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Gast

  • #1

Erste Beziehung nach 25 Jahren - ein dickes Brett

Hallo liebe Forengemeinde,

ich m(50) habe nach 25! Jahren wieder eine Partnerin (43) gefunden. Auch wenn das nach 4 Monaten vielleicht ein wenig früh ist zu sagen, glauben wir Beide, die Liebe unseres Lebens gefunden zu haben.
Leider gibt es ein riesengrosses Aber. Ein paar Fakten in Stichworten:
- Sie, verheiratet, 2 Kinder (11, 15) hat Scheidung eingereicht. Ich war Auslöser, nicht Grund. Ehe seit 3 Jahren kaputt
- Ihr gehört das Haus alleine (Grundbuch), allerdings hat sie Ihre Schwestern ausbezahlt, daher ist das Elternhaus belastet.
- Sie arbeitet viermal die Woche in der Gastronomie (17:00 bis 23:00/01:00), ich von 07:00 bis 17:00.
- Finanziell ist es bereits jetzt knapp, ob das Haus nach der Trennung haltbar ist, ist fraglich.
- Er zieht am XX.09.14 aus.
Nun zu mir. Ich hatte ein wirklich ruhiges und geordnetes Leben. Die Sehnsucht nach einer Partnerin hielt sich in Grenzen, wohl auch, weil ich mir Ersatzbefriedigung beschafft habe. Ich bin ein Techniknarr und habe auch schon die ganze Welt gesehen, etc.
Wie Ihr Euch vorstellen könnt, hat diese Frau mein Leben total geändert und ich habe das angenommen.
Mein Ziel ist es, dass ich mich nach seinem Auszug den Kindern annähere, mit dem Ziel mittelfristig eine normale Beziehung mit ihr zu führen, d.h. übernachten bei ihr, keine Entscheidung mehr ich oder Kinder, etc.
Nun hat sie mir gestern eröffnet, dass es noch sehr lange dauern wird, bis wir mal in der Woche zusammen übernachten können. Ein von mir mal vage in den Ring geworfenes Angebot, durch Einziehen bei ihr die finanzielle Situation zu verbessern, um das Haus halten zu können, wurde komplett geblockt. Das würde alleine schon in Bezug auf die Kinderbetreuung (Arbeitszeiten) Sinn machen. Von der derzeitigen physischen Belastung (Schlafmangel auch am WE) mal ganz abgesehen.
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass ihr ein Modell nach dem Motto Leben 1 mit Kindern und Leben 2 mit mir vorschwebt. Allerdings betont sie auch, dass sie mit mir eigentlich alt werden möchte. Seltsam.
Ich habe ihr dann gestern noch gesagt, dass ich, bei aller Liebe, keine Beziehung mit ihr führen könnte, wenn ich mit den Kindern nicht klarkomme, bzw. diese mich ablehnen. Da ist ihr dann die Farbe aus dem Gesicht gewichen.
Das ist dann wohl der casus knacktus. Sie kann sich dieses 2-gleisige Leben vorstellen, ich kann das nicht.
Würde gerne Eure Einschätzung dazu hören. Bin ich zu egoistisch? Ist meine/ihre Liebe nicht groß genug? Ich bin eigentlich kein Kinderfan, aber für Sie würde ich alles tun, damit ich zu den Kindern ein freundschaftliches Verhältnis aufbaue.
Aufgrund der Wortbeschränkung musste ich ein paar Details streichen, d.h. wenn Ihr noch Fragen habt, dann her damit.

Freue mich über jede Meinung und sei sie noch so ernüchternd!

Wünsche Euch einen schönen Tag!
 
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Gast

  • #2
Hallo FS,

Für mich tönt es so, als ob sie Dich nicht so ganz in ihr Leben lassen möchte... Aus welchem Grund auch immer. Entweder aus Angst, oder vielleicht ist sie sich nicht so sicher, dass Du der Richtige bist?

Ich finde, Du bist überhaupt nicht egoistisch. Du würdest ja sogar die Kinder betreuen, wenn sie weg ist, und Du würdest Ihre Arbeitszeiten akzeptieren... Und Deine Liebe ist ganz bestimmt genug.

Ich würde genau wie Du reagieren, so zweigleisiges Zeug mag ich nicht...

Viel Glück!
w 43
 
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Gast

  • #3
Ich finde deine Sichtweise durchaus korrekt, wenn nicht sogar völlig logisch. Klar, 4 Monate sind nicht die Ewigkeit, aber die Situation sieht zum Zusammenziehen eigentlich ganz gut aus.

Was heißt sie blockt ab? Sie will auf gar keinen Fall mit dir jemals zusammenziehen oder nur momentan nicht? Ich finde ihr Verhalten kindisch, zumal es sich so liest als hätte sie dir keine driftigen Gründe genannt. Dieses zweigleisige Leben geht auf Dauer nicht. Außerdem sind ihre Kinder noch nicht so alt, dass sie völlig unabhängig sind von den Eltern. Wie will sie da Partnerschaft und Kinder unter einen Hut bringen?

Allerdings musst du auch verstehen, dass so eine Scheidung sehr viel Stress ist und sie zudem noch finanzielle Sorgen hat. Das muss erst mal verarbeitet werden und vllt bist du auch zu ungeduldig. Ich denke eher dass da ein Missverständnis vorliegt, welches du nur klären kannst wenn ihr noch mal redet.
 
G

Gast

  • #4
Na, da hat die Liebe euch beide ja ganz schön überrumpelt :) !
Frage: Wie ist jetzt im Moment genau das Verhältnis zwischen Dir und ihren Kindern? Hast Du sie bereits kennengelernt oder noch nicht? m44.
 
