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Gast

  • #1

Er findet zwei Wohnungen besser

Liebes Forum, vor allem liebe Männer,

ich bin ein bisschen aufgewühlt. Ich (w bald 28) bin mit meinem Freund (28) seit knapp einem Jahr zusammen. Beruflich zieht es mich demnächst in seine Stadt und ich denke ans Zusammenziehen. Nicht nur aus pragmatischen Gründen, sondern natürlich vor allem, weil ich gerne mit ihm zusammen wohnen möchte, ihn dann täglich sehen kann und wir uns noch besser kennen lernen können. (Bis jetzt sehen wir uns nur an den Wochenenden...)

Heute Abend hatten wir so ein Gespräch... er hat so viele Sachen gesagt... dass es für ihn erstmal ein Experiment sei, dass er Angst hat, nicht mehr Herr im Haus zu sein, Freunde hätten ihm davon abgeraten, mit einer Frau zusammenzuwohnen, er könne sich z.Z. eher eine Beziehung in zwei Wohnungen vorstellen etc.

Ich war völlig entsetzt. Wir haben ähnliche Pläne in Sachen Zukunft, Familie etc. aber nach der Szene sind das für mich alles irgendwie Luftschlösser. Er sagt mir dreimal am Tag, dass er mich liebt und beschwert sich, wenn ich am Wochenende nur einen Tag für ihn Zeit habe, aber aufs tägliche Sehen hat er keine Lust? Das soll mal einer verstehen... Und ich bin keine Frau, die eine 24-Stunden-Symbiose mit einem Mann eingeht, im Gegenteil, ich nehme und gebe auch gerne Freiräume. Trotzdem, der Mann hat Panik

Er hat mich dann ein bisschen beschwichtigen können. Aber ein dumpfer Nachgeschmack bleibt dennoch. Wieso haben Männer immer diese Angst? Wird das anders, wenn sie erstmal über die magische 30 sind?

Ich bin ratlos und habe (wie schon so oft) das Gefühl, Zeit zu verschwenden. :-/
 
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Gast

  • #2
Heute Abend hatten wir so ein Gespräch... er hat so viele Sachen gesagt... dass es für ihn erstmal ein Experiment sei, dass er Angst hat, nicht mehr Herr im Haus zu sein, Freunde hätten ihm davon abgeraten, mit einer Frau zusammenzuwohnen, er könne sich z.Z. eher eine Beziehung in zwei Wohnungen vorstellen etc.
Das klingt aber komisch...."nicht mehr der Herr im Haus sein...", ist er ein Macho?, hat er ausreichend Selbstbewusstsein? Schau noch genauer hin, denn du hast schon länger komische Gefühle und die solltest du ernst nehmen.

Wenn er noch zu sehr auf seine Freunde hört, dann ist er emotional nicht erwachsen und willst du so einen Mann haben?

Ich empfehle dir als "alte" Frau, nimm deine eigene Wohnung, lebe dein Leben und nimm ernst, was er sagt. Zwinge ihn zu nichts, das geht nach hinten los. Seine Gedanken hören sich auch nach gewisser Bindungsangst an.

w 49
 
  • #3
Entkrampfe mal und mach aus den Vorgaben etwas zusammen mit deinem Freund.. und mach kein Drama draus sonst wirds ein Selbstläufer und auf einmal ist alles schlecht.-.
 
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  • #4
Hallo liebe FS,

ich an Deiner Stelle würde mich für eine eigene Wohnung entscheiden, mal sehen, wie die neue Arbeit und die Beziehung sich entwickeln und sich nicht verwickeln.

Ich kann den Mann schon verstehen. Ihr habt Euch bisher einmal am WE gesehen, nicht einmal in der gleichen Stadt gelebt und nun sollt ihr Tag und Nacht zusammenleben? Ich finde die Befürchtungen/Ängste Deines Freundes durchaus berechtigt, im schlimmsten Fall zerstört derart plötzliche und ungewohnte Nähe eine Beziehung.
 
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Gast

  • #5
Ich kann ihn schon auch ein bisschen verstehen. Bisher seht ihr euch seit einem Jahr nur am Wochenende - und dann auf einmal jeden Tag, jede Nacht? Da ist der Sprung sehr groß. Du kannst doch auch zweistufig vorgehen: erst eigene Wohnung in der neuen Stadt und wenn das alles fein ist und ihr euch auch noch gut versteht, wenn ihr euch öfter seht, dann gemeinsame Wohnung.

