• #1

Emotionale Erpressung nach Trennung

Guten Abend ihr lieben,

Ich würde mir gerne etwas von der Seele schreiben. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.

Ich war mit meinem Partner 1,5 Jahre zusammen. Die letzten Wochen haben wir eigentlich nur noch gestritten. Ich war einfach unzufrieden. Er war nur noch müde, Antriebslos, ihm war vieles egal.
Ich sollte fast nur noch zu ihm kommen. Zu mir ist er seltener gekommen.

Was ihm wichtig war, jeden Tag sein geliebtes Cannabis zur rauchen und gemütlich Bier zu trinken.

Vor 2 Wochen wusste ich mir nicht mehr zu helfen und hab gemeint, er soll sich mal in Ruhe überlegen, ob er etwas ändern möchte (Entzug, Therapie usw.) Habe ihm Zeit zum Überlegen gegeben und mich solange nicht gemeldet.
Im Nachhinein war das wohl doch etwas hart und zu viel gefordert.

Therapie und Entzug hat er abgelehnt, ist aber 1x zur Drogensucht Beratung mitgenommen.

Aber wegen dem ganzen haben wir uns so zerstritten. Er hat sich am Freitag und Samstag komplett betrunken (wohnen nicht zusammen) und mich am Donnerstag mit lauter bösen Nachrichten bombardiert.
Am Freitag haben wir nochmal telefoniert, wollten Samstag eigentlich nochmal miteinander reden. Aber wir haben uns wieder zerstritten.
Das ging jetzt soweit, das er die Beziehung beendet hat und mich richtig fies beleidigt hat. Aber vom feinsten. Er stellt sich als Opfer hin und meint wie kalt und böse ich bin.

Warum macht jemand so was?
Ich kann es nicht verstehen, nur weil man getrunken hat, jemanden so krass anzugehen, den man angeblich geliebt hat.

Morgen bringt er meine Sachen und holt seine Sachen. Ich möchte ihn nicht sehen. Das hat ihm auch nicht ganz gepasst. Aber warum soll ich einen Menschen nochmal sehen, der so krass drauf ist?

Hat jemand schonmal so etwas durchgemacht?
Oder hat Erfahrung?

Momentan stecke ich gefühlsmäßig noch richtig mit drinnen und leide richtig

Vielen Dank für lesen
 
  • #2
Warum macht jemand so was?
Ich kann es nicht verstehen, nur weil man getrunken hat, jemanden so krass anzugehen, den man angeblich geliebt hat.
Weil Drogen das Gehirn zerstören. Weil jemand, der regelmäßig Drogen nimmt, was er ja getan hat, eine Suchtdisposition hat und nicht in der Selbstliebe steht. Denn wer sich selbst liebt, zerstört sich nicht mit Drogen. Wer Drogen nimmt, und sei es "nur", dass er Zigaretten raucht, ist nicht bei sich. (Es ist ja Sinn und Zweck von Drogen, dass sie ihre Konsumenten aus der Realtität und von sich selbst entfernen.) Wer nicht bei sich ist, wie sollte der bei jemandem anderen sein oder auf den achten? Wer sich nicht selbst liebt, wie soll er andere lieben?
 
  • #3
Er ist süchtig, deswegen.
Du hast alles versucht, jetzt ist Punkt. Sei froh, dass er beendet hat, Du hättest es sollen.
Google Co-Abhängig, Du kannst einen Süchtigen nicht retten.
 
  • #4
Abhängige gehören in fachkundige Hände. Therapiearbeit kann und sollte ein Partner nicht leisten.
Ziehe dir bitte nicht den Schuh an, den er dir hinstellt. Vielleicht hilft es dir, dich mit dem Thema Co Abhängigkeit auseinander zu setzen. Erwarte keine normale, sachliche Trennung von jemandem, der seine "Themen" mit Drogen betäubt.
Wenn du ihn nicht sehen willst, bitte jemandem seine Sachen zu übergeben und blockiere ihn auf allen Kanälen. Ich wünsche dir alles Gute!
 
