• #31
Jeder erwachsene Mensch, der eine Trennung hinter sich hat, weiß, dass Beziehungen nicht immer lebenslang halten, egal ob als Ehe oder nicht. Es ist daher vernünftig, auch für diesen Fall vorher nachzudenken, statt hinterher zu klagen.
Das ist sehr vernünftig! Für mich käme so ein "Projekt" daher auch nicht mehr in Frage (heute). Haben die meisten hier ja auch schon alles hinter sich.
Die FS hat aber nach 12 Jahren Beziehung und ihrem zarten Alter noch gar keine Trennungserfahrungen gemacht. Schon gar nicht in Verbindung mit Eigentum /gemeinsamen Verpflichtungen.
Sie fühlt sich degradiert und es ist für sie ein Schlag ins Gesicht - nehme ich auch an.
Nun kann er aber ja auch keinerlei Erfahrungen haben. Warum denkt er dann in diese Richtung? Wegen der genannten "Höhen und Tiefen"?
Tut mir leid, aber nach 12 Jahren??
Da weiß ich doch ob und wie ich so ein "Projekt" gemeinsam angehe.
Hm - kaufen und an Trennung denken... Finde ich trotzdem merkwürdig.

Mir persönlich herrscht da zu wenig Gemeinsamkeit. Siehe:
Die Vorteile überwiegen eindeutig und am Ende geht er ein hohes Risiko ein.
Trotzdem habe ich Angst, das ich mich falsch entscheide.
Wenn man schon den Fall einer Trennung berücksichtigt, dann doch so, dass beide aus der Nummer gut weg kommen.
Die Vorteile überwiegen ...???
Wann? Wessen? Ihre/seine?
Ein Haus kaufen und überlegen, wie ich einen Vorteil daraus ziehe? Ja. Wenn ich mit 'nem Nachbarn oder Fremden eins kaufen würde.
 
  • #32
Wir möchten auch alles vertraglich fixieren.
Ich werde Wohnrecht erhalten und notariell als Erbin festgesetzt.
Wir könnten auch zusammen kaufen. Dann ... Was meint ihr?
Hallo Anka_Coon, es gibt hier einiges zu beachten.
Allgemein wird das Ganze von einem Notar sozusagen initiiert und überwacht. Falls Ihr also schon eine Kaufpreisvereinbarung unterschrieben habt, d.h. also Ihr habt auch schon eine (schriftliche) Finanzierungsbestätigung von der Bank, dann müsst Ihr einen Notar finden und er steht Euch beratend zur Verfügung. Wer steht wie und wo im Kaufvertrag, wer wird im Grundbuch eingetragen usw. Ihr seid jetzt seit vielen Jahren zusammen, seid aber trotzdem zwei "Fremde", die eine Immobilie kaufen wollen. Da greifen (sehr wahrscheinlich) andere Gesetze als bei einem Ehepaar. Das ist übrigens eine Lebenssituation, wo diejenigen Paare, die eine Ehe ablehnen wegen angeblicher Nachteile oder sonstigen Gründen, merken, dass "gemeinsame Projekte" nicht einfach bzw. nicht möglich sind. Ok, mit viel Geld - klar, alles möglich, doch hier geht es offensichtlich nicht um viel Geld.
Insgesamt habe ich noch den Eindruck, dass Ihr keinen realistischen Plan habt, wie man so etwas umsetzt und wie man eine Immobilie erwirbt. Ich empfehle Euch, sich zunächst zu entscheiden, ob es Neubau oder Altbau werden soll. Davon abhängig, welche Kosten kommen auf euch zu. Setzt euch mit dem Finanzberater und entscheidet, was sind eure finanziellen Möglichkeiten, was könnt ihr euch leisten und was nicht. Dann, also danach, schaut euch die entsprechenden Immobilien an. Ändert sich irgendwas, also habt ihr z.B. etwas gespart, dann wieder zum Finanzberater, wieder was sind eure Möglichkeiten usw.
Wünsche Euch viel Glück!
 
  • #33
Nach solcher Logik braucht man sich nicht waschen oder putzen, weil es ehe schmutzig wird. Oder Auto fahren, weil es zu viele Idioten auf der Straße gibt.