Es kann natürlich auch sein, dass seine Sehnsucht nach deiner Nähe generell nicht groß genug ist. Aber das kannst nur du einschätzen.

w, 49
 
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  • #6
Ich verstehe ihn vollkommen. Ihr kennt euch noch nicht mal ein Jahr. Zu kurz zum richtig Zusammenziehen. Das sah ich in dem Alter so und das sehe ich jetzt noch mehr so. Das für sich besagt nichts darüber, wie ernsthaft sein Interesse an Zukunftsplanung mit dir ist. Ein zeitweises Zusammenziehen fände ich besser bzw. erstmal eine Wohnung in der Nähe suchen.
 
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  • #7
Ich bin eine Frau, aber ich finde nicht, dass man heutzutage noch zusammen wohnen muss, erst recht nicht nach EINEM Jahr, wo man sich nichtmal richtig kennt! Oh mein Gott! Ich wohne nichtmal nach 7 Jahre mit meinem Partner zusammen.
 
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  • #8
Wird Zeit, dass auch mal einer Dich versteht!
Ende 20, Familienplanung steht noch aus....

Wenn nicht bei dieser Gelegenheit, wann dann?
Worauf warten?
Klar, kann auch schief gehen, kann es aber auch in 3 Jahren!
Vor dem ersten Kind eine Weile allein zusammen gewohnt haben ist sinnvoll. Aber bei der Warterei wirst du erst mit 40 an ein Kind denken können. Und zig solche Versuche und es ist sogar zu spät. Dein Gefühl sagt Dir ja schon, was falsch ist.

Vergiss den Typen, Du glaubst nicht nur Zeit zu verschwenden, Du verschwendest sie. Du siehst die Sache ernst, er locker, vielleicht datet er sogar nebenbei, so locker und prüfend. Und ich versichere Dir, ziehst Du Dich jetzt zurück und machst klar, okay, Du schaust Dich dann besser auch noch prüfend um, schaut er genauer hin und zwar bei Dir!!!
 
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  • #9
Ich kann Deine Enttäuschung gut verstehen.
Sag mal, ziehst Du seinetwegen in seine Stadt oder hast Du ein wirklich gutes Job-Angebot, das Du auf jeden Fall annehmen würdest ?

Wenn Du seinetwegen umziehst, um in seiner Nähe zu sein und um die Wochenendbeziehung zu einer echten Partnerschaft werden zu lassen, dann würde ich die Idee mit der eigenen Wohnung ablehnen und im alten Job und der alten Wohnung bleiben.

Ihr kennt Euch seit einem Jahr. Das sollte reichen.
Ein bisschen Mut gehört einfach dazu - auch von seiner Seite !

w55
 
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  • #10
Ein Jahr genügt, um zu wissen was man will - oder eben nicht.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich diese Unsicherheit bezüglich Zusammenwohnen bei Deinem Partner nie legen wird, auch wenn Du in der Nähe bist. Er wird dann andere Gründe vorschieben.
 
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  • #11
Hallo,

hier die FS nochmal: Ich musste mir eine neue Stelle suchen und habe daher natürlich in seiner Stadt gesucht und gefunden. Ich bin ja bereit, viele Kompromisse einzugehen, schließlich habe ich mir seine Wohnung nicht ausgesucht und sie auch nicht mit eingerichtet.

Aber er fühlt sich unter Druck gesetzt und meint, man könnte ja dann mal zusammenziehen, wenn Kinder unterwegs sind. Ich finde diese Einstellung sehr realitätsfern. Und ja, natürlich möchte ich in meinem "Alter" keine Jahre verschwenden mit einem Mann, der mich immer am langen Arm auf Abstand hält.
 
