• #61
Meine Erfahrung ist, dass es Frauen die mit beiden Füßen im Leben stehen und Männern in Punkten wie Ausbildung, Beruf und Selbstbestimmung um nichts nachstehen, schon immer gab.
Für diese Frauen ist emanzipation kein Thema, weil sie wissen ohne Fleiß kein Preis.
Die Frauen die am lautesten schreien sind ausnahmslos jene, die glauben, Frau zu sein bedeutet bessergestellt zu werden und ein Recht auf Bevorzugung zu haben, sie erwarten alles was sie wollen geschenkt zu bekommen ohne etwas leisten zu müssen.

Welch lächerliche Ausmaße das angenommen hat sieht man im Detail, wenn man sich Ländern bewegt wo durch den Kommunismus ein viel höheres Maß an Gleichberechtigung herrscht.
Z.B. In China, der Aufkleber in der U-Bahn welche Personengruppen Anspruch auf einen Sitzplatz haben ist geschlechtsneutral wärend bei uns darüber gestritten wird wer weiblich bzw. männlich dargestellt wird. Die Sprache is grundsätzlich neutral, wärend bei uns die Wörter verunstaltet werden. Männer können dort zu 99% kochen und es ist ganz egal wer in der Küche steht. Um Kinder kümmert sich die ganze Familie da können beide Eltern ihrer Karriere nachgehen, wenn sie das Bedürfnis oder die Notwendigkeit haben.
Das beste aber ist, selbst wenn sie post phd sind und in Manager funktionen arbeiten, bleiben sie Frau, süß sein ist für sie kein Zeichen von schwäche sonder Ausdruck ihrer Weiblichkeit. Helfen, Fürsorge und für andere da sein ist tief in der Kultur verwurzelt und keineswegs ein als weibliches geltendes Attribut.

Also die Frage ist eigentlich, hat die Emanzipation wie sie in den letzten 20 - 30 Jahren in Österreich und Deutschland berieben wird überhaupt irgendeinen positiven Effekt gehabt auf das Leben der Frauen und vor allem auf das Zusammenleben und das soziale Gefüge der Gesellschaft?
 
  • #62
@bigger: erzähle mir doch mal, welche Rechte den Männern genommen wurden?

****Liebe Constanze,

wie konntest Du vergessen, dass es viel besser war, als der Mann alleine über die Finanzen der Familie entscheiden durfte und die Frau um Erlaubnis bitten musste, wenn sie arbeiten gehen wollte?

Ich bin wirklich enttäuscht von Dir.***

Natürlich ist es schwieriger, wenn in einer Beziehung Alles verhandelt werden muss und nicht - wie in vielen Ehen früher - die Belange des Mannes (sein Job, sein Geld, seine Familie, seine Interessen etc etc) Vorrang haben. Unbequem, anstrengend und mühsam.

Insofern haben es die jungen Männer heute mit dem frechen, selbstsicheren, voller Pläne und Ambitionen steckenden Weibervolk schon schwerer. Die jungen Damen sind nicht mehr so erzogen, dass sie reflexartig die Klappe halten und zurückstecken - nein, da muss auch der Mann mal akzeptieren, dass die Frau für sechs Monate nach Madrid oder Seoul geht um beruflich voran zu kommen.

Wenn dann nicht beide Partner immer wieder aufeinander zu gehen und Kompromisse schließen, wird es schwierig, ganz klar, und mit Familie klappt es gar nicht. Aber ich glaubt, die jungen Männer von heute wissen, dass sie das tun müssen, wenn sie eine tolle Frau wollen.

Mein Sohn und seine Freunde (19 bis 23) scheinen das jedenfalls kapiert zu haben und zumindest Beziehungen funktionieren auch auf Distanz. Mal sehen, wie es später wird - ich bin mal sehr gespannt, wie die nächste Generation die Gesellschaft gestalten wird.

Wir sind noch mitten drin im Lernprozeß. Das wird noch dauern. Defintiv.
 
  • #63
Die Frauen die am lautesten schreien sind ausnahmslos jene, die glauben, Frau zu sein bedeutet bessergestellt zu werden und ein Recht auf Bevorzugung zu haben, sie erwarten alles was sie wollen geschenkt zu bekommen ohne etwas leisten zu müssen .
Genau. Von diesen Problemfrauen gibt es so viele, dass es quasi einem Lottogewinn gleicht, wenn man eine "normale" erwischt. Ich koche, putze und wasche lieber für mich alleine, als als Bespaßer und Bankomat auf zwei Beinen missbraucht zu werden, während die Partnerin auch noch fremdgeht. Denn es reicht ja, als Frau nur Frau zu sein.

Für Kinder fühle ich mich mit 35 mittlerweile zu alt, denn ich will nicht in einem Alter Kinder haben, wo andere schon ihre Enkelkinder bekommen. Also ist es das sinnvollste für mich, mir mein Leben alleine schön zu machen. Denn ich kann alles sehr gut alleine, und das ist auch noch stressfreier.

Für mich persönlich werden Beziehungen, wenn man bis zum Zeitpunkt X nicht mit der Liebe seines Lebens Kinder gezeugt hat, total überflüssig. Denn für das eine ist man zu alt, mit Frauen, die nie Kinder wollten, will ich keine Beziehung (weil die mögen keine Kinder), und mit AEs erst recht nicht.

Also, wofür eine Beziehung?
 
G

Gast

Gast
  • #64
Z.B. In China, der Aufkleber in der U-Bahn welche Personengruppen Anspruch auf einen Sitzplatz haben ist geschlechtsneutral wärend bei uns darüber gestritten wird wer weiblich bzw. männlich dargestellt wird.
Das kann man aber nicht den Frauen anlasten. Für mich ist das eher Augenwischerei, damit DAS als Emanzipation angesehen wird, statt sich um die wesentlichen Dinge zu kümmern.
Was die Anreden angeht, also diese Sache mit /innen, habe ich das lange Zeit auch dämlich gefunden. Allerdings ist mir die Feinheit dieses Problems klargeworden: Wenn man das nicht so schreibt, wird einfach der weibliche Anteil der Anzuredenden nicht angesprochen. Es ist also eine Sache der Form und der Höflichkeit, und wenn es sich um bestimmte Bereiche handelt, würde ohne die weibliche Anrede der alte Geist durchscheinen, dass Frauen hier nicht gemeint sind wie zu früheren Zeiten.
Ampelmännchen oder -frauchen dagegen ... naja :D
 
  • #65
Also ich weiß ja nicht, in welchen Kreisen ihr Euch so bewegt, aber hier in Sachsen und speziell in meinem persönlichen Freundes- und Bekanntenkreis finde ich mehrheitlich Frauen, welche selbstbestimmt und selbstbewusst ihr eigenes Geld verdienen und Ding drehen.

