• #1

Einsamer Single unter Paaren als Störfaktor?

Ich bin auf einer Reise oder im Verein als Single. Überal Paare, keiner spricht mit mir, als ob ich einen Stempel auf der Stirn habe. Setze ich mich an eine Tisch heißt es: dieser Platz ist für meinen Mann reserviert. Oder gar. Wir wollen hier unter uns bleiben, gehen sie doch an den nächsten Tisch, dort sitzt noch niemand. Als ob ich eine Gefahr für fremde Ehen bin. Komme ich dagegen mit einer Bekannten, werden wir von allen Seiten angesprochen. Ich finde das jedesmal sehr verletzend. Ob sich die Paare dessen bewust sind? Übrigens " Sie mit ihrer besten Freundin "sind noch eine Stufe giftiger. Vielleicht würde sie mit mir reden wenn ihre" Beste Freundin" mal nicht aufpassen würde?
 
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Gast

  • #2
Nette Provokante These incl haarsträubender Pauschalisierung's Anklage. Übrigens: Wenn Sie persönlich so angenehm rüberkommen wie in diesem Post, würde ich Sie auch bitten am Nachbartisch Platz zu nehmen.
 
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Gast

  • #3
Ich beobachte das ebenfalls. Spontan fallen mir Nachbarpärchen ein, die zusammen grillen, wo man als Single aber nicht eingeladen wird, obwohl man sich sonst auch gut versteht. Es scheint kein großes Interesse daran zu bestehen, auch den Single besser kennenzulernen. Richtig auffallend wird es dann, wenn ein ehemaliger Single plötzlich auch eingeladen wird.

Ob man als Single ein Störfaktor gesehen wird, weiß ich nicht. Ich habe meist eher das Gefühl, dass man als Single als "komisch" empfunden wird - "Mit dem muss etwas nicht stimmen.".

Allerdings fühle ich mich als Single unter lauter Pärchen auch eher unwohl, so dass diese "Ausgrenzung" wohl in gewisser Weise durchaus auf Gegenseitig beruht. So ist es jedenfalls bei mir und somit sehe ich da für mich auch kein Problem.

m, 33
 
  • #4
Es gibt Singles und Singles. Die einen sind nette, interessante Leute, die eine Bereicherung für jede Runde sind, die anderen jammernde Sauertöpfe, deren heruntergezogenen Mundwinkeln man ansieht, dass sie anstrengend werden oder aber diese scharfen Feger, bei denn klar ist, dass ihr Narzissmus jede Gruppe sprengt, weil sie irre viel Aufmerksamkeit und Bestätigung brauchen. Da zu sagen: "Nee, passt nicht." halte ich für hart, aber gut.
Ich bin oft allein gereist, wäre aber nie auf die Idee gekommen, mich ungebeten zu anderen zu setzen. Die sind doch nicht dafür zuständig, dass es mir gut geht. Vielleicht bin ich da aber auch speziell.
 
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Gast

  • #5
Also zu Pärchen wird man als SIngle nicht eingeladen. Ich habe beobachtet, dass die Frauen ihre Männer regelrecht festhalten und aus dem Gespräch nehmen, wenn ich mit ihren Männern mal ein bisschen rumblödele oder mich gut unterhalte. Dabei sind Liierte für mich tabu, aber reden darf man doch mal...!?

Ich würde mich nie an einen Tisch setzen zu Paaren, die ich nicht kenne und die mich siezen - das finde ich ehrlich gesagt etwas aufdringlich.
Abgesehen davon ist man bei einem paar, dass sich dazusetzt in der Regel ja nicht gezwungen zu reden, denn die beschäftigen sich ja selber.
Unter Freunden ist man nie ein Störfaktor zu zu Fremden geselle ich mich nicht.
Wieso auch? Ich dräng mich da ja nicht auf.
Abgesehen davon sollte man nach außen schon ein wenig ausstrahlen, dass man eine Bereicherung für die Runde ist und nicht ein einsamer (bedürftiger) SIngle.
Als Single hat man doch in der regel auch ein paar Freunde - ganz alleine würde ich nicht ausgehen und in Sportvereinen ist man ja normalerweise auch nicht ganz alleine.
Wenn D so krampfhaft Anschluss suchst,würde ich eben bei einer Sportverantstaltung mitmachen, das schweißt zusammen und man hat danach etwas zu reden. Mannschaftssport wie Tennis ist da auch ganz gut. Oder eine Woche Segelkurs.

