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Gast

  • #1

Er: Mietwohnung - Ich: Eigenes Haus

Er (46 J.) ist für mich (53 J.) mein Traummann und ich bin glücklich wie schon lange nicht mehr.
Allerdings mache ich mir Gedanken über die "äußeren Umstände". Er wohnt seit seiner Scheidung (3 Kinder) in einer 2-Zimmerwohnung zur Miete, ich in meinem eigenen, abbezahlten Haus.
Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass er mich nicht nur wegen meiner Person schätzt, sondern auch wegen meiner finanziellen Unabhängigkeit.
Er wohnt nur 35 km entfernt und könnte durchaus zu mir und meiner 17-jährigen Tochter ziehen.
Seine örtliche Unabhängigkeit hat er schon durchblicken lassen. Wir kennen uns seit 8 Monaten.
Momentan fahren meine Gefühle Achterbahn und die rosarote Brille habe ich immer noch auf.
Was meint Ihr? Wie sollte ich mich verhalten?
 
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  • #2
Es ist ein großer Unterschied zwischen euch. Ihr seit weder Altersmäßig noch finanziell auf Augenhöhe.
 
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  • #3
Wo ist das Problem? Hast Du Angst, dass er Dich ausnimmt? Nimm doch sein Angebot an, zu Dir ziehen zu wollen. Nicht viele Männer machen das! Und natürlich ist es eine Verbesserung für ihn, mit seinen Verpflichtungen krabbelt er sowieso am Zahnfleisch. Und die Miete, die er jetzt zahlt, soll er Dir geben. So ist allen genüge getan. m43.
 
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Gast

  • #4
Naja, ist halt so das übliche Problem, welches abgelegte Männer haben...
Zu mehr als einer Zwei-Zimmer-Wohnung reicht es nicht mehr.
Ich hoffe doch sehr stark, dass du dein Haus wenigstens komplett selber bezahlt hast? Bzw. z.B. von deinen Eltern geerbt?
Ich würde ihm eine Chance geben.
 
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Gast

  • #5
Hallo FS,

unklar bleibt, ob er zu Dir ziehen WILL. Ich verstehe dich so, dass er seine örtliche Unabhängigkeit betont, also nicht zusammenziehen will.
Gast #2 versteht dich anders. Was ist richtig?

Gibt es konkrete Hinweise (!) darauf, dass er dich auch wg. deiner finanziellen Unabhängigkeit schätzt???
 
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Gast

  • #6
Schwierig. Bei einem so großen finanziellen Gefälle ist die Gefahr tatsächlich vorhanden, dass eine/r den/die andere/n ausnutzt. Möchtest Du überhaupt, dass er bei Dir einzieht? Meist ist es so, dass Frauen dann zusätzlich auch nahezu die ganze Hausarbeit alleine bewältigen müssen und da Du bereits das Haus "einbringst", wäre das meiner Meinung nach ein weiteres Ungleichgewicht.

Miete solltest Du von ihm, der Meinung bin ich entgegen meinem Vorredner, übrigens nicht verlangen. Für mich hat es etwas "obszönes" wenn man im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung und vom Lebensgefährten/der Lebensgefährtin oder dem Freund/der Freundin Geld dafür verlangt, dass sie oder er bei einem wohnen. Er hat in Deinem Haus ja auch keinen Mieterschutz oder andere einklagbare Rechte. Miete zu verlangen klingt für mich eher nach einem "Geschäft" oder einer Zweckbeziehung. Dazu gehen die Meinungen aber auch hier im Forum auseinander.

w/50
 
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  • #7
Also ich verstehe es bisher nicht so, dass die FS und ihr Partner eindeutig über ein zusammenziehen gesprochen haben . Er hat nur seine örtliche Unabhängigkeit durchblicken lassen oder betont. Was immer das auch heissen soll . 35 km auseinander zu wohnen, ist ja nun ein Klacks. Wenn er in den gleichen Ort ziehen möchte, wäre das doch erst mal schön.

In das Haus der Partnerin zu ziehen, stelle ich mir für den Mann nicht schön vor. Sie hat da bstimmt früher mit ihrem Ex gelebt. Und eine 17-jährige ist rund um die Uhr auch nicht immer leicht zu ertragen. Ausnahmen gibts natürlich. Und was ist mit seinen Möbeln und seinen Sachen ?

