• #31
Ok, ich muss zugestehen, dass ich mich oft in manche Sachen soooo reinsteigere, dass ich mich selber frage, was denn mit mir nicht stimmt.
Du steigerst dich darein, weil du weißt, dass er nicht altersgemäß handelt. Verständlich, aber du wirst nichts damit erreichen. Er war schon immer so.

Steigere dich mal besser in dein Verhalten rein. Er hat von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Warum hast du ihn dennoch genommen? Heirat, Kinder...? Das rächt sich halt irgendwann, wenn man sich einen Mann nur danach aussucht.
Wie kann ich entspannter werden, habt ihr Tipps?
Abstand zu den Eltern!!! Er soll nach Möglichkeit allein hingehen. Du musst NICHT immer mit.
Ich habe zum zweiten Mal in diesem Forum gelesen, dass ich zu dominant sei. Wie kann ich es ändern? Kann ich das überhaupt ändern? Ist es ein Charakterzug?
Dann bist du halt dominant, aber nicht dominant genug für ihn. Oder er nicht devot genug ;). Oder du bist nicht seine Domina Number One.
 
  • #32
@Monikka Auch mein Mann hat immer beteuert, zu mir zu halten und wenn seine Eltern beleidigend mir gegenüber werden, im übertragenen Sinne mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Nichts ist passiert.
Er war wieder sprachlos und erzählte mir später, er wäre ja so entsetzt gewesen, ihm hätten die Worte gefehlt.
Vergiss es, was hält dich noch?
Ich habe mich vor 15 Jahren mit 2 kleinen Kindern, 7 und 4 von meinem Mann getrennt, du schaffst das auch.
 
  • #33
Ich bin auch schwierig und nicht "pefekt" , er akzeptiert das, während viele Männer vlt längst gegangen sind. Vlt ist das Grund, warum wir zusammen sind.
 
  • #34
@Monikka Auch mein Mann hat immer beteuert, zu mir zu halten und wenn seine Eltern beleidigend mir gegenüber werden, im übertragenen Sinne mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Nichts ist passiert.
Er war wieder sprachlos und erzählte mir später, er wäre ja so entsetzt gewesen, ihm hätten die Worte gefehlt.
Vergiss es, was hält dich noch?
Ich habe mich vor 15 Jahren mit 2 kleinen Kindern, 7 und 4 von meinem Mann getrennt, du schaffst das auch.
Das ist ja immer wieder meine Aussage, dass die meisten Frauen nach falschen Kriterien ihren Partner aussuchen, sie suchen ihn nicht als Partner aus, sie suchen Ihn über den Kopf und fremd Konditionierungen als zukünftigen Kinderzeuger aus, auch wenn das überwiegend unbewusst geschieht, die Katastrophe ist jetzt schon vorprogrammiert, es gibt später dann die Quittung! 😮😮
 
  • #35
Warum hast Du diesen Mann gewählt, ist ja die Frage. Vielleicht, weil er so schön formbar aussah und sich Dir so gut anpasste fürs erste. Denn er ist ja immer noch derselbe, egal, wo er ist.

Wie kann ich es ändern? Kann ich das überhaupt ändern? Ist es ein Charakterzug?

3. Nein, eine Verhaltensweise. Aber charakterlich wird es mE angelegt sein, denn ich denke, dass Menschen, die wie Du reagieren, eher Verantwortung übernehmen und gern alles unter Kontrolle haben (vielleicht als Kind Verantwortung übernehmen mussten bei gleichzeitigem Gefühl, das gar nicht unter Kontrolle zu kriegen, was abgeht. Denn auch wenn die Eltern sowas machen, also dem Kind z.B. die Verantwortung dafür, dass die Elternbez. funktioniert, aufdrücken, dann verhalten sie sich ja trotzdem in anderen Fällen noch wie richtige Eltern, also drücken dem Kind ihren Willen auf und entziehen ihm die Macht und Kontrolle über das Dasein). Die andere Art, mit dem, was Dir mitgegeben wurde, zu reagieren, wäre mE, ganz lose und verloren durchs Leben zu schwimmen und Halt und Verantwortung außen bei anderen zu suchen.
Frage: Hast Du Dich früher um jüngere Geschwister gekümmert oder um ein Elternteil, das Dir Verantwortung aufgedrückt hat für sein Wohlergehen? Hast Du Kinder?

Ich habe beim Eingangspost gedacht: Zwei Mütter, die einen Mann beherrschen wollen, so dass er das tut, was sie richtig finden. Und die miteinander um den Mann ohne Rückgrat konkurrieren, weil ... Tja, warum will man einen anderen haben, der so beherrschbar ist? Sicherheitsgefühl, Besitzdenken, Kontrolle. Aber warum wird das so gebraucht? Weil man damit nicht allein auf der Welt ist und nie verlassen wird?
Vielleicht hatte die Mutter ihn ein bisschen als Partnerersatz, weil sie vom Partner nicht das gekriegt hat an Umsorgung, was sie sich gewünscht hat.

2. Ja.

1. Also ich finde die Idee der Paartherapie gut, weil Dir der die hoffentlich gute Therapeut/in auch Deine Probleme sagen wird.

