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  • #1

Ein Mann hat Probleme. Was heißt das?

Ich habe vor ein paar Monaten eine Frau kennengelernt, in die ich mich verliebte. Sie hat eine lange, schwierige Beziehung beendet und vor 3 Monate sich sofort in eine andere gestürzt. Seitdem haben wir uns 5x getroffen. Wir haben ein sehr inniges, vertrautes Verhältnis aufgebaut (noch mehr als beim früheren Freund) und uns vor wenigen Tagen getroffen und dabei auch offen über Sex geredet. Sie sagte in dem Treffen, alles wäre kompliziert und ihr Freund, mit dem sie sich selten trifft, hätte Probleme. Sie flog danach mit dem Freund, obwohl sie Angst davor hatte, in den Urlaub und sagte zuvor am Telefon, dass sie wissen wolle wo sie steht, schwankend sei und ein Risiko einginge (Sie hat Angst, dass sie zu tief in eine komplizierte Bez. eintaucht wie zuletzt.). Ebenso, dass sie mich sofort nach dem Urlaub anrufen würde. Ich frage mich, was das wohl für Probleme bei ihrem Freund sein können, sodass sie, als Künstlerin, nun sogar Interesse für ein Psychologie-Studium zeigt? Danke.
 
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  • #2
Warum fragst Du nicht die Frau selber danach?
Wie sollen wir das wissen können?
Wenn ihr offen über Sex redet, sollte dieses Thema auch angesprochen werden können, denke ich.
 
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  • #3
Du scheinst ein angenehmer Seelentröster für sie zu sein! Den "Freund", mit der schwierigen Psyche, hat sie fürs Bett und dich als Zuhörer ihrer Probleme. Die Dame hält dich in der Hinterhand - für alle Fälle, falls sie plötzlich allein dastehen sollte.
Ich denke, du solltest dich besser nicht um die Probleme ihres Freundes kümmern, sondern um jene die dich wohl erwarten werden, wenn du den Kontakt zu ihr aufrecht erhalten möchtest.
Ich hätte kein Interesse daran, bei ihr die zweite oder dritte Geige zu spielen.
 
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  • #4
Die Frau hat ganz sicher Probleme.
Sie hat sich von einer Beziehung in die nächste gestürzt und hat den einen Problemfall gegen den nächsten getauscht.
Vielleicht hat sie ein Helfersyndrom. Manche Menschen wollen gezielt jemanden haben, der sie BRAUCHT, der ohne sie angeblich keine Luft bekommt.

Wieso fliegt sie mit ihm in den Urlaub, wenn sie Angst hat, sich einzulassen?
Sie soll sich mal lieber auf sich selber und ihre Karriere konzentrieren als auf ihn, auf Dich und womöglich noch andere Männer.

Hoffentlich hast Du Dich nicht zu dolle verliebt, die Dame scheint gerne mit Männern zu spielen, die normale Beziehungen haben könnten. Die Problemfälle will sie dann bekehren.
Na ja.
 
  • #5
Oh nein,FS

hier gibt es ganz viele nette Frauen, die auf nette Männer hoffen.
Du bist der Mann für alle Fälle. Vielleicht bist Du die Ablöse von dem jetzigen Freund.
Egal das geht mich nichts an. Wichtig ist wie fühlst Du Dich damit? Kommst Du mit Deinen Wünschen und Bedürfnissen so klar? Und lässt Dich da auch emotional in die Verständnisfalle locken?

Was willst Du? Frag Dich das bitte. sehe das auch wie #2

Liebe Grüsse
 
  • #6
na da hast du ja eine Frau, die an vielem Interesse hat, nur nicht an einer festen Bindung mit dir. Überlege dir ob du eine Affäre mit einer Frau willst, die auch noch mit anderen was laufen hat und mit denen sogar in Urlaub fliegt. Mich wundert ja wirklich wie naiv viele sind. Mit offenen Augen ins Chaos rennen und dann hinterher jammern wie weh dir die Frau getan hat. Das endet in gebrochenen Herzen deinerseits wenn du dich auf so was einläßt
 
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  • #7
Der FS:

@#1

Ganz einfach, ich würde sie gerne nochmals fragen, aber sie sagt es mir nicht, sondern gibt ausweichende Antworten. Außerdem sagt sie, sie wolle mich nicht mit diesen Problemen belasten. Wobei Du natürlich Recht hast: Wenn wir schon offen über Sex reden, wäre das auch ein Thema.

@#2
Ja, ich war beim alten Freund Seelentröster, aber jetzt bin ich es nicht mehr. Sie schaltet bewusst die jetzigen Probleme in ihrer Beziehung aus, wenn wir uns treffen. Außerdem wird sie Schluss machen und nicht er. Nein, ich glaube nicht, dass sie mich bewusst in der Hinterhand hält. Dafür mag sie mich zu sehr - und ich sie. Wir haben beim letzten Mal die Eskalationsstufen vereinbart, wenn einer von uns Beiden nicht mehr mit der Situation klar kommen sollte. Wir Beide würden nicht abbrechen können und ich glaube ihr. Sie hat ziemliche Angst vor meinem Abschied. Ich werde nicht ewig die zweite Geige spielen und werde nicht ewig warten.

@#4
Es kann durchaus sein, dass ich die Ablöse von dem jetzigen Freund bin. Ich weiß, dass sie das nicht aufrecht erhalten kann und wird. Ich weiß, dass ich nicht noch einmal die zweite Wahl sein möchte. Und würde ich es sein, breche ich ab. Noch kann ich mit der Situation umgehen, obwohl ich ein sehr gefühlsintensiver Mensch bin.

Was ich will weiß ich - jetzt - ganz genau. Das sagte ich ihr auch im letzten Treffen vor wenigen Tagen: "Ich will Dich!" Wie ich mich dabei fühle: Emotional bin ich sicherlich an der Grenze angelangt. Noch habe ich die Kraft damit umzugehen. Wenn ich mit der Situation nicht mehr klar komme, dann gebe ich ihr den Brief, den ich schon geschrieben habe (Es wird mein letzter Liebesbrief sein.) und friere die Geschichte für Monate, wenn nicht für immer, ein. Ich kann nicht abbrechen, aber möglicherweise wird uns das Leben einholen und wir werden uns nicht mehr sehen. Ich werde mir nichts vorwerfen, denn ich habe mich noch nie so um einen Menschen bemüht. In keiner Situation würde ich im Nachhinein anders handeln. Ich habe aus meiner Überzeugung immer so gehandelt, wie ich es für richtig hielt und wie ich es (vor mir und meinen Mitmenschen) verantworten konnte.

@#3
Ich habe mich ziemlich verliebt. Ich hatte bisher den tiefsten Liebeskummer. Das macht es auch so schwierig (und dennoch schön), weil ich ein sehr gefühlsintensiver Mensch bin.

Ja, die Frau hat Probleme (das hast Du richtig erkannt), deswegen ist sie auch seit über einem Jahr in Therapie.

"Sie hat sich von einer Beziehung in die nächste gestürzt und hat den einen Problemfall gegen den nächsten getauscht." Ja, das hat sie wohl. Komisch, vor kurzem schrieb sie an mich eine SMS, dass sie jetzt langsam wüsste, was der Unterschied (wie ich es immer predigte) sei zw. einem äußerlich und innerlich starken Menschen.

