• #31
Ich denke wenn es nur am "Stress" liegt, würde man das auch als Thema ansprechen und nicht sofort die ganze Beziehung in Frage stellen.

Für mich ist es etwas anderes ob jemand sagt: ich bin verliebt in Dich aber ich brauch in einer Beziehung mehr gemeinsame Zeit.
Dann geht man zuerst zumindest in den Versuch der Lösung.

Gibt es diese nicht, kommt man den emotionalen Konflikt wie im Nachbartread.
Man möchte den Partner aber kann mit den Umständen nicht leben.

Hier kommt aber sofort, dass Mann nicht weiss ob man die Beziehung zur FS ggf nicht will.

Ist nach der Zeit auch nicht sooo ungewöhnlich, da nach der Verknalltheitsphase rein biologisch das Adrenalin gen normal geht.
Ein Punkt wo sich entscheidet: wird's mehr oder nicht.

Für Lösungen und Kompromisse bin ich offen, für das Leiden auf der Warmhalteplatre nicht.
Entweder ich muss das sofort selbst beenden und aus dem Kontakt raus, weil mir alles andere weher tun würde oder
Ich wäre "realistisch" genug es innerlich abzuhaken und zu sagen: ja guck du mal aber nicht zu warten.
Dann käm etwas und zwar mit Bemühungen oder eben nicht.
 
  • #32
...Schau Dir genau Deinen potentiellen Partner an, denn er kann Dich unter Umständen zerstören.

Dem kann ich nur zustimmen.
Ich wundere mich immer wieder welche Erloeserqualitaeten gerade Frauen Beziehung zuschreiben!
Vielleicht sind wir auch einfach nur gebrainwasht durch Fernsehen und andere Medien.

Ich bin zufrieden wenns OK läuft.
Fuer mein Glück bin ich selbst verantwortlich, kein Partner. ICH muss berufliche Schritte gehen, mich gesund ernähren, tanzen gehen, in die Natur um mich zu Erden.
Wenn dann ein Mann dazukommt und es passt, gut. Das ist aber kein Lebensinhalt.

Und de facto kenne auch ich zahlreiche Frauen im mittleren Alter, die durch destruktive Verbindung ihre Gesundheit, Lebensfreude, Job, Karriere und vieles mehr eingebüßt haben. Auch zum Teil Vertrauen in den Menschen an sich, weil sie belogen und an empfindlichsten Stellen getroffen wurden.

Ich behaupte auch meine Mutter würde noch leben, waere sie meinem Vater nie begegnet.
Zwanzig Jahre AE, psychisch eh instabil, mit einem paedophilen psychopathischen Expartner im Rücken. Das hält die beste Gesundheit nicht aus.

Und ich fang jetzt noch garnicht an, wie s in anderen Ländern wie Indien oder arabischen Staaten den Frauen in ihren Ehen und Beziehungen geht.

Daher liebe FS: investiere in DICH.
Jemand der Dich liebt wird das begrüßen weil er will dass du dich entfalten kannst und glücklich bist!
Du machst das richtig.
Lass Dich nicht verunsichern.
 
  • #33
Ich wundere mich immer wieder welche Erloeserqualitaeten gerade Frauen Beziehung zuschreiben!
Vielleicht sind wir auch einfach nur gebrainwasht durch Fernsehen und andere Medien.
Ich bin zufrieden wenns OK läuft.
Fuer mein Glück bin ich selbst verantwortlich, kein Partner. ICH muss berufliche Schritte gehen, mich gesund ernähren, tanzen gehen, in die Natur um mich zu Erden.