  • #5
Das ging jetzt soweit, das er die Beziehung beendet hat und mich richtig fies beleidigt hat. Aber vom feinsten. Er stellt sich als Opfer hin und meint wie kalt und böse ich bin.
So what? Du weißt doch, dass er sein Hirn und Sozialverhalten (Impulskontrolle) in Alkohol ertränkt und weggekifft hat. Drogenabhängige haben nunmal ihr Leben und somit auch ihr Verhalten nicht im Griff. Da ist was Du erlebt hast total normal.

Sei froh, dass Du ihn los bist - da ist dann auch egal wie, Hauptsache dass.
Zu Deinen Gunsten kannst Du nur hoffen, dass er nie zurück kommt, weil Du offensichtlich immer noch nicht von ihm lassen kannst.

Hat jemand schonmal so etwas durchgemacht?
Oder hat Erfahrung?
Geh zu einer moderierten Selbsthilfegruppe für Angehörige von Abhängigen. Da triffst Du massenhaft Leute, die das durch haben und das hilft Dir mehr als online was zu versuchen, weil man mehr auf Dein Problem guckt (Selbstwertschwäche u.a.) als auf ihn, der keine hilfe will.

Sei froh drum, dann geht Trennung einfach.
Schick ihm seinen Krmepel per Post und hak Deinen Kram der noch bei ihm ist als Verlust ab.
Er wird es eh nicht auf die reihe kriegen, den zur Post zu bringen.
In solchen Fällen hilft Pragmatismus.
 
  • #6
Warum macht jemand so was?

Ich kann es nicht verstehen, nur weil man getrunken hat, jemanden so krass anzugehen, den man angeblich geliebt hat.
Weil er Cannabis und Alkohol noch mehr liebt als dich. Und du machst nun Anstalten, ihm diese Lieben nehmen zu wollen - das nimmt er dir übel, maximale Bedrohung, da schlägt er um sich. Lieber verstößt er dich als seine Drogen. Du kannst nur verlieren. Sei froh, dass er weg ist. Auch wenn es sich jetzt nicht so anfühlt für dich. Du wirst froh sein.

Diesen Mann kannst du niemals so haben, wie du ihn gerne hättest. Nur so, wie er ist. Mit seinen Drogen oder gar nicht. Hoffe und erwarte nie, dass ein Mensch sich in der Beziehung für dich ändert. Du kriegst, was du siehst, nicht, was du dir wünschst. Suche dir also einen Partner, der dir von Anfang an bereits komplett so gefällt, so wie er ist, ohne dass aus deiner Sicht noch Veränderungen an ihm notwendig sind für eine Beziehung nach deinen Vorstellungen.

W37
 
  • #7
Ich distanziere mich grundsätzlich von Menschen mit Suchtchatakter! Das hat mir noch nie geschadet.
 
  • #8
Hallo Fs,
Ich persönlich bin froh dass dir der Absprung gelungen ist.
In meinem Umfeld gab es auch eine Frau welche einen alkoholabhängigen Partner hatte. Durch seine Sucht wurde sie depressiv und hat sich massiv zurück gezogen.

Solche Menschen sind unzuverlässig und destruktiv. Du warst dabei von deinem Partner coabhängig zu werden.
Sei froh dass du diese Bürde los bist und brich konsequent den Kontakt ab inklusive Nummer blockieren.

Lg
 
L

lorelai

Gast
  • #10
  • #12
Nun ja, du hast ihn doch kennen gelernt und hattest die Zeit, zu sehen, dass er gerne kifft. Und gemütlich Bier trinken ? Heisst noch lange nicht, krank zu sein.
Bier ist ja Grundnahrungsmittel .... trinkt ein erwachsener Mann abends gerne sein Bier ist er noch längst nicht alkoholsüchtig. Jaja, die Fraktion der Abstinenzler wird widersprechen - aber die verdammen meist jede Art von Genuss. Und der Joint ? Naja, hier wäre ich raus, weil ich den Geruch nicht mag. Aber soooo schlimm ist das auch nicht.
Du willst also sein Leben verändern - nicht deines. Er sagt dazu NEIN. Sein gutes Recht. Er trennt sich, weil es nicht passt. Auch sein gutes Recht. Du willst ihm vorschreiben, was er zu tun und zu lassen hat - eben nicht dein Recht.

Für die Zukunft kann man nur eines lernen: Augen auf ....
 
