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  • #1

Epilepsie und Partneruche

Ich Mann 23 jahre hab seid Kind an Epilepsie und hatte noch nie eine Freundin und Sex. Hat man es als Epileptiker schwieriger bei der Partnersuche als jemand der gesund und nicht eingeschränkt im Leben ist? Haben solche leute wie ich es allgemein schwieriger in der normalen Gesellschaft eine Freundin zu finden?
 
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  • #2
Ich glaube nicht, ich hoffe du bist Medik. eingestellt.
Wenn du deine Partnerin alles erklärst, spielt es keine Rolle.
Zumindest für mich würde es keine Rolle spielen.
W39
 
  • #3
Um die Frage beantworten zu können, müssten wahrscheinlich die meisten von uns vor allem folgende Informationen haben:

Worin bestehen die "Einschränkungen", die du selbst erwähnst?
 
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  • #4
Lieber Fragesteller, ich denke, dass eher Deine Art, Dich auszudrücken, Dir Schwierigkeiten im Leben bereitet. Sei mir nicht böse, aber lies doch bitte noch einmal die ersten 9 Wörter, die Du geschrieben hast laut vor: Ohne Punkt, ohne Komma, komplettes Kauderwelsch und in 9 Wörtern gleich 3 Rechtschreibfehler.

Natürlich wird sich eine junge Frau zunächst mal erschrecken, wenn sie von Deiner Krankheit hört. Kürzlich hat mir im Fitness-Studio eine junge Frau von ihrem Bruder erzählt. den sie gerade krampfend in seinem Zimmer gefunden und ins Krankenhaus hatte einliefern lassen. Die Eltern waren nicht zu Hause. Ihr Bruder wurde gerade medikamentös eingestellt und offenbar war es nicht die richtige Dosis. Wenn sie nicht zu Hause gewesen wäre und -eher zufällig- die Geräusche gehört hätte, die aus dem Nachbarzimmer kamen, wäre ihr Bruder vermutlich jetzt tot.

Wenn Du allerdings richtig eingestellt bist und Deine potenzielle Freundin sich mit dieser Krankheit auseinandergesetzt und sie akzeptiert hat, dann dürfte auch Deinem/eurem Glück nichts im Wege stehen.
 
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  • #5
Hallo!
Ich selbst leide unter einer depressiven Panikstörung. Ich habe nicht den Eindruck, dass eine Erkrankung potentielle Partnerinnen grundsätzlich abschreckt. Wenn Sie sich wirklich damit auseinandersetzt, ist das schon mal ein gutes Zeichen. Du solltest allerdings Deine Erkrankung "gut im Griff" haben, sprich Medikamente und alles,was Dir guttut, tun.
Wenn Du allerdings erwartest von vorne bis hinten betüddelt zu werden könnte es problematisch werden.
Sollte die Frau einfach nur Angst haben und wegrennen, lass sie laufen. Nicht jeder kommt mit allem klar.
Außerdem: wer ist denn überhaupt völlig gesund? Gibt es jemanden, der gar nichts hat?

Nur Mut, manche machen es sich mit dem Hinweis auf die Krankheit des anderen auch nur sehr einfach...

m, 48
 
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  • #6
zu klein, zu dick, nicht eloquent genug, nicht attraktiv genug, gehbehindert, nicht genug Geld, etc. Jeder hat irgendwas. Und jeder hat diese Gedanken, die lediglich hindern und in der Regel völlig unbegründet sind. Menschen sind verschieden - was Frau X stört kann durchaus Frau Y egal sein. Ergo: schnell diese Limiting Beliefs loswerden und an den positiven Eigenschaften feilen.
 
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  • #7
Lieber FS,
kommt darauf an, ob es eine ernsthafte Beziehung werden soll oder nur was kurzes. Mich würde es stören, wenn ich eine 20-jährige Frau mit Kinderwunsch wäre.
Epilepsie ist erblich und so lange es in meiner Macht steht, will ich ein gesundes Kind.
Also eben ein Kind von einem gesunden Mann.

Ansonsten stehen einer Freundschaft und einer Affäre keine Probleme entgegen, solange Du die Krankheit im Griff hast.
Du bist noch nicht so alt. Es gibt Männer, die sind 30 beim Ersten Mal.
Alles Gute
 
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  • #8
Wenn Du medikamentös eingestellt bist und anfallsfrei, würde ich es zunächst bei der Partnersuche gar nicht erst erwähnen. Das geht in diesem Stadium niemanden etwas an.

Ich hatte mit 20 auch mal zwei Anfälle, vermutlich aus nervlich-psychischer Überforderung, und nehme seitdem Medikamente. Ich fahre Auto, klettere auf Baugerüste und spiele selbst Computerspiele (Erklärung: flimmerndes Licht ist für manche nicht gut). Mir geht es super. Wieso sollte ich mich als krank definieren? Ich habe ein gesundes Kind.
 