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Gast

  • #5
Hallo Fs

Es ist ja schön und gut wenn die Liebe so gross ist und Du auch bereit bist vieles für sie zu tun.
Jedoch denke ich Du bist viel zu schnell. Lass Euch doch Zeit. Grad das Thema Kinder ist nicht so einfach und auch nicht so rational planbar. Du hast keine Ahnung wie ihre Kinder reagieren wenn Du plötzlich in ihrem Leben auftauchst und auch schon einziehen willst. Zeitmangel zum sehen, finanzielle Schwierigkeiten hin oder her. Sie soll die Trennung erstmal richtig durchführen und dann Schritt für Schritt gehen, mit Dir zusammen oder auch nicht. Kinder sind in so einer Situation sehr verletzlich und wissen erst mal nicht wohin mit ihren Gefühlen und Ängsten. Auch wenn sie wissen das die Ehe der Eltern vielleicht kaputt war bevor Du auftauchtest. Ich erlebe es grad in meinem Umfeld dass Kinder sich mit Händen und Füssen gegen den Neuen wehren und in den zwei Fällen war es auch ein Warmwechseln, was ich glaube noch schwerer ist. In meinem Fall (kinderlos, mein Partner hat zwei jedoch erwachsene Kinder) ist es auch so dass die Kinder nicht viel zu tun haben wollen mit mir. Ich akzeptiere das, so lange mein Partner zu mir steht und sich auch nicht ausspielen lässt. Ihr jetzt schon zu sagen dass es nicht gehen wird mit Euch, wenn die Kinder Dich ablehnen erachte ich als schlicht weg dumm/kindisch. Die Kinder werden Dich zu 99% nicht mit offenen Armen aufnehmen, schon gar nicht wenn ihr sie so überrollt mit neuer Familiengetue. Sicher wird eine Beziehung nicht funktionieren auf die Länge wenn man sich nicht versteht. So lange die Kinder noch so "klein" sind, stehen sie immer an erster Stelle. Bei uns funktioniert es auch nur so gut weil sie erwachsen sind und selbst eine Familie haben. So kann er sich auch mal aus der Verantwortung "ziehen". Was bei kleinen nicht so gut geht, weil sie einfach die Verantwortung hat!!! Benimm Dich nicht so unreif und egoistisch, lass ihr und den Kindern Zeit sich an die neue Situation zu gewöhnen. Nur dann habt ihr eine Chance in meinen Augen.

Du hast sehr lange alleine gelebt, sie nicht. Vielleicht will sie auch einfach noch nicht mit Dir zusammenziehen auch wenn es finanziell unterstützend wäre. Mein erster Freund nach meiner Scheidung wollte auch gleich bei mir einziehen. Oh Schreck! Ich wollte das auf keinen Fall auch wenn ich ihn doch sehr mochte. Nach 17 Jahren war es einfach schön mal seine eigenen vier Wände zu haben und auch für die Verarbeitung der Ehe war es mir wichtig.

w/45
 
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Gast

  • #6
Ich denke, du willst zu viel auf einmal. Lass doch den Mann erst einmal ausziehen. Und dann müssen sich erstmal mehrere Dinge zeigen, vor allen Dingen:

1. Wie das Leben ohne den Mann im Haus funktioniert. Für die Kinder wird das nochmal eine große Umstellung sein, selbst wenn ihnen schon länger klar war, dass die Ehe ihrer Eltern kaputt ist. Die drei müssen sich jetzt erstmal neu sortieren. Ich finde es sehr verantwortungsvoll von ihr, dass sie ihren Kindern nicht sofort einen neuen Mann vorsetzt, der nun auch noch als Kinderbetreuer einspringt. Das ist nett von dir gemeint, aber sowas braucht echt Zeit. Du musst die Kinder Schritt für Schritt kennenlernen, wenn sie das denn so früh überhaupt wollen.

2. Müsst ihr nach 4 Monaten doch noch schauen, wie sich eure Beziehung weiterentwickelt. Wenn der Mann ausgezogen ist, wird sich auch für euch sicherlich noch einiges verändern. Die Bedingungen sind auf einmal ganz andere. Da denkt deine Freundin noch überhaupt nicht ans Zusammenziehen. Das heißt doch nicht, dass sie es für immer ausschließt. Aber wenn ich mir vorstelle, ich hätte seit 4 Monaten einen neuen Partner, parallel wird erst das kaputte Eheleben sortiert und der neue Partner würde gedanklich schon mit vollen Umzugskartons vor der Tür stehen, würde mich das sehr unter Druck setzen. Ich kann verstehen, dass ihr die Farbe aus dem Gesicht gewichen ist bei deiner Aussage. Kinder, besonders im pubertierenden Alter, sind nicht berechenbar, besonders wenn jemand neues in das Familienleben einbricht. Es kann gut sein, dass sie dich insbesondere am Anfang ablehnen. Willst du dann gleich die Flinte ins Korn werfen? Wenn die Frau doch nach deiner Aussage deine große Liebe ist? Und meinst du davon abgesehen überhaupt, dass es gut wäre, nach 25 Jahren Alleinsein gleich in ein Familienleben zu springen?

W, 30
 
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Gast

  • #7
Lieber FS,

mein Rat an dich ist, Tempo rauszunehmen. Ihr habt Euch ja gerade erst kennengelernt. Und wenn ich richtig gelesen habe, ist ER ja noch nicht einmal ausgezogen und du sprichst schon von einziehen!? Geht nicht!

Dann sind da ja auch noch die Kinder. Die müssen ja erst mal die Trennung der Eltern verarbeiten, und dann ... nach einiger Zeit ... akzeptieren (oder auch nicht), dass es einen neuen Mann an Mamas Seite gibt ... und dann kannst Du mal über Annäherung nachdenken. Und falls die Kinder dich dann doch nicht (auf Anhieb) akzeptieren, kommen ja erst die Probleme ...

Es gibt ein Trennungsjahr für Eheleute, bevor sie geschieden werden. Und das ist auch gut so. Für alle.

So wie Du Dir das vorstellst mein Lieber wird das nix. Du warst wohl zu lange "alleine" und hast verlernt, dass auch andere Menschen Gefühle haben!?

