• #1

Er möchte das Haus alleine kaufen. Wer gibt mir einen Rat?

Hallo an alle,

Ich befinde mich in einem inneren Konflikt. Mein Freund und ich sind seit 12 Jahren zusammen. Wir hatten viele Höhen und Tiefen, haben aber immer wieder zusammen gefunden.

Nun sind wir beide, mit 30, im Berufsleben angekommen und möchten ein Haus kaufen. Das perfekte Objekt gibt es schon.

Mein Partner ist dieses Jahr durch ein Erbe an 60 000 Euro gekommen. Jetzt steht die Idee im Raum, das er alleine kauft.
Bei einer Trennung bliebe uns so einiges erspart und ich kann aktuell nichts zum Kauf beisteuern.
Wir möchten auch alles vertraglich fixieren.
Ich werde Wohnrecht erhalten und notariell als Erbin festgesetzt.

Wir könnten auch zusammen kaufen. Dann würde er jedoch nur die Nebenkosten abdecken. Das bedeutet schlechtere Zinsen und ein monatlich höherer Abtrag.

Jetzt zu meinem Problem. Ich fühle mich einfach etwas degradiert. Ich wollte ein gemeinsames Projekt.
Ich weiß nicht ob ich mich da etwas anstelle. Die Vorteile überwiegen eindeutig und am Ende geht er ein hohes Risiko ein.
Trotzdem habe ich Angst, das ich mich falsch entscheide. Was meint ihr?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Will er sich dann weiterhin zu 50% an den Haushaltskosten beteiligen? Manche Menschen machen dann nämlich den Vorschlag, dass einer das Haus abbezahlt und der andere dafür die Lebensmittel bezahlt. In dem Fall hat er in ein paar Jahren ein abbezahltes Haus und dein Geld ist verfrühstückt.

Ich verstehe nicht ganz, warum der Kredit teurer wird, wenn zwei Leute ihn abbezahlen. Müsste es nicht billiger werden, wenn das Risiko verteilt wird?
 
  • #3
Liebe FS,
obwohl Du schon 30 Jahre alt bist, hast Du kein Eigenkapital. Also kannst Du in absehbarer Zeit kein Haus kaufen - so einfach ist das.
Ich finde, Du solltest etwas weniger fühlig sein in Geldfragen und etwas mehr den Kopf einschalten. Worin konkret siehst Du eine "Degradierung"? Hast Du Dich selber degradiert, weil Du nichts gespart hast oder nicht geerbt?

Ohne Ehe würde ich keine gemeinsame Immobilie erwerben - kann zu große Probleme bei der Trennung verursachen, resp. wenn man schon viele Höhen und Tiefen hatte - spricht nicht für Stabilität.
 
  • #4
Ich denke ihr solltet alles vertraglich fixieren, sodass ihr abgesichert seid für den Fall dass ihr euch eines Tages viellecht mal nicht mehr so gut versteht. Ich verstehe deine Bedenken. Sicher dich rechtlich ab, spreche mit einem Anwalt unbedingt über diese Dinge! Das löst sicherlich schon mal viele Unsicherheiten.

Und was deine Gefühlssituation anbetrifft - das gemeinsame Projekt. Ich glaube in einer Beziehung, muss man manchmal genug Vertrauen haben, dass man aktzeptiert dass manchmal der eine mehr gibt und manchmal der andere. Man muss sich im Klaren sein, dass man dennoch als Team fungiert und das heißt manchmal, dass jeder versucht das beizusteuern, was euch beide in euren gemeinsamen Träumen weiter brint. Das heißt nicht, dass man als Individuum dadurch weniger selbstständig ist.
 
  • #5
Du befindest Dich in einem inneren Konflikt und weißt nicht, wie Du Dich entscheiden sollst?

Aber das ist doch gar nicht Dein Erbe, nicht Dein Geld!

Der Mann kann mit seinem Geld machen was er möchte.
Davon abgesehen, daß ich nicht 60000 Euro zum Fenster rauswerfen würde für ein Haus, Fass ohne Boden, und schon gar nicht jemanden mit in dieses Haus nähme.
Die Angst, denjenigen nie wieder loszuwerden, säße bei mir zu tief.
 
  • #6
Wir könnten auch zusammen kaufen. Dann würde er jedoch nur die Nebenkosten abdecken. Das bedeutet schlechtere Zinsen und ein monatlich höherer Abtrag.
Verstehe ich nicht. Sein Erbe ist doch so was wie notwendiges Eigenkapital, dass er einbringen würde. Ihr könnt es doch notariell so regeln, dass sein Erbe auch sein Erbe bleibt.

Das mal grundsätzlich, aber der Kauf Immobilie ist mit einigen Verpflichtungen verbunden und einige Information von Deiner Seite könnten Licht ins Dunkle bringen.

Wie hoch ist der Kaufpreis, bekommt er bei der Bank alleine das Darlehen? Wie sehen Eure Zukunftspläne aus?

