U

unbehagen

  • #1

Er hat mich seiner Arbeitskollegin nicht vorgestellt

Zu einem kürzlich passierten Vorfall, hätte ich gern mal einige Meinungen. Es begab sich neulich im Bus. Nach 11 Monaten innigsten Zusammenseins und Pläne für die erste gemeinsame Urlaubsreise, trafen wir neulich im Bus seine Arbeitskollegin. Freudig erkannte er sie, flüsterte mir zu, sie seien nur Kollegin (davon wäre ich sowieso ausgegangen) - winkte er sie heran und sie setzte sich auf den freien Platz vor uns. Sie unterhielten sich 20 Minuten lang, Arbeit, Familie, usw. Er dachte nicht daran mich vorzustellen und sie würdigte mich auch keines Blickes. Die Tatsache, nicht in dem Gespräch involviert worden zu sein und nicht vorgestellt worden zu sein, machen mich nachdenklich, besonders, weil er auf meine Frage, weshalb er mich nicht vorgestellt hat, bis heute keine Antwort gegeben hat. Für mich wäre selbstverständlich gewesen, ihn vorzustellen und ich hätte ihn auch nicht aus dem Gespräch ausgeschlossen. Wie seht ihr das und wie hättet ihr euch gefühlt ?
 
G

Gast

  • #2
Hallo,
das Verhalten deines Freundes finde ich persönlich unhöflich und nicht o.k. Ich erwarte nicht, dass ich als seine feste Freundin vorgestellt werden würde, aber ein kurzes "Hallo" und eventl. Name halte ich für passend.
Darauf würde ich deinen Freund auf jeden Fall noch einmal ansprechen und auch eine Antwort erwarten! Falls er wieder nichts sagt, wäre das für mich auch schon eine "Antwort"!!!
w
 
  • #3
Es ist vielleicht nicht super höflich gewesen, aber ich würde kein Drama draus machen, wenn ihr sonst so innig zusammen seid und er zu dir in der Öffentlichkeit steht.
 
  • #4
Sehe ich auch so, den Partner als solchen nicht vorzustellen zeugt von sehr schlechten Manieren und ich weiß aus Erfahrung, dass das sehr verletzend sein kann. Ob man etwas hinein interpretieren kann will ich nicht beurteilen aber ich kann sagen, dass ich keine "Nur-Arbeitskollegin" habe mit der ich mich 20min lang über Gott und die Welt unterhalten würde/möchte/könnte.
Dass er sofort mit der Aussage kommt sie beide wären nur Arbeitskollegen finde ich etwas bedenklich, wieso denkt er du solltest etwas anderes vermuten?
M30
 
  • #5
Ich finde das Verhalten komisch. Ich meine, es gibt Männer, die raffen sowas nicht, dass man jemanden vorstellt. Auch nicht, dass man sich nicht 20 Minuten unterhält und den Partner keines Blickes mehr würdigt. Aber "wir sind NUR Kollegen"??
Du schreibst zu wenig von Deinem Freund, also ob er ein Sozialtrottel ist, von daher kann ich zur Vorstellungssache nichts sagen. Aber ich finde es sehr unhöflich und auch verdächtig, dass das so ablief.
Ich hätte mich gefühlt wie Du.
 
G

Gast

  • #6
Stellt er dich sonst vor und bist du in sein Leben ansonsten involviert, kennst Freunde und Familie? Dann würde ich einfach nur auf schlechtes Benehmen tippen. Wenn nein, möchte er als Single dastehen und sich die Türen offen halten.
 
  • #7
Hallo du,

was dir passiert ist, ist meiner Beobachtung nach gang und gäbe. Ich würde mal davon ausgehen, dass er sich aber auch gar nichts dabei gedacht hat, sondern eher als beliebter Arbeitskollege vor dir brillieren will. Und deiner ist er sich sicher.

Ursache: Mangelnde Kinderstube. Heutzutage allgegenwärtig.

