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  • #91
Liebe mintgrün, gratuliere zu deiner Erkenntnis. Momentan siehst du sehr klar seine negativen Seiten und das ist auch gut so.

Jetzt heißt es stark bleiben. Er kommt sicher wieder und gelobt Besserung. Vielleicht in ein paar Wochen, in denen du ihn furchtbar vermisst und an die schönen Zeiten gedacht hast.

Dann steht er vor dir, erzählt dir, wie sehr er dich liebt und dass jetzt alles anders wird. Und da du ihn ja auch noch liebst, möchtest du das glauben, auch wenn dein Verstand es besser weiss.

Daraus werden dann oft On/Off- Geschichten. Die Anziehung ist ja noch da, auch wenn man weiss, es passt nicht auf Dauer.

Da hilft nur Kontaktabbruch, denn es ist wirklich pure Zeitverschwendung, weil sich im Endeffekt nichts ändert.

Am besten hast du dein Posting #93 immer griffbereit, falls du schwach wirst und ihn zurück möchtest.

Sag dir immer: Egal, wie gern ich ihn habe, er wird nie fähig oder bereit für Kind(er) und Familienleben sein.

Ehrlich gesagt, ich würde die Beziehung auch ohne Kinderwunsch infrage stellen, obwohl du sie anfangs als sehr schön beschrieben hast.

Mittlerweile stehen bei euch aber seine Probleme im Vordergrund, die halt im Lauf der 1,5 Jahre zutage getreten sind. Er macht leider nicht den Eindruck, als ob er in absehbarer Zeit was ändern wird.

Also, um deine ursprüngliche Frage zu beantworten, ja, vermutlich "verplemperst" du wirklich "deine besten Jahre" mit ihm.
 
  • #92
Ich tippe wie @Vikky auch auf ganz ganz viel Angst und Abhängigkeit von anderen. Er will es allen recht machen, seinen Freunden, seinen Chefs (ist daher so belastet vom Job). Dein Freund hat von Grund auf wenig Selbstbewusstsein entwickelt, so dass er sich selbst nur durch seine Umwelt wahrnehmen und aufwerten kann. Nicht durch EIGENE Arbeit, durch EIGENE Ideen, durch EIGENES Fortkommen. Andere Meinungen gehen da über alles.
Oft ist das ein Zeichen von emotionaler Vernachlässigung bzw. den Sohn nicht als Individuum sehend -> in der Kindheit, drillenden Eltern, die noch "die guten alten Werte von Männern" vermitteln und Jungs in der heutigen Zeit dann so werden. Unterstützung für so ein abhängiges Verhalten bieten wunderbar "soziale" Netzwerke, wo man sich täglich bequem seinen Egopush abholen kann (meistens eh nicht echt, aber die Wirkung machts halt). Daher kann das auch leicht zum Suchtverhalten führen ("Netzwerksucht im Bezug auf abhängige Persönlichkeitsstruktur" - schreibt gerade eine Kollegin ihre Arbeit zu, sehr interessant!).

Hast du mittlerweile deine und seine Sachen getrennt bzw. dir zurückgeholt/ihm zurückgegeben? Halte uns mal auf dem Laufenden bzgl. seiner Reaktionen. Ich schätze, er hat es noch gar nicht realisiert.
 
  • #93
Vielleicht wären zumindest 5min Mitgefühl möglich?
Für einen Mann, der der Freundin zuliebe zumindest am Anfang die Partnerschaft nicht offen zeigte? Das wollte sie - und dann kamen sie beide aus dieser Nummer nicht mehr raus.
Für einen Mann, dem Stück für Stück das Leben entgleist, der sich wie viele in seiner Altersklasse aufreibt zwischen den verschiedenen Erwartungen, die er alle erfüllen möchte, was gar nicht geht?
Der gar nicht weiß, wie man Nein sagt, Grenzen setzt?
Weil auch er Teil einer Generation ist, die mit Leistung und Funktionieren erzogen wurde. Wo man sich Liebe verdienen muss?

Diese Partnerschaft zu beenden, ist sinnvoll, sie tut beiden (!) nicht gut - vielleicht für ihn eine Chance, aufzuwachen.
Aber hier gibt es zwei Beteiligte, und auch die FS sollte ihre Anteile anschauen.

Das Nachtreten hier finde ich persönlich ganz ungut.
Von Liebe ist nichts zu lesen.
 
