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Gast

  • #1

Einzelkind.Eigentumswhg. m Haus der Eltern, ich weiß nicht weiter

Liebes Forum, ich weiß nicht ob meine Frage hier her passt aber vllt kann mir dennoch jemand helfen oder Tipps geben. Ich habe mir als ich 19 Jahre alt war ein ziemlich hohes Darlehen aufgenommen und habe mir damit im Haus meiner Eltern eine Dachwohnung gebaut, diese Wohnung habe ich also finanziert und Sie ist mein Eigentum. Nun - 10 Jahre später weiß ich das ich das nie hätte machen sollen. Ich fühle mich nicht mehr wohl im Haus meiner Eltern, habe kaum Privatsphäre man hört durch die dünnen Wände alles und ich habe das Gefühl das ich mich nicht frei entfalten kann. Ich bin Einzelkind und meine Mutter hat vor Jahren eine schwere Psychose bekommen, Sie hört stimmen und hat dazu noch seit einem Jahr Krebs, vor 10 Jahre hätte ich nie gedacht das alles mal so kommen wird nun sitze ich hier. Am liebsten würde ich ausziehen, doch finanziell habe ich mich gebunden wegen des Darlehens, dazu kommt das ich sehe wir mein Vater leidet und zunehmend depressiver wird. Doch ich habe das Gefühl das ich kein eigenes Leben habe, ich habe seit einigen Monaten eine Beziehung und halte mich immer nur in der Wohnung meines Freundes auf, wir haben auch versucht zusammen zu ziehen doch das hat einfach nicht geklappt, vermutlich ist es noch zu früh (sind nun 6 Monate zusammen). Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Fremde Menschen möchte mein Vater nicht ins Haus nehmen, zudem habe ich keinen gesonderten Eingang, daher kommt nur ein kompletter Verkauf in Betracht doch davon sind wir noch weit entfernt. Kann mir irgendjemand Tipps geben? Liebe Grüße w, 29
 
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  • #2
Na, das war wirklich ein Fehler. Du kannst trotzdem ausziehen und solltest das auch tun. Finanziell musst du dann einen Untermieter/Untermieterin suchen oder deine Eltern müssen dir eine finanzielle Lösung anbieten. Sie können ja nicht erwarten, dass du als alte Jungfer in ihrem Haus endest. Nur Mut, wenn du ausziehst und dann zu deinen Eltern zu Besuch kommst, wird das viel entspannter.
 
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  • #3
Hallo,

genau vor der Situation wurde hier erst letzte Woche ausführlich gewarnt. Vielleicht kannst Du die Wohnung vermieten? Sonst in den sauren Apfel beißen, weiter abbezahlen und trotzdem versuchen, auszuziehen...

m, 46
 
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  • #4
Möglichkeit 1 (die günstigste Variante): Du wirst mal ein ernstes Wörtchen mit deinem Vater sprechen müssen, dass du nun eine erwachsene Frau bist und dazu selbstverständlich ein Freund gehört. Oder wie stellt dein Vater sich die Zukunft für seine Tochter vor? Alleine? Sollst du als alte Jungfer enden? Erkäre ihm mal, dass ein erwachsener Mann mit seiner Freundin zusammenwohnen möchte und dir sonst jeder Mann abhaut, wenn die Eltern sich so anstellen oder reinreden. Ein gestandender Mann, der etwas darstellt in der Welt, macht so etwas nicht mit!

Dein Vater müsste dann auch auf Enkel verzichten. Glaub mir, spätestens ab 30 ändern Eltern ihre Meinung oft schlagartig, weil sie froh wären, wenn Töchterchen endlich mal Freund und Kinder mit nach Hause bringt, denn sonst ist der Zug abgefahren - provoziert durch die lebenslangen Verbote der Eltern von der ganzen Jugend ab bis ins Erwachsenenleben hinein. Eltern merken das oft spät, was sie angerichtet haben.

Möglichkeit 2 (die Teuerste und Lehrreichste): Ausziehen und neu anfangen. Scheiß aufs Eigentum. So etwas kann man immer ersetzen. Das Leben ist zu kurz, um im Haus deiner Eltern alt zu werden, unglücklich zu sein und auf Privatsphäre zu verzichten. Das ist kein Leben! Wie bringst du Männerbesuch heim? Geht doch gar nicht!

