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  • #1

Er will oft Sex trotz Erektionsproblem - Gibt es eine Lösung?

Mit meinem Partner (Mitte 30) bin ich seit über einem Jahr zusammen. Vieles funktioniert sehr gut, er steht für mich ein, hört mir zu, ist fürsorglich usw, die partnerschaftliche Basis ist sehr gut. Ich liebe besonders seine Wärme, seine lieben Taten, seine Liebe zu spüren, seine Blicke und dass wir vieles zusammen gerne unternehmen.
Leider gibt es aber ein Problem im sexuellen Zusammensein. Mein Freund hatte von Anfang an Schwierigkeiten mit der Erektion, meist hält er sie nicht richtig und er braucht bestimmte "mechanische" Hilfen, dann klappt es auch meist. Aber grundsätzlich kann er eben nicht ohne diese Hilfen und er wirkt auch öfter angestrengt und nervös, ob es nun klappt. Leider kann er auch nie allein durch OV oder HJ einen Höhepunkt zu erreichen, was für mich nicht schön ist. Manchmal bricht er den Sex sogar ab, ist frustriert und macht dann alleine weiter, um den Höhepunkt zu erreichen (und selbst das ist dann schwierig und dauert). Leider gefallen mir auch seine Küsse sowie die Art seiner Bewegungen beim Sex nicht besonders und bei mir trifft er nicht die richtigen "Stellen", auch wenn ich sie im zeigte.

Ich kann zwar nicht sagen, dass ich unglücklich nach dem Sex wäre, weil ich seine Wärme und die Nähe genieße, aber dennoch bringt es mir nicht viel und um anzufangen muss ich mich oft überwinden.

Das große Problem ist, dass er dennoch ständig Lust auf Sex hat, einmal täglich muss es mindestens sein. Bei jeder Massage und wenn er einmal erregt ist, will er sofort Sex. Unter den genannten Umständen ist mir das oft zu viel und ich entwickle dadurch sogar eine Abneigung. (Selbst ohne die beschriebenen Probleme würden mir 2-3x pro Woche Sex reichen.)

Wenn wir uns nun lieben, können wir trotz diesem sexuellen Problem zusammenbleiben? Kann man sowas akzeptieren und trotzdem gut damit leben? Ich habe Angst, dass ich mich deswegen irgendwann fremdverlieben könnte oder auf die Dauer nicht gehen könnte...

Von sich aus sieht er eventuell nicht mal, dass es ein Problem gibt bzw. hat er das Erektionsproblem nie angesprochen. Auch scheint er nicht daran zu denken, dass meine langsam eintretende Unlust am Sex daran liegt. Würde ich ihn ansprechen, wäre sicher seine Kränkung zu groß, bzw. wird er garantiert nicht zum Arzt gehen, er hat nichtmal eine KV.

Gibt es eine Lösung für uns? Kann es nicht funktionieren, wenn man sagt, man verzichtet auf sexuelle Lust und macht es nur noch dem Mann zuliebe? Gibt es Paare, denen es gelungen ist trotz fortbestehender ähnlicher Probleme glücklich zusammen zu bleiben?
 
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  • #2
Liebe FS,
wenn du gar nichts änderst und nicht zu deinen eigenen sexuellen Bedürfnissen stehen kannst, wirst du sicher immer unzufriedener und unglücklicher mit diesem Mann werden. Es ist eher selten, dass es in allen Bereichen einer Partnerschaft harmoniert: Oft passt es auf sexuellem Gebiet, ist dafür aber beziehungsmässig eine Katastrophe, oder es ist ein tolles, partnerschaftliches Zusammensein, aber sexuell für einen oder beide unbefriedigend.

Du kannst natürlich etwas ändern, um die Sexualität auch für DICH befriedigender zu gestalten, das wird aber eine Menge Mut von dir erfordern, ich weiss nicht, ob du dazu bereit bist. Aber eigentlich hast du nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen, also kannst du dich auch ruhig mal trauen:

Versuche mal, deine eigene Befriedigung genauso wichtig zu nehmen, wie deinem Partner seine Befriedigung wichtig ist. Aber NIEMALS, indem du das, was dein Freund macht, kritisierst oder zum Thema machst, dass er dich nicht richtig anfassen kann u.s.w.... sondern NUR und ausschliesslich auf eine POSITIVE Art und Weise. Und zwar, indem du Wünsche formulierst, z.B. dass du mal da sanft gestreichelt werden möchtest oder ihn mal bittest, sich langsamer/schneller zu bewegen.

