• #61
Ja und ein anständiger Mensch oder Frau geht erst mit dem Mann ins Bett, wenn er sich von der anderen Frau getrennt hat! Ob sie der Grund für die Trennung war oder nicht war, ist Nebensache.
Wenn es in einer Beziehung/ Ehe nicht mehr funktioniert, kann es viele Gründe dafür geben und in der Regel hat nie einer alleine die Verantwortung dafür. Von Schuld möchte ich da gar nicht sprechen.Ich bin allerdings gegen heimliche Verhältnisse und für Offenheit.

Woher kommt diese extrem Aggressivität und Angriffslust? Ist Dir schon mal so ein Mann abhanden gekommen?
Frag mal diesen Mann was ihn in die Hände einer anderen Frau getrieben hat. Wenn Du da auch so eine keifende Person warst, wie Du Dich hier darstellst, dann bin ich nicht überrascht.
Upps ... du musst da nicht von dir auf andere schließen. In allen meinen Postings - und zu jedem Thema - habe ich bisher sachlich argumentiert. Für mich ist eine Diskussion - auch die in diesem Forum - lediglich eine lebhafte Auseinandersetzung über ein bestimmtes Thema, ein Informations- und Meinungsaustausch.


Ein Mensch mit Charakter und vor allem Rückrad, der ist nicht nachtragen, sucht die Schuld nicht nur bei anderen. Denn auch die verlasse Person hat was zu der Situation beigetragen, denn kein Mensch trennt sich oder geht fremd wenn er glücklich zu zufrieden ist.
Für einen Menschen, der plötzlich verlassen wird, ist die neue Situation meistens ein Schock, während der der verlässt, sich schon länger darauf vorbereiten konnte. Deshalb kann es einige Zeit dauern, bis der Verlassene sich selber reflektiert und ihm klar wird, welchen Anteil er an der Trennung hatte.
Ich bin allerdings gegen heimliche Verhältnisse und Betrügereien, sondern dafür einen klaren Schnitt zu machen, wenn es in einer Beziehung nicht mehr funktioniert.
Allein schon aus gegenseitigem Respekt, selbst wenn die Liebe nicht mehr vorhanden ist. Danach ist man frei und kann sich neu orientieren wenn man das will.

Doch das ist nicht das Thema in diesem Thread, sondern: "Einer guten Bekannten den Partner ausspannen."
Und gegen so etwas bin ich übrigens auch ;-)
Andere mögen das anders sehen ...
 
  • #62
Es ist doch immer ein Kampf zwischen "soll man nicht" und "bei mir ist es ganz anders", wenn man sich verliebt hat in einen vergebenen Menschen.
Moral will ja immer den bestrafen, der ein Fehlverhalten zeigt. Fehlverhalten definiert im Sinne der gerade vorherrschenden Moral. Alle halten sich (angeblich) dran und ziehen Sicherheit daraus, dass sich andere auch dran halten.

Leider ist der Mensch nunmal so, wenn er lange genug zu kurz gekommen ist, dass er ins Grübeln kommt, falls er nicht von vornherein immer nur seinen Vorteil sucht oder zwanghaftes Verhalten zeigt.

Das Rumwettern bringt nicht weiter, weil das die Menschen mit Moral tun, während die ohne nicht sehen, wozu ihnen das nützen soll, sich dran zu halten.
Viel bezeichnender finde ich die vielen traurigen Threads von einerseits betrogenen Menschen und andererseits denen, die dachten, ein vergebener Mensch würde lieben. Für mich sind die genug bestraft, weil beides Leid bedeutet. Ein Mensch, der fremdgegangen ist, hätte auch mit anderen Personen fremdgehen können, wenn er das bräuchte (warum auch immer, schlechte Beziehung, Trennungsangst oder verlogener Charakter), also liegt es nicht an der Drittperson, auch wenn auch ich sie lynchen wollen würde und weiterhin denken wollen würde, mein Freund wäre nur böse verführt worden und kein Lügner bzw. ein Fremdverliebter.

Das einzige, was meiner Ansicht nach hilft, ist die Einsicht, dass man mit einem Menschen nicht glücklich werden kann, der verantwortungslos handelt, dh. sich allzu schnell auf was Neues einlassen kann, die/den Nochpartner/in belügen kann und hin und her laviert. Falls der vergebene Mensch wirklich verliebt ist und auch dann verantwortungslos und kopflos handelt, kann man das auch vergessen.
Mit anderen Worten: Für Menschen, die sich als Drittpersonen in eine Beziehung drängen wollen, weil sie verliebt sind, gibt es auch ein hohes Risiko des Leides. Vielleicht wirkt diese Aussicht mehr als das moralische Schimpfen, lieber im Hintergrund zu bleiben und abzuwarten, was der Vergebene macht, statt sich hineinzustürzen, den Menschen fest an sich binden zu wollen und alle Register zu ziehen, damit er bloß den Partner verlässt.
 
  • #63
Einen Menschen, der keine Hemmungen hat Vertrauen auszunutzen, und hier wiederhole ich mich gern, wünschte ich tatsächlich nicht meinem ärgsten Feind zum Freund.
Auch ich wiederhole mich gern: nirgendwo habe ich geschrieben, dass für mich Ausspannen total okay ist und ich keinerlei Hemmungen habe. Vielmehr habe ich, wie in einer Diskussion üblich, das Für und Wider aus meiner persönlichen Perspektive erörtert, ohne (wie du) zu einem "Ergebnis" zu kommen. Ich gehöre im Allgemeinen nicht zu den Menschen, die sich einfach auf ein "Richtig" oder "Falsch" festlegen, sondern betrachte eine Fragestellung stets aus unterschiedlichen Perspektiven. Es wundert mich, dass das offenbar so schwer aus meinen Beiträgen rauszulesen ist.

