Er wechselt mich aus und ich empfinde starke Trauer

Hallo,
ich bin neu hier im Forum. Im Januar hat mein ehemaliger Lebensgefährte nach vier Jahren Beziehung mir am Telefon mitgeteilt, dass er "was Anderes" hat und es "dieses Mal" nicht parallel laufen lassen will. Ich sagte ihm, dass ich schon länger etwas gespürt habe . Er teilte mit,dass er sie im Dezember kennen gelernt hat, also ein Monat vorher . Er wolle nicht so viel dazu sagen , aber "20 Jahre jünger" und er werde 60 Jahre alt (Ich bin 55 Jahre alt). Dies sei der Grund und im Urlaub vorher (um Weihnachten) der Streit. Der Streit ging um seinen Konsum an Gras (Marihuana). Normalerweise hat er das Gras ganz selten verwendet. In diesem Urlaub aber jeden zweiten Tag. Das habe ich nicht akzeptiert. Sonst haben wir uns selten gestritten.

Nach dem Telefonat, das kurz war, meldete er sich nicht mehr. Ich war zuerst völlig gelähmt und verstand nichts . Dann setzte eine heftige Trauer ein, die bis heute nicht vorbei ist. Ich kann es nicht verstehen bis heute. Zuerst verstand ich gar nicht, dass es eine Trennung war. Wir leben nicht zusammen. Die Sachen haben wir bis heute nicht ausgetauscht ,die wir noch voneinander haben.

Ich habe ihn seither nicht gesehen. Dreimal haben wir telefoniert. An seiner Kälte merkte ich , dass er einen Wechsel vollzogen hatte. Vorher war er im Umgang sensibel. Ich hatte die vier Jahre sehr genossen und war zeitweise sehr glücklich. Sexuell war es ein Traum, was er auch immer wieder betonte. Was fehlte war eine Perspektive mit dem Zusammenziehen.
Ich bin für jede Antwort dankbar
 
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So ein Traum kann das nicht gewesen sein - vier Jahre zusammen und keine Perspektive!
Da klingt für mich nicht nach Verbindlichkeit, sondern einer Freizeitbeziehung oder einer sogenannten F...- und Spaßbeziehung.
Mach nicht den Fehler und rede Dir das schön!

Packe seine Sachen zusammen, lass sie ihm zukommen. Es gibt die Post und Kurierdienste.
Bitte in dem Zusammenhang, schriftlich, auch um die Rückgabe Deiner Sachen.

Mach nicht den Fehler vieler Menschen, die hoffen und hoffen und sich daran festklammern, dass man ja die Sachen noch nicht zurückerhalten/ausgetauscht hat. Das liegt nicht daran, dass der andere sich seiner Entscheidung nicht sicher ist, sondern daran, dass es ihm einfach nicht wichtig genug ist!

Hör auf mit dem Mann zu telefonieren, seinen Tonfall und jedes seiner Worte zu analysieren.
Akzeptiere, es ist vorbei - die Trauer wird abnehmen, wenn Du das Kapitel wirklich schließt.
 
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Bitte sorge zuerst einmal dafür, dass auch eine wirkliche Trennung stattfindet. Das heißt, entferne alle seine Sachen aus deiner Wohnung, alles was dich ständig an ihn erinnert und hole deine Sachen bei ihm bzw. lasse sie durch ein Taxi bringen.
Mache eine Abschiedsritual nur für dich, es gibt Anleitungen in Psychoratgebern oder schreibe tatsächlich einen Abschiedsbrief. Heule dich bei lieben Menschen aus, such evtl. eine psychologische Beratungsstelle auf und dann packe dein Leben selbst wieder an. Hole dir Unterstützung durch Ratgeberbücher wie man Depressionen überwinden kann. Falls du schon in einer Depression steckst, dann suche einen Arzt deines Vertrauens auf. Oft kommt alleine nicht mehr raus aus der Stimmung.

