• #1

Erste gemeinsame Wohnung, aber ich habe es mir anders vorgestellt. Wie jetzt weiter?

Hallo liebe Community,



Mein Freund und ich (Beide Mitte 20) sind nach 5 Jahren Beziehung vor 10 Monate in eine gemeinsame Wohnung gezogen. Wir kommen beide aus Hotel Mama und haben uns auf einen eigenen Haushalt sehr gefreut. Die Aufteilung der Haushaltsarbeiten klappte von Anfang an super und ist kein relevantes Streitthema bei uns. Jedoch habe ich mir das Zusammenleben als Paar ganz anders vorgestellt, viel romantischer, und frage mich nun ob wir ein Problem haben oder ob ich die Situation falsch und naiv einschätze– davon will ich mich nicht freisprechen.

Wir haben beide einen 8-5 Uhr Job und verbringen, abgesehen von vereinzelten Treffen mit Freunden, Einkaufen, Sport, die Abende zusammen in der Wohnung. – Ja, wir sind beide Stubenhocker, aber gerne! Dies war auch so, als wir unsere Zeit im „Kinderzimmer“ bei unseren Eltern verbracht haben. Wir haben Filme geguckt gekuschelt, geredet und uns miteinander beschäftigt. Nun, in der gemeinsamen Wohnung, kommt von seiner Seite aus gar nichts mehr und er beschäftigt sich alleine. Er nimmt mich nicht mehr in den Arm zur Begrüßung, gibt mir keine Küsse und zeigt allgemein kaum noch Zärtlichkeiten. Wenn ich auf ihn zukomme erwidert er es liebevoll, aber von ihm selbst kommt nichts mehr. Wenn ich nicht bei ihm ankommen würde, würden wir uns wahrscheinlich tagelang nicht berühren. Auch wenn wir mit Freunden unterwegs oder feiern sind. ist er abweisend zu mir. Die anderen Männer kommen im Laufe des Abends immer mal wieder zu ihren Freundinnen und nehmen sich kurz in den Arm – dies ist bei uns seit dem Umzug Fehlanzeige. Ich habe ihn bereits drauf angesprochen. Er sagt, dass er mich noch genauso liebt wie immer aber die „Interesse“ und der „Reiz“ nicht mehr so groß sind, da wir nun so viel zusammen sind. Klar, verstehe ich auf der einen Seite! Andererseits sehe ich aber befreundetet Paare, die ebenfalls zusammenwohnen und trotzdem die Zeit zusammen genießen und verrückt nacheinander sind.

So wie ich es hier aufschreibe, komme ich mir total blöd vor, als hätte ich keine anderen Probleme, aber ich möchte keine Beziehung führen, in der schon in jungen Jahres die Luft raus ist.

An dieser Stelle möchte ich euch fragen, wie ihr einen Zusammenzug empfunden habt und wie es eure Beziehungen verändert hat. Reagiere ich über und muss mich damit abfinden, dass meine Wünsche realitätsfern sind oder geht es wirklich den Bach runter?
 
  • #2
Ist nicht schlimm! Zieht wieder zurück in den elterlichen Haushalt und lebt euch erstmal aus! Man kann einige Jahre Stubenhocker sein, aber dann will man auch mal wieder was anderes erleben.

Andere Paare sind in der Regel mit 20 auch noch keine Stubenhocker. In diesen Jahren geht man in die Disko.
 
  • #3
Also, das klingt nicht danach, als wär die Wohnung das Problem, sondern seine Gefühle... wenn ich ehrlich bin.
Ich bin ziemlich schnell mit meinem Freund zusammengezogen, weil sich das so ergeben hatte - mein Mitbewohner zog aus. Wir kuscheln immernoch genauso viel wie vorher und auch nach über 4 Jahren zusammen wohnen hat sich daran nichts geändert. Wir freuen uns, wenn der andere nach Hause kommt und gehen uns nicht auf den Keks, haben auch genug Platz, so dass jeder mal seins machen kann. Ist allerdings meine erste Zusammen-Wohnen-Erfahrung.
Ich verstehe dich daher total und denke auch nicht:

