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  • #1

Erfahrung mit Fernbeziehung

Wie sind eure Erfahrungen mit Fernbeziehungen? Kann eine Wochenendbeziehung auf Dauer gut gehen? Auch wenn man sich vielleicht nur alle 2 Wochenenden sieht? Wie ist es mit Paaren/Familien wenn sich das Beisammensein auf ein Tag We und ein Wochentag/abend beschränkt?
 
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  • #2
Ich lebe momentan in einer WE-Beziehung. Ich komme eigentlich ganz gut damit klar, auch wenn ich meine Partnerin unter der Woche schon manchmal sehr vermisse. Aber mit geschickt gelegten Urlaubstagen kann man da schon sehr viel machen. Wir sind auch noch nicht so lange zusammen, deswegen ist eine Veränderung noch nicht spruchreif. Aber auf Dauer möchte ich dieses Modell nicht leben, ich will einfach auch den Alltag mit meiner Partnerin teilen. Früher oder später werden wir wohl sehen müssen, dass wir zusammenziehen.
Ich käme allerdings gar nicht damit klar, wenn wir uns nur alle 2 WE sehen könnten oder nur einen Tag pro Woche. Das wäre mir entschieden zu wenig für eine echte Partnerschaft. Mit dieser Situation wäre ich vermutlich gar nicht in der Lage, eine Beziehung aufzubauen. Das heißt nicht, dass nicht auch mal ein WE vorkäme, an dem wir uns nicht sehen können, aber es darf eben nicht zu oft oder gar immer so sein.
 
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  • #3
Natürlich kann es gut gehen - wichtig ist doch, was beide sich zu sagen haben, wie sich verstehen. Wir denken immer so sehr auf die Ewigkeit hin - dabei ist nichts von Dauer, spätestens der Tod scheidet uns.
Ich habe auch eine Fernbeziehung, 450 km weit weg, und es klappt prima, wir genießen sowohl unsere gemeinsame Zeit auch die Zeit, die wir dann auch wieder jeder für uns haben. Jedenfalls sind wir uns bisher, nach 2,5 Jahren, noch nicht überdrüssig geworden!
Kleine Einschränkung: ab und an sollte aber auch schon eine längere gemeinsame Zeit möglich sein, immer nur 2 Tage Zusammensein nach 14 Tagen Pause könnte doch zermürbend für die Beziheung sein.
 
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  • #4
Ich denke in jüngeren Jahren wenn noch viel gearbeitet wird, ist eine Fernbeziehung akzeptabel obgleich sie teuer hinsichtlich Fahrzeit und -kosten sind. Mit dem zunehmenden Alter steigt der Anspruch an eine hochwertige Alltagsgestaltung. Weniger Arbeit, mehr Freizeit. Und die natürlich gerne mit dem Partner. Ich mache mit meinem Partner täglich immer irgendwas zusammen: kochen, Sport, Kino, faulenzen. Freunde treffen usw. Das wollte ich nicht missen.
Früher hatte ich auch Fernbeziehungen für eine begrenzte Zeit. Heute auf keinen Fall.
 
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  • #5
Ich denke, eine Fernbeziehung ist (der Fahrerei wegen usw.) schon stressig. Andererseits teilt man von Anfang an ein Stück weit den Alltag zusammen und sieht, ob/wie das funktioniert. Von dieser Seite betrachtet, halte ich WE-Beziehungen für erfolgversprechender als "normale".
 
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  • #6
Ich führe seit vier Jahren eine Fernbeziehung über 350km. Wir waren ein halbes Jahr in Beziehung, als ich beruflich wegziehen musste und bisher hat es nicht geklappt, an einem Ort Arbeit für beide zu finden.

Wir sehen uns nur ein bis zweimal im Monat, verbringen aber alle Urlaube miteinander. Da wir beide viel Wochenendarbeit und Überstunden machen, kommt das auf etwa 90 Tage im Jahr. Unsere gemeinsame Zeit ist uns sehr kostbar. Es ist nur schade, dass wir keinen Alltag miteinander verbringen.

Es ist sicher nicht optimal, aber das Beste, was wir momentan schaffen. Es ist aushaltbar, wenn man den Fokus vom Normalen auf das Besondere legt. Sicher lebe ich zwei sehr getrennte Leben. Im einen konzentriere ich mich auf meine Arbeit und gehe nur mäßigen Freizeitaktivitäten nach. Das andere verbringe ich in sehr glücklicher Zweisamkeit.

Ich denke, wenn man liebt, geht das. Wenn man unter der Perspektive steht eine Beziehung unter solchen Umständen zu beginnen sollte man fragen, ob einem die andere Person wichtig genug ist Abstriche in einer "normalen" Lebensführung zu machen.

Ich bin im Leben immer nach der Person gegangen...
 