Obwohl ich schon weiß, Du wirst schreiben Du hast Dich schon informiert und naiv bist Du auch nicht. Lasst Euch beide nicht unter Druck setzten, nehmt Euch Zeit genügend Infos einzuholen, anwaltlichen Rat gerade was Erbrecht und Wohnrecht betrifft.

Ich hab mal im Zuge meiner Recherchen gelesen, dass viele sich besser und gründlicher informieren wenn sie ein Auto kaufen als wenn sie ein Haus kaufen.

Warum fühlst Du Dich degradiert? Gibt er Dir das Gefühl, jetzt bestimmt er alleine was passiert weil er geerbt hat? Vorher habt Ihr zusammen gewirtschaftet, gemeinsam Durststrecken durchlebt und gemeistert? Und jetzt kriegst Du gönnerhaft Wohnrecht und stehst in seinem Testament? Das kann er schneller ändern als Du gucken kannst.

Auch mögliche Renovierungen und Möbelanschaffung unterschätze nicht. Besonders wenn sie neugekauft werden. Sein Haus, Du finanzierst die sauteure Küche, die nach dem Einbau nicht mal mehr die Transportkosten wert ist.

Wie Du mit Geld umgehst, wirst Du selber wissen. Gibt es da etwas was ihn davon abhält gemeinsam mit Dir das Projekt zu starten? Auch nicht zu unterschätzen sind die leisen Stimmen eventuell von Seiten seiner Familie oder auch Freunden, die ihn warnen.

Immerhin seit ihr 12 Jahre zusammen, wie schätzt Du ihn ein oder zeigt er mit etwas Geld jetzt plötzlich eine Seite, die Du so gar nicht kanntest?

w/36
 
  • #7
Man kann auch anders als 50:50 verteilen. Du schreibst aber nichts dazu, wie Du Dich an monatlichen Raten beteiligen könntest oder welche monatlichen Beteiligungen am gemeinsamen Leben er erwartet. Du könntest ja auch ein fach 60.000 Euro Kredit mehr aufnehmen als er oder entsprechend stärker abzahlen. Erbin bedeutet, dass Du unverheiratet ordentlich Steuern bezahlst. Auf der anderen Seite kannst Du natürlich keine Beteiligung an einem Haus erwarten, wenn Du kein entsprechendes Einkommen hast. Und zur Problematik "gemeinsames Haus" grundsätzlich hat ja @Vicky auch schon etwas geschrieben.
 
  • #8
Sehr vernünftig!
Du kannst nichts beitragen da du mit 30 noch nichts auf der Seite hast. Das weiss dein Freund wohl, dadurch nimmt er es lieber selber in die Hand statt sich auf dich zu verlassen da du bisher auch nichts sparen konntest.
Ihr müsst einfach regeln wie es aussehen soll wegen NK, Versicherungen usw. Und wie es mit Kosten die LM sein wird.
Ich würde sagen LM, NK usw 50/50, Möbel welche eingebaut werden er, Möbel die beweglich sind, du.
Haushaltsarbeit 50/50.
Du bezahlst ihm einen festen Betrag als "Miete".

Mein Ex und ich haben auch immer alleine Sachen gekauft, also er den TV, ich Sofa usw, daher war die Trennung dann einfach.

Wie das mit dem Wohnrecht und Erben bei Nichtverheirateten ist, weiss ich nicht, daher zum Anwalt.

Das du ein Haus kaufen willst, ohne Geld zu haben, ist naiv, sorry.
Schau den Tatsachen ins Auge!
 
  • #9
Bei einer Trennung bliebe uns so einiges erspart und ich kann aktuell nichts zum Kauf beisteuern.
Wir möchten auch alles vertraglich fixieren.
Ich werde Wohnrecht erhalten und notariell als Erbin festgesetzt.
Dass Euch dann manches erspart bliebe - gut, zumindest wenn im Trennungsfall verkauft werden müsste.
Was willst Du im Falle einer Trennung mit einem Wohnrecht? Möchtest'e dann da wohnen bleiben? Ohne Trennung brauchst Du doch eigentlich gar keins.
Dich als Erben vorsehen, ist auch nur Momentdenken. Wenn es sein alleiniges Eigentum ist, kann er das jederzeit ändern.

Wir könnten auch zusammen kaufen. Dann würde er jedoch nur die Nebenkosten abdecken. Das bedeutet schlechtere Zinsen und ein monatlich höherer Abtrag.
Das verstehe ich nicht. Welche Nebenkosten meinst du? Warum schlechtere Zinsen?
Er würde dann nicht sein Erbe vollständig investieren, damit Euer Darlehensanteil gleich bleibt, oder was meinst Du damit?