"Wieso fliegt sie mit ihm in den Urlaub, wenn sie Angst hat, sich einzulassen?"
Ich weiß es wirklich nicht. Ein Urlaub ist sicherlich nicht dazu da, Beziehungsprobleme zu lösen. Möglicherweise will sie bestimmte Dinge beschleunigen, die ansonsten Wochen, wenn nicht Monate angedauert hätten. Ein Urlaub kaschiert möglicherweise bestimmte Dinge, aber danach geht es weiter wie zuvor.

Ja, sie muss mit sich selber klar kommen. Ich habe ihr vor wenigen Wochen einen ziemlich offenen und ehrlichen Brief geschrieben. Ich glaube nicht, dass Jemand mit ihr so umgeht, wie ich es tue.

Mit mir spielt sie nicht, das weiß und fühle ich. Möglicherweise spielt sie mit anderen Männern - unbewusst. Sie kann Gefühle nicht richtig einordnen. Sie weiß aber, dass das mit mir anders ist. "Bist Du wirklich so wie Du bist?", sagt sie immer. Sie hat Angst vor mir. Andererseits könnte sie auch wissen, dass ich ihr Rettungsanker bin. Ein "normales" Verhalten legt sie sicherlich nicht an den Tag. Nun, was ist schon normal zu nennen? Aber ich fühle wer sie ist und deswegen liebe ich sie auch so.

Danke für Eure Antworten.

Noch einen schönen Abend.
 
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  • #8
Mir scheint, diese Frau, in die Du Dich verliebt hast, ist sehr unreif und oberflächlich!

Sie tut das Eine... und fühlt eigentlich/angeblich etwas anderes: "Sie flog danach mit dem Freund, obwohl sie Angst davor hatte...." Was soll das? Wenn sie wirklich richtige Angst gehabt hätte, wäre sie nicht geflogen.--- Entweder hält sie Dich als Seelenklempner und (verzeih bitte den Ausdruck) Notnagel hin, .. oder sie kommt mit sich selber nicht klar und hat massive Probleme. -------
Woher weißt Du, dass sie Gefühle nicht richtig einordnen kann? Wieso hat sie Angst?---Hat sie tatsächlich Angst oder schiebt sie es nur vor, um Mitleid zu erregen?

Sie beginnt immer wieder neue Beziehungen, um dadurch Personen zu finden, die ihr aus ihren Schwierigkeiten helfen. --- Auch wenn es gefühlsmäßig für Dich schwer sein dürfte, versuche trotzdem eine gewisse Distanz zu wahren, um Dich selbst zu schützen !!
--- Denn wer sagt Dir, dass diese Frau irgendwann tatsächlich beziehungsfähig ist?---

w49
 
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  • #9
@#5 SusanneHH

Wo steht das, dass ich eine Affäre mit ihr haben will? Ich muss nichts überlegen, da ich von Affären nichts halte.

"mit anderen was laufen hat und mit denen sogar in Urlaub fliegt"
Warum Mehrzahl? Was ist mir was laufen gemeint? Es ist ihr Freund, warum sollte sie also nicht mit ihm in Urlaub fliegen (ob sie Angst davor hat oder nicht, steht auf auf einem anderen Blatt).

Da kennst du mich schlecht. Ich jammere nicht.

Nur weil ich mich verliebt habe, bin ich also naiv? Ja, ich habe mich tief verliebt, ja ich bin ein äußerst gefühlsintensiver Mann, aber bin ich deswegen gleich naiv? Vielleicht solltest du dir einmal überlegen, warum du gleich Naivität unterstellst, denn gerade das ist ja ziemlich einfach...

Mein Herz ist immer noch ganz. Die Meisten hätten sicherlich schon längst abgebrochen. Ich bin aber nicht wie die Meisten, das ist aber der kleine aber feine Unterschied.

Obwohl ich aus deiner Antwort eigentlich nichts herausnehmen konnte, was mir jetzt weiterhilft, oder zu neuen Gedankengängen anregt, danke ich dir trotzdem herzlich dafür. Außer du hast mit dem ersten Satz Recht, aber du bist keine Wahrsagerin, kennst die Hintergründe nicht und ich fühle (und spüre) sehr wohl die immer tieferen Gefühle die sie für mich hegt. Wenn es nach dir ginge, hätte ich schon längst abbrechen müssen. Ich verweise auf den letzten Absatz, mein Gefühl sagt mir das Gegenteil und die Zeit wird eine Entscheidung fällen. Die Zeit ist das Wesentliche. Bestimmte Dinge brauchen Zeit zur Entfaltung. Ich lerne dabei und mir ist egal, wo die Entfaltung stattfindet, aber nicht das wie. Die Langsamkeit, Mut und der Ton.
 
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  • #10
@#7

Du hast sehr gute Fragen gestellt und ich lasse mir Zeit mit der Antwort. Z.T. habe ich schon manche Deiner Fragen mit meinen bisherigen Antworten beantworten können.

Sieben ist meine Glückszahl. Ich habe übrigens drei Siebener in meinem Geburtstag. ;-)

Bis zu meiner ausführlichen Antwort.

Danke Dir.

Gute Nacht.
 
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  • #11
Lieber Fragesteller, ich stimme übrigens Susanne zu: Es IST naiv! Man oder frau ist nicht besonders entschuldigenswert, wenn er/sie mit dem anderen (noch) Freund in den Urlaub fährt und nur "wechselt", wenn der andere (vielleicht bald) Freund im Hintergrund wartet. Entweder hat man den Mut Missstände auf den Tisch zu bringen und das zu klären oder man verzettelt sich und ist ein bemitleidenswerter Mensch.
Mir scheint, dass du mit Verliebtheit geschlagen bist. Diese ständigen Selbstzweifel der Frau, die ja auch noch in Therapie (in Therapie!) ist, das Sich-Versichern-Wollen, dass du für sie da bist, die Unfähigkeit sich Problemen zu stellen und nicht ewig (mit Anderen) zu diskutieren....
Da du verliebt bist, wirst du nicht von ihr loslassen können und wollen. Aber stelle dich schon mal auf eine nette problembelastete Beziehung ein. Warum sollte es denn ausgerechnet bei euch plötzlich "Friede-Freude-Eierkuchen" sein, "nur" weil ihr vielleicht zusammenkommt?! (Man achte auf das Wort "vielleicht"). Weil du besser, reiner, und ihr seelisch näher bist als ihr Noch-Freund?! Du scheinst daran zu glauben. Diese Frau hat so massive Probleme, dass sie diese erstmal mit sich selbst klären sollte. Macht sie ja auch schon in der Therapie. Mir nur ein Rätsel, warum sie nun auch noch Unbeteiligte als Rettungsanker in diese Probleme reinzieht. Allein dein gebrauchtes Wort "Rettungsanker" finde ich schon so ziemlich schlimm. Wer sucht schon einen Rettungsanker?! Aber anscheinend braucht sie einen. Ob sie auch einen Partner braucht, wird sich herausstellen. Manche ziehen halt gerne Probleme an.
Viel Spaß dabei!
 
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  • #12
Vergiß sie. Erstens hast Du Dich verliebt - aber die Frau ist sowas von schwach daß sie alles in Frage stellt: Beziehungen, Beruf ... für was steht sie und was will sie ?

Und genau das ist das Problem. Du selbst bist geradlinig im Leben, zielorientiert und weißt, was Du willst. Das strahlt erstens auf sie aus, zweitens hast ein Helfersyndrom und läßt die Leute, denen es nicht so gut geht, nicht links liegen - das ist aber keine Liebe.

