• #1

Er wohnt noch bei seinen Eltern

Liebe Forengemeinde,

vor ca 2 Monaten habe ich (25) einen jungen Mann (29) kennen gelernt, mit dem ich mich bisher blendend verstehe. Es sieht sehr vielversprechend zwischen uns aus, jedoch gibt es diese eine Sache, die mich, zugegebenermaßen, massiv stört: Er wohnt noch bei seinen Eltern. Mein Hauptproblem besteht darin, dass wir dadurch so gut wie keine Privatsphäre haben. Wenn ich bei ihm bin, ist außer uns ständig jemand da, seien es seine Eltern, seine jüngere Schwester oder sein jüngerer Bruder - wir sind nie ungestört und ich kann mich dementsprechend nicht vollkommen "hingeben", wir können uns nicht in Ruhe küssen, Zärtlichkeiten austauschen. Er hat nicht mal ein eigenes Zimmer, weshalb es mit dem Sex auch sehr mau aussieht.
Zu mir zu gehen stellt keine Option dar, da auch ich noch bei meinen Eltern wohne. Falls sich jetzt einige wundern, wieso ich mich an seiner Wohnsituation störe, obwohl ich ja selbst noch bei meinen Eltern wohne: 1. Bin ich jünger als er, 2. bin ich Studentin und kann mir eine eigene Wohnung nicht leisten (er studiert nicht) und 3. habe ich konkrete Auszugspläne: nächstes Jahr mache ich meinen Master und habe vor, nach meinem Studium endlich meine eigenen vier Wände zu beziehen (das ist aber erst in ziemlich genau 1 Jahr der Fall).

Er hingegen hat keine konkreten Auszugspläne, obwohl er ja eben kein Student mehr ist. Ich bin nicht der Ansicht, dass man unbedingt mit 18 von zu Hause weg sollte, aber weshalb jemand zumindest nicht nach seinem Studium auszieht, ohne triftigen Grund, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft.
Wie kommt ein 29-jähriger Mann damit klar, sich ein Zimmer in der Wohnung seiner Eltern teilen zu müssen? Wenn seine Eltern ein großes Haus besäßen und er beispielsweise ein eigenes Stockwerk für sich hätte, wäre es ja was anderes - aber so? Eine mittelgroße Wohnung mit so vielen Leuten darin und noch nicht mal ein eigenes Zimmer? Mir ist einfach unbegreiflich, dass er (so scheint es) nicht den großen Drang nach Privatsphäre verspürt.

Es nervt mich einfach, dass wir nirgends ungestört sind. Weder bei mir noch bei ihm. Ständig Hotelzimmer zu buchen ist ebenfalls keine Dauerlösung. Ich hätte ehrlich gesagt auch nie gedacht, dass ich bei der Partnersuche nochmal mit so einem Problem konfrontiert werden würde, da ich davon ausging, dass so gut wie jeder Mann Ende 20, der eben kein Student mehr ist, seine eigene Wohnung hat.
Wie seht ihr das? Sehe ich das zu eng? Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
 
  • #2
...und Auto hat er auch keines?

Ok, die kalte Jahreszeit kommt euch natürlich auch nicht sehr gelegen.
Aber ganz ehrlich - ich finde, ihr sitzt beide im selben Boot - die Tatsache, dass du studierst, sehe ich auch nicht als Grund, so lange im Hotel Mama zu logieren. Andere ziehen mit 19 in eine WG, und auch wenn die schmuddelig ist, sie werden dadurch selbständig.

Ich finde, ihr habt euch irgendwie gefunden, ihr seid diesbezüglich beide Spätzünder - geht den Schritt eben gemeinsam. Spring vielleicht über deinen Schatten, in dem du deinen Zeitplan etwas über den Haufen wirfst...
 
  • #3
Ich gehe einfach mal davon aus, dass er sich relativ alleine fühlen würde wenn er auszieht. Und dann sind natürlich noch die Mietkosten die man sparen kann, und wenn man sich mit den Eltern versteht, warum nicht?

