• #31
@Ejscheff :

Ausleben bedeutet, seine Neigungen zu realisieren.

Wenn jemand seine Neigung nicht umsetzt, kann das alle möglichen Gründe haben. Bei manchen ist die Not eine Tugend. Andere haben sich von Erwartungshaltungen nicht emanzipiert.

Natürlich kann man monogam leben, man ist es deshalb aber nicht. Ich könnte auch vegetarisch leben, bliebe aber von meiner Veranlagung her Mischköstler, wozu ich jederzeit wieder übergehen könnte. Ein vegan veranlagtes Tier könnte das nicht.
 
  • #32
@Ejscheff :

Ausleben bedeutet, seine Neigungen zu realisieren.

Wenn jemand seine Neigung nicht umsetzt, kann das alle möglichen Gründe haben. Bei manchen ist die Not eine Tugend. Andere haben sich von Erwartungshaltungen nicht emanzipiert.

Natürlich kann man monogam leben, man ist es deshalb aber nicht. Ich könnte auch vegetarisch leben, bliebe aber von meiner Veranlagung her Mischköstler, wozu ich jederzeit wieder übergehen könnte. Ein vegan veranlagtes Tier könnte das nicht.
Wenn dem so ist, ist es ja fast ein Kompliment.
Heißt im Umkehrschluss, wenn man es denn so deuten wollte. Kein Mensch ist monogam nur die die es nicht sind, sind einfach willenstärker und die anderen näher am tumben, triebhaften Tier..
Oder da es ja nur ein soziales Konstrukt ist, sind nicht Monogame asozial.
Das spiegelt nicht meine Meinung wieder. Aber so wie du argumentierst, könnte man gegenargumentieren.

Sich mit der Biologie zu rechtfertigen ist doch albern. Wir haben einen Verstand entwickelt, der es eben möglich macht nicht untertan seiner Triebe und niederen Instinkte zu sein.
Daher ist alles eine willentliche, bewusste und freie Entscheidung. Und ob die nun monogam ist oder nicht, ist erstmal völlig ok. So lange man es offen und ehrlich potentiellen Partnern gegenüber kommuniziert.

Aber deine Argumente klingen in dem Punkt so platt. Ich kann nicht anders, das ist Biologie. Deshalb kann/will ich nicht treu sein. Sorry, aber ich kann nichts dafür. Der Mensch ist eben so.
Dann steh wenigstens dazu. Ich halte nun von Treue, ich will einfach mit jeder die ich gut finde pennen und möchte mich nicht festlegen. Ist ja auch nichts dabei. Darf man auch. Und wenn du jeden Tag 'ne andere nagelst, dein Ding. Wenn es das Richtige für dich ist, ok. nicht zu kritisieren (unter den richtigen Rahmenbedingungen)
Aber sich mehr oder minder hinter der Biologie verstecken, der man nachgeben muss ist peinlich.

Und nur weil es nicht in dein kleines, selbstbetrügerisches Weltbild passt, kann man sich sehr wohl kennen, wissen wer man ist, was man will und sehr zufrieden monogam leben.
 
  • #33
@Ejscheff :

Ausleben bedeutet, seine Neigungen zu realisieren.

Wenn jemand seine Neigung nicht umsetzt, kann das alle möglichen Gründe haben. Bei manchen ist die Not eine Tugend. Andere haben sich von Erwartungshaltungen nicht emanzipiert.

Natürlich kann man monogam leben, man ist es deshalb aber nicht. Ich könnte auch vegetarisch leben, bliebe aber von meiner Veranlagung her Mischköstler, wozu ich jederzeit wieder übergehen könnte. Ein vegan veranlagtes Tier könnte das nicht.
Alles unreflektiert ausleben (zumindest es zu versuchen) was einem als Fantasie durch den Kopf rauscht lässt sich auch als rein triebhaft gesteuert oder völlig ohne Selbstkontrolle umschreiben.

Will ich etwas haben nehme ich es mir ohne Rücksicht auf Verluste oder guckt mich jemand komisch an mache ich ihn mal eben platt. Oder ich fahr weil es mir gerade einfällt mit 100 Sachen durch die Fußgängerzone.

Diese Beispiele drücken Respektlosigkeit, Rücksichtlosigkeit, fehlendes perspektivisches Denken uvm. destruktives Verhalten aus. Am Ende ist es eine Selbstverletzung. Nicht untypisch für Persönlichkeitsstörungen u.ä.

In Zusammenhang mit Sexualität drückt so ein Verhalten nebenbei noch eine Reduktion derselbigen auf ein reines Konsumobjekt aus. Individuell ist letzteres im Einzelfall ok. Ganz vielen Menschen gefällt es aber nicht.
 
  • #34
Du hast diese Situation nur in Deiner Phantasie, nicht in realen Begegnungen, so weit ich das herauslese.
Es gab hier aber mal zwei Foristinnen, die genau das gelebt haben, von dem Du phantasierst:
Einen Mann für die Liebe (mit dem sie auch Sex hatten, um ihm gutes zu tun) und ein Mann oder mehrere Männer für den Sex, um sich in dieser Hinsicht gutes zu tun.
In diesem Sinne, ja, gibt es, und wird fallweise auch gelebt.
ErwinM, 51
 
  • #35
Wenn jemand seine Neigung nicht umsetzt, kann das alle möglichen Gründe haben. Bei manchen ist die Not eine Tugend. Andere haben sich von Erwartungshaltungen nicht emanzipiert.
Ja oder: die Neigung bzw Phantasie ist in der Realität gefährlich oder mit vielen Unanehmlichkeiten verbunden.
Abgesehen davon.
Monogam leben ist eine Entscheidung. Wenn der Sexualtrieb gering ist fällt sie leichter, wenn der Sexualtrieb befriedigt ist, fällt sie leichter.
Wenn man keine psychische Schäden hat, fällt sie leichter.
Wenn es keine Möglichkeit gibt andere Sexualpartner zu finden fällt sie leichter.
Wenn man einen Partner liebt, den man nicht verletzen will fällt sie leichter.
Usw.
Jep.
Ich hab je nach hormoneller Lage starke Gewalt Phantasien gegen Menschen die mich geärgert haben.

