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  • #1

Einzug beim Partner ins Haus - Mietvertrag sinnvoll?

Hallo liebe Forumsgemeinde,
mein Partner und ich sind seit fast 1,5 Jahren zusammen. Wir wohnen aktuell rund 35 km auseinander und arbeiten in der gleichen Firma. Uns war relativ schnell klar war, dass wir auf jeden Fall zusammen bleiben möchten. Ich habe eine kleine Mietwohnung am Arbeitsort und einen erwachsenen Sohn, der bereits ausgezogen ist. Mein Partner ist nach fast 30-jähriger Beziehung und Ehe Witwer, er hat außerdem einen Sohn aus dieser Ehe, der in dem Haus in einer abgeschlossenen Wohnung wohnt. Seit Beginn unserer Beziehung hat mein Partner sein Haus so umgebaut und renoviert, dass ich mich wohlfühle und auch irgendwann bei ihm einziehen kann.
Jetzt wird es im Sommer so weit sein, dass ich einziehen kann. Er verlangt keine Miete, Nebenkosten etc. Ich bestehe aber darauf, wenigstens meinen Anteil an den Nebenkosten zu übernehmen, dem hat er so dann auch zugestimmt. Mir geht es jetzt darum, was passieren würde, wenn meinem Partner etwas passieren würde. Wäre ich dann automatisch Mieterin? Oder soll ich meinen Partner wegen einem Mietvertrag fragen? Was meint ihr, sollte ich mich irgendwie absichern, und wenn ja, wie?
Ich würde mich freuen, viele verschiedene Meinungen und Sichtweisen hier zu erhalten.
 
  • #2
Nein, sein Sohn wäre dann der Erbe und du auf der Straße. Warum heiratet ihr nicht? Dann bekommst du die Hälfte vom Haus, wenn dein Freund stirbt und sein Sohn die andere Hälfte. Allein im Haus würdest du nicht wohnen wollen - entweder du verkaufst das Haus, gibst die Hälfte dem Sohn und mit anderer Hälfte kaufst dir eine kleine schnuckelige Wohnung oder der Sohn zahlt dich aus und bekommt das Haus komplett.
 
  • #3
Hallo Neneh,

geht mit deinem Einzug auch die Kündigung deiner Mietwohnung einher, so kannst du dich ja im Rahmen deiner Ersparnisse an den Unkosten beteiligen.
Ich habe 14 Jahre mit meinem Ex in seinem Haus verbracht und habe mich mit Essen und Urlaub erkenntlich gezeigt. Auch Möbel gekauft. Beim Auszug wollte er diese aber behalten. Nachträglich hat er mir alles nachgerechnet, wo zuvor noch gönnerhaft "eingeladen ".
Wenn deinem Partner etwas passiert, wird sein Sohn wohl Erbe und du ziehst ggf. aus.
Selbst im Testamentsfall müsstest du Steuern zahlen, da unverheiratet.
Ob ein Mietvertrag etwas ändern sollte bei seinem Sohn, auch dieser könnte dir kündigen wegen Eigenbedarf.
Da müsste er dich schon im Grundbuch eintragen, damit du etwas hast von dem Haus.
Aber um es auf die Frage zu brechen nach dem Vertrag, in meinen Augen bringt es nichts, ausser vielleicht eine Fristverlängerung zum Auszug, sollte dies je der Fall sein.

LG
 
  • #4
Nein.
Oder soll ich meinen Partner wegen einem Mietvertrag fragen? Was meint ihr, sollte ich mich irgendwie absichern, und wenn ja, wie?
Er sollte eine Lösung überlegen. Ein Mietvertrag wäre eine, aber die Frage ist, wie lange Du in dem Haus wohnen solltest, wenn der Sohn es erbt. Ich denke, man kann das für alle Beteiligten vernünftig regeln.
…entweder du verkaufst das Haus, gibst die Hälfte dem Sohn und mit anderer Hälfte kaufst dir eine kleine schnuckelige Wohnung oder der Sohn zahlt dich aus und bekommt das Haus komplett.
Der unrealistische Traum der Spätverpartnerten. Einfach vom Vermögen des Partners profitieren, wenn man selbst keines hat…
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #5
Also nein, du bist ohne Mietvertrag natürlich nicht "mal eben" auf der Straße. Auch mündlich getroffene Mietvereinbarungen haben mit Erben bzw. neuen Eigentümern ihre Gültigkeit. Im schlimmsten Fall kann er dich nach einer angemessenen Frist - die je nach Wohngegend locker mal 6 Monate und mehr betragen kann - zum Auszug bewegen. Aber auch das geht am Ende nicht ohne Räumungsklage. Also keine Angst um ausgetauschte Schlösser oder ähnliches.
Das liegt daran, dass der Staat Wohnungslosigkeit so gut wie möglich verhindern will. Und das liegt noch vor dem Interesse von Eigentümern.

