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Gast

  • #1

Er möchte bald heiraten, wer zahlt das?

Wir sind 10 Monate zusammen, leben seit 5 Monaten zusammen. Alles läuft chic.

Nun das Problem:

Er möchte bald (nächste 12 Monate) heiraten und schlägt vor, die Kosten dafür gemeinsam (50:50) zu sparen. Er hat deutlich mehr zur Verfügung als ich.

Für mich ist eine Hochzeit etwas romantisches, d.h. ich möchte einen Antrag bekommen (einfallsreich wäre schön :)), Ehe bedeutet für mich man teilt alles, d.h. das wäre die sichere Planung mit dem anderen bis ins Grab zusammen zu sein. Ich denke da konservativ, also der Mann muss sich bemühen etc., sonst kann ich mir einen solchen Schritt nicht vorstellen. Eine Vernunftsehe kommt nicht in Frage für mich.

Die Geschwindigkeit macht mir keine Probleme, allerdings schon die für mich zu nüchterne Ausführung. Ich selber möchte keine große Feier etc., aber Kosten entstehen halt trotzdem. Eine Auslandshochzeit ist im Blickfeld.

Wir sind beide Ü40 und waren auch beide bereits verheiratet und geschieden, Kinder gibt es auch, sie sind jedoch erwachsen.

Ist das wirklich heute so? Ich fände heiraten schön, aber die Art des Ablaufes muss einfach für mich stimmen. Er ist die treibende Kraft beim Heiraten. Das warum hat sich mir noch nicht ganz erschlossen. Hofieren und in diesem Fall auch bezahlen, wäre einfach eine Grundvoraussetzung!

Vielleicht bin ich eine Prinzessin, aber was soll das mit der Hochzeit sonst sein? Ein bürokratischer Akt? Erstmals kommt mir der Gedanke, dass er doch nicht so gut passen könnte.
 
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Gast

  • #2
Er möchte bald (nächste 12 Monate) heiraten und schlägt vor, die Kosten dafür gemeinsam (50:50) zu sparen. Er hat deutlich mehr zur Verfügung als ich.
[...] Ich denke da konservativ, also der Mann muss sich bemühen etc., sonst kann ich mir einen solchen Schritt nicht vorstellen.
Ist doch egal, wenn ihr verheiratet seit, gibt es eh kein Mein und Dein mehr. Wie ihr euch das Ansparen aufteilt, spielt keine Rolle mehr.

Wenn du konservativ denkst, müssen deine Eltern die Hochzeit zahlen. Haben sie das bei deiner ersten Hochzeit getan? Nein? Naja, dann habt ihr ja schon ziemlich Geld gespart, das du jetzt in deine zweite Hochzeit stecken kannst. Da das auch nicht deine erste Hochzeit ist, würde ich mich fragen, ob du die ganzen anderen Rituale denn wirklich noch brauchst.
Das hat mir Vernunftehe nichts zu tun, sondern mit Lebensetappen. Die romantische Prinzessin in weiß warst du schon. Jetzt müsstest du eigentlich einen Schritt weiter sein.
 
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  • #3
Aha, er zahlt alles und du putzt und kochst und räumst alles auf, ja?
Wenn schon traditionell, dann wirklich.
Erst Prinzessin, dann Hausmamsell mit aalen Aufgaben, das fände ich gerecht
w ( 33)
 
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  • #4
Ich denke da konservativ, also der Mann muss sich bemühen etc., [...] Hofieren und in diesem Fall auch bezahlen, wäre einfach eine Grundvoraussetzung!
Wie konservativ ist Dein Denken denn im Bezug auf die Hausarbeit? Wirst Du Deinem Gatten in spe künftig das Essen zubereiten, seine Wäsche waschen, die gemeinsame Wohnung sauber halten, etc. oder möchtest Du hier auf eine gemeinsame, geteilte Lösung zurückgreifen?

Wenn ihr beide die klassische Rollenverteilung bevorzugt, kann der Mann sämtliche Kosten tragen. Andernfalls ist 50:50 fair, gleichgültig wer wie viel verdient.