Ich glaube, die von dir beschriebene Haltung entspricht am ehesten noch immer dem konservativen Rollenmodell, das vielen Frauen durch die Mutter und die Großmütter vorgelebt wurde. Diese Frauen müssten nun ein eigenes Rollenmodell kreieren oder es sich wo frohen Mutes abgucken. Unbewusst bzw. wenn sie ihr erlerntes Rollenbild nicht kritisch hinterfragt haben, hoffen sie dann unbewusst auf den Erlösermann, der Karriere und Geld mit reinbringt, anstatt selbst Karriere zu machen, sich um Finanzen wie'n Mann Gedanken zu machen, sich in der Freizeit etwas aufzubauen etc. Stattdessen gewinnen Kosmetikindustrie und Shoppingmalls bei steigender Verzweiflung der Frau wegen des zunehmenden Alters und abnehmender Attraktivität von Haut und Konturen. Das klingt jetzt sehr bissig, aber irgendwo - fürchte ich - schlummert dieser Urkrebs der längst überholten Rollenverteilung immer noch n bisschen versteckt vielleicht.
Männer, die von einer Frau erwarten, umsorgt zu werden bzw. Frauen automatisch mehr Moral und Wärme zuschreiben, sind möglicherweise ebenso noch verhaftet in den alten Rollen. Jedenfalls stimme ich dir, Merretich, zu, Sinn und Nutzen von Beziehungen sollten nicht überbewertet werden. Da ich natürlich nur weiß, was Frauen untereinander so reden, würde ich auch sagen, dass ich ebenjene Haltung durchaus immer mal wieder bei der ein oder anderen Frau angetroffen habe. Vielleicht ist es also gut, diese - dem Hollywood-Style gewidmete - kritisch zu hinterfragen.
 
  • #34
Was ich jetzt doch noch ergänzen möchte:
Das Beschriebene (als Frau einer Beziehung einen zu hohen Stellenwert einzuräumen) halte ich für ne früher mal aufgestellte und medial in märchenhaft romantischer Stimmung weiterhin verbreitete Falle, in die wir heute immer noch tappen können und das wohl auch immer wieder mal tun. Konsequenterweise ist die Aussage, (der Beziehung vorrangig) in sich selbst zu investieren, m. E. zutreffend.
 
  • #35
Was ich jetzt doch noch ergänzen möchte:
Das Beschriebene (als Frau einer Beziehung einen zu hohen Stellenwert einzuräumen) halte ich für ne früher mal aufgestellte und medial in märchenhaft romantischer Stimmung weiterhin verbreitete Falle, in die wir heute immer noch tappen können und das wohl auch immer wieder mal tun. Konsequenterweise ist die Aussage, (der Beziehung vorrangig) in sich selbst zu investieren, m. E. zutreffend.
Du lebst in einem Land, wo die Frauen von Kindesbeinen an auf Leistung getrimmt werden und das Leben der Mütter und Großeltern als ein unsägliche Leid dargestellt wird, was zum einen Teil stimmt, aber zum anderen auch nicht. Es gab damals schon und heute gibt es nachwievor Familien mit klassischer Rollenverteilung. Problem ist, dass es nur schwarz-weiss denken gibt und eine Hausfrau oder Teil - Hausfrau als graues Mäuschen mit Null Rechte dargestellt wird. Die meisten Probleme in der Partnerschaft, damals wie heute, resultieren aus falscher Partnerwahl und falscher Motivation dafür. Man geht Beziehung an, ohne das Gegenüber genau kennen zu lernen, man springt ins Bett und im Hormonrausch spielt Beziehung, bis nach einigen Monaten der Nebel gelichtet wird und man plötzlich sich "entliebt". Die Beziehung wird als beendet betrachtet und der Partner als " es passt nicht". Und ab zu nächster Beziehung. Solche Phasen können sich um mehrere Jahre verlängern, je nachdem, ob schon Kind(er) und /oder gemeinsames Vermögen da sind.
Ich persönlich kenne mindestens vier Familien mit Teilzeitfrau, alles langjährige Beziehungen mit glücklichen entspannten Frauen. An meiner Schule sind drei Dozentinen in der Teilzeit, alle drei haben drei Kinder, alle drei sagen, mehr wollen sie nicht arbeiten, später, wenn die Kinder gross sind. Sie machen nicht den Eindruck, als ob sie abgehetzt oder unglücklich wären oder demnächst planen, sich zu trennen.
Für Frauen ist Beziehung wichtig, hat weder mit Konditionierung noch verstaubten Rollen Modellen zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit der Natur der Frau. Die heutige Gesellschaft zwingt Frauen, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu übergehen, haben die Frauen eine Wahl, entscheidet sich die Mehrheit für Familie. Keine Emanzipation oder gesellschaftliche Entwicklung wird das je austreiben können. Schaut man die Geschichte an, haben die Frauen sogar während des Krieges oder in tiefster Armut Kinder bekommen.
 
