• #1

Ende mit Schrecken?

Hallo zusammen,

ich lese hier seit einer Weile mit und hab mich jetzt selber angemeldet und meine Frage loszuwerden.
Ich (30) denke seit viele Wochen aktiv über eine Trennung von meiner Partnerin (27) nach. Dafür ein wenig HIntergrundinformation.

Wir sind seit 13 Jahren zusammen, also sehr jung zusammen gekommen. Dazwischen lagen Studium, Fernbeziehung, Zusammenzug und zuletzt vor 1 Jahr der Hauskauf. Wir haben keine Kinder, sind beide finanziell unabhängig und nicht verheiratet.

Seit Oktober 2018 krieselt es in unserer Beziehung, sie wollte mehr Zuneigung ohne sexuelle Hintergedanken und ich habe ihren Wunsch erst respektiert und später auch verstanden.

Im Frühjahr 2019 holten wir uns einen Hund, das war ein neues gemeinsames Projekt, bei dem Sie der Ansicht war das verbindet uns wieder (ich wollte eher zu zweit daran arbeiten)
Danach folgte der Alltag und das totschweigen der Probleme, im Sommer suchte ich wieder das Gespräch, da offenbarte sie mir, dass sie nicht weiß was in ihr los ist, die Beziehung so auch in Frage stellt, aber nichts wegwerfen will. Wir gelobten wieder beide Besserung.
Naja, dann verstrich die Zeit wieder und wir planten dennoch so weiter wie immer geplant (Haussuche), das fanden wir dann Anfang 2020 . Ich sagte ihr, dass ich a) das Haus nicht möchte und b) auch eher an uns arbeiten wollte und ggf. in 6 Monaten nochmal gucken, da der Zeitpunkt blöd war.
3 Tage später sagte sie mir sie kauft es alleine, würde aber sich wünschen ich mache mit, gut ich machte letztlich mit (das Risiko war überschaubar beim Immobilienmarkt).
Sommer 2020: Es wurde nichts besser, ich suchte das Trennungsgespräch, war mir sehr unsicher aber wollte so nicht weiter machen. Es flossen Tränen, falsche Hoffnungen, nach 1 Woche hatte ich ihr die nächste Chance gegeben, obwohl sie sagte "Gefühle sind nicht da, aber ich will nicht alles wegschmeißen, sie weiß nicht was ist (wie seit 2 Jahren).
Wir zogen um, hatten neue Streiterein (Haus), März 2021 war die letzte "Aussprache", sie wisse nicht was sei, wir müssen mehr Zeit verbringen...

Das schlimme ist, nach jedem "Gespräch", gab es schöne Wochen, wo wir uns beide bemühten, das hielt aber nicht lange und Sex haben wir seit 3 Jahren nicht mehr. Ich weiß nicht mehr wieso es besser werden sollte, kommen Gefühle einfach so zurück? Mach ich mich hier zum Hampelmann, weil ich ihr seit quasi 3 Jahren hinterherrenne?
 
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  • #2
Hallo Karandras90,
ja Du machst Dich zum "Hampelmann".

Seit Oktober 2018 macht Ihr beiden so eine WischWaschi- Beziehung.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten meiner Meinung...

1. Entweder Du gibt Dich Ihr hin und machst einfach weiter so und leidest und lebst mit einer Frau zusammen, die Dir auch noch ins Gesicht sagt, das Sie keine Gefühle für Dich hat!!

2. Du triffst Entscheidungen und ziehst die Trennung durch.

Ich weis, es ist nicht einfach... Haus und Hund, es muss vieles geklärt werden und Du musst Dich neu organisieren.

Deine Partnerin traut sich einfach nicht den Schluss-Strich zu ziehen, sicher hat Sie auch Angst, dass sie dann alles neugestalten muss in Ihrem Leben... raus aus der Komfortzone!
Es ist nicht schön, das Sie Dich in Ihre eigene Unsicherheit mit reinzieht.

Du hast es aber auch mit Dir machen lassen!! Du hast keine wirklichen Grenzen gesetzt.

Denke mal in Ruhe darüber nach...
WIE möchtest Du Leben??
Trau Dich und gehe neue Wege... das wird nichts mehr mit euch!

Würde Dir am liebsten die Haare ohne Shampoo waschen , das Du endlich aufwachst ;).
Nimm Dein Leben in die Hand, Du hast nur das eine.