  • #94
Ich glaube nicht an die hier von der FS beschriebenen Version von einem aufgeriebenen Mann, der sich, um den Erwartungen seiner Freunde gerecht zu werden, um sein Lebensglück bringt.

Im Leben ist alles eine Frage der Prioritäten/ Motivation. Ist etwas sehr wichtig, finden sich Möglichkeiten. Umgekehrt kann man davon ausgehen, dass - falls sich keine Lösungen ergeben - das Problem offensichtlich nicht groß genug ist, um die entsprechende Motivation zur Problembewältigung zu entwickeln.

Ich kann nachvollziehen, dass einige Mitschreiber(innen) @Mintgrün aufbauen wollen, aber warum man dem Mann dafür einen Burnout, eine Angsstörung usw. andichten muss, kann ich nicht verstehen. Meine Vermutung ist einfach, dass er ein ganz normaler Mann ist und schlicht und ergreifend die Lebensplanung der FS nicht teilt. Sie und ihr Plan vom Glück sind ihm einfach nicht so wichtig, dass er deswegen sein Leben ändern möchte. Und so lebt er weiter ausschließlich nach seinen Bedürfnissen (Freunde nicht enttäuschen, beruflicher Erfolg usw.) Ist meiner Meinung nach weit, weit weg von pathologischem Verhalten - sondern lässt sich einfach mit Priortätsabstufung erklären.
 
  • #95
@Lionne und @void Es kann sein, dass ihr das als Nachtreten und unfair empfindet. Zum einen sind die Posts hier im Forum immer nur ein Teilausschnitt. Ich habe ihm vorgestern zB zum gefühlt 100. Mal angeraten, sich beruflich zu trennen, um seine Freiheit zurück zu erhalten...ein nicht ganz unwichtiges Gut. Ihm klar gemacht, dass er sein Leben vergeudet, wenn es nur aus Arbeit besteht (ohne Frau und Familie, kaum Freizeit, geschwächte Gesundheit). Dass mir das Leid und weh tut FÜR IHN, weil er so ein lieber Kerl ist. Er sagte, es sei sein Schicksal. Natürlich schmerzt es mich, dass er sich Stück für Stück selbst zerstört. Aber diesen Schmerz versuche ich momentan nicht zuzulassen, weil ich für ihn nicht sein Leben umgestalten kann. Ich hätte nur der Anlass/Impuls dafür sein können. Frauen rutschen leider schnell in die Schiene "Ich muss diesen Mann retten" und reiben sich komplett auf. Der Mann kann sich aber nur selbst retten

Ich denke schon, dass er massive psychische Probleme hat, wahrscheinlich eher im Bereich Angststörung, weil man sich dann so starre Muster mit Vermeidung aneignet.
ganz ganz viel Angst und Abhängigkeit von anderen.
Das sagt er selbst auch von sich. Dass er Probleme immer verdrängt, dass er abhängig ist, dass es irrationale Ängste sind, dass er zum Psychologen muss, aber nicht will usw.

Selbst meine Utensilien wurden in einer gesonderten Kiste in der Wohnung versteckt, da die Putzfrauen beider identisch sind und da was hätte durchsickern können. Wenn wir an einem Café vorbei gingen, ging er immer schnell ein paar Meter vor mir, da dort die Köchin seines Freundes beschäftigt war und uns hätte sehen können. Diese Dinge taten mir in dem Moment immer sehr weh und haben meinen Respekt schwinden lassen... Ich wollte auch immer gern seine Mutter kennenlernen, doch auch dies ging nicht, da er ihr diesen Teil seines Lebens nicht zeigen wollte. Grund: Sie habe auch nie was mit ihm geteilt, Kontakt ist kaum vorhanden. Auch das war etwas, was für mich nicht ging. Ich MUSS zumindest einmal die Familie sehen. All diese Dinge zusammen gefügt ergeben für mich, dass da was nicht stimmt und ich am Ende meiner Kraft bin.

@Rosenblatt Nein, die Sachen wurden noch nicht ausgetauscht. Das wird dann wohl noch kommen und ich werde sicher traurig sein...