Jetzt zu meinem Problem. Ich fühle mich einfach etwas degradiert. Ich wollte ein gemeinsames Projekt.
Ich glaube eher, dass der Trennungsgedanke bezogen auf Eure "Höhen und Tiefen" schon um sich schlägt. Dass er alleine kaufen möchte, macht Dir Angst. Ist ja dann sein Projekt. Wenn es das erste Haus ist und Ihr beziehungsmäßig glücklich und zufrieden seid, finde ich es auch merkwürdig - allerdings genauso merkwürdig finde ich Deine Denke.
Wir haben damals gemeinsam gebaut und gemeinsam finanziert. Dafür musste ich dem Gatten zuvor die Hälfte meines (vorhandenen) Grundstücks überschreiben. Mit 'nem positiven Blick in die Zukunft und dem gemeinsamen Projektdenken habe ich mir zumindest damals keine solchen Gedanken gemacht.
Lass es besser mit Deiner Beteiligung. Mit gemeinsamer Immobilie und Deinen Gedanken wird das nichts.
Ich kaufe doch ein Haus aus Überzeugung.
Du möchtest totale Absicherung mit Preis Null. Das gibt es nunmal nicht.

W, 46
 
  • #10
Ohne jetzt mal auf das Für oder Wider einer gemeinsamen Immobilie einzugehen: Wenn ihr so ein großes Projekt gemeinsam hochziehen wollt, finde ich auch das klassische Modell der Zugewinngemeinschaft sinnvoll. Ihr habt beide eine Ausgangssituation, alles was ihr danach "erwirtschaftet" steht euch hälftig zu. Dabei spielt es keine Rolle, ob im Grundbuch einer oder beide stehen.
In so einem Fall finde ich das nur fair. Ansonsten kann es passieren, dass im Fall einer Trennung (die ihr ja wohl auch schon hattet), einer in die Röhre schaut, der andere sahnt ab.
 
  • #11
Weil er, wenn wir gemeinsam kaufen, nicht sein ganzes EK einbringt. Dann werden die Raten höher.

Und ob das für Stabilität spricht! Wir haben uns immer gemeinsam durchgeboxt! Das schafft heutzutage leider kaum ein anderes Pärchen! Die meisten leben in einer Pseudoharmonie nebeneinander her. Wenn man nicht redet kann man sich auch nicht streiten!

Und angespart haben wir beide nichts. Er hat noch einmal auf einem zweiten Bildungsweg studiert. Ich habe von meinem ersparten meinen Studienkredit abgezahlt... Er hat dieses Jahr geerbt.
Die Lebenshaltungskosten werden. Weiterhin geteilt.
 
  • #12
Auch wenn es langweilig klingt: bei größeren Summen (die auch durch dich mit aufgebracht werden und sei es, indem du die laufenden Kosten trägst) würde ich immer einen Fachmann (hier einen Notar) zu Rate ziehen und weder »nach Gefühl« noch nach Ratschlägen aus dem Forum handeln.

Auch ich habe meine Immobilie unverheiratet vor Jahren mit meinem damaligen Partner erworben. Doch immer mit notariell abgesicherten Verträgen meine Entscheidungen getroffen. Das hat mir bei der späteren Trennung sehr geholfen, meinem früheren Partner auch. Wir konnten ohne Differenzen auseinander gehen, niemand wurde übervorteilt.

Du weißt heute nicht, wie sich eure Beziehung entwickelt. Irgendwann zählt nicht mehr das Gefühl einer möglichen »Degradierung«, sondern das, was notariell beglaubigt wurde. Auf Gefühlen einen Hauskauf aufzubauen ist wenig durchdacht.
obwohl Du schon 30 Jahre alt bist, hast Du kein Eigenkapital.
... und das hier finde ich einen unnötigen Vorwurf. Nicht jede/r hat die Chance, schon (relativ) früh eigenes Vermögen anzusammeln!
 
  • #13
Ich werde Wohnrecht erhalten und notariell als Erbin festgesetzt
Das würde ich ja nie im Leben anstelle Deines Freundes machen. Die Hütte ist mit Wohnrecht nichts mehr wert. Warum soll er Dich als Erbin einsetzen, wenn Ihr noch nicht mal verheiratet seid? Warum sollen die Zinsen höher sein, wenn 2 Leute abzahlen? Ergibt doch keinen Sinn.
Gleichwohl kann ich Dich sehr gut verstehen, dass Du etwas gemeinsam erwirtschaftetes möchtest. Warum sollen die Vorteile für Dich überwiegen, wenn er alleine kauft? Dies wäre nur der Fall, wenn die Immobilie mit Verlust verkauft würde, aber sonst?
Ihr könnt die 60.000 Eur als sein Kapital notariell festhalten. Dann steigt gemeinsam ins Grundbuch ein und zahlt gemeinsam den Kredit ab. Im Falle eines Verkaufs erhält er die 60.000 Eur und der Rest, abzüglich des Darlehens, geht durch 2. So haben wir es bei unserem Hauskauf gemacht, da mein Eigenkapital wesentlich höher war als seins. Der Nachteil bei so einem Konstrukt ist zumeist, dass die Immobilie im Falle der Trennung verkauft werden muss, da der Andere ausgezahlt werden möchte. Aber wie ist da mein Kredo, eine Immobilie ist letztendlich nur eine Immobilie und kein Mensch.
Ich weiss nicht wo Du wohnst, aber hier in Rhein-Main-Gebiet gibt es derzeit keine Möglichkeit um schneller Geld zu verdienen als durch den Kauf und Verkauf von Immobilien, wenn man sich nicht gerade komplett verspekuliert. Wenn ich kein Kind hätte - dem man ein ständiges Umziehen nicht zumuten kann - würde ich alle drei Jahre verkaufen und neu kaufen.
Nie im Leben würde ich bei einer Partnerschaft nur den Mann eine Immobilie kaufen lassen und frau zieht ein und zahlt dann die Lebensmittel und die Putzfrau. Lass mal Deinen Geschäftssinn ein bisschen raus. Aber last but not least gibt es natürlich auch Frauen, die nichts dagegen haben, wenn der Mann alleine kauft und auch alleine das Risiko trägt. Nur ohne Risiko klappt es meistens auch nicht mit dem Gewinn.
W,54
 