Wenn der Sohn das Haus erbt, muss er dich mit Mietvertrag weiter ganz normal drin wohnen lassen, allerdings kann er auf eine ortsübliche Miete klagen, die du dann auch bezahlen musst.
Nur auf Nebenkosten dort leben funktioniert dann nicht mehr. Grund dafür ist, dass natürlich auch das Finanzamt davon profitieren will.

Und der Vorschlag von realwoman ist mal wieder typisch Frau. Kurz zusammen aber hauptsache direkt am Besitz anderer bereichern wollen. Und dann wundern sich Frauen, wenn immer weniger Männer heiraten wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #6
geht mit deinem Einzug auch die Kündigung deiner Mietwohnung einher, so kannst du dich ja im Rahmen deiner Ersparnisse an den Unkosten beteiligen.
Ja klar. Da bestehe ich sowieso drauf. Aber sollten wir das schriftlich vereinbaren? Und wie spreche ich das am Besten an?
Warum heiratet ihr nicht? Dann bekommst du die Hälfte vom Haus, wenn dein Freund stirbt und sein Sohn die andere Hälfte. Allein im Haus würdest du nicht wohnen wollen - entweder du verkaufst das Haus, gibst die Hälfte dem Sohn und mit anderer Hälfte kaufst dir eine kleine schnuckelige Wohnung oder der Sohn zahlt dich aus und bekommt das Haus komplett.
Das Haus hat mein Freund selbst erarbeitet, gebaut und bezahlt. Ich würde selbst im Falle einer Heirat keinen Cent von diesem Haus haben wollen, da es m. M. seinem Sohn zu steht, welcher aber leider schwerbehindert ist und das Haus nicht allein bewirtschaften könnte. Wie es da weitergeht, ist noch nicht absehbar. Für den Fall, dass meinem Partner was passiert, werde ich die Betreuung seines Sohnes übernehmen. Das ist auch bereits schriftlich fixiert.
 
  • #7
Also nein, du bist ohne Mietvertrag natürlich nicht "mal eben" auf der Straße. Auch mündlich getroffene Mietvereinbarungen haben ihre Gültigkeit
Mietrechtlich gesehen stimmt das nur halb.
Also es gibt sowas wie einen mündlichen Mietvertrag. Da musst du aber auch belegen können, dass du die Miete zahlst ( oder einen Teil davon).

Was meint ihr, sollte ich mich irgendwie absichern, und wenn ja, wie?
Ich würde mich freuen, viele verschiedene Meinungen und Sichtweisen hier zu erhalten
In diesem Konstrukt gibt es keine Absicherung für dich.
So oder so, wenn deinem Partner etwas passiert, musst du ausziehen.
Wenn dein Partner sich trennt, musst du ausziehen.
 
  • #8
welcher aber leider schwerbehindert ist und das Haus nicht allein bewirtschaften könnte. Wie es da weitergeht, ist noch nicht absehbar. Für den Fall, dass meinem Partner was passiert, werde ich die Betreuung seines Sohnes übernehmen. Das ist auch bereits schriftlich fixiert.

Dann sprecht doch einfach mal darüber. Wenn das so ist, sollte der Sohn nichts dagegen haben dass du im Fall des Todes deines Partners weiterhin dort wohnen bleibst um dich um ihn und das Haus zu kümmern. Dann steht auch - in meinen Augen - einem unentgeltlichem Wohnen nichts im Wege. Zumindest würde ich es selbstverständlich so handhaben wenn ich der Sohn wäre.
 