Meine Haltung zu diesem Thema ist ambivalent und bis heute überwogen noch bei jeder Verliebtheit in einen verheirateten/sonstwie verpartnerten Mann die moralischen Bedenken. Dabei handelte es sich übrigens nie um Partner von Freundinnen/Bekannten. Mich in den Partner einer Freundin zu verlieben, ist mir Gottseidank noch nie passiert.

Ich hatte und habe "moralische Skrupel", wenn man das so nennen will - und zwar gegenüber allen Frauen, gleich ob und wie gut ich die persönlich kenne. Ich sehe es wie Kain: wer für sich in Anspruch nehmen will, ein rücksichtsvoller, moralisch handelnder Mensch zu sein, der darf seine Rücksichtnahme und Moral nicht auf enge Vertraute beschränken.

Sollte ich mich jemals in den Mann/Partner einer Freudin verlieben, hätte ich vermutlich NOCH größere Skrupel als bei einer fremden Frau. Das heißt für mich aber eben nicht im Umkehrschluss, dass es bei einer Unbekannten schon okay wäre.

Ob ich einer anderen Frau aufgrund eines Vertrauensverhältnisses zu irgendwas verpflichtet bin oder nicht, ist für mich zweitrangig. Mir geht es nicht um theoretische Schuld oder Unschuld, sondern um reales Leid. Ich will nicht, dass eine andere Frau ihren Partner verliert und leidet. Dieses Leid ist unabhängig davon, ob ich die Frau nun kannte oder nicht.

Verzicht führt aber eben auch zu Leid. Zudem ist fraglich, wieviel eine Beziehung noch wert ist, wenn das Verhalten einer 3. Person (der außenstehenden Frau) über ihren Fortbestand entscheidet.

Deshalb tue ich mich sehr schwer, bei diesem Thema ein abschließendes Urteil wie "geht" oder "geht gar nicht" zu fällen.
 
  • #64
(...) Die höchste Form ethischen Handelns liegt meiner Meinung nach darin, die Blickwinkel aller Beteiligten eines Dilemmas oder Konflikts nachvollziehen zu können und eine Lösung zu finden, die möglichst allen auf faire Weise gerecht wird (dem Handelnden nicht weniger als allen anderen - kein Altruismus).
Fraglos ist das so, nur kann man den Menschen, die "höchste Form ethischen Handelns" genausowenig abverlangen, wie man sie selbst jederzeit gewährleisten kann.
Wäre dies möglich, es gäbe keine Kriege und wir lebten im Kommunismus.

Zum Menschlein gehört nicht nur, dass man versucht edel, hilfreich und gut zu sein, sondern auch dass man seine menschlichen Schwächen annimmt und sie sich verzeiht.

Daher ist der realistischere Schritt, zuersteinmal im eigenen sozialen Umfeld Rücksicht zu üben, wesentlich umsetzbarer und kann so auch eher erwartet werden.

Das Ghandi ein Ausnahmecharakter war ist unbestritten, aber auch sein Leben ordnete er, wenn auch dem kollektivierten, Selbsterhaltungstrieb unter.

Was nun die Fremdgänger, Warmwechsler, Menschen, welche sich mit Verpartnerten einlassen, angeht.
Tatsächlich sind sie, im Falle des Verzichtet, die mittelbar Leidtragenden. Ihr Verzicht würde also, zumindest für sie, keine befriedigen de Lösung beinhalten.

Daher bleibt auch dieser Anspruch nur ein idealistische, edler aber nur theoretisch, oder in Einzelfällen, umsetzbare Idee.
 
  • #65
Ja, klar.Wem soll ich denn bitte "geschadet" haben?
Nun habe ich doch Zweifel an dem von dir behaupeten guten Charakter. Zumindest dein Unrechtsbewusstsein scheint recht unterentwickelt zu sein.
Eine ungebundene Dritte im Bunde betrügt niemanden, egal wie oft und lange Ihr Euch das einredet...
Das müssen wir uns nicht einreden. Uns schon gar nicht, denn wir wissen es, und von einreden kann keine Rede sein. Du denkst offenbar nicht nach, weist Verantwortung von dir und hast keinerlei Gewissen.
Und ich für meinen Teil bin seinerzeit auch keinesfalls in eine Ehe "eingedrungen", sondern von meinem Geiger nachhaltig und sehr deutlich zu einer Beziehung mit ihm eingeladen worden!! :)
Er wird dich nicht gezwungen haben. Es gibt ein einfaches Wort und das lautet NEIN.
 
  • #66
Moralisch verwerflich handelt der Mann, welcher seine Frau/Freundin betrügen will. Die Single Frau hat ja niemanden, den sie betrügen könnte. sie versucht ihre Glück auch, wenn es ein gebundener ist.
Natürlich handelt der Mann verwerflicher, aber natürlich betrügt die Single-Frau jemanden: die Ehefrau. Sie versucht ihr Glück auf dem Unglück einer anderen aufzubauen. Und wenn diese nichts davon weiß, wie so oft, dann ist sie trotzdem die Betrogene, Belogene, Hintergangene, die deren Vertrauen missbraucht wird.
An so etwas möchte ich nicht beteiligt sein.
 
  • #67
In den meisten christlichen Kulturen (nicht nur in den römisch-katholischen), noch mehr in der hinduistischen Welt, in der jüdischen und mittlerweile auch in weiten Teilen der islamischen gilt genau das als Ideal, wohl wissend, dass es nicht immer funktioniert. Aber wünschenswert und empfohlen ist es überall, und das Nicht-Funktionieren monogamer lebenslanger Beziehungen wird überall bedauert.
Das ist richtig und nicht nur, weil es in verschiedenen Religionen als ein wünschenswertes Ideal dargestellt wird, das entsteht aus dem Erkenntnis und der eigener Erfahrung, dass eine liebevoller, respektvoller und ehrlicher Umgang zwei Liebender miteinander auch für das Wohlergehen und die psychische und körperliche Gesundheit eines Menschen beiträgt - aber das ist und bleibt leider nur eine Idealvorstellung. Ein moralischer Imperativ oder eine Religion ist dafür nicht notwendig! Wenn das Wörtchen wäre nicht wäre, wäre mein Vater ein Millionär.