@Matrix Ich denke nicht, dass er ankommt mit falschen Versprechungen. Ich habe ihm ja gesagt, es sei aus auch wenn er alles offenlegt. Da meinte er, dass er dann ja im Falle des Jobverlustes, wenn er es offen legt, gar nichts mehr habe - weder mich noch den Job. Ich habe ihm dann auch gesagt, er solle besser nichts mehr offen legen. Diese Geheimhaltung ist ja bloß ein Symptom für so vieles mehr (Angststörungen usw), ich denke daher ein Offenlegen mildert die Probleme ab, aber die Ursache bleibt.

w30
 
  • #96
Vielleicht wären zumindest 5min Mitgefühl möglich?
Für einen Mann, der der Freundin zuliebe zumindest am Anfang die Partnerschaft nicht offen zeigte? Das wollte sie - und dann kamen sie beide aus dieser Nummer nicht mehr raus.
Für einen Mann, dem Stück für Stück das Leben entgleist, der sich wie viele in seiner Altersklasse aufreibt zwischen den verschiedenen Erwartungen, die er alle erfüllen möchte, was gar nicht geht?
Der gar nicht weiß, wie man Nein sagt, Grenzen setzt?
Weil auch er Teil einer Generation ist, die mit Leistung und Funktionieren erzogen wurde. Wo man sich Liebe verdienen muss?

Diese Partnerschaft zu beenden, ist sinnvoll, sie tut beiden (!) nicht gut - vielleicht für ihn eine Chance, aufzuwachen.
Aber hier gibt es zwei Beteiligte, und auch die FS sollte ihre Anteile anschauen.

Das Nachtreten hier finde ich persönlich ganz ungut.
Von Liebe ist nichts zu lesen.
Ich finde Dich - so aus dem Lesen des Threads heraus, also ohne viel Details - unfair, wenn Du ihm die "Weichlichkeit", die Dir anfangs nutzte, nun vorwirfst.
Da muss ich beiden zustimmen!
Er hat ja ihr zuliebe gelogen, dass er jetzt nicht den Arsch in der Hose hatte das wieder gerade zu biegen, ist natürlich bitter, aber er ist nicht alleine dafür verantwortlich.
Er muss ein starker Mann sein, aber trotzdem "weich" genug sein, sich von der Freundin zum Lügen anstiften lassen.
Beißt sich für mich. Er hätte halt damals schon "Mann" genug sein müssen, um garnicht erst für sie zu lügen.
Natürlich hat er ein Problem mit Konflikten & hat es verkackt das Ganze rechtzeitig aufzulösen, aber ganz ehrlich, wenn sie damals nicht gewollt hätte, dass er die Beziehung für ihren Nutzen verheimlicht, hätten sie bzw er sich erst garnicht in Lügen verstrickt..
Hilft jetzt auch nix, vielleicht erkennt er sein Problem selbst & kann daran arbeiten, aber leid tut er mir schon etwas.
 
  • #97
Sie und ihr Plan vom Glück sind ihm einfach nicht so wichtig, dass er deswegen sein Leben ändern möchte.
Kann auch sein. Nur verstehe ich dann nicht, warum ihn das selbst alles so quält mit der Geheimhaltung, dann könnte er mein Gejammer doch einfach achselzuckend ignorieren. Und dass er mit seinem Job, der Belastung und der work life balance unglücklich ist, sagt er mir tagtäglich. Aber ändern will er nichts. Wie man es dreht und wendet (ob Angststörung oder Phlegmatik): Es ist vorbei.Letztlich ist die Ursache auch nicht von Belang. So oder so muss ich einsehen, dass das nichts wird, denn ich bin nicht glücklich in der Beziehung. ER ist MIR nicht wichtig genug, um von meinen Lebensplänen in dieser Hinsicht (Beziehung ohne Geheimhaltung, mehr Verbindlichkeit)abzurücken. SO rum könnte man ja auch mal denken, nur leider begeben sich Frauen meist in die Opferhaltung, indem sie für sich feststellen "Ich bin es nicht für ihn" - Meist ist der Mann es dann auch nicht für die Frau...
 
  • #98
Er sagte, es sei sein Schicksal.

Das sagt er selbst auch von sich. Dass er Probleme immer verdrängt, dass er abhängig ist, dass es irrationale Ängste sind, dass er zum Psychologen muss, aber nicht will usw.

Aaaargh, der vor Klischee triefendste Satz, wenn Mann keine Verantwortung für seine miese Situation übernehmen möchte!! Was ist denn mit seinem EIGENEN (nicht der der anderen) Willen??!! Wurde er ohne diesen geboren? Familiär bzw. elterlich scheint da einiges im Argen zu liegen. Wahrscheinlich auch ein Grund, weshalb du seine Eltern nicht kennen lernen durftest.

Wer nicht will der hat schon und soll aufhören rumzujammern! Warum hast du mit ihm überhaupt noch Kontakt? Warum holst du nicht deine Sachen, stellst ihm seine vor die Tür und brichst den Kontakt ab?? Ich denke auch, du wirst wieder schwach werden...
 