Mir hat geholfen, dass ich wirklich begriffen habe was es heißt, zu akzeptieren, was ich nicht ändern kann. Natürlich habe ich um rückliegende schöne Zeiten getrauert, aber die kommen ja auch durch Tränen nicht wieder zurück. Nichts bringt mir Vergangenes zurück. Es liegt aber in meiner Hand, ob ich mir auch das Hier und Jetzt selbst verbaue oder aber das Beste daraus mache und versuche wieder Schönes zu genießen.
Es geht, und jeden Tag wird es ein wenig besser. alles Gute für dich.
 
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dass er "was Anderes" hat und es "dieses Mal" nicht parallel laufen lassen will. ... Er teilte mit,dass er sie im Dezember kennen gelernt hat, also ein Monat vorher

Aha. Nicht parallel laufen lassen, soso. Und wie nennt er das, was er da gerade tut?

Und was heißt "dieses Mal"? Ist er seinerzeit mit Dir fremd gegangen? Oder warst Du in der Zeit, in der Du mit ihm zusammen warst, die Betrogene? Egal, beides deutet darauf hin, daß Du Deine Zeit an jemanden mit zweifelhaftem Charakter verschwendet hast.

Sei froh, daß es vorbei ist. (m)
 
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Liebe Maria,

lass los, sonst wirst du noch in Zukunft in dieser "Schockstarre" verweilen.

Ich habe eine ähnliche Situation durch und weiß, wie du dich fühlst. Mir ging es so schlecht, dass ich in eine Klinik eingewiesen wurde. Erst stationär, dann teilstationär. Da ich aber unter Verlustängsten gelitten habe und nicht loslassen KONNTE, haben die Therapien nicht viel gebracht.
Es muss von dir kommen. Du musst Abschließen und akzeptieren WOLLEN. Nur so wirst du wieder Freude und Freunde im Leben haben.

Der Mann hat sich von dir getrennt und dir deutlich gesagt, dass er mit einer anderen Frau zusammen ist. Er war sehr distanziert, aber ehrlich. Das sollte es dir einfacher machen. Er hat einen klaren Schnitt gemacht. Diese Klarheit solltest du für dich nutzen. Grüble nicht, was ihm an dir nicht gereicht haben könnte oder was du eventuell falsch gemacht haben könntest. Es liegt nicht an dir. Wege trennen sich nun mal. So ist das Leben. Ob es Partner, Freunde oder Bekannte sind: Oft begleiten uns diese Menschen nur eine gewisse Zeit. Das sollten wir akzeptieren.
Tue jetzt etwas für dich. Dinge, die dir gut tun und für die du jetzt Zeit hast. Umgib dich mit positiven Menschen.Ich habe damals mit Sport angefangen und ein neues Körpergefühl und Zufriedenheit durch das bewusste Wahrnehmens meines Körpers kennengelernt. Gleichzeitig neue Bekanntschaften gemacht. Weibliche und Männliche. Ich war nicht mehr gefangen in meinen negativen Gedanken und Gefühlen. Ich habe aufgearbeitet und abgeschlossen. Es war nur eine Phase in meinem Leben. Das Leben geht weiter und es warten sicher noch viele schöne Erfahrungen und Bekanntschaften auf mich.

Viel Glück und Kraft

w, 51
 
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Der Mann hat eindeutig ein Problem mit seinem Alter. Er möchte sich gerne noch als der junge Typ aus den 70er Jahren sehen. Solche Männer kenne ich auch. Daher ist natürlich eine so viel jüngere Frau genau das, was er für richtig hält. Eine Frau seines Alters sieht er so, wie sie ist (eben Mitte50) - sich selbst sieht er aber so, wie er vor 20 oder 30 Jahren war. Das wird sich nicht ändern.
Es wird nicht lange dauern, dann hat die junge Frau genug von ihm, denn wer einen so viel älteren Partner sucht, der möchte auch keinen so unreif gebliebenen Mann haben.

Ich verstehe, dass du traurig bist. Aber du siehst ja, dass er ein Serientäter ist, er wäre nie treu gewesen und du hättest immer gelitten. Lieber ein Ende mit Schrecken.....
Das Leben wird dir noch andere Männer bescheren, es gibt auch Männer, die jung geblieben sind und trotzdem gereift sind.

w 60
 
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Liebe FS, die Antwort auf deine Fragen sehe ich in den folgenden Zitaten:

… er "was Anderes" hat und es "dieses Mal" nicht parallel laufen lassen will.