Zu einem gewissen Punkt ist es natürlich auch Bequemlichkeit klar.
Aber schlag ihm doch vor eine gemeinsame Wohnung zu nehmen? Wenn ihr euch die Kosten teilt und er die Hauptkosten übernimmt, sollte das nicht das Problem sein. ( Ich weiß es ist recht früh, aber einen Mietvertrag kann man immer kündigen, also warum nicht? )

Wenn ich mich nicht in seinem Typ geirrt habe, ich ticke ähnlich...dann wird er sich darauf recht schnell einlassen. Sehe es auch so, er hatte bisher nicht das Bedürnis gehabt reihenweise Frauen flachzulegen, denn dann hätte er sich sofort eine eigene Wohnung genommen.

Das heißt du musst dir in 99% der Fälle keine Sorgen machen ob er es ernst meint oder nicht. Melde dich mal was er zu der Idee mit dem Zusammenzug sagt.
 
  • #4
Wie begründet er denn die Wohnsituation?
Er hat also einen Job und kann sich eine eigene Wohnung leisten? Wohnt aber mit seinem Bruder (?) in einem Zimmer?
Für mich ein no-go auf jeder Ebene, und am meisten würde mich der fehlende Wunsch nach Selbständigkeit stören, der sich dann wohl auf viele Lebensbereiche erstrecken wird. Sichtbar im ersten Moment an der Wohnsituation.
 
  • #5
Hallo,

ich (m, 43) würde Dir raten, das noch nicht zu ernst zu sehen. Wie schon in einem bekannten Song zu hören ist: ein Jahr ist schnell vorüber. Ich halte nichts davon, wegen einer Dimension die Beziehung zu beenden bzw. nicht zu starten. Du schreibst, dass ihr euch sonst sehr gut versteht, da kann ich nicht sehen, dass das Problem so fundamental wäre, dass es sich nicht lohnen würde, es zu versuchen. In einem Jahr hast Du Deine eigene Wohnung, dann ist das Problem der fehlenden Privatsphäre gelöst. Das ist das, was Du als eigentiches Problem angegeben hast. Allerdings will ich doch eine Einschränkung machen: Wenn Dein Freund in Deinem neuen Zuhause nur den Ersatz für sein bisheriges Zuhause sieht, dann wird es kritisch. Solltest Du das Gefühl haben, dass er vom "Hotel Mama" ins "Hotel Freundin" ziehen will, dann hat es wenig Sinn. Aber das lässt sich nicht aus Deiner kurzen Darstellung der Situation beurteilen, das kannst Du nur an seinen Handlungen erkennen. Wie verhält er sich heute? Ist er ein "erwachsenes" Mitglied der Familien-/Wohngemeinschaft oder benimmt er sich noch wie ein 14 jähriger? Ich würde es davon abhängig machen. Und ansonsten kann ich immer ein klärendes, offenes Gespräch empfehlen, in dem ihr euch über die Gründe und auch eure beiden Zukunftsvorstellungen unterhaltet.Aus seinen Aussagen und Reaktionen wirst Du einiges ableiten können.
Viel Erfolg!
 
N

nachdenkliche

  • #6
Das musst Du Dich aber auch fragen lassen, warum Du noch nicht in einer eigenen Bude wohnst. Die Tatsache, dass Du Studentin bist und Du Dir das "nicht leisten" kannst, zählt nicht! Wenn Du wirklich allein sein möchtest, findet sich ein Weg...es gibt ja noch die Möglichkeit einer WG ! Das gleiche gilt für Deinen Freund.
Was antwortet er denn darauf, wenn Du ihn nach der fehlenden Privatsphäre fragst? Das ist mir allerdings ein Rätsel. Ohne wenigstens ein eigenes Zimmer in der Wohnung der Eltern???
Wie soll das eigentlich funktionieren?
Der Vorschlag nach einem eigenen gemeinsamen Nest, auch besonders, wenn es seine und auch Deine finanziellen Möglichkeiten erlauben, scheint mir der vernünftigste!
Also wenn Mein Sohn ohne ein eigenes Zimmer bei mir wohnen würde, ich glaube ich würde die Krise kriegen...das geht nicht gut!
 