Was spricht denn dagegen, Leben 1 und Leben 2 (Deine Worte) zu leben bis ihr Klarheit habt, ob das auf Dauer tatsächlich "eure Liebe des Lebens" (Deine Worte) wird?

Da warten nämlich noch einige Herausforderungen auf dich, der Du den Großteil Deines Lebens ein zufriedenes Singleleben geführt hast und nun von 0 auf 100 eine Familie "gründen" möchtest ...

viel Glück ... aber das wird kein leichter Weg für Dich ...


w, 50+
 
  • #8
Also ein dickes BRAVO für Dich, Du hörst Dich wirklich sympathisch, reflektiert und konstruktiv an. Alle Achtung, und das quasi ohne Beziehungserfahrung.

Die hat die Dame anscheinend reichlich - eher zuviel - und noch entschieden zu wenig Abstand von der gescheiterten Ehe.

Das wird schwierig, das muss Dir leider klar sein. Hast Du Geduld? Jahrelang? Ihr Aufarbeitungsprozeß fängt erst so wirklich an. Wie offen könnt ihr reden? Sieht sie auch eigene Anteile an der beendeten Beziehung?

Dir muss auch klar sein, dass Du die Dame noch kaum kennst und noch sehr rosa-rot siehst.

Schaffst Du es, Abstand zu halten, sie ganz ruhig und gelassen beim Trennungsprozeß zu begleiten und nicht schnell wirkliche Gemeinsamkeit zu erwarten? Dann kann es vielleicht tatsächlich eine dauerhafte Beziehung werden.

Viel Glück!
 
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Gast

  • #9
Bin ich zu egoistisch? Ist meine/ihre Liebe nicht groß genug? Ich bin eigentlich kein Kinderfan, aber für Sie würde ich alles tun, damit ich zu den Kindern ein freundschaftliches Verhältnis aufbaue.

Lieber FS,

zu egoistisch klingt das m.E. nicht, aber insgesamt - für meinen Geschmack - nach zu viel "Gas geben"...

Ihr kennt Euch doch erst vier Monate, Deine Freundin hat sich gerade erst getrennt, der zukünftige Ex-Mann ist noch nicht ausgezogen, das Scheidungsverfahren läuft gerade erst an und die Kinder müssen sich auch erstmal an die neue Situation gewöhnen. Alles ändert sich! Das kann man nicht mit dem Beginn einer Partnerschaft vergleichen, bei der beide solo und frei sind, sich sofort in etwas Neues zu stürzen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Phase eine hoch-sensible und oftmals belastende Übergangssituation darstellt, die erstmal bewältigt werden muss. Ich persönlich hatte da alles andere als den Kopf frei für eine neue Partnerschaft mit all den üblichen Konsequenzen (Zeit für den neuen Partner, Wünsche, Bedürfnisse, Anforderungen etc.).

Das muss bei Euch natürlich nicht der Fall sein und ich will Dir hier keine schlimmen Szenarien ausmalen. Es kann durchaus der Fall sein, dass Ihr diese ganzen Anforderungen, die jetzt auf sie zukommen, gemeinsam meistern könnt und Deine Hilfe / Unterstützung Deiner Freundin wichtig wird. Aber: ich würde dringend raten, ihr bzw. Euch sehr viel mehr Zeit zu geben.

Warum nicht mit kleinen Schritten anfangen, Euch beiden erstmal ausreichend Zeit zum Kennenlernen geben, fernab ihres noch bestehenden Familienszenarios? Schaufelt Euch erstmal Zeit zu zweit frei und schau' dann, auf welche Weise Du sie unterstützen kannst. Frag' sie, was sie sich wünscht und genießt das Hier und Jetzt. Nimm' den Druck heraus, indem Du nicht schon den zweiten Schritt vor dem ersten versuchst (z.B. mit Plänen für's Zusammenziehen, Verhältnis zu den Kindern aufbauen) - so liest sich das nämlich für mich).

Natürlich solltest Du Deine Wünsche und Bedürfnisse dabei nicht vergessen, aber versuch' es langsam anzugehen. Was spricht denn dagegen, dass Ihr erstmal 2-gleisig fahrt und Euch dann langsam, wenn die Zeit für Euch beide reif ist, wohnlich oder wie auch immer annähert?

Und, ja, das Verhältnis zu den Kindern ist zwar eine sehr wichtige Frage, aber auch da: lass' es gesund wachsen, wenn die Zeit dafür reif ist.

Vor dem ganzen Hintergrund finde ich ihre Reaktionen auch nicht widersprüchlich oder seltsam, sondern nur verständlich. Ich würde mich in der Situation, in der das Alte noch nicht abgeschlossen ist und das Neue schon beginnen soll, komplett überfordert fühlen.

Du wirkst auf mich sehr ungeduldig... sorry, aber Du wolltest eine ehrliche Meinung.

Dir auch einen schönen Tag :)

w/53
 
G

Gast

  • #10
Lieber FS

Ich möchte dich nicht ernüchtern, aber vielleicht deine Perspektive etwas zurechtrücken.
Du schreibst, dass diese Frau dein Leben komplett auf den Kopf stellt und du das angenommen hast.

Hast du einmal überlegt, was sich in ihrem Leben gerade alles Ändert? Scheidung, Alleinerziehend, finanzielle Probleme, der ganze Bürokram, der mit der Scheidung auf sie zukommt. Alles muss aufgeteilt werden, Sorgerecht, Versicherung, Altersvorsorge, der ganze Hausstand. Es müssen neue Regelungen gefunden werden, dazu kommt eine (noch sehr frische) neue Beziehung, wo man sich auch zuerst "einfinden" muss. Auch hier kommen neue Kompromisse, neue Situationen und wahrscheinlich neue Menschen dazu.


Das ist schon ein rechter Haufen, den sie da bewältigen muss. Dazu kommt die chronische Übermüdung und wahrscheinlich eine ordentliche Portion Respekt, vor dem was das noch alles auf sie zukommen mag.