In der muslimischen Welt ist es den Männern, sofern sie es wirtschaftlich vermögen, vier Frauen zu heiraten. Alle Weltreligionen sind höchspatriatchalisch. Die Frauen sind den Männern untergeordnet und der damit auch der verbundene Besitzanspruch des Mannes an die Frau drückt sich sogar sprachlich aus: "Die Ehefrau von XY", sogar bis zum heutigen Tag im Sprachgebrauch, womit der Frau ihre eigene Identität abgesprochen wird.

Ein fauler Apfel stinkt von innen heraus und damit meine ich eine schlechte und kriselnde Ehe kann keine Frau zerstören. Die Ehe war schon ziemlich zerrüttet und dann kann eine Frau von aussen (oder auch ein Mann) nur der Zündfunke sein, entweder die Ehe mit Paartherapie zu retten oder sich aber endgültig zu trennen!
Verantwortlich für sich selbst und für das Funktionieren einer guten Ehe sind die Eheleute selbst und niemand sonst!

Ich kann nicht von aussen zerstören, was bereits im Inneren zerstört ist! In eine gute, harmonische und für beide Partner glückliche und befriedigte Ehe kann niemand eindringen. Das Fremdgehen ist nicht die Ursache fürs Scheitern, sondern nur das Symptom.
 
  • #68
Uiui, liebe nuri... Du tust mit ehrlich leid, so gefangen in Deiner eigenen Borniertheit, soviel Selbsthass und Frustation, die Du auf andere abladen mußt... da muß was ganz schön schief gelaufen sein in Deinem Leben mit den Männern und es muß schmerzhaft gewesen sein... aber dafür kann ich nichts, und auch Dritte können da nichts für... dennoch macht es betroffen, so viel Verbitterung aus Deinen Beiträgen herauszulesen... leider laden Menschen, die ihre Beziehung versemmelt haben, ihre eigenen Unzulänglichkeiten gerne bei anderen ab, suchen "außen" das schwarze Schaf, anstatt mal bei sich selbst genauer hinzuschauen (zu schmerzhaft!?)... auch, indem sie diese versuchen abzuwerten (so wie Du mich)... damit kann ich aber sehr gut leben, denn zumindest "meiner" Ehefrau (der meines Geigers ;) ) ging es sehr gut, während der Affäre und auch nachdem ich meinen Geiger verlassen hatte... niemand von uns mußte leiden!

Er wird dich nicht gezwungen haben. Es gibt ein einfaches Wort und das lautet NEIN.
Kannst Du lesen? Dann tue es doch bitte mal... :) nein, er hat mich keinesfalls gezwungen, im Gegenteil.Weshalb sollte ich "nein" sagen, wenn ich "ja" meine... ? Ich bin nicht jahrelang vergewaltigt worden und die Affäre war von mir sehr wohl gewollt und wurde und wird von mir niemals bereut, obwohl ich eine Frau mit gutem Charakter bin.

Alles Liebe Dir! :)
 
  • #69
Daher bleibt auch dieser Anspruch nur ein idealistische, edler aber nur theoretisch, oder in Einzelfällen, umsetzbare Idee.
Ich hab's doch selbst schon hinbekommen ohne ein Heiliger zu sein. Wenn ich das schaffe, kriegen andere das auch hin.

Aber ich sehe schon, wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner mehr. Deshalb bedanke ich mich für die anregende Diskussion und schlage vor, wir lassen das erst mal so stehen, wie ich das gesagt habe ... ;)

Noch eine abschließende Anmerkung, dann verschwinde ich endgültig aus dem Thread:

Ein fauler Apfel stinkt von innen heraus und damit meine ich eine schlechte und kriselnde Ehe kann keine Frau zerstören. Die Ehe war schon ziemlich zerrüttet und dann kann eine Frau von aussen (oder auch ein Mann) nur der Zündfunke sein, entweder die Ehe mit Paartherapie zu retten oder sich aber endgültig zu trennen!
Verantwortlich für sich selbst und für das Funktionieren einer guten Ehe sind die Eheleute selbst und niemand sonst!
Jein!

Grundsätzlich bin ich geneigt Dir zuzustimmen, aber Du vernachlässigst hier die Wirkung sexueller Offerten an Männer. Im Gegensatz zu Frauen, die in der Regel wenig Probleme haben einen Mann fürs Bett zu finden, müssen viele Männer sich für ähnliches Glück mindestens ein Bein ausreißen.

Wenn nun also ein langjährig verheirateter Mann, vielleicht sogar zum erstenmal in seinem Leben, die Erfahrung macht, dass eine Frau mit dem Wunsch nach Sex an ihn herantritt (nicht umgekehrt!), dann kann das eine enorme Versuchung darstellen. Auch für solche, die grundsätzlich glücklich liiert sind.

Oftmals wird es wahrscheinlich tatsächlich so sein, dass der verheiratete Mann gezielt nach einer Affaire sucht (Geschlechterverständnis halt: Mann aktiv, Frau passiv). Per se davon ausgehen kann man allerdings nicht.
 
  • #70
@void: deinen Post 61 finde ich ein sehr gutes Statement zu dem Thema.

Wie ich weiter oben schrieb, finde ich den moralischen Aspekt schwer zu bewerten. Aber ein bisschen Nachdenken bringt auch mich zu dem Schluss, dass es gar keiner moralischen Haarspaltereien bedarf.