Und jetzt zum ungemütlichen Teil: Thema Eigentum: stehst du überhaupt im Grundbuch beim Notar? Ansonsten hat dein "Eigentum" keinen Wert. Das Ausbauen war sozusagen dein persönlicher Spaß. Du könntest versuchen, die Kosten von deinen Eltern zurückzuverlangen, bzw. sie könnten es dir abkaufen und vermieten, damit du dir irgendwo was neues aufbauen kannst. Aber ich denke, sie haben keine Lust, ihr eigenes Haus zu vermieten. Wenn es wirklich dein Eigentumsteil ist, dann hast du das Recht, auch Leute zu empfangen und bei dir wohnen zu lassen, ob es ihnen passt oder nicht oder selber zu vermieten.

Was deine Eltern ausüben ist Knechtschaft. Das Töchterchen schön bei sich wohnen lassen bis ins hohe Alter, aber auch gleichzeitig auch Regeln aufstellen, und Besuch und Freund verbieten. Das geht nicht lange gut. Irgendwann kommt der große Zusammenbruch und zwar ordinär heftig, je älter die Kinder werden.
Das sage ich dir aus eigener Erfahrung. Habe ähnliches durchgemacht. Ich könnte mich heute ohrfeigen, dass ich nicht mit 18 die Zügel in die Hand genommen habe und abgehauen bin.
 
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  • #5
FS - ich glaube du hat etwas falsch verstanden. Eine Wohnung ist dann dein Eigentum, wenn du als Eigentümerin im Grundbuch stehst und die Wohung rechtlich von anderen Wohnungen getrennt ist.
- WEG. So wie du es hier schilderst hast du dir im Haus deiner Eltern das DG ausgebaut - mit deinem Geld, klar - aber die Wohnung gehört dir nicht. Vermutlich hast du auch keine separate Heizung, keinen separaten Strom usw. und vor allem keine Wohnungstür - oder ist die Elternwohnung so geschnitten, das ihr nur ein gemeinsames Treppenhaus habt ?

Gut - da ist die finanzielle Seite. Da solltest du Lösungen sammeln. Es geht um Darlehen und dein Einkommen. Ohne Angaben können wir hier wenig dazu sagen. Nebenbei spielt dabei Beruf - Arbeitsplatzsicherheit - und Arbeitsweg usw. eine Rolle.
Dann ist da zweitens die familiäre / gesundheitliche Seite - 30 du, die Eltern vermutlich 60 bis 70
- also das System Familie.
Dann ist da drittens die partnerschaftliche Seite. Zusammenziehen nach 6 Monaten Kennen - sehr gewagt.
Also - drei Fragen, drei Problemkreise. w
 
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  • #6
Großer Mist! Stelle deinen Vater vor das Ultimatum: Entweder ein Mann darf zu dir ziehen oder du musst ausziehen und die Wohnung muss vermietet werden. Wie stellt er sich überhaupt die nächste Zukunft vor, wenn beide mal sterben? Ich denke, es ist Zeit, mal ernsthaften Klartext mit deinen Eltern zu reden! Sollst du alleine das Haus verwalten, wenn sie tot sind? Woher nimmst du das Geld? Ohne Partner wirst du das wohl nicht schaffen. Ich sage es ja ungern, aber in euer Haus muss leben. Das sollte dein Vater wissen. Und ihr braucht sowieso eine männliche helfende Hand für die ganzen Handwerkstätigkeiten. Wie "jung" ist denn dein Vater, und wie lange kann er das noch selber machen? Ich finde es ist Zeit, das mal zu regeln. Eigentlich sollte dein Vater jeden mit offenen Armen empfangen, gerade in Anbetracht wegen deiner Mutter. Euer Haus muss mit Zukunft gefüllt werden. Es wäre doch dramatisch, wenn du am Ende alleine in dem Haus verweilst. Oder stell dir vor, dein Vater wird auch noch krank in entfernter Zukunft. Wie machst du das dann alles?
 