Und ja, die Ehe - das solltest Du als Geschiedene wohl am besten wissen - ist ein rein bürokratischer Akt. Nur ein Papier, sonst nix.
 
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  • #5
Ich verstehe Dich gut und würde genauso denken.Nach nur zehn Monaten so eine Sache so routiniert und ohne jede Romantik erledigen zu wollen, das würde mich ärgern. Ebenso würde ich mich fragen was in einigen Jahren dann in puncto Finanzen los ist, wenn er jetzt schon alles genau aufteilt. Hast Du schon das Thema Ehevertrag angesprochen? Warum möchte er so schnell Heiraten, sucht er nur eine die den Haushalt macht etc.....

Ach ja, ein Prinzesschen bist Du wirklich nicht. Der Mann sollte sich echt bemühen um Dich.
Ich habe den leisen Verdacht das er nach der Heirat erst als Mensch richtig zu erkennen ist. Ich würde warten und schauen wie er reagiert wenn Du die Hochzeit jetzt noch nicht möchtest.Irgendwas ist da noch im Busch bei Deinem Mann.
Verwöhnt er Dich denn auch mit Geschenken oder fängt da der Geiz schon an.
 
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  • #6
Ganz hart gesagt: Wenn man so romantisch veranlagt ist, passt eine zweite Hochzeit für mich eh nicht in das Bild. Aber das wäre ganz streng von meiner Seite geurteilt.

Ansonsten: Wie schon viele geschrieben haben, entweder teilen oder aber streng konservativ und du machst die Hausfrau, alles andere ist in meinen Augen (w) Rosinenpickerei. Und selbst für mich, die noch nie verheiratet war, ist eine Hochzeit deutlich mehr als pure Romantik, nämlich in erster Linie eine gewichtige rechtliche Angelegenheit.
 
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Gast

  • #7
Bei meiner ersten Hochzeit (ich bin verwitwet) war alles so, wie Du es Dir vorstellst!

Sie war romantisch (auch der Antrag ;)) und einigermaßen aufwändig. Bezahlt habe ich es zu großen Teilen, meine Eltern etwas (Unterbringung von unserer Seite) und die Schwiegereltern auch einen Teil (Brautkleid, Aussattung Brautjungfern, Unterbringung anreisender Verwandschaft ihrer Seite, etc.)

Wenn ich noch einmal heirate und die Braut ist noch ledig und hat keine Kinder (ich habe auch keine) werde ich versuchen sie auf keinen Fall hinter der Hochzeit mit meiner verst. Frau zurückstehen zu lassen! Da spielt das Alter keine Rolle! (die Finanzierung ist jetzt aber viel mehr peanuts für mich, als zu der Zeit, als ich gerade aus einer schlecht bezahlten Doktorandenstelle kam!)

Bei einer geschiedenen Braut evtl. mit vorhandenen Kindern wäre das aber ein wenig übertrieben, oder? (und wohl gemerkt: ICH bin NICHT geschieden, bzw. habe so ein Gelübte noch nicht versemmelt!)

m44
 
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  • #8
Also einen Heiratsantrag mit der Kostenfrage zu verknüpfen ist schon dreist. Ich weiß gar nicht, wie das beim Standesamt ist - kostet das eine Gebühr ? Wie klingt es:

"Schatz, magst mich heiraten ? Du bist es mir aber nicht wert, daß ich die Gebühren beim Standesamt bezahle ?"

Ich denke, die Hochzeit sollte ein gemeinsamer Traum sein, der umgesetzt wird; die Geldfrage sei es hinsichtlich der Gebühr beim Standesamt, sei es hinsichtlich der sonstigen Kosten zerstört alles. Vor allem ist die Aufteilung auch ungerecht 50:50 denn es ist eine Frage des jeweiligen Verdienstes, der jeweiligen Vermögen etc pp...

Daß man sich ggf. gegen eine Trennung absichert, steht auf einem andern Blatt.
 
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  • #9
was soll das mit der Hochzeit sonst sein? Ein bürokratischer Akt?
Ja, genau das ist eine Hochzeit.
Heiraten bedeutet einen Vertrag abzuschließen, und die Rechte und Pflichten, die sich aus diesem Vertrag ergeben, sind im BGB geregelt.
Natürlich ist so etwas ein bürokratischer Akt.