Moral hin oder her - ich denke, Ausspannen ist keine lohnende Sache. Jede Frau wünscht sich einen integeren, beziehungsfähigen, treuen Mann. Den bekommt sie aber auf diese Weise höchstwahrscheinlich nicht.

Ist der Mann treu, beziehungsfähig und integer, kann sie baggern soviel sie will. "Bekommen" wird sie ihn nicht, weil er entweder mit seiner Frau glücklich ist oder bereit und willens, an den bestehenden Problemen zu arbeiten.

Hat sie Erfolg, bekommt sie einen Mann, der

.... erst eine neue Frau braucht, um den Absprung aus einer unglücklichen Beziehung zu schaffen

oder

... statt an Problemen zu arbeiten, zu einer anderen Frau flüchtet

oder

... mit seiner Frau glücklich war, aber bereit, das alles für ein bisschen frischen Sex wegzuwerfen

Es mag Fälle geben, wo ein grunsätzlich beziehungsfähiger, treuer, integerer vergebener Mann sich neu verliebt. Aber dann bin ich auch hier ganz bei dir:

lieber im Hintergrund zu bleiben und abzuwarten, was der Vergebene macht
Wenn ein vergebener Mensch und ein Single sich verlieben, ist es in meinen Augen ganz klar an dem Vergebenen zu signalisieren: "Ich bin in meiner Beziehung nicht mehr glücklich, könnte mir mit dir was vorstellen."

ER ist derjenige, dessen Ehering oder Erwähnungen einer Partnerin nach außen signalisieren: Stop, vergeben! Sollten diese Stopsignale keine Gültigkeit mehr besitzen, ist es an ihm, das klarzustellen und Konsequenzen (Trennung) zu ziehen. Nur ER weiß, wie es um seine Beziehung steht.

Allerdings: selbst wenn die Initiative vom vergebenen Mann ausgeht, muss man die Frage stellen, wieviel die Frau durch ihr Verhalten zu seiner Verliebtheit beigetragen hat. Das weibliche Flirtverhalten besteht ja klassischerweise nicht in aggressivem Vorpreschen, sondern eher in lockender Zurschaustellung eigener Reize. Wo genau fängt da "Ausspannen" an? Da, wo die Frau dem vergebenen Mann nicht konsequent aus dem Weg geht? Bei .. freundlichen Gesprächen? .. hübscher Kleidung? .. Einladungen zu privaten Unternehmungen?.. aufdringlichen Verführungsversuchen?
 
  • #71
Hoppla, da bin ich doch noch über etwas interessantes gestolpert, was mir einen letzten Kommentar wert ist (... danach bin ich dann wirklich weg, versprochen):

Eine ungebundene Dritte im Bunde betrügt niemanden, egal wie oft und lange Ihr Euch das einredet...
Das ist faktisch nun wirklich unmöglich. Die Affaire ist zweifellos in den Betrug involviert, sogar tragender Bestandteil dessen, da er ohne sie schlichtweg nicht möglich wäre, und steht damit selbstredend auch in der Verantwortung. Mitgefangen, mitgehangen.

Argumentationen à la "Wäre ich es nicht gewesen, hätte er seine Frau mit einer anderen betrogen" mögen vielleicht zutreffend sein, mindern aber nicht die Verantwortung für das eigene Handeln. Das erinnert mich an eine Dame, die den Kauf ihres kostspieligen Elfenbeinarmrings mit der Begründung rechtfertigte, dass das Tier ja ohnehin schon tot sei und hätte sie den Ring nicht gekauft, so wäre es eben eine andere gewesen.

Nö, das ändert nichts am eigenen Fehlverhalten.
 
  • #72
Natürlich handelt der Mann verwerflicher, aber natürlich betrügt die Single-Frau jemanden: die Ehefrau. Sie versucht ihr Glück auf dem Unglück einer anderen aufzubauen. Und wenn diese nichts davon weiß, wie so oft, dann ist sie trotzdem die Betrogene, Belogene, Hintergangene, die deren Vertrauen missbraucht wird.
An so etwas möchte ich nicht beteiligt sein.
Ich habe gerade letzte Woche einen Mann verpfiffen, welcher mit mir Sex haben wollte und ich spürte, dass er mich belog und gebunden war. Er sandte mir nach fast 3 Monaten mit seinem richtigen Namen eine Freundschaftsanfrage und ich nahm sie an, weil ein Bekannter mit derselben Erkrankung wie ich per Zufall den gleichen Vor- und Nachnamen hat. Erst dann sah ich, dass er in einer Beziehung lebt. Kein Foto von ihm auf FB dafür aber auf dem Profil seiner Freundin dasselbe Gesicht. Ich informierte sie, dass ihr Partner (mit dem sie 13 Jahre zusammen ist) mit mir betrügen wollte mit Beweisfotos (Screenshots unserer 2-tägigen Konversation).

So weiss sie jetzt mit wem sie zusammen ist und nein, nicht ich hätte die Frau auch sonst betrogen, sondern er der sich auf SB anmeldete und mich anschrieb! Sorry, unbeteiligte Dritte machen sich selten ran an Gebundene.

Abgesehen davon einen solchen Mann braucht wirklich keine ehrliche Frau auf der Welt - auch seine eigene nicht und es ist mir unbegreiflich, warum ihn die eigenen Frauen nicht zum Teufel jagen!?
 
  • #73
Dieser Behauptung stelle ich Mahatma Gandhi entgegen. Natürlich war sein Handeln nicht kompletter Selbstlosigkeit geschuldet, denn schließlich profitierte er als Inder auch von dem Gleichberechtigungsgedanken und dem Kampf für die Unabhängigkeit. Nichtsdestotrotz ordnete er den eigenen Selbsterhaltungstrieb dem Wohl seines Volkes und dem Glauben an seine Ideale unter.
Es gibt diesen Altruismus und zwar Altruismus vom völligen vernachlässigen der eigenen wichtigen Bedürfnisse bis hin zur Selbstaufgabe der eigenen Person.

