Trennung zusteht und sorge vor. Ich würde mit so einem Mann nicht zusammenbleiben wollen, denn so ein abschätziges Verhalten könnte ich ihm ganz schlecht verzeihen, ich würde es ihm immer wieder nachtragen. Fällt denn deinen Freundinnen oder deinen Eltern sein Verhalten nicht auf? Wenn du bei ihm bleibst, riskierst du deine psychische Gesundheit.
 
  • #9
Ach du meine Güte, warum bist du noch bei ihm?
Solch ein Verhalten ist nicht nur für dich demütigend, sondern auch ein ganz schlechtes Vorbild für deine Kinder. Die Stimmung in der Familie und vor allem das Benehmen des Vaters gegenüber der Mutter prägen den Charakter der Kinder, vor allem der Söhne. Auch deswegen hast du Verantwortung, nicht nur für dich.
Eure Liebe ist vorbei.
Da der Respekt deines Mannes vor dir ebenfalls nicht mehr vorhanden ist, er seine Verachtung für dich regelrecht zelebriert, ist es auch nicht möglich, die Ehe ohne Liebe weiterzuführen.

Was nun?
Bis zum vollendeten dritten Lebensjahr deines Jüngsten kannst du von ihm nicht zur Arbeit verpflichtet werden. Diese Zeit solltest du intensiv nutzen, um dir eine Stelle zu suchen, mit der du dann zufrieden sein kannst.
Willst du noch eine Zusatzqualifikation erlangen, um beruflich besser aufgestellt zu sein?
Ist es dir am jetzigen Wohnort möglich, eine gute Arbeit für dich zu finden?

Du bist noch so jung! Hab keine Zukunftsangst: keine Sorge, man wächst mit seinen Aufgaben, das schaffst du, und zwar allein besser als mit so einem unverschämten Kerl an deiner Seite!
Aber packe es jetzt an, es wird nicht besser mit diesem Mann.
(Das heißt: Unterlagen kopieren, Bankauszüge sichern, dir ein kleines finanzielles Polster zurücklegen, damit du die Zeit der Trennung überstehst, auch wenn er sich völlig verweigert, Mietwohnung suchen...)
 
  • #10
Kannst Du mal eine Pause machen und "lüften"? Zum Beispiel für eine Weile zu Deinen Eltern ziehen? Mit etwas Abstand wird Dein Kopf klarer. Hast Du eine Ausbildung/ einen Beruf? Du solltest Dir in Schritt 1 einen Job suchen und überlegen, wie Du in der Zeit die Kinderbetreuung sicherstellst. Das ist mit einem 8-monatigen Kind vermutlich noch etwas zu früh, aber lange wirst Du nicht mehr warten müssen. Ich wünsche Dir alles Gute.
 
  • #11
Ich seh nur den Ausweg zu gehen. Dein Mann entpuppt sich ja jetzt. Also es ist nicht ein anderer Mann, wenn Du jetzt arbeiten gehst.
Es tut mir leid für Dich und die Kinder. Ich finde es auch fatal, dass Dein Kind so ein Mutterbild eingeimpft bekommt und ständig ein schlecht gelauntes Elternteil und ein unglückliches Elternteil um sich rum hat. Dein Mann denkt, er hätte die Macht und Du gar keine Handlungsmöglichkeit mehr. Außerdem ist er der Meinung, er könnte Deine Faulheit beurteilen.
Ich denke nicht, dass sein Verhalten besser wird, wenn Du wieder arbeitest. Und es ist ja auch abzusehen, dass Du das, was er veranstaltet, noch über 2 Jahre haben wirst. Das würde ich nicht aushalten und das ist schlecht für Deine Kinder.

Es gehört Respekt bei beiden dazu vor der Leistung des anderen, wenn man eine schöne Beziehung haben will. Dein Mann gibt Dir das nicht.
Von sich aus und ohne Druck wird er sich nicht ändern, denke ich. Von daher musst Du aus der Unterlegenenposition raus und ihm zeigen, dass Du auch Handlungsmöglichkeiten hast. Wenn noch Liebe für Dich in ihm ist und ihm was daran liegt, dass ihr zusammenbleibt, wird er mE erst dann sein Verhalten mal überdenken und sich ändern, wenn er sieht, dass er das verlieren kann, was Du und die Kinder für ihn sind. Vielleicht heult er aber auch nur, weil er viel Geld abdrücken muss bei einer Trennung. Aber dann ist es sowieso besser, so schnell wie möglich das ganze zu beenden.
 
