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Gast

  • #1

Einjährige Fernbeziehung - wie überstehen?

Da ich schon vieles (manches davon war auf keinen Fall seriös!) über Fernbeziehungen im Internet nachgelesen habe, dachte ich mir ich stelle "echten Menschen" diese Frage.

Ich bin überglücklich mit meinem Freund und wir lieben uns sehr. Er ist ein Traum von einem Mann und ich sag es - ich sah ihn und wusste, ER ist es! - Unbeschreiblich dieses Gefühl.

Nun bin ich aber ein Jahr nicht zuhause sondern in Amerika. Somit auch in einer anderen Zeitzone, was die Situation noch etwas verschärft. Wir schreiben uns jeden Tag und "Skypen" auch ab und an, es fühlt sich auch wirklich an, als wäre er mit mir im selben Raum.

Ich vertraue ihm voll und ganz, ich bin mir auch sicher, dass er treu ist.

Ich habe trotzdem Angst, dass sich durch diese lange Abwesenheit meinerseits sehr viel zwischen uns verändern wird, vor allem wenn ich wieder zurückkomme und der Alltag wieder beginnt.

Hat jemand von euch Erfahrung mit dieser oder einer ähnlichen Situation und kann mir vielleicht Tipps/Erfahrungsberichte etc geben?
 
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Gast

  • #2
deine angst ist der einzige faktor, der alles kaputt machen kann. alles andere hört sich doch optimal an. hab keine angst. warum? es besteht doch gar kein anlass. wenn sich zwei menschen gefunden haben und beide wirklich wollen, dann kann so eine distanz nicht alles einfach so kaputtmachen. nur, wenn ihr euch von angst bestimmen lasst. das ist aber doch gar nicht nötig.
eine fernbeziehung ist sicher insofern doof, weil man sich nicht so oft sehen kann und vieles alleine machen muss. aber eine fernbeziehung hat ja auch immer etwas positives. zeit für sich, man wird nicht engeengt. man darf sich nicht von Anderen einreden lassen, das hätte ja eh keinen sinn. genau das ist der punkt. Andere reden einem rein, beeinflussen mit negativen "Weisheiten". Darauf dürft Ihr nicht hören! Es gibt keinen Grund zu zweifeln.
auch streit kommt in einer fernbeziehung vor. viele beenden dann direkt, weil sie denken, dann sieht man sich mal wieder und es gibt stress. ja, aber es gibt in jeder anderen beziehung auch mal stress und streit. das muss auch in einer fernbeziehung genauso möglich sein. es geht nicht ohne solche probleme. lasst Euch bitte nicht verunsichern! ich habe eine fernbeziehung und auch wir haben mal streit, mal stress und meinungsverschiedenheiten. auch wir hätten den Anderen lieber öfter im arm. aber es passt und wir haben uns sehr lieb. setzt die erwartungen doch nicht sooo extrem hoch. lasst es so laufen und macht euch nicht so viele gedanken. lebt! dann kommt ihr auch da durch. irgendwann seid ihr euch näher und die ferne hat ein ende. aber lasst nicht die beziehung ein ende haben! akzeptiert eure situation im moment so. und lasst euch nichts von anderen erzählen! geniesst eure zeit so, wie sie ist. so habt ihr auch eine zukunft und irgendwann ist das fern-problem vorbei. es gibt keinen grund zu zweifeln.
 
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Gast

  • #3
Vor 30 Jahren, als ich ein Jahr in Kanada war, konnte so eine Entfernung noch das Ende einer Beziehung bedeuten - aber heute? Eure Voraussetzungen sind doch sehr gut und heute gibt es Skype, Mails ... Außerdem kosten Flüge nicht mehr die Welt. Mal kann er doch kommen, mal fliegst du zu ihm. Es ist sicherlich ab und zu schmerzhaft, man vermisst einander usw., aber "aus der Welt" bist du ja nun auch wieder nicht. Stell dir vor, du wärst in Australien oder Neuseeland ...
 
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Gast

  • #4
Liebe FSin,

ich habe über ein Jahr mit meinem Freund über Skype kommuniziert. Glaub mir, es gab nichts schöneres, als den Tag mit ihm zu beenden. Weißt du, manchmal denke ich, dass wir uns so noch viel näher gekommen sind. Wenn du es wirklich willst, dann geht das auch. Ich habe auch manchmal gezweifelt, aber ist das nicht normal... ? Wenn du es nicht versucht hast, kannst du es nicht wissen. :)

herzlichst w
 
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Gast

  • #5
Ich bin auch gerade in dieser Situation - ja, es ist verdammt hart, bisweilen sogar eine Gratwanderung.
Ich kenne die gesamte Gefühlspalette: heute noch unbeschwert, morgen tieftraurig vor Sehnsucht, zwischendurch auch mal blanke Wut, Zweifel und Trennungsgedanken.
Mir hilft Kommunikation, ich brauche die tägliche "ich liebe und vermisse Dich"-Bestätigungs-SMS und das gemeinsame Pläneschmieden ("nur noch X Monate, dann sehen wir uns" etc.).
Und: mein Freund ist leider auf der anderen Seite der Weltkugel...
 
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Gast

  • #6
Meine Tipps für dich:
- Befreie dich von der Angst, er könnte dich wegen einer anderen verlassen. Wenn ihr euch wirklich liebt, ist ein Jahr kein Problem
- Befreie dich von der Angst, er könnte dir untreu werden. Er hat wahrscheinlich dort genug zu tun. Und selbst wenn es mal passieren würde...würde es sich nicht negativ auf eure Beziehung auswirken. Selten verlassen Menschen ihre Partner nur wegen einer kleinen Episode
- Sei nicht zu anhänglich. Tägliche Telefonate sind schön, aber wenn es jeden Tag zwei Stunden sind dann kekst es einen irgendwann an und man fängt an, davon genervt zu sein.
 
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Gast

  • #7
DANKE für die schnellen & lieben Antworten!!!

Das hilft wirklich viel, so nettes und ehrliches Feedback zu bekommen.

Ich bin mir sicher, dass es klappen wird. Ich liebe ihn einfach zu sehr um es nicht mit ihm zu überstehen :)

Danke, ihr habt mir alle sehr geholfen. Jetzt fühle ich mich sehr gut, stark und voller Motivation!

Und schon bald kommt er mich besuchen :) Das wird wohl der schönste Moment, wenn ich ihn in meine Arme schließen kann.

Wünsche euch allen nur das Beste!

LG
 
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Gast

  • #8
Als Mann denke ich, dass ich mit 12 Monaten klarkommen würde. Ich würde einfach versuchen das Beste draus zu machen. Für den Alltag kann man miteinander Online-Kontakte pflegen, ansonsten kann man die Zeit nutzen für sich, beruflich intensiv zu nutzen und das Beste daran wäre, dass man halt ein, zwei, drei oder vier mal einfach mal über den großen Teich fliegt und die Liebste besucht.

m.
 
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Gast

  • #9
Schön, eine männliche Meinung zu hören :) vielen dank dafür!
Geplant ist soweit 2 Mal, mal schauen vielleicht können wir ja mehr 'schaffen'.
Ja, du hast es erfasst! Die Zeit alleine kann man wahrlich gut nutzen, um zB beruflich weiterzukommen oder an sich selbst zu arbeiten.

Wie schon erwähnt: ich bin sehr dankbar über alle ehrlichen Meinungen bzw Kommentare.