Vergessen wir nicht, dass Mahatma Gandhi für seine Ideale und das Ziel Indien aus der britischen Kolonialherrschaft zu befreien sogar zweimal in Hungerstreik trat! Wäre er dabei gestorben, so hätte er persönlich keinen Nutzen daraus gezogen aber vermutlich Indien sogar früher. Gerade aus Selbstlosigkeit war er bereit sein Leben dafür herzugeben. Schliesslich zahlte er doch mit dem Leben dafür, denn er wurde ermordet. Das ist wirklich selbstlos und im hohen Masse altruistisch, das eigene Leben für höhere gemeinschaftliche Ziele zu opfern. Solche Persönlichkeiten wie auch Martin Luther King oder Harvey Milk (der Menschenrechtskämpfer der Homosexuellen, der erschossen wurde) suchen ihresgleichen.

Auch Mutter Theresa ging völlig darin auf und vergass oder vernachlässigte ihre eigenen Bedürfnisse und widmete ihr Leben den Armen/Kastenlosen in Indien. Möglicherweise gab ihr diese Hingabe und Selbstaufgabe die nötige Befriedigung und Anerkennung aber sicherlich hat sie dafür andere Bedürfnisse vernachlässigt und sich selbst dabei geopfert.

Beim Fremdgeher und Warmwechsler ist es gerade umgekehrt: sie sind nur darauf bedacht Profit und Nutzen sei's seelisch, materiell, praktisch-organisatorisch oder sexuell von allen Frauen nur für sich selbst zu ziehen. Dass sie sich dabei in irgend einer Form selbst bereichern aber (bei)den Frauen vieles schuldig bleiben und sie dabei sogar meistens psychisch schädigen, ist ihnen völlig egal.
 
  • #74
Zum Menschlein gehört nicht nur, dass man versucht edel, hilfreich und gut zu sein, sondern auch dass man seine menschlichen Schwächen annimmt und sie sich verzeiht.

Daher ist der realistischere Schritt, zuersteinmal im eigenen sozialen Umfeld Rücksicht zu üben, wesentlich umsetzbarer und kann so auch eher erwartet werden.
(...)
Tatsächlich sind sie, im Falle des Verzichtet, die mittelbar Leidtragenden. Ihr Verzicht würde also, zumindest für sie, keine befriedigen de Lösung beinhalten.

Daher bleibt auch dieser Anspruch nur ein idealistische, edler aber nur theoretisch, oder in Einzelfällen, umsetzbare Idee.
Wenn man die menschlichen Schwächen nur annimmt, ohne sie ändern zu wollen oder sich selbst bessern zu wollen, dann wird der Mensch nie ethisch gegenüber seinen Mitmenschen handeln - egal ob im unmittelbaren Umfeld oder auf alle Menschen bezogen. Einfach lapidar zu sagen: Der Wille (nicht fremd zu gehen) ist stark aber das Fleisch ist schwach ist eine billige Ausrede. Für die betrogene Partnerin spielt es keine Rolle, ob die Nebenbuhlerin die beste Freundin war oder eine unbekannte Frau.

Zu verzichten ist kurzfristig sehr schmerzhaft und schlimm aber langfristig von einem grossen Nutzen und Glück, weil dadurch die Single Frau keine wertvolle Monate oder Jahre verliert und die Möglichkeit hat ebenfalls einen Single Mann kennen zu lernen und mit ihm glücklich zu werden.

Und wie BaumFischFahrrad selber schrieb, sind es die gebundenen Männer (spreche auch aus Erfahrung), welche den ersten Schritt Richtung freie ungebundene Frau tun. Warum sollte sich eine Single Frau selbst einen verheirateten Mann angeln, wo sie doch weiss, dass sie mit ihm nicht glücklich werden kann und er sich zu 90 % gegen sie entscheidet? So bescheuert kann keine Frau sein, ausser sie will ihn nicht für sich selbst, sondern nur für eine kurzfristige Affären, um sie danach zu beenden. Ich weiss von Männern die Affären hatten und als sie zu Ende ging hatten sie trotzdem weiter nach anderen Frauen gesucht.

Wenn ein Mann fremd gehen will, dann kann ihn auch seine Ehefrau nicht zurückhalten. Es stimmt meistens: einmal fremdgehen immer fremdgehen und deshalb sollen sich die betrogenen Frauen dessen immer bewusst sein und erkennen, dass sie mit einem A...loch verheiratet sind. Aber dafür können die anderen Frauen auch nichts!
 
  • #77
Uiui, liebe nuri... Du tust mit ehrlich leid, so gefangen in Deiner eigenen Borniertheit, soviel Selbsthass und Frustation, die Du auf andere abladen mußt... da muß was ganz schön schief gelaufen sein in Deinem Leben mit den Männern und es muß schmerzhaft gewesen sein... aber dafür kann ich nichts, und auch Dritte können da nichts für... dennoch macht es betroffen, so viel Verbitterung aus Deinen Beiträgen herauszulesen... leider laden Menschen, die ihre Beziehung versemmelt haben, ihre eigenen Unzulänglichkeiten gerne bei anderen ab, suchen "außen" das schwarze Schaf, anstatt mal bei sich selbst genauer hinzuschauen (zu schmerzhaft!?)... auch, indem sie diese versuchen abzuwerten (so wie Du mich)... damit kann ich aber sehr gut leben, denn zumindest "meiner" Ehefrau (der meines Geigers ;) ) ging es sehr gut, während der Affäre und auch nachdem ich meinen Geiger verlassen hatte... niemand von uns mußte leiden!
Jetzt hätte ich vor Lachen fast meinen Kaffee in die Tastatur gekippt. Ich bin weit entfernt von Selbsthass und Frustration, es ist auch nichts schiefgelaufen in meinem Leben mit den Männern. Ich bin glücklich verheiratet, meinem Mann treu und er mir, soviel ich weiß - ich kontrolliere ihn nicht, denn unsere Ehe beruht auf Liebe und Vertrauen. Er sagt, er fühlt sich christlichen Werten verpflichtet. Ich habe, wir haben, gar nichts versemmelt. Wir halten Treue für eine unabdingbare Tugend. Ich hatte vor meiner Ehe niemals Beziehungen zu verheirateten Männern, und Partnerschaften, die ich vor meiner Ehe hatte, sind nicht an Untreue, sondern an etwas anderem gescheitert. Dass du Verbitterung und Borniertheit herausliest wo es um nichts anderes als ethische Werte geht, bestätigt den Eindruck, dass du ein verdrehtes Weltbild hast bzw. dir die Realität so zurechtzimmerst, wie es dir passt. Nein, wir beide können nicht miteinander diskutieren, wir kommen uns keinen Millimeter näher.
 
