• #1

Er kommt mir kein bisschen entgegen

Ich (34) bin seit einem knappen Jahr mit einem Mann (37) zusammen. Ich dachte, endlich jemanden gefunden zu haben, der die gleichen Vorstellungen von einer gemeinsamen Zukunft hat.

Jetzt aber das Problem: er ist kein bisschen flexibel was seinen Ort angeht. Er schiebt sein Haus und seine Firma dort als Argumente vor, dass er ortsgebunden ist. Daran ist auch seine letzte Beziehung kaputt gegangen, und seine Ex ist mit dem gemeinsamen kleinen Kind weg gezogen.
Er hat Panik, dass ich dasselbe mache, dass ich ihm unser Kind wegnehme. Das Kind ist noch nicht einmal konkret in Planung.
Er hat von Anfang an erwartet, dass ich zu ihm ziehe. Dass ich dort niemanden kenne, keine Jobaussichten hätte...das alles kümmert ihn wenig.

Er sagt in Gesprächen darüber immer "dass er hinter mir steht" und "dass er mich in allem unterstützt", aber das sind leere Worte. Er meint damit, er ist bereit, es mir in seinem Haus bequemer zu machen, indem ich mitreden darf bei Farben für die Wände. Ich sage bewusst "mitreden", weil alleine was aussuchen dürfte ich nicht, es muss "ihm schon auch gefallen".
Aber umgekehrt hat er für mich so wenig Verständnis :( Er ist nicht einmal bereit, über Lösungen für die Situation nachzudenken, die MIR auch gefallen.

Dabei könnte es so einfach sein. Es ist ja nicht soooo weit weg, und ich habe sogar schon angeboten, die Wochenenden dort zu wohnen. Es gibt für mich wahrscheinlich Möglichkeiten, einen Homeofficetag genehmigt zu bekommen, und dann würden wir 4 Tage zusammen sein. Wie man sich dann mit Kindern arrangiert kann man jetzt noch nicht entscheiden, mMn. Aber auch da habe ich schon, mMn vernünftige Vorschläge gebracht. Nur für ihn gibt es nur so chauvi-Modelle, die ich nicht mitmachen will. Ihm ist es wichtig, am Abend die ganze Familie beisammen zu haben, aber unter Tags ist das bitteschön meine Pflicht. Und nur wenn ich "den Spaghat schaffe" darf ich seiner Meinung nach arbeiten gehen. Dass ich dort gar keine Chance auf einen passenden Job habe, steht auf einem anderen Blatt.
Wir haben jetzt schon so verschiedene Ansichten über das zukünftige Familienleben, dass er gar nicht bemerkt, wie er mich wegen einem noch nicht einmal geplanten Kind verliert.

Im Moment stehen meine persönlichen Ampeln auf "verlassen". Was meint ihr zu der Geschichte?
 
  • #2
Meine Güte, das klingt ja überhaupt nicht gut. Ich kann dir nur raten auf gar keinen Fall nachzugeben. Du wirst nicht glücklich und bereust es wahrscheinlich ewig. Aber diese Erkenntnis hast du ja anscheinend schon selbst. Deine Bedürfnisse und Vorstellungen sind genauso viel Wert wie seine und in einer guten Beziehung versucht man für beide Seiten die bestmögliche Situation herauszuholen. Hin und wieder bedeutet das dann auch mal einen Kompromiss einzugehen. Es bedeutet aber nicht seine eigenen Bedürfnisse völlig hinten anzustellen, nur weil dieser Mann nie gelernt hat Rücksicht und sich selbst mal zurückzunehmen. Für eine gemeinsame Zukunft ist das keine Basis, da kein Respekt.
 
  • #3
Ich denke, da haben sich zwei gefunden, die einander perfekt das Leben schwer machen. Ich weiß nicht, wer von euch beiden unflexibler ist.
Dass seine Ex dort wegzieht, mit kleinem Kind, wird wohl andere Gründe haben als daß er dort bleiben wollte, oder?
Was spricht gegen eine Wochenendbeziehung, was ist das Drama dran? Willst du überhaupt ein Kind mit ihm? Nicht mal das kommt aus deinem Post klar heraus.
Ihr diskutiert nur über nicht-vorhandenes. Das macht doch alles keinen Sinn. Ist das alles nur vorgeschoben, weil einer oder beide eigentlich nicht mehr wollen?
 