Einen Mann als Bankomat und Bespaßer zu betrachten ist mir wesensfremd, ich habe mich nach dem Studium selbständig gemacht und hatte jahrelang eine 60-70 Stunden-Woche, die ich gern abgerissen habe. Für mich ist es wichtig, Emanzipation auf beiden Seiten nicht zu diskutieren (und ggf. totzuquatschen) sondern zu leben. Für mich zählt ausschließlich Leistung und feminisierte Anreden und Berufsbezeichnungen gehen mir auf den Geist.
In Bezug auf die Feinheiten der Sprache finde ich die Lösung im englischen Sprachraum gut: ein Wort für Männlein und Weiblein in der Berufsbezeichnung. Ich habe jedenfalls die männliche Variante meiner Berufsbezeichnung auf dem Briefbogen, damit jeder klar sehen kann, wie ich mich definiere.
 
  • #66
Ich erlebe regelmäßig eine zunehmende Verunsicherung beim weiblichen Geschlecht, was ich auf die heute fehlverstandene odr fehlinterpretierte Emanzipation zurückführe. Auch ein Blick ins Forum genügt dafür schon. Es hätte völlig genug, die Gleichberechtigung auf dem juristischen Rahmen zu beschränken. Jede Ausdehnung auf weitere Bereiche hat sich als kontraproduktiv erwiesen.

Wer Rechte hat, hat auch Pflichten zu übernehmen. Die Emanzipation in D. hat Auswüchse angenommen, mit denen viele Frauen überfordert sind. Darüber braucht man sich nicht theatralisch zu entrüsten.

Die Männer haben die Veränderungen akzeptiert, sich darauf eingestellt und auch die Konsequenzen gezogen, was den Großteil der Frauen gar nicht schmeckt. Wir sprechen schließlich nicht von ein paar Frauen, die sich eine ansprechende Existenz aufgebaut haben und mit dem Thema souveräner umgehen können.

Nichtdestotrotz sind die Urinstikte nicht zu leugnen. Es wird weiterhin nach "oben" gedatet, es wird erwartet, daß der Mann ihnen den Hof macht und vieles mehr. Diese Zeiten sind gegenüber bestimmten Frauen vorbei. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen muß ich mich doch nicht auf eine Frau einlassen, die noch Forderungen stellt oder sich auch noch einbildet, daß die Tatsache, daß sie eine Frau sei, völlig genügen würde, oder sich für wichtig hält. Solche Überhöhungen sind deplatziert.

Inzwischen können die Männer selbst ihrem Haushalt wuppen und der außerbeziehungsmäßige Sex ist legal, soll heißen: ein Mann braucht keine Frau mehr, an die er sich dauerhaft binden müßte. Schon gar nicht, wenn zu erwarten ist, daß es nur Probleme bereitet.

Zudem ist die Auswahlmöglichkeit für Männer unwahrscheinlich groß geworden und sie für alternative Beziehungsformen schon von Natur aus geeigneter sind.
 
  • #67
@Dogbert :

das haben sie gut beobachtet. Frauen dachten die Männerrolle wäre erstrebenswert. Die arme Frau sitzt am Herd, während der Mann "Spaß"
auf der Arbeit hat. (weil der Feminismus der letzten 30 Jahre (ich rede NICHT von Wahlrecht o.ä.) ein akademischer Feminismus der Oberschicht war)

Bloß die Oberschicht-Ehefrauen der männlichen Akademiker hatten zwei Nannys und eine Haushälterin. Denen war wirklich langweilig zu Hause. Also fingen sie an
durch Lobbyarbeit alle Frauen zu befreien. Auch die Arbeiterfrau. Um endlich
in die aufregende Arbeitswelt zu kommen.

Deswegen freut sich ein Teil der Frauen ( der mit den akademischen Ressourcen ), während der andere über die Doppelbelastung klagt. (die Arbeiterfrau)

Durch die Technisierung und die Lebensmittelindustrie kann heute jeder
Mensch einen Haushalt führen. Man ist auf Arbeitsteilung gar nicht mehr angewiesen.

Frauen (Eizellen) stehen in intrasexueller Konkurrenz zueinander.
Blöd, daß sie den Heiratsmarkt aufgelöst haben und damit ihren besten Trumpf
verspielt haben (Sex). Früher hat man mit 20 geheiratet und stand nie wieder in Konkurrenz. Heute müssen sie sich bis in die 50er beweisen. Das da ein Teil auf
der Strecke bleibt ist klar.

Die Feministinnen verschweigen gerne ein Teil und stellen sich immer gerne als
geschlossene Gruppe aller Frauen da. Das ist aber gelogen. Die auf der Strecke gebliebenen Frauen stellen sich zunehmend gegen den Feminismus.
 
  • #68
Nachtrag: die akademische Frau hat bei der ganzen Sache gewonnen.
Die, die sagen "ich verdiene mein eigenes Geld". Die gab es vorher auch schon.

Der große Rest der Frauen verliert. Deswegen trauern hier manche Frauen
den alten Zeiten hinterher. Die mit Hofierung und Querfinanzierung durch den Mann. Das soll ja bitteschön beibehalten werden.

Bloß langsam emanzipieren sich die Männer selbst und nehmen Frauen für das,
was an der weiblichen Rolle übrigbleibt. Sex und Gesellschaft.

90% derjenigen, die sich über die neuen Unverbindlichkeiten auf dem Heiratsmarkts beschweren, sind Frauen. Das ist die Lawine, die nicht mehr aufzuhalten ist. Zumindest bei den begehrten Männern.
 
  • #69
@Dogbert :

Durch die Technisierung und die Lebensmittelindustrie kann heute jeder
Mensch einen Haushalt führen. Man ist auf Arbeitsteilung gar nicht mehr angewiesen.