Für mich ein Allarmzeichen und dann stehe ich beim Endokrinologen auf der Matte und lasse meine Schilddrüse Hormone nochmal testen.
Wenn mich nach anderen Männern gelüstet, sehe ich es ebenfalls als Allarmzeichen.
Denn dann bin ich sexuell nicht satt und muss das mit mir ( und ev mit meinem Partner ausmachen)
Ps beides schon mehrfach geschehen 🙈
 
  • #36
@Ejscheff :

Ausleben bedeutet, seine Neigungen zu realisieren.

Wenn jemand seine Neigung nicht umsetzt, kann das alle möglichen Gründe haben. Bei manchen ist die Not eine Tugend. Andere haben sich von Erwartungshaltungen nicht emanzipiert.

Natürlich kann man monogam leben, man ist es deshalb aber nicht. Ich könnte auch vegetarisch leben, bliebe aber von meiner Veranlagung her Mischköstler, wozu ich jederzeit wieder übergehen könnte. Ein vegan veranlagtes Tier könnte das nicht.
Was ist so wichtig, dass du so oft immer wieder erwähnen musst, dass wir nicht monogam veranlagt sind?

Es ist doch scheiss egal was stimmt. Fakt ist, dass es viele Menschen gibt, die monogam leben wollen und dies auch tun. Fakt ist, dass viele Menschen nicht monogam leben wollen und dies auch nicht tun. Und 3. Fakt ist, dass viele Menschen monogam leben wollen aber in 1 bis wenigen Beziehungen mal Seitensprünge haben (aus welchen Gründen auch immer) und in einer anderen Beziehung monogam leben.

Ob wir jetzt von Natur aus polygam oder monogam sind, interessiert doch niemanden. Es geht darum, wie man es lebt. Ob wir von Natur aus Allesesser sind oder Veganer, ist auch egal. Wichtig ist, wie jemand tatsächlich lebt.

Wir könnten auch alle Mörder sein. Wichtig ist, ob es jemand macht. Hast du gewusst, dass z.B. 1/100 Männern pädophile Anteile in sich hat? Wichtig ist, dass es die Männer NICHT ausleben.

Verstehst du den Unterschied zwischen reiner Theorie und Ausleben/Leben?

Gut. Danke. Dann bitte einmal bei der Theorie belassen.

Zur FS Ja, ich denke schon, dass es normal ist. Der, in den du verliebt bist, ist "entfernt". Den anderen Mann begehrst du körperlich. Wäre der verliebte Mann bei dir, so würde der andere Mann, den du nur begehrst, wahrscheinlich in Ferne rücken. Und selbst wenn nicht: Wichtig ist, was du tatsächlich auslebst. Nicht, was in deiner Fantasie ist.
 
  • #37
Heißt im Umkehrschluss, wenn man es denn so deuten wollte. Kein Mensch ist monogam nur die die es nicht sind, sind einfach willenstärker und die anderen näher am tumben, triebhaften Tier..

Das ist eine mögliche Interpretation. Die andere ist, sie sind authentischer und leben gesünder, da mit ihrer Disposition im Einklang.

Oder da es ja nur ein soziales Konstrukt ist, sind nicht Monogame asozial.

Ja, die Nicht-Monogamie ist ja auch sozial stigmatisiert, wie sich auch an den Reaktionen hier im Forum ablesen lässt.

Freud zu Folge ist es ein Zeichen psychischer Stärke, sich über gesellschaftliche Sexualnormen hinweg zu setzen. Er meinte, nur die allerschwächsten Charaktäre lassen sich durch Normen in ihrer Sexualität beschränken.

Ich beobachte tatsächlich, das sexuelle Libertinage in der Oberschicht sehr viel häufiger verbreitet ist als in der Unterschicht.
 
  • #38
Eine interessante Diskussion. Ich würde darauf tippen, dass deine Beziehung zu deinem Partner auf sexueller Ebene nicht befriedigend ist. Vielleicht ist es auch ungewollt selbsterwählte Haltung um ihn behalten zu können. Stelle dir vor, dein Sexleben wäre vollkommen perfekt. Ich denke, dass da etwas sehr schnell unheimlich langweilig geworden wäre. Wenn diese Beziehung aber unbefriedigend ist, bestünde immer die Chance auf Besserung. Irgendwie willst Du dich von etwas beschützen, würde ich behaupten.
 
  • #39
sie sind authentischer und leben gesünder, da mit ihrer Disposition im Einklang

Freud zu Folge ist es ein Zeichen psychischer Stärke, sich über gesellschaftliche Sexualnormen hinweg zu setzen. Er meinte, nur die allerschwächsten Charaktäre lassen sich durch Normen in ihrer Sexualität beschränken.
Herrlich, immer diese Arroganz der nicht Monogamen.
Wir sind ja so toll, wir machen es besser, wir unterdrücken nicht unsere Natur, wir trotzen den Normen, bla, bla blubb.
Gerne auch genommen: Zu einer nicht monogamen Beziehung gehört viel Vertrauen. Wo unterschwellig suggeriert wird dass spießige Monogamisten ein Vertrauensdefizit hätten. Eine Liebesbeziehung, egal welcher Ausrichtung, braucht immer Vertrauen zum Funktionieren. Die eine nicht mehr oder weniger als die andere.