  • #4
Er hat von Anfang an erwartet, dass ich zu ihm ziehe.
Und was ist an dieser klaren und eindeutigen Erwartung von Dir nicht verstanden worden?
Wenn dies für Dich nicht akzeptabel war, hättest Du keine Beziehung eingehen dürfen und Deine Entscheidungfindung hättest Du zu diesem Zeitpunkt - nicht heute - treffen sollen, sogar müssen!

"JA, JA" sagen und denken "den koche ich mir langsam aber sicher schon weich" funktioniert in der Regel nicht.

Eure gewünschten Lebensmodelle passen überhaupt nicht zusammen, da hilft auch nicht seine von Anfang an unzweifelhafte Aussage über einen gemeinsamen Lebenmittelpunkt (hier nochmal erwähnt) zu ignorieren.

Ein Jahr für zwei Menschen unnötig verschwendete Zeit.
 
  • #5
Hört sich auch nicht an als wenn es eine Stadt wäre, sondern eher ein Kaff. Warum solltest du ausbaden, das seine Ex mit Kind wegegelaufen ist? Das wird nicht nur am Wohnort gelegen haben. Und selbstverständlich vorauszusetzen das du einziehst und auch noch ein Kind mit hm willst, ist auch seltsam. Für ihn wäre es das beste eine Hausfrau aus der Gegend zu finden, die sich dann zuhause hinsetzt und die Pantoffeln zurechtstellt. Für die heutige Zeit völlig inakzeptabel. Das haben nicht mal meine Verwandten aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts so praktiziert. Was das Geplärre über Kinder, die noch nicht mal geplant und geboren sind, wegnehmen anbelangt: Da wäre ich sehr hellhörig. Außerdem wird er ja wohl Besuchsrecht, etc. alle zwei Woche haben. Wenn nicht: Warum hat er kein gemeinsames Sorgerecht, warum nicht verheiratet? Ich würde tatsächlich die Reißleine ziehen. Du sollst sein leben nach seinen Vorstellungen leben. Das kann es nicht sein. Kann man verstehen, das er unflexibel und ortgebunden ist, aber dann muss er sich eben eine andere Frau suchen. Oder eben alleine bleiben. Du bist ihm eh viel zu weit mit Homeoffice und für vier Tage zu ihm fahren entgegen gekommen, da würde ich abwinken, wenn er auf nichts eingehen will.
 
E

EarlyWinter

  • #6
Nun ja, ihr habt beide Recht mit euren Wünschen und Vorstellungen aber die passen eben nicht zusammen. Und wenn einer keine Kompromissbereitschaft zeigt dann kann es auch keinen Weg geben wenn der andere sich dem nicht komplett beugt. Und warum solltest du das tun?
Das muss von ihm keine Chauvi-Einstellung sein, sondern sein persönlicher Wunsch nach Familienleben.
Ich bin zB auch kompromisslos, was meinen Wohnort angeht aber gerade deshalb würde ich nie auf die Idee kommen, jemand anderen zu überreden, wegen mir alles, was er sich aufgebaut hat, und die Pläne, die er noch hat, aufzugeben. Gleiches Recht für alle.

Aber, wirklich, besser jetzt feststellen, dass es nicht passt als später. Ihr habt in einem Jahr keinen gemeinsamen Nenner gefunden.
 
  • #7
Hallo liebe FS,

ich finde, wenn ich Deinen Text lese, dass Du Dich zu Recht beschwerst, vernünftig planst und agierst.

Zu einem selbstbestimmten und gleichberechtigten Leben als Paar gehören für mich zwei, die Kompromisse eingehen müssen und vor allen Dingen wollen.

Im Jahr 2016 finde ich die Einstellung Deines Freundes bezüglich Kinder, Haushalt, Wohnen nicht zeitgemäß. Auch in diesen Dingen kann man(n) sich stärker, gleichberechtigt, einbringen. Das Kind jetzt schon als potentiellen Spielball zwischen Euch zu betrachten bzw. zu befürchten, finde ich schon recht schräg.
 
  • #8
Es handelt sich hier um einen emanzipierten Mann der weiß was er will. Da du offenbar andere Vorstellungen hast, wäre es besser wenn du dich von ihm trennst.
Ich persönlich würde es genauso wie er machen, für alles andere brauch ich auch keine Beziehung.
 
