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  • #1

Entweder sind Männer sofort verliebt oder niemals?

Stimmt das?

Und mir ist bewusst das man das nicht pauschalisieren kann. Aber mich würden eure Erfahrungen interessieren.

Meint ihr Liebe kann sich auch noch entwickeln, wenn sie sich nicht sofort einstellt? Ich als Frau (25 Jahre alt) verliebe mich recht schnell. Ich weiß nicht ob es an Naivität liegt oder ob ich einfach so bin.

Wie ist das denn bei Männern? Kann es auch sein das sie sich erst im Laufe der Zeit verlieben?
 
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  • #2
Da würde ich nichts verallgemeinern. Ich stand einer Person auch schon mal skeptisch gegenüber. Es hat etwas gedauert, aber mit dem näher Kennenlernen fand ich sie dann sehr sympatisch und dann kam auch die Begierde.
 
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  • #3
Die These ist unsinn.

Ich kannte eine Frau über Monate freundschaftlich und dachte eigentlich, dass es für mehr mit ihr nicht reichen würde, aber dann verliebte ich mich.


Für körperliche Anziehung mag das eher gelten, das weiß ich oft sehr schnell, ob da was ist und vorallem, wenn es gar nicht geht.
 
  • #4
Meint ihr Liebe kann sich auch noch entwickeln, wenn sie sich nicht sofort einstellt? Ich als Frau (25 Jahre alt) verliebe mich recht schnell. Ich weiß nicht ob es an Naivität liegt oder ob ich einfach so bin.

Grins- mit 25 dachte ich das auch mal.... Also, LIEBE entwickelt sich immer erst später. Verliebtheit ist eine Frage der Persönlichkeit. Es gibt viele die sich spontan oder gar nicht verknallen. Aber eben auch viele die Zeit brauchen.

Kleiner Tip so am Rande- was brennt länger und gibt über lange Zeit Wärme ab? Das Strohfeuer oder die Kohleglut?
 
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  • #5
Das ist eine Frage des Charakters. Der eine trifft Entscheidungen schnell und konsequent, der andere muß erst längere Zeit abwägen, der dritte pendelt zwischen zwei Alternativen hin und her. Genauso ist es mit dem Verlieben. Für mich (m) gilt: der Augenblick, in dem der Funke überspringt, läßt sich nicht vorhersagen, aber ist er einmal übergesprungen, brenne ich sehr schnell. Was aber nicht bedeutet, daß das Feuer auch schnell wieder erlischt, denn warum sollte sich im nachhinein noch etwas an meinen entdeckten Gefühlen ändern?
 
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  • #6
Hallo !

Ich habe 3 Monate gebraucht um mich zu verlieben und nach einem Jahr habe ich ihr gesagt:
"Ich liebe Dich",weil ich es da erst so gefühlt habe.Wir waren 18 Jahre zusammen...

Meiner jetzigen Freundin habe ich nach 4 Monaten gesagt das ich verliebt bin,ich brauche Zeit
und hab keine Lust zu lügen.

Manche brauchen Zeit... m39
 
  • #7
Also in Teenager- und Twenzeiten glaubte ich definitiv an die Liebe auf den ersten Blick, dieses wow-das ist er -Gefühl. Heute mit 50 weiß ich natürlich das dies viel mit Hormonüberschwang, Romantik rosa-rot und die Sehnsucht etwas zu erleben, was man in Liebesschnulzen im TV so wahrnimmt.

Man sieht sich gerne ab und an solche Filmchen an, sie entspannen, zumindest mich, aber ich weiß es ist nur Film. Wirklich große Lieben entstehen anders.

Der biografische Film "Walk the Line" von Johnny Cash und June Carter scheint mir sehr realistisch wie sich eine wirklich große und bis zum Tod prägende Liebe entwickelt.
Eben entwickelt aber nicht sofort da, da beide verheiratet waren mit Partnern, die für Musik nicht viel übrig hatten. Beide hatten Familien, sahen sich jedoch öfter bei Auftritten und Konzerten.
Bis sie ein Paar wurden vergingen Jahre. Er wurde in seiner Ehe zunehmend unzufrieden, seine Frau wollte keinen Musikus, das bräche nichts ein (er war Vertreter für Elektrogeräte), June hatte zwei Scheidungen hinter sich, Männer die fremdgingen und ihrer Musikbegabung keinerlei Chancen einräumten.

