• #31
... Diese Welt folgt naturwissenschaftlichen Regeln --- die, und nicht irgendein Glaube, bestimmen meine Umwelt und damit mein Leben. ...

Ganz so schlank ist das mit der Wissenschaft nun nicht.

Zunächst sind naturwissenschaftliche Regeln nur Beschreibungen, keine Bestimmungen. Dann ist die "Reichweite" der Naturwissenschaften eingeschränkt auf das, was man, vereinfacht beschrieben, messen, beobachten und wiegen kann.

Somit entzieht sich jeder Deiner konkreten Gedanken, jede Reflektion über Deine Gefühle und Deine Erfahrungen der Naturwissenschaft. Deine Gedanken sind nur für Dich verfügbar, und kein Verfahren, keine Maschine und kein Mensch dieser Welt kann feststellen, was alles Du denkst.

Ich gehe allerdings davon aus, dass das, was Du denkst, sehr wohl einen Einfluss auf Dein Leben hat. Somit lebst Du Dein Leben von Naturwissenschaften begleitet, aber nicht bestimmt.

Ist das nicht schön?
 
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  • #32
An FS
Selbstverständlich können Atheist und Gläubiger zusammen eine Partnerschaft führen. Besonders hier zeigt sich der Charakter, die Intelligenz, auch der emotionale IQ.
Nur Menschen, die charakterschwach, nicht besonders intelligent und wenig einfühlsam sind, schließen eine solche Verbindung kategorisch aus.

Ich bin weder charakterschwach, noch habe ich eine mangelnde Intelligenz, dennoch schliesse ich eine solche Verbindung aus. Ein gläubiger Mensch möchte doch über Gott, Jesus und die Bibel reden, gerne mit dem Partner - Es würde doch immer wieder zu Diskussionen kommen, beispielsweise beim Gang in die sonntägliche Kirche oder beim Gebet.

w
 
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  • #33
Einen Partner der GOTT nicht will,würde ich nicht nehmen. Das ist ein Unterschied zu einem der GOTT innerlich noch nicht kennt.
 
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  • #34
Naja,


nennen wir es vielleicht schmeichelhafter "mangelnde Lebenserfahrung", das ist netter ;o)

denn

Ein gläubiger Mensch möchte doch über Gott, Jesus und die Bibel reden, gerne mit dem Partner - Es würde doch immer wieder zu Diskussionen kommen, beispielsweise beim Gang in die sonntägliche Kirche oder beim Gebet.

diese These basiert lediglich auf Klischee und Deinem eigenen Vorurteil, das Du Dir eben mangels -nein, nicht Intelligenz jedoch- Lebenserfahrung offenbar generell von gläubigen Menschen machst...

Ich bin ein gläubiger Mensch, jedoch nicht religiös, interessiere mich keinen Deut für Jesus oder die Bibel ;o) noch habe ich das Bedürfnis, mit meinem Partner "über Gott zu reden" und mit der Kirche (habe keine Konfession, da nicht religiös) habe ich gar nichts zu tun^^

Naja, bei so viel Kurzsichtigkeit ist das Zitat, das Du beanstandest, vielleicht doch nicht so ganz verkehrt, ohne Dir zu nahe treten zu wollen, oder??
 
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  • #35
@#32

Zitat: "Einen Partner der GOTT nicht will,würde ich nicht nehmen."
Meine Gegenfrage an dich wäre jedoch dann: Warum würdest du ihn nicht nehmen wollen?

Natürlich kann ich verstehen, dass ein stark gläubiger Mensch sich auch gerne über dieses Thema mit seinem Partner austauschen möchte. Ist dieser auch gläubig, erleichtert es das gemeinsame Verständnis.Er kann ihn in Zeiten des Zweifels wieder "auffangen", für ihn beten.