Demnach warst Du beim letzten Mal die Neue und er hat für dich eine andere Frau verlassen? Auch wenn nicht, dann scheint das doch seine Art der Beziehungsführung zu sein. Er hat irgendwann „was Anderes“, haut dir auch noch um die Ohren, dass die Neue 20 Jahre jünger ist und tritt damit deine Gefühle mit Füssen. Vielleicht hilft dir dieser Blickwinkel, nicht länger um diesen Mann zu trauern. Lasse auch seine Kälte auf dich wirken, denn das ist der Mann mit dem Du irrtümlich zusammen warst. Dieser Mann hat dir viel erzählt, was er offensichtlich nicht ganz so ernst genommen hat wie Du. Denn:

Was fehlte war eine Perspektive mit dem Zusammenziehen.

Verbindlichkeit war nicht sein Ding. Beim Nächsten wirst Du bestimmt keine 4 Jahre darauf warten, ob er bereit ist, den Worten auch Taten folgen zu lassen.

Trauere nicht um einen Traum, der in deinem Kopf stattgefunden hat, während er auf der Suche nach „was Anderem“ war. Das mag hart klingen, entspricht jedoch der Realität und hilft sehr beim Loslassen für einen Neuanfang. Alles Gute!
 
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Scheint sich um einen Wiederholungstäter zu handeln.

FS, du solltest schleunigst seine Sachen packen und die ihm zukommen lassen und fordere Deine Dinge bitte auch zurück, nur so ist es möglich, einen Cut zu machen, statt in einer Art Schockstarre zu hoffen, es renkt sich wieder ein. Der Mann hat Dich ausgestauscht, das ist natürlich sehr bitter nach 4 Jahren und ich verstehe Deine Trauer und Wut. Im Endeffekt kannst Du froh sein, diesen fiesen Kerl, der jetzt eine deutlich jüngere Frau hat, los zu haben.

w
 
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Liebe FS,

ehrlich gesagt kommt mir "er" in Deiner Schilderung viel zu oft vor.

Wo bist Du? Erst der Herr und dann Du? Was ist mit Deinen Bedürfnissen und Wünschen? Wer bist Du?

Ich kann Dir nur raten, Dich auf die Suche nach Dir zu begeben und wenn Du Dich gefunden hast, gibt es ihn nicht mehr. Wie das geht und was Du dafür tuen kannst, kannst und wirst Du, auch hier, in vielen Beiträgen erfahren.

Und nun los! Viel Glück!

T46m
 
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Schieb es auf die Drogen. Wer alle zwei Tage Marihuana konsumiert hat schon ein paar zerquetschte Gehirnzellen mehr und weiß nicht mehr recht, was er tut. Und ich bin mir stark sicher, dass er das nicht nur im Urlaub gemacht hat, sondern auch im Alltag, wenn du nicht dabei warst. Genauso wie dieses "parallel laufen lassen". Der Typ ist also ein echter "Profi" auf seinem Gebiet.

Wenn es dir hilft, dann denk einfach dran, dass das mit der Neuen eh nicht ewig heben wird. Realistisch betrachtet sagt ihm die Jüngere he bald winke winke. Eine 40 jährige Frau steht wild im Leben und will sich doch nicht mit einem gemächlichen Rentner älter machen als sie ist. Solche schnellen Umschwünge von der Alt- zur Neufrau halten sowieso nie lange, weil auf schnelle Leidenschaft häufig schnelle Asche folg.t
 
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Liebe FS,
eine Frau, die sich mit einem Warmwechsler einlässt, muss immer damit rechnen, dass er mit ihr genauso umgeht - sie austauscht, wenn er eine Bessere gefunden hat.
Und sorry, was willst Du als gestandene Mittfuenfzigerin mit einem 60-jährigen Kiffer? Meinst Du, der aendert sich noch? Der fühlt sich mit 60 wie ein Enddreissiger Rebell. Es gibt zwar nichts wogegen er rebellieren kann, aber das hat er vor lauter Lässigkeit noch garnicht mitbekommen.

