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Gast

  • #1

Enttäuscht, da ich keine Trauzeugin bin

Hallo ihr Lieben,

da ich nicht recht weiß in welche Rubrik dieses Thema passt habe ich nun diese gewählt.

Es ist so dass eine sehr enge Freundin von mir bald heiratet. Ich kenne sie seit 15 Jahren und wir sind immer eine Herz und eine Seele gewesen. Vor 1 1/2 Jahren hatte sie verstärkt Kontakt zu einer neuen Bekannten mit der sie auch sehr viel unternommen hat und mich teilweise auch leider links liegen gelassen hat. Diese soll nun Trauzeugin werden wie ich über Freunde erfahren habe.
Ich bin etwas verletzt, möchte deswegen aber auch keinen Streit vom Zaun brechen. Ich klinge wahrscheinlich grade wie eine 16 Jährige, dennoch ist es ein schwieriges Thema für mich und ich weiß nicht so recht wie ich damit weiterhin umgehen soll.

Ich hoffe auf gute Ratschläge und bedanke mich schonmal im vorraus.
 
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Gast

  • #2
Tja, das ist blöd. Ich kann deine Enttäuschung verstehen. Ich vermute einfach, sie hat sich in den letzten Monaten mit einer Bekannten zusammengetan, mit der sie spontan auf einer Wellenlänge lag. Das muss nicht immer so bleiben. Eventuell bereut sie es später, dass sie dabei nicht an dich gedacht hat. Du könntest ja mal im Gag unter dem Vorwand eines Glas Weins sagen: "Wenn die andere dich versetzt, dann bin ich deine Trauzeugin". Da muss sie ja irgendwas antworten.
 
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Gast

  • #3
Liebe FS,

bist Du denn wenigstens zur Hochzeit eingeladen?

Denke ich mir doch. Dann ertrage es, dass Du in die zweite Reihe gerutscht bist, mache ein liebevolles Geschenk und stehe darüber.

Zwischen Freundinnen ist es oft schwierig, mal ist die die "Beste" mal die.

Und, wenn sie dann geschieden ist, hast Du jedenfalls mit Deiner Unterschrift nicht zu dem ewigen Pakt beigetragen. (Sarkasmus).

LG
 
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Gast

  • #4
der Text hätte von mir sein können, bin in der gleichen Lage wie du. Mir hat die besagte Freundin die ich seit 16 Jahren kenne zwischen Tür und Angel gesagt, sie würde mir die Funktion als Trauzeugin nicht zutrauen, das wäre zu viel für mich. Die andere Freundin meint sie, würde zudem ganz tolle Junggesellenabschiede organisieren, das wolle sie unbedingt auch haben. Ich habe natürlich geahnt dass dies nicht der wahre Grund ist. Sie hat mich nicht genommen weil ich nicht hinter der Ehe stehen würde- das hat sie mir dann 3 Monate später erklärt. -womit sie allerdings nicht ganz unrecht hat.
Wäre aber schön gewesen, wenn sie mir das in Ruhe auch so erklärt hätte. Dann hätte ich es auch eher akzeptiert. Denn diesen Grund kann ich auf jeden Fall nachvollziehen.
Die Freundschaft ist von meiner Seite auf Eis gelegt. Ich war auch nicht zu ihrem Junggesellenabscheid und habe aber erfahren, dass da wohl so einiges schiefgelaufen ist....das kommt davon wenn man zu hoch hinaus will. Zur Hochzeit werde ich aus Höflichkeit und Respekt gegenüber der langen Freundschaft aber gehen.
Es hat in der Freundschaft schon vorher öfter mal gekriselt, so dass ich mittlerweile auch froh bin, aus der ganzen Sache raus zu sein. Manchmal ist es besser keine Trauzeugin zu werdem, wer weiß was dir dadurch erspart bleibt. Auf jeden Fall sollte deine Freundin dir erklären, warum sie dich nicht gewählt hat, ich finde das gehört sich einfach nach so langer Freundschaft. w
 
  • #5
Man kann bis zu zwei Trauzeugen insgesamt auf dem Standesamt haben.
Oft: Daß das Brautpaar je einen Trauzeugen bestimmt.

Also könnte die FS mit der Braut sprechen, und ihr vermitteln, wie wichtig es der FS ist,
daß sie Trauzeugin ist.