  • #78
Für die betrogene Partnerin spielt es keine Rolle, ob die Nebenbuhlerin die beste Freundin war oder eine unbekannte Frau.
Keinesfalls. Denn im zweiten Fall verliert die betrogene Partnerin nicht nur den Mann, sonder auch noch die beste Freundin, die Person, welche ihr sonst in der Situation Zuversicht und Trost geschenkt hätte.
Die Person, der sie glaubte blind vertrauen zu können (was in einer Freundschaft häufig realistischer denn in einer Beziehung ist)

Aber nicht nur das..... ihr Vertrauen wurde doppelt und auf unterschiedlichen Ebenen missbraucht und so nachhaltig beschädigt.

Dass M.Theresa keine Altruistin war, ka nicht mal mildtätig weiss nun mittlerweile jeder halbwegs gebildete Mensch.

Und auch Ghandi zog persönliche Befriedigung aus seinem Verhalten.... somit kein Altruismus.
 
  • #79
Ja, das mag sein. Aber Probleme in der Ehe rechtfertigen keinen Ehebruch. Wenn jemand sich neu binden will, kann und muß er die alte Bindung auflösen, so viel Konsequenz muß sein.
Das Ausspannen hat nicht automatisch was mit Fremdgehen zu tun! So viel Logik sollte man schon haben.

Hier wurde nicht gefragt; warum gehen Männer fremd oder warum schlafen Frauen mit vergebenen Männern. Die Frage war; warum spannen einige Frauen anderen Frauen die Männer aus!
 
  • #80
Ich habe gerade letzte Woche einen Mann verpfiffen, welcher mit mir Sex haben wollte und ich spürte, dass er mich belog und gebunden war. Er sandte mir nach fast 3 Monaten mit seinem richtigen Namen eine Freundschaftsanfrage und ich nahm sie an, weil ein Bekannter mit derselben Erkrankung wie ich per Zufall den gleichen Vor- und Nachnamen hat. Erst dann sah ich, dass er in einer Beziehung lebt. Kein Foto von ihm auf FB dafür aber auf dem Profil seiner Freundin dasselbe Gesicht. Ich informierte sie, dass ihr Partner (mit dem sie 13 Jahre zusammen ist) mit mir betrügen wollte mit Beweisfotos (Screenshots unserer 2-tägigen Konversation).

So weiss sie jetzt mit wem sie zusammen ist und nein, nicht ich hätte die Frau auch sonst betrogen, sondern er der sich auf SB anmeldete und mich anschrieb! Sorry, unbeteiligte Dritte machen sich selten ran an Gebundene.

Abgesehen davon einen solchen Mann braucht wirklich keine ehrliche Frau auf der Welt - auch seine eigene nicht und es ist mir unbegreiflich, warum ihn die eigenen Frauen nicht zum Teufel jagen!?
Weil du in eine fremde Ehe keinen Einblick hast, weil du keine Ahnung von deren Vereinbarungen hast, weil du nicht weißt ob sie bei ihm bleiben muß weil sie krank ist und seine Nebenbeigeschichten akzeptiert, ist es einfach niederträchtig, solche Dinge zu tun wie du getan hast. Du blamierst dich nur selbst als rachesüchtige Fast-Affaire. Drüberstehn ist was anderes.
 
  • #81
Wenn nun also ein langjährig verheirateter Mann, vielleicht sogar zum erstenmal in seinem Leben, die Erfahrung macht, dass eine Frau mit dem Wunsch nach Sex an ihn herantritt (nicht umgekehrt!), dann kann das eine enorme Versuchung darstellen. Auch für solche, die grundsätzlich glücklich liiert sind.

Oftmals wird es wahrscheinlich tatsächlich so sein, dass der verheiratete Mann gezielt nach einer Affaire sucht (Geschlechterverständnis halt: Mann aktiv, Frau passiv). Per se davon ausgehen kann man allerdings nicht.
Ich sehe es gerade umgekehrt. Ein glücklich liierter Mann bedeutet für mich ein sexuell befriedigter und zufriedener Mann und gerade dieser Mann wäre ein Idiot sexuell mit einer anderen Frau zu verkehren von der er nicht mal weiss, wie der Sex wird. Der Sex kann auch schlechter sein. Ich glaube nicht, dass ein glücklich liierter Mann riskieren würde seine eigene Beziehung für ein wenig Spass aufs Spiel zu setzen. Anderenfalls ist ihm wirklich nicht mehr zu helfen!

Ein sexuelles Angebot von einer Frau nimmt ein Mann in den meisten fällen erst dann: 1) wenn er grundsätzlich immer fremdgegangen ist in den Beziehungen oder 2) wenn er sexuell unbefriedigt und unglücklich ist. Dann ist vielleicht die Frau hier der zündende Funke, endlich etwas an seiner Beziehung zu ändern/ die unterschwelligen Konflikte zu lösen oder sie zu beenden.