  • #14
und mich am Donnerstag mit lauter bösen Nachrichten bombardiert.
...
Das ging jetzt soweit, das er die Beziehung beendet hat und mich richtig fies beleidigt hat. Aber vom feinsten.
Tja...Betrunkene und Kinder sagen die Wahrheit. Geh davon aus, dass er tatsächlich so schlecht von dir denkt.
Er stellt sich als Opfer hin und meint wie kalt und böse ich bin.
Macht er das öfters? Diese Schuldumkehr? Klingt nach Narzisst. Dazu würde auch die Drogenproblematik passen. Ich war selbst mit einem Narzissten zusammen, der fast täglich gekifft hat. Sie kommen mit sich selbst nicht zurecht, verspüren eine innere Leere und betäuben sich deswegen.
 
L

lorelai

Gast
  • #15
Bier ist ja Grundnahrungsmittel .... trinkt ein erwachsener Mann abends gerne sein Bier ist er noch längst nicht alkoholsüchtig.
Halte ich für ein Gerücht. ...Grundnahrungsmittel?! Noch nie größeren Blödsinn über Alkohol gelesen. Veruch mal so einem "Genießer" sein Grundnahrungsmittel mal für eine Woche nicht verfügbar zu machen. Mit täglichem Bier degradieren Menschen unter Umständen sogar schneller als mit hartem Zeug. Dazu noch den täglichen Joint der Menschen auch sehr schnell verändert... in der Kombi "unbezahlbar".
 
  • #16
Halte ich für ein Gerücht. ...Grundnahrungsmittel?! Noch nie größeren Blödsinn über Alkohol gelesen. Veruch mal so einem "Genießer" sein Grundnahrungsmittel mal für eine Woche nicht verfügbar zu machen. Mit täglichem Bier degradieren Menschen unter Umständen sogar schneller als mit hartem Zeug. Dazu noch den täglichen Joint der Menschen auch sehr schnell verändert... in der Kombi "unbezahlbar".
Es ist wirklich schade, dass Humor so schwer ist. In Süddeutschland ist Bier Grundnahrungsmittel, das weiß doch jedes Kind. Langsam geht uns wohl der Spaß aus. Schade. Darauf ein Pikkolöchen.
 
  • #17
Bier ist ja Grundnahrungsmittel .... trinkt ein erwachsener Mann abends gerne sein Bier ist er noch längst nicht alkoholsüchtig. Jaja, die Fraktion der Abstinenzler wird widersprechen - aber die verdammen meist jede Art von Genuss.

Jaja, dein ständiges Mantra, dass so ein tägliches Bier doch nicht schadet und ein erwachsener Mann das doch locker wegsteckt ...
:rolleyes:

Wie sehr es schadet, sieht man ja dummerweise erst bei einer Obduktion.

Die genussfeindliche Abstinenzlerin, die gerade kritisch die Flaschen im Barschrank beäugt. 😒

Im Nachhinein war das wohl doch etwas hart und zu viel gefordert.
Nein, war es nicht. Es war genau richtig, jetzt hast du nämlich Klarheit.
Ich kann es nicht verstehen, nur weil man getrunken hat, jemanden so krass anzugehen, den man angeblich geliebt hat.
Die Sucht ist halt wichtiger.
Solange er selbst nicht einsieht, dass da was schief läuft, hast du keine Chance.
 
