• #1

Entfernung Niedersachsen Bayern

Hallo ihr Lieben!
Ich brauche mal euren Rat und vielleicht Erfahrungswerte.
Ich bin zufällig auf ein Profil eines Mannes aus Bayern gestoßen, das unglaublich interessant war. Zunächst hatte ich mir bei der Entfernung nichts gedacht, wir begannen einfach miteinander zu schreiben. Leider hat er mich unfassbar geflasht, wir scheinen so viele Gemeinsamkeiten zu haben und wollen uns unbedingt treffen.
Nur wie soll es nun weitergehen?
Er ist zu interessant, um ihn wegen der Entfernung einfach gehen zu lassen. Aber wo sollen wir uns treffen und was, wenn er wirklich der Richtige sein sollte? Eine Fernbeziehung bei der Entfernung?
Ich bin etwas ratlos.
Was würdet ihr tun?
Viele Grüße
 
  • #2
Eigentlich sind ja die Angaben viel zu allgemein. Die Entfernung Aschaffenburg – Hannover ist zum Bsp. niedriger als Aschaffenburg und München. In diesen Fall würde man ja immer noch im Bundesland Bayern bewegen.
Für ein 1 Date würde ich mich einfach einen Ort in der Mitte suchen.
Wenn z.b. der Mann aus München kommt und die FS aus Hannover, dann würde sich ja Frankfurt anbieten. Mit dem ICE auch sehr schnell und entspannt zu erreichen.
 
  • #3
Guten Morgen FS,

ich bin da mal ganz pragmatisch und nüchtern.

Entsprechend den heutigen Bedinungen und bei selbiger Planung dauert z. B. die Reise Hannover-München hin und zurück 8 1/2h und kostet bei 26 gegenseitigen Besuchen im Jahr 34€ pro Sich-Sehen. Wenn man sich dies teilt entspricht das 440,50€ und 120h pro Jahr für Jeden. Für den Rest kannst Du ihn und er Dich abholen.

Wenn das Dein großer Wurf sein sollte, sollte es kurzfristig logistisch machbar sein, Passung&Co vorausgesetzt, und was langfristig passiert wird sich zeigen.

Ich rate Dir es einfach zu versuchen. Für mich selber kommt eine Fernbeziehung generell nicht in Frage und da ich als AE mit Haus und Hof daran kurzfristig nichts ändern kann, auch im konkreten Fall nicht.
 
  • #4
Du hast ihn nicht mal persönlich getroffen. Bei einem ersten Date in der Mitte zwischen euren Wohnorten kannst du feststellen, ob du immer noch so begeistert bist wie jetzt. Die Chance dafür ist nicht mal 50/50, da der persönliche Eindruck leider der wichtigste ist und sich meist nicht mit dem deckt, den man per Mail und Telefon hat. Daher mach dir noch nicht so viel Gedanken um die Entfernung wo nicht mal klar ist, ob ihr wirklich an einander interessiert seid oder es sich nur um gegenseitige Projektion handelt. Daher schnell treffen.
 
N

nachdenkliche

  • #5
Ich rate Dir es einfach zu versuchen. Für mich selber kommt eine Fernbeziehung generell nicht in Frage und da ich als AE mit Haus und Hof daran kurzfristig nichts ändern kann, auch im konkreten Fall nicht.
Das sehe ich ähnlich! Eine Fernbeziehung sollte nur eine kurz- bis mittelfristige Angelegenheit sein. Nach 2 Jahren sollte man Pläne schmieden und zusammenziehen...sonst verliert man sich.
Lernt Euch doch erstmal persönlich kennen! Viel Glück Euch beiden.
 
  • #6
Er ist zu interessant, um ihn wegen der Entfernung einfach gehen zu lassen. Aber wo sollen wir uns treffen und was, wenn er wirklich der Richtige sein sollte? Eine Fernbeziehung bei der Entfernung?
Tja, das wirst Du wohl rausfinden müssen. Es kann auch klappen mit der Fernbeziehung ...