Ich würde kein Drama draus machen aber ihm einfach sagen, dass du dich zurückgesetzt gefühlt hast, das ein ziemlich schlechtes Benehmen ist, du davon ausgehst, dass er das gar nicht wollte und ihn direkt bitten, bei einer nächsten ähnlichen Situation dich einfach vorzustellen.

Das Verhalten der Arbeitskollegin ist dem entsprechend. Mit etwas Kinderstube, kann sie sich selbst vorstellen - hält sie nicht für notwendig sonndern sonnt sich in der ungeteilten Aufmerksamkeit eines Kollegen, der in weiblicher Begleitung unterwegs ist.... Sei sicher, dass sie genau wahr genommen hat, dass du ignoriert wurdest. Dem stillschweigenden Bund ist sie beigetreten und hat es genossen...

Du kannst die Situation für dich durchspielen und auch dein Verhalten ändern. Still 20 Minuten abzuwarten zeigt, dass man das mit dir machen kann. Du bist ja keinesfalls gezwungen, da mitzuspielen. Du bist selbst handlungsfähig. Du könntest nach kurzer Zeit dich an deinen Partner wenden mit "Hey, XY, ich freue mich, dass du hier eine nette Kollegin getroffen hast, stellst du uns bitte vor?" oder einfach ins Gespräch mit eintreten und dich dabei vorstellen. Bei Gott und die Welt-Themen ist das ja nicht schwer ".... ja, das kenne ich auch - übrigens ich heiße XY - ..."

Merke grundsätzlich: Ein "Warum"-hast-du-mich-nicht-vorgestellt-Frage bringt den anderen immer in die Defensive, ist ein Vorwurf (nachdem du 20 Minuten nichts unternommen hast, um die Situation zu ändern), macht schlechtes Gewissen und erhöht die Chancen keine vernünftige Antwort zu finden.

Sag in solchen Fällen nur, wie es dir geht: "Ich habe mich zurück gesetzt gefühlt, das war mir sehr unangenehm." Und formuliere ganz glasklar, was du willst: "Stell mich das nächste Mal bitte vor und lasse mich am Gespräch teilhaben." Dann kannst du fragen, ob das möglich ist. Damit hast du die besten Chancen auf eine Verhaltensänderung.

Fazit: Überbewerte das nicht, höre auf, in ihn reinzubohren mit Warum-Fragen und sage einfach wie sich das für dich angefühlt hat und sage unmissverständlich, welches Verhalten du erwartest. Und das ganze ohne beleidigen Ton!!!

Euch beiden alles liebe.

w
 
U

unbehagen

  • #8
Vielen Dank für die Antworten. Ja, leider sehe ich es genauso, sonst hätte ich die Frage nicht gestellt. Ein absolutes No go, das mit Sozialtrottel wenig zu tun und mir schwer zu denken gibt. Ich gebe mir zwar Mühe, das Gras nicht wachsen zu hören, aber wie Landibell schrieb, sich so ausgelassen und vertraut über 20 Minuten mit einer "Nur Arbeitskollegin" -die nicht einmal aus seiner Abteilung kommt - zu unterhalten und mich nicht vorzustellen, darüber komme ich so gar nicht hinweg. Wir hatten uns vor über einem Jahr bei einer Partnerbörse kennen gelernt. Tja, Wolken im Paradies und keine Ahnung wie ich damit umgehen soll.
 
  • #9
Ich würde da auch auf schlicht schlechtes Benehmen tippen.
Da hilft vielleicht ein dezenter Hinweis auf gewisse Umgangsformen.
Könnte helfen denn manchmal merken es Empathie-befreite Menschen einfach nicht ....
LG (W49)
 
U

unbehagen

  • #10
Es ist vielleicht nicht super höflich gewesen, aber ich würde kein Drama draus machen, wenn ihr sonst so innig zusammen seid und er zu dir in der Öffentlichkeit steht.

nun ja, ich würde aber eine Arbeitskollegin auch als Öffentlichkeit betrachten. Das kam mir tatsächlich so vor, als würde er lieber unter "Kollegen" als Single dastehen und das gibt mir zu denken.
 