  • #99
Vielleicht wären zumindest 5min Mitgefühl möglich?.....
Das Nachtreten hier finde ich persönlich ganz ungut.
Von Liebe ist nichts zu lesen.

Einmal mehr: selektives Lesen.
Ich über den gesamten Thread nicht lesen, dass die FS kein Mitgefühl mit ihrem (Ex-)partner hat - eher im Gegenteil, dass sie sehr stark versucht hat, lange die Dinge von seiner Seite zu denken, ihn zu unterstützen und zu entlasten zugunsten der gemeinsamen Beziehung.
Nur sein Part kam nicht. Wo ist sein Anteil an Mitleid für sie, dass er ihr seinen Versteck-Ballast aufbürdet und ihr das leben damit versauert?
Sie, als die deutlich jüngere Frau, war auf dem besten Weg in dieser Beziehung in die Mutti-Rolle zu rutschen, die den Bubi rumum pampert, inkl. Therappeut besorgen, trotz der noch jungen Beziehung wollte sie die Rolle der Familienversorgerin übernehmen etc.
Der Mann war 45 als sie zusammenkamen, die FS 28. Sorry, aber knapp nach der Ausbildung, mit wenig sonstiger Lebenserfahrung kann man der FS nicht vorwerfen, dass sie die Sachlage nicht von Anfang bis Ende richtig eingeschätzt hat. Bei einem Mann,, der im Sauseschritt auf die 50 zugeht, erwarte ich, dass er zu gemachten Fehlern stehen kann und dafür auch gute Lösungen findet.

Ich lese kein Nachtreten sondern den Versuch der eigenen Klärung und erkkllärung hier im Forum: Rückblick auf die vielen einzelnen, belastenden und kränkenden Erlebnisse und auch die Desillusionierung, dass er sich mit Ende 40 nicht mehr ändern kann/wird.

Zu Beginn des Threads habe ich viel von einer starken Liebe gelesen, für die die FS viel auf sich genommen hat. Im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Thema hat sich die Liebe verloren, es kamen mehr Zweifel und nun auch Klarheit durch die retrospektibve auf die gemeinsamen 18 Monate. Da war in der Summe dann doch nicht soviel Gutes, dass die FS weitermachen will - Liebe futsch, weil sich nichts ändern wird.
Das ist doch immer so bei Trennungen. Mal geht es schnell, mal langsam.

Ich finde Dich - so aus dem Lesen des Threads heraus, also ohne viel Details - unfair, wenn Du ihm die "Weichlichkeit", die Dir anfangs nutzte, nun vorwirfst.

Sehe ich anders und auch im Kontext. Ich nehme an, dass der Mann für die FS als beruflicher Steigbügelhalter fungierte und es in dieser Zeit das gemeinsame Interesse war, dass die parallel laufende Beziehungsanbahnung nicht bekannt wurde. Das finde ich nachvollziehbar und ist nicht unbedingt ein Zeichen für Weichlichkeit seinerseits sondern kann genausogut wie "gewiefter Taktierer" wirken.
Dann saß die FS im Sattel und wollte eine Paarbeziehung leben und erst da zeigte sich, dass der berufliche Performer ein ansonsten Weichei ist.
So ist das beim Kennenlernen - das Bild entwickelt sich über die Zeit und gemeinsame Erlebnisse. Und dann reift die Erkenntnis, dass frau sich wohl ganz erheblich in ihm und seinen vermuteten Eigenschaften geirrt hat.
 
  • #100
Wenn er so getickt hätte, hätte er sich nicht auf Deinen Wunsch eingelassen, die Beziehung erstmal zu verschweigen. Entweder oder, geht ja nur. Ein Mann, der ein Mann ist, lässt sich auch nichts von einer Frau vorschreiben, von dem er nicht überzeugt ist undwenn es wichtige Bereiche seines Lebens tangiert, die er nicht mehr in den Griff kriegt.
Wir wissen ja bis heute noch nicht den Grund, für mich hätte es das auch nicht gegeben. Es sei denn meine Angebete würde polizeilich gesucht werden, dann verstecke ich sie. Aber ansonsten zeige ich alle Welt was für eine tolle Frau ich da habe.