Wer von Euch kann umziehen ? Und wer von Euch will umziehen ? Aus welcher Gegend bist Du in Niedersachsen und aus welcher Gegend kommt er in Bayern ? Meinst Du, daß Du Dich in seiner Gegend wohl fühlen würdest ? Meint er, daß er sich in Deiner Gegend wohl fühlen würde ?

Es heißt doch "Wer nicht wagt der nicht gewinnt." - willst Du irgendwann sterben ohne versucht zu haben, rauszufinden, ob es mit ihm klappte ?

Kleiner Tipp: Bahnfahren mit Zugbindung ist spät abends besonders billig, es hilft, so spät wie möglich anzukommen und am Anfang so weit es geht mit dem Nahverkehr zu fahren (dazu muß man im Suchsystem Umsteigebahnhöfe eingeben und angeben, daß man bis zu diesen nur mit dem Nahverkehr fahren will).
 
  • #7
Gute Morgen liebe FS,

Wenn du so geflasht bist, schau ihn dir an und trefft euch, ob mittig, oder wo auch immer.
Mann sollte sich das Glück nicht verbauen durch zu viel Überlegungen und Fragezeichen. Es können sich Wege und Lösungen aufzeigen, die in deinem Kopf aktuell noch gar nicht präsent sind. Wenn die Liebe euch Zweibeiden erwischen sollte, nun......himmlische Mächte der Liebe ermöglichen alles ;-))
Viel Glück und gute Gedanken !
 
  • #8
Ich sehe darin überhaupt kein Problem! Lieber eine passende Fernbeziehung als eine unpassende Nahbeziehung!
 
  • #9
Liebe FS,
ich glaube, dass sich die wenigsten Menschen eine Fernbeziehung wünschen. Die meisten stolpern da wohl einfach mehr oder weniger rein. Auch ich bin unfreiwillig mittlerweile in einer Beziehung die zwischen Frankfurt - Amsterdam besteht. Das war nicht absehbar wie bei euch, ist jetzt aber erst einmal so. Da ich bei diesem Mann ein sehr gutes Gefühl hatte, habe ich mich einfach darauf eingelassen. Es kann funktionieren, sogar sehr gut. Wenn du diesen Mann toll findest und ein gutes Gefühl hast, dann versuche es ruhig. Nicht, dass du dich immer fragst, was wäre gewesen wenn.
Eine Fernbeziehung bedeutet Stress und hin und wieder auch ein schlechtes Gefühl, wenn das vermissen sehr groß wird. Aber gleichzeitig nimmt man das in Kauf, wenn die Gefühle vorhanden sind. An der Stelle setzen die meisten rationalen Überlegungen doch sowieso aus.
 
  • #10
Wer keine Probleme hat, der macht sich welche!
Wer sich anfangs nichts dabei denkt, der hat offenbar keine Erfahrung damit, wie es ist, regelmäßig hunderte km zurücklegen zu müssen.
Abgesehen mal von den Kosten (für 34 EUR kommt man nur von Hannover nach München mit teurer Bahncard oder man muß es ewig vorher buchen). Ich habe längere Zeit solche Entfernungen zurücklegen müssen aus beruflichen Gründen, nicht wegen einer Fernbeziehung.