Willst Du Dich in ein paar Jahren mit den Langzeitfolgen (organische Hirnveraenderung) seines Rauschgigtkonsum rumschlagen? Sei froh, dass Du das Elend los bist, bevor solche Probleme auftauchen, die meistens mit aggressiven Varianten von Depression derher kommen - sehr unangenehmes Klientel im Alltag der Pflegeheime.

Pack seine Sachen zusammen und schick sie ihm, forder ihn auf, Dir Deine Dinge zurück zuschicken. Wenn sie Dir unwichtig sind, verzichte und schmeiss seinen Kram weg.

Wer mit 50+ etwas anderes als eine Spassbeziehung will, sollte sich ein Zeitraster setzen, es zu erreichen, sich ansonsten kompromisslos trennen, sich nicht mit der drittklassigen Variante der unverbindlichen LAT zufrieden geben. Ich kenne keine Frau, die damit zufrieden geworden ist, die sind alles extrem unglücklich, unglücklicher als zu Singlezeiten, besonders, wenn es ihnen so geht wie Dir, den Frust jahrelang in sich reinfressen und dann trotzdem ausgetauscht werden.
 
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Also, er sucht sich heimlich eine Jüngere, fährt offensichtlich hin und wieder "zweigleisig", raucht Gras wie ein Schlot und hat noch nicht mal genug Hintern in der Hose, um dir nach vier Jahren Beziehung von Angesicht zu Angesicht mitzuteilen, dass er die Beziehung mit dir beenden möchte - alles in allem ein "toller" Typ. Er ist es nicht wert, dass du trauerst. Verstehen kann ich dich allerdings schon, denn wer wird schon gerne verlassen? Schaue dennoch nach vorne, lass es dir möglichst gut gehen und grübele nicht zu sehr nach. Lass ihn mit seiner jüngeren Freundin davon ziehen, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es ein Strohfeuer ist. Nimm ihn dann bitte nicht mehr zurück, er würde dich wieder verletzen.
w
 
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Was gibts denn rumzujammern ?

Mann sucht sich ne andere und Frau trauert noch um den der fremdgeht und der mehrere Eisen im Feuer hat ?

Sorry, aber so toll kann der Typ nicht gewesen sein, wenn er mal eben von der einen Beziehung in die andere wechselt.

Du schreibst es aber selber: Er hat sich entliebt, getrennt, ist kalt zu Dir. Es ist aber das Recht eines jeden Menschen, sich zu trennen und manche Trennungen laufen harmonischer ab, aber Krach ist nicht allzu selten, ebenso gibt es häufig Verletzungen.

Zwingen, daß er mit Dir zusammen ist, kannst ihn nicht. Deswegen kannst es nur akzeptieren, daß er sich trennt. Aber dann gibts nichts rumzujammern, was zählt, ist der Blick nach vorn. Bleib nur nicht gefangen in dem, was gut war, rede Dir die ehemalige Beziehung nicht schön und verdränge auch nicht das, was nicht gut läuft, hör auf zu träumen und blick nach vorn - was anderes bleibt Dir nicht.

Denn: Auch andere Mütter haben schöne Söhne.
 