Aber mal ehrlich: Ist das langfristig DAS entscheidende was über Erfolg oder Misserfolg einer Beziehung entscheidet? Gibt es nicht andere Bereiche die viel wichtiger dahingehend sind (gemeinsame Wertvorstellungen/selbe Wellenlänge, gemeinsames Lachen miteinander, Spaß haben, sich aneinander freuen etc.)?

Der Glaube an Gott ist gleichberechtigt zu sehen, wie der Glaube an etwas anderes was unsere Existenz erklärt. Es ist beides nur ein Glaube und eben kein Wissen.

Können beide nicht an etwas anderes glauben und trotzdem glücklich miteinander sein?
 
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  • #36
Ich habe von Naturwissenschaften leider gar keine Ahnung; ich bin Geisteswissenschaftlerin. Dennoch schließe ich mich in Glaubensfragen den Naturwissenschaften an.

Es ist einfach grausam! Egal wie viele Beiträge plausibel erklären, warum die Naturwissenschaften sich überhaupt nicht mit der Frage nach Glauben oder Nichtglauben befassen, immer wieder müssen sie dazu herhalten, irgendwelche Standpunkte in Glaubensdingen zu untermauern (was sie nicht tun, denn mit Glauben beschäftigt sich die Theologie). Ein Geisteswissenschaftler sollte das im Übrigen wissen. Bitte hört endlich auf damit!
 
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  • #37
Naturwissenschaftler sind da unterschiedlich. Ich kenne persönlich welche, die gläubig oder religiös sind. Also bitte nicht verallgemeinern!

Richtig.Und bitte nicht immer darauf schliessen, dass ALLE gläubigen Menschen auch gleichzeitig religiös sind, Christen oder sonst was!! Danke!

w 42 gläubig und NICHT religiös und auch nicht christlich etc. pp.
 
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  • #38
Ich bin ein gläubiger Mensch, jedoch nicht religiös, interessiere mich keinen Deut für Jesus oder die Bibel ;o) noch habe ich das Bedürfnis, mit meinem Partner "über Gott zu reden"

Das ist ja gerade der springende Punkt: das Sendungsbewußtsein vieler Religionen und insbesondere des Christentums. Ein christlich-religiös motivierter Mensch wird sein Umfeld immer von seiner Sache zu überzeugen versuchen, das war von Anbeginn so (Apostel) und wird auch immer so sein (Mission). Aufgeklärte Menschen tun sich damit zu recht schwer und wollen ihre Partnerschaft nicht mit solchen Differenzen belasten. Fertig.

Aber da ist noch etwas anderes, nämlich das moralische Gesetz, das in uns allen steckt, im einen mehr und im anderen weniger. Das Gesetz, das mir sagt: du sollst nicht fremdgehen. Nicht weil dein Partner dich an die frische Luft setzt wenn er es merkt, sondern weil es einfach unanständig ist.

Zufällig steht nun dasselbe auch in der Bibel. Bin ich deswegen nun „religiös”? Müßte ich, wenn ich es nicht bin, die christlichen Prinzipien nicht eigentlich ablehnen? Meine Antwort darauf: wer das Gegenteil von dem tut, was ihm gesagt wird, handelt ebenso abhängig wie einer, der den Weisungen Folge leistet. Der wahre Freigeist hingegen tut einfach, was er für richtig hält.
 
  • #39
Ich sehe mich als "moderat gläubig", und Glaubensinhalte und v.a. auch "Riten" o.dgl. spielen in meinem täglichen Leben kaum bis gar keine Rolle. Trotzdem hätte ich mit einer Hardcore-Atheistin meine Mühe, denn nach meiner Erfahrung sind die Atheisten die viel eifrigeren Missionare als die Gläubigen (Motto: die Atheisten sind die neuen Zeloten!), und ich empfinde i.d.R. die Argumentation von Atheistenseite als etwa auf dem gleich schwachen intellektuellen Niveau wie die von Kreationisten oder Zeugen Jehovas o.ä. (Dieser Eindruck bestätigt sich für mich eklatant beim Lesen dieses Threads.) Am liebsten wäre mir eine Frau mit einer ähnlich "moderaten" Einstellung wie ich sie selber habe. Allsonntäglicher Kirchengang kommt für mich nicht in Frage, doch ebensowenig kommen für mich Diskussionen in Frage, ob man für Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen zur Kirche geht. Eine andere Konfession sähe ich unter diesen Umständen als unproblematisch an. Eine andere Religion geht selbstverständlich nicht.
 