So wie ich es hier aufschreibe, komme ich mir total blöd vor, als hätte ich keine anderen Probleme, aber ich möchte keine Beziehung führen, in der schon in jungen Jahres die Luft raus ist.
[…] Reagiere ich über und muss mich damit abfinden, dass meine Wünsche realitätsfern sind oder geht es wirklich den Bach runter?
Mich würde das auch total stören und ich würde mir Sorgen machen. Also, ICH finde deine Wünsche nicht realitätsfern. Nach deiner Schilderung. Es KANN natürlich sein, dass du übertreibst. Klar ist man am Anfang noch mehr verliebt und noch viel turteliger und das wird mit der Zeit weniger in fast allen Beziehungen. Jedoch wäre das ja wohl in den 5 Jahren schon zurückgegangen, nicht erst jetzt. Überdenke aber nochmal genau, ob du dich nicht reinsteigerst und es vielleicht nicht ganz so extrem ist, wie du es hier aufgeschrieben hast? Der Alltag beim Wohnen macht das ganze natürlich nochmal anders als wenn man sich gezielt verabredet und seltener sieht (wäre für mich nie ein Grund, nicht zusammenzuziehen, ich liebe den gemeinsamen Alltag, aber manche finden das ja auch schlimm).
WENN es wirklich so ist, dann hilft wohl nichts, als sich mit ihm hinzusetzen und zu fragen, wie er das wahrnimmt und was es für Gründe gibt. Ich würde immer vermuten, dass sich jemand nicht mehr sicher ist bei der Liebe, wenn er den Körperkontakt so runterfährt... Vielleicht hat er auch durch das Zusammenziehen Panik bekommen, so nach dem Motto: Oh Gott, ist es das jetzt fürs Leben? Bekommen wir Kinder und das wars dann? Kommt da noch was? Bin ich mir total sicher mit der Frau?
Wenn es nur daran liegen sollte, dass der Alltag bei ihm einfach abstumpfend wirkt, dann werden hier viele wohl empfehlen, dein eigenes Leben auszubauen, aktiver deinen Hobbys nachzugehen, allein mal Freunde zu treffen usw. Das stimmt sicher auch, aber wenn du gern "Stubenhocker" bist (was ich verstehe), dann hilft es wohl nix, sich da mit Krampf umzuorientieren. Ich nehme mal an, du hängst ihm ja nicht 24/7 auf der Pelle und fragst alle fünf Minuten, was er denkt.

w, 36
 
  • #4
Andere Paare sind in der Regel mit 20 auch noch keine Stubenhocker. In diesen Jahren geht man in die Disko.
Welche Disco? Fällt zur Zeit völlig raus, vor allem gab es schon letztes Jahr kaum welche. Ich bin in dem Alter auch 4x die Woche durch Discotheken und auf Weinfesten rumgeturnt. Die Jugend heutzutage ist aus meiner Sicht völlig anders. Party zuhause oder bei Freunden, mal in eine Kneipe, das wars. Ansonsten wird gechattet, geinstagramt oder Playstation gezockt.
Liebe FS, ihr solltet mit 25 nicht als Paar verschmelzen, bewahrt euch eure Eigenständigkeit. Dass ihr zusammen gezogen seid, okay, kann man machen.
Aber durch die beidseitige Couchhockerei seid ihr füreinander uninteressant geworden. Was habt ihr euch noch zu erzählen? Außer dass ihr Tante Frieda beim Einkaufen getroffen habt? Oder dass der Chef dich ärgert.
Du bist für ihn zu sehr selbstverständlich und vorhersehbar. Zumindest IHM scheint das nicht gut zu tun. Du gehörst quasi zum Inventar.
Er scheint resigniert zu haben, fühlt sich wie ein altes Ehepaar.
Das geht solange gut bis einer von euch beiden ausbricht. Du, weil du nicht genug Liebe bekommst, oder er, weil er sich langweilt.
 
  • #5
Mein Freund und ich (Beide Mitte 20) sind nach 5 Jahren Beziehung vor 10 Monate in eine gemeinsame Wohnung gezogen.
...
Er sagt, dass er mich noch genauso liebt wie immer aber die „Interesse“ und der „Reiz“ nicht mehr so groß sind, da wir nun so viel zusammen sind.
Ihr seid also mit 20 zusammen gekommen. Das ist eine Kinderehe. Die Pubertät geht bis Ende 20. Was wollt Ihr da zusammen wohnen? Wahrscheinlich hattet Ihr kaum andere Partner.

Da ist es alles andere als verwunderlich, wenn der Reiz nachlässt. Du stehst seinem Leben im Wege, das da heißt, aus dem Meer verfügbarer Frauen zu trinken. Er verpasst sein Leben. Deshalb kann er Dir keine Zuneigung mehr zeigen. Sein Unterbewusstsein weiß, das Zusammenleben mit Dir ist Versündigung an seinem Leben.

Gehe ich recht in der Annahme, Du hast auf das Zusammenziehen gedrängt und er war zu schwach, Dich zurück zu weisen? Jetzt stellt sich der Fluch der bösen Tat ein.

Zieht wieder zurück in den elterlichen Haushalt und lebt euch erstmal aus! ... In diesen Jahren geht man in die Disko.
Zustimmung
 
  • #6
Euer Beziehungsleben ist so, wie ihr beide es gestaltet. Eine gesunde Beziehung ist keine Verschmelzung!

Es kann schon sein, dass ihr jetzt mehr aufeinander sitzt als früher. Früher hattet ihr zumindest noch Kontakt zu den jeweiligen Familienmitglieder in der Wohnung. Das ist jetzt auch noch weggefallen.
Hat jeder von Euch beiden sein eigenes Privatleben? Das Privatleben musst Du aktiv pflegen.

Ich habe verstanden, dass Du kein Partygirl bist. Irgendwie wirst Du damals in der elterlichen Wohnung Deine Zeit auch stundenweise ohne Beschäftigung mit ihm verbracht haben. Irgendwelche Interessen oder Kontakte wird es da schon geben.

Ich bringe an der Stelle gerne eine Geschichte.