W/53
 
  • #3
Du weißt es doch längst, dass eine konsequente Trennung überfällig ist, oder? 13 Jahre sind eine lange Zeit, aber im besten Fall liegen noch mindestens 50 Lebensjahre vor dir, willst du die mit einer Frau verbringen, die du seit Jahren nicht mehr liebst und begehrst?

Im Vergleich dazu sind ein bis zwei Jahre (wenn es überhaupt so lange dauert) Trennungsturbulenzen nichts, das sollte dir klar sein. Dass weder Haus noch Kinder (habt ihr ja glücklicherweise noch nicht) ein Hinderungsgrund sind, weißt du auch. Kratz mal deinen ganzen Mut zusammen, du wirst es überleben.
 
  • #4
Ich wundere mich, dass sie noch nicht Schluss gemacht hat Du erschütterst sie fortlaufend mit deinen Trennungswünschen. Und da wundert du dich, dass es keinen Sex mehr gibt? Dass du hinterher rennst, sehe ich nicht.
Sie hätte das Haus besser alleine gekauft und sich am besten auch gleich getrennt von dir.
 
  • #5
Kinderehe.
Wahrscheinlich hattet ihr noch niemals einen anderen Liebespartner, bzw. seid noch niemals in jemand anderen verliebt gewesen.
Ihr seid in diesem Paarzustand erwachsen geworden, und kennt nichts anderes. Klar, dass da Angst vor Trennung ist, vor dem Neuen, Ungewissen. Aber eure Beziehung ist seit 3 Jahren ausgelutscht, da kommt nichts, überhaupt nichts mehr.
Bitte, bitte beenden, am besten noch gestern. Und dann lebt beide mal mindestens 1-2 Jahre alleine. Ich braucht wirklich frische Luft in euren Köpfen - jeder für sich alleine.
ErwinM, 52
 
  • #6
Danke für die schnellen und ehrlichen Antworten. Ja wir kennen nur einander, fanden das eigentlich rückblickend immer gar nicht so schlecht, vllt eine naive Vorstellung in der heutigen Zeit.
Anemona: ständige TRennungsabsichten hatte icuh nicht formuliert, das war nur einmal Oktober 2020, davor wollte ich immer an unseren Problemen arbeiten und diese auch von Zeit zu Zeit thematisieren, es wird hier eigentlich auch recht häufig propagiert, dass klares PRobleme auf den Tisch besser ist als abwarten. Ich hatte sogar Anfang 2020 eine Paartherapie vorgeschlagen, die sie aber kategorisch ablehnte.

Der Unterschied zu den 11 Jahren davor war, dass ich dieses mal nicht alleine kämpfen wollte. Wir sind zusammen aufgewachsen und vermutlich war ich immer der aktivere Part bei der "Problembewältigung", ich habe sie glücklich gemacht quasi. Dieses mal wollte ich mich nicht nochmal alleine abrackern (war vorher schonmal so, da hatte sie FAST einen anderen) und wartete auch auf Signale von ihr etc...und so kam eins zum anderen, die Zeit verlief ohne Änderungen...man verliert sich im Alltag...in der Komfortzone.

Ich verstehe halt nur nich, wie sie mir seit 3 Jahren sagen kann, dass sie nicht weiß was das Problem ist, sie nicht wüsste ob sie mich liebt oder es gerade so nicht nenenn will, aber trotzdem weitermachen will? ich meine, sie will Kinder...aber in dem Zustand der Beziehung würde ich das niemals tun....daher glaubte ich, dass sie eig Schluss machen würde, wenn da gar nichts ist...
Ich liebte Sie damals noch, da bin ich mir sicher, heute - 3 Jahre später - hat sich auch bei mir das Gefühl verändert, keine Nähe, keine Liebe, ich habe halt das Gefühl es ist nur noch eine freundschaftliche VErbindung...

Ich möchte sie nicht verletzten und ihr wie in meinen Gedanken den Boden unter den Füßen wegziehen, aber glaube ich langsam wenn ich das so aufschreibe, dass wir uns das schon vor 3 Jahren angetan haben und es nur nicht wahr haben können....

Ich habe irgnedwo die Frage gelesen, ob es einen erschreckt oder erleichtert, wenn der Partner die Trennung vorschlagen würde....ich ertappte mich, dass ich bei dem Gedanken erleichtert wäre, da ich SIE dann nicht verletzen müsste....
 