Vielen Dank
für die vielen Rückmeldungen und die Anteilnahme. Einiges wußte ich noch nicht : Dass das Kiffen auch organische Gehirnveränderungen macht.
Dass mein ehemaliger Freund Marihuana konsumiert, habe ich erst vor etwa einem Jahr erfahren. Vorher hat er es heimlich konsumiert. Eine von mir befragte Psychiaterin war der Meinung, dass es nicht so gefährlich ist. Weil er beruflich als Dozent an der Uni seinen Weg geht, schien alles nicht so schlimm zu sein. Der Konsum nahm während unserer Beziehung aber zu, sagte er , weil wir nicht zusammen lebten.
Eines muss ich noch klarstellen: Am Beginn unserer Beziehung hat er nicht "gewechselt". Da war er nach der Trennung seiner ehemaligen Freundin drei Monate vorher in eine eigene Wohnung gezogen.
Einen Wechsel hat er neun Jahre vorher vollzogen : Von der damaligen Ehefrau zur Freundin. Mit "dieses Mal nicht parallel laufen lassen" meinte er eine parallele Beziehung während der Ehe. Ihr habt recht; er ist schon ein Wiederholungstäter.
Es ist auch richtig ,dass ich mich irgendwie verloren habe. Vor der Beziehung mit ihm war ich sieben Jahre Single. Es war auch nicht einfach, einen Partner zu finden.
Die getrennten Wohnungen habe ich akzeptiert, weil er noch nie alleine gelebt hat vorher.
Danke für die vielen Hilfestellungen, die ich nicht gewohnt bin ,weil ich selbst in einem helfenden Beruf tätig bin und meine Umgebung - auch privat - mich stark in Anspruch nimmt.
 
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Eine von mir befragte Psychiaterin war der Meinung, dass es nicht so gefährlich ist. Weil er beruflich als Dozent an der Uni seinen Weg geht, schien alles nicht so schlimm zu sein.

Die Psychiaterin scheint keine Granate in ihrem Fach zu sein. Es hat einen Grund, warum bei psychiatrischen Diagnosen ziemlich zu Anfang der Drogenkonsum abgeklärt wird. Die Antwort hat erhebliche Auswirkungen auf die Therapie. Viele Massnahmen sind schlichtweg wirkungslos und die Schaeden zeigen sich im Alter, genau wie bei Alkohol. Während falsches Verhalten Spuren im Gehirn hinterlässt, die veränderbar sind, ist das bei den Folgen vom Drogenkonsum eben nicht der Fall.
Die Hirnveraenderungen beziehen sich nicht auf die beruflichen/intellektuellen Leistungen, sondern auf den emotionalen Bereich, fehlendes Mitgefühl mit anderen, Kaelte, berechnenden Verhalten etc. Für sich selber sind diese Menschen wehleidig, egoistisch, klammerig, wenn es ihnen passt, stoßen weg, wenn sie was anderes wollen. Eben alles, was Du jetzt bei ihm siehst und was ein intelligenter und empathischer Mensch in seinem Alter nicht mehr zeigen sollte.
 
Dieser Mann hat sich stark verändert.

Er ist m.E. nicht mehr der Mann, in den sich die FS einst verliebte. Diesen Mann "gibt es nicht mehr"
Also braucht die FS nicht etwas nachtrauern, was jetzt aktuell nicht mehr zu bekommen ist.

Der gesteigerte Drogenkonsum zeigt m.E. auf: Er ist unzufrieden, und lenkt sich von der Wirklichkeit ab.
Ob das mit übermäßigen Drogen, Alkohol, fernsehen, Internet oder Computerspielen gemacht wird.
Wenn zuviel, dann ist es zuviel.

Also kann jetzt seine neue Frau sich mit den Problemen dieses Mannes herum schlagen.
Davon ist die FS nun seit Januar erlöst.

Trauere nicht, was Du verloren hast. Sondern freue dich, was du los geworden bist.

(m,53)
 
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Vielen Dank
für die vielen Rückmeldungen und die Anteilnahme. Einiges wußte ich noch nicht : Dass das Kiffen auch organische Gehirnveränderungen macht.
Dass mein ehemaliger Freund Marihuana konsumiert, habe ich erst vor etwa einem Jahr erfahren. Vorher hat er es heimlich konsumiert. Eine von mir befragte Psychiaterin war der Meinung, dass es nicht so gefährlich ist. Weil er beruflich als Dozent an der Uni seinen Weg geht, schien alles nicht so schlimm zu sein. Der Konsum nahm während unserer Beziehung aber zu, sagte er , weil wir nicht zusammen lebten.