Klar, gibt es diese Arroganz auch von Monogamen in die andere Richtung. Aber ich finde bei der anderen Fraktion ist sie schon sehr ausgeprägt und weit verbreitet.

Ich bin auch kein Freund von: Leute fresst Sch., Millionen Fliegen können nicht irren. Aber es gibt nunmal Dinge, die sind so, nicht weil es jemand mal vorgegeben hat und alle meinen sich daran halten zu müssen. Sondern weil sie meisten schlicht so empfinden.

Natürlich braucht es Stärke um ein nicht so gängiges Beziehungsmodell offen zu leben. Aber das brauch es auch für viele andere Beziehungsaspekte. Sich aber ständig selbst so zu beweihräuchern find ich übertrieben.

Im Übrigen ... ich bin ja nun auch ein sich selbst verleugnender Monogamist und eigentlich ein charakterschwacher Konformist.
Allerdings habe ich mit meiner Frau sehr selten Sex und wir sind glücklich so. Was ja auch der Sexualnorm widerspricht. Bin ich, sind wir dann nicht auch wieder auf der coolen, sich den Norm widersetzenden Seite? 🤣
 
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  • #40
Freud zu Folge ist es ein Zeichen psychischer Stärke, sich über gesellschaftliche Sexualnormen hinweg zu setzen. Er meinte, nur die allerschwächsten Charaktäre lassen sich durch Normen in ihrer Sexualität beschränken.
Du musst das in den dazugehörigen zeitlichen Kontext setzen, um es entsprechend interpretieren zu können. Freud ist an vielen Punkten widerlegt worden.
Ob wir jetzt von Natur aus polygam oder monogam sind, interessiert doch niemanden. Es geht darum, wie man es lebt. Ob wir von Natur aus Allesesser sind oder Veganer, ist auch egal. Wichtig ist, wie jemand tatsächlich lebt.
Und er lebt nicht per Zufall so, wie er es tut. Der Mensch ist ein soziales Wesen und - im Verhältnis zu anderen Säugetieren - außergewöhnlich lange an die Eltern gebunden, was schon mit einer relativ langen Schwangerschaft beginnt, die früher sogar noch länger andauerte, als heute der Fall ist.

In der Biologie unterscheidet man ja zwischen Nestflüchtern und Nesthockern. Und der Mensch gehört nun einmal zur zweiten Kategorie. Sprich: er ist genetisch auf lange Bindungen ausgelegt und präferiert keine häufig wechselnden Partnerschaften.

Sex dient ja nicht nur der reinen Triebabfuhr, sondern auch der Schaffung von Nähe, Intimität und Bindung. Schließlich wird nach jedem Orgasmus Oxytocin ausgeschüttet.

Monogamie macht - kulturell gesehen - also sehr viel Sinn. Denn sie stärkt und stabilisiert die Beziehung zwischen zwei Menschen.

Was daran stark sein soll, seine Affekte und Triebe nicht unter Kontrolle zu haben, erschließt sich mir nicht - eher das Gegenteil ist der Fall.


Ja, die Nicht-Monogamie ist ja auch sozial stigmatisiert, wie sich auch an den Reaktionen hier im Forum ablesen lässt.
Weil die Menschen - laut repräsentativen Umfragen - sich in monogamen Beziehungen immer noch am wohlsten fühlen ( irgendwas über 80% ).

Die Monogamie befriedigt nun mal viele menschliche Bedürfnisse ( Sicherheit, Zugehörigkeit, Nähe usw.) und erfreut sich daher wohl so großer Beliebtheit.

Wer nicht treu sein kann, verspürt entweder kaum das Bedürfnis nach einer tiefen, vertrauensvollen Beziehung, oder hat ein Problem mit seiner Selbstkontrolle.

Und das ist auch ok. Nur darf man nicht von sich auf andere schließen.

Verzicht kann etwas sehr Schönes sein.
 
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  • #41
Herrlich, immer diese Arroganz der nicht Monogamen.
Wir sind ja so toll, wir machen es besser, wir unterdrücken nicht unsere Natur, wir trotzen den Normen, bla, bla blubb.
Gerne auch genommen: Zu einer nicht monogamen Beziehung gehört viel Vertrauen. Wo unterschwellig suggeriert wird dass spießige Monogamisten ein Vertrauensdefizit hätten. Eine Liebesbeziehung, egal welcher Ausrichtung, braucht immer Vertrauen zum Funktionieren. Die eine nicht mehr oder weniger als die andere.

Klar, gibt es diese Arroganz auch von Monogamen in die andere Richtung. Aber ich finde bei der anderen Fraktion ist sie schon sehr ausgeprägt und weit verbreitet.

Ich bin auch kein Freund von: Leute fresst Sch., Millionen Fliegen können nicht irren. Aber es gibt nunmal Dinge, die sind so, nicht weil es jemand mal vorgegeben hat und alle meinen sich daran halten zu müssen. Sondern weil sie meisten schlicht so empfinden.

Natürlich braucht es Stärke um ein nicht so gängiges Beziehungsmodell offen zu leben. Aber das brauch es auch für viele andere Beziehungsaspekte. Sich aber ständig selbst so zu beweihräuchern find ich übertrieben.