  • #11
Also mal ehrlich. Ich war schon von Kommilitonen irritiert, die sich nicht die Mühe gemacht haben, einander vorzustellen, z. B. beim Mensabesuch. Ich kenne das auch, dass man mit einer Person unterwegs ist, sie trifft jemanden und unterhält sich für eine ungebührliche lange Zeit und tut nichts, um mich mit einzubeziehen. Das habe ich in meinen 20ern so oft erlebt, sogar mit guten Freunden (gute Freunde aus damaliger Sicht!). Mich hat's verstört, traurig gemacht, aber ich hab es so hingenommen. Meine Kinderstube war eben anders.
Als nun erwachsene Frau in den 30ern will ich so was nicht mehr erdulden. Ich umgebe mich mit solchen Menschen nicht mehr. Würde mein Partner, wie in Deinem Fall, so etwas tun, dann würde ich ihm gewaltig die Leviten lesen! Auch seine Aussage: "nur eine Kollegin" ist eine Frechheit. Es geht nicht darum, wer die Frau im Bus war, es geht darum, wer Du bist!! Er hat Dich wie Luft behandelt und das nicht für einen kurzen Wortwechsel, sondern für 20 Minuten. Geht's dem Mann eigentlich zu gut?
 
  • #12
In der Situation hätte ich mich nach spätestens 2 Minuten selbst vorgestellt und hätte mich nett in das Gespräch eingeklinkt. Er hatte es vielleicht in dem Moment nicht gemerkt und war voll drin in dem Gespräch. Vielleicht wäre er dir ja dankbar gewesen, da er es schlicht vergaß ;) Ich würde daraus kein Drama machen.
 
U

unbehagen

  • #13
Sehe ich auch so, den Partner als solchen nicht vorzustellen zeugt von sehr schlechten Manieren und ich weiß aus Erfahrung, dass das sehr verletzend sein kann. Ob man etwas hinein interpretieren kann will ich nicht beurteilen aber ich kann sagen, dass ich keine "Nur-Arbeitskollegin" habe mit der ich mich 20min lang über Gott und die Welt unterhalten würde/möchte/könnte.
Dass er sofort mit der Aussage kommt sie beide wären nur Arbeitskollegen finde ich etwas bedenklich, wieso denkt er du solltest etwas anderes vermuten?
M30

genau diese Ansage, sie seien nur Arbeitskollegen machte mich auch stutzig, welch eine überflüssige Ansage, es sei denn, es wäre die Ansage gekommen, hey das ist ...und das ist meine Freundin....wir sind auf den Weg nach....Abgesehen davon, dass ich Unhöflichkeiten nicht ausstehen kann, empfinde ich es als respektlos und frage mich, wie nah er mir denn nun wirklich steht. Interessanterweise hat er diese Woche das erste Mal seit langem soooo viel zu tun, dass er erst am Samstag wieder Zeit hat, denn er möchte nur arbeiten und schlafen. Das lag wohl an der Grundsatzdiskussion, die ich vom Zaun gebrochen habe.....
 
U

unbehagen

  • #14
In der Situation hätte ich mich nach spätestens 2 Minuten selbst vorgestellt und hätte mich nett in das Gespräch eingeklinkt. Er hatte es vielleicht in dem Moment nicht gemerkt und war voll drin in dem Gespräch. Vielleicht wäre er dir ja dankbar gewesen, da er es schlicht vergaß ;) Ich würde daraus kein Drama machen.