@Mintgrün wenn Du einen Mann haben willst musst Du Dir auch einen Mann nehmen, aber da gibt es manche Sperenzchen nicht;-)

Und mal wertfrei, kann es sein dass Du ihn jetzt so siehst wie er eigentlich ist? Und wenn Du Dich im Forum durchliest und draußen mal genauer schaust, dann wünscht Du Dir mit 30 keinen kranken schlaffen Mann sondern einen passenden gutaussehenden gesunden Kerl, der weiß was er will und den Wunsch find ich richtig.
 
  • #101
Hallo Mintgrün

Ich finde es gut dass du Abstand nimmst.
Dass du ihm die Schuld in die Schuhe schiebst und alles, hilft sicher dabei.
Aber:
Wenn du über das schlimmste hinweg bist, dann denk mal daran dass er dich so behandeln konnte weil du es zugelassen hast.
Ihr wolltet beide die Beziehung an Anfang nicht veröffentlichen und das verstehe ich auch noch, man will ja erst mal sehen...

Aber als ihr dann deiner Meinung nach eine Beziehung hattet, hast DU dich ihm unterworfen.
DU bist hinter ihm gelaufen, DU hast deine Sachen in einer Kiste stecken lassen usw.
Ihr habt also beide enorm viele Fehler gemacht aber falls dies für die Zukunft hilft, dann war es ja ok, aus Fehlern lernt man.

Aber eben, nur als Abschluss, er war und ist nicht alleine schwach bzw. trägt alleine die Schuld.
 
  • #102
Wir wissen ja bis heute noch nicht den Grund,
Den hatte @Mintgrün im Eingangspost geschrieben: Es ging ihr darum, dass sie beruflich Fuß fassen kann und es für andere nicht so aussieht, als gelänge das nur, weil sie einen Partner hat, der in dem Beruf schon etabliert ist. (oder meintest Du was anderes?)


Ich nehme an, dass der Mann für die FS als beruflicher Steigbügelhalter fungierte und es in dieser Zeit das gemeinsame Interesse war, dass die parallel laufende Beziehungsanbahnung nicht bekannt wurde
Wäre interessant zu wissen, ob er selbst es auch von Anfang an geheim halten wollte. Bislang bin ich davon ausgegangen, dass es nur wegen des Wunsches von @Mintgrün war.

@Mintgrün Magst Du mal verraten, wie lange der Mann für Dich nach Deiner Ansicht die Beziehung hätte geheimhalten sollten?
 
  • #103
@Vikky Genau wie Du es schilderst war es, eigentlich kann ich dem überhaupt nichts mehr hinzufügen. Fast kamen mir beim Lesen die Tränen, da Eure Texte alle so den Punkt treffen.

@Frau43 Natürlich hast Du Recht, ich war auch eine Idiotin mit den Sachen usw. Ich hätte wohl nie für möglich gehalten, dass es so weit kommt und dann befand ich mich plötzlich in diesem kranken Strudel und hab nicht mehr klar gesehen. Natürlich kann man mit @void betonen, dass ich selbst die Geheimhaltung zu Beginn wollte. Doch Leute, ich hätte doch nie gedacht, dass es SO endet. Dass er so unterm Pantoffel steht. In meinem Umfeld ist es normal, erstmal ein paar Monate selbst zu sehen, in welche Richtung es geht, bevor man alles raus posaunt (insb. wenn berufliche Interessen mit berührt werden) und DANN sagen zu KÖNNEN, dass man Person X trifft. Wer von uns hat Freunde, wo das nicht geht? Ich habe sowas nicht für möglich gehalten.

Ich denke ehrlich gesagt, mein Wunsch zu Beginn kam ihm und seinem Naturell entgegen. In seiner Familie liegt irgendwas im Argen, doch da mir der Kontakt verwehrt wurde, kann ich da keine genaueren Analysen vornehmen. Nächster Brocken: Dass er eine Schwester hat erfuhr ich nach 1 Jahr durch Eigenrecherchw aus dem Internet, er selbst hatte stets nur seinen Bruder erwähnt. Auch da wurde mir klar, dass da was NICHT stimmt, ich kann Euch das nicht besser erklären. Man sagt seinem Partner doch, wie viele Geschwister man hat! Er sagte, das und die Geheimhaltung bei seinen Freunden - so sei er eben, das läge an seiner Erziehung. Ich merke, wie mich diese Dinge verletzen, könnte jetzt heulen.

Und mal wertfrei, kann es sein dass Du ihn jetzt so siehst wie er eigentlich ist? Und wenn Du Dich im Forum durchliest und draußen mal genauer schaust, dann wünscht Du Dir mit 30 keinen kranken schlaffen Mann sondern einen passenden gutaussehenden gesunden Kerl, der weiß was er will und den Wunsch find ich richtig.
Ja genau so ist es, dem ist nichts hinzuzufügen.