Wenn ich mich in ihre Situation versetze, müsste ich mich zuerst einmal in der neuen Situation zurechtfinden und wieder Boden unter die Füsse bekommen, bevor ich noch zusätzlich Entscheidungen treffen könnte, die mein -möglicherweise- restliches Leben bestimmen.

Gleiches gilt für die Kinder. Ob die bereits drei Jahre wussten, das die Ehe der Eltern kaputt ist? Sehr fraglich. Wahrscheinlich sind sie doch etwas vor den Kopf gestossen durch die Trennung/Scheidung. Da wirst du wohl im Moment der Sündenbock sein, der Schuld ist, dass Daddy gehen muss.


In diese Situation setzt du dich nun mit Forderungen. Die Kinder sollen dich mögen, sonst stellst du die Beziehung in Frage.

Du willst bei ihr Einziehen, in diese noch sehr ungeklärte Situation, sonst stellst du die Beziehung in Frage.

Du kannst dir ein Beziehungsmodell mit zwei Wohnungen nicht vorstellen, macht sie es nicht möglich, stellst du die Beziehung in Frage.

Normalerweise warten Paare länger als vier Monate, bevor sie solche weitgreifende Entscheidungen treffen.
Und das würde ich auch dir raten. Lasst euch Zeit.
Trefft keine überstürzten Entscheidungen.

Lass ihr Zeit, sich in der neuen Situation zurecht zu finden und gib euch zwei Zeit, erst einmal die Verliebtheitsphase zu geniessen und die Beziehung etwas sacken zu lassen, bevor ihr sie mit überstürzten Handlungen belastet. Lasst den Kindern zeit, sich mit der neuen Situation zu arrangieren.

Liebe Grüsse und alles Gute!
 
F

FA04

  • #11
Hallo Lieber FS, 4 Monate ist wirklich zu knapp. Deine Freundin, will erst richtig Beziehung zu dir aufbauen, es geht immer im erste Linie um euch 2. Es ist sehr wichtig guten Draht zu Kindern haben, aber was bringt es, wenn zwischen euch die Chemie doch nicht stimmt. Ich habe hier einen Mann kennen gelernt. Beim 3. Date (Wochenende - Fernbeziehung) hat er seinen kleinen Kinder vorgestellt (Sie wohnen eigentlich bei Mama, aber er ist ein guter Vater und kümmert sich um Kinder so oft wie möglich ist). Für mich war zu schnell, für Kinder auch. Nach und nach habe ich guten Kontakt aufgebaut, wir haben gut zusammen gespielt, ich habe für kleine "Familie" gekocht und aufgeräumt. Ich war in diese Familienleben quasi bei 3. Date gedrungen. Wäre nicht schlimm, wenn es auch mit uns weiter ging. Leider ging es nicht. Ich bin ziemlich tolerant, wenn ein Freund mal Seitensprung macht. Unangenehm, aber kein Weltuntergang, kann ich ein oder andere mal verzeihen. Wenn es aber Partnerschaft mit Lichtgeschwindigkeit kommt, da habe ich überhaupt kein Verständnis dafür. Nach halbes Jahr habe ich Schluss gemacht. Und wie geht's jetzt die Kinder? Wird es jetzt neue Tante sofort vorgestellt? Hab nicht so eilig, erste Verliebtheit wird vergehen, dann sieht man wirklich ob es feste Beziehung ist oder was Vergehendes. Lass EUCH ZWEI Zeit. W41
 
G

Gast

  • #12
Ich würde mal sagen... nimm mal den Fuß vom Gas. Du schießt gerade mit dem Tempo über das Ziel hinaus uns erreichst das Gegenteil. Ich als Frau würde mich bei den Ansagen nach der kurzen Zeit den Rückwärtsgang einlegen.

Bis meine Partner mein Kind kennengelernt haben hat es etliche Monate gedauert, manchen haben es auch gar nicht kennen gelernt.

Den Vorschlage bei ihr einzuziehen...gruselig zum jetzigen Zeitpunkt. Ich möchte nun wirklich nicht von einem Mann abhängig sein.

Ich habe meine neuen Beziehungen immer längere Zeit zweigleisig gefahren. Ich stelle dem Kind doch nicht ständig jemanden vor. Deine Partnerin muss erst einmal das alte Leben abschließen. Die Kinder müssen sich auch neu sortieren, sich neu gewöhnen und das ganze verarbeiten und da soll dann gleich der neue Partner im Haus stehen. Das kann eigentlich nur schief gehen. Lass dir mal recht lange Zeit mit den Kids.

By the way: Mein Sohn geht auf die 30 und wohnt nicht mehr bei mir. Bis ich ihm meinen jetzigen Partner persönlich vorgestellt habe ist fast ein dreiviertel Jahr vergangen.
 
G

Gast

  • #13
Würde gerne Eure Einschätzung dazu hören. Bin ich zu egoistisch? Ist meine/ihre Liebe nicht groß genug? Ich bin eigentlich kein Kinderfan, aber für Sie würde ich alles tun, damit ich zu den Kindern ein freundschaftliches Verhältnis aufbaue.

Im Gegenteil finde ich, dass du viel zu altruistisch bist. Du gibst viel von dir, deinem Leben und deinen Vorstellungen auf. Zuviel meiner Ansicht nach.

(m)
 
G

Gast

  • #14
Ich würde ihr noch etwas Zeit geben.

Stell dir vor, ihr Leben hat sich seit sie dich kennt auch komplett verändert. Mit dem Einzugsangebot hast Du sie etwas überrumpelt - verständlich, sie muss sich auch erstmal komplett von der alten Beziehung lösen.

Gib ihr Zeit und beobachte wie es sich entwickelt. Noch ist der Noch-Mann ja noch nichtmal ausgezogen.
Wenn sie dich wirklich liebt, wird sie irgendwann auch keine Lust auf ein - wie du beschreibst zweigleisiges - Leben haben. Nur kann sie sich das anscheinend nicht so schnell vorstellen.

