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Gast

  • #1

Er kommt nicht in mir

Vor 2 Monaten habe ich einen Mann kennengelernt, der zum damaligen Zeitpunkt ziemlich frisch getrennt war, 3 1/2 Monate. Er bemühte sich sehr um mich und ich ließ mich auf eine Beziehung mit ihm ein, weil er ein wunderbarer Mann ist. Obwohl ich nie einen frisch getrennten noch verheirateten Partner in Betracht gezogen hätte, warf ich bei ihm all meine Bedenken über Bord. Es stimmt so ziemlich alles zwischen uns, außer die Situation, in der er sich befindet. Er ist von seiner Frau mit den beiden Kindern verlassen worden, wohnt auf einem großen Grundstück mit viel Arbeit und ist außerdem beruflich sehr engagiert. Durch die Trennung musste er sich völlig neu orientieren, waren seine Zukunftspläne auf einen Schlag obsolet. Auch die klassische Arbeitsteilung gibt es nicht mehr, er ist für alles von einem Tag auf den anderen selbst verantwortlich. Ich halte mich in allem noch ein wenig zurück (Haus, Hof, Planungen), da nach 2 Monaten noch niemand weiß, wohin die Reise führt. Er agiert im übrigen sehr verbindlich. Jetzt mein eigentliches Problem: Seit einiger Zeit schlafen wir auch miteinander. Wir haben wirklich guten, erfüllenden Sex und ich komme recht häufig zum Höhepunkt, da er ein sehr einfühlsamer und phantasievoller Liebhaber ist. Doch zum ersten Mal erlebe ich es, dass er nicht in mir kommen kann. Er befriedigt sich am Ende selbst, indem er sich einen runterholt. Dabei lässt er sich ungern von mir "helfen", ist aber weiterhin sehr zugewandt. Er ist der Meinung, er könne sich nicht fallen lassen, ich solle Geduld haben. Diese Geduld bringe ich gerne auf. Doch kennt das jemand von euch, kann das wirklich ein psychisches Problem sein, verursacht durch die Trennung, die ja noch nicht einmal 6 Monate her ist. Oder kann er sich vielleicht im Haus seiner ehemals "heilen Familie" gar nicht fallen lassen? Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen? Was kann ich tun? Er ist übrigens Mitte 50, ich bin 8 Jahre jünger.
 
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Gast

  • #2
Eine wichtige Frage: Konnte er denn mit seiner Ehefrau intravaginal ejakulieren? Oder ist dies ein neues Problem? Denn nur dann, könntest Du es auf die neue Situation "schieben" und hoffen, dass es mit der Zeit "besser" wird.

Hat er vielleicht Angst vor einer Schwangerschaft deinerseits?

Ist er vielleicht möglicherweise durch den Konsum von zuviel Pornographie nicht mehr in der Lage dazu? Denn da wird ja auch überall ejakuliert, nur nicht vaginal.

Alles nur Überlegungen, die Dir vielleicht weiterhelfen! Alles Gute
 
  • #3
Ja, liebe FS. Das kenne ich. Genauso wie du es beschreibst. Ich habe das Thema einerseits jeweils angesprochen und andrerseits Zeit gelassen. Beiden. Jedes neue Paar erfindet sich seine Sexualität neu miteinander. Es ist immer anders. Dennoch, ich verstehe deine Irritation. Es irritiert, dass der Mann nicht in der Frau kommt. Irgendwie fragt frau sich dann halt auch, ob es etwas mit ihr falsch sei deswegen. Doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich das entweder mit der Zeit legt, sich neue erfüllene Formen entwickeln oder dass dann auch sonst ein gewisses unbewusstes Einlassen für das Gegenüber nicht möglich ist (was ja durch die "frische Trennung des Mannes in deinem Fall wenig überraschen würde). Wieviel "Einlassen" dann gegenseitig geht, werdet ihr, wirst du schon spüren. Ungünstig wäre meines Erachtens, wenn du jetzt auf den Moment wartest, in dem er es kann. Wichtig ist, dass diese Beziehungs-, Begegnungsform auch für dich jetzt so ok ist und du es geniesst.
 
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Gast

  • #4
Ich würde daraus kein Problem machen. Ist es ja eigentlich auch gar nicht.
 