Zur Zeit kommt von ihm nichts mehr, was ich auch schwach finde.

w30
 
  • #104
Es ging ihr darum, dass sie beruflich Fuß fassen kann und es für andere nicht so aussieht, als gelänge das nur, weil sie einen Partner hat, der in dem Beruf schon etabliert ist. (oder meintest Du was anderes?)
Ich bin einfach manchmal neugierig, aber auch interessiert. Fuß fassen verbinde ich mit Freiberufler, die Aufträge brauchen.


Aber mintgrün könnte ja mal ihre Farbe wechseln, warum denke ich bei ihrem Namen immer an Pistazieneis?
 
  • #105
@void Es waren 2 bis 3 Monate. Rückblickend denke ich, dieser Geheimhaltungswunsch kam ihm und seinem verschlossenen Naturell entgegen. Es war nicht so, dass er nur allzu gern seinem Umfeld davon erzählt hätte und es wegen mir nicht durfte. Das kam ihm gelegen. Auch kann man nach 2 bis 3 Monaten noch locker alle in Kenntnis setzen, zumindest in meiner Welt. Und wenn nicht: Es wird nicht besser mit weiterem Zuwarten auf 1.5 Jahre...

Es geht auch überhaupt nicht um die Frage, wer woran Schuld hat... Insgesamt sind mir das zu viele Ungereimtheiten und Unwägbarkeiten... Die körperliche Schwäche bereits jetzt, die Überarbeitung, die Unverbindlichkeit, der Altersunterschied als Risikofaktor, die Geheimhaltung, das Fernhalten von der Familie... Wie soll ich mit einem Mann, der von sich sagt, er sei eine schwache Persönlichkeit, eine Zukunft planen? Natürlich bin ich unendlich traurig. Der Gedanke, dass es endgültig aus ist, tut weh.

Aber ich denke, dieser Mann wird mich nie heiraten, nie Kinder mit mir bekommen. Vielleicht denkt er jetzt "Doch werde ich!", aber es wird nicht so sein. Wer nicht das Rückgrad hat, seine Freunde zu unterrichten, wird mich auch nie heiraten usw. Mit Mitte 30, wenn er dann was von Überlastung etc faselt (er wird dann ca 50 sein) wird mir das dämmern und ich werde in die Röhre schauen. Das ist mein Gefühl, wenn ich mit ihm zusammen bleibe. Das Vertrauen in eine gemeinsame Zukunft kann und konnte er mir nicht geben

w30
 
  • #106
@Vikky
Er sagte, das und die Geheimhaltung bei seinen Freunden - so sei er eben, das läge an seiner Erziehung.

Zur Zeit kommt von ihm nichts mehr, was ich auch schwach finde.


Aber das sagt es doch schon: Offenbar hat er nicht beigebracht bekommen, Verantwortung zu übernehmen. Sicherlich hat er sich schon früher überall durchgemogelt durch Lügerei ubd Manipulation. Seibe Eltern haben es entwefer nicht gemerkt, es gebilligt oder sogar noch gefördert, da sie evtl. selbst so sind.
Vermutlich hatte die Schwester die Nase voll von solchen Spielchen und hat sich von der Familie abgesetzt - habe selbst genauso einen Fall im Bekanntenkreis, nur mit 2 Brüdern und nicht mit Bruder + Schwester. Sei froh, dass du sie nicht kennengelernt hast. Die Eltern von meinem Bekannten (der notorische Lügner) ziehen auch heftigst über den anderen Sohn her (in dessen Abwesenheit). Als ich den Sohn mal wieder traf fragte ich ihn, ob das mit drnen immer so ist und er bestätigte mir dies. Er ist sehr traurig und enttäuscht von seinen Eltern.

Warum findest du schade, dass nichts mehr von ihm kommt?? Sei doch froh!! Also - warum tauscht ihr nicht eure Sachen und du schließt WIRKLICH damit ab?
 
