• #1

Eifersucht, Intoleranz, Verschlossenheit ...?

Hallo alle zusammen,

wir haben uns bissl verfahren - was können wir tun?
Zur Einordnung: Wir sind drei Jahre zusammen, ich 38, mein Freund 31, beide voll berufstätige Akademiker. Er ist vor einem Jahr beruflich bedingt weggezogen.

Mein Freund hat wenig Interesse an Freundschaften und an Freizeitplanung. Zweiteres habe ich schon lange kritisiert und haben wir häufig besprochen, weil es die gemeinsame Zeit betrifft. Ersteres war mir lange egal, da er ja tun kann was er will und mein Freundeskreis mein Freundeskreis ist. Mit meiner Familie kann er dagegen gar nicht oft genug zusammen sein.

Eigene Freundschaften hat er an seinem neuen Wohnort nicht. Ich habe ein schlechtes Gewissen, mehrere und auch noch so gute Freunde zu haben. Die allerdings großteils auch weit weg wohnen. Mein Freund sagte zuletzt, dass er falsche Freunde nicht braucht und dadurch kam ich mir iwie angemacht vor.
Wenn er neckend mich daran hindern will, mit Freunden und Bekannten zusammenzusein, finde ich das oft nicht witzig. Zumal ich Austausch und Action mit meinen Freunden brauche, um auch die Stille und Monotonie (nicht negativ gemeint) mit ihm wieder zu schätzen.

Durch die Fernbeziehung gibt es zunehmend Zeit-Konflikte zwischen Treffen mit ihm und Treffen mit meinem Freundeskreis, die großteils halt beide aufs Wochenende beschränkt waren und sind. Er und ich sind zwar beide einverstanden damit, dass ich an seinen Besuchswochenenden Freunde treffe und er zuhause bleibt. Weil er am Mitkommen kein Interesse hat.

Was mich jedoch nun nachdenklich macht, sind seine folgenden, ziemlich direkten drastischen Gedanken bzgl meiner Freunde, die mir teils charakterlich sehr ähnlich sind - da, wo er und ich uns nicht ähnlich sind - und die er in den drei Jahren jeweils nur ein paar Minuten gesehen hat: "Deine Bekannten interessieren mich nicht. Sie sind einfach nicht mein Typ." "Bei deinen Treffen mit deinen besten Freunden x und y würde ich dir zurliebe höchstens 1,5h mitkommen."

Jetzt haben wir bzgl letztem und nächstem gemeisamem Wochenende ein wenig Streit. Denn ich finde es schade, a) mich oft entscheiden zu müssen zwischen Zeit mit ihm und mit anderen, denen er keine Chance auf ein Kennenlernen gibt. b) Austausch auch mit Menschen, die nicht komplett wie ich sind, mit einem offenen Geist und offenem Herzen ist eine sozial wichtige Eigenschaft. Oder liege ich da vielleicht falsch? Ich finde, dass seine Verschlossenheit (?) auch mit sich bringt, dass er wenige Impulse einbringt in unsere Beziehung und habe ihm das auch gesagt.
 
  • #2
Oder liege ich da vielleicht falsch? Ich finde, dass seine Verschlossenheit (?) auch mit sich bringt, dass er wenige Impulse einbringt in unsere Beziehung und habe ihm das auch gesagt.
Warum fragst du hier, ob du vielleicht falsch liegen könntest, das kannst doch nur du wissen und nicht die Leute hier, es gibt nur zwei Möglichkeiten, entweder es passt oder es passt nicht, ich habe eher den Eindruck dass ihr beide nicht passt!
 
  • #3
Passt nicht und wenn du ehrlich zu dir selbst bist weisst du das.

Er ist wie er ist, sieht für sich keinen Mangel, das kannst du nicht ändern.

Tut mir leid aber da du dies als Mangel ansiehst (das ist kein Vorwurf) bleibt nur noch der Cut.
 
  • #4
Mein Freund hat wenig Interesse an Freundschaften und an Freizeitplanung.

Er ist wie er ist.

Zweiteres habe ich schon lange kritisiert und haben wir häufig besprochen, weil es die gemeinsame Zeit betrifft.
Dich stört es, ihn nicht.

Dafür stören ihn Deine Freunde
Deine Bekannten interessieren mich nicht. Sie sind einfach nicht mein Typ."
Akzeptiere es.

Es gibt bei Euch durch die FB keinen Kompromiss. Er will nicht, Du willst. Zeit ist begrenzt.
Nachgeben will berechtigt keiner.

Welche Lösung bleibt, wenn beide zufrieden sein sollen?