  • #15
Liebe FS,
lasst beim Notar einen Vermerk in den Kaufvertrag reinsetzen, dass im Falle des Verkaufs, abzüglich 60 000 €, der Rest durch 2 geteilt werden würde. Dein Partner bekäme dann seine Erbe komplett zurück inkl. 50%. des Erlöses. Ansonsten lebt weiter wie bisher.
Das wäre nun mal eine Möglichkeit, damit Ihr gleichberechtigt bleibt.

Nigiri hat Recht. Ich wüsste auch nicht weshalb die Kredit teurer werden sollte.
Gutes Gelingen
 
  • #16
An Ihrer Stelle wuerde ich einen Weg suchen, Miteigentuemerin des Hauses zu werden. Es ist kein schoener Zustand, sich als "Mieterin" zu fuehlen. Wie @Nigiri schreibt, hat Ihr Lebensgefaehrte eines Tages ein abbezahltes Haus, wsehrend Ihr Gehalt so nebenbei in den Haushalt und kleine Anschaffungen geflossen ist.

Mein Sohn wsr in der gleichen Lage. Er und seine Freundin haben es so gemacht: Sie haben das Haus je zur Haelfte gekauft. Sie hat ihren Teil bar bezahlt, weil sie geerbt hatte. Mein Sohn hat ein Darlehen zu O,8 % !! Zinsen aufgenommen. Das Geld seiner Freundin hat die Bank als Eigenkapital gewertet.
Bitte erkundigen Sie sich bei einer Bank, welche Moeglichkeiten es gibt. Die Banken werfen Ihnen das Geld heute regelrecht nach, und Zinserhoehungen wird es in den naechsten 10 Jahren nicht geben. Als Miteigentuemerin wuerden Sie sich viel besser fuehlen. Ihr Lebensgefaehrte muesste das eigentlich verstehen.
 
  • #17
Warum Kauf man sich in heutiger Zeit ein Haus, wenn man noch nichtmal die Kinderfrage geklärt hat? Wer soll das mal übernehmen? Gibt es Großeltern, die in dem Haus mitleben würden? Als junges Paar kauft man sich doch ken Haus, erst recht nicht als "Single" bzw. als Einzelperson. Was will er mal alleine mit dem großen Haus?

Tut mir leid, wenn ich das sage, aber ihr werdet mit euren 30 Jahren nicht ein Leben lang in heutiger Zeit zusammen bleiben. Es ist doch bekannt, dass das Glück nicht mehr lange hält und du als Erbin? Glaubst du, dein Freund würde dir in 20 Jahren das Haus noch geben wollen, wenn ihr getrennt seid? Katastrophe! Und wenn ihr getrennt seid, was willst du mit dem Wohnrecht bei einem fremden Mann?
Ihr blockiert euch beide für neue Partner!

Ein Haus macht sesshaft. Er wird auch bei spätere Freundinnen ein Problem bekommen oder müsste das Haus wieder verkaufen.
Du ziehst so oder so den Kürzeren.

Ein so gemeinsames Projekt mit 30, ohne Kinder und Großeltern würde ich in heutiger Zeit auch nicht mehr angehen. Es kann in 2 Jahren schon aus sein.

Er kann ja machen, was er will und soll sich sein Haus kaufen (ich denke, das wird eine ziemlich blöde Idee und ist auch nicht partnerschaftlich).
Erkläre nochmal deine Bedenken:
- du hast kein Geld
- du WOLLTEST mit ihm was gemeinsames aufbauen
- will er mal Kinder?
- du willst kein Gast in seinem Haus sein

Es zeigt sich doch schon, dass ihr mit euren Vorstellungen da nicht konform geht und er sein Ding alleine durchzieht.
 
  • #18
Ich fühle mich einfach etwas degradiert. Ich wollte ein gemeinsames Projekt.
Liebe FS,
schwierig, dein Freund ist der Finanzstärkere von euch beiden und hat somit mehr Entscheidungsmacht. Korrigiere mich, falls ich mich irre, aber für mich liest sich das nicht nach einer entspannten und gefestigten, sondern konfliktbeladenen Beziehung. Du schreibst von Durchboxen. Wie nimmt er das wahr?
Konflikte gibt es auch in der besten Partnerschft, aber bekanntlich macht die Dosis das Gift. Mit Pseudoharmonie hat das nichts zu tun.