  • #9
Er sollte eine Lösung überlegen. Ein Mietvertrag wäre eine, aber die Frage ist, wie lange Du in dem Haus wohnen solltest, wenn der Sohn es erbt.
Mein Partner ist da leider nicht der sehr große Realist :) Ich glaube, er macht sich da nicht so die großen Gedanken. Also sollte ich ihn mal drauf ansprechen, ob wir das irgendwie schriftlich machen sollen?
Geld ist übrigens bei keinem von uns Beiden das große Problem. Mein Partner ist ein wenig vermögend. Ich verdiene etwas über dem Durchschnitt. Eigentlich wollte er von mir gar kein Geld, ich habe mir das aber so vorgestellt, dass ich mich wenigstens an den Nebenkosten beteilige. Von der gesparten Miete könnte ich für mich eine Rücklage aufbauen, für den Fall der Fälle?!
Ich habe wie gesagt nur etwas Angst, dass ich im Schlimmsten Fall auf der Straße stehe, wenn meinem Freund was passiert.
 
  • #10
So oder so, wenn deinem Partner etwas passiert, musst du ausziehen.
Wenn dein Partner sich trennt, musst du ausziehen.
Sollte mein Partner sich trennen wollen, ziehe ich sowieso aus. Meine Befürchtung geht eher in die Richtung, dass ihm was passiert und nichts geregelt ist. Aber wie darauf ansprechen, so dass es nicht irgendwie blöd rüberkommt und vielleicht auch noch missverstanden wird.
Da musst du aber auch belegen können, dass du die Miete zahlst ( oder einen Teil davon).
Würden da Kontoauszüge reichen, welche belegen, dass ich einen Anteil übernommen habe?
 
  • #11
Für den Fall, dass meinem Partner was passiert, werde ich die Betreuung seines Sohnes übernehmen. Das ist auch bereits schriftlich fixiert.
Wenn er solche Zugeständnisse von dir verlangt und sogar schriftlich fixiert (was man meiner Meinung nach nicht erzwingen kann), könnte er wohl auch im Gegenzug dich absichern und dir ein lebenslanges Wohnrecht einräumen. Oder dich schlichtweg in seinem Testament bedenken.

Aber andererseits frage ich mich, warum du dich auf sowas einlässt - du kennst ihn gerade mal anderthalb Jahre und willst - wenn er morgen stirbt - dich lebenslang um seinen behinderten Sohn kümmern? Warum?
Hat der Sohn keine Verwandten? Warum willst du dir dein eigenes Leben so verbauen?

Wie du richtig sagst, hat der Mann das Haus gebaut und bezahlt. Geht Dich also nichts an.
Würdest Du ernsthaft ewig weiter in einem Haus wohnen wollen, was nicht deines ist und seinen Sohn pflegen, nur um in einem Haus wohnen zu können?

Willst du dann nie wieder einen anderen Mann kennenlernen und für immer dann die pflegende 'Witwe' bleiben?

Denn bedenke mal bitte, das andere Männer diese Situation sicherlich nicht akzeptieren würden.

Ich würde an deiner Stelle gar nichts machen, ich würde mich keinesfalls auch nur moralisch zur Pflege des Sohnes verpflichten lassen und auch keine anderen Ansprüche auf das Haus stellen.

Wenn du ihm angemessene Nebenkosten zahlst, ist es immer noch eine Win-Win-Situation für euch beide.

Und wenn er tatsächlich verstirbt, dann zieh einen Schlussstrich und zieh wieder in eine Wohnung.
Ist auch als Frau gerade im Alter nicht einfach ein Haus zu halten und sich um alles zu kümmern.

Bedenke bitte auch, dass du selbst in einer gemeinsamen Mietwohnung kein lebenslanges Wohnrecht hättest, dir diese eventuell allein nicht leisten könntest oder der Vermieter dich wegen Eigenbedarf raus klagen kann.
Die Sicherheit einer Mietwohnung ist daher wohl eher relativ.