Sie muß selbst begreifen, daß sie selbst erst mal eine Zeit lang allein bleiben und vor allem ihr Selbstwertgefühl steigern muß. Warum hat sie es nötig, sich "in Gefahr" zu begeben ? Ist sie es vielleicht gewohnt sich in Gefahr zu begeben oder hat sie Gefahr (Gewalt, Alkoholexzesse des Ex - Partners oder Vaters) schon erlebt ?

Aber wenn sie sich nicht helfen lassen will dann vergiß sie. Wenn aber doch, dann würd ich ihr (wär ich Du) anbieten, daß sie bei Dir einzieht.

Entweder oder - aber mit Linie und nicht plan- und ziellos, wie sie es tut.
 
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  • #13
Ach FS,

ist doch verrückt, dass ein solch intensiv fühlender Mann wie du, der noch differenzierend denkt, sich mal wieder in eine Frau verknallt, die absolut das Gegenteil ist und einen Haufen Probleme hat.

Warum sucht du dir nicht eine Frau, die keine Probleme hat?

Als ältere Frau kann ich dir nur sagen, Finger weg, so ein Mensch spielt dich kaputt. Suche dir jemanden, der so ähnlich tickt wie du und keine extremen Probleme hat.

Ich bin übrigens die "weibliche Form" von dir und für mich interessieren sich leider nicht solche Männer wie du, sondern schwache Männer, die halt wie deine Frau, einen Haufen Probleme an der Backe habe. Solche Männer will ich aber nicht.

Warum finden solche Männer wie du und solche Frauen wie ich so selten zueinander?
 
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  • #14
Lass doch mal die rosarote Brille und die ganze Romantik beiseite!
Du sitzt in Warteposition auf der Ersatzbank. Wenn der Urlaub mit ihm nicht so dolle ist, greift sie eben den nächsten! Der bist dann du. Wird es mit dir langweilig, sitzt garantiert schon wieder der nächste auf der Bank!
Die Frau kann nicht alleine sein und braucht den warmen Wechsel. Ich käme nie auf die Idee, mit meinem Freund in Urlaub zu fahren, um ihn auszutesten und bei Nichtgefallen, auf den Ersatzschoß zu fallen, der schon in den Startlöchern steht....und DU mußt dich darauf einstellen, dass sie mit DIR irgendwann genauso verfährt, wie mit ihrem jetzigen Freund!
 
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  • #15
@#9
Naiv wäre, wenn man sich nicht bewusst wird. Du und Susanne seid dieser Meinung, aber ich bin es nicht. Naiv wäre es z.B., wenn ich ohne manches zu hinterfragen, ins sprichwörtlich offene Messer laufen würde. Ich denke die Erörterung zu diesem Begriff genügt jetzt. Ja, ich bin sehr verliebt und ja, sie wird von heute auf morgen nicht beziehungstauglich werden. In ähnlicher Weise habe ich ihr das auch geschrieben. Sie hat sich seitdem wir uns kennen, immer um uns bemüht, aber eben in ihrem Rahmen (ebenso werden die Probleme ihres Freundes, welche die auch immer sind, nicht im Urlaub wie von Zauberhand verschwinden). Ja, sie hat Probleme. Ja, es ist ein Risiko, würde sie mich haben wollen und ich sie. Ich bin aber kein Mensch, der vor Problemen Angst hat, der Risiken nicht abschätzt und diese in vertretbarem Rahmen eingeht. Ich lerne tendenziell, wie #7 richtig erwähnt und mir empfohlen hat, eine gewisse Distanz zu wahren, um mich zu schützen. Natürlich wird die Welt für mich zusammenbrechen, würden wir nicht zusammenfinden, aber ich werde es überleben. Ich komme gut an, bin offen, sympathisch, vielseitig, sehe gut aus, bin im besten Alter, bin in meiner Art bescheiden, bodenständig und demütig, kann Kinder verzaubern, tanze gerne Salsa, Tango Argentino und Flamenco, brauche auch keine höchstintelligente Dozentin, sondern nur eine normale, nette Frau und würde sicherlich Jemanden finden. Eigentlich habe ich eher ein Luxusproblem. Und, wenn ich ehrlich bin, ich liebe auch die Herausforderung. Und auch wenn ich es von mir weise: Ich bin ein Jäger, durch und durch. Ich bin sehr instinktiv, fühle intuitiv und tief und habe außer meinem Kunststudium vieles erreicht - meine eher weichen Ziele. Ich will eine Frau, die sehr menschlich ist und mich als Wesen anspricht. Und komischerweise finde ich gerade diese Frau äußerst normal. 

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Bis zu meinen anderen Antworten.

Noch einen schönen Abend.

Schöne Grüße. 
 
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  • #16
Der FS

Dieser Thread geht in eine bestimmte Richtung. Ich stellte die Frage über den Freund jener Frau, in die ich mich verliebt habe und wir sind jetzt bei dieser Frau und bei mir angelangt.

@#7

Es hat ein wenig länger gedauert mit der Antwort - die Arbeit.

"Woher weißt Du, dass sie Gefühle nicht richtig einordnen kann?"

Sie ist stark gefühlsschwankend. Z.B. sieht sie mich, es ist ein wunderschöner Abend (im Ton, in zärtlichen Berührungen, Augenkontakt, Körperverhalten,...), sie sieht ihn am nächsten Tag und hat mich womöglich vergessen. Und umgekehrt. Wie kann man nur so schnell gefühlsmäßig umschalten? Sie kann tiefe Gefühle nicht einordnen, Gefühle für Andere nicht definieren und fühlt in Verliebtheitskategorien (Sie hat z.B. nicht einmal das Wort Liebe erwähnt, sondern nur Gefühle und Verliebtheit.). Z.B. sagte sie zuletzt auf meine Frage warum sie sich denn für ihn entschieden und was er besonderes hätte was ich nicht habe, dass ihr Freund sehr männlich, aber auch sensibel wäre. Früher, zu Beginn der neuen Beziehung, antwortete sie mir auf die gleiche Frage bzw. sagte von sich aus, dass sie momentan mehr Gefühle für ihn als für mich hätte... Ich wartete z.B. auf Charaktereigenschaften, Ausstrahlung bzw. gesamtes Erscheinungsbild, Interessen, Ausbildung, Beruf, Geld oder zumindest Sex. Aber nichts dergleichen. Oder fragte sie früher was sie z.B. mit dem letzten Freund verbindet, sagte sie mir nach ein, zwei Tagen Überlegungszeit Sicherheit und Verlässlichkeit. Nach längerer Überlegung glaube ich, dass Geld dabei eine wichtige, aber untergeordnete Rolle spielte.

Sie sagte mir, sie hätte Angst, dass sie sich zu schnell Nahe kommen (beim Urlaub und Tanzen), deswegen war sie zuerst gegen einen gemeinsamen Urlaub, weil sie nicht zu tief in seine Problemwelt emotional eintauchen wollte. Das Eine sagen und das Andere tun ist ein Thema für sich.