Egal , ob er Miete zahlen würde oder nicht ( vielleicht ergeben sich dann für ihn auch erhöhte Fahrtkosten zur Arbeit ) , er wird sich wohl mehr oder weniger immer dort als Gast fühlen.

Etwas anderes wäre ist, sich gemeinsam eine grössere Wohnung zu suchen, das Haus zu vermieten, und für die 17-Jährige Tochter eine kleine Wohnung zu mieten.
Dann hätte die FS mieteinnahmen für das Haus , die kleine Wohnung für die Tochter könnte sie dann gut bezahlen, und die Miete für die neue Wohnung mit dem Partner teilt man sich dann.
Das wäre eine gerechte und faire Lösung, wo sich keiner übervorteilt vorkommen würde.

Viel Glück !
w, 57
 
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  • #8
Gut, dass du dir Gedanken machst!
Ich würde auf keinen Fall das Haus vermieten! Es ist doch schließlich auch das Zuhause von deiner Tochter. Sie ist 17 und wahrscheinlich in 2-3 Jahren aus dem Haus. Solange würde ich keine Veränderungen vornehmen, denn 35 km sind schnell zu überbrücken und er könnte auch ein paar Tage am Stück bei dir bleiben, ohne ganz einzuziehen. Frag vor allem dein Kind, rede mit ihr und lass dir doch Zeit. Acht Monate sind ein "Pups" und es kann sich noch viel ergeben...
Mir gehts es ähnlich und ich habe mir vorgenommen, dass solange meine Tochter (17) bei mir noch lebt, ich mit meinem Partner nicht zusammenziehen werde. Uns trennen auch nur 40 km, wir sind seit 2 Jahren ein Paar. Das Zusammenziehen möchte ich meiner Beziehung , aber vor allem meiner Tochter nicht zumuten, denn es verändert alles . Wenn sie zum Studium auszieht, werden wir (ich und mein Partner ) darüber sprechen, wann und wo wir uns was gemeinsames suchen werden. Hätte ich ein Haus, das abbezahlt ist, würde ich auch dafür plädieren, dass er zu mir zieht, aber seine Abneigung auch ernst nehmen und einen gemeinsamen Weg finden.
Lass es erstmal so , wie es ist. Er ist unabhängig, du hast auch deine Freiräume und deine Tochter noch eine gewohnte Situation zuhause. In der Pubertät würde ich keine so gravierenden Veränderungen vornehmen. Wäre deine Tochter 5 Jahre alt, wäre es anders. Aber mit 17 ist sie eine (fast) erwachsene Person und vor allem mit ihr musst du das Gespräch suchen.
Wenn dein Partner zu dir ziehen möchte, würde ich ihn an den Nebenkosten beteiligen lassen und an den Lebenskosten , keine Miete verlangen. Und ihn auch keinen Mietvertrag unterschreiben lassen. Du musst bei aller Liebe und rosa Brille absichern, dass er notfalls sofort ausziehen kann, ohne, dass es Probleme gibt. Dein Haus ist auch deine Altersvorsorge , evtl. Denk auch darüber. Und wenn du vermietest , lebst du im Fremden und hast noch vielleicht Stress mit den Mietern. Lass es lieber und gib euch Zeit.
 
