• #31
Interessant, dass ausgerechnet du dir einen sehr gut situierten Mann genommen hast.... Aber andere Frauen sollen gefälligst in ihrer "Preisklasse" daten.
Nun lass mal die Kirche im Dorf. das ist doch ein komplett anderer Sachverhalt, den man garnicht vergleichen kann.
Ich habe mich anders als die FS eben nicht zum weiderholten Mal auf eine Affäre mit einem verheirateten Mann eingelassen, sondern solche Männer direkt aussortiert. Ich habe meine Auswahl bewusst auf altlastenfreie Männer eingegrenzt, weil ich da genug Chaos bei anderen gesehen habe.
Wer selber keinen geraden Kurs segeln kann, der darf sich nicht wundern, wenn er sich in einer Schieflage wiederfindet. Dann bleibt nur das nachträgliche rumjammern, was zu rein garnichts führt.

Frau kann sich eine Menge emotionales Chaos vom Hals halten, wenn sie den Kopf und Informationen (z.B. über Scheidungen im fortgeschrittenen Lebensalter) benutzt oder auch ihr Umfeld beobachtet. Dann erwartet sie nichts anderes, als ihr grad widerfährt.

Darüber hinaus: wer einen integeren Mann sucht, sollte sich selber integer verhalten und keine Affäre mit einem verheirateten Mann eingehen, bzw. diese kurzfristig beenden, wenn frau sieht, was der FS passiert ist:
- er ist unverbindlich,
- die Scheidung geht nicht voran etc.
Halt gucken was ist und nicht glauben, die eigenen Wünsche gehen in Erfüllung.

Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern ganz wertfrei betrachten, was dabei rauskommmt, dass
- unser Scheidungsrecht ist wie es ist und das zu bestimmten Entscheidungen bei Ehepaaren führt, die auf Folgepartner/Affären ausstrahlen
- unser Steuerrecht ist wie es ist und zu bestimmten Entscheidungen eines Ehepaares führt
- ein gemeinsames Kind Entscheidungen beeinflusst
Dann kann man früh Entscheidungen treffen, die einem solch ein Elend ersparen.

Frauen sollen berücksichtigen, dass Männer
- im fortgeschrittenen Lebensalter nicht mehr nur die tiefergelegenen Körperregionen zur Partnersuche nutzen, sondern zunehmend den Kopf.
- dazulernen und Fehler der jungen Jahre mit 60 nicht wiederholen.

Und sie sollten auch berücksichtigen, dass viele Männer respektlos über Frauen denken und viele Frauen zu Recht für dumm/ungebildet/uninformiert halten und keinerlei Problem haben, sie zu vera****, um zu bekommen, was sie wollen. Nicht so viel um Kincderschnupfen oder Kochrezepte, Schönheitstipps und ähnliches Gedöns kümmern.
Sich stattdessen mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, rechtlichen Entwicklungen zu befassen erweitert das Verständnis für solche Situationen enorm und schützt davor nicht zu erkennen, was da läuft und warum es so laufen muss wie es grad passiert.
 
  • #32
Ich finde die Diskussion driftet etwas ab. Ich kann hier an keiner Stelle rauslesen, dass die FS die Scheidung will, weil sie selber versorgt werden möchte.
Vielleicht habe ich es überlesen.
In der Sache an sich, kann ich die FS aber gut verstehen, ich möchte auch mit keinem Mann zusammen leben, der mit einer anderen Frau verheiratet ist. Das hat etwas mit Respekt und Wertschätzung zu tun, mal ganz abgesehen von praktischen Dingen. Wenn dem LG der FS etwas passiert, würde die Ehefrau Auskunft bekommen, die FS nicht.
Ich würde das nicht akzeptieren, ohne dass ich auch nur auf einen Rappen für Altersvorsorge von meinem Mann angewiesen wäre.
 
  • #33
Nüchtern betrachtet hat hier eine Frau vor drei Jahren eine Beziehung mit einem Mann angefangen, der zu dem Zeitpunkt "kurz vor der Scheidung" stand. Darauf hätte sie sich nicht eingelassen, wenn sie gewusst hätte, dass er sich auf Dauer nicht scheiden lässt.

Folgerung: wenn er sich nach drei Jahren nicht scheiden lässt und sich dazu mit einem Ehevertrag auf eine dauerhafte Ehe einrichtet, ist das eine klare Aussage, mit der sie nun umgehen muss. Fragen muss sie sich, ob es auch ein Trennungsgrund ist. Oder einer zum dauerhaften "nörgeln".

Sie beklagt sich, dass er ihr nach 3 Jahren "so etwas antut". Eigentlich hat sich aber doch an der Situation grundlegend nichts geändert. Er ist verheiratet, aber wohl räumlich und emotional getrennt, also als Partner für die FS verfügbar. Für gemeinsame Pläne aber dann schon irgendwie nicht "frei". Sie tut sich das schon 3 Jahre an, jetzt muss sie sich eigentlich nur fragen, ob sie es sich weiter antun will.

Sie ist 54, er 60. "Zukunftspläne" dürften daher eher nicht sein, gemeinsam eine Familie zu gründen.

Spekulation ist auch das Thema Finanzen. Zur Situation der FS wissen wir nichts. Von der Sozialhilfeempfängerin mit 3 noch kleinen Kindern bis zur reichen Erbin ist alles drin. Fest steht: wenn man eine Beziehung beginnt, sollte nicht der Grund sein, dass man sich finanzielle Unterstützung erhofft. Dann ist der Ehevertrag eigentlich egal, solange er genug hat, um mit ihr "mithalten" zu können. Sein Einkommen scheint dafür ausreichend hoch zu sein, über ihres lesen wir nichts.

Vernünftig wäre doch:
Ich habe meine Auswahl bewusst auf altlastenfreie Männer eingegrenzt,
Also: trennen und suchen gehen.

Dazu aus Sicht eines "altlastenfreien" Mannes (die in meinem Alter vermutlich selten sind): mit einer Partnerin möchte ich das dritte Viertel des Lebens geniessen. Das Gefühl, dass dafür meine Finanzen wichtig sind, möchte ich nicht haben. Sind sie wichtig, würde ich sie aus Erfahrung getrennt halten. Schenken und geben gerne, "verbindlichen" Zugriff ermöglichen nicht mehr. Das ist ja meine Altersvorsorge und ich möchte die nicht mehr teilen müssen.

Wenn die FS also auf eigenen Beinen steht, und sie schreibt ja nichts gegenteiliges, und selbst eine "altlastenfreie", attraktive Frau ist, dann wird sich auch ein anderer Mann finden, gerade wenn sie bereit ist, sich altersmäßig auch etwas nach oben zu orientieren.

@Vikky hat aber recht. Die Luft wird dünner. Auf beiden Seiten. Das können wir nun wiederum in ihrem Fall aus der Ferne nicht beurteilen...