Vor allem aber, indem du dich einfach selber so anfasst, wie es sich für dich lustvoll anfühlt, auch selber deinen Kitzler streichelst, während du mit ihm zusammen bist, also insgesamt aktiver und experimentierfreudiger als bisher wirst und die Verantwortung für deine Lust und deinen Orgasmus selbst übernimmst. Aber natürlich auch nur an den Tagen, wo du wirklich das Verlangen nach einem Orgasmus hast, wie du schreibst, ist das ja nur zwei- bis dreimal pro Woche der Fall.

An den Tagen, wo ausschliesslich dein Partner Lust hat, kannst du ja auch gerne mit ihm schlafen wie bisher (machst OV und HJ aber nur solange, wie du selber Lust hast, ihn ein bisschen zu verwöhnen), da du ja seine Wärme und Nähe dabei geniesst.

Neue Wege zu gehen lohnt sich auf jeden Fall und ist besser als aufgeben. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es zwar auch Männer gibt, wo es sexuell auf Anhieb (oder nach einiger Zeit, wenn man sich aufeinander eingespielt hat) passt und befriedigend ist, aber meistens ist es einfacher und lustvoller, zusätzlich selber bei sich Hand anzulegen, als darauf zu warten und zu hoffen, dass der Mann vielleicht mal genau die richtigen Stellen in genau der richtigen Intensität stimuliert. Viel Spass!

w 50
 
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  • #3
Hallo FS,

meiner Meinung nach funktioniert es auf die Dauer nicht - nicht in diesem Alter - und schon gar nicht, wenn das Problem totgeschwiegen wird. Du ziehst dich immer weiter zurück, deine Abneigung zum Sex wird nach und nach auch auf andere Bereiche übergreifen und er weiß nicht warum, weil ihr ja nicht darüber sprecht!

Die einzige Chance ist, das Ganze auf den Tisch zu bringen und gemeinsam eine Lösung zu finden - Arztbesuche, Partnerberatung usw....

Sex ist in einer Beziehung nicht ALLES aber eben auch nicht NICHTS - es gehört einfach dazu und es sollten sich beide damit wohlfühlen!

Mein Rat - sprich ihn darauf an, sag ihm, dass du ihn liebst, was du alles an ihm liebst und dass du bereit bist, zusammen mit ihm nach einer Lösung für sein Problem zu suchen!

w54
 
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  • #4
Wärme ist auf Dauer kein Ersatz für Sex. Jede Frau will auch mal richtig rangenommen werden, eine Lösung kann nur so aussehen, dass dein Partner sein Problem beseitigt.

Es kann sehr schmerzvoll sein, wenn man zu ahnen beginnt, dass eine Sache, an der einem eigentlich sehr viel liegt, nicht zu retten ist, und zwar auch, weil die eigenen Ansprüche es nicht zulassen. Die Reaktion der Leute ist - leider - nur allzu oft, entweder du willst ihn oder sie, oder du willst eben nicht.

Dass es eine solche Ausschließlichkeit nicht gibt, das ist diesen Leuten unbegreiflich. Wahrscheinlich sind es die, die ohnehin gerade einen Partner im Leben finden. Die haben dann leicht Sprüche klopfen.

m 52
 
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  • #5
Mir springt da etwas ganz anderes ins Auge. Dein Freund kann nicht zum Arzt, weil er nicht krankenversichert ist? Ich glaube, er hat noch viel größere Probleme als Erektionsstörungen.
Nimmt er Drogen und hat ein Alkoholproblem? Mit Mitte 30 sind solche Erektionsprobleme nämlich nicht normal. Wenn ER will, muss es sofort Sex geben und du hast mit zu machen?
Ob du eine solche Beziehung weiterführen willst, kannst du nur selbst wissen.

w
 
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  • #6
Liebe FS,

es ist nun mal sehr schwer, wo alle drei Dinge, also seelisch, Intellektuell und sexuell, die für mich in einer Beziehung stimmen müssen, auf die Dauer vollgemerkt, beim Anderen zu finden.

Klappt es sexuell oft schnell und unkompliziert zum Wohle beider, ist einer von Beiden garantiert ein kleiner Bub, egozentrisch, sie eine kleine Schlampe, wo die Männer genau wissen, dass die zum Heiraten nicht taugt, aber der Sex ist mit ihr der Hammer, wild und voller Leidenschaft und komischer Weise solche "Paare" haben keinen Grund zu klagen, dass der Sex mit dem Anderen nicht richtig klappt.