  • #9
Puh, also seine Einstellung dir gegenüber, insbesondere was deine künftige Heimchen-am-Herd-Pflicht angeht, finde ich erschreckend. Ich könnte nicht mit so einem Mann zusammen sein, das sag ich dir ganz ehrlich. Er respektiert Frauen nicht auf Augenhöhe. Zu einer Familie gehören immer noch beide Elternteile, hier also Mutter und Vater. Er kann nicht einseitig deine Rolle festlegen, mit der du (so lese ich das aus dem Kontext heraus) dich nicht so einfach abspeisen lassen möchtest.

Es handelt sich hier um einen emanzipierten Mann der weiß was er will.
Ein Chauvi wie er im Buche steht ist also emanzipiert? Lass mich raten, die Ex ist auch die böse böse Frau, weil sie ihm das Kind weggenommen hat. Komisch nur, dass er wohl zu 80% vorher mit seinem Kind, sprich tagsüber, nichts zu tun haben wollte. So wird das auch bei der FS sein, wenn einmal ein Kind da ist.
 
  • #10
Und was ist an dieser klaren und eindeutigen Erwartung von Dir nicht verstanden worden?
Wenn dies für Dich nicht akzeptabel war, hättest Du keine Beziehung eingehen dürfen und Deine Entscheidungfindung hättest Du zu diesem Zeitpunkt - nicht heute - treffen sollen, sogar müssen!

"JA, JA" sagen und denken "den koche ich mir langsam aber sicher schon weich" funktioniert in der Regel nicht.
Ich hab das sehr wohl verstanden und nie "ja, ja" gesagt. Ich hab von Anfang an gesagt, dann werden wir eine gemeinsame Lösung finden müssen, wenn das funktionieren soll. Und er meinte da noch "da finden wir dann schon einen Kompromiss"

Auch wenn ich "jaja" gesagt hätte, hätte das auch heißen können "ich muss mir die Gegend erst anschauen, ob das überhaupt geht und ob ich mir das vorstellen kann". Ich war dort noch nie bevor ich ihn kennen gelernt hab und sag ja nicht aus dem Stand weg "nö, in diese Pampa sicher nicht".

Ich bestehe nicht auf "meiner Stadt". Aber ich bestehe auf adäquate berufliche Möglichkeiten. Ich bin nicht an einem Ort festgewachsen, aber wenn ich weggehe will ich mein eigenes Geld verdienen können
 
  • #11
Ein Mann mit unverarbeiteten Altlasten - weg damit.

Such Dir einen Partner, welcher Deinen Ansprüchen und Kriterien gerecht wird, dieser ist es einfach nicht und fertig.

Ganz einfach.
 
  • #12
Es gibt für mich wahrscheinlich Möglichkeiten, einen Homeofficetag genehmigt zu bekommen, und dann würden wir 4 Tage zusammen sein.
Ein Home Office Tag ist nicht einfach ein arbeitsfreier Tag. Dein Freund scheint seine Existenzgrundlage ernster zu nehmen als Du. Zerstöre nicht sein Leben, indem Du Dich an 4 (!) Tagen der Woche dazwischen schiebst. Oder ihm einen Umzug abforderst, der ihn vom Nutzen der erworbenen spezifischen Kenntnisse und von seinen Kundenkontakten abschneidet, so daß er beruflich quasi von vorne anfangen muß.
 
  • #13
Es handelt sich hier um einen emanzipierten Mann der weiß was er will.
OK, emanzipiert als Mann. Für die Frau hat er allerdings nichts übrig.
Ich hätte es zu keinem Zeitpunkt in meinem Leben zugelasssen, dass eine Frau , welche zu mir zieht, dadurch ihre berufliche Karriere ganz oder teilweise aufgeben müsste.
Ist auch für die spätere Beziehung absolut ungesund.

Aber ich habe hier mittlerweile auch gelernt, dass ich aus meiner (mir anerzogenen modernen) Sicht- und Verhaltensweise jedoch auf gar keinen Fall ableiten darf, dass die Frau ihrerseits dann die gebotene berufliche Freiheit auch tatsächlich nutzt, sondern sich natürlich auch den konventionellen Weg (Mann verdient das -möglichst viel- Geld, Frau passt auf die Kinder auf und geht irgendwann wieder max. Teilzeit arbeiten) freihalten können muss. Mir wurde hierzu geraten, dass ich eine solche Entscheidung einfach zu akzeptieren habe, auch wenn das mal anders abgesprochen war. Habe ich dann (notgedrungen) auch.