Frauen (Eizellen) stehen in intrasexueller Konkurrenz zueinander.
Blöd, daß sie den Heiratsmarkt aufgelöst haben und damit ihren besten Trumpf
verspielt haben (Sex). Früher hat man mit 20 geheiratet und stand nie wieder in Konkurrenz. Heute müssen sie sich bis in die 50er beweisen. Das da ein Teil auf
der Strecke bleibt ist klar.

Die Feministinnen verschweigen gerne ein Teil und stellen sich immer gerne als
geschlossene Gruppe aller Frauen da. Das ist aber gelogen. Die auf der Strecke gebliebenen Frauen stellen sich zunehmend gegen den Feminismus.

Klar, Haushalt ist einfacher geworden. Aber Arbeitsteilung ist weiter notwendig, aber das wollen viele in unserer Gesellschaft nicht sehen: Kindererziehung! Kindern fehlt die Zuwendung, Sicherheit, z.B. "Mama ist zu Hause wenn ich von der Schule komme und kümmert sich um mich etc.". Kinder bekommen immer mehr das Gefühl abgeschoben zu werden, da Frau schnell wieder in den Job will (was ich als Frau verstehe! Stichwort: gesellschaftlicher Druck, Druck vom Arbeitgeber, Altersversorgung...)

Der beste Trumpf der Frauen "Sex", wurde durch die Verhütung bereits ausgehebelt. Früher ging der Mann beim Sex das Risiko ein Vater zu werden, da überlegt man(n) es sich mit welcher Frau er schläft.
 
  • #70
Nachtrag: die akademische Frau hat bei der ganzen Sache gewonnen.
...
Bloß langsam emanzipieren sich die Männer selbst und nehmen Frauen für das, was an der weiblichen Rolle übrigbleibt. Sex und Gesellschaft.

90% derjenigen, die sich über die neuen Unverbindlichkeiten auf dem Heiratsmarkts beschweren, sind Frauen. Das ist die Lawine, die nicht mehr aufzuhalten ist. Zumindest bei den begehrten Männern.
und wer bei dem ganzen Geschlechterkampf, schnellem Partnerwechsel, Emanzipation auf der Strecke bleibt sind die KINDER!
 
  • #72
....Kinder...

Der beste Trumpf der Frauen "Sex", wurde durch die Verhütung bereits ausgehebelt. Früher ging der Mann beim Sex das Risiko ein Vater zu werden, da überlegt man(n) es sich mit welcher Frau er schläft.

Da haben sie Recht. Die zuverlässige Verhütung war der Booster der Emanzipation. Den "Richtigen" kann Frau ja immer noch zum Vater machen. Das ist auch ein Trumpf.
Warten sie mal ab, wenn die zuverlässige (reversible)Verhütung für den Mann auf
den Markt kommt. Die nächste Welle des Feminismus wird nicht mehr positiv für die Frauen ausfallen. Die Genderverwerfungen werden dann erst spannend. Wenn man den richtigen nicht mehr zum Vater machen kann. Das wird ein Zeugungsgeneralstreik :)

Der Satz "Denk doch mal einer an die Kinder" wird gerne benutzt, um zu alten Zeiten zurückzukehren, um die klassische Enährerrolle des Mannes zu reetablieren. Das wird so nicht mehr passieren. Feminismus wurde NICHTvon Männern losgetreten. Die Frauen hätten sich über die Konsequenzenfür die Kinder im klaren seien sollen (Fremdbetreuung). Hort bis 16 Uhr und mittlerweile 24h Kindergarten (!) sind ja gewünscht worden, um die Frau 24/7 vom Herd befreien zu können. Hinterher "die armen Kinder schreien" ist Quatsch. Es geht nur um die Ausweitung von Optionen. Eine möglichst breite Auswahl zwischen 24h Karriere und Heimchen am Herd.

MODERATION: Bitte unnötiges Einrücken, Absätze bei der Formatierung vermeiden. Danke!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #73
Um auf deine Eingangsfrage einzugehen, FS: Die Kehrseite der Medaille für Frauen, die einen Beruf ausüben wollen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern - auch für den Fall gescheiterter Ehen -, Frauen, die ihre Pflichten wahrnehmen (s. Dogbert), um für einen Rentenanspruch zu sorgen, treffen im Extremfall auf Männer mit dieser Haltung :
Die Frauen hätten sich über die Konsequenzenfür die Kinder im klaren seien sollen (Fremdbetreuung). Hort bis 16 Uhr und mittlerweile 24h Kindergarten (!) sind ja gewünscht worden, um die Frau 24/7 vom Herd befreien zu können.
Nach wie vor scheint es undenkbar zu sein in bestimmten Kreisen, dass Mann auch die von ElfLisa erwähnte Arbeitsteilung im Bereich "Kinder" übernehmen könnte. Die eigene Karriere gefährden wg. Teilzeit, weil die Kinder ein Elternteil nach Kita/Grundschule zu Hause vorfinden wollen? Nein, das ist für diesen Typ Mann nicht drin. Wäre ja auch unmännlich. Und so belustigen sich ganze männliche communities im www darüber, dass ein Teil der Menschheit - Frauen - sich die völlig selbstverständliche Option eröffnen wollen, ihre Pflichte als mündiger Bürger wahrzunehmen (Arbeiten!) und nun mit der Doppelbelastung als Mutter und Arbeitnehmerin kämpfen. Weil sich Männer immer noch grinsend zurücklehnen können à la "na, dann macht mal, wiiiir haben unsere Projekte und Karriere zu pflegen."
In den - nach wie vor zum Großteil von Männern geführten Unternehmen - wird Teilzeitarbeit des Mannes kaum akzeptiert. Männer, die Elternzeit nehmen, werden belächelt ("Beta"-Idiot). Woher Männer allein aufgrund ihres Geschlechtes die Arroganz hernehmen, das Kernproblem der Emanzipation von Frauen (Wer betreut die Kinder?) schlichtweg zu ignorieren, dass kann nur durch tiefe Verwurzelung in geschlechterhierarchischem Denken erklärt werden: Frauen haben Kinder großzuziehen. Basta.
Die Verweigerung von Männern, neue Pflichten wahrzunehmen, das ist die Kehrseite der Medaille.
Auf biggers konkrete Antwort, welche Rechte den Männern nun abhanden gekommen sind durch die böse, böse Emanzipation, wartet dieser Thread immer noch. Ich nehme an, das wird auch so bleiben.
w
 
  • #74
Auf biggers konkrete Antwort, welche Rechte den Männern nun abhanden gekommen sind durch die böse, böse Emanzipation, wartet dieser Thread immer noch. Ich nehme an, das wird auch so bleiben.