Das Gezerfe geht nun schon seit langen 12 Jahren so. Kann es evtl. sein, dass er (dich) auch nicht heiraten, geschweige denn Kinder (mit dir), will? Und daher lieber ohne dich baut? Und du dich im wahrsten Sinne des Wortes ausgesperrt, bzw. ausgeschlossen fühlst? Meinst du das mit "degradiert fühlen"? Guck da mal genau hin.

Was das Bauen angeht, kannst du zwar kein Eigenkapital beisteuern, aber dich dank deines Jobs durchaus an den laufenden Kosten beteiligen. Ist ja alles verhandelbar, bzw. notariell festschreibbar.

So gesehen brauchst du dich m.E. nicht degradiert fühlen. Nicht jeder hat das Glück, in eine potente Familie hineingeboren zu sein.

Unverheiratet tät ich auch nicht zusammen bauen wollen. Lass dich anwaltlich/notariell über deine Möglichkeiten/evtl. Konsequenzen beraten. Dann hast du eine gute Entscheidungsgrundlage.

Alles Gute!
 
  • #19
Hi,
ich erzähle mal, wie es bei uns war. Ich war auch 30, als wir eine kleine ETW kauften, die haben wir innerhalb von 4-5 Jahren zusammen abbezahlt. Mein Freund hat aber von Anfang an gesagt, wir sind 50-50% Eigentümer, weil wir ein Paar sind und zusammengehören. Wir haben nie geheiratet. Ich weiß nicht, ob ich damals schon schwanger war beim Kauf, das hätte aber nichts geändert. Wir möchten halt zusammen sein und waren zu dem Zeitpunkt schon 5 Jahre zusammen, hatten zwar wie alle Leute ab und zu Streit, aber nix beziehungsgefährdendes. Ich hatte damals noch andere Sachen (Bafög, Zweitstudium) abbezahlt und konnte deutlich weniger einbringen als er. Von seinem Konto ging jeden Monat der Kredit ab, ich zahlte Essen, Kita etc. D.h. die Belastung war annähernd gleich bei beiden, und uns gehört zu gleichen Teilen die Wohnung.
Das könnte ich dir empfehlen, wäre eure Beziehung stabil. Denn so ist es eine klare Regelung, und dein Geld wird nicht am Ende "verfrühstückt", wie @Nigiri richtig sagt.
Ich finde, es kommt auch aufs Verhältnis an. Wie viel Eigenkapital bringt er im Vergleich zum Gesamtwert denn ein? Bei uns kosten Häuser locker mal 700.000€, da könnte er knapp die Nebenkosten abdecken... Und wie lange zahlt er ab, stemmt er alles allein? Wäre mir bzgl. Jobverlust an seiner Stelle viiiiiel zu riskant, wenn es mehr als 15 Jahre sind.
w35
 
  • #20
Ich verstehe nicht ganz, warum der Kredit teurer wird, wenn zwei Leute ihn abbezahlen. Müsste es nicht billiger werden, wenn das Risiko verteilt wird?
Das ist relativ einfach ......
Je höher die Eigenkapitalquote - umso höher die Sicherheit - umso günstiger die Zinsen.
Logisch überlegt - das Objekt kostet 400 Tsd - er kann 80 Tsd Eigenkapital aufbringen. In 10 Jahren ist das Haus nur noch 300 Tsd wert - Immobilienpreise können auch nach unten gehen. Sind in den 10 Jahren 100 Tsd getilgt worden, wäre die Finanzierung ohne Eigenkapital wieder bei 100 % ...... Ja, die Zahlen sind als Beispiel zu verstehen.
Ich persönlich verstehe nicht, warum eine Immobilie gemeinsam angeschafft werden sollte. Zumal wenn einer der beiden nichts beisteuern kann.
Ein gemeinsames Heim kann das Haus ja auch so werden .....
 
  • #21
Auf diese Passage habe ich gewartet:

Und angespart haben wir beide nichts. Er hat noch einmal auf einem zweiten Bildungsweg studiert. Ich habe von meinem ersparten meinen Studienkredit abgezahlt... Er hat dieses Jahr geerbt. -> Ende

Ehrlich gesagt: Mit 30 habt ihr beide noch nichts gespart. Nun kommt der glückliche Umstand, dass dein Freund geerbt hat. Ihr habt doch noch gar nicht bewiesen, dass ihr in der Lage seid, so ein Haus mit allen seinen Kosten zu finanzieren.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie die Leute unvorbereitet in einen Hauskauf gehen. Das gute Stück hat 10% Kaufnebenkosten, danach hast Du i.d.R. höhere Nebenkosten als bei einer Mietwohnung. Dazu die regelmäßige Sparrate, falls was kaputt geht. Dazu die Versicherungen. Zu guter Letzt kaufen die Leute viel zu groß und das Prachtstück will dann auch adäquat eingerichtet sein. Alles das wird unterschätzt, deine Kosten sind in den ersten 10 Jahren höher als in einer Mietwohnung.