  • #36
Du lebst in einem Land, wo die Frauen von Kindesbeinen an auf Leistung getrimmt werden und das Leben der Mütter und Großeltern als ein unsägliche Leid dargestellt wird, was zum einen Teil stimmt, aber zum anderen auch nicht. Es gab damals schon und heute gibt es nachwievor Familien mit klassischer Rollenverteilung. Problem ist, dass es nur schwarz-weiss denken gibt und eine Hausfrau oder Teil - Hausfrau als graues Mäuschen mit Null Rechte dargestellt wird. Die meisten Probleme in der Partnerschaft, damals wie heute, resultieren aus falscher Partnerwahl und falscher Motivation dafür. Man geht Beziehung an, ohne das Gegenüber genau kennen zu lernen, man springt ins Bett und im Hormonrausch spielt Beziehung, bis nach einigen Monaten der Nebel gelichtet wird und man plötzlich sich "entliebt". Die Beziehung wird als beendet betrachtet und der Partner als " es passt nicht". Und ab zu nächster Beziehung. Solche Phasen können sich um mehrere Jahre verlängern, je nachdem, ob schon Kind(er) und /oder gemeinsames Vermögen da sind.
Ich persönlich kenne mindestens vier Familien mit Teilzeitfrau, alles langjährige Beziehungen mit glücklichen entspannten Frauen. An meiner Schule sind drei Dozentinen in der Teilzeit, alle drei haben drei Kinder, alle drei sagen, mehr wollen sie nicht arbeiten, später, wenn die Kinder gross sind. Sie machen nicht den Eindruck, als ob sie abgehetzt oder unglücklich wären oder demnächst planen, sich zu trennen.
Für Frauen ist Beziehung wichtig, hat weder mit Konditionierung noch verstaubten Rollen Modellen zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit der Natur der Frau. Die heutige Gesellschaft zwingt Frauen, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu übergehen, haben die Frauen eine Wahl, entscheidet sich die Mehrheit für Familie. Keine Emanzipation oder gesellschaftliche Entwicklung wird das je austreiben können. Schaut man die Geschichte an, haben die Frauen sogar während des Krieges oder in tiefster Armut Kinder bekommen.

Ich sage nicht, dass Beziehung unwichtig ist.

Aber ich halte es für grundfalsch, wenn die Frau dafür ihre Lebensziele opfert.
Und meistens ist es auch heute noch eben sie, nicht er, die Abstriche macht.

Ich arbeite auch z Teil als Dozentin.
Es ist ein netter gemütlicher Job. Aber es erfüllt mich nicht komplett, ich brauche die praktische klinische Arbeit auch.

Einer meiner ExFreunde machte den Vorschlag, ich solle doch garnicht erst eine Weiterbildung machen.
Mit Kindern sei es doch soo praktisch, mit diesem gemütlichen Dozentenjob.
Er schlug mir also bereits vor! der nie stattgefundenen Familiengründung vor, präventiv keine Weiterbildung, Karriere zu machen. Und das obwohl er bereits wusste! dass der Dozenten Job mich langweilte, weil es immer das gleiche ist.
Auf die Idee, dass vielleicht ER reduzieren oder Abstriche machen könne, kam er garnicht.
 
  • #37
Merretich, keine Frau muss doch daheim sitzen, sich langweilen und versauen. Eine Frau hat immer was zu tun und wenn sie arbeiten gehen will, soll sie doch arbeiten gehen. Problem aber, dass viele Frauen arbeiten MÜSSEN oder sie flüchten in die Arbeit, weil sie dort die einzige Erfüllung oder Anerkennung finden. Ich habe neulich interessanten Text gelesen. Sinngemäß - eine Frau geht arbeiten, weil sie sich selber nicht findet, weil sie keine Beschäftigung findet, dass sie erfüllt oder erfreut, daß, was sie machen kann oder eben nicht, wenn ihr nicht danach ist. Sie schuftet für Mann und Kinder, für die Gesellschaft, den Chef, Freundinnen, Eltern. Der Job hat guten Nebeneffekt - man verdient Geld. Fällt der Job aber weg, fühlt sich die Frau unglücklich und glaubt, das hat mit dem Job zu tun. Nein, sie kann bloß mit sich selber nichts anfangen, der Job hat bloß diese Leere verdrängt, weil Frau beschäftigt war. Wieviel Frauen würden ihren Beruf ausüben, wenn kein Geld gezahlt werden würde? Ich glaube, 90 % hätten sofort aufgehört. In Deutschland wächst die Frau mit der Einstellung auf, nur wenn sie leistet, ist sie was wert und DAS ist erschreckend und eigentlich nur traurig.
 