Doch es gibt in der Tat ein einziges Recht, dass Männern infolge der Emanzipationsbewegung im Jahre 1997 (!) genommen wurde: das Recht die eigene Ehefrau straffrei (bzw. ohne Furcht vor juristischer Verfolgung) zu vergewaltigen.
 
  • #75
@beeberlin: ich verstehe nicht so Recht, was sie von mir wollen?

Ich habe die Frauen nicht von ihrer klassischen Rolle befreit. Das haben die Frauen selbst getan. Bedanken sie sich bei ihren Geschlechtsgenossinnen.

Die Denkweise der Männer werden sie dazu eh nicht verändern. Ob sie jetzt wie ein Rohrspatz meckern oder nicht. Der Mann wartet nicht Gewehr bei Fuß und macht dann das, was die Frau gerne hätte. Sondern er reagiert im Kontext auf die für ihn bestmögliche Art und Weise. (Zeugungsstreik, unverbindliche Partnerschaften, usw.) auf die veränderte Gesellschaft. So wie er es für richtig hält, die Einflußsphäre der Frau ist nicht unbegrenzt, auch wenn das im Forum immer wieder gefordert wird.

Die Frau hat nun mal die biologische Rolle des Kinderkriegens und das wird sich nicht ändern. Wer die Natur verneint, kriegt am Ende Probleme. Siehe die ganzen Ü30 Frauen, die keinen Mann mehr finden, nachdem sie ihre "Karriere" gepusht haben. Zumindest in den Akademikerkreisen kenne ich 50% Frauen, die sich wundern, warum kein Mann mit ihnen eine Familie gründen möchte. Sie sind ja so toll.

Den Mann als Prellbock zu deklarieren, nur weil er nicht wie gewünscht springt, ist Quatsch.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #76
Die Frauen haben nahezu alle ihre Trümpfe der übersteigerten Emanzipation geopfert.

Sie hatten mal unschlagbare Argumente:
Fürsorglichkeit, Familiengründung und Kindererziehung, Häuslichkeit.

Früher, zu Urzeiten, diente eine Beziehung dem Zweck der Befriedigung eines natürlichen Grundbedürfnisses und des Wunsches, Kinder zu bekommen. Nach der Schwängerung kehrten sie in den Schoß ihrer Sippe zurück. Der Mann sorgte für die Verteidigung der Sippe und blieb bei der Frau so lange, bis die Kinder aus dem Gröbsten raus sind. Das hinderte ihn freilich nicht daran, während dieser Zeit weitere Frauen zu schwängern. Die Frauen störte das damals nicht, denn sie konzentrierten sich auf ihre o. g. Kernaufgaben.

Frauen nehmen für sich in Anspruch, daß Kinderaufzucht in erster Linie Frauensache ist, was auch zutrifft. Männliche Erzieher für Kleinkinder werden bis heute nicht einmal ernsthaft bei den Kindererziehungstätten akzeptiert. oder ganze einfach von vornherein abgelehnt. Männer, die ihre Frau tatkräftig zu Hause unterstützen und ihr den Rücken für ihre beruflichen Ambitionen freihalten, werden nicht nur mitleidig belächelt, sondern von den meisten Frauen auch äußerst selten als Männer wahrgenommen.

Im Klartext:
Die meisten Frauen wurden indoktriniert, Männeraufgaben als Selbstverwirklichung zu betrachten und die Wahrnehmung ihrer Kernaufgaben wurden als "rückständig" geächtet.

Die Frauen, die die Emanzipation einmal rausposaunten, stammten aus lesbischen Bewegungen. Das wird gerne verschwiegen. Die brauchten veranlagungsbedingt keine Männer, sondern erkämpften sich Rechte, die es ihnen ermöglichten, als gleichberechtigt anerkannt zu werden.bzw. den Männern auch gesellschaftlich gleichgestellt zu werden. Das war notwendig.

Die paar Frauen, die ein eher frauenuntypisches Selbstverständnis hatten, hatten den Emanzipationskram nicht nötig. Die konnten sich auch so durchsetzen und respektierten problemlos die klassischen Frauen.
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #77
Als Frau bringt mir die Emanzipation ausschließlich Vorteile, nämlich die absolute Wahlfreiheit, wie ich mein Leben gestalten kann. Insbesondere die Möglichkeit einer guten Berufsausbildung, eigenem Verdienst und damit Unabhängigkeit von der Versorgungsanstalt Ehe schätze ich enorm. Desweiteren meine "Bewegungsfreiheit" im Bezug auf sämtliche Freizeitvergnügen und Reisen.

Dein Wort in den Gehörgang Deiner Geschlechtsgenossinnen.

Ich stelle in meinem Umfeld fest, dass leider der zweite Teil der Gleichberechtigung nicht funktioniert, nämlich, dass dann z. B. auch bei der Elternzeit halbe-halbe gemacht werden sollte.
Das liegt leider meist an den Frauen. Entweder sie möchten nicht, dass der Mann zu Hause bleibt oder aber sie haben die Wahlfreiheit der "Vorteile" ebenso falsch verstanden wie Du. Der Mann sollte dann nämlich auch nicht mehr die Pflicht haben, der Frau mit gewählter schlechter Ausbildung ihre Wahlfreiheit zu finanzieren...
Der Vorteil der besseren Ausbildung und des eigenen Verdienstes der Frau sollte ja dann für beide einer sein. Und eben nicht eine reine Wahlfreiheit der Frau.
 
  • #78
Nachtrag:
Die Konsequenz daraus ist, wie es bigger zusammengefaßt hat:
Frauen taugen größtenteils nur noch für Sex und Geselligkeit. Die findet man überall und muß sich nicht besonders anstrengen. Die meisten Frauen heulen doch, weil sie Opfer der Emanzipation sind, aber sind sich nicht zu schade, das auch noch den Männern in die Schuhe zu schieben.

Die neue Frauengeneration hat die Fehler erkannt und strengt sich wieder an, die Männer zu umwerben.