An eurer Stelle würde ich erstmal 2 - 3 Jahre ganz normal sparen und dann das Thema wieder aufgreifen. So dass Du z.B. auch etwas aktiv finanziell dazu beisteuern kannst. Zurückgesetzt gefühlt in der heutigen Lage musst Du dich nicht. Stand heute kannst Du es dir schlicht nicht leisten, ein Haus zu kaufen. Du hast kein Geld und eigentlich braucht ihr zusammen mindestens 20% EK für eine solide Finanzierung. Mehr wäre nicht schlecht, aber diese Summe würde ich empfehlen. Banken bieten zwar auch Vollfinanzierungen oder mit weniger EK an, aber das würde ich nicht machen. EK gilt für die Immobilie, die ca. 10% Nebenkosten sind reine Kosten, das Geld ist also sofort weg.

Euer Thema ist, dass ihr viel zu wenig Finanzbildung besitzt und euch in diesem Gebiet zuerst schlau machen solltet. Danach dann der Hausbau, wenn ihr euch einiger seid.
 
  • #22
Ich kann ihn sehr gut verstehen und würde es ebenfalls so machen und nie, niemals eine Immobilie zusammen bauen oder erwerben. Ich bin ebenfalls gerade am bauen und zwar alleine. Von meinem Exfreund habe ich mich vor ein paar Monaten getrennt und wäre er involviert gewesen.. um Gottes Willen, ich hätte nun zu dem ganzen Baustress noch die Auseinandersetzung mit ihm. Nein Danke.
Ich lass meinen Partner gerne mietfrei bei mir wohnen erwarte aber, dass er sich 50/50 an den Haushaltskosten beteiligt. Was er mit der Kohle macht die ihm durch die fehlende Miete übrig bleibt, ist ihm überlassen. Er kann sich davon gern eine Eigentumswohnung finanzieren um ebenfalls Kapital zu erwirtschaften.
Aber in der Hinsicht bin ich knallhart und unromantisch. Kapital erwirtschaften gehört für mich nicht in eine Beziehung/Ehe.

w30
 
  • #23
Was das Bauen angeht, kannst du zwar kein Eigenkapital beisteuern, aber dich dank deines Jobs durchaus an den laufenden Kosten beteiligen. Ist ja alles verhandelbar, bzw. notariell festschreibbar.
Wenn man gemeinsam ein Haus kauft, dann schreibt man garnichts notariell zwischen den Partnern fest, sondern definiert es über Besitzanteile und lässt diese im Grundbuch eintragen. Das ist fair, nachvollziehbar und auch bei einer Veräußerung des Hauses (Anteile vom erzielten Preis) am einfachsten realisierbar.
Hierzeigt sich: der Partner der FS will sein Eigenkapital/Erbe nicht in die Immobilienanschaffung einbringen, wenn es eine gemeinsame immobilie 50/50 sein soll.

Wir möchten auch alles vertraglich fixieren.
Ich werde Wohnrecht erhalten und notariell als Erbin festgesetzt.
Was für eine Form von Vertrag soll das sein? Ein Testament? Lässt sich jederzeit ändern, wenn er es sich anders überlegt.
Nur ein Vertrag der von beiden abgeschlossen wird (Rechte und Pflichten für beide), kann nicht einseitig und unbemerkt verändert werden.
Wohnrechte werden nicht notariell festgeschrieben sondern, wenn sie was taugen sollen, stehen sie im Grundbuch.

Das ist Quatsch. Das o.g.Konstrukt kann man auch notariell festlegen ohne verheiratet zu sein.
Man kann notariell nicht alle Lebenssituationen festlegen, in welche man rutscht. Man kann zum Zeitpunkt des Erwerbs definieren, wer später das Haus behalten darf und wie die Auszahlung des Expartners erfolgt. Wenn das später nicht realisierbar ist, weil sich die Lebenssituation eklatant geändert hat, dann kann man (sofern man Geld hat) einklagen, was früher mal vereinbart war. Und stellt fest: auf See und vor gericht sind wir alle in Gottes Hand, man weiß nicht, was dabei rauskommt.

Theater um gemeinsame Häuser bei gescheiterten Immobilien habe ich in meinem langen Leben ohne Ende erlebt. Selbst im Streitfall ging es immer am besten aus (d.h. nicht zur Zufriedenheit aller), wenn das Haus Bestandteil eines Scheidungsverfahrens war. Da gab es Unzufriedene, aber keinen finanziellen Ruin - anders als bei Trennungen ohne Ehe: da gab es Unzufriedene und finanziellen Ruin.

Anstelle der FS würde ich ihn das Haus finanzieren lassen - soll es ihm gehören. Ich würde einen Kostenanteil dazu beisteuern, welcher einer Miete entspricht, für eine Wohnung, wie ich sie mir leisten kann und ich sie haben will. Die Miete ist eh weg und schafft mir kein Kapital. Ob ich das Geld meinem Partner zusteuere oder einem Vermieter gebe ist egal.
Die Neben- und Lebenshaltungskosten werden 50:50 geteilt. Weil ihn das Haus gehört, ist er für Instandhaltungsmaßnahmen zuständig, nicht ich, denn dafür zahle ich ja "Miete".
Hat man eine gute Partnerschaft, wirkt sich das Besitzverhältnis im Alltag garnicht aus.
 