G

grünewelle

  • #7
Aber ganz ehrlich - ich finde, ihr sitzt beide im selben Boot - die Tatsache, dass du studierst, sehe ich auch nicht als Grund, so lange im Hotel Mama zu logieren.
Sehe ich genauso. Man kann ja nicht am Partner etwas kritisieren, was man selber für sich als gutes Recht in Anspruch nimmt.
Ein Studium ist eine Begründung, aber keine Rechtfertigung. Jedenfalls nicht, wenn man am Partner die gleiche Situation kritisiert.
Du kannst doch Deine Pläne ändern und Dir jetzt schon ein WG-Zimmer suchen. Das machen viele Studenten, auch wenn sie nicht viel Bafög bekommen, die gehen dann neben dem Studium arbeiten. Dein Freund verdient ja, er könnte etwas dazu steuern, könnte man ja mit ihm besprechen, wenn euch beiden Freiräume wichtig sind.
Oder er ändert seine Wohnsituation, was für ihn ja finanziell möglich wäre. Das müßt ihr besprechen, ohne reden geht das wohl nicht:)
W
 
  • #8
Wenn du keinen Partner sondern einen Sohn willst: bleib dabei!
Der wird liebend gerne dann dich deine Wohnung finanzieren lassen, andauernd bei dir sein und wenn du brav die Rolle übernimmst, die jetzt seine Mutter ausfüllt, dann zieht er zu dir, weil er eine neue Mama gefunden hat: direkt vom Hotel Mama ins Hotel Freundin.
 
  • #9
Dass du selbst keine eigene Wohnung hast, weil du Studentin bist, ist kein Argument. Ich habe zwei studierende Kinder, die beide nicht zu
Hause wohnen - die eine in einer WG mit einer Freundin, der andere in einem Zimmer im Studentenwohnheim. Das geht also sehr wohl.

Ansonsten sehe ich es wie @vive-la-france. Ein Problem würde ich dann darin sehen, wenn er sich von Mama immer noch rundum bedienen lässt. In dem Fall würde ich auch von der Möglichkeit absehen, mit ihm zusammenzuziehen. Das gäbe nur Ärger.
 
P

Provence

  • #10
Also in meinen Augen passt ihr ganz großartig zusammen: beide scheut ihr, hinaus ins eigene Leben zu gehen - was dich genauso betrifft, wie ihn. Beide »genießt« ihr es, euch vom Familienverbund verwöhnen zu lassen. Beide seid ihr nicht bereit, für die eigene Selbständigkeit Geld auf den Tisch zu legen - du selbst könntest ja jobben, oder was spricht dagegen? Das würde dir sogar helfen, weil dir damit etwas Wind vom beruflichen Alltag um die Nase weht.
Beide scheint ihr nicht ausreichenden Druck zu spüren, an der jetzigen Situation WIRKLICH etwas zu ändern. Auch du redest nur davon, was in 1 Jahr ist.
Ihr seid 25 und 29 Jahre alt. Ich begreife nicht, dass ihr euch bisher kaum über die Pubertät hinaus bewegt habt …. Für mich hört sich das so an, als ob ihr die richtigen Kandidaten für »ein gemeinsames Leben auf dem Sofa« sein könntet.
 
  • #11
du selbst könntest ja jobben, oder was spricht dagegen? Das würde dir sogar helfen, weil dir damit etwas Wind vom beruflichen Alltag um die Nase weht.
Kommt drauf an, was die FS genau studiert. Meine Tochter kann nebenbei arbeiten, mein Sohn nicht. Auch nicht während der Semester"ferien". Bei ihm ist das in der Tat nur vorlesungsfreie Zeit mit jeder Menge Labor, Praktika und Klausuren.

Aber ansonsten klingt das bei der FS und dem Freund tatsächlich nach sehr viel Bequemlichkeit auf beiden Seiten.
 
  • #12
Liebe FS,
ich sehe es ein wenig wie die meisten hier: Euch fehlt beiden das Bestreben nach Selbstständigkeit, Abgrenzung, Entwicklung einer erwachsenen Persönlichkeit. Insoweit ist es passend.
Dass Du mit ihm bei ihm keinen Sex haben kannst, weil er sich mit seinem Bruder ein Zimmer teil, sehe ich ein, aber was ist mit Dir, hast Du kein eigenes Zimmer oder stehen Mama und Papa mit erhobenem Zeigefinger davor und wollen nicht, dass Du es da mit Deinem Freund treibst. Sowas haben wir hier in einem Parallelthread von einer 35jaehrigen allerdings in eigener Wohnung.