Das sehe ich eben anders. Ich fahre trotzdem Auto, würde das aber nicht ohne Versicherung tun. Im Zweifel für ein neues Auto auch eine Vollkasko. Ich habe auch eine ganz normale Haftpflichtversicherung. Versicherst Du mögliche Schäden nicht, wenn Du sie nicht tragen möchtest?
 
  • #34
Das sehe ich eben anders. Ich fahre trotzdem Auto, würde das aber nicht ohne Versicherung tun. Im Zweifel für ein neues Auto auch eine Vollkasko. Ich habe auch eine ganz normale Haftpflichtversicherung. Versicherst Du mögliche Schäden nicht, wenn Du sie nicht tragen möchtest?
Natürlich habe ich Versicherungen und bin an Such ehe der vorausschauende und vorsichtiger Typ, manchmal zu vorsichtig. Aber wir reden hier von einer Beziehung und Gefühlen. Sie unterliegen anderen Dynamiken, ich würde sagen absolut gegensätzlichen, nämlich - so absurd es auch klingt, die Liebe braucht Risiko und nacktes Vertrauen und jegliche Absicherungen führen hier nicht zu mehr Beständigkeit, sonder in der Regel zu Trennung. Ich rede nicht von blindem Vertrauen, natürlich muss man Kopf einschalten und schauen, ob der Mensch vertrauenswürdig ist. Dazu ist die Vergangenheit da - man lernt aus Fehlern, um besseres Urteilsvermögen zu bilden und nicht die Vermeidungstaktik zu betreiben. Richtige Entscheidungen trifft man aufgrund Erfahrung und Erfahrung hat man aufgrund falscher Entscheidungen. Viele Menschen sagen - ich habe schlechte Erfahrung mit Beziehung, also gehe ich keine mehr ein oder ich versichere mich gegen alle möglichen Nachteile. Falsch. Sie hatten schlechte Erfahrung in der Beziehung mit BESTIMMTEN Menschen. Nicht die Beziehung hat zu Trennung geführt, sondern falsche Partnerwahl. Und natürlich das eigene Verhalten. Die Sache ist die - man macht den anderen verantwortlich, es könnte ja Trennung geben. Der Punkt ist aber - man traut sich selber nicht zu, dass man in der Lage ist, richtige Partnerwahl zu treffen
 
  • #35
Aber wir reden hier von einer Beziehung und Gefühlen. Sie unterliegen anderen Dynamiken, ich würde sagen absolut gegensätzlichen, nämlich - so absurd es auch klingt, die Liebe braucht Risiko und nacktes Vertrauen und jegliche Absicherungen führen hier nicht zu mehr Beständigkeit, sonder in der Regel zu Trennung.
Die Sichtweisen dazu sind schlicht unterschiedlich. Es gibt auch Menschen, die leben ohne Vollkasko und Haftpflichtversicherung völlig entspannt. Und eben welche, die bei der ja doch relativ hohen Wahrscheinlichkeit des Scheiterns einer Beziehung sich vorher Gedanken darüber machen. Für mich braucht Liebe kein übermäßiges Risiko in finanzieller Hinsicht. Ein emotionales Risiko gehe ich sowieso ein.

Sie hatten schlechte Erfahrung in der Beziehung mit BESTIMMTEN Menschen. Nicht die Beziehung hat zu Trennung geführt, sondern falsche Partnerwahl.
Ich habe mehrere Beziehungen hinter mir, die gescheitert sind, darunter eine Ehe. Selbstverständlich bin ich mit meiner Partnerwahl daran beteiligt, selbstverständlich bin ich nicht mit der Aussicht auf Scheitern gestartet. Die meisten Männer in meinem Alter auch nicht. Wer dann von "falscher Partnerwahl" schreibt, kann sich aus Erfahrung eingestehen, dass das jederzeit wieder passieren kann und dass dieses Risiko einfach zu einer Beziehung gehört. Ich kann völlig entspannt mit einem Partner darüber reden, wie man sich auch in Bezug auf Geld und Vermögen aufstellen möchte und nehme da nichts persönlich.

Wenn Du sicher sein kannst, dass Dir nie wieder eine Trennung oder ein Fehler im Leben passiert, dann bewundere ich Dich. Mit Deiner Fähigkeit, die "richtige Partnerwahl" treffen zu können, bist Du wohl eher ein Unikat. Oder sollte ich Dich eher bedauern, weil Du unrealistisch bist? Wir lesen hier doch dauernd von "perfekten Beziehungen", die gerade in Scherben liegen.