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  • #1

(Einmalige) Handgreiflichkeiten des Partners verzeihen?

Würdet Ihr einem Mann z.B. eine Ohrfeige verzeihen, wenn es vorher einen heftigen Streit gab und man ihn auch provoziert und beleidigt hat? Oder ihn sofort verlassen?
Ich habe mich nämlich gestern mit einer Freundin darüber unterhalten und sie meinte, wenn sie mit dem Mann schon sehr lange zusammen wäre und vielleicht schon Kinder mit ihm hätte, würde sie deswegen nicht gleich gehen, wenn er es nicht noch einmal macht.
 
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  • #2
Für mich hätte sich diese Beziehung sofort und für alle Zeiten erledigt.
Es gibt Grenzen, die dürfen innerhalb einer Beziehung nicht überschritten werden. NIEMALS!
Körperliche Gewalt zeugt von extremer Respektlosigkeit dem Partner gegenüber: "Wenn du nicht so funktionierst wie ich es gerne hätte, dann zeig ich dir mit körperlicher Gewalt, wer hier der Stärkere ist!", bzw. "dann bestrafe ich dich, indem ich dir körperliche Schmerzen zufüge."

Ein Partner der sich mir gegenüber so verhält würde in dem Moment jede Liebe in mir töten.

Wer einen Menschen liebt, der schlägt ihn nicht. Wer einen Menschen liebt, der möchte diesen glücklich sehen und nicht ihn demütigen und verletzen.
Das hat definitiv NICHTS mit Liebe zu tun, es ist purer Egoismus, dem körperlich unterlegenen mit Gewalt den eigenen Willen aufzuzwingen.

Ein Mann von dem ich wüßte er hat schon einmal eine andere Frau geschlagen käme für mich ebenfalls niemals als Partner in betracht.

Ich verabscheue jede Art von körperlicher Gewalt. So ein Verhalten ist einfach nur primitiv und durch nichts zu entschuldigen.
Egal, wie sehr man sich "gereizt" fühlt - JEDER hat die Möglichkeit sich umzudrehen und zu gehen, wenn ihn die Situation überfordert.
Wer sich einmal nicht unter Kontrolle hat, der wird diese immer wieder verlieren, ist die Hemmschwelle erst einmal überschritten.

w(42)
 
  • #3
Handgreiflichkeiten führen für mich zum sofortigen, konsequenten Beziehungsende. Egal, was dran hängt.
 
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  • #4
@FS

Tätlichkeiten sind in einer Partnerschaft ein no go - aber naürlich auch Beleidigungen und Provokationen.
In diesem Stadium ist dies chose eigentlich schon gelaufen.

m
 
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  • #5
Im Affekt passiert vieles, klar. Wenn aber ein wahrscheinlich körperlich überlegener Mann einer Frau gegenüber übergriffig wird, deutet das eher darauf hin, dass seine Aggressionsschwelle ziemlich niedrig angesetzt ist. Ich kenne das aus eigener Erfahrung bei meinem Vater, bei dem diese Eskalation leider zur "Streitkultur" dazu gehörte.

Ich fürchte, wer diese Schwelle einmal überschreitet, bei dem muss man immer wieder damit rechnen.
 
  • #6
Die Beziehung wäre wohl gelaufen.

Ich würde mich nie schlagen lassen, ich ginge dann wie auf eine Raubkatze auf den Aggressor los (leider schon einmal erlebt) und der Kerl würde auf jeden Fall auch ein paar Blessuren davon tragen. Aber wenn es so weit käme, wäre die Beziehung wohl erledigt, das zerstört das Grundvertrauen.
 
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  • #7
Ich würde es meinem Partner verzeihen! Mir ist es zwar noch nie passiert, aber ich hatte schon manches mal darüber nachgedacht, was wohl wäre, wenn mein Partner mir mal eine scheuern würde! Wir streiten uns selten, aber wenn, dann richtig! Ich brülle ihn in solchen Situationen an und versuche zu provozieren, wo es nur geht! Manchmal hätte ich dann selbst Lust ihm weh zu tun und einfach drauf loszuschlagen. Und was Frau darf, darf der Mann meiner Meinung nach auch.
 
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  • #8
Möchte ich an diese Stelle gern umdrehen.
Auch wenn so mancher "Frauenfilm" eine Ohrfeige für IHN eher lustig findet (leider auch viele ZuschauerInnen), hätte ich jeder Frau dafür sofort die Tür gezeigt.
 