Im Übrigen ... ich bin ja nun auch ein sich selbst verleugnender Monogamist und eigentlich ein charakterschwacher Konformist.
Allerdings habe ich mit meiner Frau sehr selten Sex und wir sind glücklich so. Was ja auch der Sexualnorm widerspricht. Bin ich, sind wir dann nicht auch wieder auf der coolen, sich den Norm widersetzenden Seite? 🤣
Dein Beitrag gefällt mir gut, @Duckula.
Aber jetzt haben wir es endgültig mal gesagt bekommen:
Sexuelle Libertinage ( man könnte auch schlicht auf deutsch Zügellosigkeit oder Freizügigkeit sagen; klingt natürlich aber nicht so gebildet) ist eh vorrangig für die Oberschicht.
@Andreas1965 , you made my evening :)
 
  • #42
Aber es gibt nunmal Dinge, die sind so, nicht weil es jemand mal vorgegeben hat und alle meinen sich daran halten zu müssen. Sondern weil sie meisten schlicht so empfinden.

Das Empfinden wird ja schon durch die Gesellschaft normiert. Man saugt die Werteordnung quasi mit der Muttermilch auf, ohne sich dessen bewusst zu werden, und hält diese später für sein eigenes Wesen.

In Arabien in vorislamischer Zeit herrschte das Matriarchat. Eine Frau hatte mehrere Männer, mit denen sie verkehrte. Jeder der Männer trug zu ihrem Haushaltseinkommen bei. Sie zog die Kinder der Männer auf. Mohammed entstammt einer solchen Verbindung. Das erscheint uns zeitgenössischen abendländischen Menschen als widernatürlich. Nur ist es genauso viel oder genauso wenig natürlich wie unserer heute gängigen Modelle. Es ist nur eine andere Art sozialer Konstruktion gewesen, die ebenso gut mit der menschlichen Natur vereinbar ist.

Den Europäern im 18. Jahrhundert war auch die Existenz Gottes eine Selbstverständlichkeit. Zu ihrer großen Verwunderung mussten sie feststellen, dass die chinesische Sprache noch einmal das Wort dafür kennt.

Monogamie macht - kulturell gesehen - also sehr viel Sinn. Denn sie stärkt und stabilisiert die Beziehung zwischen zwei Menschen.

Sie muss Vorteile haben, sonst gäbe es sie nicht. Aber sie ist nicht die ausschließlich ädaquate Lebensform. Schließlich gibt es das "Fremdgehen" und "Betrügen". Die sind ihre ständigen Begleiter. Und auch diese können die Legitimität des Faktischen für sich beanspruchen.

Wer nicht treu sein kann, verspürt entweder kaum das Bedürfnis nach einer tiefen, vertrauensvollen Beziehung, oder hat ein Problem mit seiner Selbstkontrolle.

Und das ist auch ok. Nur darf man nicht von sich auf andere schließen.

Verzicht kann etwas sehr Schönes sein.

Da hat sich das Leben gegen sich selbst gewendet, wenn es sich kontrollieren muss. Zu asketischen Idealen hat Nietzsche alles gesagt.

Soziale, partnerschaftliche Bindung und sexuelle Ausschließkeit in eines zu setzen, ist auch nicht allen Kulturen inhärent. In Rom galt das beispielsweise nicht. Eheliche Treue bedeutete dort, nur gemeinsame Kinder zu haben bzw. nur solche zu legitmieren.
 
  • #43
Freud zu Folge ist es ein Zeichen psychischer Stärke, sich über gesellschaftliche Sexualnormen hinweg zu setzen. Er meinte, nur die allerschwächsten Charaktäre lassen sich durch Normen in ihrer Sexualität beschränken.
Hör mir nur mit Freud auf 🙄
Der ist dermaßen umstritten. Für mich war das Thema Freud durch, als ich in einem Buch mit Traumdeutung bei jeglichen Thema Deutung= Sex fand.
Aber träumt man tatsächlich von Sex? Hat es nix mit Sex zu tun. Hm..Warum ?
Im übrigen fühle ich mich durch Monogamie nicht beschränkt in meiner Sexualität.
Und was die Freizügigkeit der Gesellschaft mit Bildung zu tun haben soll? Vielleicht ist dein Umfeld gebildet und freizügig und dann beobachtest du beides in einer Gruppe.

Ich bin auch kein Freund von: Leute fresst Sch., Millionen Fliegen können nicht irren.
😄
Abererer es gibt nunmal Dinge, die sind so, nicht weil es jemand mal vorgegeben hat und alle meinen sich daran halten zu müssen. Sondern weil sie meisten schlicht so empfinden.
Es gibt glaube ich viele Menschen, die SSD ich zwischen euren Extremen befinden.

Zur FS in:
Am besten du akzeptierst es einfach wie es ist.
Du tust doch niemanden weh mit deiner Fantasie.
Was genau ist eigentlich gerade dein Problem in dieser Fragestellung?
Irgendwas hab ich nicht verstanden, glaub ich.
 
  • #44
Sexuelle Libertinage ( man könnte auch schlicht auf deutsch Zügellosigkeit oder Freizügigkeit sagen; klingt natürlich aber nicht so gebildet) ist eh vorrangig für die Oberschicht.
@Andreas1965 , you made my evening :)
Das würde ich so nicht sagen. Man muss hier nur mal eine Userumfrage machen 😉

Es kommt natürlich auch darauf an wie man Oberschicht definiert.

Ich kenne jedenfalls polygame/polyamore Menschen mit recht unterschiedlichen Einkommens- und Vermögensverhältnissen.
In Arabien in vorislamischer Zeit herrschte das Matriarchat. Eine Frau hatte mehrere Männer, mit denen sie verkehrte. Jeder der Männer trug zu ihrem Haushaltseinkommen bei. Sie zog die Kinder der Männer auf. Mohammed entstammt einer solchen Verbindung.
Mohammed lebte, wenn er denn überhaupt existierte, in der Phase des Übergangs zwischen Antike und Mittelalter. In keinem der damaligen wichtigen Staaten dominierte ein Matriarchat.