  • #12
Sehr schade, dass sich sein schlechter Charakter erst nach Geburt der Kinder gezeigt hat. Ich finde seine Einstellung Ihnen gegenüber so schlimm, dass m.E. das Beste wäre, Sie würden so schnell wie möglich ausziehen. Er macht Sie ja total nieder, psychisch kaputt. Er hat es nicht verdient, Frau u. Kinder zu haben. Solange Sie sich nicht trennen und auch räumlich entfernen können, wird das nicht mehr besser. Er ist ein mieses Schwein, und das ist vermutlich noch eine Beleidigung für diese (sozialen, reinlichen, intelligenten) Tiere. Vielleicht könnten Sie als erste Maßnahme seine Sachen, die er überall hinschmeißt, liegen lassen. Überhaupt nur noch Haushalt (Wäsche, kochen) nur noch für Sie und die Kinder. Wenn er dann schimpft, dann werden SIE doch mal ausfallend und beleidigend und richtig laut! Sie könnten ihm ins Gesicht schreien, dass es ihm doch sowieso nicht passt, wie Sie es machen, und er soll Ihnen doch mal 1 Grund nennen, weshalb Sie für IHN als erwachsenen Mann seine dreckige Wäsche waschen sollten?! Sie haben ihre eigene und die der Kinder zu waschen, das ist mehr als genug. Oder ist er auch noch ein Kind? - Und sagen Sie ihm sehr laut, dass SIE NIE Feierabend haben und Ihnen so ein besch****s Genöle wie seins gerade noch fehlt! - Und ich hoffe für Sie, dass Sie getrennte Schlafzimmer haben! Falls er so unverschämt sein sollte, noch Sex zu wollen, würde ich ihn an Bordelle verweisen. Dieser Mann ist unterstes Niveau. Wer so einen “Partner“ hat, braucht keine Feinde mehr! Gehen Sie so schnell wie möglich.
 
  • #13
Ich glaube schon wirklich, dass ich dumm und hässlich bin. Ich habe nix, ich verdiene nix. Also bin ich nix...
Hey Steffi,

als erstes wäre es wichtig, dass du dich innerlich wieder aufrichtest.
Hast du dich eigentlich schonmal für deine eigene Leistung gelobt?

Schliesslich schmeisst du den Laden zuhause und ziehst zwei Kinder gross. Dazu musst du noch das unsägliche Verhalten deines männlichen Mitbewohners ertragen, der sich aufführt wie Graf Koks. Ein drittes Kind in der Pubertät also. Keine leichte Aufgabe.
Du musst dich sicher vor niemandem rechtfertigen.

Richte dich zu deiner vollen Grösse auf. Wie ein Bär.
Du managst das alles. Du kannst etwas. Etwas das er nie leisten könnte und würde.
Hab mal deinen eigenen Kopf. Du hast nur dieses eine Leben. Gestalte es nach deinen Wünschen.
Wenn dein Mitbewohner dir keinen Geldbetrag zur freien Verfügung überlässt, dann gehst du eben wieder arbeiten und beendest diese erdrückende Situation. Da kann er sich auf den Kopf stellen.
Wehre dich! Wenn du es nicht tust, wird sich auch nichts ändern. Dein Mitbewohner hat KEIN ANRECHT sich so zu verhalten.

Und höre auf das was @frei sagt. Die Söhne werden dieses Verhalten, das ihr zwei vorlebt, übernehmen. Sie werden sich später mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren Frauen gegenüber ähnlich verhalten. Willst du das? Vermittle ihnen, dass du eine stolze Frau bist und dich nicht so behandeln lässt.

LG
 
  • #14
Puh, kann ich da nur sagen, wenn er sich dir gegenüber wirklich so verhält. Ich bin eine ziemlich starke Persönlichkeit und ich würde schnellstmöglich versuchen unabhängig zu werden, d.h. wieder arbeiten gehen und Betreuung organisieren, im Haushalt nicht mehr alles zu übernehmen und ihm mal ganz klar die Meinung sagen, dass er nicht mehr so herablassend und abwertend mit mir reden soll. Was ist das für ein Umgang! Was bekommen deine Kinder vermittelt!

Was sind denn die Ursachen für sein Verhalten? Unzufriedenheit im Job, in eurer Beziehung? Damit, dass du zu Hause bist und er sich für die finanzielle Versorgung alleine zuständig fühlt? Oder braucht er dieses abwertende Verhalten einfach nur um sich stärker zu fühlen? Irgendwas davon muss ja sein... so wie es sich liest war er ja nicht immer so. Redet ihr darüber nicht in ruhigen Momenten?
 
