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Gast

  • #31
Das ist richtig, wenn dieser Mann der Frau vor ihrem Geständnis noch nie irgendwelche Signale gesendet hat und sie überhaupt nicht weiß, ob sie ihm auch gefällt. Aber mir ist es schon mehrmals passiert, dass Männer sich längere Zeit so richtig ins Zeug gelegt haben und dann plötzlich abgesprungen sind, wenn ich mal nach einem Treffen gefragt habe. Und diese Männer haben definitiv nicht versucht, mich ins Bett zu kriegen. Oder bemühst du dich einen längeren Zeitraum ganz intensiv um eine Frau, die optisch nicht dein Typ ist? Das kann ich mir nicht vorstellen.

Ich kenne mehrere Frauen, die solche Geschichten erlebt haben. Und glaub´ mir, das kann auch einer sehr attraktiven Frau passieren, wenn sie dem Mann das Gefühl der Bedürftigkeit vermittelt. Vor einiger Zeit habe ich "Warum die nettesten Männer die schrecklichsten Frauen haben und die netten Frauen leer ausgehen" gelesen. Momentan habe ich keinen Kandidaten, aber ich werde die Tipps aus dem Buch auf jeden Fall ausprobieren, wenn ich die Gelegenheit dazu bekomme. In der heutigen Welt wird man als Frau nur dann respektiert, wenn man wirklich in jeder Situation zuerst an sich selbst denkt und keine Rücksicht auf das Wohlergehen des Mannes nimmt. Bisher war ich eine sehr kompromissbereite Frau, aber das hat sich noch kein einziges Mal ausgezahlt.
Bei mir ist das sehr einfach: Es gibt 3 Ebenen : 1) Entweder ich verliebe mich auf der Stelle in die Ausstrahlung, die Stimme und das Äußere einer Frau und investiere demnach Energie bzw. signalisiere sehr deutlich und direkt, daß ich unglaublich gerne Zeit mit ihr verbringen wollen würde.
2) Ich finde eine Frau zwar attraktiv, aber empfinde deutlich keine geistige Annäherung nicht das Bedürfnis, dann lasse ich es ganz sein. Sex allein bringts ja nicht.
3)Ich finde sie nett und attraktiv, kann mit ihr über vieles reden, fühle mich aber nicht direkt zu ihr hingezogen, würde sie aber auch nicht von der Bettkante stoßen. Das ist für mich sozusagen Freundschaft Vol. 2 . Dann gibts noch die reine Nettigkeitsempfindung, also ohne Attraktivitätshintergründe.

Je nach dem sagt mir mein Ich, ob und wieviel Energie ich für den Kontakt investieren will. Das ist mMn nur fair und ehrlich. Wäre sicher gut, wenn viele Männer so denken würden, aber das ist leider nicht so, um es dir und anderen attraktiven Frauen zu vereinfachen, damit ihr wisst woran ihr sein. Wenn diese Denkweise umgekehrt oder ähnlich genauso stattfinden würde, wäre das wohl der Idealfall.

Daß du als Frau dich nicht um Gefühle von Männern zu scheren brauchst, ist nun wieder das andere Extrem. Viele Männer werden dann denken, daß du Ihnen vollkommen egal bist und eine egoistische Diva bist. Ich glaube nicht, daß du diese Wirkung erzielen willst, weil du mir eigentlich sehr angenehm erscheinst. Sei doch einfach so, wie es dein Herz dir vorgibt ?

M,29
 
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Gast

  • #32
Sei doch einfach so, wie es dein Herz dir vorgibt ?
Da gibt es leider ein Problem. Wenn ich mich verliebe, dann möchte ich mit dem Mann über alles reden können. Doch immer wenn ich mich in der Gegenwart von interessierten Männern über Enttäuschungen (NICHT Ex-Beziehungen, über die rede ich nicht... eher aus dem Bekanntenkreis) geäußert habe, wurde das wortlos zur Kenntnis genommen und ich anschließend in die Schublade "naives, leichtgläubiges Mädchen" gesteckt.

Gerade im letzten Fall hat mich das sehr getroffen, weil der Mann bei zufälligen Treffen in der Öffentlichkeit weiterhin den Verliebten gespielt hat, obwohl sein Respekt vor mir längst weg war. Ich konnte mir lange nicht erklären, warum er konkreten Treffen auf einmal aus dem Weg ging, aber sich genauso verhielt wie immer, wenn wir uns mal irgendwo begegneten. Und das ist kein Mann mit wechselnden Frauengeschichten, im Gegenteil - er hat noch keine Erfahrungen mit Frauen gemacht, die über das Platonische hinausgehen. Alles lief super, und ich habe mich noch niemals vorher einem Menschen so verbunden gefühlt wie ihm. Es war jedoch definitiv ein Fehler, ihm von meinen Enttäuschungen mit diversen Mitmenschen zu erzählen. Deshalb rate ich den Frauen hier zu einer gewissen Distanz, solange man noch nicht wirklich zusammen ist und die Beziehung sich erst festigen muss.
 