Für dich ist es die erste Beziehung nach 25 jahren, du bist voll motiviert und bereit - sie muss da erstmal noch etwas altes abschließen. Ich sage nicht, dass das heißt, dass ihr nicht schon zusammen sein könnt, aber ihr solltet das wohl eher etwas langsamer angehen, sonst gehts schief!

Viel Glück!
 
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Gast

  • #15
Hallo liebe Forengemeinde, hier der FS

lieben Dank für die teils sehr ausführlichen Stellungnahmen. Die Grundtendenz der Antworten ist ja ziemlich eindeutig, daher gehe ich in Summe auf die Postings ein.
Ich kenne die Dame schon seit ca. 6 Jahren, allerdings nur oberflächlich, ebenso wie Ihren Noch-Ehemann.****
Das Thema Einziehen ist kein wirklicher Wunsch von mir. Ich liebe meine Wohnung absolut. Vielmehr geht es eigentlich darum, das Haus zu retten. Da die Bank schon angedeutet hat, nicht gerade entgegenkommend zu sein, kann sich recht zügig die Situation ergeben, wo eine Zwangsversteigerung im Raume steht. Für diesen Fall hätte sie Wahl zwischen meinem Einzug (mit ca. 800 Euro 'Mietzuschuss') und Zwangsversteigerung. Was mich diesbzgl. stutzig macht ist, dass sie eine Zwangsversteigerung scheinbar als das geringere Übel ansieht. Das Geld einfach so zuschiessen kann ich derzeit eigentlich nicht (neues Auto gekauft).
Zum Thema zweigleisig fahren: Eigentlich habe ich da kein Problem mit, allerdings gelange ich physisch langsam an meine Grenzen.*
Ich schalte bisher ab*22:00*auf Sparflamme, gehe um ca.*24:00*ins Bett. Nun ist es so, dass sie um*23:30oder später Feierabend hat und noch was von mir haben will. Verständlich. Gegen*1:30*fährt sie dann, vor2:00*finde ich keinen Schlaf. Um*06:00*ist die Nacht zu Ende. Am WE übernachtet sie bei mir nach dem Dienst. Ein Zubettgehen vor*03:00*ist dann auch nicht drin. Um*07:00*heisst es aufstehen, da sie zu Hause sein will, bevor die Kinder wach werden. Verständlich. Da ich grundsätzlich schon erhebliche Schlafprobleme habe fühle ich mich derzeit wie jemand mit Dauernachtschicht, der tagsüber arbeiten muss. Kurzum, meine Lebensqualität sinkt irgendwie, trotz dieser Liebe. Das hatte ich irgendwie anders auf meinem Plan. Vielleicht bin ich auch ein Weichei.
Ich unterstütze sie wo ich kann. Wir hatten bereits einen Termin bei der Familienberatung, da ihr Mann da völlig abblockt.*
Aber egal, Ihr habt wirklich Recht, sie hat 'ne Menge Stress zur Zeit und ich werde den Druck da raus nehmen. Die Kinder bleiben erstmal aussen vor. Sie hat noch einen Stiefsohn, den der Ehemann mit in die Ehe gebracht hat. Er ist 22 und steht voll auf der Seite seiner Stiefmutter. Ich hatte gedacht, dass ich mit ihm vielleicht mal ein Bier trinken könnte, wenn er mag, um da einen Einstieg zu finden. Gute Idee?
Ich will das irgendwie schaffen. Ist halt komisch, befinde mich auf Wolke 7 und bin trotzdem kurz vorm Umkippen.**
Ich habe ständig im Hinterkopf, dass ich eines morgens aufwache und denke es reicht nicht mehr. Das wäre echt tragisch - für Beide.*

LG*****
 
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Gast

  • #16
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass ihr ein Modell nach dem Motto Leben 1 mit Kindern und Leben 2 mit mir vorschwebt. Allerdings betont sie auch, dass sie mit mir eigentlich alt werden möchte. Seltsam.
Ich habe ihr dann gestern noch gesagt, dass ich, bei aller Liebe, keine Beziehung mit ihr führen könnte, wenn ich mit den Kindern nicht klarkomme, bzw. diese mich ablehnen. Da ist ihr dann die Farbe aus dem Gesicht gewichen.
Das ist dann wohl der casus knacktus. Sie kann sich dieses 2-gleisige Leben vorstellen, ich kann das nicht.

Lieber FS,
das ältere Kind ist in der Pubertät, das jüngere kommt demnächst rein, in drei Wochen zieht der Vater aus.... es kann sein (muss nicht), dass deine Partnerin in der nächsten Zeit/den nächsten Jahren SELBER grosse Schwierigkeiten bekommen wird, mit ihren eigenen Kindern klarzukommen, man kann doch jetzt noch nicht sagen, wie die Kinder die Trennung verkraften werden und durch die Pubertät kommen werden.

Ich war vor fast 20 Jahren auch einmal der Auslöser dafür, dass mein damaliger Partner eine schon lange kaputte Ehe mit vier Kindern beendet hatte und die Scheidung eingereicht hat, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, die Beziehung zu ihm davon abhängig zu machen, ob und wie ich mit seinen Kindern klarkomme. Es wäre für mich auch absolut in Ordnung gewesen, wenn wir getrennte Wohnungen gehabt hätten, wobei das mein Partner nicht wollte, er wollte schnell bei mir einziehen.

Die Kinder waren dann nur jedes zweite Wochenende bei uns, wohnten bei der Mutter, die auch recht schnell einen neuen Freund hatte. Sowohl ich als auch der neue Freund der Mutter hatten von Anfang an ein gutes Verhältnis zu den Kindern, aber ich hab mich auch niemals in die Erziehung der Kinder eingemischt, war eher eine "gute Freundin" für sie, hab öfter mit ihnen gespielt und wir haben Familienausflüge gemacht. Wenn das Verhältnis anders gewesen wäre, hätte ich das aber auch akzeptiert und mich zurückgenommen.