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  • #7
Liebe Fs`in,
als Einzelkind kannst du dir die emotionale und finanzielle Bürde nicht teilen und fühlst dich für vieles verantwortlich. Und ich finde, deine Mutter müsste unbedingt auch in der Tagesklinik behandelt werden und medikamentös eingestellt werden. Ein Hausverkauf ist nicht so einfach, zu mal deine Eltern den bestimmt nicht wollen. Wäre es denn nicht möglich, nachträglich einen externen Eingang einzurichten und deine Wohnung zu vermieten? Oder aber Ihr vermietet das Haus, wenn der Vater keine Fremden mit im Haus haben möchte...?
Wie sieht denn die finanzielle Situation der Eltern so aus?
Eines sollte dir jetzt auch klar sein: Man bleibt immer Kind solange die Eltern leben - IMMER!!!
Verbring doch die Wochenenden bei deinem Freund um zu schauen, ob es denn klappen würde. Unter der Woche kannst du ja alle mal nach den Eltern sehen und dir Alternativen überlegen (z.B. Zweitjob um schneller den Kredit zu tilgen). w
 
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  • #8
Hallo

ich bin aus genau dem Grund Hals über Kopf in eine WG geflüchtet.
Deine Eltern erhoffen wohl dass du immer für sie da sein kannst.
Es kostet dich sehr viel -willst du das opfern ?
Mir wäre da Eigentum schnuppe.
 
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  • #9
Komisch, liebe FS, im Parallelthread musste eine 30jährige nach gescheitertem Zusammenleben-Versuch zurück ins Elternhaus ziehen...vielleicht lohnt sich für dich die Lektüre.

Eine sehr be- und erdrückende Situation, die du schilderst. Die Erkrankung deiner Mutter ist ein ziemlicher Schicksalsschlag. Harte für euch 3.
Zur Gesamtsituation: Mich erinnert dein Problem an das, worum es in meinem Coaching ging. Man traf eine Entscheidung, investierte über Jahre hinweg und nun bleibt man bei der Fehlentscheidung, weil die Investition bereits so hoch war.
Das ist nur eine Variante.
Die andere wäre, ein kleines Zimmer zu suchen, um einen Rückzugsbereich zu haben. Dann könntest du wahrscheinlich beides gerade noch stemmen - Kredittilgung und Zimmermiete. Der Vorschlag eines weiteren Jobs ist auch gut. Auch wenn das in mancher Hinsicht ein Rückschritt bzgl. deines Lebensstandards wäre, hättest du einen enormen Zugewinn auf der anderen Seite.

Auf keinen Fall würde ich deinen Freund in das Haus der Eltern einziehen lassen, mir scheint das auch überhaupt nicht zur Disposition zu stehen. Das wollen die wenigsten Männer! Außerdem holst du ihn in die enge Verquickung mit deinen Eltern (fehlender Ablöseprozess) hinein. Der Beziehungskiller Nr. 1, dein Freund ist kein kostenloser Handwerker.

Eines sollte dir jetzt auch klar sein: Man bleibt immer Kind solange die Eltern leben - IMMER!!!
Ja, aber bitte mit Abstand. Regelmäßige Besuche und dann wieder zurück in das Leben als Erwachsene. Denn darum geht es in erste Linie im Alter von 29 Jahren.

w
 
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  • #10
Liebe FS

wenn deine Eltern wenigstens gut versorgt sind würde ich mich da schrittweise rausziehen.
Du bist nicht Teil des Mobiliars. Und Krankenpfleger auch nicht.

Meine Eltern erwarten auch dass ich ständig für sie einspringe.
Sogar wenn die Entfernung zwischen den Wohnorten über 450 km Luftlinie beträgt.
Sie schmollen und jammern wenn ich mal Zeit für mich allein haben will.
Spätfolge: ich möchte nicht mit einem Mann unter einem Dach leben, aus Angst
der klammert genauso.
 