Danke, hätte ich machen können, aber ehrlich gesagt, wäre ich ihm dankbar gewesen mich vorzustellen. Zumal da kein Haken zum Einklinken war, das ging gleich von null auf hundert
 
  • #15
Hallo FS,

im Großen und Ganzen möchte ich mich den Ausführungen von Pamela anschließen. Sie analysiert die Situation gut und gibt auch gute Tipps an die FS mit der Situation umzugehen.
Einen Widerspruch habe ich allerdings: Mir ist so was Ähnliches auch schon passiert. Ich habe eine gute Kinderstube genossen und mir war es im nachhinein auch sehr peinlich. D.h. Ihr seht meine Kinderstube war zwar gut aber nicht perfekt.
Ich habe mich dann entschuldigt und meist war die Sache dann erledigt.
An einer Grundsatzdiskussion hätte ich allerdings auch kein Interesse und dann hätte ich auch keine Zeit.
FS : Hat er sich den bei dir entschuldigt?
 
U

unbehagen

  • #16
Also mal ehrlich. Ich war schon von Kommilitonen irritiert, die sich nicht die Mühe gemacht haben, einander vorzustellen, z. B. beim Mensabesuch. Ich kenne das auch, dass man mit einer Person unterwegs ist, sie trifft jemanden und unterhält sich für eine ungebührliche lange Zeit und tut nichts, um mich mit einzubeziehen. Das habe ich in meinen 20ern so oft erlebt, sogar mit guten Freunden (gute Freunde aus damaliger Sicht!). Mich hat's verstört, traurig gemacht, aber ich hab es so hingenommen. Meine Kinderstube war eben anders.
Als nun erwachsene Frau in den 30ern will ich so was nicht mehr erdulden. Ich umgebe mich mit solchen Menschen nicht mehr. Würde mein Partner, wie in Deinem Fall, so etwas tun, dann würde ich ihm gewaltig die Leviten lesen! Auch seine Aussage: "nur eine Kollegin" ist eine Frechheit. Es geht nicht darum, wer die Frau im Bus war, es geht darum, wer Du bist!! Er hat Dich wie Luft behandelt und das nicht für einen kurzen Wortwechsel, sondern für 20 Minuten. Geht's dem Mann eigentlich zu gut?


Danke Terzia, genau Das. Wir sind beide 50 und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er gewisse Umgangsformen nicht gelernt haben soll und wie du anmerktest, es geht nicht darum, wer die Frau im Bus war, sondern wer ich bin, vor allem für ihn....Nach 12 Monaten ziemlicher Vertrautheit und guten Verstehens hätte ich das am allerwenigsten erwartet und ich frage mich, was da wohl noch kommen mag.
 
  • #17
Gehts Dir nur darum, nicht vorgestellt worden zu sein, oder eher darum, dass er anscheinend einen Bereich seines Lebens hat (z.B. Arbeitskollegen), in dem Du nicht präsent bist?

So ganz grundsätzlich finde ich, dass Beziehungen harmonischer funktionieren, wenn man relativ tolerant ist, und nicht gleich Diskussionen vom Zaun bricht. An Deiner Stelle hätte ich maximal (und freundlich) gesagt "hättest mich ruhig vorstellen können" und die Sache wäre erledigt. Dass er Dich ein paar Tage nicht sehen will, kann ich ebenso verstehen.
 
U

unbehagen

  • #18
danke Pamela, interessante Anmerkung. Da ich gelernt habe, mich nicht in Gesprächen einzumischen, würde ich mal behaupten, dass er selbstverständlich am Zug gewesen wäre mich vorzustellen. Muss denn die Frau alles machen oder wie? Keine Sorge, ich kann schon sehr deutlich formulieren, wie ich mich fühle und was mich verletzt. Diese ganze Situation war einfach nur peinlich und selbstverständlich bewerte ich das und zwar als unsensibel Es geht zumindest für mich um Grundsätzliches und selbst wenn ich mein "Revier" markiert hätte um mich irgendwie einzubringen, hätte es absolut nichts an der Tatsache geändert. Ich frage lieber einmal mehr nach dem Warum als zu wenig.Interessant war das Statement von ihm danach, getreu dem Motto, ich sei selbst Schuld, ich hätte ja aus dem Fenster geschaut, tja, nach 15 Minuten fällt einem dann auch gar nichts anderes ein. Das Thema war für ihn damit auch erledigt.
 