  • #38
Du lebst in einem Land, wo die Frauen von Kindesbeinen an auf Leistung getrimmt werden und das Leben der Mütter und Großeltern als ein unsägliche Leid dargestellt wird, was zum einen Teil stimmt, aber zum anderen auch nicht. Es gab damals schon und heute gibt es nachwievor Familien mit klassischer Rollenverteilung. Problem ist, dass es nur schwarz-weiss denken gibt und eine Hausfrau oder Teil - Hausfrau als graues Mäuschen mit Null Rechte dargestellt wird. Die meisten Probleme in der Partnerschaft, damals wie heute, resultieren aus falscher Partnerwahl und falscher Motivation dafür. Man geht Beziehung an, ohne das Gegenüber genau kennen zu lernen, man springt ins Bett und im Hormonrausch spielt Beziehung, bis nach einigen Monaten der Nebel gelichtet wird und man plötzlich sich "entliebt". Die Beziehung wird als beendet betrachtet und der Partner als " es passt nicht". Und ab zu nächster Beziehung. Solche Phasen können sich um mehrere Jahre verlängern, je nachdem, ob schon Kind(er) und /oder gemeinsames Vermögen da sind.
Ich persönlich kenne mindestens vier Familien mit Teilzeitfrau, alles langjährige Beziehungen mit glücklichen entspannten Frauen. An meiner Schule sind drei Dozentinen in der Teilzeit, alle drei haben drei Kinder, alle drei sagen, mehr wollen sie nicht arbeiten, später, wenn die Kinder gross sind. Sie machen nicht den Eindruck, als ob sie abgehetzt oder unglücklich wären oder demnächst planen, sich zu trennen.

Wie lange muss man sich kennenlernen, um die Garantie dafür zu bekommen, dass er oder sie sich mir für immer "schenkt"? (Wenn Liebe und Partnerschaft als beiderseitiges Geschenk verstanden wird)

Inwiefern schließen sich Beziehungen und Arbeit/Beruf aus?

Inwiefern sind Männer keine Beziehungsmenschen, frisch gebackene Väter z.B.?

Was würde Frau machen, wenn sie nicht arbeiten ginge?
Ich für meinen Teil würde entweder tagelang wie in der Steinzeit durch d. Gegend laufen und Tiere o. Pflanzen erlegen) oder kaputt gehen. Ich hab da viel Energie in mir,die auf sinnvolle Weise rausmuss, und das Glück, eine Arbeit ausüben zu dürfen, die ich mag.

Sind die von dir genannten Frauen,Dozentinnen nicht das perfekte Beispiel dafür, dass sich hier Frauen trotz Kinder eben nicht altruistisch aufgeopfert haben, um glücklich zu sein?

Was spricht dagegen, dass beide Eltern auf z.B. Teilzeit gehen? Beiderseitige Verantwortung...

Was spricht dagegen, dass Männer auch beides sein können: altruistisch und egoistisch (sprich teils Opfer erbringen fürs Kind, teils das eigene Ich nicht vergessen)?

By the way: Nein. Aus so einer Welt stamme ich nicht.
 
  • #39
@realwoman

Ist das Deine Wahrnehmung?
Ich habe eher die umgekehrte Erfahrung gemacht, nämlich dass die Männer mit denen ich zusammen war, nix mit ihrem Leben anfangen könnten ausser Geld scheffeln. Hatten sie nen freien Tag fielen sie in n Loch oder waren ratlos. Ich finde das sehr ungesund egal ob als Mann oder Frau!!

Da ich selbst sehr viel Dinge weiss die mir wichtig sind (gut kochen, tanzen, gute Literatur, Natur, Sauna, etc PP) hab ich eher immer das Problem, alles unter den Hut zu bringen. Und mein Job macht mir auch Freude (resp meine Jobs..ich habe zwei Tätigkeiten, beide sind Teil von mir).

Dass Du schreibst 80% der Frauen mögen den Job nicht wuerde ich auf die Gesamtbevölkerung übertragen! Es ist ne Pest. Ich hab auch immer wieder Klienten vor mir sitzen deren Leben nur auf Pflichterfüllung besteht. Beziehungen, Hobbys, Gesundheit, Schlaf.. Alles kaputt. Hauptsache der Lohnzettel stimmt. Das sind aber ebenso Männer.