Ich hatte früher auch mal eine ganz tollen, charakterlichen Kerl, aber der Sex mit ihm hat nicht gepasst und ich mochte seine Art des Küssens nicht. Danach habe ich den Vater meines Kindes kennengelernt, der Sex und die Küsse mit ihm war suuuuper, aber menschlich und väterlich war er langfristig eine Niete. Hormontechnisch hat er super zu mir gepasst, aber das wars auch schon.

Ich habe danach nie wieder einen Mann getroffen, wo alle drei wichtigen Facetten gut zu mir, bzw. meine zu seinen gepasst hätten. Ich habe gründlich geschaut, dabei guten Sex gehabt, aber nicht mehr, leider.

So ist Leben und ich glaube, wir sollten es endlich akzeptieren, dass uns die Natur immer wieder reinpfuschen wird.

w
 
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  • #7
Dass er irgendwann Schwierigkeiten mit der Erektion hat und damit zum Höhepunkt zu kommen, wenn er mindestens einmal täglich Sex hat, wundert mich überhaupt nicht. Das halte ich für physiologisch vollkommen normal. Wenn man ein Spielzeugauto immerwieder nur mit halbaugezogenem Schwungrad fahren lässt, hört es auch irgendwann auf sich zu bewegen, wenn man es starten lassen möchte. ;-)
Und wenn er durch Selbstbefriedigung eine Erektion bekommt, hat er auch kein Erktionsproblem im medizinischen Sinne. Und lediglich keinen Höhepunkt zu haben hat auch nichts mit einem Erektionsproblem zu tun.
Und wenn er bei bestimmten Techniken wie OV oder HJ nicht kommt, dann liegt das daran, dass er entweder nervös ist, vielleicht eben nicht darauf steht, oder du ihm Druck machst. Ich kannte mal eine, die sich scheinbar etwas daran beweisen wollte, dass sie mich mit OV zum Abschluss bringt. Nur leider hat sie durch ihre Herangehensweise das gesamte Miteinander verdorben, was äußerst abturnend für mich war. Und was den GV betrifft. Vielleicht seid ihr anatomisch zu unterschiedlich gebaut, oder ihr macht euch selbst bzw. dem jeweils anderen zuviel Druck.
Nicht jeder Mensch reagiert zudem auf die gleichen Reize gleich stark.
Meine Meinung nach könnt ihr beide etwas tun. Du fährst den Druck, dass da etwas so oder so zu funktionieren hätte, auf null runter, damit er Zeit hat, sich nicht selbst Druck zu machen, was er offenbar ohnehin umfassend tut. Weiterhin reduziert den Sex mal auf jeden dritten Tag, wobei du es einfach lässt ihm zu sagen, wo er dich wie berühren soll oder an ihm Techniken praktizierst, die wahrscheinlich einfach nicht sein Ding sind. Er sollte mal die Gelegenheit haben, sich frei an dir auszuprobieren, ohne dass es ihm zuvor schon am "gescheiterten" OV vergangen ist.
Nehmt insgesamt einfach den Druck beim Sex raus.

m35
 
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  • #8
schwierig.
Ich finde er sollte mit einem Arzt darüber reden, was die Ursache sein könnte. Vielleicht hilft ihm Viagra.
Ansonsten sollte er Entspannungsübungen machen, Rauchen und Trinken aufgeben, sich besser ernähren und Sport treiben.
Ich finde schon, dass man in einer Beziehung erwarten kann, das der andere sich auch anstrengt, sich nicht hängen lässt.
( Das gilt auch für zu dicke Frauen...)
Überwindung klingt schrecklich, den irgendwann wirst du krank um den Sex zu verhindern.
Kannst du ihn nicht mit der Hand befriedigen?
So mache ich es wenn ich keine Lust habe, er aber schon.
Du musst mit ihm sprechen, es hilft nix
 
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  • #9
Die Lösung liegt bei ihm: Krankenversicherung und dann ärztliche und/oder psychologische Hilfe einholen!

Was du tun kannst: zu deinen normalen Bedürfnissen stehen und ihm klar sagen, du würdest ihn unterstützen, WENN ER SELBST AKTIV WIRD.
Tut sich von seiner Seite nichts, solltest du gehen.!
 
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  • #10
Oh je - wenn - Du jetzt schon eine Abneigung gegen den Sex mit ihm entwickelst, kann das niemals gut gehen. Möchtest Du den Rest Deines Lebens mit Ekel Sex mit einem Mann haben?