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  • #9
Absolut no go.

Wer sich einmal nicht im Griff hat, wird sich auch beim nächsten mal nicht beherrschen können. Dies ist zwar eine Vermutung, áber für mich ist diese Schlußfolgerung schlüssig.

Zum anderen hatte ich auch schon die Situation, dass mir eine Frau vorwarf, dass die Methode ihres Ex-Mannes - eine Ohrfeige und die Sache war erledigt - ihr lieber wäre als tagelanges Bereden der Situation und die sich daraus ergebenen seelischen Qualen. Warscheinlich ist die Frage, wie man erzogen wurde und was man als Kind kennengelernt hat.
Schwierige Sache, aber für mich wäre es ein sofortiger Trennungsgrund.
 
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  • #10
Würdet Ihr einem Mann z.B. eine Ohrfeige verzeihen, wenn es vorher einen heftigen Streit gab und man ihn auch provoziert und beleidigt hat? Oder ihn sofort verlassen

Was würdest du sagen wenn dein Mann dich SOFORT verlassen würde weil du ihn provoziert und beleidigt hast? Du kennst doch deinen Mann sehr gut, und du kennst seine Leidensfähigkeit und seine Grenzen. Diese Grenze hast du ganz bewusst und vorsätzlich überschritten. Und nun?

Hättest du dir gewünscht, dass dein Mann dich ebenfalls mit Worten beleidigt und provoziert, als Revanche sozusagen? Für eine Argumentation warst DU nicht mehr zugänglich, sonst hättest du ihn nicht beleidigen müssen. Ich finde, DU bist es, die zuerst die Grenze in eurer Beziehung deutlich überschritten hast, und seine Ohrfeige war die Reaktion auf deine Beleidigung.

Ich persönlich finde, auf eine vorsätzliche Beleidigung darf man mit einer Ohrfeige anworten. Das darf man als Frau dem Mann gegenüber, und umgekehrt. Und selbst das Gesetz sieht eine Ohrfeige nicht als Gewalt an, sondern als Beleidigung. Insofern solltest du deine eigene Streitbarkeit hinterfagen, und dich nicht beklagen.

m
 
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  • #12
Fragestellerin, mit diesem einem Mal ist eine Grenze überschritten worden - Du darfst davon ausgehen, sie wird wieder überschritten werden.
Wahrscheinlich nicht gleich - der Schreck darüber hält auch bei dem Partner, der handgreiflich geworden ist, ein Weilchen an. In der Folge ist aber die Hemmschwelle niedriger.

Du wirst also in der Folgezeit immer wie auf einem Pulverfass sitzen und bei jeder Unstimmigkeit unterschwellig befürchten, es könnte wieder passieren, vielleicht sogar aus diesem Gefühl heraus Diskussionen meiden und zurückstecken.

Etwas Angst wird also immer mit dabei sein - möchtest Du so leben?
 
  • #13
Ich vermute mal, hat ers erst einmal gemacht, wird er es wieder tun, und von daher ist es sicher besser, man trennt sich!
 
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  • #14
Ich habe bislang mit solchen Situationen keine Erfahrung, kann mir aber vorstellen, dass ich es verzeihen würde, sollte es einmalig vorkommen und in einer Affektsituation, wo der ausführende Part womöglich danach selbst erschrocken ist.Eine längere Beziehung und grundsätzlich beidseitige Liebe setze ich dabei voraus.Auch Eltern geben ihren Kindern zuweilen im Affekt einen Klaps, und lieben sie dennoch (was für mich natürlich keine Rechtfertigung ist).Käme so was jedoch ein zweites Mal vor, sähe ich es auch so, dass dann wahrscheinlich schon eine Hemmschwelle überschritten ist, und dann sollte man wohl Konsequenzen ziehen.Bei einem einmaligen Ausrutscher könnte ich das wohl verzeihen...

w 42
 
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  • #15
Ich habe bislang mit solchen Situationen keine Erfahrung, kann mir aber vorstellen, dass ich es verzeihen würde, sollte es einmalig vorkommen und in einer Affektsituation, wo der ausführende Part womöglich danach selbst erschrocken ist.......Käme so was jedoch ein zweites Mal vor, sähe ich es auch so, dass dann wahrscheinlich schon eine Hemmschwelle überschritten ist, und dann sollte man wohl Konsequenzen ziehen.Bei einem einmaligen Ausrutscher könnte ich das wohl verzeihen...

w 42


Das halte ich für eine differenzierte Haltung.Ich vermute auch stark, dass man nahezu jeden Menschen dazu bringen kann zuzuschlagen oder zu einem sonst völlig inakzeptablen Mittel zu greifen. Es gibt nicht umsonst den Ausdruck, "jemanden bis auf's Blut zu reizen". Ich glaube auch nicht, dass sich Gewalt zwangsläufig wiederholen muss.
 