Ja, ich versuche eine gewisse Distanz zu wahren und gleichzeitig bleibe ich authentisch. Sie merkt manchmal nicht, dass ihr Verhalten starke Gefühlsverwirrungen auslösen und eigentlich nur 2 Typen von Mann sie auffangen können: Ein eher oberflächlicher, gefühlskalter Mann (wie ihr Ex-Freund), der es seiner Art schafft, sie in On-Off Beziehungen (mit sensiblen Männern) zu treiben (um Halt zu suchen) und sie soweit abhängig macht, das sie jedes Mal zurückkommt. Oder ein höchstsensibler Mann mit viel Empathie, der viele Eigenschaften in sich vereint und eigent. Vater, Mutter und Partner in einem ist und der innerlich äußerst stark ist. Vor ca. 2 Wochen fragte sie am Telefon, ob ich gut führen könne. Ich fragte sie was sie damit gemeint hätte. Sie antwortete ich könne es mir aussuchen… Ein "normal", leicht sensibler Mann wird eher an ihr verzweifeln.

Sie ist ein wunderbarer Mensch und ich fühle mich sehr zu ihr hingezogen. Ebenso fühle ich die tiefe Unruhe. Eine, die immer da ist, wenn sie alleine ist, sagt sie und diese nur verschwindet, wenn sie nicht alleine ist. Ich weiß aber, dass ihre tiefe Unruhe auch da ist, wenn sie nicht alleine ist.

Ich weiß, dass ich sehr große Chancen habe. Ich habe nicht Angst was sein könnte, wenn sie sich für mich entscheidet (oder wenn nicht). Ebenso habe ich keine Zweifel und zögere nicht. Dennoch lege ich einen gewissen Hausverstand an den Tag.

"Denn wer sagt Dir, dass diese Frau irgendwann tatsächlich beziehungsfähig ist?"
Niemand.

In meinem Kopf schrillen sämtliche Alarmglocken, aber mein Gefühl sagt mir immer wieder das Gleiche "Bleibe dabei."

Es ist verrückt, dass ich mich in diese Frau tief verliebt habe. Warum? Was gibt sie mir genau? Meine Puzzleteile sind vllt. genauso vielfältig wie bei ihr oder ihrem Freund. Nur, ich füge sie zusammen.
 
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  • #17
@15 - zur Bemerkung, in welche Richtung der Thread geht:
Gut, Du fragtest zum Freund der Frau. Er kann uns ja hier aber gar keine Informationen liefern, weil wir nur auf Deine Angaben eingehen können. Ausserdem ist er - als Dritter, weil er vielleicht gar kein Problem mit Dir hat und vielleicht auch nichts von einem Kontakt der Frau zu Dir weiss - ziemlich aussen vor und schon deshalb fairerweise als 'Diskussionsthema' ungeeignet. Genauso gut könnten wir hier über die vorletzte Ex des Freundes diskutieren.

Und offensichtlich ist es ja auch so, dass Du ein Problem mit dem Verhalten der Frau hast bzw. es als fragwürdig empfindest - was durchaus nachvollziehbar ist.
Meine Ansicht nach ist sie nicht frei und ich würde sie solange ziehen und ihr Leben leben lassen, bis sie weiss, was sie will.
Was gibt es Dir, in diesem Dreieck mitzuspielen?
 
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  • #18
@#11

Ja, ich bin ziemlich genau das Gegenteil.

“Warum hat sie es nötig, sich "in Gefahr" zu begeben?“

Diese Frage habe ich nicht verstanden. Was meinst Du genau damit?

“Aber wenn sie sich nicht helfen lassen will dann vergiß sie.“

Das ist richtig ausgedrückt. Irgendwann ist Schluss (mit dem Bemühen, den Aufmerksamkeiten, der Beharrlichkeit, der “Jagd“), nach nun knapp 7 Monaten. Ich kann nicht abschließen, abhaken, aber ich werde eine längere Pause einschieben, versuchen emotional Abstand zu gewinnen und hoffen, dass ich jemanden kennenlernen will (denn können tue ich ja), ich sie und sie mich vergisst. Entweder will sie Jemanden wie mich an ihrer Seite, oder eben nicht. Ich bin jetzt schon soweit egoistisch geworden, dass ich nicht mehr nur hochwertiger “Freund“ sein will. Ich will sie als Partnerin, trotz des Risikos, trotz ihrer Probleme und Ängste. Eine Frau hat mir vor einigen Monaten empfohlen, sie uneigennützig zu lieben. Ein guter Rat-Schlag. Jemanden selbstlos zu lieben, ohne zu wollen. Ja, ich kann das und diese Frau und ich sind davon fasziniert. Aber ich will nicht mehr, weil ich darunter leide (aber nicht weil ich es nicht könnte), sondern ich sie will. Nicht an den Abenden unserer schönen Treffen und unserer schönen Telefonate, sondern danach (nicht sofort danach, sondern ca. 1-2 Tage später). Der gesunde Egoismus wird eine Entscheidung herbeiführen. Im März habe ich in einem Liebesbrief geschrieben, ich würde bis zu ihrem Geburtstag warten, noch ca. 2 Wochen, danach werde ich mich tendenziell emotional entfernen. Sie sagte im letzten Telefonat vor ihrem Urlaub, sie würde von mir lernen. Von mir aus, dann aber nur in einer Beziehung - mit mir. Wenn sie nicht will, dann werde ich tendenziell versuchen, Abstand zu nehmen und sie zu vergessen. Von mir aus kann sie dann tausendmal schreiben, ich wäre ein Geschenk, ein besonderer und wertvoller Mann und menschlich weiter. Dennoch nehme ich in den nächsten Wochen noch einmal all meine Kraft zusammen, weil ich sie will und mein Gefühl mir dazu rät. Ich habe schon jetzt und daraufhin alles getan was mir möglich war und sein wird und ich vertreten konnte. Ich mag dann nicht mehr.

Ja, sie kann nicht alleine sein. Sie hat wenig Selbstwertgefühl.

“Wenn aber doch, dann würd ich ihr (wär ich Du) anbieten, daß sie bei Dir einzieht.“
“Entweder oder - aber mit Linie und nicht plan- und ziellos, wie sie es tut.“

Ich denke, dass meinte sie auch mit “Kannst Du gut führen?“, wie unter meinem Posting mit #15 beschrieben habe. Es ist nicht nur das Tanzen, oder der Sex, o.a. was sie damit meinte, sondern die gesamte Beziehung an sich. Sie braucht jemanden, der ihr einen Rahmen, eine Linie vorgibt wie von #11 erwähnt. Der sanft, zugleich hart (ein anderes Wort fällt mir jetzt nicht ein) ist und sie an der Hand nimmt. Der keine Probleme hat, mit sich im Reinen ist und sie emotional auffängt.

Wichtig ist, dass ich mir selber treu und konsequent mir gegenüber bin.
So war ich, bin ich und werde ich sein.
Entweder oder - aber mit Linie, Plan und Ziel.

Noch einen schönen Abend.
 
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  • #19
Der FS

@#12
“Warum sucht du dir nicht eine Frau, die keine Probleme hat?“

Ich weiß es nicht. Vllt. will ich gefordert werden. Vllt. will ich meine Grenzen austesten. Vllt. bin ich vor Liebe blind. Ja, es ist verrückt. Ziemlich.

“Ich bin übrigens die "weibliche Form" von dir und für mich interessieren sich leider nicht solche Männer wie du… Warum finden solche Männer wie du und solche Frauen wie ich so selten zueinander?“

Das hast Du schön geschrieben. Danke. Ich brauchte meine Zeit zur Antwort:

Nun, ich kann es Dir nicht genau sagen und versuche es zu umschreiben.