Oder das beide Frauen Trauzeugen auf dem Standesamt sind.
Der Bräutigam könnte dann selber zwei Trauzeugen bestimmen, für die kirchliche Hochzeit ?

(Ansonsten: Man darf auch ohne Trauzeugen heiraten. Nur die r.-kath. Kirche verlangt zwei Trauzeugen)
 
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Gast

  • #6
Hallo FS,

bei mir war es ähnlich, jedoch war ich der engste Freund in den 5 Jahren an der Uni, aber Trauzeuge wurde der frühere Schulfreund, auch wenn die Beiden schon lange vor der anstehenden Hochzeit nur noch sporadisch Kontakt hatten.
Ich habe es - der Freundschaft wegen - stillschweigend akzeptiert.
Ein paar Jahre später wurde ich Taufpate der Tochter, darüber habe ich mich sehr gefreut.

Heute ist es so, dass ich zum Kind und den Eltern einen sehr regelmäßigen Kontakt pflege und ich mich in das Patenamt aktiv einbringe.Ich mache dies sehr gern und es erfreut alle Beteiligten.
Zum Trauzeugen besteht ( fast ) kein Kontakt mehr.Gelegentlich spüre ich beim Ehepaar die Enttäuschung darüber, jedoch kommentiere ich auch dies nicht.
Du solltest Dich nicht aufdrängen und es auch nicht unbedingt thematisieren, auch wenn es im Moment schwer fällt...das kann ich gut verstehen !!
Wie wertvoll Eure Verbindung ist, das wird die Zeit bringen !!

Halte durch !!

(m), 45
 
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Gast

  • #7
Du schreibst, sie hätte Dich links liegen gelassen. Das allein schon ist ja ein Zeichen, dass Du mehr siehst in eurer freundschaftlichen Beziehung als sie.
Meine ehemals beste Freundin hat mir auch einen richtig schönen Tritt in den Arsch verpasst, als ich in der Trennungsphase von meinem Freund war. Und da ist mir aufgegangen, dass ich mir all die Jahre was vorgemacht hatte. Da sie ein kleines Kind hat, habe ich mich IMMER danach gerichtet, wann sie Zeit hat. Nun ist das Kind aber schon kurz vor dem Schulanfang gewesen und von ihr kam nicht mal in der Situation, dass ich völlig aufgelöst bei ihr angerufen habe, ein Entgegenkommen, mal außerplanmäßig Zeit zu haben (und lieber stattdessen etwas zu machen, das sie an jedem anderen Tag auch hätte machen können). Ich hab dann den Kontakt abgebrochen, weil das einfach zu heftig war. Und es war hart, mal die Realität zu sehen, also dass es nicht mehr so ist wie am Anfang der Freundschaft vor zwanzig Jahren.

Also sieh Dir genau an, was da passiert. Deine Freundin hat offensichtlich gar kein Problem damit, Dich nicht als ihre Trauzeugin zu wählen, was für mich ein Zeichen ist, dass Du eure Freundschaft viel höher einschätzt als sie. Wenn sie jetzt Bedenken gehabt hätte und mit Dir geredet hätte, fänd ich das noch anders, aber so ist ihr ja nicht mal der Gedanke gekommen.
Ich würde jetzt auch keinen Stress machen, aber gegebenenfalls die Freundschaft mit ihr neu einordnen in mein Leben.
 
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Gast

  • #8
Liebe Fs,

Deine Enttäuschung kann ich gut verstehen. Und ich rate Dir, souverän zu reagieren und nicht beleidigt zu sein. Und lies #3, 5, 6. Ich würde die Freundschaft dann in aller Stille überdenken. Freu Dich mit der Braut, teile ihre Vorfreude, verdirb nicht mit Diskussionen die Freude auf ihren "großen Tag".

Ich sollte auch einmal unbedingt Patentante von A. werden. Doch im entscheidenden Moment haben die Eltern meine geheime, nicht eingetragene "Telefonnummer verlegt", ich wohne 5 Min. per Auto vom Arbeitsplatz der Mutter von A. entfernt. Sie haben dann jemand anders genommen, weil meine Telefonnummer ja nicht auffindbar war. Wer will, findet einen Weg, wer nicht will, findet Ausreden.