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  • #12
Na ja, die Jungs sind da inzwischen auch vorgewarnt. Das "neue Selbstbewusstsein" der Frauen hat eben doch auch Schleifspuren in der Familie und bei Freunden hinterlassen. Ich hätte auch keine Lust mich zu Hause dauernd auseinandersetzen zu müssen und finde viele "neue" Frauen da recht anstrengend. Zu Hause möchte mann eigentlich Frieden und nicht Theater. Und dann ist es ja auch oft nicht mehr für immer und da macht der Stress noch entschieden weniger Sinn. m
 
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  • #13
Liebe FS
Ich verstehe den Mann absolut, getrennte Wohnungen sind ein luxus der es alle mal wert ist, auch dir zu liebe solltest du dir eine Rückzugsmöglichkeit schaffen, außerdem möchtest du dich doch sicher nicht in sein gemachtes Nest setzen.
Wenn er dich bei sich einziehen lassen würde würde seine Lebensqualität wirklich massivst darunter leiden (seine Befürchtungen hat er e schon korrekt zum Ausdruck gebracht) es ist nämlich meist so dass die Frau dann sehr viel beansprucht (sie allgemein über ihn bestimmt, alles mit Deko zustellt, ihm sagt wann er "Auslauf" hat und wie er sinnvoll seine Freizeit verbringen soll, wann und wie er furzen darf und wie er seine wohnung reinigen sollte).
Du kannst dir ja eine ganz kleine Wohnung nehmen und ihr könnt euch öfter sehen als jetzt aber halt trotzdem nicht zusammen wohnen. Hat mit sicherheit viel mehr reiz, mit der zeit wächst man ohnehin soweit zusammen dass man irgendwann mal den schritt wagen kann, denn spätestens mit den kindern ist das 2-Wohnungs-Modell leider nur noch schwer durchführbar
 
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Gast

  • #14
Ich würde auch nicht mit jemandem zusammenziehen wollen, den ich bisher im wesentlichen an Wochenenden gesehen habe.
Wenn ihr in derselben Stadt lebt, habt ihr in Zukunft die Chance, auch Wochentags beim einen und beim anderen zusammen zu verbringen inkl. Übernachtung.
Wenn ihr dann feststellt: Eigentlich machen 2 Wohnungen keinen Sinn, wir sind sowieso fast immer beieinander, dann zieht ihr in eine.

So habe Ichs bisher gemacht, so würde ichs wieder machen. Alles andere kann zu schnell überfordern.
 
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  • #15
Liebes Forum, vor allem liebe Männer,

ich bin ein bisschen aufgewühlt. Ich (w bald 28) bin mit meinem Freund (28) seit knapp einem Jahr zusammen. Beruflich zieht es mich demnächst in seine Stadt und ich denke ans Zusammenziehen. Nicht nur aus pragmatischen Gründen, sondern natürlich vor allem, weil ich gerne mit ihm zusammen wohnen möchte, ihn dann täglich sehen kann und wir uns noch besser kennen lernen können. (Bis jetzt sehen wir uns nur an den Wochenenden...)
Leute, die zusammenwohnen, lernen sich meistens besser kennen, als sie sich kennenlernen möchten. Warum eine Beziehung mit so einem Blödsinn zerstören. Es klappt mit getrennten Wohnungen viel besser.
 
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  • #16
Liebe FS,

also ihr habt eine Fernbeziehung? Dann wäre es tatsächlich besser, wenn du erstmal deine eigene Wohnung hast.

Lass dich von den blöden Sprüchen einiger Männer hier nicht verunsichern. Es geht auch um deine Freiheit usw.

Was machst du, wenn du dann feststellt, dass er doch nicht so toll ist, wie du ihn immer an den Wochenenden kennengelernt hast? Wochenende ist fast wie Urlaub. Der Alltag sieht oft anders und schlimmer aus.

Lass dir noch a bissel Zeit, auf ein Jahr kommt es jetzt nicht drauf an.

Du musst jetzt klug handeln und vorausschauend handeln. Sei geduldig und lerne ihn jetzt noch mal besser kennen.

w 49
 
  • #17
Er will gnädigerweise mit dir zusammenziehen, wenn Kinder unterwegs sind?
Merkst du was? Der hält dich hin! Wie soll man sich den näher kennen lernen? Wenn nicht durch viel gemeinsam verbrachte Zeit? Und auch Alltag! Ohne gemeinsamen Alltag erlebt zu haben, kann man an Kinder doch gar nicht denken! Wenn ihr wieder getrennte Wohnungen habt, dann seht ihr euch ja wieder kaum (wenn ihr euch öfter sehen würdet, bräuchte man ja die gtrennten Wohnungen nicht...)
Der Typ hält dich hin! Du wirst immer älter und in 2,3 Jahren fällt ihm dann ein, dass er doch nicht will... Und dann geht es dir wie mir mit 30: von allen Seiten darfst du dir anhören, warum du so dumm warst und dich so lang hinhalten hast lassen und dass jeder Mann, der wirklich will, auch verbindlich wird!
Dein Freund hat keine Zukunftsplane mit dir. Wenn ihm das Gelabere der Freunde wichtiger ist? Wenn er glaubt, dass sich sein Leben mit dir verschlechtert? Sorry, dann liebt er dich nicht. DU wirst immer älter und du musst dich um eine tragfähige Beziehung kümmern, wenn du Kinder willst. Hoffen, dass sich das mit 30 ändert? Vergiss es!!'