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Gast

  • #33
In der heutigen Welt wird man als Frau nur dann respektiert, wenn man wirklich in jeder Situation zuerst an sich selbst denkt und keine Rücksicht auf das Wohlergehen des Mannes nimmt. Bisher war ich eine sehr kompromissbereite Frau, aber das hat sich noch kein einziges Mal ausgezahlt.
m40
Ich würde sagen, du hast dir die falschen Männer ausgesucht und ziehst jetzt die falschen Schlüsse daraus. Dein Vorgehen mag für deinen bisherigen getroffenen Männertyp erfolgreich sein, nicht jedoch für viele anderen. Es gibt keine so einfach anwendbaren Regeln, was bei dem einen wirkt, kann deinen Traummann in die Flucht schlagen ...
 
G

Gast

  • #34
Da gibt es leider ein Problem. Wenn ich mich verliebe, dann möchte ich mit dem Mann über alles reden können. Doch immer wenn ich mich in der Gegenwart von interessierten Männern über Enttäuschungen (NICHT Ex-Beziehungen, über die rede ich nicht... eher aus dem Bekanntenkreis) geäußert habe, wurde das wortlos zur Kenntnis genommen und ich anschließend in die Schublade "naives, leichtgläubiges Mädchen" gesteckt.

Gerade im letzten Fall hat mich das sehr getroffen, weil der Mann bei zufälligen Treffen in der Öffentlichkeit weiterhin den Verliebten gespielt hat, obwohl sein Respekt vor mir längst weg war. Ich konnte mir lange nicht erklären, warum er konkreten Treffen auf einmal aus dem Weg ging, aber sich genauso verhielt wie immer, wenn wir uns mal irgendwo begegneten. Und das ist kein Mann mit wechselnden Frauengeschichten, im Gegenteil - er hat noch keine Erfahrungen mit Frauen gemacht, die über das Platonische hinausgehen. Alles lief super, und ich habe mich noch niemals vorher einem Menschen so verbunden gefühlt wie ihm. Es war jedoch definitiv ein Fehler, ihm von meinen Enttäuschungen mit diversen Mitmenschen zu erzählen. Deshalb rate ich den Frauen hier zu einer gewissen Distanz, solange man noch nicht wirklich zusammen ist und die Beziehung sich erst festigen muss.
Also, wie man dir deine emotionale Offenheit in Bezug auf Enttäuschungen als naiv und leichtgläubig auslegen kann, checke ich grade mal gar nicht. Das ist doch wunderbar, weil es intim und vertraut ist !?
Gut, wenn du dann eben siehst, daß er(dieser oberflächliche, unerfahrene Mann) nicht auf deine Erfahrungen und Sichtweisen eingeht, dann solltest du deine Energie eben zurückhalten, weil von ihm ja nichts kommt. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, daß dich du prinzipiell von der Basis her umstellen oder gar ändern sollst. Du kannst einfach im Vorfeld nicht wissen, wie intensiv ein Mann auf deine Erzählungen und Erfahrungen eingeht, das ist eben 50/50. Kann genauso gut auch sein, daß er dich und deine Offenheit, weil du ihn sehr interessant findest, total genial findet, weil er die Schüchternheit und künstliche Darstellung vieler Frauen aus seinem Erfahrungskreis nicht mehr erleben möchte. Ich würde mich wirklich nicht ändern, nur wegen der ein oder anderen negativen Erfahrung. Dieser Mann war außerdem deiner Beobachtung nach sehr unerfahren und schien auch noch überfordert, wie in Situation X Y mit dir umzugehen hat, um nichts falsch zu machen. Viele Männer neigen dazu, wenn sie unsicher sind, eher mental zurück zu weichen, als sich zu öffnen - männlicher Stolz und Ehre. Leider falsch an dieser Stelle. Aber viele Männer tun sich schwer damit, diesen Punkt zu überwinden .
Ist übrigens sehr schön, mit dir zu schreiben !