Wenn ich gesättigt bin und keinen Durst habe, dann kann mir jemand so viel zu essen und zu trinken anbieten, ich werde es nicht annehmen. Es könnte mir ansonsten davon schlecht werden. (Vom Fremdgehen wird auch dem Betrüger früher oder später schlecht, wenn er Ärger bekommt oder auch verlassen wird).

Ein sexuelles Angebot einer unbekannter Frau fällt erst dann auf fruchtbaren Boden, wenn der Mann sexuell ausgehungert oder unzufrieden ist aber sich selbst nicht traute von sich aus den ersten Schritt nach aussen zu machen. Ansonsten wenn er Charakterstärke und Integrität hat, würde er sich nicht auf die Frau einlassen selbst wenn sie sich vor ihm nackt auszieht.

Aber grundsätzlich ist es tatsächlich so, dass die Männer die aktiven sind bei der Suche, sowohl im realen Leben als auch auf Singlebörsen. Würden sich gebundene Männer nicht auf Singlebörsen anmelden und sich sogar als Single ausgeben, wie ich das schon erlebt habe, so gäbe es keine Single Frauen, die auf sie reinfallen.
 
  • #82
Wenn ein vergebener Mensch und ein Single sich verlieben, ist es in meinen Augen ganz klar an dem Vergebenen zu signalisieren: "Ich bin in meiner Beziehung nicht mehr glücklich, könnte mir mit dir was vorstellen."

ER ist derjenige, dessen Ehering oder Erwähnungen einer Partnerin nach außen signalisieren: Stop, vergeben! Sollten diese Stopsignale keine Gültigkeit mehr besitzen, ist es an ihm, das klarzustellen und Konsequenzen (Trennung) zu ziehen. Nur ER weiß, wie es um seine Beziehung steht.
Genau, wenn ein vergebener Mann sich tatsächlich in eine Single Frau verliebt hat und sich mit ihr etwas neues vorstellen kann, so ist es in seinen Händen und in seiner Verantwortung zu handeln. Wenn er auch seine Ehefrau liebt, so sollte er sich endlich hinsetzen und mit ihr versuchen, die Eheprobleme zu lösen und notfalls sogar eine Paartherapie zu machen, bevor er fremdgeht. Oder aber seiner Ehefrau sagen er hätte sich fremd verliebt und würde seine Ehe beenden.

Die Single Frau, die ihn ebenfalls haben möchte, sollte sie zu ihrem eigenen Seelenschutz ihm klar und unmissverständlich signalisieren und sagen: "Ernst wenn du dich getrennt und deine Scheidung eingereicht hast, darfst du dich bei mir melden aber nicht vorher".
Auch sollte sie sich nicht vorher auf ihn sexuell einlassen und sich von diesem Mann im Bett testen lassen - Gefühle hin oder her. Und das ist auch leicht begründet: Der gebundene Mann war vermutlich Single als er seine Frau kennenlernte, war wahrscheinlich kein Warmwechsler, verliebte sich einst in seine Frau und hatte dann Sex mit ihr.

Und genau so sollte es sein, wenn er sich wieder neu verliebt hat, dass er sich trennt und scheiden lässt oder zumindest die Scheidung einreicht und erst dann neu beginnt.
Es hatten mich Männer angeschrieben, welche in einer schlechten Ehe lebten - ihren Worte nach - und ich sagte ihnen sie sollten entweder ihre Probleme lösen oder sich scheiden lassen aber nicht Singlefrauen in ihre Probleme reinziehen. Für mich mit Verlaub keine richtigen Männer, sondern Waschlappen! Das sind alle beziehungsunfähige, konfliktscheue Männer, welche nicht fähig sind einen einzigen Tag alleine zu bleiben.

Sie werden immer warmwechseln, sobald es in jeder Beziehung zu kriseln beginnt. Aber die verheirateten Frauen wollen sich das nicht eingestehen.
 
  • #83
Ein Mann, der sich ausspannen läßt, soll ein Traummann sein? Was für eine seltsame Idee. Aber selbst wenn es klappt: das Verfalldatum dieses Glücks ist der Tag, an dem die nächste Frau beschließt, sich ihren Wunsch vom Traummann zu erfüllen.
Bei allen Diskussionen über Moral ist das doch der entscheidende Punkt!

Ist es grenzenlose Naivität, Dummheit oder Gottvertrauen eine Beziehung mit einem Menschen eingehen zu wollen der erfolgreich bewiesen hat, seinen "Partner" belügen und betrügen zu können - nach dem Motto "mit mir wird soetwas nie wieder vorkommen"?

Kein Mensch, der noch alle seine Sinne beeinander hat, wird doch auf diesem Sand seine Zukunft aufbauen wollen.
 
A

Ares

  • #84
Aus persönlichen Gründen interessiert mich folgende Frage: was bringt eine Frau dazu, sich einen gebundenen Mann anzulachen?
Aus männlicher Sicht: das ausgeprägt Bedürfnis von Frauen, sich selbst zu beweisen, dass sie einer anderen Frau den Mann ausspannen können. Männer sind da untereinander "rücksichtsvoller", natürlich auch nicht immer.

Oder ist so etwa nicht als moralisch verwerflich einzustufen? Ist es legitim, für sein Glück zu kämpfen und sich den Traummann zu holen? Sein persönliches Glück über den Schaden zu stellen, den man eventuell anrichten kann?
Viele Frauen hier werden Dir antworten, dass frau nichts dagegen tun kann, wenn frau sich nun mal unsterblich verliebt und dass Liebe das selbstverständlich legitimiert.
Sie werden das aber nur dann befürworten, wenn sie die verliebte "fremde" Frau sind. Von Verständnis der verlassenen Ehefrau für das Liebesglück habe ich hier noch nie etwas gelesen...
 