Ich frage mich ernstlich wie man sich als Erwachsene selbständige Frau in solch eine Position hineinmanövrieren kann, bei der man eigentlich nur verlieren kann.
Hauptsache moralisch einwandfrei?
Sowas würde kein Mann machen ( zumindest nicht im vorauseilendem Gehorsam verpflichtend)

Zahlst du dann auch noch die Kosten der Pflege des Sohnes aus eigener Tasche? Sowas wird ja mit zunehmendem Alter auch nicht leichter und besser.

W48 mit selbstbezahltem Haus
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #12
Ja klar. Da bestehe ich sowieso drauf. Aber sollten wir das schriftlich vereinbaren? Und wie spreche ich das am Besten an?

Das Haus hat mein Freund selbst erarbeitet, gebaut und bezahlt. Ich würde selbst im Falle einer Heirat keinen Cent von diesem Haus haben wollen, da es m. M. seinem Sohn zu steht, welcher aber leider schwerbehindert ist und das Haus nicht allein bewirtschaften könnte. Wie es da weitergeht, ist noch nicht absehbar. Für den Fall, dass meinem Partner was passiert, werde ich die Betreuung seines Sohnes übernehmen. Das ist auch bereits schriftlich fixiert.
Wenn Ihr letzteres fixiert habt, dann solltet Ihr Dein Wohnrecht genauso schriftlich regeln. Einen Mietvertrag braucht es nicht, wenn Du ein Wohnrecht hast, befristet, unbefristet, an die Sorge für den Sohn gekoppelt, oder wie Ihr Euch das vorstellt.
Lasst Euch vom Anwalt beraten und dann am besten notariell beurkunden.
 
  • #13
In diesem Konstrukt gibt es keine Absicherung für dich.
So oder so, wenn deinem Partner etwas passiert, musst du ausziehen.
Wenn dein Partner sich trennt, musst du ausziehen.
Stimmt nicht! Mit einem sattelfesten Mietvertrag (mit Anwalthilfe) über den Tod hinaus etc., kann alles, auch die Mietfreiheit erklärt werden! Ich würde mich mit ihm ganz sachlich unterhalten zum Vorteil aller, dass du nach seinem Tod weiterhin wohnen bleiben kannst, was Sinn. macht, da du die Betreuung seines behinderten Sohnes übernimmst! Das kann man alles regeln auch ohne Heirat, die ich nicht befürworte!
 
  • #14
Wenn er solche Zugeständnisse von dir verlangt und sogar schriftlich fixiert (was man meiner Meinung nach nicht erzwingen kann), könnte er wohl
Das hat er selbstverständlich nicht verlangt! Das haben wir Drei so zusammen beschlossen.
Willst du dann nie wieder einen anderen Mann kennenlernen und für immer dann die pflegende 'Witwe' bleiben?
Sein Sohn ist auch nicht pflegebedürftig sondern benötigt einen Betreuer für verschiedene Bereiche (z. B. Banken, Behörden etc.)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #15
Nein, sein Sohn wäre dann der Erbe und du auf der Straße. Warum heiratet ihr nicht? Dann bekommst du die Hälfte vom Haus, wenn dein Freund stirbt und sein Sohn die andere Hälfte. Allein im Haus würdest du nicht wohnen wollen - entweder du verkaufst das Haus, gibst die Hälfte dem Sohn und mit anderer Hälfte kaufst dir eine kleine schnuckelige Wohnung oder der Sohn zahlt dich aus und bekommt das Haus komplett.
Es ist ja im Grunde sein Haus. Ich gehe also schon davon aus, dass es ihm gehört. Er könnte ja ein lebenslanges Wohnrecht eintragen lassen. Dann wäre sie nämlich nicht auf der Straße.
 
  • #16
Einen Mietvertrag braucht es nicht, wenn Du ein Wohnrecht hast, befristet, unbefristet, an die Sorge für den Sohn gekoppelt, oder wie Ihr Euch das vorstellt.
Wusste nicht, dass man ein Wohnrecht auch befristet bzw. an Bedingungen gekoppelt machen kann. Das wäre vielleicht eine gangbare Lösung. Werde mich mal darüber informieren. Vielen Danke für den Tip!
ich würde mich keinesfalls auch nur moralisch zur Pflege des Sohnes verpflichten lassen und auch keine anderen Ansprüche auf das Haus stellen.
Steht gar nicht zur Debatte. Bin weder finanziell noch moralisch verpflichtet! Und was das mit meiner Unabhängigkeit zu tun haben soll, erschließt sich mir auch nicht. Hab ich gesagt, dass ich arbeiten aufhöre??
 