U

unbehagen

  • #19
Hi Male, was Toleranz bedeutet, das weiß ich so ziemlich genau. Das eine hat doch aber mit dem anderen gar nichts zu tun. iNatürlich hätte ich auch flachshaft sagen können, hättest mich ja mal vorstellen können nur hätte sich damit die Frage für mich nicht beantwortet. Wie würdest du dich denn in so einer Situation fühlen ? Ich kann nicht, nachvollziehen, was eine Beziehung damit zu tun haben soll aus irgendeinen Lebensbereich ausgeschlossen zu werden. Wenn also Arbeitskollegen auf der Bildfläche erscheinen, löse ich mich in Luft auf ? So tolerant bin ich leider nicht.
 
  • #20
Hallo FS,

ich habe es kapiert, du willst dich nicht abregen, du willst ihm nicht verzeihen und du willst hier nur die Bestätigung für deine Position.
Du bist zänkisch.
Hatte ich am Anfang deines threads noch eine gewisse Sympathie für dich und dein Anliegen, so ist diese mittlerweile verflogen.
Mir tut nur noch der Mann leid, der mit einer solchen Frau Grundsatzdiskussioen führen soll. Hoffentlich merkt er es bald und ist dann auch weg.
 
U

unbehagen

  • #21
Na, besten Dank Godot. Kleine Anmerkung, er und ich haben überhaupt keine Grundsatzdiskussion geführt. Im Gegenteil, ich fühlte mich ziemlich schnell abgebügelt, denn die Diskussion, die ich gern mit ihm geführt hätte, um es besser zu verstehen wurde direkt blockiert. Es geht auch nicht darum, dass ich das nicht verzeihen kann, oder zänkisch bin. Immerhin geht es hier um Gefühle und zwar um meine. Aber wenn's brenzlig wird verpissen sich Männer ja immer mal ganz gerne.Einige Beiträge hier fand ich sehr hilfreich, deine allerdings sind alles andere als konstruktiv.
 
  • #22
Naja, Unbehagen, Du bist offenbar fest entschlossen, daraus eine Staatsaffäre zu machen. Das sieht man schon an Deinen weiteren Antworten, bei denen sehr deutlich wird, dass Du Deine Meinung hast, und anscheinend weniger Antworten, als vielmehr Bestätigung für Deine fertige Meinung suchst.

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich bin in einer Partnerschaft grundsätzlich harmoniebedürftig, suche Kompromisse und gebe dem anderen auch Gelegenheit, eine Meinungsverschiedenheit oder eine unangenehme Situation ohne Gesichtsverlust zu überstehen. Bei Dir habe ich den Eindruck nicht, Du willst hier den Streit.

Was die Sympatie für Dein Anliegen betrifft, das ist wie im Krieg: Wenn einer Seite ein kleines Unrecht geschieht, hat diese Seite zunächst die Sympatie der Öffentlichkeit. Reagiert sie dann aber komplett über und verweigert sich einer Deeskalation schwinden diese Sympatien schnell wieder oder wechseln gar zur Gegenseite.
 
G

Gast

  • #23
Tja, Wolken im Paradies und keine Ahnung wie ich damit umgehen soll.

Tut mir wirklich leid für dich.
Für's nächste Mal: du könntest das Gespräch einfach dreist unterbrechen und deinen Freund zuckersüß fragen, wer diese Dame ist und ihn bitten dich vorzustellen. Oder, wenn dir das mehr liegt, stehst du wortlos auf und gehst weg.

Manche Männer haben leider kein gutes Benehmen gelernt, sind da unbeholfen. Wie bei anderen Dingen können sie auch nicht hellsehen und man muss aussprechen, was man sich wünscht. Sag ihm - kurz, sachlich und nett - dass du die Situation eigenartig fandest und nächstens bitte vorgestellt und nicht links liegengelassen werden möchtest. Fertig. Keine weitere Diskussion. Gegessen. Wenn du hingegen herummaulst, wird er dich nicht ernst nehmen. Verfalle bitte nicht in den Denkfehler, dass Frauen nur mit großen Dramen etwas bewirken können. Das war mal.
 