  • #19
Was ihm wichtig war, jeden Tag sein geliebtes Cannabis zur rauchen und gemütlich Bier zu trinken.
Warum hast du dich auf einen solchen Typen eingelassen, welche Defizite liegen bei dir vor?
Vor 2 Wochen wusste ich mir nicht mehr zu helfen und hab gemeint, er soll sich mal in Ruhe überlegen, ob er etwas ändern möchte (Entzug, Therapie usw.) Habe ihm Zeit zum Überlegen gegeben und mich solange nicht gemeldet.
Im Nachhinein war das wohl doch etwas hart und zu viel gefordert.
Etwas hart, viel zu lasch!
Therapie und Entzug hat er abgelehnt, ist aber 1x zur Drogensucht Beratung mitgenommen.
Du haat ihn mirgenommen?
Aber wegen dem ganzen haben wir uns so zerstritten. Er hat sich am Freitag und Samstag komplett betrunken (wohnen nicht zusammen) und mich am Donnerstag mit lauter bösen Nachrichten bombardiert.
Am Freitag haben wir nochmal telefoniert, wollten Samstag eigentlich nochmal miteinander reden. Aber wir haben uns wieder zerstritten.
Was gibt es da noch zu reden?
Das ging jetzt soweit, das er die Beziehung beendet hat und mich richtig fies beleidigt hat. Aber vom feinsten. Er stellt sich als Opfer hin und meint wie kalt und böse ich bin.
Sei froh ihn los zu haben!
Warum macht jemand so was?
Ich kann es nicht verstehen, nur weil man getrunken hat, jemanden so krass anzugehen, den man angeblich geliebt hat.
Süchtige kannst du niemals verstehen, woher weißt du, dass er dich geliebt hat?
Morgen bringt er meine Sachen und holt seine Sachen. Ich möchte ihn nicht sehen. Das hat ihm auch nicht ganz gepasst. Aber warum soll ich einen Menschen nochmal sehen, der so krass drauf ist?
Bitte sehe ihn nicht mehr!
Hat jemand schonmal so etwas durchgemacht?
Oder hat Erfahrung?
Momentan stecke ich gefühlsmäßig noch richtig mit drinnen und leide richtig
Das haben tausende Frauen schon durchgemacht, da bist du nicht alleine! Es gibt nur eines'Kontaktabbruch mit Blockierung, Punkt!
 
  • #20
Ja, das haben schon unzählige, 100.000de, durchgemacht. Einen Teil davon, der dir helfen kann, triffst du in Selbsthilfegruppen Co-Abhängige. Geh in eine solche Gruppe.
Das wirkt oft schnell und, noch besser, nachhaltig.
Hier werden viele Leute antworten, die das Problem nicht aus eigener Anschauung kennen, ich glücklicherweise auch nicht. In einer selbsthilfegruppe aber wirst du echt subjektiv Betroffene kennenlernen.
Erzählen Betroffene etwas, geschieht dies mit der Kraft des subjektiven Erlebt-Habens. Das kann dir kein Therapeut, kein Forum, und kein noch so gebildeter Prof. bieten.
 

Laleila

Cilia
  • #21
Guten Abend ihr lieben,

Ich würde mir gerne etwas von der Seele schreiben. Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.

Ich war mit meinem Partner 1,5 Jahre zusammen. Die letzten Wochen haben wir eigentlich nur noch gestritten. Ich war einfach unzufrieden. Er war nur noch müde, Antriebslos, ihm war vieles egal.
Ich sollte fast nur noch zu ihm kommen. Zu mir ist er seltener gekommen.

Was ihm wichtig war, jeden Tag sein geliebtes Cannabis zur rauchen und gemütlich Bier zu trinken.

Vor 2 Wochen wusste ich mir nicht mehr zu helfen und hab gemeint, er soll sich mal in Ruhe überlegen, ob er etwas ändern möchte (Entzug, Therapie usw.) Habe ihm Zeit zum Überlegen gegeben und mich solange nicht gemeldet.
Im Nachhinein war das wohl doch etwas hart und zu viel gefordert.

Therapie und Entzug hat er abgelehnt, ist aber 1x zur Drogensucht Beratung mitgenommen.

Aber wegen dem ganzen haben wir uns so zerstritten. Er hat sich am Freitag und Samstag komplett betrunken (wohnen nicht zusammen) und mich am Donnerstag mit lauter bösen Nachrichten bombardiert.
Am Freitag haben wir nochmal telefoniert, wollten Samstag eigentlich nochmal miteinander reden. Aber wir haben uns wieder zerstritten.
Das ging jetzt soweit, das er die Beziehung beendet hat und mich richtig fies beleidigt hat. Aber vom feinsten. Er stellt sich als Opfer hin und meint wie kalt und böse ich bin.

Warum macht jemand so was?
Ich kann es nicht verstehen, nur weil man getrunken hat, jemanden so krass anzugehen, den man angeblich geliebt hat.

Morgen bringt er meine Sachen und holt seine Sachen. Ich möchte ihn nicht sehen. Das hat ihm auch nicht ganz gepasst. Aber warum soll ich einen Menschen nochmal sehen, der so krass drauf ist?