M, 56
 
A

*a_n_s_i_n*

Gast
  • #5
Ich finde den Typen etwas seltsam. Liest sich für mich tendenziell sozial verkrüppelt, um es mal salopp zu sagen.
Naja, aber es darf ja jeder sein wie er will, und wenn DU sonst gut mit ihm zurecht kommst und darüberhinaus Eure Beziehung okay ist für Euch beide, ist es ja gut.

Was mir allerdings Sorgen machen würde, wäre die ständig unterschwellig mitschwingende Abwertung von Dritten, zumal er diese ja scheinbar nicht mal wirklich kennt. Da leuchten bei mir die Warnlämpchen ziemlich grell auf...
Wehret den Anfängen, fällt mir dazu nur ein. Besser wird so was für gewöhnlich nicht, eher heftiger.
Für mich wäre ein Mensch, der es nötig hat, sich aufzuwerten, in dem er andere abwertet, jedenfalls nichts. Akzeptiere ich für mich nicht mal im Bekanntenkreis...
 
  • #6
Zweiteres habe ich schon lange kritisiert und haben wir häufig besprochen, weil es die gemeinsame Zeit betrifft.
Diese Art von „besprechen“ ist oft eher einseitige Meinungsbekanntgabe...
Ich habe ein schlechtes Gewissen, mehrere und auch noch so gute Freunde zu haben.
Traurig für Deine Freunde.
Wenn er neckend mich daran hindern will, mit Freunden und Bekannten zusammenzusein, finde ich das oft nicht witzig.
Wenn Du ihm vorschreiben möchtest, dass er Freunde zu haben hat, die Du vermutlich dann auch noch auswählst, ist das für ihn wohl auch weniger witzig...
Zumal ich Austausch und Action mit meinen Freunden brauche, um auch die Stille und Monotonie (nicht negativ gemeint) mit ihm wieder zu schätzen.
Warum ist nur wichtig, was Du brauchst?
Durch die Fernbeziehung gibt es zunehmend Zeit-Konflikte zwischen Treffen mit ihm und Treffen mit meinem Freundeskreis, die großteils halt beide aufs Wochenende beschränkt waren und sind.
Wäre das besser, wenn er jetzt auch noch eine Reihe Freunde hat. Das Problem ist wohl eher, dass er Zeit mit Dir verbringen möchte und Du andere Prioritäten hast. Hätte er jetzt mehr Freunde, dann hättest Du mehr Freiraum.
Ich finde, dass seine Verschlossenheit (?) auch mit sich bringt, dass er wenige Impulse einbringt in unsere Beziehung und habe ihm das auch gesagt.
Aus meiner Sicht solltest Du die Beziehung und seine Sicht auf andere Menschen trennen. Oder Dir natürlich einen passenden Partner suchen, wenn dieser nicht passt.
 
  • #7
Naja, dein Freund scheint weniger gesellig zu sein als du. Er scheint eher der introvertierte Typ zu sein?

Wie lange führt ihr denn schon eure Fernbeziehung und wie häufig seht ihr euch?
In einer Fernbeziehung ist halt nicht so viel Paarzeit vorhanden und ich finde das
dass ich an seinen Besuchswochenenden Freunde treffe und er zuhause bleibt.
schon irgendwie merkwürdig. Wie soll man sich das vorstellen? Du triffst dich mit deinen Freunden und er sitzt dann die Stunden bei dir Zuhause rum und wartet darauf, dass du irgendwann wieder da bist?

Austausch auch mit Menschen, die nicht komplett wie ich sind, mit einem offenen Geist und offenem Herzen ist eine sozial wichtige Eigenschaft.
Naja, er scheint sich unter den Menschen aber nicht so wohl zu fühlen und hat für sich halt entschieden, dass er diese in seiner Freizeit nicht benötigt. Vielleicht strengt es ihn einfach zu sehr an?
 
  • #8
Zur Einordnung: Wir sind drei Jahre zusammen, ich 38, mein Freund 31,
Dein Freund scheint mit seinen 31 Jahren noch sehr unreif zu sein.
Er ist vor einem Jahr beruflich bedingt weggezogen.
Warum macht er das nach zwei Jahren Beziehung? Habt ihr zumindest gemeinsame Zukunftspläne?
Wenn er neckend mich daran hindern will, mit Freunden und Bekannten zusammenzusein, finde ich das oft nicht witzig.
Er möchte, dass du den Kontakt zu denen abbrichst. Klingt schon ziemlich manipulativ.