  • #24
Ich versteh gerade die Entwicklung dieses Threads nicht. Ich fand hier niemanden zänkisch oder nicht an Antworten jeglicher Art interessiert. Meiner Ansicht nach wirft das Verhalten des Freundes schon Fragen auf und die Reaktion, nichts auf die Frage, warum man nicht vorgestellt wurde, zu sagen, schafft jetzt auch nicht gerade Vertrauen, dass dem Mann wichtig ist, wie seiner Freundin empfindet.
 
W

wahlmünchner

  • #25
Ich weiß auch nicht wieso die FS in jetzt Misskredit geraten ist.
Finde das Verhalten des Mannes komisch!
Ich würde mich zurück ziehen und warten das er sich erklärt und entschuldigt!
( allerdings Vorsicht! Es gibt genug Männer die so ein Verhalten gar nicht befürworten)
Was ich allerdings auch nicht geschafft hätte, ist 20 min ruhig da zu sitzen!
Ich hätte ihn an der Hand genommen, geküsst oder mit einer Zwischenfrage unterbrochen...
Sein Verhalten ist beschämend .
Eigentlich hättest du dir das deutlich! nicht bieten lassen sollen.
 
U

unbehagen

  • #26
Vielen Dank. Mir war aus persönlichen Gründen daran gelegen, öffentliche, unabhängige Meinungen zu diesem Thema zu hören, bzw zu lesen. Ich lese und lerne und bedanke mich für konstruktive Beiträge. Da mir an dieser Beziehung sehr gelegen ist und ich mich keineswegs im Kriegszustand befinde, sondern nach meiner Betroffenheit, eher eine latente Ursachenforschung betreiben wollte werde ich dank der positiven Anregungen dieses gewisse Thema weiter mit meinem Freund besprechen und natürlich auch mein Verhalten dabei berücksichtigen.
 
G

Gast

  • #27
Ihr habt euch beide seltsam verhalten, ganz klar, er hätte dich vorstellen können, das sollte selbstverständlich sein. Wenn ich seit einem Jahr in einer Beziehung bin, die dann wohl glücklich sein muss, sonst wäre ich da nicht, stelle ich doch ganz klar meine Freundin, nicht ohne Stolz, vor. Finde ich daneben von ihm, dass er es nicht tat.

Und du, liebe FS, statt dich in die Rolle des armen Opfers zu begeben, hättest direkt ne Bemerkung machen können, sowas machen andere Frauen doch auch, gleich mal klar machen, wer du bist. Das solltest du schon beherrschen.

Und zu guter letzt, ich würde nicht unbedingt klein bei geben, denn, auch wenn es wie eine Kleinigkeit aussehen mag, ich finde das wichtig und vor allem, selbstverständlich. Den Menschen, mit dem ich meine Zukunft plane, lasse ich nicht links liegen im Gespräch, als wäre er nur Beiwerk.
 
  • #28
Und du, liebe FS, statt dich in die Rolle des armen Opfers zu begeben, hättest direkt ne Bemerkung machen können, sowas machen andere Frauen doch auch, gleich mal klar machen, wer du bist. Das solltest du schon beherrschen.

Das stimmt schon. Allerdings würde das bedeuten, dass man darum kämpfen muss, dass der Freund (mit dem man nach eigener Auffassung auf Wolke 7 ist) zu einem steht vor einer fremden Frau.
Es geht in meinen Augen nicht nur darum, dass man klarstellt, was los ist, sondern dass die Situation an sich völlig befremdlich ist. Es zieht für mich eine Menge Fragen nach sich, wenn ich plötzlich den Verdacht habe, dass da eine Kollegin NICHT NUR Kollegin sein könnte (wegen seiner Bemerkung und des Ignorierverhaltens. Sowas macht niemand, der verliebt ist in meinen Augen).
Da geht es nicht nur um eine oberflächliche Sache im Benehmen, die einem gerade nicht passt. Ich würde mich fragen, was für eine rosa Brille ich da vielleicht aufhabe, was die Einstellung des Mannes zu mir angeht. Und darüber würde ich auch erstmal gar nicht mit ihm diskutieren, aber meine gesamte Beziehung daraufhin überprüfen, ob ich mit dem Mann zusammen bin, für den ich ihn halte.
 