Hat jemand schonmal so etwas durchgemacht?
Oder hat Erfahrung?

Momentan stecke ich gefühlsmäßig noch richtig mit drinnen und leide richtig

Vielen Dank für lesen
Weil er suchterkrankt ist.
Seine Sicht tut alles, sich selbst zu erhalten.Du kannst ihm maximal helfen, wenn Du ihn verlässt. Klar machst, dass es an der Sucht liegt, die den Menschen überlagert, den Du liebst.
Vielleicht legst Du ihm noch konkrete Nummern, Adressen und Ansprechpartner für Suchtberatung hin und dann geh. Egal was er Dir verspricht, egal wie gemein er wird.
Er meint in solchen Momenten nie Dich, weder bei den Versprechungen, noch bei den Beschimpfungen. Sucht ist meist starker als Liebe.
Geh nicht in Hass aber mit Konsequenz.
Alles Liebe Dir und viel Kraft.

P.S warte nicht auf ihn. Beginne Dein Leben neu.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
L

lorelai

Gast
  • #22
Es ist wirklich schade, dass Humor so schwer ist. In Süddeutschland ist Bier Grundnahrungsmittel, das weiß doch jedes Kind. Langsam geht uns wohl der Spaß aus. Schade. Darauf ein Pikkolöchen.
Wenn das Ironie gewesen sein soll, dann ist es mir tatsächlich entgangen. Und nein, nicht jedes Kind kommt aus Süddeutschland ;)

Im übrigen ist Alkohol oftmals die einzige Droge bei der man sich dafür rechtfertigen muss, sie nicht zu konsumieren. Das ist wirklich schade.
 
  • #23
Gutes Essen, Wein, Champagner, Bier, bissle Gras als Genuss- und nicht als Rauschmittel konsumiert schadet einem klaren Kopf und starkem Geist sicher kein bisschen.
Aber man muss auch genießen können und das spreche ich einem veganen Alkoholgegner einfach ab; ebenso hemmungslosen Sex. Mir machen so super kontrollierte Menschen Angst...
Ich hab seit letzten Sonntag keinen Alkohol getrunken, nicht weil ich das so wollte, einfach weil es sich nicht ergeben hat.
Ich mach mir jetzt nen Primitive auf und hau mir ein Wagyu Steak auf den Grill, nicht weil ich muss, sonder weil ich kann.
Das ist der Unterschied zwischen Sucht und Genuss...
 
  • #24
Die genussfeindliche Abstinenzlerin, die gerade kritisch die Flaschen im Barschrank beäugt.
Lach .... es muss ja nicht Bier sein......
Aber ernsthaft - Bier ist wirklich ein sehr hochwertiges Lebensmittel. Natürlich ist es möglich, zu viel Bier zu trinken.
Allerdings dürften weite Teile der Arbeitnehmer nicht mehr funktionieren, wenn man so manche Ansätze bzgl Sucht für voll nehmen würde.
Nun betrachtest du also deinen Barschrank. Ich denke allerdings nicht. dass es immer nur beim Betrachten bleibt.
Ein guter Freund hat es mit dem Alk so richtig übertrieben. Und sich in Behandlung begeben. Die Profis dort wollten also auch mit dem freundeskreis sprechen. Denn einige dort hatten Freunde - viele aber nur Saufkumpane. Also musste auch ich über mein Trinkverhalten Auskunft geben. Ja, es war teilweise - damals - wirklich etwas viel. Ich wusste das - und es wurde mir auch so gesagt. Die wichtigste Frage war allerdings, ob man zum Genuss oder wegen dem Rausch trinkt. Gefolgt von der Frage, ob man ohne Alkohol feiern kann, ohne Alkohol funktioniert. Ging beides, und ich bin Geniesser. Komasaufen war nie meins.
Ja, ich wehre mich dagegen, wenn in allem immer nur das Negative, nicht aber der Beitrag zur Lebensqualität gesehen wird. Ich stehe dazu - ich will weder Tofu noch Pfefferminztee - ich will ein Steak und ein Bier dazu. Ich futtere auch den Rindviechern nicht ihr Gras weg, keine Körner, die sonst die Vögel picken .....
Vielleicht lebe ich 5 Jahre weniger als ein Veganer - aber ich habe dann ein Leben hinter mir, das ich an jedem Tag genossen habe. Mit Alkohol, Tabak, Fleisch und auch mal früher was anderem. Verzicht ist für mich Geiz, Betrug am eigenen Leben.
Ich würde mir auch nicht vorschreiben lassen, gewisse Genussmittel nicht mehr in mein Leben zu lassen. ich lasse lieber die Leute aus meinem Leben, die mir mein Leben vermiesen wollen.
Und jetzt setze ich noch einen obendrauf - es gibt ganz gute alkoholfreie Biere. Für die Biertrinker, die nicht verzichten und dennoch Auto fahren wollen.
 