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  • #9
@ 6
für die 17! jährige eine kleine Wohnung mieten?
Hast du eine Tochter in dem Alter, die noch zur Schule geht?
Wenn ich mir vorstelle, ich würde meine (17) zum Auszug drängen, damit mein neuer Freund, den ich seit 8 MONATEN kenne einzieht, müsste ich mich fragen, ob meine Wahrnehmung noch intakt ist und was mir denn eigentlich mein Kind bedeutet. Hoffe, die FS kommt nicht mal auf den Gedanken. Ich würde für keinen Mann , egal wie ich ihn liebe, meine Kinder "Auf die Straße setzen".
Entweder es funktioniert gemeinsam zu leben /wohnen, oder ich und der Partner müssen uns gedulden, bis der richtige Zeitpunkt kommt, wenn das Kind auf "natürliche" Weise auszieht ( weil die Ausbildung/Studium "ruft"), was nicht bedeutet, dass ich meine Kinder bis 25 im Haus haben will.
Ich bin Mutter UND Partnerin. Beides.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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  • #10
Acht Monate sind einfach zu früh um so was zu entscheiden. Du solltest das Thema in frühestens 12 Monaten noch mal ernsthaft überlegen und da kennt man den anderen nach 20 Monaten auch nicht in und auswendig. Wer weiß was bis dahin unabhängig von Finanzen und Alter ist? Ich nehme an, dass er auch finanziell unabhängig ist, ich wüsste sonst nicht wie er vor 9 Monaten ohne dich überlebt hat. Wie soll man eigentlich noch signalisieren, dass man offen für Beziehung und Veränderung ist. Er sagt dass er bereit ist seine Wohnung aufzugeben und umzuziehen und so was wird dann wieder ins Gegenteil gekartet als wäre er Bittsteller? Man kann doch ausmachen wie viel der andere zahlt und was er an Arbeit übernimmt. Haben Frauen tatsächlich mal finanziell was im Rücken wird wohl 10 x überlegt ob der "Waschlappen" der 3 Kinder ernährt, wahrscheinlich Unterhalt zahlt und noch eine Wohnung zusätzlich, nicht ein eigenes Haus nebenan bauen kann. Wenn sich Frauen ins gemachte Nest setzen sagt mal keiner was.
Hätte ich vor 20 Jahren nie gedacht, dass das heute noch immer so ist.
w46
 
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  • #11
Du bist priviligiert! Und ich bin mir sicher, dass das Männer schätzen.

Ich denke, dass Geld egal ist aber ich weiß es aus eigener Erfahrung, dass es nicht so ist. Ob er Dich nur länger angeschaut hat, weil es so ist? Das kannst nur Du (oder auch er) wissen.

Hier wird das Geld so oft betont, dass schon das der Indikator für solche Begründungen ist. Geistige Abweichungen scheinen nicht so störend zu sein! Die nimmt MANN gern in Kauf.

ABER, es gibt auch noch Liebe und Gefühle.

Versuche es heraus zu finden, plant er eine Zukunft, geht diese über ein Zusammenleben hinaus? Nach ein paar Monaten wäre das für mich normal, für viele aber viel zu früh.

Leider wird Dir hier keiner die Antwort geben können. Aber Du liest Meinungen, die Dich bestätigen, mach einfach das Richtige daraus. Was das ist, weißt Du erst wirklich, wenn´s schief gegangen ist.

Fühle Dich aber in keinem Falle wertvoller, wegen Deiner finanziellen Unabhängigkeit. Du kannst schneller ausgetauscht werden, als Du denkst. Das sind dann die Momente, wo die Gefühlstheorie wieder bestätigt wird.

Aber leider gibt es tatsächlich Männer, die gezielt danach suchen, also sei wachsam.

Stell es Dir mal umgekehrt vor. Was wäre dann?
 
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  • #12
Er (46 J.) ist für mich (53 J.) mein Traummann und ich bin glücklich wie schon lange nicht mehr. ... Wie sollte ich mich verhalten?
Ganz klar: auf den Traumpartner verzichten und weiterhin allein in Deinem Haus leben. Oder aber die materiellen Erwägungen beiseite schieben und einfach nur glücklich sein.

Wäge doch einfach ab, welchen materiellen Wert das Glück hat, das dieser Mann in Eure Verbindung einbringt, und ob es unter dem Strich weniger wert ist als der Vorteil, den er zweifellos hätte. Und dann entscheide weise.
 
  • #13
Wieso machst Du Dir da so einen Kopp drum?

Ich seh das nüchtern, solltet Ihr irgendwann zusammenziehen ist Dein Haus das logische. Und kaum ein Mann ist so schräg drauf in Steine eine solche Bedeutung zu legen (von wegen der Ex). Selbst wenn Ihr so dämlich seids irgendwann mal ohne Ehevertrag zu heiraten würde er keinen Anspruch aufs Haus haben (Hast Du eingebracht, geteilt wird nur in der gemeinsamen Zeit erworbenes).

Mach Dir kein Problem wo keines ist.
 