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  • #40
@34 Ganz einfach und logisch. Da ich GOTT liebe. Wenn Du jemanden liebst und er wird von jemandem abgelehnt - gehst Du doch auch nicht mit ihm um oder ? Seltsam wäre doch wenn Dein
Freund nicht zum Essen geladen ist, die anderen reden am Tisch über ihn und Du gehst nicht nur allein hin sondern schenkst denen noch ein, nickst und grinst feige dazwischen - ein Supermitläufer im modernen Moment. Dann - müsste was mit Dir und Deiner sog. Liebe nicht stimmen.
Du würdest bestimmt versuchen ihnen zu sagen sie sollten ihn doch erst kennenlernen.
Wenn ihnen das aber egal wäre und Du merkst das sie weiter grundlos und fies zu ihm sein wollen
dann weist Du doch wo Du Deinen Platz im Herzen hast, einnimmst und behälst.
 
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  • #41
Naja,

jedoch- Lebenserfahrung offenbar generell von gläubigen Menschen machst...

Nein, über mangelnde Lebenserfahrung verfüge ich auch nicht, du irrst Dich. Man möchte doch seine Glaubensrichtung im täglichen Dialog mit seinem Partner teilen - mir wäre es völlig egal, wenn eine Freundin oder Bekannte gläubig wäre, im täglichen Umgang mit meinem Partner möchte ich solche Gespräche nicht führen, zu unterschiedlich wären die Lebensvorstellungen und Ansichten.Ich bin _keine_ Atheisten, sondern Agnostikerin, dennoch schliesse ich einen gläubigen Partner aus.

w
 
  • #42
Aber praktisch? Die reine Möglichkeit der Existenz eines Gottes bestreitet der Atheist, nicht aber der Agnostiker.

Rein praktisch stellt es sich häufig so dar, dass die Vertreter der beiden Glaubenspositionen auch auf anderen Gebieten zum "Glauben" statt zum Wissen neigen, sprich vorgefertigte Meinungen übernehmen anstatt selbst eine fundierte Bewertung eines Sachverhalts vorzunehmen. Für mich als jemand, der versucht möglichst nichts zu glauben und zu jeder Fragestellung entweder eine fundierte oder im Zweifel auch mal gar keine Meinung zu haben stellt sich das immer wieder als höchst inkompatibel dar.

Hinzu kommt, dass Atheisten und Theisten sich immerhin über die Nicht-Existenz einer göttlichen Entität austauschen können. Als pragmatischer Agnositker weiß ich zwar nicht, ob es "Gott" gibt oder nicht, aber ich weiß, dass diese Frage für mein Leben keine Rolle spielt und dass sie mich deshalb im Grunde auch nicht sonderlich interessiert. Es ist mir, überspitzt formuliert, schlicht egal, ob es "Gott" gibt oder nicht, wenn morgen jemand seine Existenz oder Nichtexsitenz fundiert Belegen könnte hätte das auf mein Leben keinerlei Einfluss. Das ist oftmals für Theisten und Atheisten mindestens so verstörend wie die jeweilgie glaubensbasierte Gegenposition zu ihrer eigenen Ansicht.



Nein. Beides schließt einander aus. Man kann höchstens beständig zwischen beidem hin- und herpendeln, aber dieses Sich-nicht-entscheiden-können ist zumindest in meinen Augen fast noch schlimmer als eine klare Gegenposition zu der meinigen.


Allerdings ist deine Darstellung eines Gläubigen zumindest in der heutigen Zeit auch ziemlich übertrieben dargestellt.