Ich würde auch lieber eine gute alte Freundin nehmen statt eine neue. Aber es denken nicht alle so.

Meine Schwester als Patentante des Sohnes meines Bruders hat sich oft beklagt, sie sende Karten und Geschenke und erhalte kein Dankeschön. Sie hat dann ohne Theater ihren Patentantenjob schlicht und still aufgekündigt. Ich als "freie Tante" erhalte auch kein Dankeschön.

Liebe FS, sei nicht sauer. Wenn Frauen heiraten (besonders weiß, großes Kleid, Kirche) sind sie nicht so recht zurechnungsfähig. Das Ganze nennt man "Bridezilla". Mach keine saure Miene,
freue Dich mit ihr - und überdenke die Freundschaft und räume ihr keinen so großen Stellenwert mehr ein. Sie hat es nicht verdient.

Vielleicht brauchst Du eines Tages mal eine Trauzeugin oder Patentante oder Sonstwas. Und ich wüßte genau, wer es - nicht! - wird.

Alles Gute, W.

W.
 
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Gast

  • #9
Liebe FS,

ich habe auch eine Schwester, die viel attraktiver ist als ich. Und dabei ist sie 16 J. älter.

Sie ist in 2. Ehe mit einem sehr wohlhabenden, ca. 20 J. älteren Mann verheiratet. Die beiden haben aus Liebe geheiratet, sie muss nicht mehr arbeiten, was mich freut, denn sie hat jahrelang Tag und Nacht durchgeschuftet. Und die Leute, die sie "Goldgräberin" nennen, die würde ich am liebsten mit dem Teppichklopfer ausführlich behandeln.

Da meiner Schwester nie etwas einfach so in den Schoß gefallen ist, fällt es mir leichter, ihr ihr gutes Wohlleben nun zu gönnen.

Schönheit ist ein Geschenk der Natur, das leider nicht allen in gleichem Maße zuteil wird. Es gibt naturschöne Frauen, die brauchen an Make-Up- nichts! Und sie sehen in einem Kartoffelsack hinreißender aus als eine Tussi im Dior-Kleid. Das ist ungerecht von Mutter Natur, da werde ich auch schon mal neidisch - doch nie mißgünstig.

Ich bin mit einer Reihe schöner Frauen befreundet, bin selbst eher durchschnittlich aussehend.
Oder aber mit schönem Gesicht, wie jemand meint.

Als ich so 20 war, da sagte der Vater meines Freundes, mein Schwiegervater in spe, denn ich sollte geheiratet werden, als Jungfrau in die Beziehung gegangen und nicht arm und nicht dumm, also er sagte: "Was bin ich stolz, daß mein Sohn eine so junge, schlanke und hübsche Freudin hat."

Und ich habe schon damals gedacht, aber nie ausgesprochen: "Und was passiert, wenn ich nicht mehr jung, schlank und hübsch bin. Werde ich dann fallengelassen wie eine heiße Kartoffel?"

Heute bin ich ü50, dank guter Gene jünger aussehend, aber nicht jünger seiend, und ich achte natürlich auf meine Figur, ohne Diätsklave zu sein, ich mache mich hübsch zurecht, für die anderen und auch für mich selbst.

Und die bildschönen Frauen in meiner Bekanntschaft sind immer noch bildschön, aber sie haben Substanz, sie haben das Herz auf dem rechten Fleck. Und wenn ich sage: Na, N., sind wieder mal die anderen Frauen vor Neid und Eifersucht zerflossen (N. modelt hin und wieder, hat sich aber einen anderen Hauptberuf ausgesucht), dann lachen wir und trinken ein - Bier. Keinen Champagner. Es sind handfeste, schöne Frauen.

Und Du bist mit Sicherheit auch gutaussehend. Vielleicht mußt Du Dich etwas mehr zurechtmachen als Deine schöne Schwester. Doch Du hast Deinen Wert, Du sorgst für Dich selbst. Laß' Dich nach Dubai einladen und mache dort schöne Ferien. Freue Dich für Deine Schwester. Und tröste sie bei Schwierigkeiten. Es gibt Dinge, die kann man mit Geld nicht bezahlen. Eine gute Schwester beispielsweise.

W.