Guck mal nach Situationen, in denen Du Dich wie eine Mutter benimmst, die gerade ihr Kind zurechtweist oder es bloßstellt. "Deine Hände schwitzen" finde ich jetzt z.B. an sich nicht schlimm, fällt aber in die Kategorie "ich rede negativ über den Körper meines Partners in Gegenwart seiner Eltern.". Und irgendwie zeigt sich mE hier auch auf kuriose Weise, wie die Konkurrenzsituation ist mit der Mutter: Sie sagt gleich, dass das nicht stimmt. Gegenrede per se und ohne Hinsehen, würde ich sagen. Sie fühlt sich vielleicht auch von Dir kritisiert dafür, dass ihr Sohn so ist. Sie empfindet ja keine Grenze zwischen sich und ihm.
Möchtest Du, dass Dein Partner vor Deinen Eltern sagt, dass Du zugenommen hast?
Ich kenne ein Paar, da bespricht die Partnerin mit der Mutter des Mannes seine Unarten zu Hause, die Mutter tratscht es in der Verwandtschaft weiter und führt als Beweis die Aussage der Frau an. Und "das Kind" sitzt daneben, während über es in der 3. Person geredet wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #36
Die Begründung, dass andere Männer längst weg wären und ihr daher zusammenseid, klingt so nach "ich bin so schrecklich, ich bin froh, dass der hier nicht wegrennt". Das wäre auch verdammt schlecht, wenn Du Dich so sehen würdest. Ich denke, ihr bearbeitet beide ein Problem, also eine Problem"medaille", jeder von seiner Seite.

Es gibt kaum eine Beziehung ohne Probleme und ihr habt den Willen, das zu ändern, wenn ihr beide bereit zur Paartherapie seid. Das ist doch gut, das ist Entwicklungspotenzial. Da muss sich keiner verteufeln. Denn: Ihr schleppt das ja mit in eine nächste Beziehung, wenn ihr es nicht angeht. Also könnt ihr euch auch zusammen drum bemühen.

Du hast einen erwachsenen Menschen als Partner, der seine eigenen Entscheidungen und Meinungen haben darf und Dir damit Kompromisse aufdrücken darf. Dazu müsstest Du ihn ermutigen, was natürlich seltsam klingt (und was sicher auch schief gehen würde, weil Du ja selbst im Problem drinsteckst, also Paartherapie fänd ich echt hilfreich). Eigentlich willst Du ja, dass er das will, was Du willst. Bislang scheint er meist nur passiv Widerstand zu leisten bzw. entweder er macht, was Mutti will oder was Du willst, aber nicht, was er aus freien Stücken will, was sich durchaus ja decken kann mir Muttis oder Deinem Willen, aber er müsste es nicht für Liebe und Lob von euch tun, sondern aus freiem Willen.

Ich glaube, er müsste erstmal seinen eigenen Willen entdecken und - finde ich wichtig - riskieren, dass er nicht mehr gewollt und geliebt wird von Mutti oder/und Dir. Erst dann ist er frei in seinen Entscheidungen und setzt Dir und der Mutter eine Grenze. Dann ist er unbequemer für Dich, aber auch für die Mutter.

Und ich glaube, Du müsstest den Kontrollwunsch loslassen, lernen, dass Du liebenswert bist, wie Du bist mit Deinen Macken, und dass man in einer guten Beziehung nicht den anderen beherrscht. Das setzt aber auch voraus, dass Du z.B. riskieren müsstest, dass er nicht dahin zieht, wohin Du willst. Es ist auch eine unbequeme Sache, einen Partner mit eigenem freien Willen zu haben, wenn man schon angefangen hat, ihn zu Entscheidungen zu überreden, die man nur selbst wollte. Wenn man das "Muttersöhnchen" nur auslösen will von der dominanten Mutter, also diese ablösen will, um es dann selbst zu beherrschen, ist das kein Weg, dem Mann zu einem freien Willen zu verhelfen. Dann musst Du nur weiter gegen die Mutter kämpfen, dass er irgendwann mehr auf Dich hört als auf sie.

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu unangenehm zu lesen. Ich habe meinen Gedanken einfach freien Lauf gelassen und wollte Dich nicht kränken oder sowas.
 
  • #37
@void. Danke ich stimme dir zu.
An alle:

Ich brauche anscheinend sehr viel Sicherheit, auch wenn ich weiß, dass ich es auch "alleine schaffe". Schließlich war ich in meinem Leben oft alleine und habe es genossen. Ich mag keine Veränderungen und suche mir Männer aus die eher ruhig sind und deren Verhalten vorhersehbar ist. Meine Mutter ist sehr dominant und ich war früher an ihrem Leid schuldig, bzw. alle waren schuldig, nur nicht sie.
Er steckt oft seine eigenen Bedürfnisse zurück. Wenn ich ihn drauf anspreche, meint er, "das ist mir auch nicht so wichtig, ich fühle mich nicht benachteiligt". Ich denke, er möchte, dass alle anderen gut von ihm denken und möchte deswegen nicht anecken.
Die Geschichte mit den Schweißhänden: ich habe es ihm im Flur gesagt, als wir uns geneckt haben, die Mutter war gar nicht dabei, sondern in der Küche. Hat es aber mitbekommen und sofort eingegriffen. Dass er zugenommen hat, sagte ich kurz nachdem er sich gewogen hat. Wie haben keine Waage zu Hause und wiegen uns manchmal wenn wir zur Besuch sind.
Das ergibt sich einfach im Gespräch, es ist nicht so, dass wir am Tisch sitzen und ich aus dem heiteren Himmel von seinen Kilos erzähle.