Beim kleinsten Schneefall oder Frost haben die ICs riesige Verspätungen, das gleiche bei starken Regenfällen und Sturm, was in Niedersachsen oft der Fall ist. Die Anschlußzüge werden dann regelmäßig verpasst und man hat Glück, wenn man nicht auf irgend einem Bahnhof strandet. Die Autobahnen kann man auch vergessen, denn alles voller LKWs, Baustellen und Staus ohne Ende. Im Winter streut kein Aas mehr so wie früher. LKW- Megastau an den Kasseler Bergen (habe schon öfter mehrere Stunden im Stau auf der A7 gestanden). Die Landstraßen werden einfach von der Polizei gesperrt, wenn sie vereist sind. Vor Jahrzehnten was das völlig anders, da wurden die Autobahnen freigehalten mit Salz und die Bahn ist so gut wie immer gefahren. Heute hat ca. jeder zweite IC Verspätung, viele Züge fallen bei der kleinsten Kleinigkeit ganz aus, halten plötzlich ewig auf einem Bahnhof in der Pampa und die Polizei kommt, weil wieder mal einer sich vor den Zug geworfen hat, das passiert ständig, nur früher wurde da nicht der ganze Betrieb eingestellt. Im Hochsommer fallen die Klimaanlagen in den Zügen aus und die Fenster lassen sich nicht einmal öffnen usw. usw. (Das ist kein befürchtetes Horrorszenario, sondern eigenes, mehrfaches Erleben)!

Es ist die absolute Hölle! Verschwendung von Lebenszeit, Kosten und Nerven und das willst du dir antun auf eine vage Hoffnung auf Übereinstimmung hin? In Niedersachsen gibt es garantiert ebensolche Männer, garantiert!

Wie kann man überhaupt "geflasht" sein, wenn man jemanden nicht einmal real gesehen hat?
Für mich wäre das alles absolut unvorstellbar, aber ich bin ja auch nicht so romantisch wie viele hier, denen offenbar alles egal ist und die hunderte km euphorisch irgendwo hinreisen, nach dem Motto: "Fly on the wings of love"
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #11
Airberlin fliegt regelmäßig Hamburg - München und das in einem Bruchteil der Zeit... . Lerne ihn erstmal kennen und dann kannst du weiterschauen.

Vielleicht entpuppt sich der Traummann auch mehr als Wunschdenken...und er ist gar nicht so toll wie du gerade denkst.
Sollte er doch der Supertyp sein, wird man aus einer Fernbeziehung früher oder später eh eine Nahbeziehung machen indem er oder du dich beruflich umorientierst.
 
  • #12
Für mich ist eine Fernbeziehung nicht in Frage gekommen, ich hatte mal eine, und das hat mir gereicht. Ich habe auf alle Anfragen, die von Männern kamen, die mehr als 50 km entfernt wohnten, eine freundliche und begründete Absage geschrieben.

Aber wenn ihr euch schon schreibt - lern ihn doch kennen.
Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass du ihn in Wirklichkeit gar nicht so toll findest wie virtuell, und dann ist die Sache erledigt.

Wenn du immer noch hin und weg sein solltest und er auch, dann ... naja, ihr werdet schon eine Lösung finden.

Im Gegensatz zu bisher allen anderen hier finde ich keinesfalls, dass ihr euch in der Mitte treffen sollt. Wenn er dich kennen lernen will, wenn er das wirklich möchte, dann kommt er sehr gerne in deine Stadt. Wenn ihm das zuviel ist, vergiss ihn.
 
  • #13
Wenn er dich kennen lernen will, wenn er das wirklich möchte, dann kommt er sehr gerne in deine Stadt.
So stellen sich das viele Frauen gerne vor. Die Entfernung spielt bei der Suche keine Rolle und ganz gleich wer wen zuerst kontaktiert, fahren soll natürlich der Mann.

Genau aufgrund dieser Einstellung, sollte man als Mann Anfragen aus größerer Entfernung, ohne Kommentar bzw. Rückantwort löschen.

Ich bin während meiner aktiven Zeit, noch nicht mal in die Nachbarstadt gefahren. Die meisten Frauen hatten kein Problem selber zu kommen. Und falls doch, nicht weiter schlimm. Dann trifft man halt nicht und datet stattdessen einfach eine andere Frau.
 