Versteh mich nicht falsch: ich habe große Hochachtung vor Frauen, die sich um ihre Kinder kümmern und ihnen ein gemütliches Nest schaffen! Eine entspannte Mutter ist Gold wert wenns um ne glückliche Kindheit geht!!
Ich denke aber auch, such den Männern sollte diese Ausweichmöglichkeit in die Familie rein gegeben werden. Väter sind fuer Kinder genauso wichtig!
Und keine Frau sollte andere Lebensziele die ihr wichtig sind dafür "opfern". Es schafft auch eine zu große Last fuers Kind, das quasi schon mit Hypothek auf die Welt kommt.

Letztlich hat vor 30 Jahren ein Einkommen für die Familie reichen müssen. Das ging. Daher wundere ich mich, warum nicht Eltern es öfter machen beide TZ zu arbeiten.
Dann bleiben beide im Job. Beide widmen si h den Kindern, sind halbwegs entspannt etc

Aber mE nach sind den Menschen halt Geld, teure Urlaube, Marken Klamotten, mehrere Autos, grosse Haus etc wichtiger als Harmonie, Glück und Gesundheit.

Ich arbeite.. seit einer Erkrankung.. Teilzeit. Es geht wunderbar. Aber ich bin halt auch nicht konsumgeil, kaufe viel second hand etc.
Es ist eine Frage der Priorität.
Ich will halt noch n Waldspaziergang machen nach Feierabend etc.
Aber wenn ich arbeite, macht es mir Spass.

Neulich gabs n Versuch in ner Firma, die4 Tage Woche probeweise einzuführen. Die Produktivität der Mitarbeiter stieg um 40%!!!
Klar: sie waren erholt, ausgeschlafen er, glücklich. Und solche Eltern zu haben ist fuer ein Kind wichtiger als das neuste I Phone!!
 
  • #41
Sie schuftet für Mann und Kinder, für die Gesellschaft, den Chef, Freundinnen, Eltern. Der Job hat guten Nebeneffekt - man verdient Geld. Fällt der Job aber weg, fühlt sich die Frau unglücklich und glaubt, das hat mit dem Job zu tun. Nein, sie kann bloß mit sich selber nichts anfangen, der Job hat bloß diese Leere verdrängt, weil Frau beschäftigt war. Wieviel Frauen würden ihren Beruf ausüben, wenn kein Geld gezahlt werden würde? Ich glaube, 90 % hätten sofort aufgehört. In Deutschland wächst die Frau mit der Einstellung auf, nur wenn sie leistet, ist sie was wert und DAS ist erschreckend und eigentlich nur traurig.

Ehrlich gesagt erschüttert es mich ein wenig, dass du "Gerne-Arbeiten" bzw. Karriere bei Frauen (oder Männern und Frauen?) sofort gleichsetzt mit innerer Leere und Anerkennungssucht... Wie kommt's, dass beruflicher Erfolg für dich nicht einfach auch aus instrinsicher Motivation heraus geschieht, eben weils Spaß macht, nicht weil der Selbstwert davon abhängt...?

Ich denke, krankhafte Sucht nach Anerkennung könnte man überall ausleben, ob jetzt über den Beruf oder in Form von Tratschen unter Lästermäulern oder in der Art, dass die eine Frau, die Haus und Hof versorgt, den besten Haushalt führen, angeberisch die beste Torte und überhaupt die beste Hausfrau sein möchte usw. Ich möchte "Hausfrauen" damit nicht abwerten (und hoffe, der Begriff tut das nicht schon per se), aber es gibt eben solche und solche Menschen, Personen, die aus welchen Gründen auch immer mehr o. weniger offen o. versteckt übertrieben nach Anerkennung lechzen, und solche, die sehr geerdet sind und nunmal einfach gerne arbeiten gehen... Es ist immer gut, wenn man selbst von sich weiß, was man gerne mag, oder? Aber daraus ne Anerkennungssucht zu schlussfolgern, ist m.E nicht wirklich passend. Davon abgesehen weiß man in d. Regel ja auch nicht, wieso jemand nach Anerkennung süchtig ist. Das sind manchmal wohl auch Menschen, die es irgendwann echt schwer hatten. Jedenfalls fände ich es nicht gut, solche Leute abzuwerten, ihr Verhalten demgegenüber vielleicht durchaus.
Aber vielleicht hab ich deine Nachricht auch falsch verstanden. ?
 