Wem es nur um die Romantik geht, der sollte die Unterschrift auf dem Standesamt weglassen und sich darauf beschränken, sich in einem romantischen Rahmen gegenseitig ein Versprechen zu geben, dass man sich ewig lieben und treu sein wird.

Du schreibst er hat mehr Geld als du, hast deshalb die Erwartungshaltung er zahlt mehr als du, denkst also du wirst durch die Heirat von seinem Geld profitieren. (Nein, natürlich nicht durch das romantische Versprechen, sondern durch den "bürokratischen Akt", dass ihr beide vor dem Standesamt eine Unterschrift leistet, damit ihr einen gesetzlich geregelten Vertrag über eure Beziehung bekommt).

Jetzt merkst du bereits vor der Hochzeit, dass du wohl doch nichts von seinem Geld haben wirst, weil er 50/50 bevorzugt, und plötzlich denkst du er ist vielleicht doch nicht der Richtige?

Komisch, dass bei manchen Frauen die Liebe, (die eben noch so groß war, dass sie sich für immer binden wollte) plötzlich auf Nimmerwiedersehen entschwindet, wenn sie merkt es lohnt sich finanziell doch nicht so wie erwartet...
 
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  • #10
Vor allem ist die Aufteilung auch ungerecht 50:50 denn es ist eine Frage des jeweiligen Verdienstes, der jeweiligen Vermögen etc pp...
Genau genommen ist es eine Frage der Ausgaben. Wenn die Frau finanziell nicht mithalten kann, dann muss man eben, sofern der Mann nicht den Löwenanteil blechen möchte, bei der Hochzeit etwas sparen. Dann ist es eben nicht das Riesenluxussuperduperbrautkleid, sondern die etwas günstigere Variante.

Komisch, dass bei manchen Frauen die Liebe, (die eben noch so groß war, dass sie sich für immer binden wollte) plötzlich auf Nimmerwiedersehen entschwindet, wenn sie merkt es lohnt sich finanziell doch nicht so wie erwartet...
Das finde ich auch sehr interessant. Ich werde die im Forum gewonnenen Einsichten zum Thema Heirat und Frauen sicherlich bei meinem Lebensentwurf berücksichtigen.
 
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  • #11
Er möchte bald (nächste 12 Monate) heiraten und schlägt vor, die Kosten dafür gemeinsam (50:50) zu sparen.

... Ehe bedeutet für mich man teilt alles, d.h. das wäre die sichere Planung mit dem anderen bis ins Grab zusammen zu sein....
Prima, dann kannst Du gleich zu Beginn der Ehe Deine Idee von Teilung umsetzen. Oder übersehe ich Dein Problem?

Ist das wirklich heute so? Ich fände heiraten schön, aber die Art des Ablaufes muss einfach für mich stimmen. Er ist die treibende Kraft beim Heiraten. Das warum hat sich mir noch nicht ganz erschlossen. Hofieren und in diesem Fall auch bezahlen, wäre einfach eine Grundvoraussetzung!

Vielleicht bin ich eine Prinzessin, aber was soll das mit der Hochzeit sonst sein? Ein bürokratischer Akt? Erstmals kommt mir der Gedanke, dass er doch nicht so gut passen könnte.
Ach so, jetzt verstehe ich. Es geht Dir nicht um einen romantischesn Akt, es geht Dir nicht um ihn, es geht Dir um sein reichlich vorhandenes Geld und ums hofiert werden. Wenn ich das als Dein Freund wüsste, wären die Heiratspläne schnell begraben.
"Ich möchte nichts beisteuern, nur meine intensiven Gefühle, aber ich finde es total romatisch, alles zu teilen." Da verstehe einer die Frauen...