  • #14
Liebe FS,
Lara hat die Fernbeziehungsrealitaet schon recht gut beschrieben. Hinzu kommt, es ist absolut illusionaer, zu glauben, dass man für eine Fernbeziehung (Freitagnachmittag hinfahren, Sonntagnachmittag zurück = jeweils Höchstpreiszeit) Flug- oder Bahntickets für 34 € bekommt auch nicht mit Bahncard 50, in glücklichen Einzelfällen manchmal, wenn der Zug nicht überbucht ist. Du musst immer einen Sitzplatz reservieren, die Züge sind proppenvoll, kein Durchkommen zum reservierten Sitzplatz, kein Platz fürs Handgepäck, laut, nervig. Und dann kommen Verspätungen, Reservierungssystem ist ausgefallen.
Wenn Du von Metropole zu Metropole musst, mag es noch halbwegs über eine gewisse Zeit gehen, aber von Pampa zu Pampa ist es sehr belastend.

Ich weiß wovon ich rede, denn ich hatte 3 Fernbeziehungen. Jedesmal war mir als Frau die Beziehung wichtig und ich nahm die Reiserei, zweimal auch Umzug und Jobbwechsel auf mich - wie so viele Frauen. Jetzt ist das passe: Radius 20 km, denn ich lebe in einer Millionenstadt.
Bei der letzten Fernbeziehung hatten wir eine brauchbare Vereinbarung: ich opferte die Zeit, er zahlte jede Woche die Flugtickets und holte mich am Flughafen ab, weil es von dort noch eine Stunde in die bayrischen Berge ging, mit Offis unerreichbar. Nach 2 Jahren habe ich es trotz großer beidseitiger Liebe beendet, weil ich beruflich bedingt nicht umziehen konnte und er es nicht wollte.
Ich war zuhause nicht mehr zuhause
(kaum noch Kontakt zu Freunden, immer gehetzt) und bei ihm auch nicht richtig, obwohl seine Freunde und Familie aufnahmebereit waren.

Du hast den Mann noch kein mal getroffen. Woher kommen dann diese überschäumenden Gefühle? Ich glaube, Du steigerst Dich in etwas hinein, was Dich blind macht.
 
  • #15
Ich finde, @nuri hat einen Punkt. Männer fahren gut und gerne 5h mit der Bahn, um sich irgendein Auswärts-Fußballspiel ihrer Lieblingsmannschaft anzusehen, für die sie brennen, stehen stundenlang an, oder für einen Auto-Salon mit dem neuesten Brumm Brumm, oder oder oder... Aber das Zugfahren für die Frau, mit der sie eventuell beabsichtigen, längere Zeit ihres Lebens zu verbringen, ist dann auf einmal zu viel. Hier geht es um Prioritäten. Wenn sie nicht mal die erste Hürde nehmen wollen, wird die Frau auch im weiteren Verlauf der eventuellen Beziehung ständig die Doofe sein, die ihm hinterherrennt. Ich habe mit Männern, die beim ersten Kennenlernen engagierter waren, ohne über angebliche Gleichberechtigung der Geschelchter zu motzen (die es sowieso nicht gibt), immer viel bessere Erfahrung als Partner gemacht, als mit maulenden Distanz-Ausrechnern und kleinkarierten Gegeneinander-Aufwiegern. Aber jedem Topf sein Deckel.

FS, ich rate auch: lerne ihn erstmal kennen, dann erübrigt sich das vielleicht eh!

(Persönlich aber hätte ich auch gar keine Lust mehr auf Distanz-Beziehung und würde abraten. Man kann es sich auch schwerer machen, als es sein müsste.)
W, 25
 
  • #16
Statt das ganze Vorhaben mal positiv zu beginnen und abzuwarten, werden gleich wieder von den meisten die alten eigenen zottligen Schattengestalten hervorgeholt und gewettert was alles schief oder erst gar nicht gehen könnte. Warum wundert es mich nicht, dass es vornehmlich Forumsteilnehmerinnen sind? Wo sind die Frauen, die sich trauen, selbst mal Verantwortung übernehmen und nicht immer nur den Finger heben, mit selbigen auf andere zeigen oder bei anderen die Ursache vermuten? Manchmal ist es echt gruselig hier. Nicht immer, aber immer öfter.