Diesen Tipp kann ich dir auch nur geben, mache dir und ihr keinen Stress, geniesse ganz einfach die Beziehung zu deiner Freundin, ohne Forderungen für die Zukunft zu stellen (das heisst natürlich auch ein zweigleisiges Leben zu akzeptieren, wenn es angebracht ist) und lass SIE (und den Vater) die ganzen Entscheidungen bezüglich ihrer Kinder treffen. Es ist wichtig, die nächsten Monate und Jahre ganz geduldig und gelassen zu sein und zu bleiben, je entspannter du bist, desto entspannter kann sich eure Beziehung entwickeln; ich denke, das merkst du ja selber schon anhand der Reaktionen deiner Freundin.

w 50
 
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Gast

  • #17
Hallo FS.

Du hast nach 25 jahren in den letzten 4 Monaten endlich wieder jemanden gefunden.
Sie möchte nach X jahren ab dem xx.09.2014 endlich ihre Leben wieder sortieren.

Ja, prinzipiell sind Deine Anliegen *alle* berechtigt aber, ohne Dir nahe treten zu wollen, ich habe da meine Zweifel, ob das klappen wird mit Euch.
- Eure derzeitigen Arbeitszeiten sind absolut konträr.
- Mag sein, dass die Ehe schon seit 3 Jahren kaputt ist, aber Papa/Ehemann wohnt immer noch im Haus
- Kinder mit 11 und 15 haben kein Bock mehr auf einem neuen (Ersatz)papa, nicht heute und shcon gar nicht morgen.
- Finanzielle Ungereimtheiten
- Beziehugnsunerfahrenheit bei Dir: Du warst 25 jahre alt bei Beendigung Deiner letzten Beziehung
- und so noch einiges.

Frage: Wieso kann eine Frau mti Kindern im Alter 11 und 15 nach Mitternacht Feierabend nicht Zusammen mit einem Mann übernachten der ab 07:00 arbeiten muss. Wird eine kurze gemeisname Nacht aber soll reichen.

Bist Du Dir sicher, dass Sie glaubt, in Dir die Liebe Ihres Lebens gefunden zu haben?

M46
 
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Gast

  • #18
Hallo FS,

das was du hier an Fakten von DEINER Seite schreibst sind alles nur Visionen!!!

Bei Ihr kannst du Fakten aufzählen. Doch wieso willst DU so schnell zu ihr ziehen - wie viel Kilometer trennen euch?
Verdienst du selbst deinen Lebensunterhalt oder droht dir eventuell Harz IV?
Was hast du bisher für diese große Liebe getan, außer Visionen zu malen?

Wenn du so lange keine Beziehung hattest besteht eine sehr große Gefahr, dass du sehr eigentümlich bist. - DAS würde mir Angst machen. Wie kann ein Mann 25 Jahre seine natürlichen Triebe befriedigen und dann ein "Normales (für mich Monogames)" Sexualleben praktizieren? Wird es in diesem Bereich dann im Alltag überhaupt harmonieren können?

Sie KANN sich noch gar nicht emotional von ihrem Mann getrennt haben!!
Das kommt erst nach dem Auszug ihres zukünftigen Ex-Mannes.

Ihr kennt euch überhaupt nicht im Alltag! Vielleicht überschätzt du die Realität und sie muss es objektiver Einschätzen - wegen der Kinder (denke das dies für viele Frauen zutrifft).

Was hat Sie denn auf diese Frage geantwortet?
Wenn ihr über solche Dinge NICHT reden könnt, wie soll dann eine Beziehung im Alltag funktionieren - das sind die Basics.

Ich kann bei deinen Äußerungen nichts zielführendes erkennen - ich wiederhole - WAS hast du FAKTISCH schon getan. Von Illusionen und schönen Versprechungen wird man nicht den Lebensunterhalt bestreiten können. Das du dich in ihrem Haus siehst hat nicht nur Vorteile (Kinderbetreuung) zur Folge, sondern auch Kosteneinsparung für DICH. Falls du selbst nichts verdienst, muss sie dann noch ein Mäulchen stopfen.
Glaubst du vielleicht durch Kinderbetreuung (FALLS diese dich überhaupt akzeptieren - denn es ist sehr wahrscheinlich das sie dir die Schuld für die Trennung der Eltern geben!!) und Hausarbeit deinen Unkostenbeitrag zu leisten?

Machst du dir wirklich Gedanken über Sie und ihre = EURE HERAUSFORDERUNGEN?
Für mich steht hier nur was DU WILLST und nicht verstehst warum Sie es dir verwehrt - ziemlich egoistisch.

Sorry das ich so angriffslustig schreibe, doch genau diese Überlegungen haben mir geholfen einen riesen Fehler vermeiden zu können. Und für mich war er auch die Liebe meines bisherigen Lebens - Aber - mich und meine Kinder liebe ich zum Glück mehr :). Er hätte mich ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und mich emotional nur kaputtgespielt - was er natürlich niemals so sehen wird, denn ER hatte ja sooo viele VISIONEN - ist aber doch sehr FAUL und egoistisch im handeln.

w46
 
G

Gast

  • #19
Hallo FS,
das klingt doch alles super, Du musst nur mehr Geduld aufbringen.
Ich finde, Deine Partnerin macht alles sowas von richtig, das bewundere ich. Bestimmt würde sie vom Gefühl her auch lieber sofort alles mit Dir teilen, aber sie muss Disziplin aufbringen wegen der Kinder. Ich bin in ähnlichem Alter und habe auch zwei Kinder. Sie muss auf die Kinder Rücksicht nehmen und daher will sie nicht so schnell vorgehen. Das ist auch für Dich gut und für den Aufbau der Beziehung zwischen Dir und ihren Kindern, wenn ihr den Kindern Zeit lasst. Sie gewöhnen sich dann an die neue Situation viel besser und natürlicher.
Stelle Dir mal vor, deren Vater zieht ja erst am 1.9. aus. Die müssen damit erstmal klar kommen. Sie sind in bzw, fast in der Pubertät. Besuchszeiten beim Vater müssen geklärt werden.
Du kannst ja mal vorschlagen, ab und zu einen Tag mit ihr und den Kindern gemeinsam zu verbringen, am besten mit einer Aktivität, z. B. Bowling spielen, Kinobesuch, Ausflug, Städtereise, irgendwas, was die Kinder mögen.
Sonst bin ich ein bißchen neidisch auf Deine Freundin, dass sie so einen netten reflektierten Mann gefunden hat. Ihr schafft das schon. Wenn die Liebe da ist, dann geht alles, alles ist zu überwinden, wenn ihr das gemeinsam wollt und immer gut über alles reden könnt.
 