Ich habe ihn nicht gezwungen aufs Land zu ziehen. Mit Land meinte ich auch nicht ein Kaff..Wir wollten beide! in einem Haus mit Garten wohnen und haben festgestellt, dass ein Haus in der Stadt (was uns gefällt) unbezahlbar ist. Da er selber fast am Stadtrand arbeitet, passt es für ihn von der Entfernung. Wir wären fast in ein Haus in der Stadt gezogen, das in unmittelbarer Nähe seiner Arbeit lag, (ich müsste viel weiter und länger fahren) haben es aber leider nicht bekommen. Es war also nicht so, dass ich sagte, entweder Land oder gar nicht... Ich mag zwar meinen Willen bekommen, bin aber zu Kompromissen bereit.

Von seiner Seite aus würde ich mit mehr Unterstützung wünschen, das heißt, ich möchte einen Mann, der zu mir steht, so dass jeder weiß, dass kein Blatt zwischen uns ist.
 
  • #38
Was sich hier abspielt, nein das ist nicht lobenswert, diese Mutter hat ihn soweit gebracht, dass er unfähig ist, selbstständig zu denken und selbstständig zu handeln, schlimm, Punkt!
Ich finde die Situation an sich auch nicht lobenswert, versteht mich nicht falsch. Ich stimme euch vollkommen zu. Ich habe nur kurz eingeworfen, dass ich es eigentlich schätze, dass er seine Mutter respektiert, da ich schon viele Fälle erlebt habe, die in eine ganz andere Richtung gehen.
Jedoch finde ich steigt er viel weiter über Respekt hinaus. Er ist abhängig von ihr, hat kein eigenes Bewusstsein keine eigene Entscheidungsbereitschaft mehr gegenüber seiner Mutter. Er kriegt den Mund nicht auf und hat Angst sich gegen seine Mutter aufzurichten. Das ist als 4o jähriger Mann traurig und dürfte sich so gar nicht abspielen.
Seine Mutter hat sein Leben im Griff und er lässt es zu und weigert sich gegen jegliche Art von Kritik. Es mangelt ihn an Selbstbewusstsein und Veränderung, wenn ihr wisst wie ich das mein. Für ihn ist er noch der kleine Sohn seiner Mutter und er will nicht dass sich das verändert, er weigert sich glaub ich anzunehmen, dass er nun erwachsen ist und sein Leben selbst in den Griff nehmen muss.
 
  • #40
Von seiner Seite aus würde ich mit mehr Unterstützung wünschen, das heißt, ich möchte einen Mann, der zu mir steht, so dass jeder weiß, dass kein Blatt zwischen uns ist.
Das wird dir ein überangepasster Mensch nur solange erfüllen können, wie es keine Konflikte gibt.
Ich mag keine Veränderungen und suche mir Männer aus die eher ruhig sind und deren Verhalten vorhersehbar ist.
Jeder Mensch braucht Sicherheit und mag daher vorhersehbare Menschen. Allerdings schreibst du, dass du gerne Single warst und keine Veränderungen magst. Das lässt sich natürlich mit einem stark angepassten Menschen am besten erreichen, der kein Gegenüber darstellt. So bist du zwar nicht allein, kannst aber dennoch dein Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten.

Alternativ wählen viele ängstliche Frauen ja auch einen sehr dominanten Mann aus, weil dieser ihnen die nötige Sicherheit in Form von „Kontrolle übernehmen“ gibt.

Schau mal - unabhängig von deiner Partnerschaft - ob du nicht einen Denkfehler in puncto Sicherheit und „welche Strategie nutze ich, um mir das Bedürfnis zu stillen“ aufweist.

Ein stark angepasster Mensch kann keinen Halt geben, sondern braucht in erster Linie welchen. Spätestens wenn du in eine hilflose Position gerätst, und auf den Rückhalt deines Partners angewiesen bist, stehst du alleine da ( was du im Kleinen mit seiner Mutter erlebst, wird sich auch im Großen widerspiegeln).

Wenn du damit leben kannst, dann akzeptiere ihn so wie er ist. Du wirst ihn nicht dazu nötigen können, sich für dich zu verändern.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #41
Er kriegt den Mund nicht auf und hat Angst sich gegen seine Mutter aufzurichten.
Die Frage für mich ist, ob man das, was Du gut fandest, dann aber wirklich Respekt nennen kann. Wenn einer nur aus Angst und Unterlegenheit reagiert, ist er ja nicht auf Augenhöhe, und kann so ein Mensch Respekt haben? Er wird ja eigentlich nur beherrscht und hasst vielleicht auch insgeheim, weil er sich so hilflos und schwach fühlt, falls er nicht völlig gehirngewaschen ist.

er weigert sich glaub ich anzunehmen, dass er nun erwachsen ist und sein Leben selbst in den Griff nehmen muss.
Dazu gehört unbedingt die übergriffige Mutter, sonst klingt es ja so, als sei es seine alleinige Schuld, dass er so ist. Obwohl ich natürlich auch denke, dass sich jeder abnabeln sollte, aber das ist ja nicht getan damit, dass man sich einfach nur von der Mutter nichts mehr sagen lässt. Solche Männer wählen ja dann die nächste Mutti als Ehefrau und tanzen dort nach der Pfeife. Statt das eigene Leben selbst in den Griff zu kriegen.