Wie verhält er sich denn sonst in eurer Beziehung?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #9
Liebe @seven7up, ich kann Dich gut verstehen, daher schreibe ich Dir. Vermutlich sind wir uns vom Wesen her ähnlich. Ich lebe auch auf, beim Austausch mit Menschen offenen Geistes, die sich für eine Vielzahl Themen interessieren, fehlt mir dieser Austausch, leide ich.

Ich fasse mal zusammen.
3 Jahre zusammen. Das ist genau die Zeit, in der Unterschiede deutlich werden, in der Wesensart und sich entscheidet, passt es, für Dauer, oder nicht.
mein Freund 31, beide voll berufstätige Akademiker. Er ist vor einem Jahr beruflich bedingt weggezogen.
Er ist in einem Alter, wo er sich voll auf den Beruf konzentriert, wenn das für ihn Prio hat, daher ist er der Arbeit nachgezogen.
Mein Freund hat wenig Interesse an Freundschaften und an Freizeitplanung.
Er ist wie er ist. Das reicht ihm wohl so, für den Rest seiner sozialen Bedürfnisse hat er dann Dich.
Eigene Freundschaften hat er an seinem neuen Wohnort nicht. Ich habe ein schlechtes Gewissen, mehrere und auch noch so gute Freunde zu haben. Die allerdings großteils auch weit weg wohnen.
Wenn er neckend mich daran hindern will, mit Freunden und Bekannten zusammenzusein, finde ich das oft nicht witzig.
Du siehst es, also sieh ruhig hin.
Durch die Fernbeziehung gibt es zunehmend Zeit-Konflikte
Eine Fernbeziehung mit Zeitmangel wirkt jetzt wie ein Vergrößerungsglas für Probleme in der Beziehung.
Streit. Denn ich finde es schade, a) mich oft entscheiden zu müssen zwischen Zeit mit ihm und mit anderen, denen er keine Chance auf ein Kennenlernen gibt.
Deine Bedürfnisse und seine Bedürfnisse bekommt ihr nun durch den Zeitmangel nicht mehr geregelt.
w46
 
  • #10
b) Austausch auch mit Menschen, die nicht komplett wie ich sind, mit einem offenen Geist und offenem Herzen ist eine sozial wichtige Eigenschaft. Oder liege ich da vielleicht falsch?
Nein, Du liegst richtig. Du brauchst den Austausch, um Dich lebendig zu fühlen. Den bekommst Du durch Eure Wohnort-Zeit-Konstellation nun zu wenig. Die brauchst Du unbedingt.
Du möchtest beides, ihn und Open-Mind-Kontakte.

Er bekommt zu wenig Allein-Zeit mit Dir. Die braucht er. Er braucht Dich, das reicht ihm.

Frage Dich, kann er Dir allein geben, was Du brauchst?
Frage Dich, ist es möglich, dass es Euch auch jedes zweite WE reicht? Eines für ihn, eines für Deine Freunde.
Könntest Du damit leben - auf Dauer?
Könnte er damit leben - auf Dauer?

Frage Dein Bauchgefühl und hör hin.
Du suchst offenen Kontakt für geistiges Wachstum.
Wirst Du wachsen in Eurer Konstellation?

Er sucht Ruhe für sich mit Dir allein. Das bekommt ihr aber zeitlich nicht hin, wenn es bleibt, wie es momentan ist.
Was sagt Deine innere Stimme. Wie lauten die Sätze???
Schreib sie doch mal auf.

w46
 
M

mightyMatze

Gast
  • #11
Ich kann Deine Gedankengänge nachvollziehen.
Mir sind meine Freunde (die ich alle schon seit vielen Jahren kenne) ebenfalls sehr wichtig. Und es wäre mir auch wichtig dass eine potentielle Partnerin gut mit ihnen auskäme. Wenn das nicht der Fall ist, belastet mich das und ich habe immer das Gefühl mich entscheiden zu müssen.
Und wenn das tatsächlich mal der Fall wäre dass eine Frau von mir verlangte mich zwischen ihr und meinem Freundeskreis zu entscheiden würde sie den kürzeren ziehen. Frauen kommen und gehen, die Freunde bleiben - das ist meine Erfahrung vor allem in den letzten Jahren.

Ich kann mir gut vorstellen dass Du, wenn Du mit den Freunden was unternimmst und er dann allein bleibt dann trotzdem ein schlechtes Gewissen hast.

Trotzdem sehe ich momentan keine andere Lösung als diese, denn nach seinem Spruch mit den "1,5 Stunden dir zuliebe" hätte ich ehrlich gesagt an Deiner Stelle auch keinen Bock mehr ihn mitzunehmen.