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  • #14
Was mich vor allem stört, dass es scheint, als wenn er sich selbst zu dir einladen würde, zum Leben!

Nee danke, sowas geht gar nicht.
Wenn dann solltest du sowas als erste ansprechen, aber auf solche Selbsteinlader hätte ich keine Lust, die sehen nur sich an erster Stelle.
 
  • #15
Acht Monate Beziehung sind nach meinem Gefühl viel zu früh um zusammenzuziehen. Zwei Jahre erscheinen mir eher vernünftig. Ich würde auf jeden Fall abwarten, bis der erste Liebesrausch ein bisschen abgeebbt ist. Wieso eilt es euch? Ihr seid doch beide relativ unabhängig und könnt tagelang bei ihm oder bei dir zusammen sein.

Wenn er dann bei dir einzieht, hielte ich es auch für sinnvoll, dass er erst einmal für etwa ein halbes Jahr noch seine Wohnung beibehält, für den Fall, dass es doch nicht so gut funktioniert mit dem Zusammenwohnen.

Und hast du auch bedacht, dass seine 3 Kinder dann häufig bei dir im Haus wären, wenn ihr zusammen wohnen würdet? Auch das müsstet ihr erst einmal über einen längeren Zeitraum ausprobieren.

Miete würde ich von einem Partner nicht erwarten, wenn ich in einem abbezahlten Haus wohne, lediglich eine Beteiligung an den laufenden Kosten.
 
  • #16
Wo ist das Problem? Hast Du Angst, dass er Dich ausnimmt? Nimm doch sein Angebot an, zu Dir ziehen zu wollen. Nicht viele Männer machen das! Und natürlich ist es eine Verbesserung für ihn, mit seinen Verpflichtungen krabbelt er sowieso am Zahnfleisch. Und die Miete, die er jetzt zahlt, soll er Dir geben. So ist allen genüge getan. m43.
Bis auf die Aussage, dass er Dir Miete zahlen soll, gehe ich vollständig mit! Sei doch dem Schicksal dankbar und außerdem stolz auf Dich, dass Du in einer finanziell so guten Ausgangslage bist.
Du heizt auch ohne ihn, hast auch ohne ihn Licht... wenn überhaupt, würde ich nur den Aufschlag auf meine Nebenkosten von ihm erbitten. Nicht mal erwarten.
Was hast Du für Abschläge zu machen? Ist er als Mensch nicht ein Gewinn? Ich würde es bei der umgekehrten Situation, Frau zieht bei Mann ein, genauso sehen, wenn die finanziellen Verhältnisse so ungleich sind. Aber viele Männer sind da von sich aus weniger neidisch, einfach großzügiger.
Wenn du verliebt bist, es mit ihm genießt, er seinen Charakter nicht nur im Umgang mit Dir, sondern auch mit seinen Kindern zeigt- das heißt AUCH, aber nicht nur, dass er den Unterhalt zahlt- dann nimm ihn an, so wie er jetzt ist, oder lass es. Ihn da gängeln, oder ihn finanziell in die Ecke drängen zu wollen, wäre nicht ok.
Klar, vielleicht ist ihm finanzielle Unabhängigkeit auch ein hohes Gut bei seiner LG, weil es sonst gar nicht anders geht. Heiraten würde ich nur unter dem Vorbehalt, dass Du das Haus Deiner Tochter vererben kannst, wenn überhaupt, ich möchte nicht mehr. Aber sonst?
Ich sehe kein Problem, nur Gewinn für Dich; Du kannst teilen, ohne dass es Dich was kostet.
 
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  • #17
Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass er mich nicht nur wegen meiner Person schätzt, sondern auch wegen meiner finanziellen Unabhängigkeit.
Willkommen im Club, dieses Gefühl haben Männer teilweise bei Frauen zuhauf.

Hätte jedoch ein Mann diese Frage so gepostet wäre ihm wahrscheinlich gleich Geiz, Kleinlichkeit und was weiss ich unterstellt worden.
 
