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  • #1

Einmischen, wenn Kinder zwischen die Fronten geraten?

Ich kenne ein Ehepaar mit zwei bereits größeren Kindern, das sich scheiden lies. Ein Kind lebt bei der Mutter, ein Kind beim Vater. Der Kontakt zum jeweiligen anderen Elternteil steht eher auf Sparflamme. Die Geschiedenen haben das Kriegsbeil NICHT begraben.
Jeweils eine Seite versucht, das andere Kind für sich zu gewinnen. Ich finde das unfair den Kindern gegenüber. Sie stehen damit zwischen den Fronten.
Nun hat sich eines der Kinder mit seinen Sorgen an mich gewandt.
Was kann ich ihm raten? Soll ich ihm überhaupt etwas raten?
w
 
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  • #2
Eine wirklich sehr schwierige Situation.

Bist du mit den Ehepartnern (oder einem von beiden) enger befreundet?
Hat das Kind dich konkret um Hilfe gebeten?

Wenn du beide Fragen mit ja beantworten kannst würde ich zumindest mal das Gespräch suchen und (ohne Vorwurf) über das Gespräch mit dem Kind berichten.
Vielleicht ist es den Eltern gar nicht bewußt, wie sehr die Kinder unter ihrem Rosenkrieg leiden.

In dem Fall würde ich ein "Augen öffnen" noch nicht als Einmischung empfinden. Als Elternteil wäre ich eher dankbar, wenn man mich mit der Nase drauf stößt, was ich da gerade mit meiner blinden Wut auf den Ex-Partner bei meinen Kindern anrichte.

w 43
 
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  • #3
Profis dazuziehen, die solche Spielchen zu genüge kennen. Jugendamt, Kinderpsychologen, Richter, ...
 
  • #4
Sprich nochmal mit dem Kind. Versuche genau herauszufinden, was eine Verbesserung sein könnte und wie deine Hilfe im Idealfall aussehen könnte.

Höre zu und sei für die Sorgen des Kindes da.

Auf keinen Fall solltest du die Eltern oder Dritte auf die Probleme ansprechen, bevor du das mit dem Kind nicht abgesprochen hast! Wirklich, auf keinen Fall!!! Du scheinst seine Vertrauensperson zu sein, also verhalte dich auch absolut loyal!

Kinder öffnen sich nicht jedem und können sehr enttäuscht reagieren, wenn ihr Vertrauen nicht mit dem nötigen Respekt behandelt wird. Das Kind wird sich nicht an jeden wenden, sondern vielleicht nur an dich. Dieser Verantwortung musst du jetzt einfach gerecht werden. Sprich jeden einzelnen Schritt mit dem Kind ab und mache Vorschläge wie deine Unterstützung aussehen kann.
 
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  • #5
FS:
Ich habe blöderweise mit den Eltern derzeit keinen Kontakt mehr (ist eine langwierige Geschichte).
Die Kinder sind schon volljährig.
 
  • #6
Wenn die Kinder schon volljährig sind, dann werden sie wohl auch bald ihre eigenen Wege gehen und diese Fronten nicht mehr so alltäglich spüren.

Trotzdem würde ich dabei bleiben und nochmal das Gespräch mit dem volljährigen Kind suchen. Und dabei klären ob und wie du helfen könntest. Vielleicht weiß das Kind ja selbst, dass du eigentlich nicht helfen kannt und wollte nur mal seine Sorgen loswerden.
 
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