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Gast

  • #31
Auch die normale Eheschließung ist ein Vertrag! Aber eben eher allgemein und sinnvoll ist es, einen persönlichen Vertrag zu schließen, würde ich meinen Kindern immer empfehlen!
Kann mich #23 nur anschließen! Der Punkt ist doch nach einer langen Ehezeit, in der einvernehmlich die Mutter mehrer Kinder (beruflich gleich qualifiziert) nur Teilzeit gearbeitet hat, einfach weniger Karriere gemacht hat und evtl. auch Schwierigkeiten hat, wieder eine gut bezahlte Vollzeitstelle zu erhalten! In der Ehezeit haben sie gut von dem 1/3 zu 2/3 Einkommen leben können, sie hat sich allerdings beruflich nicht stark weiterentwickeln können -
bei der Trennung: sie verdient ganz gut, er jedoch das 3fache und muss keinen Ausgleich an die Ex zahlen! Und mit über 50 ist es dann für die Frau extrem schwierig, wieder beruflich aufzusteigen!
Mein Ex und ich hatten auch gleiche berufliche Ausgangspositionen -
ich habe zurückgeschraubt, er hat sich beruflich weiterentwickelt -
ich erhalte Kindesunterhalt (die Kinder sind auch ganz bei mir), keinen eigenen Unterhalt, da ich ja Einkommen habe, aber ich habe keine Möglichkeit mehr, mich beruflich so aufzustellen wie er!
Ein Ehevertrag ist absolut sinnvoll, unter Berücksichtigung eben dieser finanziellen Auseinanderentwicklung während einer langen Ehe!
 
  • #32
Ein Ehevertrag ist absolut sinnvoll, unter Berücksichtigung eben dieser finanziellen Auseinanderentwicklung während einer langen Ehe!
Jetzt mal ehrlich!? Soll denn dann der Partner, der mehr verdient hat und sich berufl. weiterentwickelt hat, die Ex ein Leben lang Alimentieren? Wird das dann eingestellt wenn der schwache Partner wieder neu liiert ist? Wie soll das funktionieren? Soll man Raten, wie weit der schwächere berulf. kommen würde und dann eine Fantasie Zahlung ansetzen?
 
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Gast

  • #33
Wie #23 und auch #30 richtig schreiben, immer dann, wenn es nach einer längeren Ehe, in der einer beiden beruflich zurücksteckt, zu einer Trennung kommt, stellt sich die Frage nach Ausgleich. Das ist bei Lehrern noch recht einfach zu berechnen, aber in den meisten anderen Fällen sehr schwierig und bleibt letztlich immer unbefriedigend - selbst mit vertraglichen Regelungen!

Deshalb kann man jüngeren Menschen nur den Rat geben, sich der Kinder wegen auf gar keinen Fall auf eine einseitige Aufgabenverteilung einzulassen. Entweder sind beide in gleichem Umfang an Kindererziehung und -versorgung beteiligt oder es gibt eben keine Kinder. Dann hat jeder die Chance auf berufliche Entwicklung im Rahmen seiner Interessen und Möglichkeiten - und Arbeitgeber müssen schlicht gezwungen werden, das zu akzeptieren! Die Fachkräfte-Nachfrage bietet dazu jede Menge Chancen und andere europäische Länder machen es uns längst vor.