  • #7
Danach folgte der Alltag und das totschweigen der Probleme, im Sommer suchte ich wieder das Gespräch, da offenbarte sie mir, dass sie nicht weiß was in ihr los ist, die Beziehung so auch in Frage stellt, aber nichts wegwerfen will. Wir gelobten wieder beide Besserung.
Die Beziehung ist ausgelutscht!
Naja, dann verstrich die Zeit wieder und wir planten dennoch so weiter wie immer geplant (Haussuche), das fanden wir dann Anfang 2020 . Ich sagte ihr, dass ich a) das Haus nicht möchte und b) auch eher an uns arbeiten wollte und ggf. in 6 Monaten nochmal gucken, da der Zeitpunkt blöd war.
Schon wieder, du möchtest nicht und machst es trotzdem! Ich verstehe nicht, warum so viele Frauen ein Haus kaufen oder bauen möchten, vermutlich denken sie, dass wenn die Beziehung auseinander geht, dass für sie was rausspringt, die Beziehung nicht ganz umsonst war!
3 Tage später sagte sie mir sie kauft es alleine, würde aber sich wünschen ich mache mit, gut ich machte letztlich mit (das Risiko war überschaubar beim Immobilienmarkt).
Sommer 2020: Es wurde nichts besser, ich suchte das Trennungsgespräch, war mir sehr unsicher aber wollte so nicht weiter machen.
Klar, wird es nicht besser!
Es flossen Tränen, falsche Hoffnungen, nach 1 Woche hatte ich ihr die nächste Chance gegeben, obwohl sie sagte "Gefühle sind nicht da, aber ich will nicht alles wegschmeißen, sie weiß nicht was ist (wie seit 2 Jahren).
Wir zogen um, hatten neue Streiterein (Haus), März 2021 war die letzte "Aussprache", sie wisse nicht was sei, wir müssen mehr Zeit verbringen...
Du musst wissen was du willst und nicht, sie wisse nicht was sei!
Das schlimme ist, nach jedem "Gespräch", gab es schöne Wochen, wo wir uns beide bemühten, das hielt aber nicht lange und Sex haben wir seit 3 Jahren nicht mehr. Ich weiß nicht mehr wieso es besser werden sollte, kommen Gefühle einfach so zurück? Mach ich mich hier zum Hampelmann, weil ich ihr seit quasi 3 Jahren hinterherrenne?
Das ist so, sie nimmt dich schon gar nicht mehr ernst, ich sehe keine Chance für dich, der Dampf ist draußen, zeige Stärke, trenne dich mit Kontaktabbruch! Bleibe dann erst einmal für ca. 12 Mt. alleine, sortiere dich, reflektiere!
 
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  • #8
Ich möchte sie nicht verletzten und ihr wie in meinen Gedanken den Boden unter den Füßen wegziehen,
dass ich bei dem Gedanken erleichtert wäre, da ich SIE dann nicht verletzen müsste....
Das sind so spontan zwei Dinge, die solltest Du besser in einem realistischen Licht sehen. Klar ihr seid viele Jahre zusammen und jeder für sich ist auch weiter gereift. Du packst da etwas viel Theatralik rein, Du ziehst ihr nicht den Boden unter den Füßen weg, sie weiß schon lange, dass Eure Beziehung ein nicht mal mehr ein laues Lüftchen ist. Oder meinst Du sie könnte nicht eins und eins zusammenzählen. Wie will sie denn Kinder mit Dir wollen, wenn Ihr kein Sex habt?

hat sich auch bei mir das Gefühl verändert, keine Nähe, keine Liebe, ich habe halt das Gefühl es ist nur noch eine freundschaftliche VErbindung...
Das ist keine Freundschaft, das ist rumeiern. Was hält Dich noch bei Ihr? Das Haus? Nein, Du hast ja geschrieben, das ist heutzutage kein Risiko und war eh ihr Projekt. Der Hund? War auch ihr Projekt.

Ich weiß was jetzt kommt, Du hast sie gern und willst ihr nicht wehtun. Ausrede, Du hast Angst vor dem was da kommt, Euer ganzes Umfeld bricht auseinander und aus allen Wolken. Da hilft nur endlich klare Verhältnisse schaffen.
 