PS: Ich bin im Jahr mehrere 1000km mit nicht eigenen Verkehrsmittel unterwegs und kenne die ein oder anderen Widrigkeiten. Trotzdem würde es mir nicht im Traum einfallen so pessimistisch aus einer Komfortzone und von hohen Niveau rumzujammern.
 
N

nachdenkliche

  • #17
Statt das ganze Vorhaben mal positiv zu beginnen und abzuwarten, werden gleich wieder von den meisten die alten eigenen zottligen Schattengestalten hervorgeholt und gewettert was alles schief oder erst gar nicht gehen könnte. Warum wundert es mich nicht, dass es vornehmlich Forumsteilnehmerinnen sind? Wo sind die Frauen, die sich trauen, selbst mal Verantwortung übernehmen und nicht immer nur den Finger heben, mit selbigen auf andere zeigen oder bei anderen die Ursache vermuten? Manchmal ist es echt gruselig hier. Nicht immer, aber immer öfter.

PS: Ich bin im Jahr mehrere 1000km mit nicht eigenen Verkehrsmittel unterwegs und kenne die ein oder anderen Widrigkeiten. Trotzdem würde es mir nicht im Traum einfallen so pessimistisch aus einer Komfortzone und von hohen Niveau rumzujammern.
Also hörmal, ich bin 8,5 Jahre wie eine blöde meinen gesamten Jahresurlaub ca. 900 km hin und her gepilgert um dann zu hören, sorry ich war zu feige, Dir das gleich mitzuteilen...usw..usw..Da wirst Du verstehen, dass das kein Beziehungsmodell mehr für mich ist. Sowas läuft sich irgendwann TOT. Ich bezweifle jetzt sogar, ob das eine Beziehung war, wohl eher eine naja bessere Affäre.:)
 
  • #18
Guten Morgen!
Vielen Dank für die Antworten und Einschätzungen.
Vielleicht mal ein paar Erläuterungen für euch - ich bin 27 und habe eine 7 jährige Beziehung hinter mir, von der ich 5 Jahre in einer Fernbeziehung verbracht habe. Mir ist also sehr wohl bewusst, auf was ich mich da einlassen würde - und genau aus dem Grund habe ich ja die Zweifel.
"Geflasht" klingt vielleicht übertrieben - ich bin einfach unglaublich beeindruckt von ihm - eben vollkommen anders als bei anderen EP-Dates.
Und im Gegensatz zu einigen Meinungen hier bin ich sicher eher von Anfang an immer zu rational, als mich mal fallen zu lassen.
Deswegen ist es nun zu meinem Vorsatz geworden, die Dinge - egal was es ist - mal einfach auf mich zukommen zu lassen. Ich möchte mich nicht schon wieder mit Gedankenkreisen belasten. Das durchzuhalten ist aber in so einem Fall eben gar nicht so leicht ;)
Er und ich haben schon stundenlang über Skype telefoniert und er ist sehr interessiert, mich zu besuchen. Er ist da die treibende Kraft (ich bin natürlich auch sehr interessiert und möchte ihn auch unbedingt real sehen). Von daher ist er schon bereit , mich zu besuchen. Uns trennen allerdings weit über 500 km und ich habe dann bestimmt das Gefühl, dass der Start nicht gleichberechtigt wäre, wenn ich ihn so weit zu mir fahren lassen würde. Zumal mir das auch zu riskant wäre - er ist ja nach wie vor irgendwie ein Fremder. Deshalb dann lieber die sichere Mitte mit Hotel.
Außerdem ist mir klar, was eine Fernbeziehung beiden abverlangen würde, weshalb ich einfach überlege, ob ich es von vornherein besser abhaken sollte. (ich denke einfach nur weiter. Dass er der Richtige sein könnte, möchte ich ja nicht behaupten. - mir ist schon bewusst, dass ich das nur wissen kann, wenn wir uns die Chance geben, uns real zu erleben).
Beruflich wäre ich übrigens nicht in der Lage zu wechseln, da wäre er im Ernstfall flexibler.
Vielleicht sollte ich es einfach auf mich zukommen lassen, um es ausprobiert zu haben und hoffen, dass er NICHT der Richtige ist ;) (Spaß)
Viele Grüße
 