Aber eine potentielle Gefahr für Paare bist Du natürlich immer - allerdings nicht, wenn du so uncharmant und bedürftig rüberkommst ;-)
 
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Gast

  • #6
Ich bin single und habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis Verheiratete mit Kindern und ohne, Pärchen und Singles. Alles dabei. Ich bin geneigt zu behaupten, Ihr Problem liegt an Ihnen. Gehen Sie doch einmal in sich und überprüfen Sie Ihr Verhalten?
 
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Gast

  • #7
ad #1: Wenn Sie immer so reagieren wie auf die Beschreibung des/der FS, in der ich keine Anklage erkennen kann, würde er/sie sich wohl auch kein Interesse haben, an Ihrem Tisch zu sitzen.
Übrigens: Genitiv mit Apostroph ("Pauschalierung's...")!? Googeln Sie mal danach, wie so etwas benannt wird (kleine Hilfestellung: beginnt so, wie Johnny der Schauspieler mit dem Familiennamen heißt).
 
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Gast

  • #8
Hat wohl auch etwas mit den individuellen Leuten zu tun!?
Oder auch mit der eigenen Art, ich weiß es nicht.
Jedenfalls kann man das nicht pauschalisieren.
Ich bin ebenfalls jahrelang Single, aber deswegen wurde ich noch nie eines Tisches verwiesen. In dem Freundes- und Bekannteskreis, in dem ich mich bewege, "zählt" man auch als Single. Da sind auch nicht die Paare streng unter sich oder klammern sich gegenseitig aneinander oder andere Paare. Da ist es viel lockerer und der Mensch an sich zählt.
Klar finde ich es auch oftmals lästig, auf das Single-Dasein angesprochen zu werden, aber ich habe fest gestellt, dass die Leute dann eher "besorgt" sind und sich Gedanken machen. In meinem Kollegenkreis wird sich sogar Gedanken darüber, mit wem man mich verkuppeln könnte. ;-)
Wie gesagt: manchmal nervt es, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es selten böse oder abwertend gemeint ist.
Wenn in deinem Verein also die Menschen so reagieren, würde ich den Verein wechseln. Um was für einen Verein handelt es sich denn? Wenn ihr euch siezt, kann ich mir auch vorstellen, geht es sowieso eher steif zu, oder?
 
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Gast

  • #9
Ich persönlich versuche dem aus dem Weg zu gehen, das heisst, ich gebe ich fast nur mit Singels ab, da ich die Erfahrungen des FS auch schon gemacht habe. Ich habe zwar auch Paare in meinem Freundeskreis, da sind aber auch andere Singels dabei, so dass das Verhältnis ausgeglichen ist. Aber als einziger Singel unter Paarten ist für mich absolut unmöglich, da mache ich lieber was ganz alleine.
 
G

Gast

  • #10
Ich denke, das ist ein hausgemachtes Problem von Singles, die sich eigentlich nur mit Partner vollständig fühlen und sich gerne zu typischen Pärchenabenden treffen, vorzugsweise eben mit intoleranten, spießigen Pärchen. Es ist doch völlig klar, dass das Problem nicht an "den Pärchen" liegt.

Es gibt ganz unterschiedliche Pärchen. Natürlich fällt man als Single in einer Pärchenrunde aus dem Rahmen, das ist nun mal statistische Realität. Aber es gibt Menschen, die kein Problem mit netten aus dem Rahmen fallenden haben. Die Frage ist: Warum kennt man solche Menschen nicht? Liegt es vielleicht an einem selbst, und daran dass man einen sehr einseitigen Freundeskreis hat, weil man selbst nicht mit Menschen klarkommt, die aus dem Rahmen fallen?