  • #9
Seit Oktober 2018 krieselt es in unserer Beziehung, sie wollte mehr Zuneigung ohne sexuelle Hintergedanken und ich habe ihren Wunsch erst respektiert und später auch verstanden.
Ich denke Du willst damit sagen, dass Du nur in den „Zuneigungsmodus“ geschaltet hast, wenn Du Sex wolltest. Das ist absolut tödlich für die Beziehung. Entweder seid ihr nach 13 Jahren ein eingespieltes Team, dessen anfängliche Verliebtheit einer tiefen Liebe gewichen ist. Oder ihr wurdet überrascht, dass an dieser seltsamen Forderung nach Beziehungspflege scheinbar doch etwas dran ist.
Im Frühjahr 2019 holten wir uns einen Hund, das war ein neues gemeinsames Projekt, bei dem Sie der Ansicht war das verbindet uns wieder
Na ja, wer Böses will: „Auf den Hund bekommen“. Also ein Nebenschauplatz, fast wie Feuerlöschen mit Öl.
Danach folgte der Alltag und das totschweigen der Probleme,
Eben. Rückblickend hat es euch nicht weitergebracht.

Um nicht weiter zu zitieren, mir erscheint dein Post sehr reflektiert und ich habe den Eindruck Du wirst am Ende zählen, wie viele Antworten dein Empfinden bestätigen und erleichtert feststellen ein gutes Werk zu tun, die Andeutungen der Freundin aus 2018 mit einer Erlösung zu beantworten, wenn Du den Schritt der Trennung machst.

Was wollt ihr krampfhaft bearbeiten wo sie vor Jahren bekannte, keine Gefühle mehr zu haben? Und mal ehrlich, würdest Du sie noch lieben hättest Du mit Leichtigkeit selbst eine Lösung gefunden.

Ihr habt euch mit 17/ 14 Jahren kennengelernt. Trennt euch, ein Haus kann man vermieten, lebt erst einmal, holt nach was sich in euch mit Macht meldet und vielleicht stellt ihr nach 6 Monaten Funkstille fest, dass das Gras jenseits des Gartenzauns auch nicht grüner ist. Nur erlebt haben muss man das halt …, dann hat man ggf. eine ganz andere Diskussionsgrundlage.
 
  • #10
Der Unterschied zu den 11 Jahren davor war, dass ich dieses mal nicht alleine kämpfen wollte.

Man kämpft nicht. Entweder die Unterschiede sind dauerhaft tolerierbar oder eben nicht.

Du erwartest Änderungen von ihr die nicht kommen werden.

.h verstehe halt nur nich, wie sie mir seit 3 Jahren sagen kann, dass sie nicht weiß was das Problem ist, sie nicht wüsste ob sie mich liebt oder es gerade so nicht nenenn will, aber trotzdem weitermachen will?

Sie weiß es nicht.
Sie kennt es nicht anders.

sie will Kinder...aber in dem Zustand der Beziehung würde ich das niemals tun....

hat sich auch bei mir das Gefühl verändert, keine Nähe, keine Liebe

, ich ertappte mich, dass ich bei dem Gedanken erleichtert wäre, da ich SIE dann nicht verletzen müsste....


Vorbei @Karandras90
Es ist vorbei.
 
  • #11
Zu dem Hund muss ich sagen, dass wir vorher auch einen älteren hatten, und ihr dann was fehlte (mit Hund aufgewachsen). Ich liebe ihn...das will ich gar nicht verneinen.

Das sind so spontan zwei Dinge, die solltest Du besser in einem realistischen Licht sehen. Klar ihr seid viele Jahre zusammen und jeder für sich ist auch weiter gereift. Du packst da etwas viel Theatralik rein, Du ziehst ihr nicht den Boden unter den Füßen weg, sie weiß schon lange, dass Eure Beziehung ein nicht mal mehr ein laues Lüftchen ist. Oder meinst Du sie könnte nicht eins und eins zusammenzählen. Wie will sie denn Kinder mit Dir wollen, wenn Ihr kein Sex habt?

Ich glaube so hab ich es noch gar nicht betrachtete, dass sie davon gar nicht so überrascht sein könnte...das sogar mehr als logisch, da sie ja die Zeit miterlebt hat und Sie anfangs auf Distanz ging, bis sich das verselbstständigt hat.....
Genau der Punkt mit den Kindern bringt mich zum grübeln, da sie definitiv welche will, würde ich erwarten Sie verschwendet ihre Zeit nicht mit mir .... oder ist der Wunsch nach Sicherheit und Komortzone und Gewohnheit mehr ausgeprägt.