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  • #7
Ich lebe seit einem halben Jahr in einer Fernbeziehung, 500 km Entfernung. Am Ende des Jahres ziehen wir zusammen. Verstandesmässig für viele zu früh, aber ich weiss, dass ich mit diesem Mann den Rest meines Lebens verbringen will (und er mit mir :) Eine Fernbeziehung auf Dauer wäre nichts für mich, da ich ein Familienmensch bin und dieses ewige Freuen und Abschied nehmen doch sehr an den Nerven zerrt, zumindest bei mir. Gott sei Dank skypen wir regelmässig, sind beide mobil und ich arbeite nicht mehr. Ob eine Fernbeziehung klappt und für beide befriedigend ist, hängt sehr von den einzelnen Menschen und ihrem Bedürfnis nach Nähe ab.
 
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  • #8
Bei unserer Fernbeziehung betrug das FERN nur 80 km, rund 45 min. Fahrtzeit. Also hervorragend auch mal am Abend machbar und morgens zurück. Wir haben mittlerweile eine hervorragende Basis gefunden, mit der wir beide gut leben können. Bekannte jedoch haben 500 km dazwischen, sie sehen sich 14tägig, sie fliegen. Das wäre mir auf Dauer auch zuviel Aufwand für zuwenig Zeit gewesen. Und hier merkt man auch die ersten Defizite innerhalb der Beziehung, weil sich alles Schöne, wie alle Diskussionsthemen eben auf 48 Stunden komprimieren. Meiner Ansicht nach, wird das nicht mehr lange gut gehen und der geplante Umzug von ihr zu ihm wird ebenfalls nicht statt finden, weil er noch ein jüngeres Kind hat, während sie schon erwachsene Kinder hat.
 
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  • #9
Mir wäre eine Fernbeziehung ganz einfach zu teuer. Die Reisekosten zehren erheblich am Privatbudget. Dazu kommt die Reisezeit. Das ist in Summe irre teuer.
 
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  • #10
Wir leben seit 2 Jahren 200 km auseinander und sehen uns in der Woche 3 Abende und jedes Wochenende.
Trotzdem ist die Fahrerei zermürbend.
Wir können nicht mehr.
Deshalb muss einer von uns beiden seine Selbständigkeit aufgeben.
Nächstes Jahr ziehen wir zusammen. Endlich.
 
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  • #11
Ich lebe seit einem halben Jahr in einer Fernbeziehung, 500 km Entfernung. Am Ende des Jahres ziehen wir zusammen. Verstandesmässig für viele zu früh, aber ich weiss, dass ich mit diesem Mann den Rest meines Lebens verbringen will (und er mit mir :) Eine Fernbeziehung auf Dauer wäre nichts für mich, da ich ein Familienmensch bin und dieses ewige Freuen und Abschied nehmen doch sehr an den Nerven zerrt, zumindest bei mir. Gott sei Dank skypen wir regelmässig, sind beide mobil und ich arbeite nicht mehr. Ob eine Fernbeziehung klappt und für beide befriedigend ist, hängt sehr von den einzelnen Menschen und ihrem Bedürfnis nach Nähe ab.

Wieso zieht ihr gleich zusammen? Es reicht doch aus wenn der Partner in die Nähe zieht. Das würde ich Euch auch empfehlen nach nur 6 Monaten.
Außerdem verändert die Nähe die Partnerschaft deutlich. Deshalb würde ich nie gleich zusammen ziehen. Am Besten ein Wohnung die zu Fuß oder mit dem Rad in wenigen Minuten erreichbar ist. Und wenn der Alltag funktioniert kann das Zusammenziehen besprochen werden.
 
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  • #12
Wenn sich beide einig sind und ähnlich empfinden, dann kann eine Zeit lang eine Fernbeziehung auch sehr schön sein. Gerade auch, wenn vielleicht beide schon länger Single waren, kann das für den Beginn der Beziehung der optimale Start sein. Ich kenn einige sehr gute Beziehungen u. Langjährige Ehen, die aus mehrjährigen Fernbeziehungen entstanden. Im optimalen Fall, hat man das Beste aus zwei Welten. Man geht sich nicht mit Alltagsproblemen auf den Keks, man kann ggf. abends bedenkenlos länger arbeiten und freut sich auf ein gemeinsames nicht alltägliches gemeinsames WE.
 
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  • #13
Je weiter die Entfernung, desto schwieriger, weil zeitaufwendig und teuer.
Aber generell finde ich es toll, wenn man nicht zusammen leben MUSS! Das schafft viel mehr Freiräume für beide und vermeidet Probleme, die automatisch mit dem Zusammenleben entstehen.
Wir leben es seit 2,5 Jahren so und ich möchte nichts daran ändern, auch wenn die Entfernung 500 km beträgt.
 