  • #15
Steffi,

Du musst lernen konfliktfähig zu werden.
Gehe Konflikten nicht aus dem Weg.
Dann beleidigt er eben, dann nennt er dich dumm, dann brüllt er eben herum.
Na und?
Da hast du es mit einem Kleinkind zu tun. Betrachte ihn aus diesen Augen.
Sei nicht das Opfer, das in der Ecke sitzt und zittert.
Werde mal wütend.
Teile aus, klug sachlich mit Argumenten.
Sollte er dich auch nur anfassen, ist die Beziehung beendet.
Dann ist diese Lebensgemeinschaft nicht tragbar.
Weder für dich, noch für die Kinder.
Also setz dich durch.

LG
 
  • #16
Ich möchte deutliche Worte finden: Dein Mann hat weder Respekt, noch Achtung vor der. Wertschätzung fehlt hier auch. Wenn all dies einmal verloren ist, ist es sehr schwer wieder zu bekommen.
Weiter nochmal deutliche Worte: Er konnte das, bzw. tut das, weil DU es zulässt. Er ist ein erwachsener Mann, von dem man erwarten kann, dass er sich auch als solcher verhält. Sprich: Seine Dinge aufräumt. Und natürlich deinen Part wertschätzt. Er ist Teil des Haushalts, und verpflichtet seinen Teil beizutragen. Momentan erschwert er Dir das Leben. Möchtest Du das weiter so haben? Ein Partner sollte eine Bereicherung sein, keine Belastung.
Du hast zwei Möglichkeiten. Verharren und weiter leiden, oder dein Leben in die Hand nehmen. Seine Achtung erwirbst Du Dir nur wieder, wenn Du Dich entsprechend verhältst. Sprich: Lass sein Zeug liegen und kümmere Dich nicht um seine spätpubertären Angelegenheiten. Erledige Deinen Teil, und verhalte Dich wie eine erwachsene reife Frau und nicht wie eine unterdrückte Frau.
Das kleine Wörtchen Nein hat hier schon oft geholfen. Du kündigst Deinen Job als sein Kindermädchen, seine Putze, seine Wäscherin und sein Aufräumdienst. Das kann er selbst tun. Er ist erwachsen. Du bist wegen dem Kind zu Hause und nicht wegen einem unfähigen erwachsenen Mann.
Wenn Du jedoch keine Perspektive siehst, sehe ich hier die Trennung. Viel Glück.
PS. Hast Du ihn schon gefragt was ihn dazu bewogen hat, sich wie ein Arsch aufzuführen?
 
  • #17
Liebe FS, es tut mir sehr leid für dich und fühle dich umarmt. Es ist wirklich schrecklich, was du erlebst und kein Mensch darf so behandelt werden. Nächstes Mal, wenn er wieder dich beleidigt, stehe einfach auf und verlassen den Raum. Du hast zwei kleine Kinder und bist nicht berufstätig und bist schutzlos. Es ist einfach nur ungerecht und nicht richtig, wie dein Mann sich verhält. Also mache etwas dagegen. Suche dir einen Job, frage deine Freundinnen, ob sie dir bei der Jobsuche und Bewerbungsschreiben helfen können. Es gibt überall mittlerweile Krippen, sodass deine Kinder auch günstig betreut werden können. Du schaffst es. Ich drücke dir fest die Daumen.
 
  • #18
Wenn es so weiterläuft, werden dich bald drei Menschen verachten und entsprechend behandeln.
Völlig richtig. Ich glaube aber nicht, dass Steffi in der Lage ist, daran noch etwas innerhalb der Beziehung etwas zu ändern.
- Auch wenn das nötig und berechtigt wäre!-
Für mich klingt das bei ihr nach einer heraufziehenden Depression... und erinnert mich so sehr an das letzte, schlimme Stückchen meiner Ehe.

Liebe Steffi, glaub an die Zukunft, es kann wieder besser werden, wenn du allein lebst, die Kinder stundenweise/ tageweise deinem Exmann übergibst, selbst wieder spürst, was du wert bist. Ich befürchte, das ist der einzige Weg, in naher Zukunft nicht auch von deinen Söhnen verachtet zu werden. Auch das kenne ich noch von mir. Mein ältester Sohn hat mich erst wieder lange nach der Scheidung und nach meinem beruflichen Einsatz geachtet, hatte zuvor die Verachtung des Vaters gespiegelt, mit mir so viele Kämpfe ausgefochten.
 