Ein handvoll Herrscherinnen in den 1500 Jahren bis zur Geburt Mohammeds machen noch kein Matriarchat aus.

Auch dem Neolithikum und dem Paläolithikum wird aufgrund der Funde von Frauenfigürchen gerne eine matriarchale Gesellschaft angedichtet.

Beweise gibt es aber keine und wenn im Neolithikum das Matriarchat dominierte war es auch nicht friedlicher als das Patriarchat.

Das belegen jedenfalls einige Funde von Massengräbern mit vielen Gewaltopfern aus dieser Zeit. Das dies überwiegend Männer und wenn Frauen dann alte Frauen waren beweist auch kein Matriarchat.

Hinzu kommt das kulturelle Vielmännerei ähnlich wie Vielweiberei keineswegs freie Liebe für alle bedeuten muss. Siehe z.B. die Vision im Buch Female Choice.
 
  • #45
Ob wir früher wie Bonobos gelebt hatten, ist durchaus möglich aber die Menschen sind jetzt keine Bonobos mehr. Mich würde interessieren, ob du lieber Andreas jemals Monogame Phasen hattest oder hast du immer diese Polygamie gelebt? Was bedeutet für dich Liebe zu einer Frau und wie ist es bei dir mit Empathie?
Ich denke Monogamie ist eine kulturelle Entwicklung und heutzutage leben Menschen in einer serielle Monogamie. Das bedeutet, dass man solange man zusammen ist, nicht fremd geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #46
Das Empfinden wird ja schon durch die Gesellschaft normiert. Man saugt die Werteordnung quasi mit der Muttermilch auf, ohne sich dessen bewusst zu werden, und hält diese später für sein eigenes Wesen.

In Arabien in vorislamischer Zeit herrschte das Matriarchat. Eine Frau hatte mehrere Männer, mit denen sie verkehrte. Jeder der Männer trug zu ihrem Haushaltseinkommen bei. Sie zog die Kinder der Männer auf. Mohammed entstammt einer solchen Verbindung. Das erscheint uns zeitgenössischen abendländischen Menschen als widernatürlich. Nur ist es genauso viel oder genauso wenig natürlich wie unserer heute gängigen Modelle. Es ist nur eine andere Art sozialer Konstruktion gewesen, die ebenso gut mit der menschlichen Natur vereinbar ist.

Den Europäern im 18. Jahrhundert war auch die Existenz Gottes eine Selbstverständlichkeit. Zu ihrer großen Verwunderung mussten sie feststellen, dass die chinesische Sprache noch einmal das Wort dafür kennt.



Sie muss Vorteile haben, sonst gäbe es sie nicht. Aber sie ist nicht die ausschließlich ädaquate Lebensform. Schließlich gibt es das "Fremdgehen" und "Betrügen". Die sind ihre ständigen Begleiter. Und auch diese können die Legitimität des Faktischen für sich beanspruchen.



Da hat sich das Leben gegen sich selbst gewendet, wenn es sich kontrollieren muss. Zu asketischen Idealen hat Nietzsche alles gesagt.

Soziale, partnerschaftliche Bindung und sexuelle Ausschließkeit in eines zu setzen, ist auch nicht allen Kulturen inhärent. In Rom galt das beispielsweise nicht. Eheliche Treue bedeutete dort, nur gemeinsame Kinder zu haben bzw. nur solche zu legitmieren.
Ok, Ich gebe mich geschlagen.
Wer sich so viel Mühe gibt aus so vielen Büchern Rechtfertigungen zusammenzuklauben und inflationäres Namedropping betreibt um intellektuelle Selbstbefriedigung zu betreiben, der soll auch belohnt werden.

Ich werde mir nun sogleich meine Eselsmütze aufsetzen, in mein Büßergewand schlüpfen und mich mit der Neunschwänzigen heißen.
Und weiterhin in der Schande leben wider die Natur zu leben, meine Triebe zu leugnen und unbewusst mich nach einem zugelloseren Sexleben zu verzehren. So unbewusst das ich gar nich mitbekomme das ich unglücklich bin, während ich so bewusst glücklich bin, Ich elender Opportunist.
Asche auf mein Haupt.
Und zu deinem Beruhigung werde ich meiner seit über 10 Monaten unbeschlafenen und glücklichen Frau auch erzählen wie unglücklich sie in Wirklichkeit ist und ihr das Lächeln und Lachen verbieten.
Amen
 
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  • #47
Ob wir früher wie Bonobos gelebt hatten, ist durchaus möglich aber die Menschen sind jetzt keine Bonobos mehr.
Ich möchte hier mal eine Lanze für die Bonobos im Vergleich zum gemeinen Schimpansen brechen.

Während der gemeine Schimpanse regelrecht Krieg mit Mord und Totschlag gegen um Ressourcen rivalisierende Artgenossen führen kann und uns damit sehr ähnelt regelt der Bonobo jede Streitigkeit poppend. Das hat einen gewissen Charme.

Allerdings ist menschliche Polygamie/Polyamorie überwiegend nicht so deeskalierend und verbindend wie die Dauerorgie der Bonobos. Stattdessen werden ihre Schattenseiten regelmäßig als psychische Gewalt erfahren.