  • #17
Stimmt nicht! Mit einem sattelfesten Mietvertrag (mit Anwalthilfe) über den Tod hinaus etc., kann alles, auch die Mietfreiheit erklärt werden! Ich würde mich mit ihm ganz sachlich unterhalten zum Vorteil aller, dass du nach seinem Tod weiterhin wohnen bleiben kannst, was Sinn. macht, da du die Betreuung seines behinderten Sohnes übernimmst! Das kann man alles regeln auch ohne Heirat, die ich nicht befürworte!
Ich würde da gar keinen Mietvertrag machen. Ich würde eher dafür sorgen ein lebenslanges Wohnrecht zu bekommen das auch eingetragen wird. Dann muss sie nämlich überhaupt nicht ausziehen. Bei einem Mietvertrag bin ich mir da nämlich nicht ganz sicher. Sie hat ihn ja schließlich nicht mit dem Sohn abgeschlossen.
 
  • #18
Und der Vorschlag von realwoman ist mal wieder typisch Frau. Kurz zusammen aber hauptsache direkt am Besitz anderer bereichern wollen. Und dann wundern sich Frauen, wenn immer weniger Männer heiraten wollen.
ist mal typisch Frau - sofort rumzicken, sobald andere Frau mehr bekommen soll. Ist das DEIN Haus?? DEIN Geld?? Ich bin halt nicht der Freund von halbgaren Sachen - entweder ist man zusammen oder nicht. Dieses Rumgedruckse mit deins und meins ist Armutszeugnis, da man anscheinend weder genug Grips hat, adäquaten Partner auszusuchen noch genug Vertrauen in die Beziehung, weil man meint, mit einem Fuss in der Tür stehen zu wollen. Es gibt für nichts eine Garantie und Beziehungen "gehen" nicht in die Brüche, sondern "werden gegangen". Kennenlernen ist dazu da, um jemanden kennenzulernen und nach 1,5 Jahren soll man in der Lage sein, jemanden einschätzen zu können. Wer eine Beziehung aufbauen will, der wird sie aufbauen und wer auf eine Passung "wartet", der wird zwangsläufig scheitern.
 
  • #19
mein Partner und ich sind seit fast 1,5 Jahren zusammen.
Mir geht es jetzt darum, was passieren würde, wenn meinem Partner etwas passieren würde.
Für den Fall, dass meinem Partner was passiert, werde ich die Betreuung seines Sohnes übernehmen.
Mein Partner ist ein wenig vermögend. Ich verdiene etwas über dem Durchschnitt.
Ich habe wie gesagt nur etwas Angst, dass ich im Schlimmsten Fall auf der Straße stehe, wenn meinem Freund was passiert.
Ähm, ist dein Freund gerade todkrank oder rechnest du aus anderen Gründen damit, dass ihm bald was passiert?
Ich frage nur, weil ich mir nach erst anderthalb Jahren Beziehung eher Gedanken wegen einer möglichen Trennung machen würde als über den plötzlichen Tod meines Freundes und sein Haus. 🤔

Klar, das Leben ist unberechenbar und ich bin auch total pro Vorsorge, aber wenn ich einen Mann kennenlerne, mich verliebe und wir beide noch nicht alt sind (ihr arbeitet beide), dann käme es mir gar nicht in den Sinn, mir schon gleich zu Beginn der Beziehung so viele Gedanken über den Tod meines Freundes zu machen, das ist doch gerade auch eher unwahrscheinlich, oder? Über Haus, Heirat oder Erbe würde ich erst dann reden, wenn die Beziehung ernster und länger wird, ihr seid doch erst in der Kennenlernphase und probiert jetzt aus, ob das Zusammenleben klappt. Ich verstehe auch nicht, was du da schon für seinen Sohn unterschrieben hast, ist das nicht etwas früh?