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Gast

  • #5
Ein paar nette Worte können helfen. Möglich, dass man etwas verkrampft ist und dann etwas Hilfe braucht, um sich zu lösen.
 
  • #6
für aufmerksame und evtl. hypersensible Männer, absolut normal finde ich.. ging mir am Anfang mit meiner Partnerin auch so.. da ging das kommen immer erst "draussen" dann mit "vorglühen" und schliesslich problemlos, auch zusammen, ineinander.. ergo: Geduld.. 3-4 Wochen und das wird.. =)
 
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Gast

  • #7
Liebe FS,

ich kenne dieses Problem nur zu gut. Und es kann mehrere Gründe haben:

1. ich habe als Frau eine sehr unproblematische Sexualität, dh ich komme recht schnell, schon nach ein paar Minuten und bin damit oft einfach schneller als einige Männer. Eher seltene Problematik, aber auch Frauen sind nicht alle gleich
2. Bei Männern um die 40 und auch älter, geht es einfach nicht mehr so schnell mit dem Orgasmus
3. Wenn der Mann dann auch noch beschnitten ist und nicht sooo gefühlsempfindlich, dauert es noch länger
4. er kann sich (noch) nicht fallen lassen. Mit zunehmender Beziehungsstabilität verschwindet das Problem
5. er hat Angst vor einer Schwangerschaft
 
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Gast

  • #8
Kenne ich auch, meiner hatte dieses "Problem" allerdings schon, bevor er mich kennen gelernt hat. Es kann sich tatsächlich auch um ein organisches Problem handeln, denn auch wenn Mann/Frau das nicht unbedingt gern wahrhaben wollen, kann es durchaus sein, dass die Errektionsfähigkeit (ja, eine Errektion ist durchaus da, aber...) nicht mehr so ist wie in jungen Jahren. Da hilft auch mal ein Gespräch mit einem Arzt seines Vertrauens.
Der Meinige (50 Jahre alt) hat von sich aus mit mir darüber gesprochen und dann auch mit seinem Arzt. Nachdem für mich dieses "in mir kommen" der absolute Höhepunkt des Eins-Seins mit dem geliebten Menschen ist, wir aber auch ansonsten eine sehr erfüllende Sexualität haben, nimmt er ab und an eine entsprechende Pille. Dann kommt es manchmal zu der "Vereinigung" und ansonsten haben wir auf andere Art und Weise unser Vergnügen.
Redet miteinander, vertraut einander und genießt euer Zusammensein.
w/46
 
  • #9
Das kann verschiedene Ursachen haben. Vielleicht braucht er einfach Zeit, um sich bei Dir fallen lassen zu können. Vielleicht braucht er grundsätzlich eine andere (intensivere) Art der Stimulation; das habe ich beispielsweise mit einem Mann erlebt, der als Erwachsener beschnitten wurde und dadurch recht unempfindlich geworden war. Vielleicht ist es auch etwas ganz anderes.
Jedenfalls kann man auch ohne diesen speziellen Moment bestens Sex haben, es gibt genügend Gestaltungsmöglichkeiten.
 
G

Gast

  • #10
Er hat zu höchster Wahrscheinlichkeit Angst vor einer Schwangerschaft - denn erst im Alter wird man schlauer und auch vorsichtiger oder er schaut zuviel Pornos oder aber er kann einfach gar nicht mehr anders kommen als so zum Höhepunkt zu kommen. Eventuell hat er auch Angst vor Ansteckungsrisiko - wobei das natürlich wie auch Schwangerschaft lachhaft ist. Wer ohne Kondom miteinander schläft, muss sowohl Schwangerschaft als auch Krankheiten in Kauf nehmen, da hilft auch kein vorzeitiger Rückzieher.
 