A

Ares

  • #85
Einigen Aussagen kann ich hier leider auch nur zustimmen. "Meist ist es die böse Frau die den verheirateten Männern nachgestellt hat. Nur sie ganz allein ist Schuld."
Beide haben "Schuld". Aber natürlich kann die Singlefrau beliebig Singlemännern "nachstellen", der verheiratete Mann eben nicht. Unabhängig von der "Schuldfrage" ist die Singlefrau also eigentlich ganz schön dämlich, wenn sie sich bei freier Auswahl ausgerechnet einen Mann aussucht, der fremdgeht, statt die Konsequenzen aus einer nicht mehr glücklichen Beziehung zu ziehen. Zumindest darf sie sich aber 5 Jahre später nicht beklagen, wenn er plötzlich wieder fremdgeht. Das war ihr ja vorher bekannt.
Warum Frauen hier der Meinung sind, dass sie selbst moralisch völlig einwandfrei handeln, wenn sie sich auf einen verheirateten Mann einlassen, ist mir ein Rätsel. Sehen die das bei ihrem eigenen Partner auch so locker und gestehen ihm als Mann zu, fremdzugehen?
 
  • #86
Dass M.Theresa keine Altruistin war, ka nicht mal mildtätig weiss nun mittlerweile jeder halbwegs gebildete Mensch.
Und auch Ghandi zog persönliche Befriedigung aus seinem Verhalten.... somit kein Altruismus.
Altruismus hat immer auch eine egoistische Seite, wenn man es so nennen will. Zu helfen ist ein gutes Gefühl, und es mindert nicht den Wert des Engagements. Es ist eine unverzichtbare Antriebskraft.
Selbstverständlich haben sowohl Mutter Teresa als auch Gandhi persönliche Befriedigung aus ihrem Verhalten gezogen. Und? Was soll daran falsch sein?
Und verzeih mir den Hinweis: ein halbwegs gebildete Mensch weiss, wie man diese Namen schreibt.
 
  • #87
Das Ausspannen hat nicht automatisch was mit Fremdgehen zu tun! So viel Logik sollte man schon haben.
Beides, Ausspannen (lassen) und Fremdgehen, sind Formen des Treuebruchs – wer so handelt, verliert seine Vertrauenswürdigkeit, die Gefahr der neuerlichen Versuchung wird wie ein Damoklesschwert über der Folgebeziehung hängen. Ein Mann mit Haltung trennt sich unbeeinflußt von externen Verlockungen. Sein Motiv ist allein der Wunsch nach Trennung, nicht die bereits ins Auge gefaßte neue Frau.
Und genau so sollte es sein, wenn er sich wieder neu verliebt hat, dass er sich trennt und scheiden lässt oder zumindest die Scheidung einreicht und erst dann neu beginnt.
Nein, so sollte es eben nicht sein. Erst trennen, dann neu verlieben, bitte.
 
  • #88
Und verzeih mir den Hinweis: ein halbwegs gebildete Mensch weiss, wie man diese Namen schreibt.
Stimmt. :)
Mein T9 leider nicht.
Altruismus ist Selbstlosigkeit und die gibt es eben nur theoretisch.
Natürlich ist nichts falsch daran, wenn Großzügigkeit ein gutes Gefühl macht.
Aber es ist eben auch nicht frei von Egoismus. Und Selbstlosigkeit zu erwarten ist fernab jedweder Realität.

P.S. schreibt eine Frau, welche selbst mehrere ehrenamtliche Tätigkeiten zum Wohl der Gemeinschaft ausübt.
 
  • #89
Nein, so sollte es eben nicht sein. Erst trennen, dann neu verlieben, bitte.
Natürlich, wenn er sich verliebt hat in eine andere Frau, solle er sich trennen und nicht die eigene Ehefrau betrügen. Wenn du verlieben rational steuern kannst, dann ist das schon kein verlieben mehr, verlieben kann sich jeder jederzeit! Das geschieht von alleine und wird nicht von uns an einem bestimmten Zeitpunkt bestimmt oder bewusst gewählt. Verlieben ist kein rationaler Willensakt!

Was man aber bewusst und willentlich machen/wählen kann, wenn man sich schon verliebt hat, ist sich zu überlegen, ob ihm die neue Liebe wichtiger ist und sich der Mann dafür von seiner Frau trennt. Ansonsten unterdrückt man selbst seine eigenen Liebesgefühle - egal für wen. Und das kann psychisch krank machen.
 
  • #90
Keinesfalls. Denn im zweiten Fall verliert die betrogene Partnerin nicht nur den Mann, sonder auch noch die beste Freundin, die Person, welche ihr sonst in der Situation Zuversicht und Trost geschenkt hätte.
Die Person, der sie glaubte blind vertrauen zu können (was in einer Freundschaft häufig realistischer denn in einer Beziehung ist
Wie man es sieht! Braucht man wirklich solche Freundinnen? Oder auch einen Mann der sie mit ihrer besten Freundin betrügt? Ich denke nicht - denn sie wird zum Glück auch andere Freunde haben oder Geschwister, die ihr beistehen. Sehr schlimm wäre es, wenn sie wirklich niemanden hätte. Sie sind sozusagen ohne ihr Zutun aus ihrem Leben verschwunden.

Gandhi und Mutter Theresa waren bis zur Selbsaufgabe altruistisch, sie vergassen oder ordneten ihre Bedürfnisse höheren Zielen unter und manche - wie auch Harvey Milk - zahlten mit ihrem Leben dafür. Ein egoistischer Mensch macht so was nicht und riskiert nicht nur permanent Mordrohungen, sondern sogar bewusst den Tod. Welchen persönlichen Nutzen hatten sie von ihrem caritativem bzw. politischem Engament? Alten Menschen in Heimen aus einem Buch vorzulesen, ist bei weitem nicht so mutig und lebensgefährlich! ;-)