Wenn man dies als Fallbeispiel betrachtet, kann ich die kompromißlose Haltung des Freundes der FS (nach dem Motto für die Familie muss ich sowieso aufkommen, dann auch gleich komplett) schon fast wieder verstehen.

Fraglich ist, ob er selber das in der Konsequenz auch schon erkannt hat....
 
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  • #14
Verlassen natürlich.

Solange keine Kinder da sind, würde ich nie und nimmer meinen Job aufgeben. Wie willst du dich denn ernähren? Du machst dich völlig abhängig und wenn er dann keine Lust mehr hat, stehst du da. Das würde ich nie, nie, nie riskieren!

(Ich bin auch meinem späteren Mann hinterhergezogen, aber ich hatte mir zuerst einen Job gesucht!)
 
  • #15
@7 - köstlich gelacht 'emanzipierter Mann'.
Der 'emanzipierte Mann' sichert die FS dann sicherlich auch finanziell ab, wenn sie zu Hause bleibt und für künftige Kinder und Haushalt da ist, damit sie im Falle einer Trennung beruflich und auch später in Bezug auf Rente finanziell keine Nachteile hat.

Tut er das nicht, ist er einfach nur ein Egoist, auch das Wort Macho fällt mir in dem Zusammenhang auch ein.

FS:
wenn er diese Einstellung von Anfang an hatte, verstehe ich nicht, dass du überhaupt mit ihm zusammen gekommen bist!
#3 trifft es mit seiner Antwort perfekt.

Jeder darf seine Wünsche für die Gestaltung einer künftigen Beziehung haben, daran ist nichts verkehrt oder rückständig. Allerdings:
Wenn es keine Kompromisse für Euch gibt, solltest du nicht noch mehr Zeit verschwenden, als du das ohnehin schon getan hast.

Tu dir den Gefallen, beim nächsten Mal genau hinzuhören, was für Vorstellungen ein potentieller Partner von einer künftigen Beziehung hat. Passt das so gar nicht zusammen, macht es keinen Sinn, eine Beziehung überhaupt anzufangen.
 
  • #16
Er schiebt sein Haus und seine Firma dort als Argumente vor, dass er ortsgebunden ist.
Was macht er ? So leicht ist es nicht das Haus zu verkaufen oder den Sitz einer Firma zu verlegen - er braucht dann wohl neue Kunden und was ist mit den Mitarbeitern ?

Nur ist die Frage, daß BEIDE das gemeinsame Leben planen und bestimmen und nicht einer. Wenn Kinder da sind obliebt BEIDEN die Erziehung und die Hausarbeit und das Geschrei und was auch immer und er will Dich zu seiner Kindsmutter und Haushälterin machen auf die er alles abschiebt.

Er meint damit, er ist bereit, es mir in seinem Haus bequemer zu machen, indem ich mitreden darf bei Farben für die Wände.
Eben genau das ist der Fehler wegen dem es die Ex mit ihm wohl nicht ausgehalten hat. Mein Haus, Mein Auto, mein Schaukelpferdchen, meine Frau ? So gehts nicht.

Rede doch mal mit seiner Ex was die zu dem Problem meint (frag ihn ruhig nach ihren Kontaktdaten) und vor allem - wenn Du Dich in dem Haus nicht wohl fühlst - dann kann es ja dennoch verkauft werden; es wird dann ein neues gekauft in dem es Dir gefällt.

weil: Wie es in der Wohnung aussieht, so sieht es in einem selber bzw. in der Beziehung aus. Wenn Du in einem Korsett wohnen mußt, wird Dir die Luft zur Entwicklung irgendwann fehlen.
 
  • #17
Also, wenn man sein Verhalten emanzipiert findet...na, ich weiß nicht. Ich find das einfach nur egoistisch.