  • #16
Einmalige Handgreiflichkeiten, die gibt es nur in verschwindend geringer Anzahl und diese Menschen haben einfach Pech, dass ihnen die Einmaligkeit nicht geglaubt wird. Handgreiflichkeiten jeder Art, sind einfach nicht zu tolerieren, egal wer da schlägt! Ich mache da auch keinen Unterschied zwischen M und F.

Wenn die Provokation so extrem ist, dass der Partner (im Affekt?, wirklich?) zuschlägt, dann stimmt doch eh die ganze Beziehung nicht! In einer ausgeglichenen Beziehung, sollten die Partner fähig sein, Differenzen anders auszutragen. Man kann auch lernen, richtig zu streiten, ohne dass man sich gegenseitig so verletzt (seelisch und körperlich), dass es nicht mehr vergessen werden kann.

Gewalt in jeder Form, egal von welcher Seite aus, das geht einfach gar nicht. Das entzieht jedem gemeinsamen Weg die Basis.

Auch unbeherrschten Jähzorn, verbunden mit werfen von Gegenständen oder häufig aufbrausendes Brüllen aus dieser Wut heraus, das sind alles Charakterzüge, die ich von keinem Menschen in meiner engeren Umgebung bereit bin, zu (er)dulden oder zu bagatellisieren - egal, wer das ist (Familie, Freunde, Bekannte). Das brauche ich einfach nicht mehr, da hatte ich als Kind genug davon. Seit ich erwachsen bin, bin ich glücklicherweise in der Lage, diese Entschedung für mich zu treffen.
 
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  • #17
Körperliche Gewalt ist unverzeihlich. Böse Worte hingegen kann man zurücknehmen.
 
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  • #18
Ich kann das nicht für Frauen beantworten, aber, als Mann finde ich es nicht so tragisch, wenn Gegegnstände fliegen oder die Frau einmal handgreiflich wird. Unsinnige Ratschläge und Belehrungen sowie kritisieren des Charakters sind weit gravierender. Wut und Zorn bedeutet, dass eine Beziehung noch lebt. Bei Abhandensein von Liebe läuft das auf diskussionsebene ab.
Ratschläge sind auch Schläge.
 
  • #19
Ich persönlich finde, auf eine vorsätzliche Beleidigung darf man mit einer Ohrfeige anworten. Das darf man als Frau dem Mann gegenüber, und umgekehrt.
Dann wärest du als Partner für mich nicht akzeptabel. Das ist für mich ein falscher Wert.
Ich habe mich als Kind zwar mächtig mit Gleichaltrigen geprügelt, aber Erwachsensein hat für mich damit zu tun, die körperliche Selbstbestimmung des anderen in jeglicher Form zu respektieren.
 
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  • #21
@Bäärbel
Dann wärest du als Partner für mich nicht akzeptabel. Das ist für mich ein falscher Wert.
Ich habe mich als Kind zwar mächtig mit Gleichaltrigen geprügelt, aber Erwachsensein hat für mich damit zu tun, die körperliche Selbstbestimmung des anderen in jeglicher Form zu respektieren.

Das Erwachsensein hat damit zu tun, die Selbstbestimmung des anderen in JEDER Form zu respektieren, nicht nur körperlich.

Eine abschließende Ohrfeige als finale Antwort auf eine Provokation ist KEINE körperliche Gewalt, sie ist auch keine Handgreiflichkeit im eigentlichen Sinne, oder gar der Auftakt von Prügel. Eine entsprechend leichte Ohrfeige richtet auch keinen körperlichen Schaden an, sondern trifft den Empfänger bei dessen Ehre. Eine Ohrfeige ist eine Beleidigung, so sieht das der Gesetzgeber, und so ist eine Ohrfeige auch gemeint. Aus einer Ohrfeige einen Schläger machen zu wollen ist absurd. Nach einer Ohrfeige hat nicht der Austeilende hat sich zu entschuldigen, sondern der Empfangende.