Mein freund und ich sind nach einem Jahr zusammengezogen - in dem festen Wissen, dass der andere unser Leben bereichert, weil wir uns lieben und eine gemeinsame Zukunft aufbauen wollen.
 
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  • #18
Ich bin genauso alt wie du (knapp 28) und verstehe dich voll und ganz. Ich bin seit knapp 2 Jahren mit meinem Freund (30) zusammen, wir wohnen seit 1 Jahr zusammen, sind also nach 10 Monaten Beziehung zusammen gezogen. Es war meine Idee, ich musste ihn auch etwas stupsen, aber nicht zwingen, er hätte von sich aus aber noch etwas gewartet. Ich habe aber auch eine klare Vorstellung von unserer Zukunft und werde nicht ewig auf den nächsten Schritt (Heirat) warten. Dass wir Kinder wollen, steht fest, da zieht er auch mit, aber er hat es nicht eilig. Ich habe nur keine Lust, mit 31 festzustellen, dass er den Schwanz einzieht, mich hingehalten hat und ich mir in Torschlusspanik einen Erzeuger meiner Kinder suchen muss. Das will ich nicht. Ich liebe ihn sehr, aber wenn er mir in den nächsten 2 Jahren (dann 4 Jahre Beziehung und 3 Jahre zusammenwohnen) keinen Antrag macht, dann gehe ich.
Wir Frauen sollen immer cool bleiben und den Jungs (ja das sind noch Jungs!) keinen Stress machen, aber wenn wir dann über 30 sind, will und keiner mehr, weil sie dann die biologische Uhr hören. Ja, was bleibt uns Endzwanzigerinnen denn übrig, wenn wir Familie wollen?
 
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  • #19
Warum eine Beziehung mit so einem Blödsinn zerstören. Es klappt mit getrennten Wohnungen viel besser.
Was für eine Beziehung? Sowas ist bestenfalls eine Freundschaft mit Sonderleistungen.

Aber ist natürlich schon einfach. Nur keine verantwortung übernehmen. Alles so schön unverbindlich. Was waren unsere Großeltern doch für dumme Menschen, blieben doch tatsächlich häufig ihr ganzes Leben zusammen.

Heute vergisst jemand den Klodecken runterzuklappen und man trennt sich weil sowas ja ein NoGo ist.

Übrigens wie willst du jemanden wirklich kennenlernen wenn man sich nur ab und an zu Sex trifft?
 
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  • #20
Ich würde auch Angst haben, dass ich nicht der Herr im Haus bin und nicht die Hosen anhab, wenn eine Frau bei mir einzieht. Das würd ich auch nicht sofort machen sondern erst wenn klarsteht dass es so läuft wie ich sag.
 
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Gast

  • #21
Hallo!
Zwei Aussagen deines Freundes machen mich stutzig:
Er sagt, er wäre dann nicht mehr der Herr im Haus.
Und er will mit dir zusammenziehen, wenn Kinder (irgendwann mal) unterwegs sind.

Außerdem raten seine Freunde davon ab, mit einer Frau zusammenzuziehen.Was soll das denn?
Mit wem, wenn nicht mit einer Frau, möchte er denn sonst zusammenziehen?
Du hast Recht, dein Freund ist realitätsfremd, unerfahren und nicht reif genug für eine so große Sache wie gemeinsamen Nestbau.Denn man kann unmöglich erst zusammenziehen, wenn das Kind sich bereits angekündigt hat.Ein Kind braucht nämlich einen Vater und keinen Kindskopf.