Kurz und gut, er war zwischendurch alkoholkrank und drogenabhängig. June war erst mehr eine Freundin statt Geliebte. Sie konnte ihn aber aus den Süchten befreien, stand zu ihm. Er begann sie zu lieben und beide fühlten sie waren zwei Seiten einer Medaillie die zusammengehörten.
Bei einem Konzert, da war er längst von seiner Frau getrennt, sie war auch wieder frei, macht er ihr öffentlich einen Heiratsantrag. Sie war erst skeptisch aber nahm ihn an. Sie waren bis zum Tod verheiratet und bekamen noch einen Sohn.

Tchja, dass nenn ich Liebe.
Die schicksalhafte Liebe ist für mich mehr ein Drama, als Leichtigkeit, locker leicht und frei sehe ich mehr Sex, Affären, Liebelei. Aber die Liebe hat mit Unverbindlichkeit nichts zu tun, sie ist unsterblich.
 
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  • #8
Klaus Lage Band *1000 mal berührt* handelt davon.

Ich hatte vor über 6 Jahren eine Beziehung mit einem Mann, der anfangs nicht in mich verliebt war, mir später aber mitteilte, dass er noch nie jemanden so sehr geliebt hat wie mich.

Eigentlich reagiere ich fast allergisch aufs Verliebtsein. Man projieziert Erwartungen in sein Gegenüber und es geht fast ausschließlich um Äusserlichkeiten wie, Aussehen, Geld, Schicksein, Eloquenz ...

w
 
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  • #9
Man soll unterscheiden zwischen Verliebtheit und Liebe.
Verliebtheit kann schnell und langsam entstehen, sowohl bei Männer als auch bei Frauen.
Liebe wächst meistens mit der Zeit.
 
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  • #10
Ich kann nur sagen, wie es bei war. Ich habe beides erlebt und kann jetzt nicht sagen, ob das eine langfristiger als das andere ist. Fakt ist: Wenn man jünger ist, verliebt man sich wesentlich häufiger und meist schneller. Das hat sich leider mit den Jahren bei mir gelegt. Ich hatte aber zwei Beziehungen, wo es länger gedauert hat, bis ich mich in die Frau verliebt habe. Eine davon kannte ich bereits ein paar Jahre, bevor es passiert ist. Davor waren wir mehr oder weniger gute Freunde, je nachdem wie oft wir uns gesehen haben. Die andere kannte ich im Studium und sie war recht schnell in mich verliebt, wie sie sagte und hat den ersten Schritt getan, um mich kennenzulernen. Beide habe ich sehr geliebt. Andersherum hatte ich auch zwei Freundinnen, in die ich mich sehr schnell verliebt habe und mit denen ich dann auch sehr schnell zusammen war. Deine vorgestellte These stimmt also zumindest für mich nicht.
 
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  • #11
Die Frage ist eigentlich sehr interessant, da man meinen könnte, dass es fast immer so läuft es. Und ja, so obeflächlich wie manche Menschen sind, stimmt es wohl auch. Man verguckt sich sofort, oder gar nicht. Da würde ich mich nicht von ausnehmen.

Aber einer meiner fast längsten Beziehungen (7 Jahre) bestand durchaus darin, dass der Mann sich nicht sofort verliebt hat. Es bedurfte schon etwa 1 Jahr Datingzeit, in der man viel unternommen hat. Ich war einfach sehr hartnäckig und gebe in der Regel nicht vorher auf, bis der Mann es sich anders überlegt. Verliebtheit stellte sich dann später ein, aber dann wirklich so richtig fest. Ich habe ihn letztendlich nach all den Jahren verlassen, weil er mit allen Entscheidungen im Leben so langsam voran ging. Die Leidenschaft zu etwas blieb also dafür immer auf der Strecke. Ich wollte also auch nicht die nächsten 30 Jahre warten, bis er sich mal zum nächsten Schritt wie Heiraten oder Kinder kriegen entschließt. Auch schon mit dem ersten Kuss dauerte es 3-4 Jahre länger. Aber am Ende hat er durchaus gesagt, dass er meine Geduld schätzt und ich deswegen seine Traumfrau und große Liebe bin. Eine andere Frau hätte es mit ihm wohl nicht ausgehalten. Und jetzt ist er wieder 10 Jahre Single. Also manche Männer kommen von alleine einfach nicht aus sich raus, selbst wenn sie sich verlieben wollen würden.
 
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  • #12
Ich merke schon das ist wohl gar nicht so leicht zu beantworte. Wobei ich es beruhigend finde, dass viel davon berichten das sich die Liebe ist mit der Zeit entwickelt hat.