Auf der Strecke bleiben die heutigen unbemannten 40 bis 50jährigen, die zu verblendet waren, zu erkennen, daß ihre einzige Chance darin bestand, mit ihrer Weiblichkeit und Fürsorglichkeit zu trumpfen. Stattdessen sprangen sie auf dem Zug des Feminismus, der im Kern die Ansicht vertrat, daß Männer nicht zu gebrauchen sind. Wer immer noch nicht lesbisch war, sollte einfach lesbisch werden.

Charles Bukowski drückte es mal so aus:
"Emanzipation war ein Versuch, unattraktiven Frauen eine Möglichkeit zu geben, sich über Männerhaß definierend in die Gesellschaft einzubringen."
 
G

Gast

Gast
  • #79
Ich denke nicht, es gibt irgend eine Frau, die die Emanzipation bereuen sollte, auch nicht Arbeiterinnen, denn diejenigen, die heute am Fließband arbeiten, die haben früher Tag und Nacht genäht, zig Kinder bekommen und sind nach ein paar Jahren im Kindbett oder an TBC verreckt.

Dass nur Akademikerinnen die Gewinner der Emanzipation seien ist totaler Quatsch. Eine Frau die nichts gelernt hat und nicht mehr die Jüngste ist, kann heute immer noch ein Nagelstudio eröffnen, eine Kneipe, Bistro, einen Laden o.ä.. Früher hätte sie als Bahnhofsklofrau gehen können und das war es.

Die Verhütung für den Mann gab es schon Jahrzehnte vor der Pille, nennt sich heute Kondom!
Sex ohne Heirat den gab es auch bereits vor und vor allem in Kriegszeiten. Ich weiß ja nicht in welchem katholischen Hinterwäldlerdorf diese Überzeugung gereift ist, aber schon mal was von den 68igern oder den Hippies gehört?

Früher waren Frauen eher verheiratet und haben eher Kinder bekommen, wenn sie weniger gebildet waren.

Der Gipfel ist ja die Behauptung, nur frustrierte Frauen wären an Karriere und Macht interessiert. Das hat etwas mit den Persönlichkeitseigenschaften zu tun, nicht mit dem Frustrationslevel. Genau wie es unter Frauen welche gibt, die sich lieber ernähren lassen und keine Lust auf Ausbildung und Konkurrenzkampf haben, gibt es solche Exemplare auch unter Männern.
Aber heute haben die Geschlechter die Wahl und das männliche Weichei kann heute den Hausmann geben ohne bei allen völlig unten durch zu sein, während die toughe, durchsetzungsfähige Frau Karriere machen kann und nicht ihr Dasein mit brabbelnden Kleinkindern und Plätzchenbacken verschwenden muß.
Kind und Karriere kombiniert, das gab es zwar auch früher, aber nur bei wohlhabenden Leuten, die sich Kindermädchen, Putzfrau, Waschfrau und eine Kochfrau geleistet haben, viele hatten ja bereits zum Stillen eine Amme.

Die Emanzipation hat für Frauen überhaupt keine Nachteile, absolut überhaupt keine und ich bedaure, dass ich 40 Jahre zu früh geboren bin
, denn als ich studiert habe, da waren außer mir noch genau 2 Frauen in einem Hörsaal mit 200 Studenten und man mußte sich von Männern so blöde Sprüche anhören wie:
"wer bis zum 7. Semester seinen Doktor nicht gefunden hat, muß ihn selber machen".
Im Büro war es normal von alten Lustgreisen betatscht zu werden usw. usw.
 
  • #80
Also hier wird soviel reaktionäres Zeugs verzapft, dass es echt weh tut. Wir haben in Deutschland objektiv immer noch keine Gleichberechtigung von Mann und Frau. Rein rechtlich, ja, aber die Lebens- und Berufswirklichkeit sieht doch ganz anders. Und da wird hier schon von "übersteigerter Emanzipation" lamentiert. Susan Faludi warnte ihre Geschlechtsgenossinnen schon vor über 20 Jahren vor dem "backlash". Tatsächlich gibt es unter jungen Frauen die Tendenz sich einschüchtern zu lassen von patriarchalischem Gestus und sich in vorauseilendem Gehorsam in willige Püppchen verwandeln. Ich sehe das an der Uni und bedauere es sehr, denn was manche Männer da inszenieren ist reiner Popanz.

Im Übrigen befremdet mich, dass sich hier manche Männer das Recht rausnehmen für die Allgemeinheit aller Männer zu sprechen. Ich kenne aus meinem Parteien- und Gewerkschaftsumfeld etliche Männer, die sich als Feministen bezeichnen. Die mehr Wert auf gerechte Sprache legen als manche Frauen und stets für die Frauenquote sprachen und kämpften, die in Sitzungen (ohne quotierte Redeliste) drauf aufmerksam machen, wenn nur Männer reden und es bedauern, dass es ihnen so schwer gemacht wird sich fürsorglich und liebevoll zu verhalten (z. B. einige Zeit für Kinder auf Erwerbsarbeit zu verzichten). Meine Eltern waren beide stets berufstätig und mein Vater hat selbstverständlich die Hälfte der Hausarbeit übernommen (eigentlich sogar mehr, weil die Arbeit meiner Mutter körperlich anstrengender war als seine), ohne dass da irgendein Geschlechterkampf draus gemacht wurde. Deshalb war es als ich in die Pubertät kam, so irritierend zu sehen, dass die Welt "da draußen" ganz anders ist. Für mich war und ist der Feminismus die richtige Antwort darauf.

Was mich aber wirklich aufregt, ist, dass es neuerdings wieder die Tendenz gibt, solche emanzipierten Männer als Schlappschwänze oder "Betas" (das ist nur ein anderes Wort dafür) zu betrachten. Ganz so als würden die reaktionären Machos in ihnen "Kameradenschweine" sehen, die sie daran hindern, wieder ungescholten Frauen zu unterdrücken und zu manipulieren. Ich kann nur immer wieder an junge Frauen appellieren, lasst Euch nicht beeindrucken von diesen pseudowissenschaftlichen Hobby-Evolutionsforschern. Das ist letztlich ein Aufguss des Gewäsch des 19. Jahrhunderts. Haltet Euch lieber an die gütigen und liebevollen Männer und lasst die selbsternannten Alphas alleine im eingebildeten Urwald mit einem eingebildeten Säbelzahntiger kämpfen.
 