  • #25
Nun betrachtest du also deinen Barschrank. Ich denke allerdings nicht. dass es immer nur beim Betrachten bleibt.

Da denkst du richtig. ;)
Trotzdem sehe ich täglichen Alkohol"genuss" negativ.

Und der Übergang vom Genuss zum Heimkommen und erst mal ein Glas zum Runterkommen ist fließend.

Was die FS beschreibt, fällt für mich eindeutig unter Trinken und Gras ist wichtiger als (fast) alles andere.

Und von so jemandem würde ich Abstand nehmen. Aus Eigenschutz.

Es gibt übrigens vegane Rezepte, bei denen mir überhaupt nicht auffällt, dass die ja vegan sind und die so irre lecker sind, dass ich mich reinlegen könnte :D. Und Bier ist so gar nicht meins - schmeckt nicht. Wein ... naja, manche. Ansonsten, je süßer, desto besser. :p Aber nicht täglich. Wenn ich so einen Drang danach bekäme, würde ich ganz schnell die Notbremse ziehen. Ich kenn meine Anfälligkeit in der Hinsicht.
 
  • #26
Aber man muss auch genießen können und das spreche ich einem veganen Alkoholgegner einfach ab;
Auf welcher Basis triffst du diese Aussage? Kennst du einen statistisch relevante Anzahl veganer Alkoholgegener?

Geniessen ist ein Verb, es geht um eine Handlung, man kann also sowohl Fleisch oder alkoholische Getränke geniessen als auch veganes Essen und alkoholfreie Getränke. Das nicht jeder Mensch jedes Essen geniessen kann, ist wohl klar, aber nur weil du etwas nicht geniessen kannst, können das andere Menschen sehr wohl.
Davon abgesehen gibt es genug Menschen die Fleisch und Alkohol oder veganes Essen und alkoholfreie Getränke ohne jeglichen Genuss in sich reinstopfen.
Ich mach mir jetzt nen Primitive auf und hau mir ein Wagyu Steak auf den Grill, nicht weil ich muss, sonder weil ich kann.
Das ist der Unterschied zwischen Sucht und Genuss...
'weil ich kann' ist nicht der Unterschied zwischen Sucht und Genuss sondern zwischen der Möglichkeit haben und sie nicht haben.
Der Unterschied zwischen Sucht und Genuss besteht darin verzichten zu können auch wenn man will.
 
  • #27
Egal jetzt, Gasflasche am Grill ist leer, die beiden Ersatzflaschen auch. Es ist zum heulen… Hab jetzt auch keine Lust mehr.
Ich mach Spaghetti Bolo und trink ein Tegernseer.. das sind hier mal Probleme, nicht so pillepalle Beziehungs- und Trennungszeug, das ist hier existenziell…lach
 
  • #28
Gutes Essen, Wein, Champagner, Bier, bissle Gras als Genuss- und nicht als Rauschmittel konsumiert schadet einem klaren Kopf und starkem Geist sicher kein bisschen.
Aber man muss auch genießen können und das spreche ich einem veganen Alkoholgegner einfach ab; ebenso hemmungslosen Sex. Mir machen so super kontrollierte Menschen Angst...
Ich hab seit letzten Sonntag keinen Alkohol getrunken, nicht weil ich das so wollte, einfach weil es sich nicht ergeben hat.
Ich mach mir jetzt nen Primitive auf und hau mir ein Wagyu Steak auf den Grill, nicht weil ich muss, sonder weil ich kann.
Das ist der Unterschied zwischen Sucht und Genuss...
Gute Idee, Ich lass mir jetzt nen Irish mixen. Cheerioh miss Sophie!
 