Ich rate ja selten zu einer voreiligen Trennung, aber wie ich eben geschrieben habe, Deine Freunde werden Dir bleiben (hoffe ich zumindest) und deshalb wird auch dieses Problem bleiben so dass Du Dir schon die Frage stellen musst inwieweit das langfristig Sinn macht.
 
  • #12
Mein Freund hat wenig Interesse an Freundschaften und an Freizeitplanung. Zweiteres habe ich schon lange kritisiert und haben wir häufig besprochen, weil es die gemeinsame Zeit betrifft.
Was mich jedoch nun nachdenklich macht, sind seine folgenden, ziemlich direkten drastischen Gedanken bzgl meiner Freunde, die mir teils charakterlich sehr ähnlich sind - da, wo er und ich uns nicht ähnlich sind - und die er in den drei Jahren jeweils nur ein paar Minuten gesehen hat: "Deine Bekannten interessieren mich nicht. Sie sind einfach nicht mein Typ." "Bei deinen Treffen mit deinen besten Freunden x und y würde ich dir zurliebe höchstens 1,5h mitkommen."
Also, ich komm auch zu diesem Schluss:
3 Jahre zusammen. Das ist genau die Zeit, in der Unterschiede deutlich werden, in der Wesensart und sich entscheidet, passt es, für Dauer, oder nicht.
Und zwar, weil ich das aus eigener Erfahrung auch kenne.
Du akzeptierst ihn nur so halb, wie er ist. Er dich (und deine Freunde) auch nicht so richtig. Die fehlende Zeit wegen der Fernbeziehung verschärft das Problem. Jeder von euch hätte gern, dass der andere eher so wie er wäre. Das klappt auf Dauer nicht. Es kann zwar funktionieren mit intro/extro, aber dann müssen beide gerade das am anderen schätzen und lieben. Das ist bei euch nicht der Fall.
Mein Ex war sehr extrovertiert. Ich bin introvertiert (auch wenn ich durchaus was für die Freizeit plane). Seine Freunde waren viel auch so extrovertiert, d.h. gern in großen Gruppen, sehr viel Anekdoten und auf so eine witzige Art mit Sprüchen unterhaltend, mit der ich absolut nichts anfangen kann. Ich bin ihm zuliebe immer mit, habe mich aber oft unwohl und am Ende vom Wochenende ausgebrannt gefühlt. Und er war sauer, dass ich dann manchmal kaum mit jemandem sprach und eben nicht sehr glücklich aussah. Ich habe festgestellt: Wenn ich die Freunde des anderen nicht mag, dann passt es mit dem Mann einfach auch meist nicht. Denn natürlich haben die ja was gemeinsam und wenn ich diese Eigenschaft ablehne, dann werde ich auch den Partner ablehnen, wenn die erste rosa Zeit vorbei ist. Ich glaube nicht mal, dass das Eifersucht ist von seiner Seite. Er kann halt mit solchen Leuten nicht so richtig. Problem ist, dass du das aber brauchst in deinem Leben und ja nicht wegen ihm ein Einsiedlerleben anfangen kannst.
Wenn ihr euch nicht trennen wollt, wäre es wohl nötig, die Fernbeziehung mit gezielten Absprachen zu überbrücken und so schnell es geht wieder in eine Stadt zu ziehen, damit genug Zeit ist für eure beiden Bedürfnisse. Ob das langfristig klappen kann mit einer Partnerschaft.. nun, unmöglich ist nichts, aber es wird sicher schwierig.
w, 37
 
  • #13
Typisches Problem von Fernbeziehung.
Man kann sich nur am Wochenende sehen.
Da ist aber auch nur da Zeit für Freunde, Familie, größere Hausarbeiten, etc.

Gibt immer Probleme. Außer man kommt mit wenig Kontakt klar.

Fernbeziehung und ein gepflegter Freundeskreis schließen sich fast aus.

M, 56
 
  • #14
Frauen kommen und gehen, die Freunde bleiben - das ist meine Erfahrung vor allem in den letzten Jahren.
Mit dieser Einstellung wirst du keine Frau für das Leben finden!
Deine Freunde werden Dir bleiben (hoffe ich zumindest) und deshalb wird auch dieses Problem bleiben so dass Du Dir schon die Frage stellen musst inwieweit das langfristig Sinn macht.
Auch Freunde bleiben nicht ewig!
 
  • #15
Ich habe ein schlechtes Gewissen, mehrere und auch noch so gute Freunde zu haben. Die allerdings großteils auch weit weg wohnen. Mein Freund sagte zuletzt, dass er falsche Freunde nicht braucht und dadurch kam ich mir iwie angemacht vor.
Du solltest Dir den Schuh nicht anziehen, er mag Dich nur mag er Deine Freunde nicht. Für ihn wären es falsche Freunde. Deine Familie trifft er gern, mit diesen Menschen kommt er gut aus.