Ich denke, die Mutter verweigert hier genauso, dass er sich abnabeln kann, und sie wird vielleicht fiese Mittel haben wie emotionale Erpressung, die er nicht durchschauen kann.
Und wenn sie ihm alles ausgeredet hat, was ihn unabhängig macht, wie z.B. Autofahren, weil sooo gefährlich oder wegen "weißt du nicht mehr, als du mit dem Dreirad umgekippt bist und so geweint hast? Du kannst einfach nicht mit Fahrzeugen", dann ist das ja ein lebensängstlicher Mensch geworden, der sich nichts zutraut.
 
  • #42
Seine Mutter hat sein Leben im Griff und er lässt es zu und weigert sich gegen jegliche Art von Kritik. Es mangelt ihn an Selbstbewusstsein und Veränderung, wenn ihr wisst wie ich das mein. Für ihn ist er noch der kleine Sohn seiner Mutter und er will nicht dass sich das verändert, er weigert sich glaub ich anzunehmen, dass er nun erwachsen ist und sein Leben selbst in den Griff nehmen muss.
Dieser 40 jährige Mann ist das Produkt einer Frau, seiner Mutter und das ist sehr schlimm, was eine solche Frau, eine solche Mutter mit dem Sohn gemacht hat! Dies ist kein Einzelfall, das machen sehr viele Frauen, sogar sehr viele Mütter! Ob bewusst oder unbewusst, ist nicht wichtig, es ist so, wie es ist! Sigmund Freund hat dieser Komplex Ödipuskomplex genannt! Zitat: Ödipus ist eine Gestalt aus der griechischen Mythologie. Er wird als Kind mit durchbohrten Knöcheln ausgesetzt, da er nach einem Orakelspruch seinen Vater töten und seine Mutter heiraten soll. Ödipus wird aber vom König von Korinth gerettet und aufgenommen. Einige Jahre später erschlägt er unwissentlich seinen Vater und heiratet seine Mutter, die von ihm vier Kinder bekommt. Als die beiden schließlich die Wahrheit herausfinden, erhängt sich die Mutter und Ödipus blendet sich selbst.
 
  • #43
Ich habe die Beiträge noch mal durchgelesen.
Ich glaube mittlerweile nicht, dass er seine Einstellung ändern kann. Es kennt "das andere" nicht. Er hat ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern und das bestärkt ihn in der Annahme, es wäre alles gut. Mag sein, dass die Mutter übertreibt, aber "das macht sie auch wenn es um andere Menschen geht, nicht nur um dich"- ja das ist mir klar.
Es ist ein Dreieck- er und seine Eltern. Die klopfen sich gegenseitig auf die Schultern.
Er nickt, wenn ich ihm sage, dass die Mutter sich nicht abgrenzen kann und gibt mir zum Teil recht, aber im Entdefekt müsste ich mich doch nicht so aufregen.
Ja, ich verstehe es auch nicht, wieso man die Eltern so oft besuchen muss, als Frau vlt. die ihre Mutter ab und an besucht aber als Mann und das auch für manchmal 5-6 Stunden?
Ich habe leider nicht so ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter, was er schon mal zum Anlass nahm, um seine Besuche zu verteidigen.
 
  • #44
Ja, ich verstehe es auch nicht, wieso man die Eltern so oft besuchen muss, als Frau vlt. die ihre Mutter ab und an besucht aber als Mann und das auch für manchmal 5-6 Stunden?
Ich habe leider nicht so ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter, was er schon mal zum Anlass nahm, um seine Besuche zu verteidigen.
Bei euch ist irgendwie der Wurm drin und ihr passt wohl nicht so gut zueinander. Ich würde aber nicht sagen, dass er etwas falsch macht oder sich unnormal verhält, sondern eher, dass ihr eben nicht miteinander harmoniert und von vielem andere Vorstellungen habt.

Die Eltern meines Partners wohnen bei uns um die Ecke und er besucht sie mehrmals die Woche. Er macht und baut dort verschiedene Dinge im Garten und isst dann auch mit ihnen, ist auch öfters 5h da. Ich mag seine Eltern sehr gerne, komme gerne oft mit und verbringe Zeit mit ihnen. Ich finde es positiv und süß, dass er so ein gutes Verhältnis zu ihnen hat.

Ich würde daher sagen, dass so ein Verhalten nicht allgemein schlecht und "unmännlich" sein muss, sondern nur in eurem Fall problematisch ist, weil du andere Vorstellungen und eigene Erfahrungen hast, seine Eltern vielleicht nicht so magst oder jedenfalls Probleme mit ihnen hast, weil er nicht zu dir steht, es noch andere Probleme gibt ...

Aber die einzelnen hier genannten Vorwürfe wie die Sache mit dem Auto oder den Eltern würde ich nicht als grundsätzliche Probleme bei einem Mann oder in einer Beziehung ansehen. Nur bei euch kommt halt vieles zusammen und ihr habt einen unterschiedlichen Lebensstil und Charakter.
w26
 
  • #45
Die Frage für mich ist, ob man das, was Du gut fandest, dann aber wirklich Respekt nennen kann. Wenn einer nur aus Angst und Unterlegenheit reagiert, ist er ja nicht auf Augenhöhe, und kann so ein Mensch Respekt haben? Er wird ja eigentlich nur beherrscht und hasst vielleicht auch insgeheim, weil er sich so hilflos und schwach fühlt, falls er nicht völlig gehirngewaschen ist.