Ich danke euch schonmal für die offenen Worte, ich glaube den Spiegel habe ich gebraucht. Ich habe daher alles auch genau so formuliert wie ich es empfinde.
Die Gründe warum der "Abstand" andauert waren auch "schlechter Kleidungsstil", ungepflegt und selten beim Friseur. Das stimmt, zu Hause hat man gern mal eine Jogginghose an, aber ich finde das kein Grund alles in Frage zu stellen....

Das ist keine Freundschaft, das ist rumeiern. Was hält Dich noch bei Ihr? Das Haus? Nein, Du hast ja geschrieben, das ist heutzutage kein Risiko und war eh ihr Projekt. Der Hund? War auch ihr Projekt.

Ich weiß was jetzt kommt, Du hast sie gern und willst ihr nicht wehtun. Ausrede, Du hast Angst vor dem was da kommt, Euer ganzes Umfeld bricht auseinander und aus allen Wolken. Da hilft nur endlich klare Verhältnisse schaffen.


Ganz genau, ich hatte einmal den Mut aufgebracht vor einem Jahr und war maximal überrascht, dass Sie ankam und es wieder versuchen wollte etc..nach einer Woche war ich wieder drin.....da es sich gut angefühlt hatte nach der Zeit wieder "gewollt" zu werden....das hielt dann ein paar Wochen bis die netten Worte, und das gute Nacht wieder verschwanden beidseitig...

Es ist wirklich eine große Angst vor der Veränderung, der Ungewissheit und ob es ein Fehler ist. Sie ist ein ehrlicher Mensch und ich vertraue ihr, daher die Angst dass ich da zu schnell aufgebe. Um das Umfeld mache ich mir weniger Sorgen, ich habe eine große Familie die mich auffängt und dachte eig immer ich bin ein rational denkender Mensch. Manchmal merke ich aber bei den Zeilen auch, dass ich hier etwas nacheifer, was scheinbar lange Zeit schon vergangen ist...das einzusehen fällt sehr schwer.
 
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  • #12
Ihr seid in diesem Paarzustand erwachsen geworden, und kennt nichts anderes.
Und noch nie eine Trennung erlebt...Klar das die Vorstellung, der andere ist auf einmal nicht mehr da, fast undenkbar ist.
Und so verpasst man den richtigen Moment aus den richtigen Motiven.
Ihr habt nichts krasses erlebt, wie zb Betrug, da weiß man dass man sich trennen muss.
Bei entwichenen Gefühlen, ist es schleichender und " unbekannter.

Aber das Liebespaar gibt's nicht mehr und es wäre Zeit sich zu lösen...vorallem bevor sich jemand in andere verliebt und ihr Euch so noch Vertrauen nehmt.
 
  • #13
Es ist wirklich eine große Angst vor der Veränderung, der Ungewissheit und ob es ein Fehler ist.
Ohne Gründe, ohne Rat!!!

Ich war mit meiner Exfrau seit unserem 15 Lj. ein Paar, fast 25 Jahre verheiratet.
Irgendwann war es einfach weg!
Ich habe lange Jahre mit mir gehadert, keinen Mut gefunden, wollte sie nicht verletzen.
In meiner Gleichung zusätzlich unser gemeinsamer Sohn.
Am Ende bin ich dennoch gegangen.
Ich habe mich darum gekümmert, das es meiner Familie ohne mich im Haus an nichts fehlen wird.
Habe, obwohl ich weg ging, gelitten wie sonst was.
Meine ganze Jugend, dass gemeinsame Erwachsenwerden, ich kannte nichts anderes, aufgegeben.
Um einfach zu verhindern in einer Beziehung zu verharren bis ich sterbe, die mir nicht mehr gut tat.
Nach vielen Momenten des Zweifelns, der Wut über meines Scheiterns , die Angst vor dem unbekannten, des reflektieren meiner Fehler, bin ich heute da wo ich jetzt stehe.
Es war richtig und bin trotz allem fein mit „meiner“ Frau, meinem Sohn und wichtig, mit mir selbst.
Ich habe meinen Frieden gemacht und meine Familie ebenso.