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  • #14
Stimmt schon, wenn es sehr weit ist, wird es etwas schwieriger. Aber ganz ehrlich würde mir als Mann, wenn ich zu meiner Liebsten fahren würde, die Kostenfrage am allerwenigsten interessieren. Wirklich sehr gut machbar sind so 250 km. bei guter Autobahn und/oder Bahnverbindung. In den etwas über zwei Stunden kann man wunderbar Radio oder Hörbuch hören oder im Zug lesen und von der Liebsten träumen ...
 
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  • #15
Fernbeziehungen haben ausschließlich Nachteile:
1. Kosten viel Geld
2. Kosten viel Zeit
3. Bergen Unfallgefahren
4. Senken die Lebensqualität im Alltag
5. Führen zur künstlichen Harmonie an den Wochenenden
6. Lassen nichts gemeinsames Aufbauen (gesellschaftliche Aktivitäten, sportliche Aktivitäten, Nestbau usw.)
7. Führen zur gespaltenen Lebensführung d.h. der Trennung von Alltag und Zeit des Treffens die unbeschwert sein soll.

Es ist zu beobachten, dass Menschen in Fernbeziehungen in ihrem Leben "nicht vorankommen", auf der Stelle treten obwohl sie immer auf dem Sprung sind. Immer in Bewegung doch ohne echtes Ziel.

Ich hatte selbst einige Jahre Fernbeziehungen und habe diese Erfahrungen selbst gemacht. Ich rate deshalb dringend ab. Gutes Leben geht anders.
 
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  • #16
Wenn ich verliebt bin, ist mir das Geld sch.... egal! An erster Stelle der Bedenken würde ich das auf keinen Fall setzen.

m/45
 
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  • #17
Wieso zieht ihr gleich zusammen? Es reicht doch aus wenn der Partner in die Nähe zieht. Das würde ich Euch auch empfehlen nach nur 6 Monaten.
Außerdem verändert die Nähe die Partnerschaft deutlich. Deshalb würde ich nie gleich zusammen ziehen. Am Besten ein Wohnung die zu Fuß oder mit dem Rad in wenigen Minuten erreichbar ist. Und wenn der Alltag funktioniert kann das Zusammenziehen besprochen werden.

Wir leben nicht in einer Wochenendbeziehung, das heisst, wir haben schon ein paar Wochen zusammen verbracht. Da wir nicht im selben Land wohnen, gestaltete sich schon die Jobsuche für meinen Partner dementsprechend schwieriger. In zwei Wohnungen zu leben wäre "sicherer", da gebe ich Dir Recht, aber all das Ab- und Ummelden, der Umzug, die Kosten...und zudem wären wir sowieso die ganze freie Zeit zusammen :) Gott sei Dank habe ich zudem eine grosse Wohnung und ein paar Jährchen Erfahrung mit Zusammenwohnen.
 
  • #18
Ach ja, rein Rationell betrachtet ist das natürlich völlig azulehnen. Auch die Liebe hat sich doch gefälligst streng nach wirtschaftlichen Kosten/Nutzen Rechnungen zu halten! Sich einfach in jemnden zu verlieben der weit weg wohnt geht ja gar nicht. Man hat gefälligst sich mit den ZUfrieden zu geben was so "ums Eck" wohnt- in Zweifelsfall hat jemanden anderem ausspannen.....

OK. Ironie aus. Seit wann ist denn die Liebe rational? Wenns die/der richtige ist ist eine FB halt das was geht, also sollte man das beste draus machen. Natürlich sollte es auch die Option geben dies mittelfristig in eine Nahbeziehung umzuwandeln. Und eines ist mal sicher- wer all die Mühen auf sich nimmt muss den anderen schon sehr gerne haben.

Tja, Kosten Nutzen eben- Meine Liebste war es mir Wert.
siehe 1.
whow! darauf muss man erst kommen. Du weisst schon wo die meisten Menschen sterben?- Im Bett! Du solltest nicht mehr schlafen gehen...
Äh- nöö, die Liebste gefunden zu haben hat meine Lebensqualität auch im Alltag deutlich gehoben
5. Führen zur künstlichen Harmonie an den Wochenenden
Das liegt einzig und alleine an Dir- das haben wir nicht zugelassen. Das zusammensein hat sich auch nach jetzt einem halben Jahr zusammen wohnen nicht verändert
6. Lassen nichts gemeinsames Aufbauen (gesellschaftliche Aktivitäten, sportliche Aktivitäten, Nestbau usw.)
Natürlich lässt es das zu- all das haben wir eben an zwei Standorten gemacht (bis auf den Nestbau, den haben wir schon vor unserer gemeinsamen Zeit jeder für sich gemacht und nun machen wirs eben jetzt).
7. Führen zur gespaltenen Lebensführung d.h. der Trennung von Alltag und Zeit des Treffens die
Auch das liegt an Dir, wir haben die Zeiten zusammen auch Alltag gelebt- ich denke sogar mehr als so manches Nahpaar mit getrennten Wohnungen. Wir konnten nämlich nicht einfach mal nach Hause oder alleine schlafen gehen....
 
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