Ich glaube, ich brauch die Ex gar nicht fragen warum das gescheitert ist. Die hat sich nämlich nicht so gewehrt wie ich und geglaubt, sie kann in der Einöde glücklich werden. Sie hat aber keinen sozialen Anschluss gefunden, und jobmäßig hats auch nicht geklappt, so dass sie zuletzt in seiner Firma gearbeitet hat. Das kommt für mich gar nicht in Frage. Die Geschichte mit den Wänden steht eigentlich eh auch mit dieser Ex im Zusammenhang. Die hat irgendwann angefangen, selber Wände zu streichen, und ihm hat das dann nicht in den Kram gepasst. Drum denkt er jetzt, dass das so ein tolles Entgegenkommen ist, wenn ich Farben aussuchen darf...
Ich hab kein Problem, aus dem Haus ein gemeinsames Haus zu machen. Ich fühle mich dort nicht unwohl. Und mir ist schon auch klar, dass ich nicht 4 Tage seiner Zeit beanspruchen kann, wenn wir einen Wochenenddeal vereinbaren. Aber der Wochenenddeal ist mein Kompromissangebot. Neu zu betrachten und zu verhandeln, wenn dann wirklich irgendwann mal ein Kind im Spiel ist.
Ich denke, er ist derjenige der zu meinen, auch von Anfang an klar kommunizierten Vorstellungen ja-ja gesagt hat und sich gedacht hat "die wird schon noch kuschen".
Seit 2 Tagen steh ich wirklich für das auf was mir wichtig ist und es kriselt....jetzt kommt er schon mit "Angebot ist mir doch eh gut genug" und "ich unterstütze dich doch in allem"...Ich weiß noch nicht recht, ob ich ihm das glauben soll oder ob er langsam checkt, dass es mir ernst ist mit der Trennung und das so eine Panikreaktion ist
 
  • #18
Ich würde die Beziehung nicht so schnell einfach wegwerfen. Reden, reden, reden bis die Schwarte kracht. Versuchen eine Lösung zu finden. Du bist ja beweglich, grundsätzlich, und wenn da wirklich beidseitig Liebe vorhanden ist und die Beziehung bestehen bleiben und zu einer Lebensbeziehung aufgebaut werden soll, muß eine Lösung her, bei der auch ER sich ein Stück weit bewegen muß. Manchmal gibt es auch für beide zufriedenstellende Kompromißlösungen, die man auf Anhieb nicht sieht. Verschleppen würde ich solche Gespräche nicht. Erst wenn das wirklich alles zwecklos ist, und er starr bleibt, würde ich wirklich über eine Trennung nachdenken. Nicht immer sofort alles wegschmeißen! Gruß
 
  • #19
Becky, nichts für ungut aber ich bezweifele ob es wirklich voll und ganz von Dir verstanden wurde?

Wenn dieser Mann sagt, "daß sein Haus der Mittelpunkt eines potentiellen Familienlebens sein soll", heißt das auch "das Haus soll Mittelpunkt eines potentiellen Familienlebens sein" und nichts anderes so in Richtung "hätte das auch heißen können". Die von Dir erwähnten Kompromisse und Lösungen können nur darauf aufbauen, stellen aber diese Tatsache niemals in Frage.

Das sind seine(!) - von @Herakles angemerkten - "Ansprüche und Kriterien", unter denen er bereit ist, eine Beziehung einzugehen

Dann schaut frau sich die "Pampa" an, prüft ob dort "adäquate berufliche Möglichkeiten" existieren, kommuniziert sachlich die Einrichtung der Wohnung, wie sich das Zusammenleben dort gestaltet - und trifft dann eine Entscheidung. Ein Jahr zögern, zaudern, endlose Diskssonen, so lang sollte das nun wirklich nicht dauern.

Ob aus weiblicher Sicht gerechtfertigt oder nicht, das ist sein unverhandelbares "Preisschild" - akzeptieren und zahlen oder weitergehen, aber bitte kein "Kaufinteresse" (mit inakzeptablen Geboten) vortäuschen.
 
  • #20
Wie weit wäre denn sein Wohnort von deiner Arbeitsstelle entfernt?
Vielleicht gibt es ja auch eine Möglichkeit zu pendeln?
Ich bin auch zu meinem Freund ins Haus gezogen und durfte dort alles nach meinen Wünschen einrichten und gestalten. Zu dem muss ich so gut wie keine Miete bezahlen.
Ich kannte hier auch niemanden, aber man lernt schnell neue Leute kennen und kann seine eigenen ja trotzdem behalten.
Das einzige nervige ist der Weg auf die Arbeit, da ich oft im Berufsverkehr stecke. Trotzdem hat die ländliche Gegend hier schon Urlaubsqualitäten und gerade für den späteren Nachwuchs ist es doch schöner für die Kinder, als direkt in der Stadt.
Heutzutage ist ja auch nicht gesagt, dass man immer einen Partner in der selben Stadt kennen lernt.
Wenn sonst alles zwischen euch passt und er hat ja von Anfang an gesagt, dass er nicht von dort wegziehen kannt, würde ich nochmal mit ihm sprechen und schauen, was es noch für Möglichkeiten gibt- außer Trennung.
 