Meine Frau hat zur Hochzeit vor drei Jahren finanziell auch nichts beitragen können. Ihre Eltern haben sich das Geld gespart. Sie hat aber den Großteil der Gäste eingeladen. Jetzt sind wir in Trennung. Ich zahle natürlich wieder. Zu wenig, sagen ihre Freundinnen, es müsste das 2-3-fache sein (das wäre mehr als mein Nettoeinkommen). Bei der nächsten Ehe möchte ich auch alles teilen, aber wirklich...

m, 46
 
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  • #12
Selbst wenn dein Anteil dein komplettes Erspartes aufbrauchen würde spielt das doch bei deiner Einstellung keine Rolle oder was verstehe ich nicht?!
Du sagst doch selbst, dass eine Ehe für dich bedeutet, das man ALLES teilt, sprich nach der Hochzeit ist seins deins und deins seins, oder gilt das Teilen nur für seinen Teil und du behälst dein eigenes Geld?!
Ich verstehe dein Problem entweder nicht oder du wiedersprichst dir massivst.

M32
 
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  • #13
Eine emanzipierte Frau sollte wirklich emanzipiert sein, natürlich dann auch materiell. Und sie sollte sich genau so intensiv um den Mann bemühen wie sie das anscheinend ganz selbstverständlich von ihm erwartet. Wo sind wir denn?

Bei Lichte besehen, sollte eine emanzipierte Frau heute glücklich sein, überhaupt einen Mann zu finden, der bereit ist, sich ernstlich an sie zu binden. Denn er könnte ja _auch_ Fragen: "was habe ich davon?" Besonders Dan, wenn sie beabsichtigt, Rosinen zu picken...
 
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  • #14
Wenn er dich gefragt hat, ob du ihn heiraten willst, war das ja ein Antrag. Und so eine Frage hört man ja nicht jeden Tag, ist was Besonderes und von ihm lieb gemeint. Wenn dir das nichts bedeutet und du sowieso nicht weißt, ob er der Richtige ist, dann sag nein. Die Frage der Kosten würde sich ja nur stellen, wenn du überhaupt willst. Kosten für die Hochzeit teilen finde ich an sich ok., wäre in eurem Alter ja ohnehin mal eine Überlegung Wert, mit Ehevertrag Gütertrennung zu heiraten. Dann kannst du zumindest ganz sicher sein, dass die Romantik dabei im Vordergrund steht und es keine Vernunftehe wird. Obwohl deine Frage sehr verkopft klingt (sorry) und wenig romantisch...
 
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  • #15
Du warst schon einmal verheiratet, also weißt du ja wie es geht. Man muss beim zweiten Mal etwas den Kopf einschalten und nüchterner denken. Nichts mehr mit Romantik. 50:50 Teilung ist vernünftig.
Dein Mann sagt das so, also wird das so gemacht.


w
 
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  • #16
Als gestandene Frau mit Scheidung und Vergangenheit würde ich nicht den Anspruch erheben die unschuldige Prinzessin in weiß zu spielen, die von allen Seiten horviert werden soll. Und vermutlich sieht dein zukünftiger Mann das genauso, er wird deine Erwartungen nicht verstehen.
 
  • #17
Das zahlt in erster Linie das Brautpaar selber.
Die Brauteltern sowie die Hochzeitsgäste können finanziell dazu beisteuern.

Aufteilung: Jeder spart für die Hochzeit anteilig in eine gemeinsame Hochzeitskasse.
Nämlich von seinem Geld, das er nach Abzug der Fixkosten monatlich zur freien Verfügung hat.

Die Gebühren auf dem Standesamt sind m.W. das Billigste daran, rd. 30 Euro.

Wenn z.B. die Braut besondere Wünsche zur Hochzeit hat, dann kann das Paar gemeinsam darüber diskutieren und beschließen. Das Gleiche auch für den Bräutigam.

Einen Heiratsantrag wünscht sich so ziemlich jede Frau. Das kostet nix.
Wer dafür einen besonderen Event gestalten will, kann z.B. seinen Freundeskreis, seinen Verein etc. dafür einsetzen. Die fühlen sich sehr geehrt, dabei zu sein und mitwirken zu können.

Der Ring für die Verlobte kostet dagegen schon. Aber das muß kein teurer Ring sein.
Aber schön sollte er schon sein, daß er der Frau gefällt..
Sondern die Geste zählt, und das dieser Ring der Verlobungsring ist.
Spartipp: Der Mann kann seine Mutter fragen, ob sie dafür einen passenden Ring von ihrem Schmuck stiftet ?