Ich habe jedenfalls keine derartigen Probleme. Es ist so, dass Freunde, wenn sie in einer Beziehung sind, weniger Zeit haben. Vielleicht denken manche auch, man gehöre nicht zu einer Pärchenrunde. Gibt es alles. Aber mit wieder anderen kann man sich wunderbar anfreunden. Einfach nach offenen, toleranten, vielseitigen Leuten schauen. Und wenn man die offenen, toleranten nicht mag, dann muss man sich wohl schnellstens anpassen und einen Partner suchen.
 
G

Gast

  • #11
Lieber FS,
die Erfahrung habe ich als Frau auch gemacht. Eine Kreuzfahrt war der absolute Horror für mich - alles Paare, große Tische - ich wurde einfach irgendwo dazuplatziert und war der unerwünschte Gast am Tisch. Resp. die Frauen haben absolut stutenbissig reagiert - als wäre mein Reiseziel nicht das Nordmeer, sondern, ihnen den Mann abspenstig zu machen.

Ich kenne es, wenn ich im Restaurant früh komme, einen schönen Tisch wähle, dass sich dann Paare dazusetzen wollen. Nachdem ich einige mal festgestellt habe, dass man in der Situation sich in einen ungebetenen Gast am eigenen Tisch verwandelt, lehne ich jetzt solche Ansinnen schlichtweg ab. Neulich wurde ich gefragt, warum ich so ablehnend reagiere. Ich habe es erklärt und es entstand ein interessantes Gespräch. Natürlich durften sie sich dann dazusetzen - Konsequenz: ich habe jetzt neue Freunde. Sie wussten nicht, wie das aus Singlesicht ist.

Solange ich den Kopf eingezogen und mich als Single minderwertig gefühlt habe, wurde ich auch schlecht behandelt und mein Wohlbefinden schwand. Seit ich mir selber Raum nehme, habe ich viel mehr positive und weniger negative Erlebnisse.
Die meisten Menschen sind schrecklich gedankenlos und machen ihr Ding, der Mensch nebenan interessiert nicht. Erst wenn der sich wahrnehmbar macht, unorthodox reagiert, dann stutzen sie, schauen hin.

Es läuft nicht immer so gut, wie oben beschrieben, manche reagieren unverschämt auf meine Ablehnung. Aber das sind ohnehin die Menschen, dei ich nicht an meinem Tisch haben will und so ist es mir egall. Ich will gefragt werden und ich habe auch das Recht "nein" zu sagen, ohne weitere Diskussion. Einmal wollte der restaurantchef unbedingt ein Paar an den Tisch setzen - ich bin aufgestanden und gegangen, ohne die weiteren bestellten Gänge abzuwarten und ohne zu zahlen, was ich bereits verzehrt hatte.
Ich selber frage nie, ob ich mich irgendwo dazusetzen kann. Es ist für mich kein gutes Gefühl, ich lasse anderen auch lieber ihre Intimsphäre.

Was Du schriebst, dass 2 Freundinnen zu Dir giftig wurden, habe ich auch mit einer Freundin erlebt. Allerdings habe ich sie gefragt, ob sie sich gerade selber zugehört hat und dass ich grundsätzliches Männerbashing ohne dessen Fehlverhalten nicht mag. Wenn jeder so handeln würde, wie er möchte, dass mit ihm selber umgegangen wird, wäre das Leben um einiges angenehmer. Meine Freundin, war zwar sauer auf mich, hat sich bei ihm aber entschuldigt und ihn auf einen Drink an der Bar eingeladen - sie sind mittlerweile verheiratet.
 
  • #12
Als Single gilt man für Paare ggf. als potentieller Schürzenjäger. Als "gefährliches Raubtier, daß seine Beute noch nicht erobert hat"

Tritt man jedoch in Begleitung auf, dann wirkt man als "bereits Beute gemacht = keine Gefahr mehr"
Auch wenn die Begleitung nur eine Freund/in, oder gar Verwandter ist.

In der Tierwelt wird der Gegner genau ausgepeilt: Ist der gerade hungrig - oder satt ?
z.B. Raubtier und dessen Beutetier gemeinsam am selben Wasserloch - oder eben nicht.