  • #29
Guten Abend!
Erstmal vielen Dank für vielen Verständnisvollen Antworten.
Das baut mich schon etwas auf.
Macht er das öfters? Diese Schuldumkehr? Klingt nach Narzisst. Dazu würde auch die Drogenproblematik passen. Ich war selbst mit einem Narzissten zusammen, der fast täglich gekifft hat. Sie kommen mit sich selbst nicht zurecht, verspüren eine innere Leere und betäuben sich deswegen.

Am Anfang der Beziehung konnten wir gut miteinander reden. Dann irgendwann hat er alles nur noch als Angriff gesehen, was ich gesagt habe.


Warum hast du dich auf einen solchen Typen eingelassen, welche Defizite liegen bei dir vor?

Er hatte mir erst nach ein paar treffen gesagt, das er 2-3x in der Woche kifft. Da hatte er von der Menge gelogen, weil er Angst hatte. Ich kannte mich überhaupt nicht aus und wusste nicht wie schlimm Cannabis ist.


Ich hatte gefragt, ob er bereit ist, einmal mit hinzukommen.


Süchtige kannst du niemals verstehen, woher weißt du, dass er dich geliebt hat?
Keine Ahnung, werde ich wohl nie erfahren..


Geh in eine solche Gruppe.
Das wirkt oft schnell und, noch besser, nachhaltig.
Ich habe noch einen Termin als "Angehörige" eines Suchtkranken.
Ich werde morgen zusätzlich bei der Caritas nachfragen, wegen einer Selbsthilfe Gruppe. Das ist dann auch in meiner Nähe.


Er hat mir jetzt die ganzen Sachen in die Garage gelegt und seine mitgenommen. Ich war nicht zuhause.
Blockiert wurde ich jetzt auch noch.

Der Kopf weiß das ich loslassen muss. Das Herz kann das aber alles noch nicht verstehen. Ich hatte ihn ja wirklich geliebt. Und hatte nicht damit gerechnet, das sich ein Mensch so krass ändern kann, von dem einen auf dem anderen Moment.
 
  • #30
Nun ja, du hast ihn doch kennen gelernt und hattest die Zeit, zu sehen, dass er gerne kifft. Und gemütlich Bier trinken ? Heisst noch lange nicht, krank zu sein.
Bier ist ja Grundnahrungsmittel .... trinkt ein erwachsener Mann abends gerne sein Bier ist er noch längst nicht alkoholsüchtig. Jaja, die Fraktion der Abstinenzler wird widersprechen - aber die verdammen meist jede Art von Genuss. Und der Joint ? Naja, hier wäre ich raus, weil ich den Geruch nicht mag. Aber soooo schlimm ist das auch nicht.
Du willst also sein Leben verändern - nicht deines. Er sagt dazu NEIN. Sein gutes Recht. Er trennt sich, weil es nicht passt. Auch sein gutes Recht. Du willst ihm vorschreiben, was er zu tun und zu lassen hat - eben nicht dein Recht.

Für die Zukunft kann man nur eines lernen: Augen auf ....
Er hat nicht abends ein Bierchen getrunken, er hat sich bis zur Besinnungslosigkeit besoffen! Grenzgänger, Betäubungswütige (passt zu dem Cannaboskonsum). Der im übrigen schwere Psychosen auslöst, bes. wenn mans seit der Jugend macht.
Hallo Fs,
Ich persönlich bin froh dass dir der Absprung gelungen ist.
In meinem Umfeld gab es auch eine Frau welche einen alkoholabhängigen Partner hatte. Durch seine Sucht wurde sie depressiv und hat sich massiv zurück gezogen.

Solche Menschen sind unzuverlässig und destruktiv. Du warst dabei von deinem Partner coabhängig zu werden.
Sei froh dass du diese Bürde los bist und brich konsequent den Kontakt ab inklusive Nummer blockieren.

Lg
Falsch. Den Absprung hat die FS noch vor sich. ER hat Schluss gemacht (abhängig) und wird wieder ankommen. SIE ist co-abhängig, will ihn retten. Der schwerste Weg steht ihr noch bevor: Das STANDHAFT bleiben. Ich empfehle dabei immer therap. Hilfe. Alles Gute FS und viel Kraft. 🌻
 
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