Ist ja auch eigentlich normal. Bloß das ich mich doch recht schnell verliebe oder vielleicht auch eher verknalle. Liebe ist ja schon etwas sehr tiefes und nichts was von heute auf morgen entstehen kann.

Die FS
 
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  • #13
Also ob eine Frau körperlich rezvoll bei mir ankommt, das kann ich nach durchschnittlich 0.528 Sekunden sagen.
Aber es kam durchaus öfters vor, dass ich eine Frau schon sehr lange kannte und irgendwann so aus Gedankenspielerei drauf kam: "Hölle, wieso hab ich die eigentlich noch nie versucht ernsthaft kennenzulernen? Die hat eigentlich alles was ich mir von einer Partnerin vorstelle..."
Und dann merk ich wie ich mich da innerhalb von Wochen total reinsteigere und neue Gefühle entwickle für diese Frau die ich vielleicht schon jahrelang kenne.

Das ist wohl etwas anders wenn SIE aktiv zeigt dass die einen interressant findet.
Ich glaube da müsste das schon schneller "klick" machen wenn SIE einem entgegenkommt.
Aber so furchtbar oft passiert das zumindest bei mir nicht, dass ne Frau von sich aus auf mich zugeht.
Bisher war es fast immer so, dass SIE abwartet bis zum gehtnichtmehr obwohl man sich voll ins Zeug legt und weder positiv noch negativ klare Signale sendet (oder den Mund aufmacht).
Daher kann ichs aus der Perspektive nicht wirklich objektiv beurteilen.

m30
 
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  • #14
Bitte drei Dinge separat betrachten:
1. Verliebtheit
2. Liebe
3. sexuelle Anziehung

Diese Dinge können separat oder zusammen auftreten.

Liebe benötigt (zumindest bei mir) einige Zeit, um zu wachsen. Bevor ich Liebe für eine Frau empfinde, muß ich sie besser kennen, evtl. auch schon irgendwas mit ihr zusammen erlebt haben, ein gewisses Maß an Vertrauen entwickelt haben etc. Das dauert naturgemäß schon etwas länger und geht nicht in wenigen Sekunden oder Minuten. Wochen bis Monate sind hier das absolute Minimum für mich.

Verliebtheit kann als Vorstufe von Liebe, gemeinsam mit Liebe oder ohne (spätere) Liebe auftreten, auch wiederholt bei der gleichen Frau und auch in Bezug auf eine andere Frau als die, die ich liebe. Z.B. kann ich mit meiner Partnerin, die ich liebe, zusammen sein und bin vorübergehend in eine andere Frau verliebt. Wobei dieses Verliebtsein in eine andere dann eher flüchtig ist und nicht allzu lange anhält. Verlieben kann ich mich in eine Frau sowohl dann, wenn ich sie schon längere Zeit (auch mehrere Jahre) kenne als auch wenn ich sie erst kürzlich kennengelernt habe. Die berüchtigte "Liebe auf den ersten Blick" ist mir allerdings eher fremd. Man kann aber durchaus nach wenigen Treffen / ein paar Tagen verliebt sein, nach ein paar Minuten aber kaum (und wenn, dann wohl nicht sehr lange). Meist bin ich aber hier auch eher ein "Spätzünder", der eine Frau erstmal etwas kennen gelernt haben muß, damit sich Interesse entwickelt.

Sexuelle Anziehung läßt sich meist auf den ersten Blick feststellen. Ich kann durchaus eine Frau sexuell attraktiv finden, in die ich nicht die Spur verliebt bin und die ich auch ganz sicher nicht liebe. Umgekehrt möchte ich aber einer Frau, die ich liebe oder in die ich verliebt bin, grundsätzlich gern auch sexuell nahe sein. Hier kann es also durchaus auch vorkommen, daß ich eine Frau erst einmal nicht attraktiv finde, mich später in sie verliebe und dann darüber auch sexuelles Interesse an ihr entwickle.

Die komplexe männliche Gefühlswelt eben...

m, 33
 
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  • #15
Ich glaube nicht an Liebe auf den ersten Blick. Nicht mal Verliebtheit. Bei mir braucht das Zeit und ich muss die Frau erst mal besser kennenlernen, um sie einordnen zu können. Das einzige was relativ schnell klar ist, ist körperliche Anziehung, aber die ist zumindest bei mir nicht hinreichend, und auch nur bedingt notwendig, um mich verlieben zu können. (M35)
 
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