Unglück: Wenn der Verlobungsring (während des Heiratsantrages) verloren ginge.
Es ist egal, wie wertvoll er war. Aber das dieser besondere Ring verloren ging, ist der große Kummer = der ideelle Wert.

Selbe Aufregung, falls der Ehering verloren ging. Denn es war der Ring, der bei der Trauung verwendet wurde. Dieser idelle Wert kann keine Kopie ersetzen.

Für die Trauringe unbedingt Preisvergleiche anstellen, auch via Internet. Da lässt sich viel Geld sparen. Denn es gibt auch moderne, technische Verfahren, mit denen man Ringe viel einfacher und billiger herstellen kann.

Liste der Hochzeitsgäste. Unbedingt gemeinsam zusammen stellen.
Kritisch prüfen, wen und wieviele Hochzeitsgäste man einladen will ?
Denn Jeder von Denen kostet Geld.

Weiße Kutsche mit Pferden. Wirklich nötig ?
Oder ein angemessenes Auto, (z.B. Cabrio)
z.B. leihweise vom Autohaus. z.B. weil man dort Stammkunde ist.
(Oder Sponsoring via Werbung fürs Autohaus)

Solche Tipps mögen auf den ersten Blick geizig wirken, besonders wenn das Brautpaart insgesamt ein höheres oder gar besonders gutes Einkommen hat.
Aber wer sein Budget rentabler ausgibt, und dadurch mehr Leistungen erzielt, hat eher Gelder frei, für besondere, romantische Wünsche. Zumal man ja nur noch einmal heiraten will.

Außerdem zeigt es den Respekt des Besserverdienenden, gegenüber dem niedrigeren Einkommen des Gegenüber.

Mein Vorschlag: Die Hochzeit so gestalten, daß Beide zufrieden sind. Aber nicht übertreiben.
Und das geschickt eingesparte Geld besser für die gemeinsamen Flitterwochen einsetzen.
Damit die für Beide genauso schön werden, wie die Hochzeit.

Wie gesagt: Nicht 50:50 aufteilen. Sondern Jeder, wie er kann.

(m,53)
 
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  • #18
nochmal die FS:

uiehhh, mit solchen Reaktionen hatte ich eher nicht gerechnet.

Hier gehts im Grunde nicht um Geld. An dem Geldgedenke zeigt sich für mich lediglich einiges. Er ist derjenige, der von WIR, lebenslangen Zusammensein, absolute Offenheit, zueinanderhalten etc. spricht, übrigens ständig. Er hat auch durchaus erkennbare Ängste mich zu verlieren. Mein Bildungsgrad ist höher, als seiner und ich habe auch schon einen anderen Standard gelebt, den er mir sowieso nie bieten könnte. Ich hatte ihn mir übrigens selber erarbeitet und ging durch die Scheidung den Bach runter (ja, geht auch Frauen so).

Meine erste Ehe schloss ich erst nach Jahren und auch nur, weil er ständig drängte und dann ein Weinabend mich zur Zustimmung brachte. Es war okay, hielt über 2 Jahrzehnte, auch wenn es mich finanziell ruiniert hatte.

Mein Freund hat sicherlich keine finanziellen Probleme, aber so einige seelische Sorgen. Ich bin psychisch stabil und habe eher finanzielle Probleme. Ich habe schon so einiges hinter mir und weiß nicht, was da wie zu werten wäre? Geld ist auf jeden Fall kein Freifahrtschein! Gesundheit und Wohlbefinden und innere Zufriedenheit sind deutlich höher zu betrachten.

Und ich bleibe dabei, wenn er heiraten möchte, dann erhoffe ich einfach ein entsprechendes Verhalten. Soll ich auch für die Ringe mitsparen???? Ich bin sicherlich kein Mäuschen, Hausfrau war ich nie, aber hier möchte ich mich als Frau fühlen, ansonsten bekäme der Mann mich auch nur als Kumpeline!!!

Ich fand bei den Postern interessant, dass mich insbesondere die Frauen zerrissen haben, einige Männer waren deutlich nachsichtiger. Verstehe da einer die Welt.