Du hast jetzt mehrere Möglichkeiten.
Du sagst ihm, was du von der ganzen Sache hältst und ziehst dich zurück.Wenn ihm etwas an dir liegt, wird er wieder auf dich zukommen.
Oder du versuchst es zunächst mit den zwei getrennten Wohnungen und schaust mal, wie es so läuft.(Ich würde dann auch seine Freunde mal näher in Augenschein nehmen).
Oder du versuchst, ihm das Leben mit dir schmackhaft zu machen und ziehst mit ihm zusammen.(Wenn er das denn mitmacht.)
Mein Rat an dich wäre Möglichkeit Nr. 1.
Viel Glück für dich. W / 48
 
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Gast

  • #22
Was für eine Beziehung? Sowas ist bestenfalls eine Freundschaft mit Sonderleistungen.
Und gemeinsam Wohnen ist eine WG mit Sonderleistungen. Nur dass die Sonderleistungen ziemlich schnell nachlassen, sobald man gemeinsam im trauten Heim sitzt.

Aber ist natürlich schon einfach. Nur keine verantwortung übernehmen.
Selbstverständlich übernehme ich für einen anderen Erwachsenen keine Verantwortung. Wieso sollte ich denn auch?
Putzen, kochen und Miete zahlen kann ich selber, wieso sollte ich mit jemanden zusammenziehen? Damit ich jeden Morgen zusehen darf, wie meine Partnerin sich die Pickel ausdrückt? Oder mir regelmäßig Vorträge über die Wichtigkeit des Klodeckelzuklappens anhören darf?

Übrigens wie willst du jemanden wirklich kennenlernen wenn man sich nur ab und an zu Sex trifft?
Ja, so richtig kennen lernt man sich erst nach einer Trennung, in deren Gefolge man sich über drei Instanzen darüber streitet, wie der Hausrat aufgeteilt wird.
Wer bitte braucht so etwas?
 
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  • #23
Ich finde den Sprung von einer Wochenendbeziehung in eine gemeinsame Wohnung auch etwas krass. Komm erstmal in seine Stadt. Orientiere Dich dort. Lerne ihn im Alltag kennen. Auch seine Freunde. Zusammenziehen könnt ihr dann immer noch. Außerdem kennt ihr Euch nach knapp einem Jahr und nur am Wochenende gesehen ja kaum.
 
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  • #24
Liebe FS,
ich kann Dich sehr gut verstehen! Vor einigen Monaten hatte ich ein ähnliches Thema hier eröffnet und sehr viele, interessante Meinungen dazu bekommen.
Wir waren 2 Jahre zusammen und er eierte herum, sobald das Wort "Zusammen wohnen" auch nur ansatzweise angesprochen wurde.
Ich habe mit ihm stundenlang darüber diskutiert, bis ich irgendwann keine Energie mehr hatte und mir vorgenommen hatte diese (für mich frustrierende Beziehung ohne Zukunftsaussichten) zu beenden.
Das habe ich ihm unmißverständlich mitgeteilt und bin dann sehr konsequent geblieben.
Soll heissen, sehr wenig Zeit für ihn gehabt, ihn mehrfach wegen Sport und/oder Freundinnen versetzt bis er spürte, dass ich bereit war ihn ganz zu verlassen.
Dann kam er ganz von alleine auf mich zu und wir haben gerade mit der Wohnungssuche angefangen.
Ich hätte ihn wirklich verlassen, weil ich mir ein Leben in 2 getrennten Wohnungen nicht vorstellen kann und möchte!
Mir ist es wichtig zu wissen, dass es ein "Wir" gibt, dass wir an einem Strang ziehen, dass wir füreinander da sind und dass wir gemeinsam einschlafen, ohne ständig mit Taschen und Tüten von einer Wohnung zur anderen zu fahren.
Ich hatte keine Lust mehr mich nach 2 Jahren mit meinem Freund permanent verabreden zu müssen.
Bei mir hat sich der Kinderwunsch erledigt, weil ich schon ein Kind aus erster Ehe habe - aber Du solltest das nicht aus den Augen verlieren, denn die Jahre fliessen schnell dahin!
Alles Liebe für Dich!
w.
 