N

nachdenkliche

  • #19
Er und ich haben schon stundenlang über Skype telefoniert und er ist sehr interessiert, mich zu besuchen. Er ist da die treibende Kraft (ich bin natürlich auch sehr interessiert und möchte ihn auch unbedingt real sehen). Von daher ist er schon bereit , mich zu besuchen. Uns trennen al
Sweeble, das war bei mir am Anfang ganz genauso, fast noch "schlimmer". Er hat sich geradezu überschlagen in seinen Bemühungen. Er hat nach seinem ersten Besuch bei mir in Berlin, schon die nächsten 3 Flüge gebucht usw..stundenlange Telefongespräche, sms...ohne Ende..Ich will damit sagen, es bedeutet erstmal GAR NICHTS! Lernt Euch mal persönlich kennen, besucht Euch eine Weile, verbringt Urlaube zusammen, falls sich das nicht schon vorher erledigt hat. Nur, sollte das keine Dauerlösung werden. Jetzt wo ich nach fast 9 Jahren damit Schluß gemacht habe, merkte ich, dass hat mich sowas von psychisch und physisch geschlaucht . Und das darf nicht sein.
 
  • #20
Also hörmal, ich bin 8,5 Jahre wie eine blöde meinen gesamten Jahresurlaub ca. 900 km hin und her gepilgert um dann zu hören, sorry ich war zu feige, Dir das gleich mitzuteilen...usw..usw..Da wirst Du verstehen, dass das kein Beziehungsmodell mehr für mich ist. Sowas läuft sich irgendwann TOT. Ich bezweifle jetzt sogar, ob das eine Beziehung war, wohl eher eine naja bessere Affäre.:)
Wie geschrieben für mich ist eine Fernbeziehung im Allgemeinen und im Speziellen keine Alternative, aber ich liebe Veränderungen und Herausforderungen und das ist das Anliegen der FS. So kann man(n) schon mal die Gedanken schweifen und zumindest nicht an "Kleinigkeiten" scheitern lassen.

Warum Du das solange mitgemacht hast, ob und wie lange die FS das für sich gut findet, weiß auch ich nicht.

Nachdem ich sehr viel Schmerzens- und Lehrgeld "gezahlt" habe, dauert es heute nur noch sehr kurz und braucht es nur sehr wenige Versuche, damit ich eine Entscheidung treffe und Dinge ändere, die ich nicht mag und für mich nicht als richtig (emp)finde.

Also rate ich der FS weiterhin es zu versuchen, nicht allzu kleinlich zu sein und die Dinge in Ihrem Sinne, schließlich schreiben wir das Jahr 2016 und sind (hoffentlich) auf dem Weg der Gleichberechtigung und Emanzipation, anzugehen und zu regeln. Sie sollte aber in diesem Prozess stets sich selbst und Ihre Bedürfnisse im Auge behalten.
 
  • #21
Von daher ist er schon bereit , mich zu besuchen. Uns trennen allerdings weit über 500 km und ich habe dann bestimmt das Gefühl, dass der Start nicht gleichberechtigt wäre, wenn ich ihn so weit zu mir fahren lassen würde. Zumal mir das auch zu riskant wäre - er ist ja nach wie vor irgendwie ein Fremder. Deshalb dann lieber die sichere Mitte mit Hotel.
Wenn er anbietet, zu dir zu kommen und nicht irgendwelche seltsamen Ansinnen hat wie Treffen in der Mitte, dann fängt das schon mal super an. Damit zeigt er wirkliches Interesse an dir und obendrein gentlemanlike Manieren. Zicke bitte nicht rum und nimm ihm nicht die Chance und das Vergnügen, sich wie ein richtiger Mann zu verhalten, einer mit Kinderstube obendrein. Benimm du dich im Gegenzug wie eine Frau ... oder fast schon wie eine Dame.
Der Start ist gleichberechtigt, denn du zeigst ihm deine Stadt, du gibst Einblick in dein Leben. Führ ihn zu deinen Lieblingsorten, dann erfährt er viel über dich. Du hast eine Menge Aufwand, und du machst ihn dir gern.
Die Mitte - was sollte daran sicherer sein? Klar, er ist ein Fremder, nicht nur "irgendwie".
Hotel, was denn sonst? Natürlich wird er da übernachten, doch nicht etwa bei dir?? Wer käme auf so eine Idee?
Wenn du ihm jetzt entgegenreist, stellst du die Weichen vom allerersten Treffen an falsch.