  • #81
@beeberlin: jede Frau kann das machen, was sie für richtig hält.
Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden. Ich betone das ausdrücklich.

Wenn Frauen Karriere machen wollen, sollen sie es machen.

Es soll sich hinterher bloß niemand beschweren. Oder Erwartungen an
die Männerwelt stellen. Auch die dürfen nach ihrer Facon glücklich werden.
Und wenn eben nicht die Karrierefrau als Mutter auserkoren wird, ist das zwar bitter für die befreffende Frau, aber auch der Mann hat eine Wahlfreiheit.
Die wird oft hier im Forum aufs heftigste negiert.

Die schlechtbezahlten Männer beschweren sich hier nicht im Forum, dass die
Topmanagerinnen und Professorinnen nicht mit ihnen Familien gründen wollen.

Frauen dürfen endlich gleichberechtigt auf den Arbeitsmarkt. Dann müssen
sie halt mit den Konsequenzen leben. "Das böse Patriarchat zwingt mich in die
Doppelrolle" ist Quatsch. Frei wählen UND dann noch das Opfer ihrer Umstände
spielen, das geht nicht.
 
  • #82
Zumindest in den Akademikerkreisen kenne ich 50% Frauen, die sich wundern, warum kein Mann mit ihnen eine Familie gründen möchte. Sie sind ja so toll.

Gerade letzteres hat man in diesem Thread ja schon öfters gelesen, aber als Mann muss ich einfach mal sagen: Ach Ja, sind sie das denn?

Aufm Papier gesehen natürlich schon, aber effektiv ist sowas für mich bei der Partnerwahl einfach nur ein neutraler Wert den ich mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nehme, da ist mir die Haarfarbe schon wichtiger und die spielt für mich kaum eine Rolle....

Ich finde es schon gut wenn eine Frau auch auf eigenen Beinen stehen kann, aber ob sie das dann auf einem 1100€ Niveau oder einem 3000€ Niveau kann ist mir egal bzw. rechtfertigt letzteres für mich nicht wenn die Frau dafür meint sie könne im Umkehrschluss dafür dreimal so kompliziert sein und ihr Status würde das schon ausgleichen....

Die Krux an der ganzen Geschichte ist dass Frauen offenbar annehmen, weil das eigene Geschlecht zugunsten hoher Bildung/Status (€€€€€€) eher zugeständnisse auch an kompliziertere Charaktere und doofe Lebensumstände (Auslandsaufenthalte bzgl. Job etc.) macht wäre das umgekehrt auch so.

Denn wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lang nicht dasselbe...

Nicht falsch verstehen, ich will auch kein Ja Sager Dummchen zuhause am Herd angekettet aber ein paar Jahre länger die Schulbank drücken macht Menschen nicht zwingend intelligenter/besser.

Ich würd immer die unkompliziertere wählen und meiner Erfahrung nach sind das meistens leider nicht die Akademikerinnen....
 
  • #83
Die Frauenwelt dachte, wir emazipieren uns (mehr Rechte),
aber der Mann soll bitteschön die alte Rolle (und dessen Pflichten)
beibehalten. Schön den Versorger und Gentlemen spielen.
(Diese Denkweise schimmert hier im Forum öfter zwischen den Zeilen durch)

Bei vielen Männern hier schimmert auch oft die Denkweise "Die Frau soll sich bitte in erster Linie um die Kinder kümmern" zwischen den Zeilen durch bzw. dieses Rollenbild wird gerade in Westdeutschland von der großen Mehrzahl der Paare mit Kindern gelebt. Stichwort Rabenmutter, böse Fremdbetreuung, die ach so wichtigen ersten 3 Lebensjahre usw.. Frau soll trotz Studium und gutem Beruf dann in erster Linie Mami spielen mit all den finanziellen Begleiterscheinungen.
Die Emanzipation der Frau ist in (West-) Deutschland spätestens dann zu Ende, wenn Kinder kommen. Und die wenigen Frauen, die da gegen den Strom schwimmen, sind herzlose Rabenmütter.
Somit müssen sich die Herren nicht unnötig aufregen, hierzulande ist die Emanzipation noch sehr verhalten im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. Ich arbeite in einem internationalen Umfeld und bekomme das immer wieder von anderen Europäern bestätigt. Die sind oft entsetzt, wie konservativ Deutschland in Sachen Familie nach wie vor ist.
 
G

Gast

Gast
  • #84
Einige der Herren haben es halt einfach nicht kapiert, was sich durch die Emanazipation wirklich verändert hat. Aber so ist es eben, wenn der Horizont nicht weiter als bis zum eigenen Unterleib geht.
Euch mag es wichtig sein, dass ihr immer eine willige Frau für Sex und ohne Verpflichtung findet. Gut, wenn das so ist, dann könnt ihr zufrieden sein. Allerdings gab es das schon immer. Es gab in jeder Zeit Frauen, die willig waren und Sex ohne verpflichtung wollten.

Warum sollte eine Frau die Errungenschaft der Emanzipation aber rückgängig machen wollen? Ich nenne nur ein paar der wichtigsten Punkte, es gäbe aber noch viel, viel mehr.
- Vergewaltigung in der Ehe
- Selbstbestimmung der Berufstätigkeit
- Wahlrecht
- Verfügungsrecht über das Familieneinkommen
- Selbstbestimmung über Verhütung (ist nun aber eher eine medizinische Errungenschaft)

Das sind jetzt nur ein paar der Errungenschaften aus der Mitte des letzten Jahrhunderts, vorher gab es auch schon eine Menge Zugewinn an Rechten.

Jeder dieser Gründe für sich ist es schon wert, dass frau dafür auch neue Pflichten erhalten hat. Denn Pflichten hatte die Frau schon immer.
- sie musste dem Mann immer und jederzeit zur Verfügung stehen
- sie musste sich um den Haushalt kümmern, auch wenn es ihr verhasst war
- sie musste arbeiten gehen, wenn der Mann es wollte/brauchte, dann aber natürlich in einem anspruchslosen Beruf
- sie musste auch damals ihre Kinder alleine durchbringen, wenn sich der Mann verkrümelt hat oder sich nicht gekümmert hat.