Jedenfalls bis zu diesem Zeitpunkt, wo ich diese Dame kennengelernt habe und mich in sie verliebte, lernte ich über EP rel. viele Frauen kennen. Zu dieser Zeit schrieb mich u.a. auch eine Dozentin für Philosophie an (höchstintelligent, hübsch, einfühlsam und vllt. in der Art ähnlich wie Du;). Sie sagte übrigens ich hätte einen weiblichen Anteil (wie komischerweise einige Frauen zuletzt) und sehr wenige Männer dies hätten und keiner davon würde dazu stehen wie eben ich. Sie hat mir zudem eine hohe Männlichkeit (das scheint das Top-Wort bei Frauen zu sein) und innere Stärke attestiert. Und gerade das würde sie suchen. Sie hätte keinen Blick für oberflächliche, schwache Männer. Trotz vieler Bemühungen ihrerseits habe ich zwei Angebote zum Treffen ausgeschlagen. Sie war beim 2. Mal ziemlich sauer (ich bin ja grottenehrlich, aber das scheinen ja manche zu schätzen) auf mich, aber am Ende bot mir weiterhin in Kontakt bleiben zu wollen an. Kurzum: Sie war trotz vieler positiver Eigenschaften nicht interessant für mich. Was jemand hat, ist mir egal.

Ich bin ein sehr bescheidener Mensch und das hat mit materiellen Dingen relativ wenig zu tun. Ich brauche wenig, aber das wenige was ich brauche, brauche ich viel und in hoher Intensität. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Es ist wohl etwas was mich speist und diese Frau offensichtlich hat.

Ich glaube, sie hat Angst. Angst vor einer echten Partnerschaft. Angst davor, dass sie jemand erreicht. Angst jemandem tief zu vertrauen und sich dabei tief fallenzulassen. Angst, dass sie jemand auszieht und gänzlich nackt dasteht. Das Urvertrauen enttäuscht wird. Sie diesen verliert. Sie hat auch Angst, eine weitere Beziehung zu beenden. Angst, möglicherweise alleine zu sein. Sie hat Angst vor mir und sucht nach Schwachpunkten. Eine Frau voller Ängste und tiefer Unruhe. Man sieht es ihr nicht an.

Ich habe Angst, dass sie mich nimmt, sich tief fallen lässt und dieser großen Verantwortung nicht gerecht werden kann. Doch. Ich habe ihr vor wenigen Tagen einen langen Brief geschrieben und u.a. sie solle sich entscheiden. Sie fand ihn wundervoll und las ihn mehrmals. Seitdem meldet sie sich nicht mehr. Ich für mich will "mich" wieder wichtiger nehmen, mein zweites berufsb. Studium abschließen, meine beiden Projekte umsetzen. Meine Vielfältigkeit auskosten.

Ja oder Nein. Ist das zuviel verlangt? Wie #11 schrieb: Wenn sie nicht will, dann vergesse sie. Ja.

Schöne Grüße.
 
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  • #20
Der FS

@#16
Nichts. Deswegen habe ich ihr nach ihrem Urlaub auch einen langen Liebesbrief (lt. ihren eigenen Worten wunderschön) geschrieben, mit der Bitte sich zu entscheiden (“Ich will sie und nicht nur ein hochwertiger Freund sein.“). Knapp davor bekam ich um 7.15 in der Früh noch eine schöne Geburtstagsnachricht mit dem Ende "Bis bald (hoffentlich)." Ich weiß nicht was diese Frau will. Sie weiß es wohl selber nicht. Sie ist wie ein Blatt im Wind.

@#13
Ja, die Frau kann nicht alleine sein. Sie hat praktisch seit ihrer Jugend immer warme Wechsel praktiziert. Erstens ist dies dem Ex-Freund gegenüber nicht in Ordnung und zweitens dem neuen Freund, der viele unverarbeitete Dinge mitbekommen, aushalten und mitverarbeiten muss (der neue Freund ist nicht dazu da, einem emotionalen Halt zu geben). Weiters hat man als Mensch Schwierigkeiten der Seele Zeit zu geben, seine "tiefen" Gefühle, Liebe (und nicht Verliebtheit) einzuordnen, weil es wichtig ist, manches auf sich wirken zu lassen, aufzuarbeiten, Altlasten zu entsorgen, nicht nur oberflächlich, sondern auch in die Tiefe gehend. Sie hat sich, weswegenauchimmer, nie Zeit genommen. Alles sammelt sich an und summiert sich auf.

@#10
Ich weiß nicht, wieso sie nicht den Mut hat, Missstände auf den Tisch zu bringen. In den Urlaub zu fahren, um zu wissen wo man steht (Stichwort: hopp oder tropp), ist, nun, nicht unbedingt eine alltägliche Sache (sie muss sich in/seit ihrem Urlaub wieder emotional auf ihn eingelassen haben; genau davor hatte sie Angst). Ebenso sich eine Option offen lässt, wenn es denn nicht klappen sollte. Ich weiß nicht warum sie ständig zweifelt (nicht weiß was sie will, schwankend ist) und Angst hat. Ich vermute es, aber ich will diesen Gedanken nicht aussprechen.
______

Nun, sie hat sich entschieden und mir gleichzeitig per SMS vorgeworfen das letzte Treffen, wo wir über Sex geredet hätten, hätte vieles kaputt gemacht. Sie würde jetzt Abstand brauchen. Ach ja und mein Bemühen um sie würde sie sehr schätzen.

Komisch, vor ihrem Urlaub wollte sie unser "Verhältnis" beibehalten und fragte mich auch extra noch am Telefon, ob ich das auch wolle. Ich sagte ja. In dem gleichen Telefonat hatte sie sogar Angst, dass ich es beenden wollen würde. Ich bin ziemlich sauer auf sie, nicht weil sie sich nach diesem letzten Liebesbrief (mein Timing war schlecht, da es nach ihrem Urlaub war, aber ich konnte nicht mehr, denn ich bin seit Monaten emotional an der Grenze) entschieden hat, sondern weil sie diesen lächerlichen Grund vorgeschoben und wieder einmal (wie so oft) nicht zu ihrem Wort steht. Man steht zu seinem Wort, das ist eine wesentliche Charaktereigenschaft: Verlässlichkeit! Verlässlichkeit in seinen Aussagen und in seinem Tun. Ich schrieb ihr, nach dieser SMS, einen langen “Abschiedsbrief“, wo ich ihre Aussage “Abstand zu brauchen“ nat. annahm, aber nicht das Verhalten, dass sie an den Tag legt, die ständigen leeren Versprechen, dieses ewige Hinhalten, dieser lächerliche Vorwand zum Schluss. Nicht einmal zu ihrem Geburtstagsgruß an mich ist sie gestanden. Das habe ich nun nicht verdient mit alldem was ich für sie getan, wie sehr ich mich um sie bemüht habe, mit dem letzten Treffen in Verbindung gebracht zu werden. Es hat auch sollen sein, aber nur darauf reduziert zu werden, ist nicht in Ordnung. Ich habe ihr auch ein Geheimnis geschrieben: Führen kann nur sie sich selber. Es ist kein Anderer für sie verantwortlich. Eine neue Beziehung ist ebensowenig dazu da, um mit der Vergangenheit abzuschließen, einem Führung oder einem emotionalen Halt zu geben. Einerseits bin ich jetzt froh und sehr erleichtert, andererseits liebte und liebe ich sie und hätte sie so angenommen wie sie ist. Aber wie #11 schreibt: Wenn sie nicht will, dann eben nicht. Punkt.