Die Situation finde ich bei Euch beiden unerwachsen. Bei Dir ist es noch halbwegs begruendbar, wenn man eine gewisse Bequemlichkeit annimmt. Ich habe mit 19 auch mein Elternhaus zum studieren verlassen, eben schon mit 19 gelernt, allein klarzukommen mit Einsamkeit, wirtschaften und Budgetverwaltung, Haushaltsfuehrung, alle Probleme selber loesen usw. Dann kann man es, wenn man erwachsen ist. Ihr fangt beide als komplette Anfaenger im deutlichen Erwachsenenalter damit an, bei Dir faellt es zusammen mit dem Berufsstart, der auch viel von Dir verlangt. Das sind die Burnoutkandidaten mit 28, total uberfordert, weil kopfueber aus dem Nest gefallen ins Erwachsenenleben.

Bei ihm ist das alles noch viel schlimnmer. Er ist fast 30 verdient sein eigenes Geld und teilt sich mit seinem Bruder ein Zimmer, d.h. hat keinerlei Wunsch nach Intimsphaehre, was ja nicht nur fuer Sex gilt, sondern fuers gesamte Leben.
So ein Mann wird immer Dir wie ein Muehlstein am Hals haengen und Dich runterziehn. Den koenntest Du mir nachwerfen, wollte ich nicht haben, denn ich habe solche Maenner gesehen. Fuer den musst Du alles mitmachen, mitdenken, ihn anweisen und dann bist Du die alte Meckerziege. Wenn Du ein schoenes Leben haben willst, dann wirst Du es nicht mit so einem Mann haben.
Wer nach abgeschlossener Ausbildung nicht allein wohnt und keinen eigenen Haushalt fuehrt, mit dem ist Partnerschaft nicht moeglich, der kann es einfach nicht und wenn er es lernen soll, dann machst Du die Meckermama. Sowie er es halbwegs begriffen hat, ist er weg, weil ihm Dein Dauergenoele reicht.
 
A

Ares

  • #13
Aus meiner Sicht sollte es normal sein, dass ein Mann genauso wie eine Frau nach Abschluss ihrer Ausbildung ausziehen und auf eigenen Beinen stehen. Allerdings sollte man sich nicht beklagen, wie hier mehrfach angesprochen, wenn man selbst das auch nicht anders handhabt.
Es mag Situationen im Leben geben, wo das kurzfristig nochmal anders ist, aber der Regelfall sollte das nicht werden. Ihr habt also die Chance, nach Deinem sicher bald abgeschlossenen Masterstudium gemeinsam auszuziehen, wenn die Beziehung sich bis dahin soweit gefestigt hat.
 
G

Ga_ui

  • #14
Liebe Fs,

Du möchtest einen unabhängigen Mann, aber dieser möchte ebenfalls eine unabhängige Frau, um voran zu kommen im Leben, und keine, die mit 25 noch bei Mama und Papa wohnt! Das würde ja Rückschritte und Komplikationen bedeuten!

Deine Partnerwahl reflektiert insgeheim DICH und DEINE Lebenssituation wieder. Merkst du was?

Man zieht insgeheim genau das an, was man im Innern selber wiederspiegelt!

Lösung:
Wenn du etwas an der Situation ändern willst, dann musst du bei dir und deiner Unabhängigkeit anfangen. Nur dann kann auch ein ebenfslls unabhängiger Mann folgen.
Solange du selber so hilflos bist wirst du immer hilflose Männer anziehen.
 
  • #15
Es gibt sicherlich einige Studenten die auch eine eigene Wohnung haben oder in einer WG leben. Ich finde du hast sehr flexible Toleranzgrenzen und passende Erklärungen wenn es um deine eigene Situation geht aber bei anderen hört das dann schnell auf. Wenn er zuhause leben möchte - aus welchen Gründen auch immer - ist das absolut legitim. Du scheinst mit eurer Situation ein größeres Problem zu haben als er. Eventuell könnte es hilfreich sein sich zusammen zu setzen und konkret zu überlegen wo der gemeinsame Weg hinführen soll. Ob auch er den Wunsch hat mir dir zusammen zu leben.
 
  • #16
Threadstellerin- du und dein Freund - ihr beide passt sehr gut zusammen.
Also - jetzt erstens mal öfters gemeinsam zu Ikea - nicht nur zum frühstücken. Zweitens - nehmt euch zwischendurch immer mal wieder für 2/3 Tage ein Hotel. Villeicht könnt ihr auch mal ein Halbjahresabo in einem Hotel machen - ist billiger wie eine Wohnung und ein Anfang ist es allesmal.
Drittens- sucht die Immo bilienanzeigen durch.
Viertesn - klärt, wer - wenn du einen Beruf hast - wieviel zum Haushalt beiträgt. Alles easy - oder Threadstelerin suchst du eigentlich einen Mann mit einem eingerichteten Penthouse - ab besten mit Haushälterin - in das du einziehen kannst ? Ihr beide habt noch keinen Hausstand - da geht das Zusammenkommen am einfachsten.
 