Mein Rat an die FS ist: Sie soll sich bei ihrem Mann für die Provokationen und Beleidigungnen als erste entschuldigen. Dannach wird auch ihr Mann sich für die Ohrfeige entschuldigen.

m
 
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  • #22
Mir (m) ist so etwas noch nie passiert und ich finde auch, dass so etwas einfach nicht geht und definitiv nichts in einer Beziehung zu suchen hat (wo überhaupt!?). Aber so wie du das beschreibst, würde ich an deiner Stelle womöglich nicht so sehr über die Tat an sich nach denken, sondern darüber, warum es überhaupt so weit gekommen ist. Wenn ihr euch mal wieder über diesen Vorfall unterhaltet, würde ich vermutlich auch sagen, dass du dir das nicht noch einmal gefallen lassen wirst. Hat er sich denn dafür entschuldigt?
Sollte es jedoch wieder dazu kommen, würde ich sagen, dass das keine Beziehung ist und dir empfehlen schluss zu machen.
Ich hoffe für dich, dass es nur ein unbedeutender Ausrutscher war, in einer Situation, in der auch er von dir dermaßen provoziert wurde, dass es eben passiert ist. Man muss nicht immer sofort aufgrund eines Erlebnisses die drastischte Maßnahme ergreifen. Noch einmal wäre dann aber, wie gesagt, der Schlussstrich.
 
  • #23
Objektiv meine ich, daß es darauf ankommt, was sich hinter der Umschreibung "heftigen Streit gab und man ihn auch provoziert und beleidigt hat?" verbirgt. Wer selbst Grenzen massiv überschreitet und provoziert und beleidigt, hat sich selbst zuerst massiv ins Unrecht gesetzt. Das sollte man durchaus berücksichtigen, wenn man die Situation betrachtet und wertet. Man kann die Situation nicht auf die Ohrfeige reduzieren, ohne zu wissen, was vorher vorgefallen ist. Es sind bei den meisten Menschen Provokationen denkbar, bei sie die Selbstkontrollle verlieren. Gerade Partner wissen nur zu genau, an welche wunden Punkte sie rühren müssen.

Allerdings rechtfertigt keine verbale Beleidigung eine Gewalttat und Hände rutschen im Gegensatz zu Fußgängern nicht aus. Auch denke ich, daß es eine Charakterfrage ist, ob sich ein Mensch soweit beherrschen kann, nicht zur Gewalt zu schreiten, auch wenn er massiv gereizt wird. Wer einen Charakter hat, der ihn in Extremsituationen ausrasten läßt, wird diesen Charakter auch in Zukunft haben. Ich persönlich würde einen solchen Partner nicht wollen. Allerdings provoziere und beleidige ich auch im Streit nicht.

Würde meine Partnerin mich ohrfeigen, wäre ich vermutlich weg.
 
  • #24
Hallo Fs, ich muss nicht viel lesen um dir zu antworten. Ich rede aus eigener Schmerzhafter Erfahrung. Mein Ex hat mich geschlagen und es begann mit "nur" einer Ohrfeige, dann wurde es mehr. Ich habe ihn immer provoziert, sagte er.Sogar der Polizei hat er das gesagt! Ich habe mal falsch geguckt, mal kam ich zu spät nach Hause (Überstd.) und und und. Ich hatte irgend mal nicht mal mehr Kraft um sich zu trennen, also blieb ich Jahrelang bei ihm. Er drohte mir, er trat mich, brach mir die Nase und ich konnte nicht gehen. Ich habe ihm geglaubt, ich sei schuld und er der"Arme". Nach vielen Jahren Hölle anstatt Liebe habe ich den Mut gefunden mich zu trennen. Es wäre mir aber nicht möglich gewesen, wenn die Polizei mir nicht dabei geholfen hätte. Diese hatte mal wieder einen Einsatz bei mir, weil er mich gewürgt hatte. So gab sie ihm Hausverbot und ich hatte ein paar ruhige Std. Ich machte den Fehler und ließ ihn wieder rein und naja. Ich kann dir nur sagen, er hat jetzt seinen Respekt vor dir verloren und wird es wieder tun! Er braucht Hilfe und du ein schönes Leben OHNE Angst vor deinem Partner. Als ich damals endgültig Schluß machte, hatte ich Glück, er hat schnell eine Neue gefunden und ich hatte schneller meine Ruhe. Der Terror blieb trotzdem und ich möchte dir noch was sagen, solltest du ihn deshalb Anzeigen, bitte nehme es nicht zurück. Das habe ich "aus Liebe" mal gemacht. Das letzte Mal aber nicht!!! Er bekam eine Geldstrafe und ich wurde beschimpft und wieder etwas Ernster genommen. Ich wünsche das keinem. Solltest du das alles nicht alleine schaffen, so hol dir bitte Hilfe. Diese gibt es. Bitte denke an dich. Alles Liebe und viel Kraft!
Und noch was, ich habe mit ihm Kinder. Diese hat er NIE angefasst, aber mich,als ihre Mutter schon!
 