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  • #11
Also soweit ich mich erinnern kann, haben letzte Woche die Mehrheit der Foristen Dir abgeraten nach Hause zu gehen.
Du fühlst das ja auch selbst und hast dich mit 18 Jahren in eine äußerst dämmliche Situation begeben. Das dir sowas deine Eltern raten finde ich dämlich,. Aber lass mal meine haben es auch versucht. Aber ich habe mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt.
Ich weiß nicht wie du finanziell klarkommst, lass am Besten das ausgebaute Dachgeschoss ein Dachgeschoss sein. Eine eigene Wohnung ist das überhaupt nicht.
Um Geld zusparen versuch es mal mit einer WG, damit du mal was vom Leben mitbekommst und andere Leute kennenlernst. Deine Eltern sind alt genug, sie sind für sich verantwortlich und nun du für dich. Wenn ich daran denke, was ich zwischen 20-30 Jahren erlebt habe, habe ich gerade das Gefühl, du hast extrem viel verpasst. Du bist fast 30 also bekomme mal schnell die Kurve.
Deinen Freund schiebe nicht die oberste Priorität zu, er hat dich doch quasi weggeschickt! Suche dir einen anderen, auch habe ich hier das Gefühl, dir fehlt einbisschen Erfahrung mit den Männern. Jetzt gib mal Gas. Sonst wird es wirklich was mit der alten Jungfer. (w33)
 
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  • #12
Wie hier schon geschrieben wurde. Das Teilhaus gehört dir sicherlich nicht, außer du steht im Grundbuch und das tut man normalerweise erst, wenn ein Elternteil stirbt und man sich darauf einigt dass jeder 50/50 das Haus bekommt. Das hättest du dann auch notariell unterschrieben.

Du hast keine Eigentumswohnung, sondern lediglich mit deinem Geld renoviert und ausgebaut. Das kann man machen, wenn man die Erlaubnis des Vermieters bzw. deiner Eltern hat. Ich habe das damals auch gemacht, allerdings immer mit dem Hintergrundwissen, dass die Wände mir nicht gehören, ich nur die Gegenstände und Möbel mitnehmen kann, wenn ich eines Tages aussiehen sollte.

Man kann den Wohnraum jetzt nur noch vermieten, aber das wird deinen Eltern sicher nicht recht sein, fremde Leute in ihrem Haus zu haben, erst recht nicht bei einem Eingang und wenn sie schon deinen Freund nicht haben wollen. Typisches Fail von Einzelkindern und Eltern.

Willst du endlich leben, dann wirst du knallhart ausziehen müssen. Wenn du einen Job hast, wirst du eben in den sauren Apfel beißen müssen, und ein paar Hunderter pro Monat mehr für das Darlehnen zurücklegen müssen. Das geht. Als junge Singlefrau kann man noch einiges sparen jeden Monat. Die beste Einnahmequelle wäre eine Vermietung, aber dafür sind deine Eltern höchstwahrscheinlich ein bisschen zu alt-debil. Ich würde mich mal professionell beraten lassen, am besten zusammen mit deinen Eltern, damit sie verstehen, wie wichtig dir deine Privatsphäre ist. Du alleine wirst da nichts mehr ausrichten können. Mit deinen Eltern kann man ja so nicht reden.
 
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  • #13
Ich sage dir, was ich an deiner Stelle machen würde, du könntest meine Tochter sein:
Ausziehen auf jeden Fall, in eine eigene angemietete Wohnung, so schnell als möglich, mich würde niemand halten können, -auch nicht meine Eltern- wenn ich mich nicht gut und wohl fühlen würde. Des weiteren würde ich, wenn es scheitert das komplette Haus zu verkaufen, einen separaten Eingang bauen lassen und meine Eigentumswohnung dann verkaufen, mein Vater etc. würde und könnte mich nicht davon abhalten, mein Wohl ist höher zu bewerten, den Kontakt zu den Eltern, wenn sie nicht mitziehen, würde ich entsprechen zurückfahren. Es geht um deine Gegenwart und um deine Zukunft!, die du dir von Niemandem verbauen lassen darfst. (m50+)
 
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  • #14
1. Dadurch, dass deine Wohnung nicht wirklich getrennt ist (>gemeinsamer Zugang), hast du nicht die Rückzugsmöglichkeit, die eine eigenständge Wohnung normalerweise bietet. Prüf mal, ob sich diese Trennung nicht doch noch herstellen läßt. Das ist auch in Hinblick aus Vermietung wichtig.
2. Familiäre Probleme: wenn du so nah dran wohnst, kriegst du halt alles 1:1 mit. Da wäre Ausziehen hilfreich - das muss ja nicht bedeuten, dass man die Eltern "im Stich läßt".
3. Wie ist denn das rein rechtlich? Ist es wirklich deine Wohnung (mit allem, was dazu gehört) oder ist es nur eine Wohnung im Haus der Eltern. Irgendwie klingt das nach zweitem.