  • #19
Liebe FS, vielleicht überdenkst du deinen Plan, drei Jahre zu Hause zu bleiben, und gibst euren Kleinen in eine Kita, wenn er 14-18 Monate alt ist? Dann kannst du dich beruflich wieder finden, DEIN eigenes Geld verdienen, dir Bestätigung holen und die Rollen bei euch zu Hause werden wieder neu sortiert (oder eher gerade gerückt). Im Übrigen würde ich, solange ich in Eltenrzeit bin, einen (wenigstens halben) Tag die Woche (Sa oder So) frei machen und dem Kindsvater ein bisschen Papazeit "gönnen". So kann er sich ganz unabhängig von dir mal ein Bild davon machen, was du leistest. Sag ihm das so bald wie möglich. Sich vom Partner runtermachen zu lassen geht m.E. gar nicht. Das würde ich mir verbitten. Wegen mir und auch wegen der Kinder. Was kriegen die denn für ein Rollenbild vorgelebt? Die Frau lässt sich brav mit Füßen treten und trägt dem Herrn und Meister noch die Pantoffeln hinterher?! Ich persönlich würde höchstwahrscheinlich eine Trennung in Betracht ziehen, aber so klingst du nicht. Wenn du also bleiben willst, kämpfe um deine Würde und lass dich nicht unterbuttern.
 
  • #20
Nun ist es aber so, dass mein Mann mich des Öfteren schlecht behandelt. Er sagt mir im Streit immer, dass ich dumm oder blöd sei. Oder dass ich den Mund zu halten habe. Er beleidigt mich, wenn wir streiten. Er wird laut, er lässt mich nicht aussprechen. Er gibt mir immer mehr zu spüren, dass ich nur die Hausfrau und Putze hier in dieser Familie bin.

Hallo Steffi,

wenn du dich als dumm und hässlich siehst, sehen andere dich ebenfalls so, - auch dein Mann und deine Kinder.

Dein Mann hat keinen Respekt vor dir und es würde mich nicht wundern, wenn bei ihm bereits eine andere Frau im Spiel wäre.
Deshalb solltest du dich einmal rechtlich beraten lassen.
Du bist nämlich die Person, die alleinerziehend mit zwei Kindern besser da stehen wird als dein Mann. Solange du nicht arbeitest, muss er Unterhalt zahlen und zwar an dich und die Kinder. Solltet ihr getrennt leben und du wieder erwerbstätig sein, muss er für die Kinder bezahlen.

Zuerst solltest du aber verinnerlichen, dass du auf keinen Fall nutzlos bist. Warte nicht so lange, bis du einen Burnout bekommst oder irgendwann zusammenklappst. Gehe zu deinem Arzt und beantrage eine Mutter-Kind-Kur.
Solange du noch nicht arbeitest und noch keines deiner Kinder schulpflichtig ist, kannst du zu jeder Zeit so eine Kur antreten. In einer anderen Umgebung kannst du deine Gedanken ordnen und siehst das Ganze aus einer anderen Perspektive.

Hast du keine Verwandten oder Freunde, denen du dich anvertrauen kannst und die dich ggf. unterstützen können? Wenn nicht, gehe zu einer Familienberatung.

Einfach nur resignieren ist keine Lösung.
Dann könntest du dich genauso gut als Bettvorleger vor das Bett deines Mannes legen ...
 
C

Charline

Gast
  • #21
Suche einen Familiemanwalt auf und lass dich beraten, was dir im Falle einer Trennung zusteht.
Ganz ehrlich, ich würde lieber finanziell eingeschränkt von Hartz 4 leben wollen, als zusammen mit so einem A..l... Mann.
Denk auch mal an deine Kinder. Von ihrem Vater lernen sie nichts Positives. In einigen Jahren werden sie dich genauso verachten.
 
  • #22
Liebe Steffi88,

das klingt nicht nach einer liebevollen Partnerschaft und Elternschaft.

Ich finde Deine Aussage, dass Du Dich bereits nutzlos, leer, kraftlos fühlst, ja sogar mittlerweile glaubst, dass Du dumm und hässlich bist äußerst alarmierend. Es scheint fast, als hättest Du mit Deinen (jungen!) 30 Jahren bereits resigniert. Das ist schrecklich, und was bedeutet das nicht nur für Dich, sondern auch für Deine zwei Jungs? Wie möchtest Du, dass sie aufwachsen?

Ich wollte Dir gerne antworten, weil ich mich in meiner Ehe auch in einer starken Abhängigkeit befunden habe. Ich kenne diese kleinen Respektlosigkeiten des Partners, die sich mit der Zeit steigern. Die Spitzen.. die zunächst versteckten, dann immer offeneren Beleidigungen.
Das schlimme ist, dass man einerseits so erschöpft ist durch die Energie, die die Kinder natürlich von einem abziehen; aber dann kommt eben noch diese Schwächung durch den Partner dazu. Der Mensch, von dem man sich Unterstützung und Verständnis erwarten würde.