  • #108

Das dachte ich gestern auch schon. Sonst würde ich ggf. wieder schwach, traurig und verwirrt werden. Ich glaube, ich bin noch in der Phase, in der man nicht eichtig realisiert. Der große Schmerz kommt noch bei den nächsten Gesprächen und dem Tauziehen... Deswegen habe ich auch die Sachen noch nicht ausgetauscht, Rosenblatt. Dann muss ich den direkten Kontakt suchen, dafür bin ich noch nicht gefestigt genug. Per Post schicken tut mir auch weh, von normalen Treffen zu Postpaketen... was für ein Wechsel binnen ein paar Tagen. Auch so kommen mir srändig die Tränen, wenn mir diese Endgültigkeit bewusst wird. Gefühle sind da, doch ich MUSS mich trennen, wenn ich nicht mit Mitte 30 dumm aus der Wäsche gucken will. Ich habe ihm wirklich alle erdenklichen Chancen gegeben. Ihn meiner Familie vorgestellt, im Januar eine Beziehungspause eingelegt und ihm bis Juli, also jetzt, Zeit gegeben, seinen Freunden Bescheid zu sagen... Doch es klappt einfach nicht. Nicht mal jetzt macht er als Notfallmaßnahme reinen Tisch und schickt mir 100 rote Rosen, wo ich ihm weg gelaufen bin.

w30
 
  • #109
Offenbar hat er nicht beigebracht bekommen, Verantwortung zu übernehmen.
Danke @Rosenblatt dafür... Gestern saß ich in einem Café und habe die ganze Zeit eine Bezeichnung für das Problem gesucht bzw. die Ursache. Wir haben ja auch schon diskutiert über Angststörungen usw. Ich glaube, mit dem Satz über die Verantwortung hast Du den Kern eigentlich getroffen. Dazu passt das komplette Verhalten. Auch dass er mal sagte, ich solle ihm einfach ein Kind unterjubeln, dann käme er damit klar und würde sich gut kümmern (was ich bei ihm auch glaune), aber nicht damit, von vornherein von selbst in ein Kind bewusst einzuwilligen.
 
  • #110
Auch dass er mal sagte, ich solle ihm einfach ein Kind unterjubeln, dann käme er damit klar und würde sich gut kümmern (was ich bei ihm auch glaune), aber nicht damit, von vornherein von selbst in ein Kind bewusst einzuwilligen.

Äh... bitte was??? Das hat ernsthaft zu dir gesagt?! Was ist DAS denn für eine Aussage?! Sowas hab ich ja noch nie gehört!
Und als du das von ihm gehört hast, hast du nicht mal drüber nachgedacht wie es um seine Entscheidungsfähigkeit steht?! Sorry, aber da tickt doch was nicht ganz sauber, es geht dabei um ein LEBEWESEN.... ohne Worte!
 
  • #111
Und als du das von ihm gehört hast, hast du nicht mal drüber nachgedacht wie es um seine Entscheidungsfähigkeit steht?!
Doch, das hat mich logischerweise komplett irritiert... Ich meine, was ist das denn für eine Aussage. Total wischi waschi und irgendwie schwach. DAS und die ganzen anderen Sachen haben mich dann zu dem Schlussstrich bewogen.

Komischerweise bin ich gar nicht SOOO traurig, wie man es erwarten könnte. Wahrscheinlich waren die Gefühle bei mir schon länger abgekühlt. Ich habe auch gemerkt: Die Freunde, die er mir vorgestellt hat und deren Lebensführung ihn begeistert, sind alle reich, kinderlos, Ü40, unverheiratet, hübsche Freundin an ihrer Seite, Hauptinteresse: Das Leben im Luxus genießen und viel arbeiten. Er ist im Endeffekt nicht anders, was auch ok so ist. Nur muss ich mich, wenn mir so ein unverbindliches Leben nicht zusagt, rechtzeitig verabschieden, was ich ja nun getan habe.

w30
 
  • #112
Die Freunde, die er mir vorgestellt hat und deren Lebensführung ihn begeistert, sind alle reich, kinderlos, Ü40, unverheiratet, hübsche Freundin an ihrer Seite, Hauptinteresse: Das Leben im Luxus genießen und viel arbeiten. Er ist im Endeffekt nicht anders, was auch ok so ist.

Naja, Du beschreibst einen Lebensstil, den viele junge Frauen sich wünschen, wenn sie so einen deutlich älteren Partner haben. Das hat er von Dir wahrscheinlich auch erwartet, dass es so laufen soll wie bei seinen Freunden, ganz unabhängig vom Problem "verheimlichen".

Du bist halt komplett anders drauf, kannst Dir sogar vorstellen, dass Du arbeitest trotz Kindern und er kürzer tritt. Er ist aber in seiinem Lebenskonzept derartig verhaftet, dass er es noch nichtmal ändern kann, wenn ihm dafür die Puste ausgeht.