Und lies dir noch mal den Beitrag von #12 durch.
Männer wie ihn (keine Frau braucht sowas!) sortierst du gleich aus, wenn du beim 1. Treffen nicht in der Gegend herumfährst.
 
  • #22
Entfernung ist wirklich relativ! 500km klingen bei uns immer gleich nach einer Weltreise, dabei fährt man das bequem mit Bus & Bahn oder flexibler mit dem Auto "in no time".
Lieber würde ich einer Fernbeziehung eine Chance geben als auf den "perfekten Partner" in der Nachbarschaft zu warten, der kommt u.U. nie. Gerade heutzutage ziehen die Leute doch ohne großes Wenn & Aber durch die Weltgeschichte, warum dann nicht riskieren, für die Liebe mal einen Umzug in kauf zu nehmen.
Mir hat vor kurzem eine Freundin gesagt "du kannst deine Checkliste abarbeiten und für dich Kompromisse finden, am Ende muss das Gefühl passen" -- eigentlich alles beantwortet! Kopf gelegentlich ausschalten und mal was riskieren! gruselig aber spannend! :)

Und wenn es in die Hose geht - eine Erfahrung reicher! ;)
 
  • #23
So stellen sich Frauen das nicht vor, so ist es gelaufen. Bei mir immer.
Die Entfernung spielt bei der Suche keine Rolle und ganz gleich wer wen zuerst kontaktiert, fahren soll natürlich der Mann.
Die Entfernung spielt eine Rolle. Ich hatte in meiner Partnersuchzeit einen ziemlich kleinen Radius angegeben, was Männer, die weiter weg wohnten, nicht daran gehindert hat, mich anzuschreiben. Sie mich. Ich selbst habe aktiv nie einen Mann kontaktiert, egal, wie weit weg er gewohnt hat.
Ich bin während meiner aktiven Zeit, noch nicht mal in die Nachbarstadt gefahren.
Siehst du, der Mann, mit dem ich jetzt verheiratet bin (nein, nicht ich wollte es unbedingt; er aber) ist zum 1. Date ca. 25 km gefahren. Das war nicht mal ein Thema, keine einzige Sekunde lang.
Die meisten Frauen hatten kein Problem selber zu kommen. Und falls doch, nicht weiter schlimm. Dann trifft man halt nicht und datet stattdessen einfach eine andere Frau.
Falls es eines ultimativen Beweises bedurft hatte, dass eine Frau einen großen Fehler macht, wenn sie zum 1. Date dem Mann entgegen- oder gar zu ihm hinfährt: hier ist er.
Wer will schon einen Mann, dem das egal ist und der dann eben irgendeine Frau datet, wahllos und beliebig? Was soll das werden?
Ich hoffe, viele Frauen haben deinen Beitrag gelesen und ziehen daraus ihre Schlüsse.
 
  • #24
PS: Ich bin im Jahr mehrere 1000km mit nicht eigenen Verkehrsmittel unterwegs und kenne die ein oder anderen Widrigkeiten.
Was sind denn mehrere 1000 km im Jahr? Die hat die FS in einem Monat bei der Strecke Niedersachsen - Bayern und die wird sie in ihrem Alltagsleben auch ohne Fernbeziehung zurücklegen, auf dem Weg zur Arbeit. Auf diese anstrengenden Alltagswidrigkeiten kommen die Bedingungen der Fernbeziehung on Top und zwar zu den allerschlechtesten Bedingungen - am Freitag Nachmittag und Sonntag Nachmittag, wenn immer alle unterwegs sind.