Dazu gehört unbedingt die übergriffige Mutter, sonst klingt es ja so, als sei es seine alleinige Schuld, dass er so ist. Obwohl ich natürlich auch denke, dass sich jeder abnabeln sollte, aber das ist ja nicht getan damit, dass man sich einfach nur von der Mutter nichts mehr sagen lässt. Solche Männer wählen ja dann die nächste Mutti als Ehefrau und tanzen dort nach der Pfeife. Statt das eigene Leben selbst in den Griff zu kriegen.

Ich denke, die Mutter verweigert hier genauso, dass er sich abnabeln kann, und sie wird vielleicht fiese Mittel haben wie emotionale Erpressung, die er nicht durchschauen kann.
Und wenn sie ihm alles ausgeredet hat, was ihn unabhängig macht, wie z.B. Autofahren, weil sooo gefährlich oder wegen "weißt du nicht mehr, als du mit dem Dreirad umgekippt bist und so geweint hast? Du kannst einfach nicht mit Fahrzeugen", dann ist das ja ein lebensängstlicher Mensch geworden, der sich nichts zutraut.

Eine Paartherapie ist unpassend, da dort elementar die Person fehlt, die aus ihm das gemacht hat was er heute ist (Muttersöhnchen!): SEINE MUTTER!

Wie bei vielem: Er kann sich nicht ändern - fehlende Entwicklung und u.U. auch, wie sehr oft, emotionaler Missbrauch seitens der Mutter.

Take it or leave it, du wirst nix dran ändern nuf Energie verschwenden! Schade, dass der Groschen bei dir so spät gefallen ist.
Beschäftige dich nach der Trennung MIT DIR SELBST: Selbstliebe, Selbstachtsamkeit! Das tut dringend Not. Alles Gute.
 
  • #46
Ja klar, aber das ist ja gerade der Zustand vorm Abnabeln. Es gibt Leute, die sich nie abnabeln, und zwar nicht von der Mutter an sich oder dem Vater, sondern aus dieser Kindposition heraus. Frauen, die sich nicht der Arbeitswelt stellen wollen und einen Ernährer auf Lebenszeit suchen oder festhalten, egal um welchen Preis, und Männer, die immer noch die Mutter brauchen und sie in ihrer Ehefrau gefunden haben. Das ist ja nur der Austausch der Person und kein wirkliches Abnabeln. Deswegen ist Ausziehen/Ausgezogensein auch kein Zeichen von emotionalem Abgenabeltsein. Wohl aber wenigstens finanziell, wenn die Person sich selbst ernährt und nicht mehr eine Vaterfigur dazu braucht. (Um jetzt mal in den klassischen Rollen zu bleiben, es gibt natürlich auch Frauen, die ihre Kinder ernähren und finanziell unabhängig sind).

Du bist ja nun seine Partnerin. Vielleicht müsstest Du den Konkurrenzkampf gegen die Mutter verweigern. Also wenn er sagt, er ginge zur Mutter, nicht rumdiskutieren, sondern freiheitgebend sagen "dann viel Spaß". Und dann machst Du allein was Schönes. Ich könnte mir vorstellen, dass das irgendwann zumindest die Neugierde weckt, warum Du ihn so einfach loslässt. Bislang zerrt ihr ja an ihm, die Mutter und Du, um ihn zu vereinnahmen. Und er hat dazu eine Abwehrhaltung, denke ich.
Du kannst mE reden, so viel Du willst, dieses Bearbeiten wird nichts nutzen. Erst, wenn er merkt, dass er z.B. ohne Führerschein ziemlich gekniffen ist, und wenn er merkt, dass es Dir egal ist, was er macht, läuft seine Antihaltung gegen Dich und was Du ihm "aufdrücken" willst, ins Leere.

Vielleicht klappt das auch so nicht, aber ich würde es mal versuchen. Es heißt doch allgemein, dass man nicht halten kann, was nicht von allein bleiben will. Übertragen auf eure Situation würde ich das interpretieren als "wenn Du aufhörst, an ihm zu ziehen und ihn irgendwohin schieben zu wollen, dann merkt er, dass er selbst ein Interesse an z.B. dem FS haben könnte". Oder eben an anderem, was Du gut findest.
Lass es los, ihn zu bedrängen mit irgendwas, das Du richtig findest, er aber nicht.
 
  • #47
@Inanna*

Ich hatte anfangs überhaupt nichts gegen die Besuche bei den Eltern.
Die "Abneigung" kam mit der Zeit. Ich habe hier auch betont, dass die an sich sehr sympathisch sind. Es geht mir nur um das Verhalten seiner Mutter IHM gegenüber.
Wenn ich wüsste, sie begegnet ihm auf der Augenhöhe, hätte ich nie was gesagt. Aber das tut sie nicht.