Das schlimme war, dass ich immer die Schuld erst mal bei mir gesucht habe. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass "mein Mann" / der "Papa" so respektlos und gemein sein konnte. Oder anders: ich wollte es nicht wahr haben.
Erst als ich mir nach Paartherapie (völlig nutzlos.. eher kontraproduktiv bei unserer Konstellation) selbst therapeutische Hilfe geholt hatte, konnte ich die Abhängigkeit und die zerstörerische Dynamik unserer Ehe erkennen und durchbrechen.
Ich hätte den Absprung (die Flucht würde ich es sogar fast nennen) nicht ohne therapeutische Unterstützung geschafft.

Soviel nur ganz kurz zu meiner Geschichte. Ich meinte gewisse Parallelen zu erkennen. Falls ich falsch liege, bitte entschuldige!
Ich kann nur sagen, dass ich mittlerweile (die Scheidung ist ein paar Jahre her) sehr glücklich und in einer neuen Beziehung bin (mit Abstand und sehr viel gegenseitigem Respekt und Liebe). Unserer Tochter geht es mittlerweile sehr gut (in der Ehe und während der Trennung war es teilweise furchtbar). Das Verhältnis zu und mit uns beiden Eltern hat sich völlig entspannt.

Ich will damit nur sagen: manchmal ist eine Trennung die Rettung. Für alle Beteiligten.
Ich hätte möglicherweise nicht mehr die Kraft gehabt, wenn ich länger gewartet hätte.
Ich kann Dir nur raten, Dir unbedingt Unterstützung von Außen zu holen.
Vielleicht als kleiner Tipp noch die Seite re-empowerment. Lass Dich nicht abschrecken vom ersten Eindruck. Mir hat das sehr geholfen, auch wenn ich erst mal dacht: "das hat doch nix mit mir und meiner Ehe zu tun".

Dir Viel Kraft und Alles Liebe!

Luzius
 
  • #23
ch glaube schon wirklich, dass ich dumm und hässlich bin. Ich habe nix, ich verdiene nix. Also bin ich nix...

So ein Denken kenne ich eig. nicht von mir... Ich fühle mich nutzlos und leer. Ich funktioniere einfach nur noch. Ich schlucke vieles runter.

Ich wollte mir das nur mal von der Seele reden...

Ich habe keine Frage an euch, denn ich weiß, dass nur ich selbst etwas an dieser Situation ändern kann... Mir fehlt nur der Mut und die Kraft dazu.

Liebe Steffi, eine ganz große virtuelle Umarmung.
Du bist gerade auf dem Weg eine Depression zu entwickeln, oder hast sie bereits. Das ist nicht spaßig, Dir geht es mies. Nimm es ernst.
Das darfst Du Dir zu- und eingestehen.
Helfen kannst Du Dir nur selbst, solltest Du dringend, Dir und den Kindern zuliebe.

Denn @frei hat recht, so wirst Du bleiben, verharren, und ändern wird sich nichts, bzw. es wird immer schlechter werden, bis Du ganz kaputt bist.

Was kannst Du tun?
Google mal psychosomatische Akutklinik, dass wäre für Dich momentan die Chance auf eine Auszeit.
So wie Du schreibst, gäbe es auch die Indikation. (Und der Antrag ist bedeutend einfacher, als eine Reha / Mütterkur, nur Wartezeiten gibt es leider immer )
Wenn Dir eine gefällt, rede mit Deinem Hausarzt - der kann Dich ganz einfach überweisen (auch ihn kannst Du fragen, ob er eine weiß) und Dir auch den Antrag für die Haushaltshilfe ausfüllen - in der Zeit käme Vollzeit jemand zu Euch, und würde sich während Deiner Abwesenheit kümmern. Es gibt diesen Anspruch.

In dieser Zeit, mit dem Abstand kannst Du zur Ruhe kommen, Dich sortieren, Kraft finden - und mit Unterstützung Lösungen erarbeiten.

Parallel würde ich mir an Deiner Stelle auch ambulant Unterstützung suchen, Psychotherapeutin, vorzugsweise, und / oder zeitnah bei einer Beratungsstelle, zumindest bis Du einen Platz hast.

Alleine schaffst Du es nicht, und von sich aus wird sich Dein Mann nicht ändern.

Nochmal ganz eindringlich,
"ich bin nix", "ich fühle mich nutzlos und leer" "ich funktioniere nur noch" "So ein Denken kenne ich eig. nicht von mir" "Mir fehlt nur der Mut und die Kraft"
Alles Deine Aussagen, alles Aussagen, die starke Indikatoren für eine Depression sind.
Prüfe das für Dich, und nimm Dich ernst.
Lass Dir dabei helfen.