Ich wünsche Ihr alles Gute.

Später schließe ich noch den anderen Thread ab.

Ich wünsche Allen noch einen schönen Sonntag. Jetzt gehe ich auf meinen Hausberg. Ich brauche für später noch Kraft.

Danke für Eure Zeit.
Danke für Eure Mühen, Gedanken und Anregungen.
Danke auch für diese Plattform, die das ermöglicht.

[Mod: Trotz Überlänge ausnahmsweise freigeschaltet. Bitte halten Sie sich an die 3000-Zeichen-Regel!]
 
  • #21
Ich glaube sie braucht einen dominanten Partner, der sie führt und eine Widergutmachung einfordert, wenn sie sich schlecht verhält anstatt für alles Verständnis zu zeigen und als sensibler Diener aufzutreten.
Selbstbewusste, dominante Männer finden sich auch häufig im kriminellen Milieu (vielleicht waren das die Probleme?), dort aber selten gepaart mit der nötigen Sensibilität sondern eher zerstörerischer Brutalität.
Was sich vermutlich die meisten Frauen wünschen ist ein Partner der dominant ist, d.h. die Entscheidungen trifft und sie an der Hand nimmt, aber gleichzeitig sensibel genug ist um zu erkennen was sie mag und nicht mag (ohne ständig zu fragen) und das bei den Entscheidungen berücksichtigt.
 
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  • #22
Der FS

@#20 Sokrates

Ich weiß es nicht. Ich bin noch zu emotional behaftet, als dass ich vernünftig denken, argumentieren und eine gewisse Distanz an den Tag legen kann. Sehr sogar. Ich könnte jetzt viel schreiben, was ich glaube, was ich denke. Aber ich möchte jetzt nicht den falschen Ton treffen, denn das würde ihr nicht zur Ehre genügen. Ich würde für sie hoffen, dass sie für den Richtigen den Schutzmantel auszieht und dieser sie nicht enttäuscht. Davor muss sie aber für sich ins Reine kommen. Ich würde mir wünschen, wenn sie als schöner, bunter Schmetterling sich nicht mehr vom Wind vertreiben lässt, sondern mit Gleichmut die Blüte findet, die sie sucht - auf einem tiefen Plateau wachsend. Ihre Blüte.

Soeben hat mir eine Frau an der Tankstelle eine Lindt Schokolade geschenkt. Lindt Excellence - Lait. Ich habe nichts getan. Es ist eines der schönsten Dinge überhaupt, wenn fremde Menschen liebenswürdig sind. Es gibt fremde Menschen, die sind einfach da.

Vielen Dank an den Moderator/ die Moderatorin für die ausnahmsweise Freischaltung des überlangen Textes.

Gute Nacht.
 
G

Gast

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  • #23
Lieber FS,
ich habe auch den anderen Thread gelesen, den du mittlerweile beendet hast. Mir kam sofort der Gedanke: Deine Angebetete leidet unter der Boderline-Persönlichkeitsstörung (lese u. a. nach unter: http://www.borderline-ps.de/index.html). Hier eine Liste mit Merkmalen (Link existiert leider nicht mehr), die Partner von Borderlinern aufweisen. Vielleicht erkennst du dich darin wieder, auch wenn du noch keine Beziehung mit ihr hast.

- Der Wunsch, andere sogar auf unsere eigenen Kosten glücklich zu machen (Co-Abhängigkeit)
- die eigenen Bedürfnisse vernachlässigen
- übertriebene Nachgiebigkeit
- Das Gefühl, alles besser machen zu müssen, und das Beste ist nie genug (Perfektionismus).
- Die Unfähigkeit, den Blick auf sich selbst zu richten, und die Tendenz, sich zu schnell verleiten zu lassen, sich nur noch mit dem Borderliner zu befassen. (Es ist leichter, über Probleme des Anderen nachzudenken, als über die eigenen.)
- Das Fehlen von klaren Grenzen (Andere Menschen würden Wutausbrüche nicht tolerieren.)
- Das Gefühl, alles besser zu wissen – was selbst den vernünftigsten Menschen zu einem „Borderline-Wutausbruch“ verleitet.
- Die Intensität und Hingabe an Verpflichtung und Treue.
- Eine unerschütterliche Hoffnung, gepaart mit der Erwartung, dass es schaffen zu müssen, etwas Positives zu bewirken, die Umstände zu verbessern.
- Die Bereitschaft, die geringste "Verbesserung" als unbestreitbaren Fortschritt zu interpretieren
- Die Bereitschaft, sich selbst aufzugeben, dabei den anderen aus voller Überzeugung nicht aufzugeben und die Unfähigkeit zu erkennen, dass sich dadurch nichts verändert, außer dass die Selbstabwertung vom Anfang des Abwärtsstrudels fortgeführt wird - nur ist sie jetzt eingehüllt in einer Definition der Menschlichkeit.
- Ein schwaches, verzerrtes Selbstbild oder einfach Selbsthass.
Nichts ist wirklich gut genug/das Bedürfnis, kritisiert zu werden.
- Die Rechtfertigung der eigenen Existenz dadurch, dass man für andere lebt.
- Das Bedürfnis, kontrolliert zu werden/die Unfähigkeit, selbst zu bestimmen.
Irrationale Loyalität gegenüber anderen - die Bereitschaft, das eigene Ich aufzugeben, aber niemals den anderen.
- Die Unfähigkeit, eigene verletzte Gefühle zu erkennen, trotz emotionaler Verletzung.
- Die Neigung, eine Situation zwar augenblicklich beurteilen zu können, jedoch die Reaktion darauf aufzuschieben (wie ein Reh vorm Scheinwerfer).
- Die Fähigkeit, auf Genugtuung oder Wiedergutmachung – wenn es sein muss für immer – zu verzichten
- Leid ertragendes Martyrium - niemand anderes könnte dies ertragen. („Aber ich kann es und ich tue es“).
- Die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, aber nicht zu delegieren.
- Die Anfangsfähigkeit, den Wald trotz der Bäume zu sehen, aber schließlich doch nicht in der Lage zu sein, dem Dschungel zu entkommen.
- Die Unfähigkeit, Menschen zu erlauben, zu versagen oder zu leiden.
- Die Tendenz, sich für andere verantwortlich zu fühlen, auf Kosten der Verantwortung für sich selbst. (Wh.)
- Unsicherheit, was die eigenen Werte betrifft, und die Abhängigkeit von der Meinung anderer.
- Die Bereitschaft, rückwärts durch brennende Reifen zu springen, einfach alles zu tun, um die Bestätigung eines Menschen zurückzugewinnen, die vorher vorhanden gewesen zu sein schien.
- Die Entschlossenheit, sich weiter zu bemühen, koste es was es wolle.
- übermäßige Gewissenhaftigkeit
- Bereit, "zu gut für diese Welt" zu scheinen, mit guten Absichten, Optimismus, eine versöhnliche Natur, man tritt ein für die bedingungslose Liebe, bietet einen Ort an, wo ein Borderliner sich warm und sicher fühlen kann - für eine gewisse Zeit.
- Die Überzeugung, die einzige Rettung für den "armen" Borderliner zu sein. („Wenn er oder sie mir vertrauen würde, würden wir beide wahres Glück finden.“)
- Hingezogensein zu Drama, Leidenschaft und Märchen; Glaube an einen Seelenverwandten als Partner (Und wenn sie nicht gestorben sind ...)
“Wenn ich diesen Menschen ‚rette’, wird er/sie mir ewig verpflichtet und dankbar sein - d.h. wird mich nie verlassen.“ (eigene Ängste, verlassen zu werden)
- Niedriges Selbstvertrauen, die Überzeugung, nichts Besseres verdient zu haben als das, was man hat.
 