Für mich wäre das nichts, diese Komplettablehnung der Freunde. Das fängt bei der kleinsten Geburtstagsfeier an, geht über Hochzeit, vielleicht Taufpaten Eurer Kinder. Die Hälfte Deiner schönen Erinnerungen, die Du Dir schaffst teilst Du nicht mit Deinem Freund. Und du wirst ständig in Konfliktsituationen kommen.

Ich sehe hier auch einen klassichen Fall von nicht zusammen passen.
 
  • #16
Nun ja, wie du schon schreibst sind es DEINE Freunde und nicht seine. Er hat sie sich nicht ausgesucht und ist somit auch nicht verpflichtet sie zu mögen. Klar sollte ein treffen mit deinen Freunden kein Problem darstellen, aber soweit ich gelesen hab würde er das auch machen. Lass es gut sein.. Du solltest ihn so akzeptieren oder es beenden, denn ihr dreht euch im Kreis.

Und mal ehrlich wenn er der Richtige wäre würde dir die Entscheidung nicht schwer fallen wen du am Wochenende gerne bei dir hättest. Ihr führt doch ne Fernbeziehung, da müsstest du ihn doch vermissen und es kaum abwarten können ihn wieder zu sehen?
 
  • #17
b) Austausch auch mit Menschen, die nicht komplett wie ich sind, mit einem offenen Geist und offenem Herzen ist eine sozial wichtige Eigenschaft. Oder liege ich da vielleicht falsch?
Ich gebe noch eine Ergänzung. Habe ich vorhin positiv bestätigt. Aber das passt für Dich. Er braucht etwas anderes für sein Wohlbefinden. Das ist dann für IHN genau richtig. Er ist richtig, für sich. Auch Menschen, die diesen Austausch nicht so expansiv benötigen, sind gute Menschen. Und ein wertvoller Teil. Er ist dann vielleicht sehr gut und passend in seinem Beruf. Nicht jeder lebt nach außen oder durch Kontakte im Austausch im Privaten. Es ist immer eine Frage der Passung, glücklich sein zu können.
Mach Dir mal Deine Gedanken, melde Dich gern auch noch mal, wenn Du magst.
w46
 
  • #18
Mit dieser Einstellung wirst du keine Frau für das Leben finden!

Auch Freunde bleiben nicht ewig!
Ja, richtig, manches wandelt sich im Leben. Alles ist Veränderung.
Und manche Eigenschaften bleiben, viele Wesenszüge. Manche Menschen verändern sich sehr stark, dann wechselt der Freundeskreis. Manche verbleiben in ihrem Wesenszug sehr gleichbleibend, sie benötigen diese Unveränderlichkeit für ihre Stabilität.
Wieder eine Frage der Passung der Partner, die sich auch nach Lebensphase stark ändern kann.
 
  • #19
Mein Freund hat wenig Interesse an Freundschaften und an Freizeitplanung. Zweiteres habe ich schon lange kritisiert...
Dein Freund ist wie er ist und das weißt Du, schließlich bist du lange genug mit ihm zusammen.
Am Ende der Kindheit sollte man begriffen haben, dass man nicht alles gleichzeitig haben kann.

Wenn es Dich unglücklich macht, einen sozial isolierten Partner zu haben und er zänkisch wird vor Neid, dann ist es Zeit eure Beziehung zu beenden, weil ihr nicht zusammen passt und nun daraus Leid für beide besteht.

Mit meiner Familie kann er dagegen gar nicht oft genug zusammen sein.
Es gibt Menschen, die sind so: die kommen mit allen und allem gut klar was man ihnen vorsetzt, haben keinerlei Hang, ihr soziales Umfeld zu erweitern - eher IntroTypen. Mit Ende 30 solltest Du das eiegntlich schon bemerkt haben, wird aber von unaufmerksamen Extros oft übersehen, wie vieles andere auch.

Denn ich finde es schade, a) mich oft entscheiden zu müssen zwischen Zeit mit ihm und mit anderen, denen er keine Chance auf ein Kennenlernen gibt.
Seine Sache, dass er sie garnicht kennenlernen woill.
Seine Gründe wären für mich ein Anlass, die Beziehung infrage zu stellen.
Ich bin selber Intro und brauche meine stillen Phasen, will nicht Hinz und Kunz kennenlernen, aber die besten Freunde meines Mannes kenne ich und bin gern mit ihnen zusammen, wenngleich ich ihn auch allein losschicke.