  • #29
Es geht in meinen Augen nicht nur darum, dass man klarstellt, was los ist, sondern dass die Situation an sich völlig befremdlich ist. Es zieht für mich eine Menge Fragen nach sich, wenn ich plötzlich den Verdacht habe, dass da eine Kollegin NICHT NUR Kollegin sein könnte (wegen seiner Bemerkung und des Ignorierverhaltens. Sowas macht niemand, der verliebt ist in meinen Augen).
Da geht es nicht nur um eine oberflächliche Sache im Benehmen, die einem gerade nicht passt. Ich würde mich fragen, was für eine rosa Brille ich da vielleicht aufhabe, was die Einstellung des Mannes zu mir angeht. Und darüber würde ich auch erstmal gar nicht mit ihm diskutieren, aber meine gesamte Beziehung daraufhin überprüfen, ob ich mit dem Mann zusammen bin, für den ich ihn halte.

Ich melde mich nochmal wieder- Habe ja meine Ansichten schon hier kundgetan und bleibe im Großen und Ganzen bei meiner Ansicht.
Der Freund der FS hat sich einen Lapsus erlaubt. Das ist nicht schön und er sollte sich auf jeden Fall dafür entschuldigen.
Aber das ist es dann auch.
Grundsatzdiskussioen mit ihm oder eine innerliche Überprüfung der Beziehung von Seiten der FS und insbesondere das wilde Interpretieren des Verhältnisses des Freundes und seiner Kollegin sind flüssiger als Wasser, nämlich überflüssig.
Solch ein Denken kann schnell zum Ende einer Beziehung führen
Ich als Mann möchte mich in einer Beziehung wohlfühlen.
Wäre ich der Freund der FS und würde ich diese Diskussion und besonders die Beiträge der FS lesen, hätte die Beziehung nun einen dicken Knacks.
 
  • #30
Das ist ja gerade die Frage, ob es ein Lapsus ist. Und auf jeden Fall muss man überprüfen, ob man zu viel hineininterpretiert. Allerdings sind solche Verhaltensweisen manchmal das kleine Anzeichen dafür, dass was nicht so rosig ist, wie man es sieht.
Zitat von godot:
Ich als Mann möchte mich in einer Beziehung wohlfühlen.
Sicher, aber die Frau doch auch. Und ich hätte mich auch komisch gefühlt, wenn dem vorangegangenen Satz "wir sind NUR Kollegen", der in meinen Augen total überflüssig ist und mir wie ein sich verraten vorkommt, dann 20 Minuten Ignorieren von Freund und Kollegin passiert. Wäre ich die Kollegin, würde ich das Gefühl haben, ich bin wichtiger als die Freundin.
Zitat von godot:
Wäre ich der Freund der FS und würde ich diese Diskussion und besonders die Beiträge der FS lesen, hätte die Beziehung nun einen dicken Knacks.
Den Knacks hättest Du in diesem Fall selber produziert. Einmal durch das Verhalten bei der Busfahrt, und dann insbesondere mit dem Schweigen, als die FS ihn drauf angesprochen hatte. Das ist beides ein Vehalten, dass dem Freund eigentlich bewusst sein müsste, dass ER hier gerade Mist baut.
Die Beziehung ist tatsächlich ein bisschen angeknackst, allerdings für mich nicht durch diesen Thread, sondern durch das Verhalten des Mannes.
Ich bin allerdings auch der Meinung, dass man aufpassen muss, dass man etwas nicht aufbauscht. Bleibt zu prüfen, was los ist im Hintergrund bzw. OB was los ist oder wirklich nur ein Lapsus passiert ist mit anschließendem Ausweichverhalten.
 
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