  • #24
der Partner der FS will sein Eigenkapital/Erbe nicht in die Immobilienanschaffung einbringen, wenn es eine gemeinsame immobilie 50/50 sein soll
Wenn er das nicht will, kann er ja auch alleine einziehen. Da wäre ich knallhart, Miete zahle ich an einen Vermieter, aber nicht an den Freund, der davon teilweise seine Hütte abbezahlt. Was hat sie dann im Falle einer Trennung? Einen leeren Kühlschrank? Ich würde darauf bestehen an der Auswahl der Immobilie beteiligt zu sein, im Grundbuch zu stehen und den Kredit hälftig abzuzahlen. Wenn er das nicht will, Pech gehabt, soll er gucken wie weit er mit 60.000 Eur und nur einem Gehalt im Immobilienerwerb weiter kommt. Klar 60.000 Eur sind bei einem Hauskauf nicht viel, aber wir kennen die Region nicht und auch nicht den Kaufpreis. Ein Trüffelnäschen schadet beim Immobilienerwerb auch nicht, lasst da vorher einen Sachverständigen durchgehen, damit die Hütte eben nicht in 10 Jahren 100.000 Eur weniger wert ist.
Aber in der Hinsicht bin ich knallhart und unromantisch. Kapital erwirtschaften gehört für mich nicht in eine Beziehung/Ehe
Ist halt dumm, wenn der Andere, dass dann auch so sieht. Dann wünsche ich Dir, dass Du mit 30 Jahren den Mann findest, der massgeschneidert in Dein Haus passt, weil viele Alternativen hätte er ja nicht.
W,54
 
  • #25
Guten Morgen Ihr Lieben,

wieder mal bin ich erstaunt der Meinungsvielfalt, und das ist schön und spannend, und was alles (nicht) möglich sein soll.

Liebe FS,

das was Du über Eure Partnerschaft schreibst und Eurer Selbstverständnis klingt nicht gut. Weder sehe ich eine ausreichend gefestigte Partnerschaft noch Sachverstand für gemeinsame Projekte.

Darum finde ich es eine gute Idee zu schreiben, wie es bei uns gelaufen ist.

Wir, damals 26/28 10 Jahre zusammen unverheiratet, haben uns ohne EK ein Haus gekauft und renoviert. 16 Jahre später haben wir uns getrennt und ich sie ausbezahlt. Bei ihrem Auszug durfte sie mitnehmen was sie wollte und, unserem Selbstverständnis nach, hat sie nur das mitgenommen was sie brauchte und ihr "gehörte".

Wir hatten nur ein und damit gemeinsames Konto.

Etwas anderes als eine gleichberechtigte Partnerschaft kommt für mich nicht in Frage. Wenn sich jemand übervorteilt oder benachteiligt fühlt, passt das dazu nicht. Das wäre das erste wo ich ansetzen und was mir Bauchschmerzen bereiten würde. Das Zweite ist Eure Unfähigkeit ein solchen Projekt umzusetzen. Es schmerzt Deine und Eure Ansichten und fehlenden Kenntnisse zu lesen, aber da könnt Ihr Euch ja noch besser informieren.

Einen guten Rat finde ich immer wieder Dinge nur und so zu tun, wie und wenn man dies auch alleine wollte und könnte. Eine Partnerschaft sollte immer ein positives Mehr sein. Ob nun Baum, Kind, Beruf, Haus, Auto - eben Leben.

Das Haus ist nur eine Eurer Baustellen und das nur, weil Dein Partner zu Geld wie die Jungfrau zum Kinde gekommen ist.
Fast. ;)
 
  • #26
Wenn man gemeinsam ein Haus kauft, dann schreibt man garnichts notariell zwischen den Partnern fest, sondern definiert es über Besitzanteile und lässt diese im Grundbuch eintragen.
Erstens ist dies nicht bundesweit einheitlich geregelt. Hier kommt es auf das einzelne Bundesland an.
Zweitens kann man per notariellem Vertrag durchaus Optionen festschreiben, bspw ein Vorkaufsrecht desjenigen, der mehr Geld einbringt. Auch können durch die jeweilige Tilgungshöhe gewachsene Unterschiede berücksichtigt werden. Und Vorsorge für bspw Unfalltod eines oder beider Eigentümer getroffen werden. Nicht vergessen - hier existiert (noch) keine Ehe.
Bundesweit einheitlich ist, dass Immobilieneigentumserwerb die Mitwirkung eines Notars erfordert und dass Notare Rechtsberatung neutral durchführen müssen. Hier kann man also auch auf die Erfahrung und den Sachverstand des Notares setzen. In jedem Falle genau überlegen, ein Notar macht solche Konstruktionen vielleicht nicht täglich, aber doch sehr oft. Dazu kommt - mit einem Notartermin ist es sowieso nicht getan - es sei denn, beide Parteien sind jur. beraten und die Verträge müssen lediglich noch beurkundet werden. Selbst dann erfolgt eine Prüfung der Verträge durch die Notariate - diese wird allerdings im Vorfeld erledigt.
Dennoch - ich sehe keinen Sinn darin, dass beide die Immobilie erwerben. Zusätzliche Verträge kosten Geld. Und wo soll der Nachteil für die FS sein ? Ihre Hälfte an der Miete müsste sie bezahlen, Nebenkosten auch hälftig. Und was sie futtert, muss sie so und so bezahlen. Man heiratet auch deshalb nicht, weil man eben keine Ehe mit allen jur. Konsequenzen haben möchte.
 