Ich bin ein Alles oder Nichtsdenker. Hatte genügend Kurzgeschichten, die ich bewußt hielt und nie mehr wollte. Jetzt kann ich mir auch mehr vorstellen und möchte aber nicht auf das für mich "normale" Mann/Frau Verhalten verzichten. Ich möchte nicht den Zustand, wie nach 20 Jahren bereits zu Beginn verspüren.

Aber scheinbar stehe ich in diesem Forum allein mit diesem Denken da. Sind die Frauen wirklich so pragmatisch geworden.... ich glaube es eigentlich nicht! Akademiker hin oder her, sollte bei allen gleich sein.
 
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  • #19
Meine Hochzeit haben meine Eltern bezahlt - das war für meinen Vater Ehrensache.

Im fortgeschrittenen Alter käme das für mich nicht mehr in Frage, und grundsätzlich halte ich die hier stark favorisierte 50:50 Lösung (oder jeder anteilig gemäß seinem Einkommen) für angemessen, weil ich es auch in der Ehe so handhaben würde.

Ich glaube aber die FS so zu verstehen, dass die Initiative zur (außerdem sehr frühzeitigen) Eheschließung vom Partner ausgeht, während sie nicht unbedingt heiraten müsste. Und in diesem Fall verstehe ich ihr Unbehagen. Ich bin wenig romantisch, aber wenn mir mein Freund sagen würde: "Ich will dich heiraten, auf den Bahamas, nur mit Tante Else und unseren Kindern. Das kostet 8000 Euro, du musst also 4000 zusammensparen." - Nein danke, da hätte ich auch keine Lust!
 
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Gast

  • #20
Ganz traditionell: der Brautvater.
Aber da du schon mal verheiratet warst und nicht mehr 23 bist und Geld verdienst, kommt das wohl nicht in Frage.

Als mein Mann und ich geheiratet haben (für uns beide auch nicht das 1. Mal ...), haben wir schon zusammen gewohnt und hatten (so ist das bis heute) gemeinsame Kasse. Also stellte sich die Frage gar nicht.
 
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  • #21
Liebe FS,

in dem, was Du unter #17 beschreibst, erkenne ich ein Muster: Dein erster Mann hat Dich zu einer Heirat "gedrängt", und Du armes Mäuschen hast in Weinlaune zugestimmt. Meine Güte, ich dachte eine Frau kann heutzutage selber entscheiden, ob sie heiraten möchte.

Jetzt hast Du wieder einen Mann, "der heiraten möchte", und wieder schiebst Du ihm die Verantwortung zu, da Du es nicht unbedingt willst. Oder nur, wenn er sich ordentlich anstrengt.

Fazit: Du benimmst Dich wie eine Prinzessin, die ja für nichts im Leben etwas kann, weil die Männer die Entscheidungen treffen. Und dafür möchtest Du auf Rosen gebettet werden. Mit dieser Haltung wünsche ich Dir noch viel Spaß im Leben!
 
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Gast

  • #22
nochmal die FS:
Und ich bleibe dabei, wenn er heiraten möchte, dann erhoffe ich einfach ein entsprechendes Verhalten. Soll ich auch für die Ringe mitsparen???? Ich bin sicherlich kein Mäuschen, Hausfrau war ich nie, aber hier möchte ich mich als Frau fühlen, ansonsten bekäme der Mann mich auch nur als Kumpeline!!!

[...] möchte aber nicht auf das für mich "normale" Mann/Frau Verhalten verzichten.
Du scheinst nicht ganz zu verstehen. Einerseits möchtest Du mit Verweis auf die traditionelle Rollenverteilung zwischen Mann und Frau an seinem Verdienst partizipieren, andererseits aber eine emanzipierte Teilung in puncto Hausarbeit leben. Damit möchtest Du zwei unvereinbare Modelle miteinander kombinieren. Und zwar so, dass Du jeweils das Sahnestückchen aus beiden erhältst. Das nennt man Rosinenpickerei.

Ich als Mann wäre damit auf gar keinen Fall einverstanden und könnte mir unter diesen Bedingungen höchstens vorstellen, Dein Kumpelino zu werden. Keinesfalls jedoch Dein Ehemann.