Austausch auch mit Menschen... ist eine sozial wichtige Eigenschaft. Oder liege ich da vielleicht falsch?
Ja, Du liegst falsch. Es gibt garnicht so wenige Menschen, die brauchen das nicht. Denen langt das Minimum an Austausch, was sie auf der Arbeit haben, mit dem Partner und Verwandten.
Befass Dich mal mit dem Thema Introversion, ob Du Deinen Partner darn wiedererkennst.

Ich finde, dass seine Verschlossenheit (?) auch mit sich bringt, dass er wenige Impulse einbringt in unsere Beziehung und habe ihm das auch gesagt.
Oder nicht so lautstark wie Deine, sodass Du sie überhörst.
Ich frage mich allerdings, was die ständigen neuen Impulse sein sollen? Verlassen Dich altersbedingt die Kräfte und jemand anderer muss den Spielplan fürs Lebenstheater mitgestalten, weil Du ruhiges Fahrwasser nicht ertragen kannst?

Wenn man einen passenden Partner hat, kompatible Temperamente, ähnliche Werte, hält man sich mit so einem Zeitgeistfirlefanz garnicht auf sondern lebt einfach sein Leben und lässt neue Impulse reinkommen, statt sich dafür einen abzukrampfen.
 
  • #20
Was mir allerdings Sorgen machen würde, wäre die ständig unterschwellig mitschwingende Abwertung von Dritten, zumal er diese ja scheinbar nicht mal wirklich kennt. Da leuchten bei mir die Warnlämpchen ziemlich grell auf...
Ist aus Sicht eines Intros eher unproblematisch, weil eher Abwehr der ständigen und entnervenden Bedrängung durch eine extrovertierte Person, die es schlichtweg nicht begreifen will und jedes "nein" überhört.
Dann verlassen den Intro nach 3 Jahren "nein" auch mal die Nerven wegen der permanenten Grenzüberschreitung und er wird sickig.

Ich bin ihm zuliebe immer mit, habe mich aber oft unwohl und am Ende vom Wochenende ausgebrannt gefühlt. Und er war sauer, dass ich dann manchmal kaum mit jemandem sprach und eben nicht sehr glücklich aussah.
Ich kenne das auch, das zweite nicht, weil ich konsequent nicht hingehe, wenn ich Ruhe brauche.
Allerdings habe ich
1. einen gescheiten Mann, der mich nicht hinzwingt sondern vergnügt allein loszieht, wenn ich meine Ruhephase haben
2. Verstand und ein gutes Ressourcenmanagement, sodass ich zu allen wichtigen Terminen gut in Form bin.
Dsa hat übrigens auch ganz hervorragend in einer mehrjährigen Fernbeziehung funktioniert - müssen halt beide können und wollen.

Wie soll man sich das vorstellen? Du triffst dich mit deinen Freunden und er sitzt dann die Stunden bei dir Zuhause rum und wartet darauf, dass du irgendwann wieder da bist?
Ersteres ja, zweites nicht. Ein Intro sitzt nicht und wartet, der ist mit sich und seiner ruhigeren Welt befasst.
Ich war oft noch auf, wenn mein Mann spät heimkam, aber nicht, weil ich auf ihn gewartet habe, sondern noch las, schrieb, malte oder mit Bllick auf die nächtlichen Berge einfach meinen Gedanken nachhing - was man so in tiefer Zufriedenheit tut, wenn man das Dauergesabbel nicht braucht.
 
M

mightyMatze

Gast
  • #21
Ja, richtig, manches wandelt sich im Leben. Alles ist Veränderung.
Manche Menschen verändern sich sehr stark, dann wechselt der Freundeskreis. Manche verbleiben in ihrem Wesenszug sehr gleichbleibend, sie benötigen diese Unveränderlichkeit für ihre Stabilität.
Das kann ich jetzt persönlich so nicht bestätigen. Egal was sich in meinem Leben verändert hat und egal wie ich mich verändert habe, der Freundeskreis ist immer derselbe geblieben. Ich kenne fast alle meine Freunde mittlerweile seit fast 30 Jahren. Und die Chancen stehen gut dass das auch so bleibt.
 
M

mightyMatze

Gast
  • #22
Und mal ehrlich wenn er der Richtige wäre würde dir die Entscheidung nicht schwer fallen wen du am Wochenende gerne bei dir hättest. Ihr führt doch ne Fernbeziehung, da müsstest du ihn doch vermissen und es kaum abwarten können ihn wieder zu sehen?
Das heißt aber nicht dass sie die Pflege ihrer Freundschaften vernachlässigen will - und auch nicht sollte. Wie gesagt, auch wenn die Beziehung auseinandergeht, die Freunde bleiben ihr.
 