Denke in alle Richtungen und dann entscheide für dein Leben und sieh zu, keine Erde zu verbrennen!!!
Alles Gute
M50
 
  • #14
Vielen Dank für die Antworten und obwohl ich weiß, dass ihr rational gesehen alle komplett Recht habt fällt mir die Vorstellung sehr schwer. Immer wieder schleichen sich die schönen Jahre in meine Erinnerung und die Vorstellung dass die doch mal da waren und wieder kommen könnten.
Außerdem überlege ich was ist, wenn ich mich traue und sie mir dann sagt die Gefühle kommen zurück? Mach ich dann einen Fehler oder landen wir wieder in dem Teufelskreis in dem wir uns befinden.

Ich versuch gerade alles zu reflektieren, und merke das natürlich auch nicht vor 2018 alles Gold und glänzend war. Aber ich denke ich hav den Mut verloren als sie meinte sie würde das Haus auch ohne mich kaufen...ab da wusste ich , dass wir nicht gemeinsam planen sondern sie für sich und ich ggf. Rein passe für den Moment...und obwohl ich das weiß, ist die Angst ein Fehler zu machen sehr groß...

Danke euch für die ehrlichen Worte!
 
  • #15
Ich könnte mir gut vorstellen, wenn Du die Beziehung beendest, dass Deine Partnerin "auf einmal wieder Gefühle für Dich empfindet".

Weil Sie vor einem Scherbenhaufen steht, genau wie DU!

Ich als ältere Häsin ;) kann Dir nur dazu raten... SEI MUTIG ...

Beende diese Beziehung, die nach Deinen eigenen Schilderungen wirklich nicht mehr auf LIEBE basiert sondern nur Gewohnheit.

Lass nicht noch mehr Jahre verstreichen, es wird sich nicht ändern.

Das einzige was Du noch tun kannst, um das Ruder eventuell rumzureißen. REDE mit Ihr, aber richtig reden!
Mach Ihr deutlich dass Du nicht mehr fühlst, dass es eine Zukunft gibt. Dann gehe ein paar Tage raus aus der Situation. Lass Sie zu sich kommen und entscheide dann. Du musst auch Sie in die Pflicht nehmen zu reden und zwar ehrlich!

Aber ich befürchte... da Du ja schon oft mit Ihr geredet hast... wenn überhaupt es wieder nur kurz anhält und dann steht ihr wieder am selben Punkt.

Du musst etwas egoistischer werden!
Du bist nicht für Ihr Leben verantwortlich!
Dein Leben, Deine Gefühle.
Möchtest Du nicht geliebt werden in einer Beziehung!


w/53
 
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  • #16
Das einzige was Du noch tun kannst, um das Ruder eventuell rumzureißen. REDE mit Ihr, aber richtig reden!
Mach Ihr deutlich dass Du nicht mehr fühlst, dass es eine Zukunft gibt. Dann gehe ein paar Tage raus aus der Situation. Lass Sie zu sich kommen und entscheide dann. Du musst auch Sie in die Pflicht nehmen

Aber ich befürchte... da Du ja schon oft mit Ihr geredet hast... wenn überhaupt es wieder nur kurz anhält und dann steht ihr wieder am selben Punkt.

Du musst etwas egoistischer werden!
Du bist nicht für Ihr Leben verantwortlich!
Dein Leben, Deine Gefühle.
Möchtest Du nicht geliebt werden in einer Beziehung!


w/53

Das der Punkt. Ich hab die letzten Jahre so oft das Gespräch gesucht und wollte die "wahren" Gründe wissen etc. Aber sie meinte immer sie sagt alles und sie weiß nicht wieso es so ist. Ich habe immer wieder betont wenn wir so weiter machen dass das eine Sackgasse wird. Aber meist war sie sehr defensiv, sagte das wichtigste das ich dann wieder für ein paar Wochen das Gefühl hatte es läuft besser...

Natürlich möchte ich geliebt werden, das der Grund wieso ich seit Wochen wenn nicht gar Monate über Trennung nachdenke. Aber jedes Mal wenn ich darüber nachdenke wieder geliebt zu werden kommt Sie in mein Kopf, ich kenne ja nichts anderes...
 