Tut mir leid für Dich, aber wenn Du Dich schon nicht traust, mit ihm darüber zu reden, habt ihr nicht nur im Bett ein Problem. Und wieso hat er keine KV? Das finde ich schon seltsam und auch unverantwortlich.

Rede mit ihm über eure Probleme und versucht sie zu lösen oder, was vermutlich am besten wäre: Trennung.

w
 
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  • #11
Von sich aus sieht er eventuell nicht mal, dass es ein Problem gibt bzw. hat er das Erektionsproblem nie angesprochen. Auch scheint er nicht daran zu denken, dass meine langsam eintretende Unlust am Sex daran liegt. Würde ich ihn ansprechen, wäre sicher seine Kränkung zu groß, bzw. wird er garantiert nicht zum Arzt gehen, er hat nichtmal eine KV.

Liebe FS,
in Deutschland gibt es seit langem eine Krankenversicherungspflicht. Irgendwann braucht er ärztliche Hilfe und dann kann er jahrelang rückwirkend Beiträge zahlen. Ich hätte keine Lust auf eine Partnerschaft mit einem Menschen, der so grundlegende Dinge nicht geregelt bekommt.

Wenn er nicht daran denkt, dass Deine sexuelle Unlust an seiner weitgehenden Impotenz liegt, solltest Du ihm das sagen und ihn auffordern, sich wie ein erwachsener Mensch zu verhalten: sich eine Krankenversicherung zu besorgen und zum Arzt zu gehen. Jemand der so elementare Dinge nicht geregelt bekommt, macht sich keine weitreichenden Gedanken, dem musst Du auf die Sprünge helfen. Er denkt nur an sich und sein Behagen.
 
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  • #12
Da dein Freund ja viel Lust hat, wäre er bestimmt auch bereit dafür, über Sex zu sprechen und darüber, wie es für euch beide schön sein kann. Wenn er Erektionsprobleme hat, wäre es ihm doch vielleicht sogar lieber, das einfach zu besprechen und zu wissen, du akzeptierst es, dann braucht er auch nicht mehr ungeduldig zu werden, wenn es mal nicht klappt. Oder es klappt dann plötzlich besser, weil er sich nicht mehr unter Druck setzen muss.
Auf Dauer Sex mit einem Mann zu haben, so wie du es nicht magst, kann ja nicht dein Ernst sein. Ist doch klar, dass du damit nicht glücklich wirst. Das ist keine Alternative.
Gemeinsam drüber sprechen und, wenn er das nicht will, ihm doch mal einen Arztbesuch vorschlagen. Krankenversicherung ist doch bei uns verpflichtend, also muss er auch eine haben.
 
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  • #13
Schaut Dei Freund häufig Internet-Pornos und masturbiert zusätzlich zu Eurem ohnehin schon täglichen Sex? Dann könnte eine Hypersexualität hinter seinem Problem stecken. Solche Männer haben zwar ständig Lust, brauchen aber durch "hartes" Masturbieren und ständigen Pornoskonsum immer stärkere Reize, um eine Erektion zu halten oder zu kommen. Die Höhepunkte sind für sie oft auch unbefriedigend. Ein bißchen klingt das bei Deinem Freund so, wenn er sich sozusagen mit Gewalt noch selbst zum Ende bringt, weil es zusammen nicht geklappt hat.

Ich würde das Thema durchaus ansprechen. Du schreibst, er müsste ja so langsam merken, dass Du weniger oft Lust hast und den Zusammenhang mit seinen Problemen sehen. So ticken Männer nicht, das merkt er im Leben nicht, wenn Du nichts sagst.

Du solltest das Thema sensibel, aber klar ansprechen. Wenn er deswegen stocksauer ist und vielleicht die Beziehung beendet, hast Du auch nichts verloren. Welche Frau (ausser Professionellen die damit Geld verdienen) will schon einen Mann, für den sie letztlich nur die Matratze für SEINE Lustbefriedigung ist?
 
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  • #14
Das Verhalten Deines Partners ist für mich eine subtile Form von Gewalt.
Die Auswirkungen sind Frust- und Ohnmachtsgefühle und Du kannst Dich
nicht wehren, denn "er kann ja nichts dafür".
Er kann auch nicht zum Arzt gehen, denn "er hat ja keine KV".
Ich denke, Du hast Dir da einen ziemlichen Spezialisten ausgesucht, würde
ich mir nicht antun. Hat so einen Hauch von SM-Beziehung, wenn einer den
anderen mit will - und - kann nicht quält. Kein schönes Leben.....
w
 
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