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  • #9
Mit 18 Jahren hat man es schwieriger als andere - eine Freundin zu finden. Alle Freunde dürfen Auto fahren nur ich nicht. Doch später spielt das keine Rolle mehr. Zumindest bei mir nicht. Ich leide seit über 30 Jahren an Epilepsie. Bin seit 10 Jahren Anfallsfrei. Muss jedoch noch immer Medikamente nehmen. Ich brauche min. jeden 2. Tag Sex - besser wäre täglich - doch das liegt nicht an mir. Es klappt noch alles bestens - zumindest bei mir. Sex macht mir grossen Spass. Ich denke jedoch, dass die Medikamente die Ejakulation herauszögern, das heisst der Sex dauert länger, was sicher zum Vorteil jeder Frau ist. :)
 
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  • #10
Ich glaube insgesamt schon, aber man sollte nicht aufgeben. Nimm immer deine Medikamente, aber mach sonst alles was dir Spaß macht. Epilepsie ist, wenn sie nicht angeboren ist, nicht vererbar. Ich hab selber Epilepsie. Weiß daß es schwieriger ist mit der Partnersuche, aber wie gesagt, wenn dein Partner sich damit beschäftigt und dich liebt, kann es klappen.
 
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  • #11
Ich bin auch Epileptikerin, bin zwar eingestellt, aber ein Anfall kann trotzdem kommen, zB unter Stress. Den hatte ich, als ich mit einem Arzt zusammen war. Ausgerechnet im Bett bekam ich dann einen Anfall. Er, als Arzt, wußte damit nicht umzugehen und ist abgehauen. Ab da hab ich die Menschen regelrecht verurteilt, die damit nicht umgehen können!
Du hast diese Krankheit und wenn Du eine Frau kennenlernst sage es ihr ganz locker. Wenn
Sie das nicht verstehen kann oder will, hat sie und nicht Du Pech gehabt!
 
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  • #12
Hab mich in meiner EP-Zeit zweimal in einen Mann verliebt, der mir beim ersten Treffen bzw. dem ersten Telefonat erzählte, dass er Epilepsie hätte, aber gut medikamentös eingestellt wäre. Mit dem zweiten bin ich zusammen, wir sind total glücklich.
Ob Deine Epilepsie vererbbar ist bzw. in der Familie liegt, ist sicher nicht ganz unwichtig für Frauen in Deiner Altersklasse, die irgendwann Kinder wollen.
Bei einem Mann, der für mich anhand seiner Persönlichkeit, gezeigt im "Ich über mich", in den Mails und den Telefonaten, interessant ist, ist für mich auch eine schwerwiegende Krankheit kein Ausschlusskriterium.
Sag es frühzeitig, schreib es aber nicht ins Profil. Ehrlichkeit und Vertrauen sind essentiell.
 
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  • #13
Lieber FS,

Du gibst zu wenig Informationen, um Deine Frage zu beantworten, ob die Epilepsie der Grund für Deine bisher erfolglose Partnersuche ist. Hast Du "nur" die Epilepsie, oder auch eine Grundkrankheit, welche sie auslöst. Damit meine ich z.B. eine Hirnschädigung als Kind, die auch anderweitig Symptome macht. Hast Du regelmäßig oder sehr selten Anfälle? Darfst Du Autofahren?

Ich denke, ein Epileptiker mit wöchentlichen Anfällen hat es schon sehr schwer, eine Frau zu finden, die das mit ihm durchstehst. Er darf dann nicht Autofahren, was vor allem bei jungen Frauen nicht gut ankommt. Er muss Freizeitaktivitäten, bei denen ein plötzlich auftretender Anfall Verletzungsgefahr bedingt, vermeiden. Er darf evtl. keine Disko besuchen wegen des Stroposkop-Lichtes usw. Vielleicht schreibst Du mal Genaueres zu Deinen speziellen Einschränkungen?

So ganz einfach ist es für Partner eines Epileptikers m.E. nicht. Ein Grand-Mal-Anfall sieht für Laien (und auch für Ärzte, die meisten haben noch keinen gesehen) lebensbedrohlich und beängstigend aus. Der Patient zuckt oder schlägt unkontrollierbar um sich, es quillt Schaum (oft auch Blut durch Zungenbiß) aus dem Mund, er lässt unter sich und viele werden auch blau, weil kurzeitig die Atmung aussetzt. Auch nach dem Anfall kann es minutenlang dauern, in denen der Patient bewußtlos ist, niemanden erkennt, total wirr redet und agiert, bis er wieder aufklart.

Es ist für die meisten Angehörigen sehr schwer zu ertragen, den geliebten Menschen so zu erleben. Das Miterleben solcher Anfälle -insbesondere beim ersten Mal- führt oft zu anhaltender, tiefer Erschütterung oder sogar Ekel. Die Angehörigen erleben selbst Todesängste, weil es für sie so aussieht, als ob der Patient stirbt. Daher sollte der Epileptiker den Partner schon sehr genau aufklären, wie so ein Anfall aussieht und wie der Partner sich dann verhalten soll.

Für mich als Ärztin wäre ein Epileptiker mit seltenen Anfällen übrigens kein Ausschlusskriterium bei der Partnerwahl (einen insulinpflichtigen Diabetiker dagegen würde ich wegen der Folgeerkrankungen und verminderten Lebenserwartung nicht nehmen).

w, 51
 
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  • #14
Ja es stimmt man hat es deutlich schwieriger wenn man wirklich ( was wichtig ist) mit offenen karten spielt, ich spreche aus eigener erfahrung( 21 habe Epilepsie seit 2009) ... Die meisten Leute bekommen allein bei dem wort Epilepsie schon Panik, habe auch 2 Partner verloren, weil ich ausgerechnet in der Zeit der Beziehung einen Anfall hatte ( partner wussten das) aber durch den schock denjenigen dort hilflos liegen zusehen und nicht helfen zu können ist es für gesunde Menschen sehr schwer mit der Krankheit umzugehen , was ich persönlich sehr sachade finde. Es ist wirklich so, dass "kranke" Menschen es generell schwieriger haben.
 
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