Ich beneide dich nicht, aber trotzdem erstmal sachorientiert handeln und nicht in Panik verfallen. Gerade Sachen mit Eltern können auch ganz schnell "auf dünnen Eis" enden. Das wäre für beide Seiten abträglich.
 
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  • #15
Es mag sein, dass es ein Fehler war, die Dachwohnung im Haus der Eltern aus zu bauen und dafür einen Kredit auf zu nehmen.

So ganz schlimm sehe ich es jedoch nicht. Du hast ja 10 Jahre dort gelebt und in der Zeit keine Miete bezahlt. Wenn Du Dir in dieser Zeit eine Wohnung gemietet hättest, hättest Du bestimmt monatlich 300 € kalt gezahlt. Das sind pro Jahr 3.600 € und in 10 Jahren 36.000 €. Ein ganz schöner Batzen.

Dieses Geld hast Du statt dessen in die eigene Wohnung gesteckt. Langfristig wirst Du mal das Haus Deiner Eltern erben und dann kannst Du die Wohnung so nutzen, wie Du möchtest. Z.B. dann eigenen Zugang schaffen und vermieten.

Jetzt würde ich erstmal ausziehen in ein kleines Appartement. Die Wohnung bei den Eltern könntest Du weiter als Abstellkammer und als Rückzugs-Ort für Besuche bei den Eltern nutzen. Die Eltern könnten es auch als Gästezimmer für Freunde und Bekannte verwenden.

So probst Du jetzt erstmal das Alleine wohnen, lernst in der Zeit Deinen Freund noch näher kennen und irgendwann ziehst Du mit diesem - oder mit einem späteren - Freund zusammen.

Klar kostet die zusätzliche Bude jetzt etwas. Das könntest Du woanders vielleicht einsparen: Secondhand-Klamotten, selber kochen statt Restaurant, kleineres Auto, günstigere Urlaube etc.

Dafür hast Du aber Deine Freiheit und das ist es wert!

w (58)
 
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  • #16
Stehe Deinen Eltern bei, doch gebe Dich nicht dabei auf.
Ausziehen und den Kredit ab zu bezahlen ist vielleicht nicht die leichteste Lösung. Es ist sehr anstrengend. Doch weiterhin bei Deinen Eltern wohnen zu bleiben nimmt Dir viele Chancen auf eine Beziehung zu einem Mann.
Ob man die DG Wohnung vermieten könnte oder nicht, lässt sich aus der Ferne schwer sagen. Wenn Euer Haus in München in Uni-Nähe liegt, dann garantiert. Wenn es sich in Hintertupflingen befindet, könnte man vielleicht versuchen einen separaten Eingang anzubauen. Sonst wird es schwierig. Gerade auch wegen der Hellhörigkeit.

Dass Du Dich um Deine Eltern und das Wohlergehen Deines Vaters sorgst, ehrt Dich. Doch Du kannst daran nichts tun. Würdest Du ausziehen, könnte Dein Vater vielleicht die DG Wohnung als Rückzugsraum für sich nutzen. Oder Deine Mutter.
Mehr Platz würde bedeuten, dass sich die beiden nicht mehr so nahe auf der Pelle sitzen. Und seien wir mal ehrlich: manche Ehen funktionieren nur so. :)
Gleichzeitig braucht Deine Mutter medizinische Hilfe. Doch Du kannst nur einen Rat geben, nichts erzwingen. Lerne Deine Eltern los zu lassen.
w,38
 
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  • #17
Also ich weiß nicht welchen Rat Du haben willst! Das Haus gehört Deinen Eltern. Du hast nur den Dachboden ausgebaut, der ausgebaute Dachboden, den Du als eine Wohnung bezeichnest hat keinen separaten Eingang.

Also der Ausbau eines Dachgeschoss kostet sicher nicht mehr als 30000 €, wenn Du durch das Leben bei Deinen Eltern keine Miete bezahlen muss, sparst Du sehr viel Geld. Wenn Du jeden Monat 300 € an Miete nicht bezahlen musst, dann sind das 36000 €. Also Du dürftest nicht mehr viele Schulden bei der Bank haben.