  • #42
Ehrlich gesagt erschüttert es mich ein wenig, dass du "Gerne-Arbeiten" bzw. Karriere bei Frauen (oder Männern und Frauen?) sofort gleichsetzt mit innerer Leere und Anerkennungssucht... Wie kommt's, dass beruflicher Erfolg für dich nicht einfach auch aus instrinsicher Motivation heraus geschieht, eben weils Spaß macht, nicht weil der Selbstwert davon abhängt...?
Ich nehme an, wenn Geld keine Rolle spielen würde, würdest du trotzdem deinen Job weiter machen, du machst gern Überstunden, nimmst lange Fahrtzeiten auf dich und selbstverständlich opferst du deine Freizeit für Email beantworten und Weiterbildungen. Sagen wir, wenn dein Job Ehrenamt wäre, wärst du DABEI? Natürlich rede ich nicht davon, dass die meisten Frauen den Job zum Kotzen finden und den Feierabend kaum abwarten können, aber mal ehrlich - horch in dich hinein - WAS genau gefällt dir bei deinem Job und warum genau machst du das?
 
  • #43
Liebe realwoman,
an manchen Montagen steht man sicher des Geldes wegen auf, aber allgemein mag ich meinen Job schon und achte darauf, dass ich mir mein Leben mit Dingen fülle, die ich gerne machen.

Ob tatsächlich 80% der Menschen nicht gern arbeiten gehen bzw. ohne das Geld (vorausgesetzt man würde z.B. bedingungsloses Grundeinkommen oder eben irgendwie anders genug für einen guten Lebensunterhalt beziehen) nicht arbeiten gehen würden, weiß ich nicht so recht. Hierzulande ist die Sichtweise auch allzu oft sehr pessimistisch - und da nehme ich mich gar nicht heraus...

Um auf die zuvor mal aufgeworfene Frage zurückzukommen, Elternzeit kann für Mütter schon schön sein. Und vage habe ich vermutlich auch so langsam ein Bild davon, was du meinst: Geht es dir um einen Vollzeitjob mit wenigen Freiheiten, kann ich deine Haltung nachvollziehen. Ich denke, mit zunehmender Freiheit im Beruf, ändert sich aber was; Selbstständige z.B. berichten doch auch oft davon, dass sie mehr als noch bei ner Festanstellung arbeiten, sich aber dennoch besser fühlen, was wohl an den größeren Freiheiten liegt.
Nun kann man auch die manchmal (oder oft noch?) vorhandene gläserne Decke Frauen gegenüber bedenken - und Aufstieg geht ja oft mit mehr Verantwortung und Mitspracherecht, also auch mehr Freiheiten bzw. Gestaltungsspielraum einher.
Ich weiß nicht: Meinst du das so in etwa?

Dann würde ich dir je nach Beruf Arbeitsstelle zustimmen oder bei anderen Berufen (mit mehr Freiräumen) auch nicht. Nur wäre das m. E. nicht gerecht, denn Frauen wären dann durch die gläserme Decke benachteiligt.
 
  • #44
Danke nochmals für eure Ratschläge. In der Zwischenzeit hat sich vieles getan. Der Thread hat letztendlich zu einem anderen Thema geführt
Wie auch immer. Er hat sich von mir ohne weitere Begründung getrennt.
Danach hat er das Ganze bereut. Ich muss jetzt entscheiden, ob ich das "Risiko" Beziehung nochmals mit ihm eingehe.
 
  • #45
Er hat sich von mir ohne weitere Begründung getrennt.
Danach hat er das Ganze bereut. Ich muss jetzt entscheiden, ob ich das "Risiko" Beziehung nochmals mit ihm eingehe.

Liebe FS,
ich würde es nicht tun und zwar aus dem einfachen Grund, dass es ein Ungleichgewicht in eure Beziehung bringt.
Er lernt daraus nur eins nämlich, dass er das Steuer in der Hand hat. Du wirst Dich permanent in einem Zustand von Unsicherheit befinden und Dich immer mehr zurücknehmen, damit er nicht muksch wird und wieder die Beziehung beendet oder was immer für eine Marotte ihm als nächstes einfällt.

Meine Erfahrung mit Männern ist: nimm sie beim Wort oder auch "ein Mann, ein Wort". Er will nicht wirklich mit Dir (so wie Du bist) Zusammensein und Deine Parameter für die Beziehung akzeptieren. Nur seine Belange haben Relevanz.
Leider hat er festgestellt, dass er nichts besseres als Dich findet, denn auch er hat seine Ansprüche. Das heißt absolut nicht, dass er nun Deine Belange respektiert, sondern er glaubt (typisch Mann), dass Dir die Beziehung wichtiger ist als ihm und er Dich wenn nicht jetzt, dann eben später wenn die Beziehung gefestigt ist, Dich in Deinen Rechten beschneiden zu können, durch wiederholte Trennungsandrohnungen. Das hat ja schon einmal geklappt, warum also nicht immer wieder - bis Du nervlich am Boden bist.