Oder auch in der sexuellen Orientierung. Frau hetero - Mann schwul = "keine Gefahr" für die Frau.
Man wundert sich zunächst als Betrachter, warum dieser Mann so herzlichen und innigen Körperkontakt mit Frauen hat, und diese Frauen es zulassen. Bis man erfährt: Dieser Mann ist schwul, und diese Frauen wissen das.

Deswegen oute ich mich relativ selten als Single. Sondern gebe vor, in einer festen Partnerschaft zu sein.
Das überzeugt nicht immer, weil ich den Beweis dazu = Partnerin nicht dabei habe.
Und daher nicht belegen kann, daß ich "satt" bin. Sondern trotzdem als "hungrig auf Beutesuche" verdächtigt werde.

Wenn die Leute mich länger kennen, werde ich als "skuriller Einzelgänger" betrachtet.
Es gilt (hier) als ungewöhnlich, wenn ein Mann nach 6-12 Monaten oder länger - immer noch Single ist.
Analog im Tierreich würde man vgl. als "lebensuntüchtig" gelten, weil man "keine Beute" macht.

So "tigern" die Singles weiter herum - mißtrauisch beäugt von den Paaren.
 
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Gast

  • #13
Lieber FS

es gibt Arten von Urlaub die meide ich.
Ich mag nicht nur mit sehr homogenen Gruppen zusammen sein
die mir mit ihren Nachfragen ein ungutes Gefühl machen. Schliesslich
mache ich Urlaub wie jeder andere um mich zu erholen.

Die Ausführungen zum Tierreich sind sehr satirisch, B50.
An Ihnen ist ein Juvenal der Erotik verloren gegangen.
Dass mit den Frauen die im Wissen um Unmöglichkeit mit dem
homosexuellen Partner Paar(ungs)tänze aufführen habe ich nicht so recht kapiert.
 
G

Gast

  • #14
folge einfach dem Tip von Bernd50: ich habe mich einmal in einer Paarrunde als schwul ausgegeben. Das zu spielen fällt mir nicht alzu schwer, da ich oft in Künstlerkreisen bewege, in denen es alle möglichen Menschen gibt. Ein wenig Schauspielern ist ja auch Teil meines nicht-künstlerischen Berufs als Strafverteidiger. Meine Kundschaft umfasst Rocker wie harmlose schwule Dauer-Schwarzfahrer. Ergebnis: die mit mir befreundeten Gastgeber sind auf den Zug aufgesprungen. Bei den mir unbekannten Paaren wurde ich von den Männern misstrauisch beäugt und unterhielt mich mir ihren Partnerinnenn - über Kunst natürlich, den was ich beruflich so mitbekomme vertreibt zuweilen die härtesten Macho-Männer vom Tisch
 
G

Gast

  • #15
Bist du ne Frau? Da habe ich auch schon oft verletztende Sprüche gehört wie, dass ich doch bitte weggehen soll, weil ich nerve. Allerdings wird einem das nicht persönlich gesagt, sondern von den Männern der Frauen, weil ihre Frauen und Freundinnen es nicht dulden können, wenn eine andere gutaussende Frau den Raum betritt und die Frauen sich dann auf den Schlips getreten fühlen, als würde man ihnen sofort die Männer wegnehmen.
 
G

Gast

  • #16
Kopf hoch und auf zu neuen Ufern !
Quäl dich doch nicht in den falschen Kreisen herum.
Geh dahin wo alles gut gemischt ist. Ein Abend nur mit Juristen ist öde. Ein Abend
nur mit Pärchen die von Babykram schwätzen ist öde öde öde.
Mach Cluburlaube mit viel Sport statt Pauschalurlaub am Familienstrand.
Meide Juli-August. Reise wenn die Singles reisen.
Such dir für Familienfeste eine nette Damenbegleitung die als Freundin mitspielt.
Verblüffe oder verstöre seine Verwandtschaft mit exotischen Hobbies und extraordinären Gewohnheiten.
Werde der Lieblingsonkel deiner Nichten und Neffen.
Feiere Weihnachten auf einer Single-Party statt mit Lebkuchen
bei Muttern.