Und mache Dir keine Vorwürfe, es sind schleichende Prozesse in Partnerschaften, dazu Schwangerschaften, Hormonelle Belastungen, es entsteht eine Dynamik, die zerstörerisch ist. Betroffene realisieren es sehr spät, meist, wenn es schon psychische Schäden angerichtet hat, Du bist leider gar kein Einzelfall.
Gut, dass Du es nun realisiert - und NEIN! DU hast so eine Behandlung nicht verdient, Du bist wichtig, wertvoll, liebenswert, und Du bist auch nicht schuld daran. Aber jetzt musst Du STOPP sagen.

Bitte lass Dir helfen.

Alles, alles Gute.
W,49
 
  • #24
Das nennt man psychische Gewalt! Beschäftige dich damit!
Daran gibt es nichts schön zu reden oder zu relativieren. So wie du schreibst bist du bereits maximal geschwächt. Das du nicht arbeiten gehst, hat damit nur marginal zu tun. Seine Vorwürfe gegen dich sind nicht die Ursache, sondern der Ausdruck eines Symptoms. Er ist unzufrieden mit sich und seinem Leben. Dafür gibt er dir latent die Schuld. Er wirft dir Dinge vor, die in einer liebenden Beziehung keinen Platz haben sollten. Du bist Mutter seiner Kinder und kümmerst dich um den gemeinsamen Haushalt. Wenn er das nicht wertschätzen kann, hat dies nichts mit deiner Leistung zu tun, sondern mit seiner nicht vorhandenen Wertschätzung deiner Person. Wenn er von dir erwartet arbeiten zu gehen, kann er das artikulieren und ihr müsst gemeinsame Lösungen für Kinderbetreuung und Haushalt finden. @frei schrieb bereits, das dieses Verhalten eine sehr destruktive Dynamik in der Familie erzeugt. Ist es das Bild das du deinen Kindern von dir vermitteln willst?! Ist es vor allem (und in erster Linie) das Bild, das du von dir selber haben möchtest?! Falls nicht, suche dir kompetente Hilfe. Das wirst du vermutlich nicht alleine durchbrechen können. Ein Teil von dir glaubt deinem Mann, sonst hättest du schon unlängst ein starkes Signal gesetzt. Deinen Mann wirst du nicht ändern, weder durch die Aufnahme von Arbeit noch dadurch, sein Verhalten stoisch zu ertragen. Du wirst nur etwas ändern, wenn du für dich selber eintrittst und deine Würde wiedererlangst. Verbiete ihm ab sofort, so mit dir zu sprechen, vor allem im Beisein eurer Kinder. Hast du Familie die dich stützt? Dann frage, ob du ggf. ein paar Tage oder Wochen zu ihnen kannst. So bitter das ist, vielleicht wäre auch ein Frauenhaus ein erster Schritt. Du brauchst Menschen, die Erfahrung mit seelischem Missbrauch haben. Du solltest dich dringend befreien, sonst gehst du emotional vor die Hunde und wirst als Opferlamm eben auch weiter so wahrgenommen und behandelt. Dir fehlt der Mut und die Kraft? Wo steht das denn geschrieben? Es ist ein Glaubenssatz, der nichts mit der Realität zu tun hat! Ich weis aus eigener Erfahrung, das es sich bisweilen so anfühlt......es sind aber alleine unsere Gedanken und die alten Glaubenssätze, die in uns aktiv sind. Gehe den ersten Schritt, hole dir Hilfe und du wirst sehen, der Rest kommt von alleine, wenn du endlich anfängst, die selber wieder Wert zu schätzen. Ich sage nicht, dass es leicht wird, bestimmt nicht. Aber der Preis den du jetzt (für die Hoffnung auf ein nicht vorhandenes Familienidyll) bezahlst ist viel zu hoch. Das was du bekommst, wenn du zu deiner Kraft und Selbstachtung zurück findest ist viel mehr wert. Ich wünsche dir die richtige Unterstützung und alle Kraft die du jetzt nicht spürst, die aber in dir ist. Sie ist nur verschüttet von der destruktiven Energie die dich gefangen hält.
 