G

Gast

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  • #24
hier nochmal #22 @ FS:

Lieber FS,

du hast in diesem oder in dem anderen Thread irgendwo geschrieben, dass du versuchst, diese Frau im tiefsten Innern zu erreichen wie du es auch bei deinem Vater versucht hattest und nicht geschafft hast. Ich wollte dir folgende Möglichkeit zu bedenken geben:

Du hast vlt. als Kind nicht die Liebe bekommen, du dir dir gewünscht hast (Nähe, Geborgenheit, Zuneigung, seelische Fürsorge etc.) bzw. dein Vater hat es dir nicht auf zufriedenstellende Art und Weise gezeigt. Vlt. hat er deine Mutter dominiert und du hast diese Beziehung auf dich reflektiert. Vlt. warst du unterfordert oder auch überfordert und hast nur Pflichten erfüllen dürfen. Vlt. warst du zwar materiell gut umsorgt, aber warst seelisch auf dich alleine eingestellt. Es gibt Menschen, die entwickeln sich dann nicht unbedingt zum bösen, psychisch-gestörten, geschädigten Erwachsenen, der beziehungsunfähig ist, als gebranntes Kind das Feuer scheut, einen übertriebenen Selbstschutz entwickelt etc. - so wie in deinem Fall. Du hast dich zu einem gut(herzig)en, wohlwollenden, liebesfähigen, liebesstarken Menschen entwickelt. Du suchst deine Selbstbestätigung darin, dich einer großen, ja gar unmöglichen Herausforderung zu stellen und den Problemfall dieser Frau zu lösen, um das zu kompensieren, was dir bei einem so wichtigen Menschen wie deinem Vater nicht gelang. Das Unerreichbare doch zu erreichen, "Übermenschliches" zu vollbringen, etwas ganz Besonderes zu sein, Mutter-Theresa-Komplex etc. Für dich ist unendliche LIEBE der Weg zur (Selbst-)Heilung. Das ist auch keineswegs der falsche Weg, sondern der einzig richtige. Nur solltest du aufpassen, dass du daran nicht zugrunde gehst, denn auch DU und gerade DU hast es verdient, auch ohne das Unglück anderer Menschen selbst glücklich sein zu können. Nimm dein Glück in die Hand. Du kannst es mit so vielen Menschen teilen und mit einem ganz besonderen Menschen zugleich, dem du dich als Geschenk anbietest und der es auch gerne annimmt.

Ich wünsche dir, dass deine Selbsterkenntnis dich auf den richtigen Weg ins Glück führt.
Würde mich über ein Feedback von dir freuen, ob an meiner "Theorie" was dran sein könnte.

Lliebe Grüße
 
G

Gast

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  • #25
Der FS
1/3

@#22/#23

Liebe Schreiberin,
lieber Schreiber (?),

ich schätze es sehr, dass Du Dir Zeit genommen hast, alles zu lesen. Ich schätze Deine Zeilen, Gedanken sehr. Danke. Natürlich gebe ich Feedback. Gerne schreibe ich sehr offen und ausführlich.

In den letzten Monaten habe ich öfter geweint, aber diesmal war es anders. Es war im Anschluss des ersten Termins (von deren drei) bei jener angespr. Psychotherapeutin die über jahrzehntelange Erfahrung verfügt. Nachdem ich lange geredet habe, hat sie mir ihre Hypothese dargelegt (sie war deckungsgleich mit Deinem Gedanken). Es war ein Schock. Es war nicht die Hypothese an sich, sondern die Vermutung, dass egal was ich tue, es zuwenig ist. Im dritten Termin hat sie eine Vermutung dargelegt, was mich betrifft. Ich hätte Ansätze und könne vorbeugen, wenn ich wollen würde… Nach 1-2 Wochen Bedenkzeit nahm ich diesen Hinweis, diese Anregung auf und an. Sie hätte mich dann sowieso abgegeben, da drei Termine vereinbart waren (und wir uns bekannt sind, da wir zusammen tanzen). Zum Schluss sagte sie: “Sei froh, …, ich kenne Dich gut genug, Du wärst kaputt gegangen.“ Und dennoch habe ich es nach einer Pause wieder versucht. Ich musste es tun.

Nach dieser Pause habe ich dieser Frau einen Brief, mit einem starken väterlichen Einschlag geschrieben. Ich wollte sie erreichen, mit der Gefahr sie zu verlieren und dennoch den richtigen Ton treffen. Mir lag sehr daran, dass sie sich bewusst wird, sie sich z.B. ihrer Ängste stellt, aber auch ihr ihr Verhalten nahezubringen. Im letzten Absatz stellte ich ein letztes Treffen für eine längere Zeit, sogar für immer, in den Raum. Sie hat mehrmals geschrieben, dass er sie stark beschäftigten würde. Komisch, daraufhin wollte sie mich (wieder einmal) sehen. Und alles begann von Neuem… Ich konnte beim Treffen nicht Ade sagen.

In frühen Kinderjahren waren wir, meine Eltern und meine Schwestern, oft in der Natur zugegen. Auch mit wenig leistete man sich jedes Jahr einen Urlaub am Meer. Diese frühe Kindheit hat mir persönlich sehr viel gegeben. Meine Schwestern haben eher ein geringeres Selbstwertgefühl als ich. Das Selbstbewusstsein ist bei uns nicht hoch. Jeder ihrer Partner ist dominant für sich. Wohl wurde ich doch eher von meiner(n) Mutter und Schwestern erzogen als vom Vater, der selber hart erzogen worden ist (z.B. wurde er als Kind am Tisch angebunden oder geschlagen). Mein Vater dominiert(e) meine Mutter. Ein richtiges Vater-Sohn Verhältnis gab es nie. Er zeigt(e) mir nie seine Liebe zu mir. Mit Kleinkindern kann er gut umgehen, aber sobald sie größer werden, hatte er Probleme. Wie nun bei meinen Neffen. Es gab in gewisser Weise zwei Extreme bei mir in der Erziehung. Er hat(te) eine leicht sadistische, provozierende Ader und versucht(e), meine Schwachpunkte auszunützen. Hat er sie gefunden, dann lacht er. Wenn er mich emotional verletzt (hat), dann lässt ihn das gleichgültig. Oft habe ich mir überlegt, den Nachnamen zu wechseln und tue es immer noch.
 
G

Gast

Gast
  • #26
Der FS
2/3

Meine frühere Partnerin hatte in ihrer Kindheit keine Mutter. Diese hatte Krebs und mehrere Schlaganfälle. Ich wollte/durfte/musste sie immer umarmen. Oft am Tag und immer beim Schlaf. 8 Jahre lang. Ich litt sehr unter einigen familiären Spannungen innerhalb ihrer Familie, aber fuhr dennoch immer zu ihr. Sie hat nicht “richtig“ gelernt zu lieben, schrieb sie im Abschiedsbrief. Es war eine gute Partnerschaft.