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  • #25
Ein Mensch, der charakterlich stabil ist, lässt sich von seiner Partnerin nicht derart provozieren, dass er gewalttätig wird. Wenn ein Mann seiner Freundin/Frau eine runterhaut und sagt "Du hast mich provoziert", dann legt er damit die Verantwortung für sein Verhalten in die Hände seiner Frau. Das geht wirklich gar nicht. Das ist kein reifes Verhalten. Wenn mich jemand mit Worten zu sehr malträtieren würde, würde ich mich trennen oder zur Paarberatung gehen. Doch Schläge (von beiden Seiten aus) sind für mich absolut tabu, unverzeihbar und gefährlich (wenn er es einmal tut, tut er es garantiert wieder und wieder und...!)
w,33
 
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  • #26
Körperliche Gewalt ist unverzeihlich. Böse Worte hingegen kann man zurücknehmen.

Das finde ich grundfalsch, böse Worte kann man ebenso wenig zurücknehmen wie Zahnpasta in eine Tube zurückdrücken, ich wurde von meinen Eltern nie geschlagen, manche Worte klingen noch nach 40 Jahren nach, eine Ohrfeige wäre mir zuweilen erheblich lieber gewesen.
 
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  • #27
Man sollte es gar nicht zu solchen Streitsituationen kommen lassen, sondern beiderseitig versuchen, die Sache aufgeschlossen und ruhig zu klären. Wenn das nicht funktioniert, ist es schon sehr problematisch. Ich finde schon sehr heftigen Streit an sich einen Beziehungskiller. Für Schläge ins Gesicht habe ich aber selbst bei extremen Streit kein Verständnis. Da muss es auch in Ausnahmesituationen eine Grenze geben. Für Aggressionen gibt es auch Ersatzhandlungen wie Tür zuknallen oder ähnliches.
 
  • #29
Ene Beziehung wo einer keine andere Wahl mehr sieht als zu schlagen und der Andere das starke Bedürfnis hat den anderen schwerst zu verletzten, also da kann man ja nicht von Liebe und Beziehung sprechen. Für mich ist eine körperliche Auseinandersetzung auf alle Fälle ein Trennungsgrund. Allerdings auch deine Vorgehensweise deinen Partner vorsätzlich verletzten zu wollen. Wäre für mich auch Trennungsgrund. Das man im Streit manches sagt was man bereut, aber wenn man merkt man will dem gegenüber weh tun, dann muss man in der Lage sein die Notbremse zu ziehen.
 
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  • #30
Man kann weder böse Worte noch eine Ohrfeige zurück nehmen... Beides tut noch lange weh. Und die Ohrfeige auch eher in der Seele als auf der Wange - genau wie die Worte.

Aber zum Thema: ich (w) habe schon mal verziehen und es hat sich niemals in der Beziehung wiederholt. Es war wie Du geschrieben hast, ein sehr heftiger Streit, wir haben beide geschrien, ich habe ihn provoziert und bin auch auf ihn "losgegangen". Da hat er aus Reflex zurück geschlagen. Ich war zutiefst geschockt, genau wie er. Ich hatte eine blutige Lippe und einen blauen Fleck am Kinn, es tat körperlich und seelisch unendlich weh. Aber ich habe eingesehen, dass es ein Reflex war und es ihm verziehen. Die Beziehung hat danach noch 3 Jahre gehalten, mit vielen weiteren sehr emotionalen Streits, aber zu Handgreiflichkeiten kam es nie wieder.

Bevor mir das passiert ist, habe ich zu 100% die Meinung vertreten, dass ih sofort weg bin, sollte dies einmal passieren.

FS, ich denke Du kennst Deinen Mann am besten und weisst die Situation daher einigermassen einzuschätzen. Viel Glück!
 
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