Es ging der ursprünglichen Fragestellerin darum, ob und wie sich unterschiedliche Ansichten in Glaubenfragen in einer Beziehung miteinander vereinbaren lassen. Natürlich habe ich, um meine Position deutlich zu machen, bewusst leicht überspitzt und in Ansätzen auch leicht polemisch formuliert. Natürlich sieht nicht jeder Gläubige in jedem Sonnenstrahl gleich ein göttliches Wirken. Aber spätestens wenn jemand diese Ausprägung von Gläubigkeit an den Tag legt ist sie als Partnerin für mich völlig ungeeignet.

Dass die Extrempositionen eher dünn besetzt sind und sich dass Gros der Menschen irgendwo dazwischen verorten würde ist mir ebenso bewusst wie die Tatsache, dass das dann natürlich auch wieder Auswirkungen auf den Grad der Kompatibilität in Bezug eine mögliche Partnerschaft hat.
 
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  • #43
die "Reichweite" der Naturwissenschaften eingeschränkt auf das, was man, vereinfacht beschrieben, messen, beobachten und wiegen kann.

Immerhin weiß die Wissenschaft, wo ihre Grenzen sind. Der Glaube aber glaubt eben nur, die Lücke schließen zu können, die die Wissenschaft offenläßt. Und diese Lücke wird, zumindest auf den ersten Blick, immer kleiner („Wohnungsnot Gottes”).

Allerdings: man hat vor kurzem irgendwo in Deutschland einen Fischsaurier ausgegraben, der zu Lebzeiten einem heutigen Delphin zum Verwechseln ähnlich sah. Wo, bitteschön, ist die ordnende Instanz, die weiß wie so ein Tier auszusehen hat? Welche höhere Intelligenz gibt die Formen vor, die die Evolution dann mittels ihrer – wissenschaftlich faßbaren – Methodik ausfüllt?

Wir wissen nicht, ob es im Universum noch weitere belebte Planeten gibt. Aber eines ist gewiß: wenn es dort Weltmeere gibt, dann leben darin Tiere, die einem Delphin oder Fischsaurier zum Verwechseln ähnlich sind. Womit auch diese uns unbekannte (und für immer unbekannt bleibende) Welt ein Teil der universellen Schöpfung ist, die ich meine, und der auch wir Menschen angehören.
 
  • #44
Zunächst sind naturwissenschaftliche Regeln nur Beschreibungen,[...]

Natürlich. Ich kann mit naturwissenschaftlichen Regeln Ereignisse der Vergangenheit erklären und Ereignisse der Zukunft sicher vorhersagen. Kurz: Ich kann mit ihnen arbeiten und mein Leben und meine Umwelt gestalten. Mir reicht das völlig.


Somit entzieht sich jeder Deiner konkreten Gedanken, jede Reflektion über Deine Gefühle und Deine Erfahrungen der Naturwissenschaft.

Du möchtest bitte die moderne Neurologie zur Kenntnis nehmen, die zwar noch nicht einzelne Gedanken aber immerhin beispielsweise die Art bestimmter Gedankengänge und Gefühle --- Wahrheit oder Lüge, Angst oder Freude, Erinnerung oder kreieren neuer Gedanken --- messtechnisch erfassen kann.
Ich fürchte wir wären alle überrascht und bisweilen entsetzt, wieviel aus unserer Gedanken- und Gefühlswelt sich inzwischen bei entsprechendem Messaufwand technisch erfassen lässt.


Deine Gedanken sind nur für Dich verfügbar, und kein Verfahren, keine Maschine und kein Mensch dieser Welt kann feststellen, was alles Du denkst.