Ein gutes Verhältnis heisst nicht, die Mutter in jeder Situation zu verteidigen und in ungangenehnen der Partnerin in der Rücken zu fallen. Ich denke bei einer Auseinandersetzung würde sich dein Freund beide Seiten anhören und das Gespräch sp führen, dass sich keiner "gekränkt" oder wie auch immer fühlt. Mein Freund sitzt da wie ein pinokio und sagt nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #48
Eine Paartherapie ist unpassend, da dort elementar die Person fehlt, die aus ihm das gemacht hat was er heute ist (Muttersöhnchen!): SEINE MUTTER!
:D Schöne Idee, dass sie dabei wäre. Ja, das wäre natürlich hilfreich, wenn auch sie begreifen würde, dass sie ihm schadet. Aber ich sehe auch eine Chance darin, dass er sich ändert und ihr eine Grenze setzt. Das ist doch aber auch der Kampf von vielen Kindern, dass sie immer noch von ihren Eltern als Kinder und respektlos behandelt werden und/oder funktionalisiert werden sollen wie früher, als sich die Kinder noch nicht wehren konnten. Wenn das Kind aufbegehrt und deutlich riskiert, dass die Verbindung auch ganz gekappt werden könnte, gibt es VIELLEICHT so ein Umdenken. Wenn die Mutter nicht einschnappt auf Lebenszeit. Sowas gibt es ja auch, dass man gar keinen Kontakt mehr hat, weil die Eltern nicht über ihren Horizont hinaus kommen. Müssten ja vielleicht auch ihre Beziehung zu ihren Eltern dafür aufarbeiten. Was sie ihren Eltern unfreiwillig gaben oder erlaubten, meinen sie ja teilweise auch, von ihren Kindern einfordern zu können. Und wenn die aufbegehren dagegen, kommt die Frage auf, warum sie selbst (die Eltern) sich das von ihren eigenen Eltern alles gefallen ließen und immer brav waren, statt ihr eigenes Ding zu machen.

Wie bei vielem: Er kann sich nicht ändern - fehlende Entwicklung und u.U. auch, wie sehr oft, emotionaler Missbrauch seitens der Mutter.
Sowas KANN überwunden werden, wenn der Leidensdruck zu groß ist. Wenn die Partnerin weg sein könnte z.B..
Muss aber natürlich nicht. Und klar, eine Paartherapie wird ihn auch nicht abnabeln. Aber er ist zur PT bereit, also ich würde es versuchen, ob das nicht ihm die Augen öffnet, dass er nicht mit seiner Mutter verheiratet ist und wenn er das am liebsten wäre, vielleicht besser keine Beziehung hat.

Wenn ich wüsste, sie begegnet ihm auf der Augenhöhe, hätte ich nie was gesagt. Aber das tut sie nicht.
Gibt es irgendeine Mutter, die das macht ...
Aber das Blöde ist halt, dass er das nicht merkt und gut findet. Ich denke schon, dass er richtig manipuliert wurde, dass er seine Mami auf gar keinen Fall traurig machen sollte. Will er Dich ja sicher auch nicht, außer es geht um Mutti. Da hat sie die Vormachtstellung.
 
L

Lionne69

Gast
  • #49
Wenn ich wüsste, sie begegnet ihm auf der Augenhöhe, hätte ich nie was gesagt. Aber das tut sie nicht.

Monikka,
Das allerdings tust Du genauso wenig.

Kritik am Partner vor Dritten? Geht gar nicht, erst recht nicht so persönliches.
In allen Posts habe ich noch kein einziges positives Wort gelesen.

Das einzige, was Du an ihm schätzt, ist, dass er es mit Dir aushält. Und das ergänze ich, dass Du ihn durchaus genauso herum kommadieren kannst wie seine Mutter es tut.

Aber ist das der Weg, zufrieden zu werden?
Es ist doch auch wahnsinnig belastend und ermüdend, alles zu regeln, zu organisieren und sich zu "kümmern",
Immer über alles Kontrolle zu behalten.

W, 51
 
  • #50
Wenn die Beziehung an sich soooo schlecht wäre, wäre ich längst gegangen, auch wenn ich bis Ende des Lebens Single sein sollte.
Natürlich gibt es viele Sachen, die ich an ihm schätze. Hier im Forum wird vielen sofort zur Trennung geraten. Nach dem Motto, entweder funktioniert es oder ihr passt nicht zusammen, warum seid ihr überhaupt zusammen usw. Ja weil es eben anscheinend noch andere schöne Sachen gibt. Sonst hätte man sich längst trennen können ohne eine einzige Frage hier stellen zu müssen. Das wurde hier auch oft im forum bemängelt.

Aktuell bin ich in der Beziehung nur noch genervt, ja. Aber es heisst nicht, dass da gar nichts ist oder ich mir gute Sachen nur einrede. Hier wurde manchen 'unterstellt' - sie lieben nicht oder sie werden nicht geliebt..denn sonst hätte man sich hätte der Partner ist usw....
Ich habe mich in diesem thread darauf konzentriert, was mich aktuell bzw immer mehr stört.
Fakt ist, wir sind beide bereit an der Beziehung zu arbeiten, meine idee war die PT. @void findet sie gut. Deine Ausführungen finde ich übrigens sehr gut. @Anna1309 auch
Danke an alle.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #51
Also das meiste wurde hier schon genannt, deswegen gehe ich gezielt auf das Kernproblem los:

- Der Mann ist alt genug, um den Führerschein zu machen, aber er will es nicht. Die Mutter hat ihn in die Bequemlichkeit getrieben. Da kommt er nicht mehr raus. Mit 40 fängt man nichts Neues mehr an. Man ist müde und kaputt durch die Umstände, auch das wenig Essen dürfen oder immer aufpassen müssen, was man isst und tut, sorgt dazu, dass man lebens-müde wird und keine Kraft mehr hat.
Daran sieht man auch, mit welchen manipulativen Tricks diese Frau arbeitet, um den Sohnemann zu schwächen.