  • #23
Ich kenne das auch, das zweite nicht, weil ich konsequent nicht hingehe, wenn ich Ruhe brauche.
Allerdings habe ich
1. einen gescheiten Mann, der mich nicht hinzwingt sondern vergnügt allein loszieht, wenn ich meine Ruhephase haben
2. Verstand und ein gutes Ressourcenmanagement, sodass ich zu allen wichtigen Terminen gut in Form bin.
Ich würde das auch nicht mehr machen, aber ich wollte halt auf ihn zugehen, weil er sich das so gewünscht hatte, das ich mitkomme. Meine Kompromissbereitschaft war damals einfach viel größer, als sie heute ist. Ich würde mir nie wieder so einen Partner suchen. Ich kann übrigens auch mit den Freunden von meinem jetzigen Partner ohne Probleme viel Zeit verbringen, die sind aber eben vom Charakter einfach anders, also nicht nur introvertiert, aber liegen mir einfach mehr und überbieten sich nicht ständig mit Sprüchen und Anekdoten. Also; das kommt so rüber als hätte ich keinen Verstand, wie du das formuliert hast :D Ich nehme mal an, dass du das nicht so gemeint hast...
Austausch auch mit Menschen, die nicht komplett wie ich sind, mit einem offenen Geist und offenem Herzen ist eine sozial wichtige Eigenschaft. Oder liege ich da vielleicht falsch? Ich finde, dass seine Verschlossenheit (?) auch mit sich bringt, dass er wenige Impulse einbringt in unsere Beziehung und habe ihm das auch gesagt.
Ich finde das ist eben nur eine Sichtweise und zwar die eines extrovertierten Menschen. Das ist auch okay, aber es impliziert, dass du denkst, dass du da "besser" bist als er. Das ist aber nicht so, du bist nur ANDERS als er. Wenn man so ist, dass es einem eben Energie zieht und nicht gibt, mit Menschen, mit denen man wenig gemeinsam hat, zusammenzusein, dann vermeidet man das. Das geht vielen introvertierten Leuten so. Trotzdem lese ich oder habe eben auf anderen Wegen Eindrücke, nur nicht sozialer Natur. Wenn dein Freund wenig neue Impulse einbringt, dann ist er entweder desinteressiert oder "langweilig", das hat nichts mit introvertiert zu tun, oder du siehst die Impulse, die er einbringt, nicht als welche an, weil die keine sozialen Ursprünge haben. Was davon zutrifft, weiß ich nicht.
 
  • #24
Das kann ich jetzt persönlich so nicht bestätigen. Egal was sich in meinem Leben verändert hat und egal wie ich mich verändert habe, der Freundeskreis ist immer derselbe geblieben. Ich kenne fast alle meine Freunde mittlerweile seit fast 30 Jahren. Und die Chancen stehen gut dass das auch so bleibt.
Freunde kommen und ghen - wie Partner. Wenn man in den immer gleichen Lebensumständen ist, mag das so sein. Bei mir haben sich die Freundschaften allein durchs Kinderkriegen vieler Frauen geändert. Mal von ihnen aus, mal von mir. Das ist gesund so, denn man sollte sein Umfeld regelmäßig reflektieren. Aber manche lieben auch nur die Gewohnheit und stellen ansonsten keine Anforderung sn eine Freundschaft (z.B. Ehrlichkeit, Loyalität etc.), gelle?! 😉
 
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M

mightyMatze

Gast
  • #25
Freunde kommen und ghen - wie Partner. [...]Aber manche lieben auch nur die Gewohnheit und stellen ansonsten keine Anforderung sn eine Freundschaft (z.B. Ehrlichkeit, Loyalität etc.), gelle?! 😉
Das sehe ich genau anders. Frauen kommen und gehen, Freunde bleiben. So ist es halt zumindest bei mir, bei anderen mag es anders sein. Und Loyalität habe ich in den letzten Jahren viel mehr erfahren als ich jemals erwartet hätte. Also alles gut ;-)
 
  • #26
Ersteres ja, zweites nicht. Ein Intro sitzt nicht und wartet, der ist mit sich und seiner ruhigeren Welt befasst.
Ich war oft noch auf, wenn mein Mann spät heimkam, aber nicht, weil ich auf ihn gewartet habe, sondern noch las, schrieb, malte oder mit Bllick auf die nächtlichen Berge einfach meinen Gedanken nachhing - was man so in tiefer Zufriedenheit tut, wenn man das Dauergesabbel nicht braucht.
Okay. Ich hab mir schon gedacht, dass er sich irgendwie anderweitig beschäftigt.
Ich stelle mir das nur innerhalb einer Fernbeziehung, wenn man dann zu seinem Partner fährt um mit ihm gemeinsam Zeit zu verbringen irgendwie nicht so prickelnd vor, wenn der andere dann mit seinen Freunden alleine auf Tour geht.