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Gast

  • #25
Liebe FS, ich kann deinen Freund verstehen, aber natürlich auch dich.
Mein Freund (Mitte 30) hat, als wir erst ein paar Monate zusammen waren, auch einen Job in meiner Region gefunden. Erst hatte ich (Anfang 30) Panik davor, dass er bei mir einzieht, weil ich viel Freiraum brauche und viel zu Hause (auch abends) arbeite. Außerdem haben wir beide vorher lange allein gelebt.
Also haben wir offen miteinander geredet und beschlossen, es einfach zu versuchen: Nach nur 5 Monaten Beziehung ist er bei mir eingezogen. Es gab 2 Monate "Probezeit" und die Option, dass er im Zweifelsfall doch eine eigene Wohnung sucht. Für uns stand aber auch fest, dass höchstens das Zusammenwohnen (unter den derzeitigen Bedingungen) scheitert und nicht automatisch auch unsere Beziehung. Seit Kurzem wohnt er nun ganz offiziell mit in meiner Wohnung. Und ich bin jeden Tag glücklich, dass wir uns so entschieden haben.

Ich kann dir nur empfehlen, offen mit deinem Freund zu reden. Was wünschst du dir, welche Alternativen gäbe es (z.B. gemeinsam eine größere Wohnung suchen für mehr Rückzugsmöglichkeiten, eigene Wohnung in direkter Nachbarschaft)? Wovor genau fürchtet sich dein Freund? Versucht doch mal, im Urlaub ein paar Wochen probeweise zusammen zu wohnen.
 
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  • #26
Hier die FS nochmal:

Ich glaube, mein Freund fühlt sich einfach überrumpelt. Als wir uns kennengelernt haben, war er nur auf der Suche nach ein bisschen Spaß, hat sich dann aber schnell in mich verliebt. Das glaube ich ihm auch, er tut - wenngleich manchmal ein bisschen unbeholfen - wirklich viele Dinge, die auf starke Gefühle schließen lassen. Aber mit einer Frau zusammen zu wohnen, darauf hat er sich in seinem zarten Alter noch nicht einmal gedanklich eingelassen.

Irgendwelche merkwürdigen Mario-Barth-Klischees bestimmen sein Denken. Er hat Angst, ich stelle sofort irgendwelche Regeln auf, mache ihm Ansagen und beherrsche seinen Alltag, nur weil ich eine Frau bin. Dieses dumme Klischee macht ihm Angst, denn eigentlich bin ich sehr kompromissbereit und umgänglich.

Wir haben uns jetzt auch auf ein paar Probewochen geeinigt, ich komme mit gepacktem Koffer zu ihm und wir sehen mal, wie er das findet...
 
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  • #27
Liebe FS,

ich kann Dich und auch Deinen Freund verstehen.

Zu Deinem Selbstschutz würde ich erst mal in eine eigene Wohnung ziehen.
Ihr habt dann schon viel mehr Zeit miteinander und könnt euch besser kennen lernen, denn ein Jahr Fernbeziehung ist nicht viel. Findest Du ihn dann immer noch toll? Findet er Dich immer noch toll? Dann könnte ihr eine NEUE gemeinsame Wohnung ziehen.

Ich würde nie in die Wohnung meines Freundes ziehen. Das ist kein gleichberechtigtes sich-Raum-schaffen, kein spielerisches Gestalten, den Geschmack des anderen miteinbziehen, zusammen-wachsen. Du kommst in einen festen Rahmen, in SEIN Terrotorium, dessen Verlust er auch tatsächlich als Verlust empfinden kann. Dem würde ich mich nicht aussetzen wollen.

Also: erstmal ein jahr gucken und dann zusammen ziehen. Wenn er dann noch nicht will, würde ich mir erst Gedanken machen.

Sein aktuelles Zögern bitte nicht als Kränkung ("er liebt mich nicht genug") empfinden, sondern als ehrliche Aussage im Bezug auf sein befürchtetes Verlustempfinden. Finde ich sehr gut, dass er das so sagen kann. Dass er Dir das sagen kann ist auch ein Vertrauensbeweis für Dich von ihm.

gutes Gelingen
w / 55
 
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Gast

  • #28
Wieso haben Männer immer diese Angst? Wird das anders, wenn sie erstmal über die magische 30 sind?/
Als ich unter 30 Jahren Alt war, hatte ich keine Interesse mit einer Frau zusammenzuwohnen. Wann sich das nun genau geändert hat, weiss ich nicht. Mit "Angst" hatte das nicht unbendingt viel zu tun.