  • #21
@7 - köstlich gelacht 'emanzipierter Mann'.
Der 'emanzipierte Mann' sichert die FS dann sicherlich auch finanziell ab, wenn sie zu Hause bleibt und für künftige Kinder und Haushalt da ist, damit sie im Falle einer Trennung beruflich und auch später in Bezug auf Rente finanziell keine Nachteile hat.

Tut er das nicht, ist er einfach nur ein Egoist, auch das Wort Macho fällt mir in dem Zusammenhang auch ein.
Vielleicht ist er egoistisch aber was ist schon dabei?
Die FS ist genauso egoistisch - ist das jetzt schlimm wenn der Mann das genauso macht?
Natürlich ist mir klar, dass ein Habenichts leicht reden hat wenn es um das Wegziehen von der eigen Firma und dem eigenen Haus geht. Ist ja auch klar, wer nichts hat für den ist es leicht umzuziehen aber für den ECHTEN "Elitepartner", dass ist nämlich derjenige der wirklich etwas hat ist das halt etwas anders. Wenn Madame darauf keine Lust hat, dann soll sie sich halt einen in ihrem Ort suchen.
 
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  • #22
Ich denke auch, die Frau wird aus anderen Gründen gegangen sein als dass sie dort wohnen sollte.

Er schiebt sein Haus und seine Firma dort als Argumente vor, dass er ortsgebunden ist.
Das ist nicht vorgeschoben, ich finde, das sind sehr gute Gründe. Er ist ortsgebunden und das sind die Rahmenbedingungen. Du ziehst dort hin, wenn Du eine Beziehung mit ihm haben willst. Genau das würde ich einem Mann anbieten, wenn ich dieselbe Situation habe.

Dass ich dort niemanden kenne, keine Jobaussichten hätte...das alles kümmert ihn wenig.
Dass Du keinen kennst, ist ja normal. Mit den Jobaussichten finde ich das schon schwieriger, die sollten Dir auch passen.

Er meint damit, er ist bereit, es mir in seinem Haus bequemer zu machen, indem ich mitreden darf bei Farben für die Wände. Ich sage bewusst "mitreden", weil alleine was aussuchen dürfte ich nicht, es muss "ihm schon auch gefallen".
Erstens - es ist ja wohl klar, dass Du bei der Gestaltung des Wohnraumes mitredest, wenn Du da wohnen sollst. Zweitens - es ist ja wohl klar, dass er bei der Gestaltung des Wohnraumes mitredet, wenn er da wohnen soll.
Allerdings gibt es meist Probleme, weil der Wohnungs- oder Hausbesitzer es nicht kapiert, dass er seinen Wohnraum teilt und nicht mehr der Alleinherrscher ist, wenn ein Partner bei ihm einzieht.

Dass man jeden Abend zusammen sein will, kann ich gut verstehen, aber
Und nur wenn ich "den Spaghat schaffe" darf ich seiner Meinung nach arbeiten gehen.
Das ist bekloppt. Du DARFST tun und lassen, was Du willst, es ist Dein Leben. Und er darf fordern, was er will, vielleicht findet er eine Frau, die gern so leben will, wenn er sie heiratet und versorgt.

Es handelt sich hier um einen emanzipierten Mann der weiß was er will.
Dazu hat Gäste in #14 schon meine Ansicht geschrieben.
 
  • #23
Seit 2 Tagen steh ich wirklich für das auf was mir wichtig ist und es kriselt....jetzt kommt er schon mit "Angebot ist mir doch eh gut genug" und "ich unterstütze dich doch in allem"...Ich weiß noch nicht recht, ob ich ihm das glauben soll
Ich finde das alles gar nicht so verfahren. Es ist doch alles in Ordnung.
Er unterstützt Dich in allem. Gut so. Warum Trennung ?

Mich macht das gerade mißtrauisch, dass Du Dich vielleicht sowieso schon trennen wolltest und eigentlich nur eine Grund ode rAuslöser suchst.

Denn eine halbweges sinnvolle Vorgehensweise ist doch für Dich ohne weiteres machbar. Du must doch nur warten. Er ist es doch, der handeln (zusammenziehen) möchte.

Du behälst also Deinen jetzigen Job und ziehst also erstmal nicht bei ihm ein, bis ihr eine Lösung gefunden habt , der beide zustimmen können.
Z.B. Könnte er sich mit Dir zusammen eine Zweitwohnung nehmen, die für beide jobmäßig erreichbar ist. Etwa für 3-4 Tage die Woche.
 