  • #17
Hallo Mali. Deine Geschichte ist lustig. Hotel Mama ist schön und bis Ende des Studiums ganz normal, genieße es. So ist es nun mal Elternpflicht. Was mich so zum Lachen gebracht hat ist Dein Freund. Zwei Monate ist zu wenig den lieben Menschen wirklich einschätzen zu können. Verliebtheit macht manchmal blind. Lass Dir mehr Zeit Es ist schön gute familiäre Verhältnisse haben. Ich bin 62 Jahre alt, habe zwei Kinder und bin auch lange Oma. Damals konnten wir nicht so ins Hotel und über Sex und Zärtlichkeiten o Gott Tabu. Was verboten war, war noch schöner. Meine Menschenkenntnisse und Vermutungen liegen meistens richtig. Männer die mit 29 noch im Hotel Mama wohnen haben meistens noch die Nabelschnur am Bauch. Ich denke er ist noch nicht bereit für eine Beziehung mit Frau. Die meisten Kinder wollen mit Volljährigkeit ausziehen wenn es finanziell möglich ist. Meine Kinder sind auch so ausgezogen. Ich bin auch sehr stolz auf die beiden. Als Mutter habe ich meine Aufgabe richtig erfühlt. Viele Mamas haben Problem mit Loslassen, am liebsten wenn die Kinder immer bei ihr wohnen. Das ist riesen Problem für die Freundin meist endet es mit Trennung. Lass Dir Zeit, wenn er Dich wirklich liebt und zusammen mit Dir sein will findet er die Lösung. Mag sein , dass er sich noch nicht so 100 % sicher ist Geduld.2 Monate ist zu kurz. Ich habe vor vielen Jahren meiner besten Freundin abgeraten einen Mann zu Heiraten der Im Hotel Mama gewohnt hat und die Mama hat am besten gekocht. Die Ehe hat nicht mal 2 Jahre gedauert. Er wohnt bis heute bei Mama. Ich kann deine Sehnsucht nach deinem Lieben vollkommen verstehen. Ich wünsche Dir viel Glück. Liebe Grüße. Herzchen.
 
  • #18
Wie kommt ein 29-jähriger Mann damit klar, sich ein Zimmer in der Wohnung seiner Eltern teilen zu müssen? Wenn seine Eltern ein großes Haus besäßen und er beispielsweise ein eigenes Stockwerk für sich hätte, wäre es ja was anderes - aber so? Eine mittelgroße Wohnung mit so vielen Leuten darin und noch nicht mal ein eigenes Zimmer? ...
Wie seht ihr das? Sehe ich das zu eng? Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Hallo Mali, ich bin, glaube ich, mit 32 Jahren ausgezogen und wohne jetzt allein. Als ich ausgezogen bin, haben meine Mutter geweint, meine Oma und meine Schwester haben geweint. Ich war sozusagen der einzige Mann im Hause, wenn man es so sagen kann, denn mein Vater war/ist praktisch jede Woche beruflich unterwegs.
Lies Dich mal im Forum ein, warum und unter welchen Umständen Beziehungen scheitern. Ich lese hier ab und zu und habe keinen Beitrag gesehen, dass eine Frau sich z.B. scheiden würde, weil der Mann zu lange bei seiner Mutter gelebt hätte.
Was ist Dir denn wichtig/unwichtig? Ist er nicht ehrlich? Nicht treu? Lässt er Dich alleine sitzen? Zweifelst Du an seiner Liebe? Hält er nicht zu Dir? Ist er unzuverlässig? Betrügt er Dich, trifft er sich parallel mit anderen Frauen oder geht ins Puff? Trinkt er und wird gewalttätig? Raucht er oder nimmt Drogen? Verschuldet er sich?
Kann er weder kochen noch putzen, ist er nicht lernfähig dafür?
Und was erwartest Du von einem Mann, der nach dem Studium ausgezogen ist?