Na ja, und nun muss sie eben vielleicht darauf verzichten, dass sie "geheiratet" wird. Aber wo ist denn da der Nachteil? Ist es denn für eine Frau so erstrebenswert, dass sie heiratet? Wofür denn? Sie kann sich doch selbst versorgen.

Ich glaube, die Äußerung von Männern wie Bigger und Dagobert zeigen doch eher die Angst, dass sie als Mann nicht mehr gebraucht werden. - Werden sie auch nicht. Es gibt zum Glück noch Männer, denen die Emanzipationsbewegung interessante, selbstbewusste und gleichwertige Partnerinnen beschert haben.
Solche Männer sind es, die wir Frauen brauchen und denen wir auch gerne mit unseren weiblichen Seiten den Kopf verdrehen.
 
G

Gast

Gast
  • #85
Zitat von M_30:
Die Krux an der ganzen Geschichte ist dass Frauen offenbar annehmen, weil das eigene Geschlecht zugunsten hoher Bildung/Status (€€€€€€) eher zugeständnisse auch an kompliziertere Charaktere und doofe Lebensumstände (Auslandsaufenthalte bzgl. Job etc.) macht wäre das umgekehrt auch so.
Wichtiger Punkt. Meine Beziehung ist auch auseinandergegangen, weil mein Ex nicht wollte, dass ich mein Studium fertig mache. Ich hätte zu ihm ziehen können, irgendeinen niedrigbezahlten Job annehmen können, während er sich überlegt, wie und wo er Karriere machen will.
Aber wenn man möchte, dass ein Partner nicht aus Abhängigkeit sondern aus Liebe bei einem bleibt, muss man sich vielleicht auch überlegen, ob so ein Auslandsaufenthalt der Freundin für ein paar Monate wirklich ein Beziehungskiller ist. Ich meine, wenn man sie dann austauscht, dann will man doch nur irgendeine Stelle besetzen im Leben und es ging gar nicht um den Menschen, als man "ich liebe dich" sagte oder dachte.
Zitat von M_30:
Nicht falsch verstehen, ich will auch kein Ja Sager Dummchen zuhause am Herd angekettet
Angekettet sicher nicht, aber eine Frau, die genau Deinen Lebensweg und Deine Ansichten teilt. Ich denke, das sind die Frauen, die gern Kinder wollen und wenn Du genug Geld verdienst, kommst Du in die nähere Auswahl. Das ist mit keinem fiesen Gedanken geschrieben, jeder muss das suchen, mit dem er meint, am glücklichsten zu werden. Aber man muss ja die andere Fraktion nicht per se als was falsches darstellen. Frauen, die gern an ihrer Karriere basteln, jammern vielleicht auch mal, dass sie keinen Mann finden, der kompatibel ist und auf Augenhöhe die gleichen "Rechte" zugesteht. Dafür jammern die, die sich auf "Deine" Art Beziehung eingelassen haben, dass der Mann im Haushalt nichts macht, nicht mehr aufmerksam ist, man sich selbstverständlich hingenommen fühlt etc. Jeder hat was, über das er sich auch mal beklagt, also warum den Karrierefrauen vorwerfen, dass sie auch einen tollen Partner wollen? Es denke ja nicht alle Männer so wie Du. Und die, die so denken, passen halt nicht, wo ist das Problem?
 
  • #86
@beeberlin: ich verstehe nicht so Recht, was sie von mir wollen?

Ich habe die Frauen nicht von ihrer klassischen Rolle befreit. Das haben die Frauen selbst getan. Bedanken sie sich bei ihren Geschlechtsgenossinnen.

Die Denkweise der Männer werden sie dazu eh nicht verändern. Ob sie jetzt wie ein Rohrspatz meckern oder nicht. Der Mann wartet nicht Gewehr bei Fuß und macht dann das, was die Frau gerne hätte. Sondern er reagiert im Kontext auf die für ihn bestmögliche Art und Weise. (Zeugungsstreik, unverbindliche Partnerschaften, usw.) auf die veränderte Gesellschaft. So wie er es für richtig hält, die Einflußsphäre der Frau ist nicht unbegrenzt, auch wenn das im Forum immer wieder gefordert wird.

Die Frau hat nun mal die biologische Rolle des Kinderkriegens und das wird sich nicht ändern. Wer die Natur verneint, kriegt am Ende Probleme. Siehe die ganzen Ü30 Frauen, die keinen Mann mehr finden, nachdem sie ihre "Karriere" gepusht haben. Zumindest in den Akademikerkreisen kenne ich 50% Frauen, die sich wundern, warum kein Mann mit ihnen eine Familie gründen möchte. Sie sind ja so toll.

Den Mann als Prellbock zu deklarieren, nur weil er nicht wie gewünscht springt, ist Quatsch.

bigger, kennst Du denn wirklich keine Männer, die sich Kinder wünschen? Ich schon. Und zwar quer durch alle beruflichen Schichten. Es ist doch absurd zu glauben, daß es allein die Frauen sind, welche sich Kinder wünschen und die Rolle der Männer wäre es, dieses mehr oder minder "großzügig" zu erlauben oder sich trotzig zu verweigern. Weite mal den Blick für Deine Geschlechtsgenossen. Ich kenne sehr männliche Männer, die ganz verrückt auf eigene Kinder sind.
 
  • #87
Also ehrlich. Auf diese Art Gegenwind von einigen Damen habe ich nur gewartet. Diese Gegenargumente liest man hier eh schon regelmäßig, aber haben sich bislang noch nicht als stichhaltig erwiesen. Die interessanten selbstbewußten Frauen gab es auch vor der Emanzipation, aber die hatten es auch nicht nötig, diesem Begriff in dem Mund zu nehmen.

Es bestreitet doch niemand, daß die Emanzipation auch eine Menge Vorteile für beide Seiten brachte. Das Problem ist die zweite Stufe dieser. Hier wurde in vielen Bereichen überstrapaziert. Erst dann haben sich die Männer gedacht "Jetzt langt es langsam."

Durch die oktroyierte Emanzipation (im Gegensatz zur berechtigten E.) haben sich die interessanten Frauen (was immer das auch sein möge) nicht nennenswert vermehrt. So viele wirklich selbstbewußte Frauen (trotz Karriere etc.) habe ich noch nicht erlebt. Wenn es darum geht, einen Mann für sich zu begeistern, wird man ganz schnell wieder das, was man ist, nämlich eine Frau, die die Konkurrenz fürchtet wie der Teufel das Weihwasser.