Ja, Gras ist ungefähr so gefährlich wie Alkohol. Ab und zu mal ein Gläschen Wein oder tgl. eine Flasche Schnaps. Die Menge machts. Es ist aber in den Hirnen der Mehrheit verankert, dass Marihuana gleichzusetzen ist mit Heroin oder Crack. Wenn man aber einen alten Kiffer, der alle paar Tage mal einen Joint raucht, mit einem Jugendlichen vergleicht, der sich entweder ins Koma säuft oder sich jedes Wochenende ein paar Pillen einwirft, dann dürfte jedem klar sein, was gefährlicher ist.
Eines muss ich noch klarstellen: Am Beginn unserer Beziehung hat er nicht "gewechselt". Da war er nach der Trennung seiner ehemaligen Freundin drei Monate vorher in eine eigene Wohnung gezogen.
Einen Wechsel hat er neun Jahre vorher vollzogen : Von der damaligen Ehefrau zur Freundin. Mit "dieses Mal nicht parallel laufen lassen" meinte er eine parallele Beziehung während der Ehe. Ihr habt recht; er ist schon ein Wiederholungstäter.
Also er war verheiratet, ist fremdgegangen, er ist mit dir zusammen und ist fremdgegangen. Er wird immer fremdgehen.
Du bist in einem Alter, in dem du das nicht mehr nötig hast.
Ich bin auch in dem Alter und weiß, wie schwer es ist, wieder einen Mann zu finden. Aber du hast ihn ja auch gefunden, warum dann nicht noch einmal einen anderen Mann? Aber den wirst du nicht finden, solange du an diesem Vollpfosten hängst.
Vergiss ihn, sein Gehen ist das Beste, was dir passieren konnte.
 
Danke !
Ich sehe nun in Vielem klarer . Die befragte Psychiaterin hat mir noch mitgeteilt , dass eine Trennung folgen könnte, weil ich mich nicht in die Co-Abhängigkeitsrolle begeben würde.
Ich habe mich aber doch zu stark verloren und mache jetzt auch eine Therapie für mich.
Kann mir jemand mitteilen, wo ich eventuell (Fach-) Literatur finde zu den hirnorganischen Veränderungen als Folge von Cannabis ?
 
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Er teilte mit,dass er sie im Dezember kennen gelernt hat, also ein Monat vorher . Er wolle nicht so viel dazu sagen , aber "20 Jahre jünger" und er werde 60 Jahre alt (Ich bin 55 Jahre alt). Dies sei der Grund und im Urlaub vorher (um Weihnachten) der Streit. Der Streit ging um seinen Konsum an Gras (Marihuana). Normalerweise hat er das Gras ganz selten verwendet. In diesem Urlaub aber jeden zweiten Tag. Das habe ich nicht akzeptiert. Sonst haben wir uns selten gestritten.

Nach dem Telefonat, das kurz war, meldete er sich nicht mehr. Ich war zuerst völlig gelähmt und verstand nichts . Dann setzte eine heftige Trauer ein, die bis heute nicht vorbei ist. Ich kann es nicht verstehen bis heute. Zuerst verstand ich gar nicht, dass es eine Trennung war. Wir leben nicht zusammen. Die Sachen haben wir bis heute nicht ausgetauscht ,die wir noch voneinander haben.

Du musst nicht traurig sein liebe FS!
Im Grunde hattet ihr die ganzen Jahre keine verbindliche Beziehung geführt, Ihr habt nicht mal zusammen gewohnt, warum auch immer. Deine Traurigkeit, solltest du wenn es nicht anders geht mit einem Doc abklären, ggf. bist Du depressiv.

Schmeiße seine Klamotten und was da noch an den dich erinnert in ne Kiste und bring sie zur Kleiderkammer. Wenn er bis heute davon nichts wollte, will er es eh nicht aber DU klammerst dich dran, in der Hoffnung er kommt zurück.

Son billigen emotionslosen ( per Telefon Schluss machen ist feige) 60 jährigen Knacker der Kifft was willst mit dem?

Nee um den mußt nicht weinen, der wird mit seiner 20 Jahre jüngeren auch noch an seine Grenzen kommen bin ich sicher! :) Sieh nach vorn, mach es deiner Seele schön, geh aus oder das was dir Freude macht, gönne es dir und geh jetzt deinen Weg. Mach dein Glück nicht von anderen abhängig!
Fühle dich gedrückt, alles Liebe dir.

W/54
 
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