Wir haben uns eben völlig anders entwickelt aber wir leben ja auch nicht mehr auf den Bäumen und @Andreas1965 hätte sicher auch keine Lust seine Stöcke oder Steine schmusend mit den Männern aus seiner Nachbarschaft zu teilen. Das ist aber genau der Bonobo Style.
Ich werde mir nun sogleich meine Eselsmütze aufsetzen, in mein Büßergewand schlüpfen und mich mit der Neunschwänzigen heißen.
Warum so unentspannt? Du spielst doch in einer völlig anderen Liga quasi ohne jeden realen Berührungspunkt zum Lebensstil von @Andreas1965.

Insoweit können für euch jeweils eigene voneinander völlig unabhängige aber trotzdem richtige Wahrheiten gültig sein. Also muss du dich doch nicht ärgern.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #48
Früher bedeutet in diesem Fall vor 8 Millionen Jahren.
Ich habe mir gerade einen schönen Film über Bonobos gesehen und es hat wirklich einen gewissen Charme besonders weil sie alle sehr viel Körperkontakt zueinander haben, sich umsorgen und die Kinder immer an ihren Müttern hängen. Total süß 🥰. Aber die Männer kümmern sich auch alle gemeinsam um die Gruppe.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #49
Liebe Maruysa,

Mach Dich nicht verrückt - und erst recht nicht von der end- und ergebnislosen Monogamiediskussion.

Lebe Du wie es für Dich passt.

Sortiere das Ganze mal
Du hast keine Partnerschaft.
Es gibt diesen einen Mann, mit dem Du eine sexuelle Phantasie in Deinem Träumen auslebst. Nicht real. Dieser Mann bringt eine Seite in Dir zum Schwingen, Du bist ohne Partner, hast Deine sexuellen Bedürfnisse, die Du für Dich irgendwie auch befriedigst.
Partnerschaft mit ihm stand nie zur Debatte, in Phantasien spielt es auch keine Rolle.

Der andere Mann hat "Dein Herz berührt" - Dieser Mann zieht Dich an, auf viel mehr Ebenen.
Lerne ihn richtig kennen, irgendwann werdet Ihr intim - und der Andere wird seine Funktion als Projektionsebene verlieren.

Solange Du nicht IN der Beziehung von anderen Männern träumst? Ich denke, da werden Deine Phantasien eher gesichtslos sein.

Nun, und dass man mal einen anderen Menschen als attraktiv empfindet, eine sexuelle Anziehung verspürt, halte ich für normal. Das ist meist ein flüchtiger Gedanke, verfliegt genauso schnell.

Geht es tiefer, würde ich dann aber schon über die eigene Partnerschaft nachdenken. Ob es Anzeichen von Defiziten gibt, sich Gewohnheit eingeschlichen hat.

Eine Randbemerkung - ein Jahr einen Mann anschmachten und nicht weiter kommen? Werde aktiv.
Oder auch dieser Mann ist nur eine Projektion - für das Bedürfnis zu lieben und geliebt zu werden.

Alles Gute Dir.

W, 51
 
  • #50
Mich würde interessieren, ob du lieber Andreas jemals Monogame Phasen hattest oder hast du immer diese Polygamie gelebt? Was bedeutet für dich Liebe zu einer Frau und wie ist es bei dir mit Empathie?

Ich hatte durchaus monogame Phasen. So war ich beispielsweise in meiner Ehe vier Jahre treu und später hatte ich eine zweijährige Beziehung in der ich treu war. Wenn ich es jetzt so überblicke, war ich in allen Beziehungen treu.

Ich führe nur nicht immer gleich eine Beziehung, wenn ich mich zu einer Frau hingezogen fühle, sondern bevorzuge F+ und manchmal auch nur booty calls. Und da hatte ich zeitweise auch schon drei Frauen parallel.

Liebe ist ein tiefes Empfinden der Hingezogenheit zu einer Person. Das ist etwas sehr seltenes im Leben. Ich stelle mir das grob in etwa so vor wie @INSPIRATIONMASTER die von ihm so bezeichnete "Herzliebe". Da will ich auch Ausschließlichkeit. Ich war vielleicht dreimal in meinem Leben in diesem Zustand.

Das Sexbedürfnis ist permanent und die Liebeleien häufig. Von daher kann man schon schlussfolgern, dass Monogamie für weite Phasen des Lebens inadäquat ist. Wer bei ein bisschen Verliebtheit schon die feste, ausschließliche Beziehung ausruft, ist ein armer Tropf. Das ist einfach ein Missverhältnis.

Serien sexuell ausschließlicher Beziehungen, von denen jede zwischen ein paar Monaten und wenigen Jahren dauert, würde ich nicht als Monogamie bezeichnen, sondern eine Form von Polygamie.
 
  • #51
Sie muss Vorteile haben, sonst gäbe es sie nicht. Aber sie ist nicht die ausschließlich ädaquate Lebensform.
Natürlich ist sie das nicht. Genauso wenig wie offene Beziehungen die einzig wahre Lebensform darstellen.
Schließlich gibt es das "Fremdgehen" und "Betrügen". Die sind ihre ständigen Begleiter. Und auch diese können die Legitimität des Faktischen für sich beanspruchen.
Na ja, ein ständiger Begleiter ist der Seitensprung wohl eher nicht, wenn man bedenkt, dass jeder zweite noch nie untreu war. Und warum Menschen untreu werden, unterliegt unterschiedlichen Motiven.

Soziale, partnerschaftliche Bindung und sexuelle Ausschließkeit in eines zu setzen, ist auch nicht allen Kulturen inhärent. In Rom galt das beispielsweise nicht. Eheliche Treue bedeutete dort, nur gemeinsame Kinder zu haben bzw. nur solche zu legitmieren.
Die Ehe war vielerorts eine reine Zweckverbindung. Erst das Zeitalter der Romantik hat das begonnen zu verändern. Nur hat das jetzt wenig dem Gefühl der Liebe zu tun...
Da hat sich das Leben gegen sich selbst gewendet, wenn es sich kontrollieren muss. Zu asketischen Idealen hat Nietzsche alles gesagt.
Das wird er für sich so empfunden haben. Nur sagt das eben mehr über ihn, als übers Leben selbst aus.