50:50 ist fair.
 
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Gast

  • #23
Er möchte bald (nächste 12 Monate) heiraten und schlägt vor, die Kosten dafür gemeinsam (50:50) zu sparen. Er hat deutlich mehr zur Verfügung als ich.
Für mich hat es nichts mit Romantik zu tun. 50:50 bei sehr unterschiedlichem Einkommen ist einfach nicht fair. Ich würde nie meine letzten Ersparnisse ausgeben oder in Schulden geraten, um mir ein Leben auf einem Niveau mit einem viel reicheren Mann leisten zu können. Ich würde ihm eher eine schöne Suche nach einer Partnerin "auf der Augenhöhe" wünschen. Ich würde es auch als absolut unverschämt interpretieren, wenn er so was von mir verlangt. w30
 
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Gast

  • #24
An dem Geldgedenke zeigt sich für mich lediglich einiges. Er ist derjenige, der von WIR, lebenslangen Zusammensein, absolute Offenheit, zueinanderhalten etc. spricht, übrigens ständig. Er hat auch durchaus erkennbare Ängste mich zu verlieren. Mein Bildungsgrad ist höher, als seiner und ich habe auch schon einen anderen Standard gelebt, den er mir sowieso nie bieten könnte.
...
Meine erste Ehe schloss ich erst nach Jahren und auch nur, weil er ständig drängte und dann ein Weinabend mich zur Zustimmung brachte. Es war okay, hielt über 2 Jahrzehnte, auch wenn es mich finanziell ruiniert hatte.
...
Und ich bleibe dabei, wenn er heiraten möchte, dann erhoffe ich einfach ein entsprechendes Verhalten. Soll ich auch für die Ringe mitsparen???? Ich bin sicherlich kein Mäuschen, Hausfrau war ich nie, aber hier möchte ich mich als Frau fühlen, ansonsten bekäme der Mann mich auch nur als Kumpeline!!!
...
Ich bin ein Alles oder Nichtsdenker. Hatte genügend Kurzgeschichten, die ich bewußt hielt und nie mehr wollte. Jetzt kann ich mir auch mehr vorstellen und möchte aber nicht auf das für mich "normale" Mann/Frau Verhalten verzichten...
Mein Rat: lass es bleiben. Und sage dem Mann 1:1, was Du denkst. Er wird die richtigen Schlüsse daraus ziehe.

M.
 
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Gast

  • #25
Liebe FS

diese Ansprüche hat meine Schwägerin auch erhoben. Kutsche mit Pferd zwar nicht, aber ein Rolls Royce in cremeweiss musste es sein. Bodenlange Schleppe. Kleinmädchenträume. Dass man kirchlichen Segen will kann ich noch nachvollziehen, aber dass du nicht bezahlen willst nicht.
Es ist doch auch deine Party, Mädel.

Ich bin ledig, 43, gut verdienend. Mir käme nie in den Sinn so ein Brimborium um die Hochzeit zu machen. Wichtig ist doch : er ist da und du bist da, ihr bezeugt eure Liebe und ihr habt nette Leute um euch herum die euch Glück und ein langes Leben wünschen.
 
G

Gast

  • #26
nochmal die FS:

uiehhh, mit solchen Reaktionen hatte ich eher nicht gerechnet.

Hier gehts im Grunde nicht um Geld. .
Jein.
Es geht hier offensichtlich darum, dass du fest davon überzeugt bist, dass er dich garnicht verdient hat, weil du ja so viel besser bist und so viele Stufen über ihm stehst.
Weil das so ist soll er wenigstens die Hochzeit komplett bezahlen, denn das ist das mindeste, was er tun kann um sich angemessen unterwürfig und dankbar zu zeigen.
Also mein ganz heißer Tipp an dich :

Heirate nicht,trenne dich und blei alleine, denn einer Lichtgestallt wie dir kann einfach keiner gerecht werden- sie sind dir alle nicht würdig.

M33
 
G

Gast

  • #27
Hallo FS,

auch wenn der Wind hier aus einer sehr einseitigen Richtung kommt...,
Ich kann dich gut verstehen!