Ich würde mich an Deine Stelle von diesem Mann trennen. Siehe es doch auch von seiner Seite aus: Weil Du solche Zweifel hegst, verliert er doch mit Dir auch seine (genauso wertvoll wie deine) Lebenszeit... Also ziehe einen Schlussstrich und trenne Dich und such Dir einen Mann, der deinen jetzigen Vorstellungen entspricht.
 
  • #19
Du hast das dicke fette Ironietag vergessen Alex. Wäre es denn anders wenn er ein eigenes Zimmer hätte? Wäre es denn anders wenn er ein eigenes Stockwerk hätte?

Die meisten gehen davon aus, dass es primär Bequemlichkeit ist. Das mag schon sein, aber ihr geht dann auch davon aus, dass er in einer gemeinsamen Wohnung keinen Handschlag machen würde. Geht man mal von 500 € Miete aus warm + GEZ + Internet und Strom dann sind das ~650 € die man als Normalverdiener mehr in der Tasche hat.

Das ist für mich schon eine Menge Geld, das einem ermöglichen dann einfach Dinge zu kaufen wenn man sie braucht. Sucht euch eine gemeinsame Wohnung oder überrede ihn sich eine eigene Wohnung zu nehmen mit Option, dass du später zu ihm ziehen könntest.

Dann wird er sich schon nicht daran gewöhnen, dass die Freundin alles für ihn macht. Ich würde die hier gemachten Erfahrungen nicht überbewerten und es auf einen Versuch ankommen lassen.
 
  • #21
Der Sohn meiner Freundin sucht ein Zimmer in einer Wg...in seiner Studentenstadt! Ein kleines Zimmer kostet da mal eben 400€!!
Ich habe zwei Söhne von 16 Jahren und grundsätzlich kein Interesse, beide hier in dem Alter noch wohnen zu haben! Und ich habe selber das Ausziehen und meine erste "Bude" genossen.
Wenn allerdings beide, da Zwillinge, gleichzeitig studieren wollen und am besten noch Bachelor...dann Mahlzeit.
Das Studium ist straffer und zeitlich ausfüllender! Heißt, da gibt es nicht viel Möglichkeiten, großartig viel zu jobben.
Ich bin AE und vom Vater wird finanziell nichts kommen!= BAföG.
Reicht bei solchen Mieten vorne und hinten nicht.
Also muss Hotelmama nicht immer freiwillig gewählt sein!!!

Halte noch etwas durch und wenn der Rest stimmt, zieht zusammen...ausser ein paar Tränen und einen Tisch hast Du nicht viel zu verlieren. Aber die Kosten teilen sich;-)))
 
  • #22
Der Sohn meiner Freundin sucht ein Zimmer in einer Wg...in seiner Studentenstadt! Ein kleines Zimmer kostet da mal eben 400€!!
Ich habe zwei Söhne von 16 Jahren und grundsätzlich kein Interesse, beide hier in dem Alter noch wohnen zu haben! Und ich habe selber das Ausziehen und meine erste "Bude" genossen.
Wenn allerdings beide, da Zwillinge, gleichzeitig studieren wollen und am besten noch Bachelor...dann Mahlzeit.
Das Studium ist straffer und zeitlich ausfüllender! Heißt, da gibt es nicht viel Möglichkeiten, großartig viel zu jobben.
Ich bin AE und vom Vater wird finanziell nichts kommen!= BAföG.
Reicht bei solchen Mieten vorne und hinten nicht.
Bafög gibt es eher dann, wenn man nicht zu hause wohnt. AE muss ja auch nicht automatisch bedeuten, dass man schlecht verdient. Beim Vater Deiner Kinder zählt nur, ob er zahlen kann. Ob er will oder nicht will, ist vollkommen egal. Deine Kinder müssen ihn zur Zahlung verklagen. Mein Vater wollte auch nichts bezahlen. Per Gericht war dann alles perfekt geregelt. Wenn man ausziehen will, geht das eigentlich immer. Hotel Mama ist natürlich bequemer. Das gilt für Studenten und junge Berufstätige!
 