Für meine bisherigen Partnerinnen, die bis zur letzten Faser die Emanzipation leben, war es besonders erstrebenswert, mit mir alt werden zu wollen. Ich hatte schon immer eine Vorliebe für Frauen, die eine eigene Meinung vertreten. Die leben nicht in klassischen Beziehungen, da eine solche keinen Platz hat, und jammern deswegen nicht rum. Das ist der Unterschied zu den meisten Frauen.
 
G

Gast

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  • #88
Es ist unfassbar, dass sich 2015 noch ernsthaft Männer erdreisten, im Schutze der Anonymität große Reden zu schwingen, wie überflüssig und schlecht die Emanzipation doch war.
Damals durften Männer ihre Ehefrauen straffrei vergewaltigen, sie durften sie zuhause einsperren, zu einer vom Mann bestimmten Arbeit hin und auch wieder von ihr wegprügeln, der Frau ihr gesamtes Hab und Gut abnehmen, sie verprügeln und vieles, vieles mehr. Vergewaltigungen auch an ledigen Frauen wurden viel seltener angezeigt, misshandelnde Ehemänner kaum strafrechtlich verfolgt, die mangelnde Bildung machte die Frauen zu früh sterbenden Gebär-Sex-und Haushaltssklavinnen ihrer (Ehe)Männer, die kein Stimmrecht hatten, keine eigene Zukunft und keine Wahl. Wieviel Hass auf das weibliche Geschlecht muss in den Köpfen dieser Männer nur herumspuken, um ernsthaft solche Zustände zu glorifizieren?!
Danke, an die Beitragsschreiber 78,79 und 83. Bei manchen Männern hier möchte man hoffen, dass ihre jeweiligen Mütter und Väter niemals ihre Beiträge durchlesen und hinterher womöglich bedauern, dass sie selbst sich damals nicht für Abtreibung und Zeugunsverweigerung entschieden haben!
 
  • #89
Emanzipation funktioniert weder mit Rosinenpicken noch für Schwächlinge. Natürlich ist eine intelligente Frau anziehender für eine feste Bindung (bei einer Affäre reicht tatsächlich die richtige Figur und Haarfarbe, zumindest in jüngeren Jahren) und das Gleiche gilt für den Mann. Bildung und Intelligenz schlagen sich häufig im guten Kontostand nieder, daraus sollte man aber nicht schließen, dass eine gebildete Frau das zuvörderst am Mann schätzt und umgekehrt ist das auch so. Eine schwache Frau bedauert, dass es auf Dauer für eine Beziehung nicht mehr genügt, ein hübscher Dummkopf zu sein und ein schwacher Mann muss erkennen, dass die "Guten" sich nicht mit dem Geldnachhauseträger begnügen, weil sie das selbst können, sondern der Mann auch ehemals weibliche Pflichten übernehmen muss. Wer einmal so ein tolles Weib erobert hat, will kein anderes mehr, erst recht nicht, wenn er in erster Ehe schon die Dummchen und Faulchenvariante hatte, die ihn ausgesogen hat bis zum Gehtnichtmehr, weil sie nichts anderes konnte. Wenn es nicht funktioniert, ist vermutlich einer von beiden gerade nicht emanzipiert.
 
G

Gast

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  • #90
Bei vielen Männern hier schimmert auch oft die Denkweise "Die Frau soll sich bitte in erster Linie um die Kinder kümmern" zwischen den Zeilen durch bzw. dieses Rollenbild wird gerade in Westdeutschland von der großen Mehrzahl der Paare mit Kindern gelebt. Stichwort Rabenmutter, böse Fremdbetreuung, die ach so wichtigen ersten 3 Lebensjahre usw.. Frau soll trotz Studium und gutem Beruf dann in erster Linie Mami spielen mit all den finanziellen Begleiterscheinungen.
Die Emanzipation der Frau ist in (West-) Deutschland spätestens dann zu Ende, wenn Kinder kommen.

Das beoachte ich auch. In manchen sozialen Milieus mag das nach wie vor "Tradition" haben.
Da, wo ich es näher mitbekomme, sind es oft die Frauen, die sich um die Kinder kümmern möchten. Die Männer machen maximal ihre 2 Monate Elternzeit, umgekehrte Konstellationen scheitern oft auch an dem, was die Frauen wollen.
Gerade habe ich ein Paar im Bekanntenkreis mit Neugeborenem. Er Lehrer, sie im mittleren Management. Sie verdient sogar mehr als er, für sie gibt es aber keine Diskussion, dass sie die Rollen tauschen oder auch, dass sie wieder voll arbeiten geht. Sie geniesst nach fast 20 Jahren Arbeit die "Mutterrolle" und sagt das auch offen so. Das ist kein Einzelfall.
Zweiter Grund: viele Frauen suchen nach wie vor Ausbildung und Beruf nicht danach aus, dass sie eine Familie damit ernähren könnten. Wenn es dann darum geht, wer zu Hause bleibt, scheitert es schlicht am Geld. Ich kenne kaum Paare, bei denen die Frau die bessere Ausbildung hat, außer: siehe oben.

Wie hier auch schon geschrieben wurde, komplette Gleichberechtigung setzt auch voraus, dass die Frauen sich beruflich so einsetzen, dass sie mit dem Verdienst eine Familie ernähren können, so wie das vom Mann auch erwartet wird. Umgekehrt sollten Männer dann in der Lage sein, sich um Haushalt und Kinder zu kümmern. Bei meinen Freunden können viele kochen und haben ihre Wohnung im Griff. Die meisten Männer leben auch problemlos eine Weile alleine, bevor sie mit einer Frau zusammenziehen.
Wer seine "Hausaufgaben" nicht vorher macht, hat dann einen Nachteil in einer Beziehung und verhindert damit letztlich wirkliche Gleichberechtigung. Die fehlende Zeit, meinen Teil zum Wohnung putzen beizutragen, kann ich problemlos mit dem Geld, was ich verdiene, ausgleichen. Eine Frau kann mit Kochen nicht das Geld verdienen, um damit den Urlaub oder das Auto zu bezahlen.
 
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