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  • #18
Kann man sich nach 8 Monaten schon gut kennen? Manchen Paaren gelingt es noch nicht einmal nach 8 Jahren. Meine, wenn auch sehr subjektive, Lebensansicht hat mich zu der Erkenntnis gebracht, dass es um so schwieriger wird, mit einem Partner zusammenzuziehen, je älter man wird.
Bei allen Sympathien und Emotionen für die andere Person sollte man die Situation objektiv-kritisch betrachten. Ist der andere Partner erst einmal in der eigenen Wohnung häuslich eingerichtet, kann es schwer werden, ihn wieder herauszubekommen. Warum sollen 2 Menschen zusammenleben, wenn schon die zweite Lebenshälfte begonnen und jeder sein eigenes Leben aufgebaut hat?
Für mich (m47) würde nur eine Freundschaft in Betracht kommen. Man muss nicht unter einem Dach leben. Durch eine gewisse Distanz bleibt jeden eine Rückzugsmöglichkeit und Freiraum für die eigene Selbstentfaltung.
 
  • #19
Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass er mich nicht nur wegen meiner Person schätzt, sondern auch wegen meiner finanziellen Unabhängigkeit.
Wegen anderer Oberflächlichkeiten dürfte er Dich aber schon schätzen? Als da wären glatte, jugendliche Haut, klassisches Gesicht, Haare nach seinem Geschmack... etc. Bei Schönheit sieht man es Männern nach, aber wenn sie sich mit finanziellen Notwendigkeiten arrangieren, dann nicht.
Ich glaube, wenn er auf der objektiven "Attraktivitätsskala" nicht mit Jugend, Charme und Gesundheit punkten könnte, hätte er gar nicht den Mut, sich Dir zu nähern. Es verunsichert Dich nur, weil es die herkömmliche Geschlechterrolle umkehrt.
 
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  • #20
Acht Monate sind viel zu früh, 2 Jahre angemessen, um über das Zusammenziehen nachzudenken, das würde ich auch so kommunizieren. Wenn er dann relativ schnell weg ist, weißt du ja Bescheid. Wenn er bleibt, kannst ja immer noch überlegen, ob Du lieber alleine in einem Haus unglücklich bist, oder zu zweit glücklich.

Wäre die Situation umgekehrt und würde ein Mann diese Frage stellen, würde bei der Damenwelt wilde Entrüstung ausbrechen.... w,36
 
  • #21
Für mich (m47) würde nur eine Freundschaft in Betracht kommen. Man muss nicht unter einem Dach leben. Durch eine gewisse Distanz bleibt jeden eine Rückzugsmöglichkeit und Freiraum für die eigene Selbstentfaltung.
Diese Rückzugsmöglichkeiten brauche ich auch, oft sogar. Aber eben auch intensive Nähe!
Wo, wenn nicht in einem Haus, hat man Platz und Möglichkeit für beides?
Was für ein emotionaler Luxus, aneinandergekuschelt einzuschlafen- Schnarchfreiheit vorausgesetzt ;).
Kann man sich nach 8 Monaten schon gut kennen? Manchen Paaren gelingt es noch nicht einmal nach 8 Jahren
Ja, eben. Wenn sie sich also mit dem Alleinwohnen nicht dauerhaft arrangieren möchte, ist der Zeitpunkt doch perfekt. Ü40 hat man selbst und der Andere so viele beharrlich verteidigte Macken, dass man das Geschenk, jemanden Passenden zu finden, einfach nur schätzen sollte. In wenigen Jahren zieht auch noch die Tochter aus. Gruselige Vorstellung für mich...
Nur Mut! Steh zu Deinen Sehnsüchten!
 
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  • #23
Wenn ich das Gefühl habe, der Mann könnte mich nur aufgrund meiner Finanzen schätzen und gut finden (was gut möglich ist, wenn ich ein dickes Haus, Geld und Reichtum habe) dann werde ich den Teufel tun, mich mit so einer Person einzulassen!

Ich bin selber erstmal 5-7 Jahre mit einem Mann zusammen, bis ich weitergehende Entscheidungen fälle wie zusammenziehen oder Kinder kriegen. Denn in der Regel zeigt sich erst nach dieser Zeit, ob man überhaupt noch verliebt ist.... und ob man sich vorstellen könnte, noch länger miteinander auszukommen.
Ich hätte keine Lust alle 1-2 Jahre um- und dann wieder auszuziehen.