Also ich halte eine ganz normale Trennung erstmal für viel wahrscheinlicher als das plötzliche Ableben des Partners. Ich selbst wäre ja so, dass wenn ich verliebt bin und dem Mann sehr vertraue und für gut befinde (sonst würdest du ja nicht so Dinge mit dem Sohn übernehmen) und keine Eigentumswohnung hätte, dass ich das Risiko eingehen und erstmal einfach so bei ihm einziehen und mich an den Kosten beteiligen und darauf verlassen würde, dass die Liebe meines Lebens kein Arsch ist, sondern mich dann im Falle einer Trennung auch bei Auszug und Wohnungssuche unterstützen würde, aus Wertschätzung und Respekt. Du könntest zur Sicherheit deine Mietwohnung aber die ersten paar Monate auch erstmal behalten und befristet untervermieten. Bei eurem Deal sparst du außerdem gut Geld, damit könntest du notfalls auch erstmal in ein Hotel oder irgendwo zur Untermiete rein, bis du was neues gefunden hast.
Aber wie darauf ansprechen, so dass es nicht irgendwie blöd rüberkommt und vielleicht auch noch missverstanden wird?
Ja, tatsächlich könnte es angesichts der erst kurzen Beziehungsdauer so missverstanden werden, dass du mit seinem Tod rechnest und auf sein Haus spekulierst. Es hat so ein leichtes Geschmäckle irgendwie.
w27
 
  • #21
Nein, sein Sohn wäre dann der Erbe und du auf der Straße. Warum heiratet ihr nicht? Dann bekommst du die Hälfte vom Haus, wenn dein Freund stirbt und sein Sohn die andere Hälfte. Allein im Haus würdest du nicht wohnen wollen - entweder du verkaufst das Haus, gibst die Hälfte dem Sohn und mit anderer Hälfte kaufst dir eine kleine schnuckelige Wohnung oder der Sohn zahlt dich aus und bekommt das Haus komplett.
Du bist echt praktisch veranlagt. Ich wüsste gerne, wie man so den Familienfrieden aufrecht erhalten kann. Der Sohn würde sich freuen.
 
  • #22
Ich würde da gar keinen Mietvertrag machen. Ich würde eher dafür sorgen ein lebenslanges Wohnrecht zu bekommen das auch eingetragen wird. Dann muss sie nämlich überhaupt nicht ausziehen. Bei einem Mietvertrag bin ich mir da nämlich nicht ganz sicher. Sie hat ihn ja schließlich nicht mit dem Sohn abgeschlossen.
Dann wären alle Mietverträge nichtig wenn dein Vermieter stirbt. Also kann das eher nicht sein.
 
  • #23
Oder soll ich meinen Partner wegen einem Mietvertrag fragen? Was meint ihr, sollte ich mich irgendwie absichern, und wenn ja, wie?
Mach einen Mietvertrag mit einer realistischen Kündigungsfrist, innerhalb welcher Du meinst in der Region eine andere Wohnung finden zu können.

Warum heiratet ihr nicht? Dann bekommst du die Hälfte vom Haus, wenn dein Freund stirbt und sein Sohn die andere Hälfte.
Vielleicht will er das ja garnicht, weil der Sohn erben soll. Meistens hat man das Haus mit einem Ehepartner gebaut und auch dem Plan, dass die Kinder es bekommen sollen, d.h. dann gibt es auch entsprechende Testamente, die nicht einfach geändert werden können.

Indem Du den Mund aufmachst und Deinen Wunsch nach minimaler Absicherung des Wohnraums zum Ausdruck bringst. Weder seid ihr erst seit 3 Tagen zusammen, noch seid ihr Teenager, für die nicht klar ist, wie man so ein Thema angeht. Eine Beziehung in der man über solche grundlegende Themen nicht reden kann taugt nichts.

Für den Fall, dass meinem Partner was passiert, werde ich die Betreuung seines Sohnes übernehmen. Das ist auch bereits schriftlich fixiert.
Das finde ich jetzt merkwürdig. Normalerweise scheuen Menschen sich, den Tod zu thematisieren und einern dann rum.
Das scheint bei euch nicht der Fall zu sein und da ist umso unverständlicher, dass ihr die Betreuung für den Sohn regelt, aber kein Wohnrecht für Dich.