Und diejenigen, für die eine Hochzeit sowieso 'nur' ein bürokratischer Akt ist,
sollten es nach meinem Empfinden lieber gleich lassen.

Mir persönlich wäre eine Hochzeit nach nur 10 Monaten definitiv zu früh.
Vertraue deinen Gefühlen! Unbedingt heiraten zu wollen, aber eigentlich keine richtige Begründung nennen zu können, warum es ihm wichtig ist..., da würden bei mir die Alarmglocken läuten.

Und zum Thema Geld. Wenn wirklich alles 'so super' läuft, sollte doch immer ein Ergebnis zustande kommen, mit dem beide glücklich und zufrieden sind, oder!!!

Bei einigen Beiträgen habe ich ganz stark das Gefühl, dass Mann/Frau ihre Vergangenheit, Exmann /Exfrau noch lange nicht abgeschlossen haben und glauben, dass allein mit der '50:50 Regelung' bez. Geld, in der nächsten Beziehung alles glatt läuft.
 
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Gast

  • #28
Ich habe es auch wie Gast 18 verstanden:

Die FS müsste jetzt nicht heiraten, aber natürlich ist es schön einen Antrag zu bekommen, von dem Mann, den sie liebt.

Das dicke Aber ist, dass sie eine bestimmte Vorstellung von ihrer Hochzeit hat, die sie zum angedachten Zeitpunkt aus finanziellen Gründen nicht realisieren kann.
 
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Gast

  • #29
Ach so, in einer Ehe teilt man alles, aber bezahlen soll er?

Er liebt Dich, ist sich seiner Gefühle so sicher, dass er nicht warten möchte, und Du möchtest also, dass er auf den Knien bettelt und blecht.

Wenn er wesentlich mehr verdient, könnte man es vielleicht anders aufteilen, bei einer Hochzeit, bei der sich beide einig sind. Aber offensichtlich träumst Du von einer Kutsche und Rauschekleid, während er eine Hochzeit plant, bei der Du Dir locker die Hälfte leisten könntest.

Ich finde Deine Einstellung absolut albern. Meine Schwester hat nach 20 Jahren Beziehung in 20 min. standesamtlich geheiratet. Und weißt Du, warum die Hochzeit trotzdem sehr romantisch war und mich zu Tränen gerührt hat? Weil sich da 2 Menschen das Ja-Wort gegeben haben, die sich lieben, man hat es gespürt.

Frage Dich doch einfach mal, ob Du diese Hochzeit wirklich möchtest, oder bewußt Steine in den Weg legst.

w37
 
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Gast

  • #30
Hallo FS,

wer zahlt das? Na, ihr beide. Jeder anteilsmäßig in Prozenten gemäß Einkommen.

Du willst hofierte Prinzessin sein, die bezahlt wird.
Machst Dir erst Gedanken, wenn es an Dein Portemonnaie geht. Da kommen Dir dann Zweifel, obwohl Du doch angeblich alles teilen möchtest.
An anderes denkst Du nicht? Über anderes denkst Du nicht nach?
Sprecht ihr denn richtig miteinander?

Alles geht schnell, Kennen 10 Mon., Zusammenziehen nach 5 Mon. Heirat angedacht in den nächsten 12 Mon.
Die Geschwindigkeit macht Dir keine Sorgen. Warum er treibende Kraft ist, erschließt sich Dir aber nicht.
Auslandsheirat angedacht. Hm.

Da winkt ein Mann mit erheblich höherem Einkommen mit Zusammenziehen und schneller Heirat und Du denkst mit Ü40 so wenig nach. Welohe Vorteile bringt ihm die schnelle Heirat mit Dir?

Von Liebe lese ich übrigens bei Dir gar nichts, nur von Geld. Der Mann kann gut rechnen, halbe-halbe bei höherem Einkommen. Du als Prinzessin erwartest seine Vollzahlung. FS, wir haben das Jahr 2014. Nicht die 50er Jahre. Prinzessinnen sind unmodern geworden.

Macht einen Ehevertrag vorher, um euch gegenseitig voreinander zu schützen. W53