  • #24
Danke für die letzten 2 Beiträge.

# 18: Richtig konstruktiver Input, danke! Ich habe mir diese Frage auch schon gestellt, aber die Entfernung ist "zu viel zum sterben - zu wenig zum leben". Es sind ca. 1,5 Stunden im Auto. Bisher mach ichs so, dass ich nach einem gemeinsamen Wochenende montags in der Früh fahre, das ist nicht unbedingt toll, aber kein Problem. Für jeden Tag ist die Strecke leider zu weit.

#17: Deinen Beitrag finde ich total schön. Ich hoffe wirklich darauf, dass die Liebe gegenseitig ist, dass er vielleicht doch seinen Beitrag zu einer gemeinsamen Lösung leisten will. Ich finde es auch richtig, sich frühzeitig Gedanken zu machen, wie man sich ein gemeinsames Leben vorstellt. Aber die Ängste von wegen "Kind wegnehmen" haben nichts mit mir zu tun. Wenn er mir vertraut, sollte er das trennen können und dann können wir reden bis die Schwarte kracht.
 
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  • #25
Ich frage mich, wie weit in der Pampa man in Deutschland wohnen kann. Ist im Umkreis von einer Stunde Fahrzeit keine größere Stadt mit Arbeitsmöglichkeit vorhanden? Ein Kompromiss wäre z. B., Du pendelst, er macht mehr Haushalt. Er muss natürlich schon etwas anbieten, wenn Du große Lasten auf Dich nimmst.

m28
 
  • #26
Ich arbeite schon lange in einer richtig großen Großstadt.
16 Jahre bin ich von unserer deutlich kleineren Großstadt dahin gependelt, 50 km einfache Strecke.
Dann zog meine Tochter zwecks Studium weg und ich kaufte ein Häuschen ganz nahe an meinem Arbeitsplatz und zog dort hin.

Fünf Monate später lernte ich meinen Freund kennen, mit dem alles toll ist, mit dem ich wahrscheinlich zusammen bleiben werde.
Er wohnt etwa 5 km von meinem Haus in der kleinen Großstadt, das ich vermietet habe, entfernt. Ironie des Schicksals.

Ich war gerade hier eingezogen, nachdem ich wirklich viel Geld für das Häuschen bezahlt und es für weitere 100.000 € renoviert hatte.
Da ziehe ich nicht wieder aus.
Und pendele wieder 50 km ? Sicher nicht.

Mein Freund liebt sein Haus, das ist sein Baby und auch wirklich groß und schön und alt.
Er bastelt da täglich dran herum und außerdem an seinen Oldtimern, was dort geht.
Er zieht da auch auf gar keinen Fall aus.

Nebenaspekt:
Mein Hausstyle ist X, seiner ist das Gegenteil von X.
Niemals würden wir beide uns auch nur auf die Wandfarbe einigen können.

Was macht man da ?
Man liebt sich, führt eine schöne Beziehung und zwar in zwei Häusern.
Was ich sagen will:
Nur weil das in unserer Gesellschaft tradiert ist, ist es nicht das einzig Vorstellbare, zusammen zu wohnen.
Liebe FS, wäre denn das eine Möglichkeit, nicht zusammen zu wohnen ?

w 48
 
  • #27
Ich arbeite schon lange in einer richtig großen Großstadt.
16 Jahre bin ich von unserer deutlich kleineren Großstadt dahin gependelt, 50 km einfache Strecke.
Dann zog meine Tochter zwecks Studium weg und ich kaufte ein Häuschen ganz nahe an meinem Arbeitsplatz und zog dort hin.

Fünf Monate später lernte ich meinen Freund kennen, mit dem alles toll ist, mit dem ich wahrscheinlich zusammen bleiben werde.
Er wohnt etwa 5 km von meinem Haus in der kleinen Großstadt, das ich vermietet habe, entfernt. Ironie des Schicksals.

Ich war gerade hier eingezogen, nachdem ich wirklich viel Geld für das Häuschen bezahlt und es für weitere 100.000 € renoviert hatte.
Da ziehe ich nicht wieder aus.
Und pendele wieder 50 km ? Sicher nicht.

Mein Freund liebt sein Haus, das ist sein Baby und auch wirklich groß und schön und alt.
Er bastelt da täglich dran herum und außerdem an seinen Oldtimern, was dort geht.
Er zieht da auch auf gar keinen Fall aus.