- Natürlich fällt er dir in den Rücken, würde er ihr nur einmal derart Kontra geben, wäre er gar nicht in der Lage und hätte einen Führerschien, denn das sind alles Freiheiten, die man sich in kleinen Schritten mittels Kontra erobern muss.

- Du bist übrigens nicht dominant, sondern völlig unterworfen! Dominant ist, felsenfest zu wissen, dass man im Recht liegt und alles andere aus dem Weg zu räumen, was stört. Man zweifelt nicht an sich und sieht keine Fehler an sich und man macht sich vor allem nicht vor einer fremden Mutter zum Horst.

Wie wäre es mal mit einem ernsthaften Gespräch mit deinem Partner und ihm mal klipp und klar zu sagen, dass es so nicht geht! Vermutlich wird er sich auf die Seite der Mutter schlagen, aber dann weißt du, dass das nicht dein Partner ist.
 
  • #52
Was sich hier abspielt, nein das ist nicht lobenswert, diese Mutter hat ihn soweit gebracht, dass er unfähig ist, selbstständig zu denken und selbstständig zu handeln, schlimm, Punkt!
Hier bin ich uneingeschränkt der Meinung wie der IM es ausdrückt.

Aber FS, dein Freund war doch nie anders, oder?
Du hast ihn so kennengelernt, dachtest Du, ach den biege ich mir schon zurecht.
Du hast ganz einfach die falsche Wahl getroffen.
Der Mann ist fast vierzig, sollte Erwachsen sein und selbstständig denkend.
Meine Eltern hätten sich das nie erlaubt und ich hätte sie auch an den Kopf gefasst.
Das hat auch mit übermässiger Liebe zu der Mutter nix zu tun.
Ich hab meine Eltern auch geliebt, aber auch gerade deshalb weil ich zu einem ICH werden durfte.

m50
 
  • #53
Noch ein Hinweis, dass etwas nicht stimmt. Schon Jugendliche in der Pubertät würden hier einen Zwergenaufstand machen (von wegen peinlich, und ich bin schon alt genug...). Er hat diese Entwicklung/ Abnabelung nicht gemacht. Wie hat er denn reareagiert
Er sagte vorgestern als wir das Thema hatten "sie (die mutter) kannte dich nicht gut"
Ja, spätestens hier hätte es bei mir klingeln müssen, aber ich war verliebt. Wir kannten uns damals ungefähr 6 Monate.
Ich habe eure Ratschläge verinnerlicht, danke noch mal!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #54
Ohne dir die Verantwortung komplett übertragen zu wollen, trägst du ja dennoch deinen Anteil an der Dynamik in eurer Beziehung. Du hast ihn von Beginn an in seiner Komfortzone bestärkt, indem du ihm alltägliche Dinge abnahmst.
Ja, ich verstehe es auch nicht, wieso man die Eltern so oft besuchen muss
Ob jemand seinen Eltern „zu nah“ steht, lässt sich an solch praktischen Dingen nicht festmachen. Man kann sogar gar keinen Kontakt zu den eigenen Eltern pflegen, weil man es nicht schafft, sich in ihrer Gegenwart abzugrenzen. Auch das wäre dann ein „zu nah“, obwohl keinerlei oder wenig Kontakt besteht.
Ich habe leider nicht so ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter, was er schon mal zum Anlass nahm, um seine Besuche zu verteidigen.
Ich würde an deiner Stelle keinen Machtkampf daraus machen. Je mehr du gegen etwas ankämpfst, je größer wird es, weil der andere in den Widerstand geht.
Es ist vor allem ein Dreieck zwischen ihm, seinem Vater und seiner Mutter.

Wenn sein Vater „stark genug“ wäre, dann würde seine Mutter ihn gar nicht so im Blick haben. Diese zu enge Bindung resultiert ja daraus, dass es da keine männliche Bezugsperson gibt, die der Mutter zum einen Grenzen aufzeigt und diese „Überfürsorge“ unterbindet und zum anderen ihr auch Ängste nehmen könnte, damit sie die nicht auf ihr Kind projiziert. Also quasi einen entsprechenden Gegenpol bildet.

Seine Mutter wird halt auch ihre Geschichte haben, weshalb sie ihren Sohn so in der Abhängigkeit zur Familie hält und ich würde den Vater da nicht weniger Vorwürfe machen. Er könnte seine Frau auch mal abbremsen. Es kann aber nicht deine Aufgabe sein, diese Familie zu therapieren.

Ich kann mir auch vorstellen, dass diese Beziehung viele schöne Aspekte besitzt. Schließlich ist er von seiner Mutter schon dahin erzogen worden, seine Bedürfnisse hinten an zu stellen und es einer Frau recht machen zu wollen. Im Gegenzug erwartet er aber eben, dass du für ihn einen großen Teil an Verantwortung übernimmst und viel Unterstützung leistest.