Es ist beispielsweise leicht zu erkennen, ob das was ich gerade denke für mich neu ist oder lediglich das Aufrufen bereits "vorgefertigter" Gedankengänge, weil dabei völlig andere Hirnbereiche aktiv sind. Und es ist ein Leichtes, Gedanken und Gefühle technisch zu manipulieren. Ein leichter, kaum bewusst wahrnehmbarer Schmerzimplus gepaart mit dem Bild einer bestimmten Nahrung, gut versteckt zwischen anderen Bildern, das ganze für ein paar Tage jeweils ein paar Minuten lang und schon mögen Versuchstiere diese Nahrung nicht mehr. Und das ist noch plumpe Manipulation auf der Makroebene mit Technik von vorgestern.


Somit lebst Du Dein Leben von Naturwissenschaften begleitet, aber nicht bestimmt.

Die heutigen Naturwissenschaften "bestimmen" nicht, sie beschreiben nur. Zunächst die Vergangenheit und, wenn ich die Umstände ausreichend gut erfasst habe, auch die Zukunft.



Das Schöne ist, dass eine jede und ein jeder glauben oder Nichtglauben kann und darf, was sie oder er will. Das macht zwar, um mal wieder die Kurve zur ursprünglichen Fragestellung zu bekommen, im Zweifel inkompatibel zu anderen Glaubenseinstellungen, aber da wir inzwischen in halbwegs aufgeklärten Zeiten leben kann man darüber ja hier und anderswo nach herzenslust diskutieren und sich dann am Ende eine passende Partnerin oder einen passenden Partner suchen.
 
  • #45
mir wäre es so was von egal, ob eine frau an gott glaubt, oder nicht.
ich glaube nicht an gott und solange ihr glaube keine extremen züge annimmt, wüsste ich nicht, warum es partnerschaftliche turbulenzen deswegen geben sollte.

fürn viele gläubige ist die religion eine wirksame krücke, die ihnen halt gibt. warum sollte man denen das madigmachen?
letzten endes entstanden die religionen doch daraus, dass die menschen sich vieles nicht erklären konnten. für die erklärung musste dann gott herhalten.
außerdem wurde das bewusstsein der eigenen endlichkeit gemildert.
die angst vor dem tod war auch ein grund für die entwicklung der religionen.

wenn das einigen halt gibt...warum nicht.
ich könnte an so einen mumpitz allerdingst auch nicht glauben.
wenn ich mir vorstelle, ich liege im sterben und ein pfarrer will mich volllabern...
 
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  • #46
Die Bereitschaft den Partner in seiner Andersartigkeit zu akkreszieren, ihn nicht ändern zu wollen, ist die Voraussetzung für eine gute Partnerschaft. Ob das möglich ist hängt davon ab wie Fundamentalistisch beide in Ihren Positionen sind.

Ich, als agnostischer Atheist, könnte mir grundsätzlich vorstellen eine moderat, nicht missionierende, gläubige Panterin zu haben. Gemeinsame ethische Werte, Lebenseinstellungen und Prioritäten im Leben vorausgesetzt.
 
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  • #47
Die Bereitschaft den Partner in seiner Andersartigkeit zu akzeptieren, ihn nicht ändern zu wollen, ist die Voraussetzung für eine gute Partnerschaft. Ob das möglich ist hängt davon ab wie Fundamentalistisch beide in Ihren Positionen sind.

Ich, als agnostischer Atheist, könnte mir grundsätzlich vorstellen eine moderat, nicht missionierende, gläubige Panterin zu haben. Gemeinsame ethische Werte, Lebenseinstellungen und Prioritäten im Leben vorausgesetzt.
 
  • #48
[Mod.= gelöscht! Wir weisen wieder einmal darauf hin, sich nicht in Nebenthemen zu verlieren und Chats zu vermeiden. - Wir bitten ALLE User, sich daran zu halten und nur auf die Titelfrage zurück zu kommen und zu antworten.]
 
  • #49
"Der erste Schluck aus dem Becher der Naturwissenschaften macht atheistisch, aber auf dem Boden des Bechers wartet Gott."
Werner Heisenberg

Einen berühmten Wissenschaftler zu zitieren verleiht einer Position oder einem Argument leider nicht mehr Schlagkraft. Argumente, von mir auch zitierte, wären für einen Dialog deutlich hilfreicher. Dieser Kunstgriff der Rhetorik (Autoritätsargument siehe Appeal to Authority, Logical fallacy) wird aber immer wieder gern versucht.