Eine Kurzbeziehung im letzten Jahr hat mich sehr gekränkt. Ja, der Sex war fabelhaft, aber im Rückblick völlig unerheblich. Sie gab mir etwas anderes. Sie erzählte mir, als rumän. Einwanderin, in vielen h ihre Lebensgeschichte und weinte jedes Mal bitterlich. Sie wurde zur Perfektionistin erzogen und durfte nie Schwäche zeigen. Sie war zuvor mit einem Kampflieger und hohen Bankmanagern zusammen. Zum Schluss warf sie mir vor, ich wäre nicht stark. Lange danach redete ich mir ein, dass ich nur etwas mehr Zeit gebraucht hätte… Jene Frau, die ich immer noch sehr liebe, hat sich für einen Anderen entschieden wg. seiner “Männlichkeit“ (und als Zusatz, wg. seiner “Sensibilität“). Vor mehreren Wochen (noch vor ihrem Urlaub) schrieb sie, sie wüsste nun was ich meinte, zw. äußerlich und innerlich starken Menschen. Bei beiden Frauen musste ich den richtigen Ton treffen. Bei der einseitigen Liebe viel stärker. Beide hatten, haben ein stark verminderndes Selbstwertgefühl, aber verfügten über ein gutes Selbstbewusstsein. Jene vom letzten Jahr mehr. Es gibt interessante Analogien. Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese vordergründige Männlichkeit hintergründig mit ungenügender innerer Stärke und/oder mangelnder Führung zu tun hat. Das Problem.

Diese Frau hat mich emotional ausgenützt, viel versprochen - wenig gehalten und mich hingehalten. Sie hat in ihren vielen warmen Wechseln, in ihren On-Off Beziehungen einige traurige Seelen und verbrannte Erde zurückgelassen. Sie tut das unbewusst, dessen bin ich mir sicher und das ist viel schlimmer. Gerne würde ich wissen, ob sie weiß was sie hat (und etwas hat sie) und ob die Therapeutin sie davon in Kenntnis setzt. Ich glaube, sie verschweigt es, um sie zu schützen. Oder sie verdrängt es, wie sie vieles verdrängt und sich Dinge einredet, die in dieser Form nicht stimmen. Egal, es ist nicht meine Sache.

Der schlimmste Vorwurf von ihr war im letzten Telefonat, nach ihrem Urlaub vor der letzen SMS, wo sie mir unterstellte, ich würde es nicht ernst meinen und hätte möglicherweise Sexuelles im Sinn. Das hat mich sehr verletzt. Auch die vielen gebrochenen Versprechen, aber dieser eine Vorwurf verletzte mich sehr. Ich musste sie beruhigen, wie ein aufgebrachtes Kind und bald hatten wir wieder unsere gute, alte Gesprächsbasis. Kurz darauf schrieb ich den langen Liebesbrief.

Komisch, eigentlich müsste ich ein psych. Wrack sein. "Wie halten Sie das aus, Herr ...?", fragte mich meine jetzige Therapeutin. Ich weiß es nicht, mir genügt wenig.

Ich liebe sie sehr, fühle, sehe wer sie ist. Die Zeit heilt meine Wunden.
 
G

Gast

Gast
  • #27
Lieber Fragesteller, es ist ja nett, dass Du hier immer wieder auf dem Laufenden halten willst.

Aber mal ganz ehrlich meine Gedanken zu Deiner immer wieder hochgeholten Frage:

1) Alles ziemlich wirr.
2) Ich glaube, Du solltest weiter in Therapie gehen ;-)

[Mod: Metadiskussion gelöscht.]

Lieber FS, hake diese alte Geschichte für Dich ab und suche Dir im RL (oder hier...) eine liebe, zuverlässige Partnerin die zu Dir passt. Diese Sache kostet Dich nur unnötig Energie, die Du woanders besser einsetzen könntest.
 
G

Gast

Gast
  • #28
@#26

Ich habe mein Thread abgeschlossen und das nur als ausführliche Antwort für #22, #23 geschrieben. Hast du das nicht mitbekommen? Es ist nicht wirr. Unterstelle mir nicht solche Gedankengänge. Ja, ich gehe in Therapie, aber nur um nicht wieder solche Frauen anzuziehen. Dein Zwinkern kannst Du für dich behalten. Ich finde es schade, dass manche Menschen einem nicht einmal Zeit geben, um abzuschließen oder nicht ausführlich zu antworten. Und solange ich Lust dazu habe, Jemand mir eine Frage stellt und mich Elitepartner lässt, schreibe ich in diesem Thread. Du hast auch das Recht dazu. Nur als Hinweis: Um die letzten beiden Sätze dreht sich hier alles. Schade, solche Worte zum Schluss. Ich verweise aber gerne nochmals auf den Beginn meiner Antwort auf dein Posting.
______

@#22/#23

Der FS
3/3

Ich habe in den letzten Monaten wenige Fehler gemacht: Sie über meine Vgh. in Kenntnis gesetzt. Nicht zu Ihrer Freundin mitgekommen zu sein, weil ich auf sie sauer war, denn diese hat ihr den jetzigen Freund vorgestellt hat. Über Sex geredet zu haben. Nach dem letzten Treffen bei der Verabschiedung war ich zu ungestüm und gab ihr ein paar Klapse auf den Po und sie schob mich von sich. Ich nahm sie daraufhin in den Arm und drückte sie sehr fest und spürte ihre Unruhe, Angst und Verletzlichkeit tief in ihr. Als wir wieder auseinander gingen, sah ich mehrere Gesichtaudrücke: Innigkeit, Begierde, Sehnsucht und etwas anderes. Wenige Tage später fährt sie, obwohl sie ziemliche Angst davor hatte, mit ihrem Freund in den Urlaub. Nein, es waren keine Fehler. Ich stehe zu meiner Vgh, darf sauer sein, darf nach so langer Zeit und so vielen schönen Momenten über Sex reden. Ich darf ungestüm sein.

Ja, einige Ansätze aus diesen Aufzählungen treffen wohl auf mich in hohem Maße zu. Einige kann ich aber nicht bestätigen. Die Theorie geht in die richtige Richtung, in jener die ich in dem anderen Thread auch schon beschrieb. Auch diese, meine letzten Postings, unterstreichen dies. Momentan klingt ein wenig Sentimentalität und Selbstmitleid bei mir durch. Das wird sich legen. Das darf auch sein.

Ich will ein Kinderbuch schreiben und diese soziale Idee umsetzen. Und vllt. über meine Erfahrungen schreiben. Mein zweites berufsb. Studium abschließen.

Dein Worte “Nimm dein Glück in die Hand.“ und den darauf folgenden Satz werde ich mir besonders zu Herzen nehmen.

Ich möchte nicht viel. Die mich wollen, die will ich nicht. Die ich will, “erreiche“ ich nicht. Da liegt der Hund begraben. Warum ist das so? Ich hätte gerne eine normale Frau, die lieben – und geben kann. Warum Wahrscheinlichkeitsform? Vielleicht glaube ich, dass unendliche Liebe gleichzusetzen ist, mit etwas schier Unerreichbarem. Viel geben, nur um ein kleines Quäntchen Liebe zu bekommen.

Ich öffne meine Hände und sehe einen bunten, schönen Schmetterling darin. Nach zwei goldenen Kostbarkeiten werfe ich ihn in die Höhe. Flieg! Finde Gleichmut, finde Deine Blüte.

Danke.

Liebe Grüße
 
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