Selbstwirksamkeit ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Daher freuen sich kleine Kinder so sehr, wenn sie in der Lage dazu sind, ihren Stuhlgang kontrolliert auszuscheiden.

Denn Selbstkontrolle fördert das Selbstvertrauen.
 
  • #52
"Herzliebe". Da will ich auch Ausschließlichkeit. Ich war vielleicht dreimal in meinem Leben in diesem Zustand.
Das ist aber oft! Wie hast Du das bemerkt, wie hast Du diese Lieben gelebt, wie haben sie geendet?

Wer bei ein bisschen Verliebtheit schon die feste, ausschließliche Beziehung ausruft, ist ein armer Tropf. Das ist einfach ein Missverhältnis.
Das stimmt. Verliebtheit ist erstmals sexuelle Anziehung mit viel rosa Wolken rundherum. Man will diesem Menschen permanent nahe sein, auch, um mit ihm Sex zu haben.

Serien sexuell ausschließlicher Beziehungen, von denen jede zwischen ein paar Monaten und wenigen Jahren dauert, würde ich nicht als Monogamie bezeichnen, sondern eine Form von Polygamie.
Ich glaub´, das heißt serielle Monogamie.

ErwinM, 51
 
  • #53
Alles unreflektiert ausleben (zumindest es zu versuchen) was einem als Fantasie durch den Kopf rauscht lässt sich auch als rein triebhaft gesteuert oder völlig ohne Selbstkontrolle umschreiben.

Will ich etwas haben nehme ich es mir ohne Rücksicht auf Verluste oder guckt mich jemand komisch an mache ich ihn mal eben platt. Oder ich fahr weil es mir gerade einfällt mit 100 Sachen durch die Fußgängerzone.

Diese Beispiele drücken Respektlosigkeit, Rücksichtlosigkeit, fehlendes perspektivisches Denken uvm. destruktives Verhalten aus. Am Ende ist es eine Selbstverletzung. Nicht untypisch für Persönlichkeitsstörungen u.ä.

In Zusammenhang mit Sexualität drückt so ein Verhalten nebenbei noch eine Reduktion derselbigen auf ein reines Konsumobjekt aus. Individuell ist letzteres im Einzelfall ok. Ganz vielen Menschen gefällt es aber nicht.
Danke für all deine Beiträge in diesem Thread.

w, 41 (und fast ausschließlich der selben Meinung)


Liebe TE,
ja, ist möglich - aber nachdem du mit beiden nicht zusammen bist...macht dir der Umstand (Verliebtsein - Begehren) Stress?
 
  • #54
Wie hast Du das bemerkt, wie hast Du diese Lieben gelebt, wie haben sie geendet?

Das war einmal die Ehe, welche alles in allem 22 Jahre gedauert hat. Gescheitert ist sie an einem Nähe-Distanz-Problem. Von den 22 Jahren waren 17 on and off. Am Ende Scheidung.

Und dann war da die bereits erwähnte zweijährige Beziehung. Sie war hyperaktiv und ich kam da irgendwann nicht mehr mit.

Das Dritte Mal war es nur ein Anlauf, aus dem nichts geworden ist. Vielleicht war das auch nur eine Verliebtheitswolke. Demnach wäre ich nur zweimal im Leben richtig in Liebe gewesen.

Selbstwirksamkeit ist ein Grundbedürfnis des Menschen.

Selbstwirksamkeit empfinde ich, wenn ich diese vorzeitigen Wünsche nach "fester Beziehung" herabstufen kann.
 
  • #55
Das war einmal die Ehe, welche alles in allem 22 Jahre gedauert hat. Gescheitert ist sie an einem Nähe-Distanz-Problem. Von den 22 Jahren waren 17 on and off. Am Ende Scheidung.

Und dann war da die bereits erwähnte zweijährige Beziehung. Sie war hyperaktiv und ich kam da irgendwann nicht mehr mit.

Das Dritte Mal war es nur ein Anlauf, aus dem nichts geworden ist. Vielleicht war das auch nur eine Verliebtheitswolke. Demnach wäre ich nur zweimal im Leben richtig in Liebe gewesen.



Selbstwirksamkeit empfinde ich, wenn ich diese vorzeitigen Wünsche nach "fester Beziehung" herabstufen kann.
Du scheinst eine gewisse Vorliebe für spezielle Persönlichkeiten zu haben. Zuletzt für diese Dänin. Du kennst dich dementsprechend auch gut aus mit den Motiven oder besser Ursachen für spezielles Verhalten.

Interessant ist dein Verbleiben in diesem Beuteschema. Kann es sein, dass deine speziellen Erwartungen primär durch entsprechende Menschen erfüllt werden?

Letzlich hast du deine eigene für dich "gute" Lösung zum Umgang mit dieser Fokussierung gefunden.

Möglicherweise bist du aber selbst nicht 100 % davon überzeugt und versuchst dies kompensieren in dem du andere Menschen von deinem Weg als den genau alleine richtigen Weg überzeugen willst.
 
  • #56
Der ist dermaßen umstritten. Für mich war das Thema Freud durch, als ich in einem Buch mit Traumdeutung bei jeglichen Thema Deutung= Sex fand.
Haha, da habe ich auch mal reingeguckt. Aber ich kann Dir sagen, dass er mit Schuhen und Handtaschen durchaus recht hatte. Eigenes Traumerleben. Aber ich würde sagen, Frauen träumen auch davon, OHNE dass es um ihre sexuellen Belange geht.