Das ist eben das Problem der meisten Leute, sie denken nur über das nach, was heute ist, nicht was in 5 oder 10 Jahren sein könnte. Ich finde es in deinem Falle wichtig, dir bewußt zu werden, dass deine Entscheidung vermutlich weitreichende Veränderungen nach sich zieht.
Ist der Mann einmal in deinem Haus und nistet sich ein, wirst du ihn so schnell nicht mehr los!
 
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Gast

  • #24
So geht es vielen Männern nach einer Scheidung !

Die Frage die du dich stellen solltest, ist doch eher, ob das Gefühl das du hast Real ist, oder nur eingebildet.
Immerhin 3 Kinder aufzuziehen ist ziemlich teuer.
 
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Gast

  • #25
Sei großzügig !
Zu ihm - aber auch zu Dir selbst.
Sei emotional großzügig - und ein bisschen materiell großzügig (was das wohnen betrifft).
Stell Dir vor, die Situation ist genau umgekehrt: Du bist in seiner Lage und er in Deiner !
Was würdest du erwarten ? Misstrauen ? Geiz? Angst ?

Pass auf Dein Geld auf, lass Dich nicht ausnehmen, erzähl nicht alles (was Du auf der Seite hast...).
Dein Haus kann Dir keiner nehmen (solange Du für Ihn nicht eine Bürgschaft unterschreibst oder einen Kredit aufnimmst).

Also locker bleiben - und großzügig.

Aber auch an die Tochter denken ! Möchte sie auch, dass er einzieht ? Ich (persönlich) würde sie fragen, denn sie ist ja kein kleines Kind mehr. Und Du bist ihr Vorbild. Wenn Du mit Dir solche wichtigen Dinge besprichst, dann wird sie auch Dich fragen, wenn es bei ihr soweit ist.

Viel Glück und viel Liebe und viel Spaß im Leben !
 
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Gast

  • #26
Ich würde mit dem Zusammenziehen noch mind. 1 Jahr warten - ab einem bestimmten Alter muss man nicht auf "Teufel komm raus" sofort zusammenziehen wie 20jährige bei der ersten gemeinsamen Wohnung. Lernt Euch doch noch ein wenig besser kennen, zumal Du noch eine 17-jährige Tochter hat, die sicherlich zu diesem Thema auch befragt werden will.

w
 
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  • #27
Liebe FS,
frag' nicht nach seinen Finanzen, sondern nach Deinen Gefühlen und ein paar Folgen für den Alltag. Was willst Du? Willst Du, dass er bei Dir einzieht, jeden Tag bei Dir ist? Will das Deine Tochter? Hat er dauerhaft Kontakt zu seienn Kindern, kommen als Folge dann auch regelmäßig seine 3 Kinder ins Haus? Willst Du auch den Teil seines Lebens?
Die Finanzen sind das geringere Problem, solange Du darauf achtest, dass Dein Eigentum und Einkommen Deines bleibt. Du musst ihm keine Miete abknöpfen, wenn Du das finanziell nicht nötig hast, aber eine Beteiligung an den laufenden Kosten und der Haushaltsführung sind ein Muss und die Unterhaltszahlungen für seine Kinder muss er aus seinem Einkommen bestreiten, nicht Du.

Solange Du diese Dinge konsequent trennst, ist der finanzielle Vorteil für ein Zusammenziehen nicht so riesig für ihn, dass er Dich nur wegen Deiner stabilen wirtschaftlichen Situation schätzt. Geh' doch mal positiv ran, dass er Dich mag und wegen seienr schwierigen Situation keine Frau sucht, die die gleichen Probleme hat, wie er. Mit Dir hat er den Kopf etwas frei für Dich.

Du bist in der priviligierten Situation, etwas wagen zu können - klappt es nicht, kann er gehen und Du bleibst in Deinem Haus. Der Tipp: Kind weg; Haus vermieten, Wohnung mieten ist realitätsferner Unfug und sicherlich nicht das, was er will, wenn ihm an Dir was liegt.

w, 55
 
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Gast

  • #28
Frag dich doch mal selber:
Welche Art von Beziehung willst du denn? Zusammenleben, oder jeder behält seinen eigenen Wohnraum und man trifft sich halt regelmäßig? Also eine Beziehung die nur auf lebenslanges "dating" basiert?