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Gast

  • #11
So etwas gibt es häufiger als Du denkst.
Mach kein Problem daraus und akzeptiere es. Der Sex ist doch ansonsten sehr schön!
Er ist dein neuer Partner und Du hast nun anderen Sex. Punkt.
Keine Gedanken machen und alles schön genießen...
w/45
 
G

Gast

  • #12
Mir ist so etwas leider noch nicht passiert, mich würde das nicht im Geringsten stören, ganz im Gegenteil! Sperma fand ich noch nie besonders appetitlich. Mir wäre Verkehr sogar mit Kondom lieber auch in einer festen Partnerschaft, dann kann ich mich wenigstens nicht mit etwas anstecken, denn ich kenne hauptsächlich Männer, die munter in der Gegend umher....., trotz mehrjährigen Partnerschaften bzw. Ehen, nur hassen offenbar fast alle Männer Kondome und wollen unbedingt in der Frau "abspritzen" wie sie das "romantisch" nennen.

Wieso man als Frau darauf Wert legt und das als Einswerden mit dem geliebten Partner romantisch verklärt, verstehe ich nicht (wie realitätsfremd muß Frau da sein, bedenkt man, dass fast alle Männer Pornos, vor allem Hardcore konsumieren).

Ich finde die FS macht aus einer Mücke einen Elefanten, wer keine Probleme hat, der macht sich welche. Sie hat ja einen Orgasmus, die Ladehemmung ist sein Problem, nicht ihres.

Ich gehe davon aus, dass ihr Partner während der Ehe sehr oft onaniert hat, vor Pornos onaniert o.ä. So eine "Ladehemmung" soll auch bei ganz jungen Männern vorkommen, denn wer ständig onaniert ohne nebenbei vaginalen Verkehr zu haben, der ist oft auf andersartige Reize fixiert.
Oder es ist die Art Sex, welchen die FS und ihr Partner haben. Es würde mich nicht wundern, wenn der ach so sensible Mann es härter und heftiger bräuchte um in der FS zu kommen. In dem Fall ginge probieren über studieren, wenn die FS darauf so viel Wert legt.

Das sich nicht Einlassenkönnen als Ursache bei einem Mann ist eher unwahrscheinlich, dann müßte er schon sehr feminine Seiten haben. In dem Fall hilft etwas Alkohol zur Auflockerung wie bei vielen Frauen, die sich nicht fallenlassen können.
 
G

Gast

  • #13
@Gast 11
Das sind ja sehr interessante Thesen. "...mir ist so etwas leider noch nicht passiert... immer mit Kondom.. fast alle Männer konsumieren Pornos, Hardcore..sie hat ja ihren Orgasmus, die Ladehemmung ist sein Problem...gehe davon aus das er sehr oft onaniert hat...."
Vor allem die Aufforderung zum Alkohol trinken...?!?
Verstehst Du wirklich etwas von Liebe, körperlicher Liebe?

Liebe FS, die Ratschläge von den Anderen sind soweit alle gut. Sicherlich benötigt ihr noch ein bisschen Zeit um euch auch in diesem Bereich aufeinander abzustimmen. Nur Geduld. Es ist nicht jeder Mann ein "Sexmonster"
 
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Gast

  • #14
Vielen lieben Dank für Eure Antworten . Ihr habt mir sehr geholfen, weiterhin entspannt mit dem Thema umzugehen.
Die FS
 
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Gast

  • #15
Hier nochmal die FS mit einem kurzen Feedback: Vor fast 9 Monaten habe ich mich mit dieser Frage ans Forum gewandt. Die Antworten hatten mir sehr geholfen, mit der Thematik entspannter umzugehen. Mein Freund lebt heute in Scheidung, hat aber immer noch sehr an der Trennung zu knabbern. Er ist gerade in der Neuorientierungsphase und unsere Beziehung wird langsam stabiler. Bis gestern hatten wir zwar wunderbaren Sex, aber noch immer mit der o. g. Einschränkung. Und nun ist es passiert. Er ist das erste Mal in mir gekommen. Es durchströmte mich ein wahnsinniges Glücksgefühl. Er meinte heute Morgen zu mir, dass es am Vertrauen läge. Ich denke, da spielt noch so vieles mehr eine Rolle, sehr komplex eben. Aber das ist gerade völlig egal, es ist geschehen und es war wunderschön. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich mich nicht verrückt gemacht habe und dabei habt ihr mir geholfen. Geduld zu haben ist nicht immer ganz einfach, weil niemand weiß, wie es enden wird. Eines jedoch habe ich gelernt, man sollte immer auch seinem Bauchgefühl vertrauen. Ich bin so dankbar!
w/48
 
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