  • #25
mein erster Gedanke: wieder arbeiten gehen. Damit entziehst du ihm die Argumentationsgrundlage.
Du meine Güte, wann verstehen endlich Frauen, dass es NULL mit der Arbeit der Frau zu tun hat, wie der Mann sie behandelt !! Im Paralleltread geht frau Vollzeit arbeiten und wird als Parasitin bezeichnet. Unsere Stammforistinen Vikky und Lionne haben immer viel gearbeitet und verdient, das hat sie nicht davor bewahrt, dass bei einer Ehemann fremdging, die andere musste Hausbau fast im alleingang finanzieren, weil der Gatte plötzlich nicht im stande war, abgemachte Summe beizusteuern ,im übrigen war das Lionnes zweite Ehe.
Es gibt Familien, wo frau Zuhause ist, wo sie arbeitet und wo sie sogar mehr als der Mann verdient und das funktioniert.Und es gibt sogenannte Augenhöhe oder von allen gewollte klassische Rollenverteilung, wo es nicht funktioniert. Das Scheitern ist einzig und allein der falschen Partnerwahl und Motivation für Beziehung zu verdanken. Blos wenn die Frau noch Geld verdient, fällt es nicht so ins Auge, dass der Mann ein Egoist und Despot ist. So wie bei Joggerin im Paralleltread- alles ist gut, alle glucklich, nur jetzt geht es um Zusammenziehen und plötzlich hat sie Fragen und auch leise Zweifel. Das übergeht sie geflissentlich, schließlich hat es drei Jahre funktioniert und da schließt man lieber Augen, statt hinzusehen, dass der Prinz sich gar nicht prinzenhaft verhält.
 
  • #26
Liebe FS, ich empfehle dir, schnellstmöglich wieder arbeiten zu gehen. Insgesamt 6 Jahre Pause in deinem Alter wirken irgendwie nicht zeitgemäß.

Das Baby ist 8 Monate.
Nicht jede*r hält es für zeitgemäß, Kinder so früh wie möglich in die Fremdbetreuung zu geben. Nicht jeder lässt sich von dem leiten, was angeblich in ist. Es geht hier um Menschen / Kinder.
Wie weit es für den Kleinsten gut ist , dass so früh Fremdbetreuung mit viel zu niedrigem Personalschlüssel wird sich in einigen Jahren / Jahrzehnten zeigen, die ersten Bedenken werden lauter.

Zeitgemäß wäre es, alle Aufgaben - Beruf, Kinder / Familie und Alltag als vollwertig anzuerkennen, und diese mit Respekt und Wertschätzung so aufzuteilen, wie es den Fähigkeiten und Möglichkeiten entspricht.
Zeitgemäß wäre es durchaus, sich alles zu teilen - wie Beruf in Teilzeit und beide sind wechselseitig zu Hause bei Klein(st)Kindern.

Zeitgemäß wäre es - und in anderen Ländern geht es - anzuerkennen, dass auch Familienzeiten einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsbildung liefert, und man durchaus beruflich nicht den Anschluss verlieren muss.
Es gibt kaum ein anderes Land, wo ein Wiedereinstieg so schwer ist, in anderen Ländern gar nicht das Thema. So wie es anderswo auch kein Problem ist, sich ein Sabbatical zu leisten oder viel flexibleete Arbeitszeitmodelle zu fahren.

Nur ist die Debatte, Arbeit /nicht Arbeit für die FS mE gerade nicht das Thema, diese "Partnerschaft" hat solch tiefe Spuren hinterlassen, dass die lapidare Forderung
Reiß Dich zusammen, gehe arbeiten, trenne Dich - oder sogar Vorhaltungen eher noch weiter herunter ziehen.

Erst mal wieder Energie finden, Mut, den Selbstwert aufbauen, raus aus der Depression kommen, schauen, warum es soweit gekommen ist, - und dann kommen Stück für Stück die nächsten Schritte.

W,49
 
  • #27
@realwoman gibt dir ganz oben genau den richtige Tipp: kläre deine Rechte und Möglichkeiten, liebe FS, und schon kannst du mit einem ganz neuen, selbstbewussten Hintergrundwissen deinem schwierigen Partner gegenüber treten!!
Duck dich nicht weg, rede mit Freunden über deine Probleme ... und irgendwann wirst du den Weg für dich und deine Kinder finden, der euch guttut.
 
  • #28
Du entwertest dich selber. Nicht er hat dich zu seiner Putzfrau gemacht, sondern du selber! Erster Schritt wäre, nichts mehr von ihm sauber zu machen, wenn er dich beleidigt und die Zeit zu nutzen, um auszugehen, dich neu herzurichten und Tätigkeiten draußen in Anspruch zu nehmen.

Zweiter Schritt: Mit dem Taschengeld, das dir über bleibt, kaufst du dir mal ein schönes Kleid, das dich hochwertet und womit du ausgehen kannst. Kleider machen Leute sagt man. Auch vor dem Partner.

Wer sagt, dass du seine Unterhosen aufheben musst? Ich würde ihm sagen, dass er sich zu schämen hat. Dann lass sie eben mal liegen und wasche nur deine Kleidung. Besprecht die Anschaffung einer zweiten Waschmaschine, wo er selber bedienen kann.