Mein Partner ist da leider nicht der sehr große Realist :) Ich glaube, er macht sich da nicht so die großen Gedanken.
Tut mit Leid, aber da sitzt Du falsch rum auf dem Gaul. Dein Partner ist ein sehr großer Realist, denn was wichtig ist und was er will, die Versorgung seines Sohnes, die ist schon in trockenen Tüchern mit Deinem geplanten Einsatz. Pflichten kann er also gut an Dich geben, nur bei den Rechten für Dich scheint es zu hapern.

Aber wie darauf ansprechen, so dass es nicht irgendwie blöd rüberkommt und vielleicht auch noch missverstanden wird.
Genau so, wie die Betreuung seines Sohnes angesprochen und geregelt wurde. Was soll er da missverstehen? Tut mir Leid, aber da kann ich weder Deine Gedanken, noch Deine angezogene Handbremse nachvollziehen.

Würden da Kontoauszüge reichen, welche belegen, dass ich einen Anteil übernommen habe?
Mach einen vernünftigen Mietvertrag mit Kündigungsfrist oder sonstwie definiertem Wohnrecht. Im Mietvertrag muss keine Miete enthalten sein.
Als Paar darf man zusammenleben ohne dem anderen Miete zu zahlen.
 
  • #25
Von der gesparten Miete könnte ich für mich eine Rücklage aufbauen, für den Fall der Fälle?!
Kannst Du auch machen. Du stehst ja dann nicht auf der Strasse. Notfalls mietest Du zeitlich befristet möbliert.
Ich habe wie gesagt nur etwas Angst, dass ich im Schlimmsten Fall auf der Straße stehe, wenn meinem Freund was passiert.
Letztlich müsstest Du rein rechtlich innerhalb von 30 Tagen ausziehen, wenn der Erbe das verlangt. Rein finanziell dürfte das kein Problem sein, aber es wäre natürlich stressig.
Wenn Du Dich normal mit seinem Sohn verstehst, dürfte das kaum passieren. Wenn nicht, hilft es auch wenig. Meine Situation ist übrigens aktuell ungeregelt gleich.

Den Aspekt der Betreuung seines Sohnes hast Du nachgeschoben. Für mich ist völlig klar: wenn Du betreust, wohnst Du auch dort. Wenn nicht mehr, betreust Du eben nicht. An Deiner Stelle würde ich das also entspannt sehen, akut ist es ja auch nicht.
Ich würde das ansprechen, wenn es Dir wichtig ist, und rein praktisch könntest Du ein vertraglich vereinbartes zeitlich begrenztes Wohnrecht vorschlagen.
ist mal typisch Frau - sofort rumzicken, sobald andere Frau mehr bekommen soll. Ist das DEIN Haus?? DEIN Geld?? Ich bin halt nicht der Freund von halbgaren Sachen - entweder ist man zusammen oder nicht.
Deine Sichtweise ist verständlich und nachvollziehbar. Sie ist aber die in der Regel die Sichtweise von Frauen, die selbst kein Vermögen haben.
Die FS spart die Miete. Sie selbst würde ihren Erben im Gegenzug ja auch nicht teilenterben.
Ich würde da gar keinen Mietvertrag machen. Ich würde eher dafür sorgen ein lebenslanges Wohnrecht zu bekommen das auch eingetragen wird.
Das ist nach 1,5 Jahren Beziehung aus meiner Sicht nicht angemessen. Übrigens auch dem Sohn gegenüber nicht.
Dann muss sie nämlich überhaupt nicht ausziehen. Bei einem Mietvertrag bin ich mir da nämlich nicht ganz sicher. Sie hat ihn ja schließlich nicht mit dem Sohn abgeschlossen.
Mietverträge werden mit vererbt. Ein nicht kündbarer Mietvertrag ohne Mieterhöhungsmöglichkeit wäre eine dauerhafte Lösung, ich habe das selbst in anderem Zusammenhang mit anwaltlicher Beratung schon abgeschlossen.
 