  • #17
Jetzt erzähle ich mal was von meiner Tante, die leider Anfang des Jahres gestorben ist. An ihr habe ich sehr gehangen und bin im Januar hoch gefahren um die letzten Wochen mit ihr verbringen zu können. Um uns die Zeit etwas zu vertreiben haben wir zusammen die Downton Abbey Serien geschaut, die kannte sie gar nicht. Da kommte eine Szene wo es einen Todesfall im Anwesen gibt und der stets souveräne Earl in etwa sagt, wir wollen nicht weiter drüber sprechen um die Damenwelt nicht zu sehr zu schockieren. Da bricht meine Tante in Lachen aus, und amüsiert sich darüber wie ein Mann derart wenig von Frauen verstehen kann.

Deine Schilderung hört sich so an als hätte sie schon länger die Fäden in der Hand, ich meine dass sie mehr gereift ist als Du ahnst.

Was Du auch mal in Deine Gedanken einfließen lassen kannst, eine junge gesunde Frau hat Augen im Kopf und nimmt alles um sich herum wahr, meinst Du ihr Traum vom Leben ist es ohne leidenschaftlichen Sex alt zu werden? Eines Tages kommt der Mann der den richtigen Knopf drückt und dann ist sie eh weg.

Darum brauchst Du Dir keine Argumente für eventuelle Fälle zurechtzulegen, es ist ja kein Thema was diskutiert wird. Es ist einfach eine Entscheidung die mitgeteilt wird.
 
  • #18
Mal auf den Punkt gebracht:
Sie will seit ein paar Jahren keinen Sex mehr mit dir. Sie ist sich auch nicht mehr sicher, ob sie dich noch liebt. Sie hat dich - soweit du das weißt - einmal fast betrogen.
Als du dich trennen wolltest, ist sie, warum auch immer, wieder angekommen, wahrscheinlich Nostalgie und Angst vor Einsamkeit.
Das ist alles absolut schrecklich, ihr vergeudet eure Lebenszeit. Ich könnte mir nur vorstellen, dass ihr beide nicht so den großen „Schlag“ beim anderen Geschlecht habt und deswegen so lange in diesem Elend ausharrt.
 
  • #19
Ich liebte Sie damals noch, da bin ich mir sicher, heute - 3 Jahre später - hat sich auch bei mir das Gefühl verändert, keine Nähe, keine Liebe, ich habe halt das Gefühl es ist nur noch eine freundschaftliche VErbindung...

Ich möchte sie nicht verletzten und ihr wie in meinen Gedanken den Boden unter den Füßen wegziehen, aber glaube ich langsam wenn ich das so aufschreibe, dass wir uns das schon vor 3 Jahren angetan haben und es nur nicht wahr haben können....

Ich habe irgnedwo die Frage gelesen, ob es einen erschreckt oder erleichtert, wenn der Partner die Trennung vorschlagen würde....ich ertappte mich, dass ich bei dem Gedanken erleichtert wäre, da ich SIE dann nicht verletzen müsste....

Lieber FS,

ich kann mich den anderen nur anschliessen: Trenne dich. Mach den Schnitt. Du schreibst von einer freundschaftlichen Verbindung. Würdest du deinem Freund eine solche Beziehung wünschen? Wohl kaum, oder?

Was du über das Thema "Trennung vorschlagen" schreibst sagt viel über eure Situation aus. Ihr seid einfach festgefahren und keiner traut sich, wirklich aktiv zu werden. Ich war selbst in einer ähnlichen Situation. Damals waren es zwar nur 5 Jahre Beziehung, davon aber schon 3 Jahre ohne Sex. Es hatte sich einfach totgelaufen, wir wollten beide nicht mehr richtig (er mehr als ich), aber wir hatten uns einiges aufgebaut und einen gemeinsamen Freundeskreis, plus die "Schwiegerfamilie" und eine gewisse Sicherheit, eine gemeinsame Wohnung usw.. Ich hab lange mit meiner Entscheidung gehadert, mich dann aber doch getrennt. Ich hatte panische Angst davor, ihn sehr zu verletzen. Was soll ich sagen: Er hatte nach ein paar Monaten eine neue Freundin und ist jetzt mit ihr verlobt. Und das gönne ich ihm von Herzen!

Ihr habt keine Kinder, keine existenziellen Ängste, die euch hindern würden. Klar, wenn man so viele Jahre zusammen verbracht hat kennt man einander sehr gut und es wird schwer sein, das Vertraute zu verlassen. Diesen Verlust kann man sicher nicht schönreden. Aber wenn es nur noch Leid für beide verursacht, ist es besser, den Schlussstrich zu ziehen.

Trau dich!

Liebe Grüsse
Yakamoz
 
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