Du kannst im Haus Deiner Eltern nicht über das bestimmt was sie zu dulden haben und was nicht. Wenn Deine Eltern mal sterben und Du erst, dann kannst Du über das Haus verfügen. Oder mach zu der Wohnung einen separaten Eingang und vermiete die Wohnung.

Aber jetzt hast Du keine Ansprüche auf etwas in dem Haus.
 
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  • #18
Die beste Lösung wäre doch das Zusammenziehen mit Freund. Vielleicht habt ihr beim ersten Versuch nicht gut genug vorbereitet?
Die zweite Möglichkeit wäre eine WG, wo ein Zimmer freigeworden ist. Da zahlst du nicht so viel und musst auch nichts mehr großartig einrichten und kannst auch schnell einziehen.
Aber ich finde auch, dass du ausziehen solltest. Deine Gesundheit ist wichtiger als das Geld, das du investiert hast. Das Haus wirst du ja irgendwann auch erben.
Wenn du dich noch verantwortlich fühlst, kannst du ja in der Nähe wohnen bleiben, um im Notfall da zu sein. Aber du kannst eben auch dich in deinem eigenen Zuhause zurückziehen und den Telefonstecker ziehen, wenn du mal deine Ruhe brauchst.

w31
 
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  • #19
Rein rechtlich:
Existiert eine offizielle Teilungserklärung mit Abgeschlossenheitsbescheinigung, waren daran
Ämter und Notar beteiligt? Wenn nein, dann ist es keine Eigentumswohnung.
Wurde im Grundbuch - mit Notar - ein Wohnrecht eingetragen? Wenn nein, dann bist Du normaler
Mieter mit mündlichem Vertrag, der ein paar nicht abgeschlossene? Räume bewohnt, jederzeit kündbar.
In jedem Fall hast Du Dir hoffentlich die Investition von den Hauseigentümern - beide Eltern ? -
bestätigen lassen. Im Hinblick auf Alter und Pflegebedürftigkeit Deiner Eltern kann das mal wichtig
werden. Lass Dich für 50 € beim Anwalt beraten.
Ich verstehe Dein Gefühlschaos, nehme hier im Forum aber immer wieder erstaunt zur Kenntnis,
dass die realen Dinge zuletzt in den Focus geraten.
w
 
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Gast

  • #20
ich war auch ein Einzelkind und meine Eltern haben sehr geklammert.Mein Mutter hat nur mit ihren eingebildeten Krankheiten gedroht, Deine Mutter ist tatsächlich krank. Das ist eine sehr schwierige Situation.
Ich habe mir damals therapeutische Hilfe gesucht, denn alleine hätte ich mich aus der Umklammerung meiner Eltern nicht lösen können.
Du mußt Deine Eltern verlassen. Sie zerquetschen Dich und muten Dir ein Leben zu, das Dich unglücklich macht.

Such´ Dir ein WG Zimmer. Diskutier das nicht mit Deinen Eltern. Sie werden zetern und jammern und Dir ein schlechtes Gewissen machen. Geh trotzdem.
Das Darlehen ist nur Geld. Dein Leben ist wichtiger.

w58
 
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  • #21
FS:

Zunächst möchte ich nochmal kurz klar stellen dass es sich um eine Eigentumswohnung handelt, das bedeutet alles wurde notariell geregelt, ist entsprechend im Grundbuch verfasst und
hat alles seine Richtigkeit. Das Darlehen wird weiterhin abbezahlt, es war eine hohe Summe. Weiter ist es so das meine Eltern mir alle Freiheiten der Welt lassen, sage ich, ich ziehe aus, dann sagen Sie okay, sage ich ich bleibe dann freuen sie sich natürlich. Es ist nur dass ich selber nicht in der Lage bin eine Entscheidung zu treffen, gehe ich dann denke ich das ich meine Eltern im Stich lasse, meine kranke Mutter u meinen armen Vater, bleibe ich denke ich das ich mich immer wieder so verhalte (respektvoll, keinen Männerbesuch am späten Abend etc.) das es für meine Eltern angemessen ist. Ich habe das Gefühl eine getriebene meiner selbst zu sein und sobald ich Single bin halte ich es zu Hause nicht aus, keine Party kann ich auslassen. Ich flüchte dann immer in eine andere Welt zumindest für den Moment. Alles in allem habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern, natürlich dürfte auch mein Freund hier einziehen, aber das möchte ich nicht, da ich mich dann unwohl und beobachtet fühle. Meine Eltern wollen nur keine fremden Menschen im Haus haben. Zum anderen ist es so das meine Mutter in einer Pflegeeinrichtung ist, für die Tagesklinik geht es ihr zu schlecht, meine Mutter ist wirklich am Boden, psychisch und auch körperlich. Sie ist sehr schwach und der Krebs der nun seit 6 Monaten da ist plagt Sie auch noch. Mein Vater und ich wir haben große Angst, dass wir meine Mutter vielleicht verlieren werden und auch das spielt momentan eine große Rolle für mich. Wenn ich ausziehe muss mein Vater die raten für die Wohnung alleine tragen, da ich beides finanziell nicht schaffe, aber wer schon mal ein Familienmitglied in einer Pflegeeinrichtung hatte, weiß sicher wie teuer so etwas ist.
Manchmal denke ich mir, dass ich einfach zu Hause wohnen bleiben soll und schauen soll wie es weitergeht und aktuell keine Entscheidung treffen sollte.
Ich hoffe mein Anliegen wurde dadurch etwas klarer. Vielen Dank für die zahlreichen Antworten, Tipps und Ratschläge!!!
 
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  • #22
ich habe seit einigen Monaten eine Beziehung und halte mich immer nur in der Wohnung meines Freundes auf, wir haben auch versucht zusammen zu ziehen doch das hat einfach nicht geklappt, vermutlich ist es noch zu früh (sind nun 6 Monate zusammen).
Ich habe das Gefühl eine getriebene meiner selbst zu sein und sobald ich Single bin halte ich es zu Hause nicht aus, keine Party kann ich auslassen. Ich flüchte dann immer in eine andere Welt zumindest für den Moment. Alles in allem habe ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern,
Manchmal denke ich mir, dass ich einfach zu Hause wohnen bleiben soll und schauen soll wie es weitergeht und aktuell keine Entscheidung treffen sollte.
Ja, liebe FS, genau den Eindruck habe ich nach deinen Schilderungen auch, unter den gegebenen Umständen solltest du tatsächlich aktuell erstmal keine Entscheidung treffen, sondern einfach lernen, die Situation auszuhalten und nicht zu flüchten. Du machst es doch jetzt genau richtig, dich bei deinem Freund aufzuhalten, das kannst du doch intensivieren bzw. einfach noch öfter/die meiste Zeit bei ihm sein und nur zwischendurch mal in deine Wohnung zu fahren.

Dann lernt ihr euch in den nächsten Monaten besser kennen, ohne schon gleich nach einem halben Jahr zusammenzuziehen, das würde ich auch für übereilt und eine Art Flucht halten. Geniesse das Zusammensein mit deinem Freund jetzt erstmal ohne weitere Verpflichtungen und tanke viel Kraft bei ihm, die du brauchst, um die Sorge um deine Mutter auszuhalten und deinen Vater zu stützen.

w 50
 
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  • #23
Liebe FS

ich hänge mit 42 genauso fest: soll ich die angeschossenen Leute verbluten lassen oder soll ich helfen ? Klassischer Konflikt. Meist für Töchter.-
 
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  • #24
Ich denke, hinter Deinem Wohnkonflikt verbergen sich Angst und Panik. Die Sorge um Deine
schwächelnden Eltern verlangt Dir sehr viel ab und als Einzelkind fehlt Dir die Unterstützung
durch Geschwister. Vielleicht möchtest Du aus der ganzen Situation am liebsten flüchten?
Ich wünsch Dir Stärke und Mut und hoffe, Du findest eine Kraftquelle, die das Ganze leichter
für Dich macht. Es gibt sehr gute Bücher zu dem Thema, das ja viele betrifft. ZB. " Wenn Eltern
alt werden". Alles Gute.
 