  • #20
Ich finde gut, dass du dir da so einen Kopf machst FS aber halte deine Ideen für sehr voreilig. Wenn der Vater noch dort wohnt, denkst du doch nicht allen Ernstes, dass du gleich, wenn er ausgezogen ist, dort einziehen kannst und alles ist gut. Das wäre sehr blauäugig, da die Kinder und ich vermute auch die Frau eine gewisse Zeit für sich brauchen werden. Für die Kinder wärst du dann eine Art Vaterverdränger und die würde dich wohl kaum akzeptieren. Aus der Ferne, die du jetzt hast, kannst du langsam ein freundschaftliches Verhältnis zu den Kindern aufbauen aber auch ganz langsam und bloß nicht gleich an die Tür klopfen, wenn ihr Vater nicht mehr dort wohnt.
 
G

Gast

  • #21
Machst du dir wirklich Gedanken über Sie und ihre = EURE HERAUSFORDERUNGEN?
Für mich steht hier nur was DU WILLST und nicht verstehst warum Sie es dir verwehrt - ziemlich egoistisch.

w46

hier noch mal #2

Diese Aussage ist ja wohl sehr weit hergeholt. Wo ist der FS denn egoistisch? Er versucht sich in seine Partnerin einzufühlen um die Beziehung zu verbessern. Ich wünschte andere Männer wären so. Heutzutage gibt es leider viel zu wenige, die an einer Beziehung arbeiten, da wird lieber gleich der nächste Partner gesucht.

Außerdem hat Liebe immer etwas egoistisches wenn man es mal so bedenkt.

Muss dem FS mal ein Kompliment machen an dieser Stelle, denn ich finde es wirkt so, als ob er sich sehr viel Mühe gibt und ihm die Beziehung viel bedeutet. Allerdings sollte das auf Gegenseitigkeit beruhen, lieber FS und ich denke du solltest dich selbst nicht zu sehr verbiegen für diese Beziehung. Es klingt so, als ob deine Partnerin sehr eigenständig ist und du solltest genau so deine Unabhängigkeit ein Stück weit bewahren.
 
  • #22
Lieber FS, Du bist bestimmt nicht egoistisch, sondern klingst sehr sympathisch, aber jetzt (engeren) Kontakt zu den Kindern aufbauen zu wollen, nachdem der Vater noch nicht einmal ausgezogen ist, wäre langfristig ungünstig. Da wäre ein Verlust das Elternhauses auch für mich leichter zu verkraften als die Aussicht, dass meine Kinder meinem künftigen Mann etwas nachtragen könnten, was von diesem gar nicht verursacht wurde.
Schutz der Liebe vor Schutz des Hauses... ich interpretiere das nicht als mangelnde Liebe zu Dir ;-)
 
G

Gast

  • #23
Hm, lieber FS, ich wünsche Dir wirklich sehr, dass Deine neue Liebe hält und von Dauer ist - allerdings sehe ich als grösstes Problem Eure total konträren Arbeitszeiten:
ich bin vor einigen Jahren aus dem Rhein-Main-Gebiet zu meinem Ex-Freund nach Bayern
gezogen um unserer damaligen neuen Beziehung eine Chance zu geben und es ist vor allem an dem Punkt "verschiedener Lebensrhythmus" gescheitert:
er, Musiker, mit Arbeitszeiten mittags bis spätabends mit langen Anfahrtswegen und Auftritten am Wochenenden (daher auch keine Wochenendbeziehung zum näheren Kennenlernen möglich); ich, normaler Bürojob tagsüber.
Ich hatte eine eigene Wohnung und wir haben uns schlicht zu selten gesehen und einer war immer übermüdet oder wir haben die Nacht (zu) sehr zum Tag gemacht oder oder.
Ich neige eh zu Schlafproblemen und obwohl ich eigentlich eine Nachteule bin, ging das auf Dauer nicht, dass ich unter der Woche sehr lange aufblieb, um ihn zu sehen.
Zumal er, wenn er heimkam, erstmal aufgedreht war (normal nach einem Arbeitstag), kochen wollte, viel reden etc und ich war eigentlich schon am "Runterfahren".
Ich wünsche Euch für diesen Punkt eine gute Lösung und hoffe, Ihr kriegt das hin.

w40
 
G

Gast

  • #24
Hallo liebe Forengemeinde, hier der FS
Er ist 22 und steht voll auf der Seite seiner Stiefmutter. Ich hatte gedacht, dass ich mit ihm vielleicht mal ein Bier trinken könnte, wenn er mag, um da einen Einstieg zu finden. Gute Idee?
Ich will das irgendwie schaffen. Ist halt komisch, befinde mich auf Wolke 7 und bin trotzdem kurz vorm Umkippen.**
Ich habe ständig im Hinterkopf, dass ich eines morgens aufwache und denke es reicht nicht mehr. Das wäre echt tragisch - für Beide.*

LG*****
Hallo FS,
mein Eindruck ist, Du hast Angst vor der Zukunft mit Ihr, das mit ihren Kinder`n nicht klar kämst...oder gar dich unwohl fühlst. Hast Du eigene Kinder? Du hast Angst, das die Kinder das Problem ausmachen könnten. Wie alt sind ihre Kinder?