  • #26
erden, dass du mit seinem Tod rechnest und auf sein Haus spekulierst. Es hat so ein leichtes Geschmäckle irgendwie.
Fiese Unterstellung ohne Anlass.
Sie haben geregelt, was im Fall der Fälle mit dem Sohn wäre, da darf man sich keine Gedanken um das Wohnrecht machen?
Es geht nicht um das Haus, es stand im Text, das bekommt der Sohn des Mannes, sondern es geht nur darum, weil sie nun zusammenziehen in sein Haus, welche Sicherheit sie hat, damit sie nicht sofort auf der Straße steht.
Um mehr ging es nicht.
Nach 1,5 Jahren ein logischer Schritt zusammen zu ziehen, und es ist vernünftig, sich Gedanken zu machen im Worst Case.
 
  • #27
Ähm, ist dein Freund gerade todkrank oder rechnest du aus anderen Gründen damit, dass ihm bald was passiert?
Ich frage nur, weil ich mir nach erst anderthalb Jahren Beziehung eher Gedanken wegen einer möglichen Trennung machen würde als über den plötzlichen Tod meines Freundes und sein Haus. 🤔
Hi hi :) , nein mein Partner befindet sich bei bester Gesundheit. Aber durch seine Vorgeschichte mit seiner verstorbenen Frau (sie war Anfang 40) wurde ich für das Thema - vielleicht etwas zu sehr - sensibilisiert.
Dein Partner ist ein sehr großer Realist, denn was wichtig ist und was er will, die Versorgung seines Sohnes, die ist schon in trockenen Tüchern mit Deinem geplanten Einsatz. Pflichten kann er also gut an Dich geben, nur bei den Rechten für Dich scheint es zu hapern.
Wir haben uns gegenseitig mit einer Vorsorgevollmacht ausgestattet, das wurde von mir initiert, da mein erwachsener Sohn rund 300 km von mir entfernt wohnt. Mein Sohn hat ebenso eine Vorsorgevollmacht von mir erhalten.
...könntest zur Sicherheit deine Mietwohnung aber die ersten paar Monate auch erstmal behalten und befristet untervermieten. Bei eurem Deal sparst du außerdem gut Geld, damit könntest du notfalls auch erstmal in ein Hotel oder irgendwo zur Untermiete rein, bis du was neues gefunden hast.
Ja, das werde ich auch so machen. Dein Beitrag hat mir sehr geholfen, etwas weniger "panisch" zu sein.
Übrigens sind wir beide Anfang 50 und haben noch mindestens die nächsten 30 Jahre zusammen geplant. Heirat ist nicht ausgeschlossen. Allerdings möchte ich dann trotzdem nichts von dem Haus, ich möchte dass sein Sohn abgesichert ist, da ich davon ausgehe, dass er niemals selbständig seinen Lebensunterhalt verdienen werden kann. Mein Partner ist sehr warmherzig und großzügig, ich gehe davon aus, dass er mich so oder so in seinem Testament bedenken wird, obwohl ich darauf auch nicht angewiesen bin.
Auf jeden Fall habt ihr mir alle schon sehr gute Inputs gegeben. Danke dafür
 
  • #29
Bei dieser Konstellation würde ich raten

- Zunächst ausprobieren, ob das Zusammenleben klappt. Du behälst in dieser Zeit deine Wohnung .....

Dann einen notariellen Vertrag machen - in dem geregelt ist, dass der Sohn dich als Betreuer bekommt und du quasi eine "Dienstwohnung". Dieser Vertrag muss von dir und ihm zu Lebzeiten kündbar sein... für den Fall der Trennung.

Gerade bei Menschen mit Betreuungsbedarf sollte man sehr vorsichtig sein und auch an den jungen Mann denken.
 
  • #30
Sein Sohn ist auch nicht pflegebedürftig sondern benötigt einen Betreuer für verschiedene Bereiche (z. B. Banken, Behörden etc.)
Kannst Du das bitte näher erläutern? Hat er einen Sachwalter, einen Erwachsenenvertreter? Oder ist der Sohn voll handlungsberechtigt und braucht nur einen Begleiter für Handreichungen etc?

Ich würde eher dafür sorgen ein lebenslanges Wohnrecht zu bekommen das auch eingetragen wird.
Was passiert in dem Fall, wenn der Mann sich trennen möchte? Wird diese Vereinbarung dann nichtig?
ErwinM, 52
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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