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  • #25
ich hänge mit 42 genauso fest: soll ich die angeschossenen Leute verbluten lassen oder soll ich helfen ? Klassischer Konflikt. Meist für Töchter.-
Gibt es auch für Söhne ;-( Es ist schwierig, aber wichtig, den Mittelweg zwischen helfen und eigenem Leben zu finden. Es ist niemandem geholfen, wenn Du bis 55 Deine Eltern pflegst und anschließend selbst reif für´s Pflegeheim bist.
Es gibt Sozialstationen, es gibt finanzielle Unterstützung der Pflegeversicherung, es gibt Kurzzeitpflege für Urlaubszeiten. Für mich bietet das einen Mix, bei dem mein eigenes Leben auch noch funktioniert, angefangen von voller Berufstätigkeit.

Fs, wenn Du 10 Jahre wartest, sind die Weichen auch für Dein weiteres Leben gestellt. Pflege Deine Beziehung, nimm bei den Entscheidungen für Dein Leben nur so weit Rücksicht auf Deine Eltern, wie notwendig. Dein Vater ist ja letztlich auch da, um Deiner Mutter zu helfen. In einem halben oder einem Jahr wirst Du in Deiner Beziehung klarer sehen und vielleicht wirst Du auch in Bezug auf Deine Eltern mehr Klarheit haben. Im Zweifel kannst Du auch in der Nähe Deiner Eltern zusammenziehen.

m, 46
 
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  • #26
Es ist Deine Wohnung. Du kannst Sie vermieten, selbst bewohnen, Männerbesuch empfangen, wie Du willst. Du musst Deinen Eltern klarmachen, dass Du auch nur ein Leben hast, das einzigartig und unwiederholbar ist. Klar muss man seine Eltern in einer solchen Situation unterstützen. Ebenso wichtig wird Ihnen sein, dass Du einglückliche Beziehung aufbauen kannst, sie einmal Großeltern werden etc. Ich würde die Wohnung vermieten. "Keine fremde Leute im Haus" sind Befindlichkeiten auf die man keine Rücksicht nehmen sollte. 80 Prozent der Deutschen wohnt in Miet- oder ETW. Die haben alle fremde Leute im Haus.
 
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  • #27
"Keine fremde Leute im Haus" sind Befindlichkeiten auf die man keine Rücksicht nehmen sollte. 80 Prozent der Deutschen wohnt in Miet- oder ETW.
Klingt für mich gar nicht so einfach. Das ist ein Eigentumshaus und das gehört den Eltern. Das Töchterchen durfte sich das Dachgeschoss nach Belieben ausbauen, aber nur, weil sie geduldet wird. Aber Grund und Boden gehört meiner Ansicht nach immer noch den Eltern und die haben letztendlich das Entscheidungsrecht, was rundum in dem ganzen Haus passiert. Das macht der Vater auch sehr deutlich, was hier passiert.
Gerade, da es nur einen Eingang gibt und wenig Privatsphäre, wären die fremden Leute ständig gezwungen, bei den Eltern durchzulaufen oder die Eltern ständig fremden Leuten über den Weg zu laufen. Ich stelle mir das nicht so einfach und gemütlich vor und der Vater wird ihr den Vogel zeigen. Er duldet ja nicht mal den eigenen Freund und potenziellen Schwiegersohn. Und ich denke, das alles wussten die Eltern schon vorher. Mir scheint das wieder nach dem typischen Beispiel: das Töchterchen nicht los lassen wollen und Erben fürs Haus suchen. Es ist traurig, dass so etwas sehr häufig heutzutage vorkommt. Das Darlehen wäre mir egal, wenn du einen Vollzeitjob hast, der noch eine Weile andauert und dann raus aus dem Haus. Deine Beziehung ist beiweitem wichtiger, als das, was deine Eltern wollen
 
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  • #28
Könntest du dir vorstellen, aus beruflichen Gründen mal eine Zeit lang einen Ortswechsel zu machen? Vielleicht ein halbes Jahr oder so? Damit du mal da rauskommst und keine seltsamen Nachfragen entstehen... ich habe das auch so gemacht (meine Mutter wollte mich nicht ausziehen lassen) - damals habe ich mich versetzen lassen und ihr erklärt, dass das nicht anders geht.
Ein halbes Jahr später war alles viel einfacher, da hat sie sich dann schon daran gewöhnt.

Die Sache mit dem Grundbuch (haben bereits einige andere erwähnt) solltest du dringend klären - wenn deine Eltern aus irgendeinem Grund Schulden machen, ist alles weg, auch "deins", weil es rechtlich gar nicht dir gehört.