Aber scheint ja bei dir/euch gut geklappt zu haben.
Ich würde wahrscheinlich eher bei mir Zuhause bleiben, wenn mein Freund an dem Wochenende, an dem ich zu ihm fahre irgendetwas über mehrere Stunden vor hätte bei dem ich ihn nicht begleiten möchte.
Mach ich auch nächstes Wochenende so, wenn er z.B. mit zwei Freunden etwas aus 400km Entfernung mit einem Anhänger abholt und ich nicht den innigen Wunsch habe bei ca. 5 Stunden Fahrt am Freitag und Sonntag auch noch den Samstag im Auto zu verbringen.
 
  • #27
Ich kann dich natürlich verstehen, dass es dich stört, dass er kein Interesse hat auf gemeinsame Freizeitplanung. Dass er aber kein Interesse an Freundschaften ist sein eigenes Problem.
Mein Freund sagte zuletzt, dass er falsche Freunde nicht braucht und dadurch kam ich mir iwie angemacht vor.
Ich finde so etwas eigentlich vernünftig. Ich bin da auch eher vorsichtig.
Wenn er neckend mich daran hindern will, mit Freunden und Bekannten zusammenzusein, finde ich das oft nicht witzig.
Das würde ich mir verbitten.
Durch die Fernbeziehung gibt es zunehmend Zeit-Konflikte zwischen Treffen mit ihm und Treffen mit meinem Freundeskreis, die großteils halt beide aufs Wochenende beschränkt waren und sind. Er und ich sind zwar beide einverstanden damit, dass ich an seinen Besuchswochenenden Freunde treffe und er zuhause bleibt. Weil er am Mitkommen kein Interesse hat.
Sorry aber da kann ich ihn auch in einer gewissen Weise verstehen. Ich muss dich mal fragen wie oft ihr an den Wochenenden zusammen seid. Wenn es selten ist und du dich dann mit deinen Freunden triffst. Da würde ich mir als Mann auch etwas blöd vorkommen. Du kannst doch deine Freunde treffen wenn er nicht da ist. Mir ist mein Freundeskreis auch sehr wichtig.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #28
Ja, Frauen sind oft etwas für Lebensabschnitte, Freunde (nicht alle) fürs Leben. Nicht als irgendwie bösartige Aussage, sondern als Beobachtung dessen, was ist. Bei Frauen ist das ja umgekehrt auch nicht anders.

Wir leben in einer Zeit, in der Beziehungen realistisch betrachtet nicht mehr sicher lebenslang halten. Da sind Freundschaften als Ergänzung einfach auch unter sozialen Aspekten aus meiner Sicht wichtig.

Insofern kann ich die Sicht der FS nachvollziehen. Aber es ist dann immer noch meine Sicht. Mag sein, dass andere Menschen sich nur auf die Partnerin konzentrieren. Wenn die das dann nicht möchte, dann passt es eben nicht. Und in Wochenendbeziehungen kann ich auch nachvollziehen, dass man die kostbare Zeit dann miteinander verbringt und sie ihre Freunde dahin verschiebt, wo der Partner sowieso nicht da ist.
 
  • #29
Durch die Fernbeziehung gibt es zunehmend Zeit-Konflikte zwischen Treffen mit ihm und Treffen mit meinem Freundeskreis, die großteils halt beide aufs Wochenende beschränkt waren und sind. Er und ich sind zwar beide einverstanden damit, dass ich an seinen Besuchswochenenden Freunde treffe und er zuhause bleibt. Weil er am Mitkommen kein Interesse hat.
Ihr trefft euch ja nicht jedes Wochenende, also kannst du an dem Wochenende wo ihr nicht zusammen seid, dein Freundeskreis pflegen, das muss dann nicht sein, wenn er bei dir ist. Würdest du das dennoch tun, so würde ich nicht mehr kommen, weil mein Gefühl sagt mir, ich bin dir nicht wichtig genug! Punkt!
 
  • #30
Ihr passt einfach nicht zusammen. Und das hat nichts mit der Fernbeziehung oder deinem Freund zu tun. Er ist nunmal so wie er ist. Und das musst Du akzeptieren oder gehen. Ihr habt beide andere Vorstellungen, wie ihr euer Privatleben lebt. Daran ist auch nichts falsch, es passt eben nicht zusammen.
 
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