Nee, aber das ist dann eher mit der eigenen Sexualität verbunden, so das Bild: Frau ist z.B. real sexuell nicht innerlich frei, lehnt ihre Sexualität ab, ist verklemmt und unterdrückt ihren Trieb. Dann träumt sie vielleicht oft davon, dass ihre Handtasche weg ist oder irgendwo im Dreck liegt oder ein Loch hat und alles wichtige ist unterwegs verloren gegangen.

Ob Freud das nun SO meinte, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass das so funktioniert, als Symbol. Müsste man vielleicht weitergefasst assoziieren. Die Handtasche ist der Frau wichtig, sie hat da Geheimnisse drin, niemand soll drin rumkramen. Wie so ein externes Körperteil. Und dann ist sie weg oder jeder kann den Inhalt sehen, weil er auf der Straße liegt.

Man sagt ja auch "das Außen zeigt dein Innen", also wer in kompletter Unordnung lebt, hat vielleicht auch die Richtung in seinem Leben noch nicht gefunden.

Die Traumbilder sind ja oft verschlüsselt. Eigene Unfähigkeit, sich zur Wehr gegen Angriffe zu setzen oder sein Leben selbst zu entscheiden, bildet sich auch nicht direkt ab. Allerdings manchmal ist es wirklich deutlich. Ich hab mal geträumt, dass ich Auto fuhr und es nicht mehr lenken konnte. Bin fast mit einem Schleudertrauma aufgewacht. Das war genau passend zu der Lebensphase, als ich dachte, ich müsste wen zufriedenstellen, damit er mich liebt, statt meinen eigenen Weg zu gehen.
Der berühmte bösartige Verfolger im Traum ist oft auch die eigene Aggression, die unterdrückt wird.
Ich glaube, fast jeder kennt die Toilettenträume, wo das Herzhäuschen Wände aus Glas hat oder nur einen Vorhang, der dauernd wegweht usw.. Oder Träume, in denen man nackt ist. Das heißt ja auch nicht genau das, wonach es aussieht. :D
 
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  • #57
Du scheinst eine gewisse Vorliebe für spezielle Persönlichkeiten zu haben. Zuletzt für diese Dänin.

Mein bester Kumpel sagt, ich stehe auf "Krawallweiber".

Die Dänin war ich, nur sehr viel extremer.

Du kennst dich dementsprechend auch gut aus mit den Motiven oder besser Ursachen für spezielles Verhalten.

Nein. 🤔

Interessant ist dein Verbleiben in diesem Beuteschema. Kann es sein, dass deine speziellen Erwartungen primär durch entsprechende Menschen erfüllt werden?

Ist das nicht eine Binsenweisheit?
 
  • #58
Ja, die Nicht-Monogamie ist ja auch sozial stigmatisiert, wie sich auch an den Reaktionen hier im Forum ablesen lässt.

Freud zu Folge ist es ein Zeichen psychischer Stärke, sich über gesellschaftliche Sexualnormen hinweg zu setzen. Er meinte, nur die allerschwächsten Charaktäre lassen sich durch Normen in ihrer Sexualität beschränken.

Ich beobachte tatsächlich, das sexuelle Libertinage in der Oberschicht sehr viel häufiger verbreitet ist als in der Unterschicht.
Ich bin wirklich noch neu hier, aber in jedem oder fast jedem Thread den du schreibst musst du mind. 1 Seitenkommentar machen dass Monogamie auferzwungen ist etc.

Was ist deine Mission? Willst du uns belehren? Überzeugen eben nicht monogam zu leben? Was bringt das alles? Selbst wenn wir nicht monogam veranlagt sind, so darf doch jeder selber entscheiden, wie er es leben will. Ob monogam oder polygam etc. ist doch egal.

Wirklich ich verstehe das nicht. Das ist nervig, genau wie Inspirationsmaster alle kleinmacht die gegen seine Meinung sind. Er schreibt auch immer nur von seinen S-Werten. Als ob er die einzige Person ist, die gute Werte besitzt.

Und das hier oben ist arrogant ohne Ende! Nur weil irgendein Freud so einen Blödsinn geschrieben hat, bedeutet das gar nichts. Viele Leute leben monogam weil sie es so WOLLEN und sie so GLÜCKLICH sind. Das hat nichts mit Schwäche, Zwang etc. zu tun. Das ist eine Behauptung.

Überhaupt, ich habe selten jemanden getroffen der monogam lebt und so über die Leute redet die polygam leben. Warum wird es andersrum von den polygam-lebenden Leuten nicht auch akzeptiert? Niemand sagt ihnen, was sie zu tun haben. So sollen sie es anderen doch auch nicht vorschreiben. Warum muss man den Monogamisten Eifersucht, Verlustangst, Schwäche, Unterlegenheit, Gesellschaftszwang, Anerziehung etc. anhängen?
 
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  • #60
Ich bin wirklich noch neu hier, aber in jedem oder fast jedem Thread den du schreibst musst du mind. 1 Seitenkommentar machen dass Monogamie auferzwungen ist etc.
Das ergibt sich aus dem Ausgangsbeitrag.
Und das hier oben ist arrogant ohne Ende! Nur weil irgendein Freud so einen Blödsinn geschrieben hat, bedeutet das gar nichts.

Inwiefern vorzeitige Wünsche ? Du kontrollierst also deinen Bindungswunsch?
Ich muss allzu oft den ihrigen kontrollieren. Kaum lernt man jemand kennen und es ist eine gewisse Anziehung da, beginnt das Klammern.
 
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