Dein "immer" kann ich nicht nachvollziehen. Ich kenne viele Männer, die unter 30 mit einer Frau zusammengezogen sind.

Habe ab und zu den Eindruck, dass das heutige "Zusammenziehen" das frühere "Verloben" im Kopf einiger Menschen ersetzt. Faktisch wird eine Trennnung auch etwas schwieriger (Mietvertrag, gemeinsame Gesgenstände).

Vielleicht liegt es nicht an Seinen 30 Jahren sondern eher daran, dass Ihr Euch nur seit einem Jahr kennt? Vielleicht gibt es ja grundsätzlich Unsicherheiten ob Ihr die "Richtigen" füreinander seid?

Ich war völlig entsetzt. Wir haben ähnliche Pläne in Sachen Zukunft, Familie etc.
Noch ein Hinwes: Nur weil ein Mann "ähnliche Pläne" hat wie Du, bedeutet es noch lange nicht, dass Er vorhat, diese Pläne mit Dir umzusetzen. Kann sein, muss aber nicht sein. Ob das bei Frauen auch so ist kann ich nicht beurteilen.

M45
 
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Gast

  • #29
Als ich unter 30 Jahren Alt war, hatte ich keine Interesse mit einer Frau zusammenzuwohnen. Wann sich das nun genau geändert hat, weiss ich nicht. Mit "Angst" hatte das nicht unbendingt viel zu tun.

Dein "immer" kann ich nicht nachvollziehen. Ich kenne viele Männer, die unter 30 mit einer Frau zusammengezogen sind.

Habe ab und zu den Eindruck, dass das heutige "Zusammenziehen" das frühere "Verloben" im Kopf einiger Menschen ersetzt. Faktisch wird eine Trennnung auch etwas schwieriger (Mietvertrag, gemeinsame Gesgenstände).
Eben. Und deswegen wollen sich viele Frauen (und auch einige Männer) damit den Partner "sichern". Sie denken, sie haben so mehr Kontrolle über ihn. Mit Liebe hat das für mich wenig zu tun, denn eine Liebe wird nicht durch solche Äußerlichkeiten zusammengehalten.
Dass meistens die Hausarbeit an der Frau hängenbleibt, ist ein weiterer Faktor, der es mir unbegreiflich macht, wie frau es anstreben kann, so schnell wie möglich mit einem Mann zusammenzuziehen. Zusammenwohnen ist für mich der ultimative Romantik-Killer. Dass man sich nicht mehr verabreden muss, empfinde ich als Verlust. Weil dem Partner nicht mehr extra Zeit gewidmet wird, denn er ist ja als Hintergrundkulisse sowieso immer da oder man trifft ihn eben zufällig zuhause.
Ich finde es sehr vernünftig von dem jungen Mann, hier Bedenken zu äußern.


w 45
 
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Gast

  • #30
Du hast doch noch ein bisschen Zeit. Wenn du beruflich eh in seiner Stadt zu tun hast, dann suche dir dort erstmal eine kleine Wohnung. Von dort aus schaust du weiter. Sag ihm am Besten, dass du es dir überlegt hättest, und es jetzt doch befürwortest erstmal dein eigenes Reich zu schaffen. Er könnte dich ja besuchen kommen.
Wenn ihr euch dann besser kennengelernt habt, dann könnt ihr in dieser Stadt immer noch nach einer gemeinsamen Wohnung ausschau halten. Zu ihm ziehen würde ich nicht. Warum auch?
Allerdings würde ich das dann zeitlich begrenzen, so in etwa 8 oder 9 Monate, plus minus.
So könnt ihr euch beide eine Chance geben euch überhaupt erstmal kennen zu lernen.
Denn du kennst diesen Mann bestimmt nicht, nach so kurzer Zeit und mit dieser niedrigen Frequenz.
Eine Bekannte von mir hatte auch eine Fernbeziehung und ist dann von dort aus in die Wohnung des Mannes eingezogen. Da hat sie ihn dann richtig kennengelernt. So gut, dass sie nach 2 Monaten sofort wieder ausgezogen ist. Er war ein völlig anderer, als sie dachte. Da hat er dann sein wahres Gesicht gezeigt. Der Alltag war dann doch anders, davor war das nur ne Fatamorgana mit viel Illusion. Erspar dir das und such dir also erstmal ne kleine Wohnung. Wieso nicht?
w 39