"
Naturwissenschaftler sind da unterschiedlich. Ich kenne persönlich welche, die gläubig oder religiös sind. Also bitte nicht verallgemeinern!

Natürlich gibt es auch religiöse Naturwissenschaftler, aber Ausnahmen bestätigen die Regel....

According to a 1998 report in the journal Nature, a recent survey found that 93% of NAS members are either atheist or agnostics.
 
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  • #50
Der eine glaubt an Gott, der andere nicht, Ende der Geschichte. Wo ist das Problem? Solange keiner versucht dem anderen seinen Glauben aufzuzwingen, sehe ich da keine Schwierigkeit.
 
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  • #51
Zitat von Stef0541;357510 Natürlich gibt es auch religiöse Naturwissenschaftler:
According to a 1998 report in the journal Nature, a recent survey found that 93% of NAS members are either atheist or agnostics.[/I]

Wobei hier natürlich die Frage zu stellen ist, ob sie zu Atheisten oder Agnostikern wurden, weil sie Naturwissenschaftler sind, oder ob sie Naturwissenschaftlern wurden, weil sie Atheisten oder Agnostiker sind.
 
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  • #53
Jetzt mal ungeachtet der verschiedenen Religionen finde ich die Aussage von #1 schon etwas gewagt und auch überheblich, jede Form von Glauben und Religion als Mumpitz zu bezeichnen.
Ich selbst (katholisch getauft, zwar gläubig aber nicht religiös und in der medizinschen Forschung tätig) hätte für meinen Teil kein Problem, einen Partner zu haben der einer anderen Religion/gar keiner Religion angehört bzw. Atheist ist, sofern er dies für sich ist und mich nicht 'missionieren' will und seine Ansichten fanatisch vertritt. Genauso schlimm wie fanatisch religiöse Menschen finde ich nämlich auch militante Atheisten, die alle die an etwas glauben als ungebildet und dumm hinstellen - das ist einfach nur ignorant und verkompliziert die Partnersuche doch nur noch mehr.
 
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  • #54
Ich bin Atheistin, obwohl christlich erzogen. Mein Partner ist gläubig.

Er missioniert mich nicht, ich ihn nicht. Ich lasse ihm seinen Glabuen, er mir meinen Nichtglauben.

Wir stimmen in so gut wie allen anderen Bereichen so wunderbar miteinander überein, dass dieser eine Unterschiedder Harmonie und dem Glück in unserem Leben keinen Abbruch tut.
 
  • #55
Letztlich ist entscheidend, ob der eine den anderen missionieren möchte oder nicht. Das betrifft übrigens auch Fragestellungen, die nichts mit Glauben und Theismus zu tun haben. Auch hier finden sich ja immer wieder missionsfreudige wenig tolerante Vertreter, mit denen ein gemeinsames Leben sich schwierig gestalten dürfte.

Zu Teilen der naturwissenschaftlichen Fraktion sei noch gesagt: Wer tiefer in die Wissenschaften eintaucht, bemerkt recht schnell die Begrenztheit des aktuellen (Fach-)Horizontes. Die mitunter von Teilen dieser Fraktion geäußerte radikale Ablehnung alles Spirituellen und Esoterischen und somit das Verschließen der Augen vor manchen (aktuell) nicht direkt messbaren Dingen, beschneidet m.E. nur den eigenen Horizont.