Nebenaspekt:
Mein Hausstyle ist X, seiner ist das Gegenteil von X.
Niemals würden wir beide uns auch nur auf die Wandfarbe einigen können.

Was macht man da ?
Man liebt sich, führt eine schöne Beziehung und zwar in zwei Häusern.
Was ich sagen will:
Nur weil das in unserer Gesellschaft tradiert ist, ist es nicht das einzig Vorstellbare, zusammen zu wohnen.
Liebe FS, wäre denn das eine Möglichkeit, nicht zusammen zu wohnen ?

w 48
Die FS schreibt davon, sie möchte mittelfristig wohl eine FAMILIE planen, also kann man da nicht mal eben locker flockig zwischen zwei Haushalten hin und herpendeln.
Liebe FS, der Kerl schreibt JETZT SCHON, dass er Angst hat, du nimmst ihm "sein" Kind weg, das noch nicht einmal geboren ist? Tut mir leid, aber dir ist nur anzuraten, deine Beine in die Hand zu nehmen und von ihm weg zu laufen. Dein jetziger Partner taugt nicht für eine Familie und benötigt eher eine Therapie. Such dir einen anderen, bevor du dich in seinen sellischen Abgründen verstrickst. Dir alles Gute.
 
  • #28
Wenn Madame darauf keine Lust hat, dann soll sie sich halt einen in ihrem Ort suchen.
Und wenn Monsieur keine Lust auf eine gleichberechtigte Partnerschaft hat, dann muss er das gleich kommunizieren und sich ein dummes Hascherl suchen. Da der Versuch aber bereits gescheitert und er jetzt ein gebrauchter Mann mit Altlasten ist, sollte er genug Verstand haben zu erkennen, dass seine Wünsche nicht durchsetzbar sind und froh und dankbar sein, dass es überhaupt noch eine Frau mit ihm versuchen will!

Liebe FS, geben Sie keinen Deut nach. Der Kerl ist rücksichtlos und will Sie nur ausnutzen. Entweder lernt er Kompromisse zu machen oder er bleibt alleine. Sie sind eine kluge Frau und verdienen einen weniger anstrengenden Mann der Sie mehr schätzt.
 
  • #29
Hallo Becky,
dieser Mann scheint dich nicht genug wertzuschätzen oder zu glauben, dich "sicher zu haben". Zeig ihm, dass dies nicht so ist. Mach es dir genauso einfach wie er. Konzentriere dich auf dein Leben, dein Wohlbefinden, deine privaten und beruflichen Pläne und Träume außerhalb der Familiengründung. Ich hoffe die hast du und machst nicht den großen Fehler, dass all deine Gedanken und Lebensinhalte nur darum kreisen. Wenn du magst, darfst du auch neue Kontakte knüpfen und mit Freunden Zeit verbringen. Auch flirten ist nicht verboten.

Verbiege dich nicht seinetwegen. Kompromisse sind nötig und den perfekten Partner gibt es nicht, aber Verbiegen stellt eine Partnerschaft auf ein schiefes Fundament. Ich vermute, dein Freund weis tief in sich, dass er Fehler gemacht hat, ist aber nicht bereit, diesen ins Gesicht zu sehen oder gar einzulenken. Dann müsste er ja zugeben, dass er eine Mitschuld am Scheitern seiner vorherigen Beziehung trägt.

Lehne dich einfach zurück, finde zu dir und allem, was dein Leben auch ohne ihn schön macht. Du musst auch keine Entscheidung treffen. Du bist diejenige, die bereit war und vielleicht nocht ist, Kompromisse zu machen. Warte einfach ab, wie er reagiert, wenn du mehr und mehr dein Ding machst. Bleib freundlich, zeige ihm, dass du ihn schätzt, aber unter den gegebenen Umständen erstmal in dein eigenes Leben zurückkehrst und auch ohne ihn glücklich sein kannst. Mal sehen, wie er reagiert.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
E

Elissa

  • #30
endlich jemanden gefunden zu haben, der die gleichen Vorstellungen von einer gemeinsamen Zukunft hat.
Wo, bitte schön, sind denn eure Vorstellungen von der Zukunft gleich? Ihr wollt ein Kind/Kinder. Gut. Aber alles, was darüber hinausgeht, driftet doch völlig auseinander. Da ist Ärger doch jetzt schon vorprgrammiert. Also besser die Finger davon lassen.