A

Ares

  • #23
Lies Dich mal im Forum ein, warum und unter welchen Umständen Beziehungen scheitern. Ich lese hier ab und zu und habe keinen Beitrag gesehen, dass eine Frau sich z.B. scheiden würde, weil der Mann zu lange bei seiner Mutter gelebt hätte.
Scheitern solche Beziehungen, dann sicher öfter mal bevor es überhaupt zur Eheschließung kommt. Und es scheitern sicher viele Beziehungen und Ehen an der "bösen Schwiegermutter", die ihren Sohn nicht loslässt.
Dieses Nicht-Loslassen-Können zeigt sich unter anderem darin, dass Söhne ewig zu Hause wohnen. Besitzansprüche der Mütter, Bequemlichkeit der Söhne.
Es muss nicht so sein, aber es kann.
 
G

grünewelle

  • #24
Ich bin AE und vom Vater wird finanziell nichts kommen!= BAföG.
Reicht bei solchen Mieten vorne und hinten nicht.
Also muss Hotelmama nicht immer freiwillig gewählt sein!!!
Doch, ist es. Was sonst sollen all die Studenten machen, deren Eltern nicht in einer Studentenstadt leben?
Meine Tochter wohnt 700 Kilometer weit weg in einer Studententstadt, nur da kann sie das Fach studieren. Sie bekommt Bafög und jobbt. Und kommt mit dem Geld aus. Natürlich kann man neben dem Studium jobben, das müssen hunderttausende Studenten doch auch. Ich bin übrigens auch immer AE gewesen und der Vater zahlt keinen Cent.
Ich würde der FS also raten, sich ein WG-Zimmer zu nehmen, erst dann kann sie am Wohnstatus ihres Freundes Kritik üben, da sie ja selbst auch noch bei den Eltern lebt.
W
 
  • #25
@ der Vater kann nicht zahlen

Wichtig ist aber, dass die FS, wenn es sie stört, einfach mal ohne Druck nachfragt, warum ihr Freund noch zu Hause wohnt.
Mein Beispiel sollte nur zeigen, es gibt auch andere Gründe!
Es ist zb auch ein Unterschied wo man wohnt und studiert. Hier ist ein Ballungszentrum und unter 100km sind jede Menge Universitäten und FHs...zu erreichen!
Somit ist vielleicht nicht jeder ein Muttersöhnchen oder eine Mutter die nicht loslassen kann;-))
 
  • #26
Natürlich kann man neben dem Studium jobben, das müssen hunderttausende Studenten doch auch.
Ja, die hunderttausenden, die nicht gerade ein naturwissenschaftliches/technisches Fach studieren, in dem Freizeit ein Fremdwort ist. Man könnte natürlich nachts arbeiten, anstatt zu schlafen, aber ich befürchte, das ist weder der Qualität des Abschlusses noch der anvisierten möglichst kurzen Studiendauer zuträglich.

Ich habe bei meinen zwei Studenten den Vergleich. Trotzdem wohnen beide nicht mehr zu Hause, weil wir nicht in einem Ballungsgebiet mit mehreren Unis in annehmbarer Entfernung leben. Wenn das bei der FS anders ist, ist es natürlich wesentlich praktischer, zu Hause zu wohnen.
Aber ein erwachsener Mensch, der sein eigenes Geld verdient, sollte sich eigentlich schon seine eigenen vier Wände wünschen. Die Situation des Freundes wäre mir sehr wohl auch etwas suspekt.
 
  • #27
Wichtig ist aber, dass die FS, wenn es sie stört, einfach mal ohne Druck nachfragt, warum ihr Freund noch zu Hause wohnt.
Mein Beispiel sollte nur zeigen, es gibt auch andere Gründe!
Vielleicht beser noch mal den Startbeitrag lesen, statt das Thema weit zu verfehlen:
- der Mann ist kein Student sondern 29 Jahre alt und berufstätig
- er wohnt nicht nur bei Mama, sondern er hat noch nichtmal ein eigenen Zimmer. deswegen ist Sex nur im Hotel möglich

Entweder ist er ein ewiges Kind, den es nicht stört, mit dem jüngeren Bruder ein Zimmer zu teilen oder er ist so hoch verschuldet, dass er sich noch nichtmal ein möbliertes Zimmer leisten kann

oder
Die meisten gehen davon aus, dass es primär Bequemlichkeit ist. .... Geht man mal von 500 € Miete aus warm + GEZ + Internet und Strom dann sind das ~650 € die man als Normalverdiener mehr in der Tasche hat.
Das ist für mich schon eine Menge Geld, das einem ermöglichen dann einfach Dinge zu kaufen wenn man sie braucht.
... er ist so ein Sparmodell, dem Konsum wesentlich wichtiger ist, als ein Minimum an Privatsphäre zu haben. Das ist ein ganz spezieller Lebensstil, dessen Grundlage meistens absurder Geiz ist. Geiz bezieht sich nicht nur auf den Umgang mit Geld sondern auch auf Gefühle und Zuwendung (ist was anderes als Sex).