Ich bin auch eher analytisch-konzeptionell unterwegs, habe aber in meinen Leben (zum Glück) Dinge erleben dürfen, die meine Augen auch für nicht messbare Dinge geöffnet haben. Unter anderem wurde eine von Schulmedizinern nicht heilbare Krankheit innerhalb von wenigen Tagen komplett wegtherapiert. Das geschah mit einem weiterentwickelten kinesiologischen Ansatz. Der Arzt, der diesen Ansatz entwickelt hat, verfügt inzwischen über zwei sehr große Praxen in Großstädten, die extrem frequentiert sind. Schulmediziner können die Heilung nicht erklären. Für mich interessant: Die anerkanntermaßen und über den Durchschnitt qualifizierten Ärzte erkennen Heilungsmethoden, die über das Lehrbuch hinausgehen, vielfach an - oder stehen ihnen zumindest nicht von vornherein pessimistisch gegenüber.
 
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  • #56
@54, und Nachtrag zu meinem Posting #53

Ja, stimme dem zu.

Dass wissenschaftliche Kenntnisse und Gläubigkeit sich nicht ausschließen, sieht man unter anderem daran, dass einige der hervorragendsten Naturwissenschaftler gleichzeitig tief gläubig sind oder waren.

Berühmtes Beispiel: der Kernphysiker Carl Friedrich von Weizsäcker.
 
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  • #57
@#54

Stimme dir zum Teil zu.

Letzten Endes ist das alles Entscheidende die Frage, welchen Stellenwert der Glaube/Nichtglaube im Leben eines Menschen einnimmt.

Auch wenn ich es teils verstehen kann, so finde ich es trotzdem ein bisschen traurig wenn Menschen andere ausschliessen weil sie an Gott glauben oder eben nicht glauben.

Der Glaube an etwas ist ok, sollte jedoch nicht DAS entscheidende Argument für/wider einer Beziehung sein. Deswegen heisst es ja auch "Glaube" und nicht "Wissen".
 
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  • #58
dass einige der hervorragendsten Naturwissenschaftler gleichzeitig tief gläubig sind oder waren. Berühmtes Beispiel: der Kernphysiker Carl Friedrich von Weizsäcker.

Das könnte daran liegen daß niemand, auch die hellsten Köpfe nicht, das Wesen der Materie auch nur annähernd begreifen, sie können bestenfalls Formeln entwickeln, die deren Erscheinungen beschreiben. Nicht umsonst spricht man ja z.B. vom „Gottesteilchen”, das für die Masse zuständig ist. Aber was ist Masse? Was ist Raum? Warum fliegt ein Elektron durch zwei Spalte gleichzeitig, wird dahinter aber wieder zum Teilchen? Und, die wichtigste Frage: warum ist nicht nichts?

Ich glaube nicht, daß ein religiöser Mensch darauf die Antworten hätte, die ich mir erwarte. Falls doch, könnte eine Partnerschaft durchaus in Frage kommen.
 
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  • #59
@#57

Eventuell wird aber auch niemals ein Naturwissenschaftler auf deine Fragen zufriedenstellende Antworten haben, weil evtl. aus jeder Antwort 100 neue Fragen entstehen.

Und selbst wenn er alles erklären kann, könnte seine finale Aussage so lauten: "Coole Naturregeln die Gott da erschaffen hat".

Wieso muss sich jetzt also dein Partner mit deinen Fragen naturwissenschaftlich auseinandersetzen? Wieso kannst du es nicht respektieren, dass ein Gläubiger die Antworten darauf nicht hat, ausser darauf zu verweisen das bestimmte Regeln einfach von Gott geschaffen wurden.

Nochmal: Kennst du denn die vollumfassenden Antworten auf deine Fragen? Wieso erwartest du sie also von deinem gläubigen Partner?
 
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  • #60
ausser darauf zu verweisen das bestimmte Regeln einfach von Gott geschaffen wurden.

Genau so eine Antwort meinte ich. Und nicht eine im Sinne von „weil Gott alle Menschen liebt und uns seinen Sohn geschickt hat, der sich für uns ans Kreuz hat nageln lassen". Das genügt mir nicht, das erklärt mir nicht die Naturgesetze. Mein Gott sieht anders aus. Vor allem hat er keinen Sohn.
 
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