Kurz und gut: er hat Dir zwar was von Kindern erzählt, damit Du anbeißt, aber er meint das nicht so und will so eigentlich nicht leben.
 
  • #113
Das hat er von Dir wahrscheinlich auch erwartet, dass es so laufen soll wie bei seinen Freunden
Kann gut sein. Einmal sagte ich, dass er doch damit gerechnet haben muss, dass die Kinderfrage bald auf den Tisch kommt. Da sagte er, nein, hätte er nicht.

Ich bin einerseits erleichtert, nichts mehr von ihm zu hören, da mir so das Loslassen so viel leichter fällt. Andererseits bin ich auch geschockt, dass ich der Beziehung eine viel größere Bedeutung beigemessen hatte und er sich ohne richtige Aussprache einfach gar nicht mehr meldet. Das letzte Gespräch war ja vor ein paar Tagen, als ich erbost gesagt hatte, es sei so oder so aus, egal, ob er noch reinen Tisch macht. Am Montag war er noch beim Geburtstag meines Vaters dabei. Es ist doch wirklich verrückt, so plötzlich zu verschwinden, ganz ohne weitere Nachricht. Keine Umstimmungsversuche, nichts. Besser so für mich, ja, doch natürlich komme ich da einmal mehr ins Grübeln darüber, was DAS eigentlich (für ihn) war. Ich denke, ich schicke ihm in den nächsten Tagen alle Bücher und Klamotten zurück per Post.
 
  • #114
Hallo mintgrün,

ich habe hier ja von Anfang an mitgelesen und ich denke, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast. Es geht hier auch nicht mehr darum, jemandem beizustehen, wenn er eine schwierige Phase durchmacht (in seinem Fall der Job/Burnout). Dein Exfreund hatte kein Rückgrat, war unverbindlich und einfach schwach. Mit seinen 45 Jahren wird sich das auch nicht mehr groß verändern. Auch wenn die geistige Ebene bei euch gepasst hat und man nicht an jeder Ecke so jemanden findet (weiss ich aus Erfahrung), reicht es auf Dauer nicht aus.
 
  • #115
Es geht hier auch nicht mehr darum, jemandem beizustehen, wenn er eine schwierige Phase durchmacht (in seinem Fall der Job/Burnout). Dein Exfreund hatte kein Rückgrat, war unverbindlich und einfach schwach. Mit seinen 45 Jahren wird sich das auch nicht mehr groß verändern.

Hallo irina_85, danke für Deine Worte. Ich denke genauso. Es ging nicht nur um eine Phase. Er wird immer so sein (ohne Rückgrat und Kraft). Ich habe die Tage einfach nochmal endgültig gespürt, dass er definitiv nicht der Mann ist, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen will. Da passt so Vieles nicht, er ist einfach nicht der Richtige für mich, ich liebe ihn nicht. Er erfüllt auch nicht das Attribut "männlich" für mich und ich fühle mich überhaupt nicht von ihm angezogen. Im Urlaub ließ er mich sogar mal meinen Koffer allein schleppen, obwohl ich Fieber hatte. Dies habe ich ihm nie verziehen. Er ist schwach und eben kein Mann mit typisch männlichen Manieren. Da vergeht mir alles. Ich habe sogar Angst, dass er schwul sein könnte, weil mir diese ganze Geschichte mit dem Freund durch und durch merkwürdig vorkommt.

Dass er sich jetzt gar nicht mehr meldet, ist ja auch bezeichnend. Ich hätte noch alle Hebel in Bewegung gesetzt, aber er ist eben durch und durch schwach. Das kommt mir allerdings sehr zugute wie @Cassel schon gesagt hat. Ich fühle mich seit der Trennung wieder richtig gut, voller Energie, genieße den Sommer und mache Pläne für die Zukunft! Das hat mich alles nur noch belastet. Wieso sollte ich mir mit 30 freiwillig so einen Klotz ans Bein binden... Manchmal merkt man erst, wenn es vorbei ist, wie schlimm Vieles war.

Ich schicke ihm heute seine Sachen zurück. Ich überlege nur, ob ich mich um ein freundschaftliches Verhältnis bemühen soll, wie @Elfe11 einem anderen in einem Thread angeraten hat. Das fand ich eigentlich ganz schön. Dass ich dann rückfällig werde, glaube ich irgendwie nicht. Für mich ist das Kapitel beendet und ich bin schon wieder fröhlich...

w30
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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