Da gibt´s ein Spruch:

Wer etwas will findet Wege,
wer etwas nicht will Ausreden.

Freilich kannst über den Stiefsohn den Fuß in die Türe bekommen, aber...

Ich hoffe du, Ihr, findet immer Wege.

W/54
 
G

Gast

  • #25
Hallo, lieber FS,

Du hörst Dich sehr symphatisch an.

Bedenke aber, wer bringt denn die Kinder zur Zeit ins Bett und betreut sie, während die Mutter bei Dir ist? Wohl doch der Noch-Ehemann?
Du bist anscheinend voll verliebt, das ist schön. Die Aufgabe Deiner neuen Liebe, wäre jetzt, erstmal das Chaos mit ihrem Mann zu lösen, dass er auszieht und die Kinder auch über die Trennung Bescheid wissen.

Dann erst kannst Du Kontakt zu den Kindern aufnehmen, falls sie das möchte. Wenn sie sie dann immer noch raushält, weißt Du, dass sie eine andere Beziehung als Du möchtest.

Du engagierst Dich zur Zeit extrem, gedanklich, körperlich, zeitmäßig.

Schalte einen Gang zurück und sage auch mal, dass Du unter der Woche mal was Anderes vorhast. Irgendwie bist Du ja immer für ihre Zeiten bereit und leidest unter Schlafmangel. Die Glückshormorne machen das zur Zeit wett, aber auf die Dauer schwinden dann die Kräfte.

Du möchtest ihr helfen, das ist gut, sie ist skeptisch, also muss sie erst ihre Situation lösen, wenn sie Dich auch so liebt wie Du sie.

Piano jetzt mal spielen und schauen, was kommt.

Alles Liebe.
 
G

Gast

  • #26
4 Monate Beziehung sind gar nichts!
Abgesehen davon das ich euch beiden wünsche, das es klappt, solltest du etwas Geduld haben.
Teenager werden dich akzeptieren.
Aber so richtig trauen sie dem Braten erst nach Jahren! in denen sie spüren lernen, dass du ihrer Mutter auch gut tust und sie akzeptierst ohne ihr Papa sein zu wollen...
( damit du einen so langen Atem hast, solltest du dich von der Vorstellung verabschieden, dass dich die Kinder mögen sollen! Liebe, Freundschaft, das sind Geschenke!
Man muss dafür bereit sein.
Die Freundschaft eines Teenagers, der nicht bereit dafür ist, kannst du weder erzwingen, noch erbeten, noch erschleichen. Du bekommst sie geschenkt oder nicht.
Das die Frau nicht willst, das du einziehst verstehe ich
Sie ist dann auf dich angewiesen, die Kinder und du können dich auch nicht aus dem Weg gehen.
Warum soll denn das alles erzwungen werden.
Langfristig braucht sie oder du einen anderen Job. Da geht kein Weg dran vorbei ....
Genieße die Zeit mit ihr, verliere dich nicht, sei ihr eine helfende Hand, aber auch nicht beleidigt, wenn sie nicht alles annimmt.
Und die Kinder:
Sei nett und zurückhaltend. Und nimm ihre eventuelle Zurückweisung nicht gleich persönlich.
In dem Alter muss man erwachsene doof finden um seinen eigenen Weg zu entdecken.
W ( 30 und Kind getrennter Eltern)
 
G

Gast

  • #27
Hallo FS,

ich denke es ist vermutlich sinnvoll, so wie du es machst ganz pragmatisch klare Entscheidungen zu treffen und Nägel mit Köpfen zu machen, insbesondere da getrennt lebende Beziehungen unter besonderen Belastungen nochmals extra anstrengend werden wie du ja auch beschreibst.

Ich kenne dies andersherum, kam auch einmal an einen Punkt wo mir bewusst wurde dass es zerbrechen wird wenn man die Belastungen nicht rausnimmt oder wenigstens verringert. Insofern und auch was deine ganze Grundeinstellung angeht, finde ich deine Vorstellungen gut und richtig und sehr sinnvoll.

Was nicht zu vergessen ist haben manche Vorschreiber bereits geschrieben: Trennung, nicht einmal vollzogen, sicherlich anstehende Scheidung, noch einiges an Emotionen welche dieses mit sich bringen wird, die Kinder in Altersstufen welche auch nicht einfach werden, insbesondere unter dem Aspekt der Trennung und Scheidung der Eltern

Was ich noch bitten würde zu beachten ist, dass die Dame eine Warmwechslerin ist:

Auch wenn du nur "der Anstoß, nicht der Grund" für die Trennung warst, so liegt bei solchen Personen dennoch eine Persönlichkeit zugrunde, welche eher nicht klare Linien ziehen, eher nicht klare Entscheidungen zur Verbesserung einer Situation treffen, und eher nicht ihnen unbekannte Situationen eingehen.

Auf diesen letzten Aspekt würde ich mal mehr achten.

Wenn man es ansprechen würde, kommen da Gegenargumente wie "ich hätte mich über kurz oder lang sowieso getrennt" (nun ja, warum dann nicht vorher?) etc. So hart das klingen mag, aber das sind gut eingeübte Selbsttäuschungen derjenigen, um vor sich selbst besser dazustehen. Fakt ist, dass so veranlagte Menschen nicht ganz die Klarheit und Willensstärke haben um in ihrem Leben klare Linien zu ziehen oder auch für etwas Positiveres einzustehen. Deshalb bleiben sie ja in Altem kleben und deshalb brauchen sie ja Menschen wie dich, der die Situation klar umreisst, erkennt und Richtung Besseres zieht - nur leider erkennen sie das selbst nur unbewusst, oft werden sie also genau dagegen arbeiten, da ihr Inneres sie im Gewohnten verharren lässt.

Beobachte einfach mal, und nur für dich, wie es abläuft und ob du etwas wiedererkennst.

Ich wünsch dir was! :)

w47
 
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