Schau über Deine Schulter zurück wie es Dir in dem kurzen Trennungszirkus gegangen ist - nicht gut. Die Frage ist, ob Du das wiederholt in Deinem Leben haben willst.

Ich würde ihn lernen lassen, dass "rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln" nicht mit jeder Frau funktioniert. Er wird Dich umso mehr schätzen, wenn Du ihn mit seiner Wankelmuetigkeit nicht mehr willst und nur daraus wird er lernen, dass es so nicht läuft.
Schade, dass nur Deine Nachfolgerin davon profitieren kann und nicht Du - jedenfalls nicht bei ihm. Du hast aber die Chance, auf einen anderen Mann, dem mit einer anderen Frau das Gleiche passiert ist und der daher etwas weniger "spontan" in seinen Trennungsentscheidungen ist, die ihn leer ausgehen lassen.

Die Gründe für die Trennung entfallen bei euch ja nicht: er schnitzt an seiner Karriere und Deine Weiterbildung ist Dir hoffentlich wichtiger als so ein Wackelkandidat. Daher gibt es jetzt mit ihm keine anderen Bedingungen (nicht mehr Zeit miteinander) aus denen er die Trennung wollte. Also ist ein Weiterführen sinnlos, führt nur zu Dauerkonflikten die ohnehin die Beziehung zerlegen, wenn Du nicht nachgibst.

Er will eine Karrierefrau für sein Ego, braucht für seine emotionale Versorgung aber ein Hausfrauenweibchen. In dem Konflikt stecken heute viele Männer. Wenn sie ein paar Mal wegen der Unvereinbarkeit dieser Wünsche in Beziehungen gescheitert sind, dann kristallisiert sich heraus, zu welchem Frauentyp sie stärker tendieren. Dann können sie sich auch für den Frauentyp entscheiden und eine längerfristige, stressfreie Beziehung mit einer eigenständigen Frau führen.
 
  • #46
Wie auch immer. Er hat sich von mir ohne weitere Begründung getrennt.
Danach hat er das Ganze bereut. Ich muss jetzt entscheiden, ob ich das "Risiko" Beziehung nochmals mit ihm eingehe.
Puh, na das würde ich nicht machen, glaube ich. Denn ich denke, meist ist es kein wirkliches Erkennen und Umdenken. Viel mehr vermute ich, dass es nur eine nächste Runde wird, bis wieder die Situation eintritt, die ihn das erste Mal schon dazu gebracht hatte, Schluss machen zu wollen. Mein erster Gedanke wäre hier Fremdverlieben, das zu nichts geführt hatte. Muss aber nicht sein, ist vermutlich nur die größere Angst als die, zu sehr am Karrieremachen gehindert zu haben und ihn damit zur Trennung "getrieben" zu haben.
 
  • #47
Ich habe nicht gesagt dass sie "kämpfen" soll.
Ich finde das ein grauenhaftes Wort betreff Beziehungen.
Fehlende Gefühle beim Gegenüber lassen sich nicht "erkämpfen".
Ich finde schon dass es sowas wie "kämpfen" gibt.
Und zwar indem man sich von seiner besseren Seite zeigt und auf den Partner nochmal zugeht.
Denn man kennt die eigenen Defizite doch meist schon.

Das kann man aber natürlich einseitig nicht lange durchhalten.
Da muss von der Gegenseite zügig etwas zurück kommen, sonst ist das Ding durch.
 
  • #48
Ich finde schon dass es sowas wie "kämpfen" gibt.
Und zwar indem man sich von seiner besseren Seite zeigt und auf den Partner nochmal zugeht.
Denn man kennt die eigenen Defizite doch meist schon.

Das kann man aber natürlich einseitig nicht lange durchhalten.
Da muss von der Gegenseite zügig etwas zurück kommen, sonst ist das Ding durch.