Wenn du zusammenleben möchtest mit deinem Partner, dann lass ihn doch einziehen. Ganz wichtige Voraussetzung dabei ist natürlich, dass deine Tochter damit einverstanden ist und beide sich ebenfalls gut verstehen, schließlich ist es auch IHR zuhause, und sie ist noch von dir abhängig, deiner Entscheidung also quasi ausgeliefert!

Hast du finanzielle Nachteile, wenn er bei dir wohnt? Nein! (Voraussetzung natürlich er beteiligt sich an den laufenden Kosten, was dir bezüglich Nebenkosten sogar einen Vorteil bringt).

Hast du emotionale Vorteile, wenn er bei dir wohnt? Ja!

Ob du überwiegend deshalb für ihn anziehend bist, weil du finanziell priviligiert bist, kann dir keiner sagen. Fakt ist aber nun mal, er möchte das Leben mit dir teilen, und er macht dich glücklich dabei. Wäre es dir wichtiger, er fände dich nur wegen deines tollen Aussehen und deines attraktiven Körpers anziehend? Dann müßtest du aber stets Angst haben, dass er dich irgendwann nicht mehr will, denn du wirst auch nicht jünger...

Ich verstehe dein Problem nicht. Warum muß man ab einem gewissen Alter immer bei jedem neuen Partner den Haken suchen, wenn man doch emotional glücklich ist und nichts zu verlieren hat?
Es bleibt DEIN Haus, wenn er einzieht. Und klappt es nicht muss ER wieder ausziehen und neu anfangen, nicht du. Du wirst doch merken beim Zusammenleben, ob er dir Liebe entgegegen bringt oder sich nur im gemachten Nest wohl fühlt. Du bist nicht gezwungen weiter mit ihm zu Leben, wenn er dich auf Dauer doch nicht glücklich macht.
Was verlierst du also, wenn du es versuchst?

w,43
 
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Gast

  • #29
Hier ist die FS: Danke schön für Eure wirklich sehr objektiven Ratschläge.
Noch einige Infos, die relevant sein dürften: Seine 3 Kinder (5, 12 und 14 J.) besuchen ihn jedes zweite Wochenende und übernachten auch bei ihm. In seiner 2-Zi.Wohnung ist das nur mit Schlafsäcken möglich. Aber die Kinder lieben ihren Vater, was doch sehr positiv ist.
Bei meiner Tochter und mir hätten sie auf 150 m² wesentlich bessere Bedingungen und das Verständnis untereinander ist auch o.k.
Auf der einen Seite habe ich mich gefreut, dass meine Tochter schon so selbständig ist, in 2 Jahren in Hamburg studieren wird und ich mich mal mehr auf mich selbst besinnen kann. Auf der anderen Seite mache ich mich dann wieder abhängig von den Kindern meines neuen Partners?!
Urlaube, Weihnachten etc. mit seinen Kindern - und meiner Tochter. Komischer Gedanke.
Er müsste jeden Tag 35 km zur Arbeit und zurück fahren mit seinem Auto, seine Ex wohnt auch noch in diesem Ort mit den Kindern.
Warum habe ich nur das Gefühl, mich ständig im Kreis zu drehen und auf keinen grünen Zweig zu kommen?
 
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Gast

  • #30
Vielleicht kannst Du ja alle mal einladen, bei Dir zu übernachten, Frühstücken....
so eine Art Wochenendzusammenkunft.

Das Problem mit Humor lösen.
Partytime um sich besser kennenzulernen.

Dann sind sie mal alle ein paar Tage da, Du kannst schauen, wie Ihr (Deine Tochter und Du) Euch dabei fühlt.
Ihr könnt es wiederholen.
Regelmäßig oder auch unregelmäßig.....
und schauen, wie sich die Sache entwickelt. Wenn Ihr jedesmal froh seid, dass die Gäste wieder weg sind, war Dein Bauchgefühl richtig.

Du musst nicht gleich sagen: Zieht alle zu mir - ich habe Platz.
Probiert es aus - und wenn er Dich fragt, oder Dich drängt, dann erklär ihm, dass Du noch nicht sicher bist, ob Du das alles so (willst) schaffst.