Das ist geau das, was man sich vor dem Eingehen einer Fernbeziehung überlegen sollte - würde ich nur machen, wenn ich weitgehend isoliert in der Pampa wohne, wo kein anderer Mann zu finden ist.
 
  • #25
Ein Freund von mir pendelt beruflich München - Hamburg. Mit dem Flieger natürlich, er würde sich nur im Notfall stundenlang in den Zug setzen. 4 Tage die Woche Hamburg, 3 Tage Wochenende zuhause nähe München.
Wenn ihr, bzw. einer von euch beruflich flexibel sein kann, dann würde ich es in Erwägung ziehen.
Aber bei zwei klassischen 5 Tage Wochen und 2 Tagen Wochenende wäre es mir too much und ich würde es von vornherein ausschließen. Da kehrt auch im Urlaub nie ein Alltag ein und wenn man dann nach 2-3 Jahren zusammenzieht, kommt der große Knall der schon einigen Paaren durch Umzug und Jobwechsel die Existenz zerstört hat.
 
  • #26
Was machst Du Dir jetzt schon soooo einen Kopf?
Lerne ihn doch mal kennen, denn wenn Du es nicht tust- ich glaube Du würdest evtl. immer wieder daran denken, ob er es nicht doch hätte sein können. Und falls es passt- dann wird es Wege geben und viele Fragen stellen sich dann einfach nicht mehr.
Ich war 2 x in einer Fernbeziehung und mich hat das überhaupt nicht gestört. Ich fands toll am Wochenende aufzubrechen oder natürlich auch wenn er zu mir kam. Gut es war beide male von Großstadt zu Großstadt, was sicher einfacher ist. Der Trennungsgrund war es bei beiden nicht.
 
  • #28
Liebe FS,
du solltest dir von Anfang an im Klaren sein, dass irgendwann der Punkt kommt, an dem man sich entscheiden muss. Dann heißt es, er zieht zu dir, oder du zu ihm? Ich denke, das sollte man sich gut überlegen, BEVOR man sich in so eine Geschichte stürzt.

Ich habe selber vor einigen Jahren die Entscheidung getroffen, zu meiner Fernbeziehung zu ziehen. Von der Großstadt aufs Land. Davon abgesehen, dass ich mich dort absolut nicht wohlgefühlt habe, musste ich feststellen, dass sich der Mann, in den ich mich verliebt hatte, als Mogelpackung herausgestellt hat. Wir haben uns vorher nur im Urlaub und an Wochenenden gesehen und zu diesen Zeiten habe ich nur sein "Sonntagsgesicht" gesehen, (oder sehen wollen?). Nachdem ich zu ihm gezogen bin, habe ich ganz schnell Eigenschaften an ihm entdeckt, die mir ganz und gar nicht gefallen haben.

Bitte bedenke, dass sich Menschen in Wochenendbeziehungen selten richtig kennenlernen und der Alltag nicht unbedingt dem Bild entsprechen muss, das man sich im Vorfeld gemacht hat.
 
P

Provence

  • #29
Mich hat - vor Jahren - nicht einmal die Entfernung von ca 11.000 km (Luftlinie!) davon abgehalten, »ihn« kennenlernen zu wollen. Es schien so viel zu stimmen zwischen uns … ich musste es einfach wissen.

Zwar hatte ich mir damals überlegt, wie es weitergehen könnte, falls die Begegnung positiv ausgehen würde; ich wusste, dass er spätestens zwei Jahre später wieder in Deutschland leben würde … also, nix wie hin.

Die Begegnung war ernüchternd. Sofort war mir klar, dass ich nicht weiter träumen sollte. Und ein wenig erleichtert war ich auch.

Niedersachsen - Bayern? Wo ist das Problem? Finde es heraus!