M,29
 
  • #35
Um ganz ehrlich auf die ursprüngliche Frage zu antworten. Ich finde nicht, dass es ein bestimmtes Vorgehen um einen Mann für sich zu gewinnen. Ich halte nichts von sämtlichen "Richtwerten" die uns durch Medien eingeimpft werden ala mit Antworten 1-3 Tage Zeit lassen, wann man sich küssen sollte, wann man Sex haben sollte etc.
Wichtig ist für mich, allein und entscheidend, wie mir eine Person entgegentritt. Ist sie freundlich, charmant, lächelt mich an dann fühle ich mich wohl und denke darüber nach ob es ggf. zu etwas führen könnte. Habe ich das Gefühl die Person folgt einem gewissen Algorithmus um mich zu manipulieren verliere ich schnell das Interesse. Ob eine Person sich vollkommen öffnet oder nicht ist sowieso innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde an der Körpersprache zu erkennen und wird subjektiv verarbeitet. Der einzige Weg zum Erfolg ist wirklich so zu sein wie man ist und dann eben akzeptiert oder zurückgewiesen zu werden. Es gibt dahinter kein allgemeines Konzept. Jeder Mensch ist ein Individuum und daher individuell in seinen Vorlieben und Abneigungen geprägt durch seine Erfahrungen. Das einzige was ich mitgeben kann ist den Menschen zuzuhören und beispielsweise festzustellen ob die Person große Ängste hat was Vertrauen angeht um dann behutsamer damit umzugehen.
Das alles Bedarf einer Portion Selbstbewusstsein und man muss sich eben im klaren über seine Stärken und Schwächen sein. Fragen wie "bin ich gut genug" haben da einfach nichts verloren. Jeder Mensch hat auch etwas besonderes an sich und wenn das eben nicht gewürdigt wird zieht man weiter.
Ein "Richtwert" muss ich dennoch anmerken. Man sollte nicht ewig darauf warten, dass sich das Gegenüber einem annähert, denn dann befindet man sich irgendwann in der Parallelwelt "Freundschaft". Ein Portal aus dieser Welt in die andere findet man selten. Es ist also empfehlenswert konkret zu werden mit seinen Absichten bevor man dort ankommt. Ab wann man diesen Zeitpunkt erreicht kann ich leider nicht sagen. Das ist bei jedem unterschiedlich.
 
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Gast

  • #36
@34

Freundschaft ist ein sehr relativer Begriff.

Der eine sieht darin eine rein platonische Ebene, der andere kann sich mit diesem überaus sympathischen Menschen auch Sex vorstellen, weil man sowohl attraktiv und anziehend, als auch sympathisch-speziell wahrnimmt, ihn aber eben nicht "herbeisehnt".

Es ist sehr schnell zu erkennen, was man selber jemandem gegenüber empfindet, wenn man sich und sein Anspruchsdenken und Beuteschema sehr gut kennt. Das Problem ist dabei nur, daß Viele nicht so bewusst denken wollen und über eine Freundschaftsebene "versuchen", sich zu verlieben. Vielleicht auch deshalb, weil sie nie wirklich verliebt waren oder ihren Gefühlen nicht nachgelaufen sind.
Daß man nicht aufeinander warten sollte, bis der jeweils Andere den Schritt macht, sehe ich genauso wie du. Aber das hat nichts mit Liebe oder Freundschaft zu tun, sondern mit Rollenverhalten, Selbstbewusstsein, devotem oder dominantem Verhalten.

M,29
 
  • #37
@35

Den Teil mit den Menschen die ihren Gefühlen nicht nachlaufen habe ich nicht ganz verstanden. Meinst du damit, dass sie ihre Gefühle verdrängt haben?

Prinzipiell wollte ich sagen, dass wenn man ein romantisches Interesse an seinem gegenüber hat kein Geheimnis daraus machen sollte und direkt oder indirekt es versucht es zu verstehen zu geben. Ich sage nicht, dass eine Freundschaft eine Liebe ausschließt, manche führt auch dort hin. Nur ich kenne aus meiner Erfahrung und der Erfahrung anderer, dass sich das entweder gleichzeitig aus einer besonderen Situation bei beiden entwickelt oder man die nächsten Monate mit grübeln und Fragen wie "was wäre wenn?" beschäftigt ist. Und ab diesem Zeitpunkt ist man nicht mehr derselbe Mensch was die Ausstrahlung gegenüber dieser Person betrifft und es wird dadurch meist noch schlimmer. Klar, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Achso, in diesem Zusammenhang habe ich von echten Freundschaften und nicht von Bekanntschaften geredet. Also nicht von den 100-200 Kontakten bei Social Networks sondern eben den 1-3 Personen die man regelmäßig sieht und mit denen man vieles teilt. Das ist durchaus wichtig.

M,26
 
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Gast

  • #38
@Garnele

Mir (w, 29) gefällt deine Ansicht. Ich stecke gerade in einem Gefühl, dass ich nicht 100% zuordnen kann. Es geht aber eher in die Richtung romantisches als freundschaftliches Interesse. Grunsätzlich geht es mir nach vielen Jahren Beziehung bis Mitte letzten Jahres aber so, dass ich momentan zu verwirrt bin bzw. auch zu verletzlich um mich hier klar zeigen zu wollen und zu können (flirten ist nicht so meine Stärke, wobei was Blicke, lange Blicke und einem Lächeln dabei angeht müsste er vielleicht schon was gemerkt haben). Ich möchte diese neu gewonnene Bekanntschaft (wir sehen uns ca. alle 2 bis alle 3 Wochen) ungern aufs Spiel setzen, schätze ihn aber durchaus so ein, dass wenn ich etwas sagen würde und er nicht so fühlt, dies evtl. auch gar nicht der Fall sein muss. Schwere Situation, aber da ich in diesem momentanen Zustand das alles so ok finde, lasse ich es einfach mal dabei und denke mir entweder es tut sich was oder nicht.