  • #27
Ich sehe hier 2 Probleme:

Das eine ist die finanzielle Ebene und die lässt sich sicher fair regeln. Wenn ihr ähnlich verdient und er alleine im Grundbuch steht, solltest ihr die Kosten so aufteilen, dass du den gleichen Betrag, den er monatlich tilgt, zum eigenen Vermögensaufbau monatlich zur Seite legen kannst. Und das auch, wenn du wegen Elternzeit weniger Einkommen hast, falls ihr Kinder planen solltet.

Das andere ist die Beziehungsebene. Mir scheint, es ist für dich ein Schlag ins Gesicht, dass er nach 12 Jahren Beziehung die mögliche Trennung vorherdenkt und dich bei diesem Projekt ausgrenzt. Er denkt in meins und deins, nicht in unser und vielleicht interpretierst du das als mangelnde Liebe. Das muss nicht so sein und ihr solltet da dringend drüber sprechen.
 
  • #28
@QFrederick ist zumindest vom geschätzten Alter her eine herzliche Ausnahmeerscheinung.

Heute würde ich mich wohl auch schwerer tun, alles noch "zusammen" zu machen.
Aber ich bin ein gebranntes Kind und ohne 12jährige Partnerschaft.

Was mir fehlt ist das Miteinander planen.
Schwierig wäre es dann, wenn der Partner neben dem Erbe als einziger verdienen würde und die FS kaum bis 0 Einkommen hätte, bei 0 Kindern.

Was hast Du. .also die FS denn angeboten?

Mit meinem Exfreund gab es die Überlegung ja auch, sich mal zusammen zu tun.
Seine Vorstellung wären für mich nicht mit 50:50 tragbar gewesen.
Zuerst ja, weil mein Häuschen gleich viel Eigenkapital ergeben hätte aber er hatte da ein paar Dimensionen, dass das nicht ausreichend war.
Aufgrund seines höheren Einkommens, hätte ich danach nicht mehr ins Haus investieren können als in mein jetziges.
Somit war mein Angebot natürlich, dass ich mit dem Anteil ins Grundbuch komme den ich "leiste".

Gleichzeitig wurde es dann auch immer klarer, dass ich lieber kein Projekt gemeinsam plane.

So wie die FS schreibt , liest es sich erstmal auch nicht zukunftsorientiert.

Aber ich war bei den Gesprächen nicht bei.
Vielleicht hat die FS auch nicht aktiv Lösungen vorgeschlagen?!
 
  • #29
Mir scheint, es ist für dich ein Schlag ins Gesicht, dass er nach 12 Jahren Beziehung die mögliche Trennung vorherdenkt und dich bei diesem Projekt ausgrenzt.
Jeder erwachsene Mensch, der eine Trennung hinter sich hat, weiß, dass Beziehungen nicht immer lebenslang halten, egal ob als Ehe oder nicht. Es ist daher vernünftig, auch für diesen Fall vorher nachzudenken, statt hinterher zu klagen.
Übrigens wäre in einer Ehe sein Erbe auch außerhalb des Zugewinns und bleibe ihm erhalten, als "Anfangsvermögen" sowieso.

Aber natürlich ist dann hier schon eine gemeinsame Planung sinnvoll, egal, wie das Ergebnis inhaltlich aussieht.
 
  • #30
Jeder erwachsene Mensch, der eine Trennung hinter sich hat, weiß, dass Beziehungen nicht immer lebenslang halten, egal ob als Ehe oder nicht. Es ist daher vernünftig, auch für diesen Fall vorher nachzudenken
Nach solcher Logik braucht man sich nicht waschen oder putzen, weil es ehe schmutzig wird. Oder Auto fahren, weil es zu viele Idioten auf der Straße gibt. Oder Job suchen, weil man es verlieren könnte. Oder Schokolade essen oder Wein trinken, weil man davon krank sein könnte. Oder gleich Selbstmord begehen, weil man sowieso stirbt. Die einzige Konstante im Leben ist der Wandel und ich verstehe nicht, warum in anderen ärmeren Ländern Menschen trotzdem Familien gründen und Häuser bauen, wo die Frauen gar kein eigenes Vermögen haben und man hier in Deutschland auf seinem Kapital hockt, obwohl überall Absicherung gibt und es ist keine Kunst, einen Job zu bekommen, wenn man halbwegs vernünftige Ausbildung hat.