Da hast Du recht.
Allerdings macht es wenig Sinn wenn der kämpft der abgeschossen wurde (ausser es gab gravierende Gründe wie Fremdgehen).
Die Entscheidung wurde einseitig getroffen und kann daher auch nur von dieser Seite revidiert werden.
Mir ist es auch schon passiert dass Partner aus "erzieherischen" Gründen Schluss gemacht haben in der Erwartung dass ich mich unterwerfe. Ähnlich wie bei FS passierte mir das auch während eines Zweitstudiums wobei wohlgemerkt mein Exfreund damals mehr arbeitete als ich. Aber er dachte wohl es wäre der Job der Frau kürzer zu treten um Abends mit gekochten Essen und immer dann, wenn er nicht arbeitete flugs parat zu stehen. Ich bin heute sehr dankbar dass ich nicht um ihn "gekämpft" habe. Ich finde Probleme loest man IN Beziehung und benutzt nicht Schluss machen um das Gegenüber zu erpressen oder gefügig zu machen.
Grad neulich meldete sich ein anderer Ex bei mir, der dieses Spiel ausm ff auch beherrschte. Ich hab ihn damals beim Wort genommen. Schluss ist Schluss.
Scheinbar hat er nix besseres gefunden zwischenzeitlich. Aber ich bin nicht mehr zu haben.
Solche Spiele zerstören die Basis einer Beziehung.. das Vertrauen. Und irgendwann ist der Zug abgefahren.

Liebe FS, wie hast Du entschieden?
Wenn Du ihm zurück nimmst, mach bitte klare Ansage, dass wenn das nochmal passiert Du endgültig draussen bist. Sonst verliert er jeden Respekt vor Dir.
 
  • #49
Mir ist es auch schon passiert dass Partner aus "erzieherischen" Gründen Schluss gemacht haben in der Erwartung dass ich mich unterwerfe. Ähnlich wie bei FS passierte mir das auch während eines Zweitstudiums wobei wohlgemerkt mein Exfreund damals mehr arbeitete als ich. Aber er dachte wohl es wäre der Job der Frau kürzer zu treten um Abends mit gekochten Essen und immer dann, wenn er nicht arbeitete flugs parat zu stehen. Ich bin heute sehr dankbar dass ich nicht um ihn "gekämpft" habe. Ich finde Probleme loest man IN Beziehung und benutzt nicht Schluss machen um das Gegenüber zu erpressen oder gefügig zu machen.
Grad neulich meldete sich ein anderer Ex bei mir, der dieses Spiel ausm ff auch beherrschte. Ich hab ihn damals beim Wort genommen. Schluss ist Schluss.
Scheinbar hat er nix besseres gefunden zwischenzeitlich. Aber ich bin nicht mehr zu haben.
Mit solchen Massnahmen überschätzen sich oft manche Männer, denn sie glauben die Frau ist von ihnen abhängig (vor allem emotional) und weil sie liebt würde sie sich ihren Forderungen unterwerfen. Der Schuss kann nach hinten losgehen, wenn sie gerade in eine Beziehung mit einer Frau sind, die sie eben beim Wort nimmt und nicht um sie kämpft und ihnen hinterher rennt und sich unterwirft. Dann fallen sie aus allen Wolken und sind überrascht, wenn sie die Trennung wortlos akzeptiert. Sie bereuen es irgendwann und kommen eben wieder zurück oder melden sich zaghaft - wie ich das jetzt gerade in dieser Woche erlebe -, obwohl er in Juni gegangen ist und ich ihn kaum kontaktiert hatte zu Beginn, um dann seit Anfangs September gar nicht mehr. (getrennt ist er seit zwei Jahren und seine noch Ehefrau hat die Scheidung eingereicht, da sie selbst einen anderen Mann hat, falls das noch die aktuelle Situation ist).

Statt, dass sie sich freuen, dass auch die Frau ebenfalls eine gute Ausbildung hat und dementsprechend in ihrem Job entlohnt wird und somit beide vom grösseren Einkommen profitieren und sich mehr leisten können, wollen sie lieber den Frauen Steine in den Weg legen oder ihnen ihre Ausbildung/Karriere madig reden. Mit mehr Geld in der Kasse kann man auch häufiger auswärts essen gehen als jeden Abend zu Hause zu kochen. Es ist die Angst der Männer, dass die Frau damit zu selbstständig wird und jederzeit selbst gehen kann, Angst, dass sie einmal verlassen werden, was auch die Statistik zeigt, da circa 70 % der Frauen die Beziehungen oder Ehen beenden.
 
Top