Ich habe mich bewusst dagegen entschieden und er war auch einverstanden. Fand es gut!
Ja, die Realität sieht aber oft anders aus, wenn Emotionen sich verändern und der Alltag angekommen ist. Nur daheim bleiben, degradiert einen eben als Nichtskönner und Nichtstuer manchmal. Immer nach Hause kommen und da sitzt schon wer, während man selber hart arbeiten war, da verliert der Gegenüber halt den Respekt vor dir. Das musst du erstmal realisieren.
Vorschlag wäre, dass du dich wieder tätig machst und schaust, ins Arbeitsleben zu kommen oder dir eine Beschäftigung suchst wenn er heim kommt, so dass du nicht mehr da bist, wenn er da ist und sich wundern muss, wo du bleibst. Besuche kleine Kurse und Seminare für dein Fortkommen. Fang an mit deinem Taschengeld zu wirtschaften, führe Haushaltsbuch für dich, werde eine Geschäftsfrau, die sich selbst gut zu managen weiß und ihr Leben immer weiter unabhängiger lebt. Lies Sachbücher, um unabhängig zu werden und dann raus ins Leben!

„Ich zahle hier alles, also bestimme ich!“ ist dabei nur ein kleines Beispiel für seine Haltung mir gegenüber.
Das ist ein Argument. Was ist dein Argument so? Du hast dich von ihm abhängig gemacht und das führt eben dazu, dass man abhängig wird, bleibt und anderen freies Feld gibt, einen schlecht zu behandeln.

[qupte]
Er sagt mir im Streit immer, dass ich dumm oder blöd sei. Oder dass ich den Mund zu halten habe. [/quote]
Spätestens dann hätte ich mich getrennt. Ich habe meine Prinzipien, auch in der Ehe und lasse mich nicht für dumm und blöd hinstellen, wenn ich den ganzen Tag hart arbeite, auch wenn es nur die Kinder erziehen ist. Du hast eben keine Prinzipien. Du sorgst auch nicht dafür, dass du es wenigstens so aussehen lässt, als würdest du hart arbeiten.

Ich würde in Zukunft noch eine Stunde früher aufstehen, also um 5 Uhr und mich dann um mein Fortkommen kümmern.

Sich ändern und ablösen, zumidnest unabängiger werden, ist ein langer steiniger Weg.
 
  • #29
Hi,

bezogen auf Deine Auflistung kann ich Dir nur zur Trennung raten!!
Du bist leider wie viele Frauen in eine Falle geraten: Romantik, Familie, alte Rollenverteilung.. nun zeigt Dein Partner sein wahres Gesicht und macht es ebenso wie die Generation seiner Großväter: er "domestiziert" Dich, er (und Du selbst) hat wirtschaftliche Abhängigkeit geschaffen. Es fehlen Respekt, Wertschätzung und Augenhöhe.

Ich kenne zahllose Frauen die um zahllose Jahre in solcher Konstellation trauern und mit 50 dastehen nachdem er sich "frisch versorgt hat" ohne Karriere oder Job. Ohne Rente. Ohne Partner. Ohne Freunde (weil die ganze Zeit und Kraft ja in die Kinder und den Hausherren als gratis Köchin, Putze, Kindermädchen, Geliebte, Therapeutin und Coach) geflossen sind. Du hast..unbewusst... ja gesagt zu aeltesten, unhinterfragtesten und etabliertesten Form der Sklaverei: dem kostenlosen emotionalen und praktischen Dienst an Mann und Kindern.

Ich kann Dir nur raten: weg.
Hole Dir Hilfe, Beratung etc. Und rechne mit "Kriegserklärung" von Seiten Deines Mannes, so wie Du ihn beschreibst. Sei realistisch was in Trennung auf Dich zukommt. Knicke dennoch nicht ein und ziehe es durch. Deinen Kindern tust Du keinen Gefallen wenn Du ihnen vor lebst, Frau sein bedeute sich opfern und demütigen lassen. Täglich.
Und Deinem Mann dienst Du auch nicht wenn Du zulässt dass er an DIR zum Täter wird.

Trenn Dich. Hole Hilfe. Suche nach support. Und ziehe es mit Unterstützung durch! Du bist nicht alleine!
 
  • #30
Hallo Steffi,
hallo Moderatoren, ich bitte um Freischaltung, ich habe da etwas für Steffi, das ihr den ersten Schritt gibt, um in die Kraft zu kommen, die sie braucht, um etwas zu ändern. Gib als Suchbegriff bei der großen Internetsuchmaschine dies ein: Change the world, make your bed. Du wirst ein wunderbares Video von einem US-Admiral finden, der darüber spricht, wie man die innere Motivation und die Kraft bekommt, um etwas zu ändern. Es ist auf Englisch und es ist großartig. Schau es Dir ein paar Mal an und ich bin sicher, Du wirst dann die Botschaft verstehen.
Herzliche Grüße, w, 37 J.
 
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