Bei solchen Männern spricht man auch vom „verdeckten Vertrag“. Sie geben nicht, weil sie geben wollen, sondern weil sie meinen, dass die Beziehung zu einer Frau nun mal so gestaltet werden muss. Dafür erwartet er aber eben auch bestimmtes Verhalten von dir.
Zieh mal Bilanz und schau, ob der Preis, den du für die Beziehung zahlst, nicht schlussendlich zu hoch ist 🤷🏻‍♀️
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #55
Er sagte vorgestern als wir das thema hatten "sie (die mutter) kannte dich nicht gut"

Seine Mutter wird halt auch ihre Geschichte haben, weshalb sie ihren Sohn so in der Abhängigkeit zur Familie hält...
Ich habe auch schon in die Richtung gedacht. Hat die Mutter einen nahen Verwandten verloren und klammert deswegen? Hat er einmal eine Kurzschlussreaktion gehabt, als eine Freundin ihn verlassen hat? Es gibt Menschen, die dann mit Dingen wie 'Ich kann ohne sie nicht weiterleben!' kommen. Ist er labil?

Anders kann ich mir das Verhalten der Mutter nicht erklären.

Man kann hier nur spekulieren. Jedenfalls ist das seine Baustelle und nicht deine (genauso wie das Autofahren). Dir kann ich nur raten, dass du ihn selten zu seinen Eltern begleitest und dass ihr das Gesprächsthema Eltern auf ein Minimum reduziert. Wenn er das Bedürfnis hat, über sie zu reden, kannst du zuhören, kurz nicken und zu wichtigeren Themen übergehen.
Bestimmt geht es dir dann besser.
 
  • #56
Hier haben sich zwei getroffen, die passen. Du bemutterst ihn ja genauso. Er ist dein Besitz, er soll agieren, wie Du es erwartest. Von der Mama zu der nächsten - so sucht er wohl seine Partnerin aus. Du möchtest anscheinend auch die Beziehung führen, so kommt es rüber in jedem Satz. Du möchtest einen, den Du kommandieren möchtest, und es läuft ja meistens. Ich finde es passt ziemlich gut.

Nur, dann sollte man sich nicht beschweren, dass er eben seine (lol, eure!) Meinung nicht vertritt...
 
  • #57
Ich bin auch schwierig und nicht "pefekt" , er akzeptiert das, während viele Männer vlt längst gegangen sind. Vlt ist das Grund, warum wir zusammen sind.
Genau, ich finde es liest sich passend. Er will nicht entscheiden, Du schon. Er ist devot, Du sagst wo es langgeht.
Nur, das hat natürlich Konsequenzen. Zum Beispiel, dass er nicht plötzlich selbstbewusst anderen gegenübersteht oder seiner Mutter die Meinung sagt.

Der beste Ratschlag: tatsächlich nicht immer mitgehen. Zu Feiertagen, vielleicht paarmal im Jahr. Einen oberflachlichen, netten Umgang pflegen. Sich abgrenzen. Und keine Konflikte größer machen, zb thema essen. Ist doch egal was sie denkt. Meistens ist es besser, einfach still zu bleiben:))) (muss ich übrigens genauso bei meiner Schwiegermutter machen...)
 
  • #58
Was kann ich in der Zukunft besser machen, um nicht zu sein "wie seine Mutter "?
"Er soll agieren, wie Du erwartest" - wie kann ich es anders machen? "So kommt es rüber in jedem Satz" -- wie kann ich es ändern?
 
  • #59
Ich weiß nicht ob Du ihn bemutterst oder dominant bist...vielleicht bleibt Dir auch gar nichts über als plötzlich in der Rolle zu stecken.
Wann entscheidet er denn überhaupt etwas?
Denn wenn er das nie tut, ist es doch auch möglich dass Dir nie etwas anderes übrig bleibt..und so step by step, bist Du die "Verantwortliche".

Ein bisschen wie die Soldaten in der Reihe, der Ufz ruft: Freiwillig vor!
Schwupp gehen bis auf einen, alle nach hinten

Darüber kannst Du nachdenken und überlegen, was Du verändern kannst.
Dich zurück zu nehmen und ihm die Verantwortung geben.
Dann mal sehen was er von sich aus macht
 
  • #60
@pixi67

Ich bin sehr selbständig, bin mit 20 ausgezogen, bin wegen des Studiums ins Ausland gegangen, im Ausland gearbeitet. Hatte Freunde aber keine Familie bei mir. Ich habe gelernt, dass ich mich nur auf mich selber verlassen kann.
In einer Beziehung finde ich es gut, wenn man sich ergänzt. Ich brauche in einem Mann keine Ersatzeltern aber ich lehne keine Hilfe ab.

Bei uns ist es tatsächlich so, dass ich alles in Angriff nehmen muss. Wir hatten vor ungefähr sechs Woche darüber gesprochen, weil ich vermehrt das Gefühl hatte, eben alles entscheiden zu müssen. Wenn ich einen Urlaub nicht plane, wenn ich kein hotel buche, dann werdeb wir nicht in Urlaub fahren. Er will in Urlaub! Ich zwing ihn zu nichts. Er redet viel aber macht nichts. Ich habe ihm auch in diesem Gespräch gesagt, dass es wahrscheinlich daran liegt, dass er noch nie iwas entscheiden/machen musste.
Er macht zwar alles mit, aber nimmt nichs in Angriff.
Ich habe bisher gedacht, OK, jeder hat seine Stärken und Schwächen und es ist halt seine Schwäche aber es stört mich immer mehr. Er möchte versuchen, es zu ändern.

Ich erwarte nicht, dass er K2 besteigt.

Ich will ihn hier nicht an den Pranger stellen, ich fragte nach Ideen, Tipps, wie ich mit der Situation besser umgehen kann.
 
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