Das Leben mit so einem Mann macht keinen Spass, weder mit dem ewigen Kind, noch dem Schuldenmann und erst recht nicht mit dem Sparmodell.
 
  • #28
... Und es scheitern sicher viele Beziehungen und Ehen an der "bösen Schwiegermutter", die ihren Sohn nicht loslässt.
Dieses Nicht-Loslassen-Können zeigt sich unter anderem darin, dass Söhne ewig zu Hause wohnen. Besitzansprüche der Mütter, Bequemlichkeit der Söhne...
Also ich halte das mit der "bösen Schwiegermutter", die ihren Sohn oder Tochter nicht loslassen kann, für ein Gerücht. (Vielleicht, weil ich noch nie verheiratet war?). Alle Eltern wollen ihre Kinder glücklich sehen. Jede Mutter da draußen will, dass ihr Sohn oder ihre Tochter glücklich sind. Und wenn sie mit jemandem zusammen sind, der sie nicht glücklich macht, gibt es Konflikte.
In meinem Fall wollte meine Mutter nicht, dass ich alleine ausziehe. Mit einer Frau - bitte schön, jederzeit und wohin auch immer, Südpol oder Neuseeland, egal. Sie wollte auch, dass ich lieber Geld spare, um mit meiner Zukünftigen etwas zu leisten und so wenig wie möglich Schulden zu machen.
Das Problem ist natürlich, wo findet sich diese Zukünftige und falls sie sich finden sollte, findet sie einen noch attraktiv, wenn er bei den Eltern wohnt, selbst wenn er sich finanziell z.B. ein neues Auto oder eine Immobilie leisten könnte?
Ich glaube, Frauen wollen in dieser Hinsicht lieber eine Illusion und suchen sich dafür einen Mann, der ihnen diese Illusion erschafft. Das ist natürlich Euer Problem, sucht Euch einen Mann, der euren Vorstellungen entspricht, zeigt aber, dass Ihr selbständig seid, trennt Euch so früh es geht, bleibt allein und sucht weiter. Wo ist das Problem?
 
  • #29
In meinem Fall wollte meine Mutter nicht, dass ich alleine ausziehe. Mit einer Frau - bitte schön, jederzeit und wohin auch immer, Südpol oder Neuseeland, egal. Sie wollte auch, dass ich lieber Geld spare, um mit meiner Zukünftigen etwas zu leisten und so wenig wie möglich Schulden zu machen.
Sie wollte, sie wollte.... du erkennst die Ironie aber schon, oder? DU musst dich von deiner Mutter lösen, nicht umgekehrt. Männer die in den Fängen der Mutter sind, sind für die meisten Frauen völlig unattraktiv weil unsexy. Nur für ein paar Helfersyndromerinnen sind das lohnende Lebensaufgaben.
 
A

Ares

  • #30
Also ich halte das mit der "bösen Schwiegermutter", die ihren Sohn oder Tochter nicht loslassen kann, für ein Gerücht.
Ich spreche aus Erfahrung. Du kennst meine Mutter nicht. Es ist schlicht keine potentielle Schwiegertochter gut genug für mich. Aus dieser Erfahrung heraus nehme ich dieses Thema ernst. Einige Männer merken vermutlich nicht, wie die Mutter manipuliert, man kann es ja hier öfter mal lesen, auch von Schwiegermüttern geschrieben.
Als Mann sollte man sich klar hinter seine Frau stellen. Letztlich hat man sie ja selbst ausgesucht. Kann man das begründet nicht, dann mag die Frau wirklich die falsche sein und man sollte die Konsequenzen ziehen. Aber bitte aus eigenem Antrieb und nicht, weil Mama das so sieht.
Mit dem ewig daheim wohnen ist es das gleiche. Wer nie auf eigenen Füßen stand, ist oft auch in einer Beziehung nicht so richtig in der Lage, "Augenhöhe" zu erreichen. Es fehlt einfach die Fähigkeit, alleine für sich und damit auch für Partner/Partnerin zu "sorgen" oder sich angemessen am Haushalt zu beteiligen.