Ein altes Ehepaar wird zum 60. Hochzeitstag nach dem Geheimnis ihrer langen glücklichen Ehe gefragt.
Der Ehemann antwortete: Wir sind jede Woche zum Italiener Essen gegangen. Sie am Donnerstag und ich am Montag.

Früher hattest Du eigene Kontakte außerhalb der Beziehung zumindest in Form Deiner Familienmitglieder. Pflege die weiter.

Es ist wichtig, dass jeder von Euch beiden mindestens 2-3 Stunden pro Woche am Stück die Wohnung für sich alleine hat.

Das wird schon sehr viel verbessern
 
  • #7
Du bist jetzt für ihn das Hotel Mama. Er aber nicht für Dich. Auch wenn ihr beide Stubenhocker seit, wäre es sinnvoll in der Zukunft das zu ändern. Ihr werdet mehr Themen haben zum reden Diskutieren usw. Das beflügelt euren Alltag sehr. Selbst ein profaner Zoobesuch würde dazu schon beitragen.
 
  • #8
Wenn jetzt schon nach 10 Monaten mit mitte zwanzig nach dem Zusammenziehen die luft raus ist. Dann weißt du doch eigentlich das was nicht stimmt.
Wenn man aber auch nur aufeinander rumhockt dann ist man auch für den Partner nicht sehr intersessant.
Was will man sich den da noch erzählen?
 
  • #9
Ihr seid vom kuschligen Hotel Mama gleich ins kuschlige Zweier-Nest gezogen, ohne mal die Welt da draußen allein erkundet und erobert zu haben. Und jetzt merkt zumindest er, dass es ihm zu eng ist, während es für dich so kuschlig weitergehen könnte.

Ich glaube, da hilft nur wirkliche Offenheit: Wie würde er EIGENTLICH gern wohnen? Vielleicht lieber in einer WG mit Kumpels und ihr seht euch ab und zu? Versuch auch du, dich selbst zu finden - wer bist du allein als du, ohne deine Familie und ohne Anhängsel an ihm? Was ist an dir spannend, interessant, welche Pläne hast du, die ihr zusammen oder du getrennt von ihm umsetzen könntest? Eine wabblige Masse ohne eigenen Willen und eigene Interessen möchte (fast) niemand an seiner Seite haben, der noch jung ist und das Leben vor sich hat.

Alles Gute dir!
w56
 
  • #10
abgesehen von vereinzelten Treffen mit Freunden, Einkaufen, Sport, die Abende zusammen in der Wohnung. – Ja, wir sind beide Stubenhocker, aber gerne! Dies war auch so, als wir unsere Zeit im „Kinderzimmer“ bei unseren Eltern verbracht haben.
Joa so ist das. Am Anfang kann man gar nicht genug von einander bekommen. Jedoch alles Gute, kann auch zu Viel des Guten werden.
Es wird zu eng. Ihr hockt aufeinander. Kapselt euch ab.
Als ihr noch in Hotel Mama wohntet, wohntet ihr eben nicht zusammen.
Von daher hocktet ihr eben auch nicht so aufeinander wie jetzt.
Ist doch auch langweilig, immer nur Film gucken, oder TV gucken und kuscheln, abgesehen von den paar wenigen Treffen mit Freunden, die ihr ja auch gemeinsam unternehmt.
Zu einer ausgeglichenen Beziehung gehört eben auch, dass jeder so seine Hobbys hat, so dass man eben nicht JEDEN Abend Zeit miteinander verbringt. Irgendwann hat man sich sonst nichts mehr zu erzählen.
Es ist wichtig auch Zeit ohne den Partner zu verbringen.
Dann kann man sich auch mal gegenseitig vermissen.
Er spürt eben nicht mehr, dass er dich vermisst. Das ganze schlägt ins Gegenteil um. Die symbiotische Nähe schlägt ihn in die Flucht.

Also such dir irgendwas. Mach etwas mit einer Freundin. Unternehmt auch mal was alleine. Lass ihn auch mal alleine. Geh z.B. mit einer Freundin zweimal die Woche ins Fitness, oder so.
Mach einen Floristen-Kurs. usw. Nutze deine Freizeit auch für Dinge, die dich inspirieren und sei nicht nur das treudoofe fürsorgliche Kuschelweibchen. Das ist auch für dich selbst wichtig.

Kennst du das, wenn man feststellt, wie sich jemand verändert hat, weil man jemanden schon länger nicht mehr gesehen hat.
Das nimmt man nur mit Abstand wahr. Wenn man sich jeden Tag sieht, merkt man das gar nicht mehr.
Es ist dann immer das Gleiche. Keine Veränderung.
So kommt es dann auch, dass man sich irgendwann wie Geschwister fühlt, was sexuell eben nicht mehr so reizvoll ist.
 
  • #11
Ich nehme mal an, du hängst ihm ja nicht 24/7 auf der Pelle und fragst alle fünf Minuten, was er denkt.
Und genau das nehme ich an.
Bitte @Engel99 kläre uns da auf.

Wenn ich nicht bei ihm ankommen würde, würden wir uns wahrscheinlich tagelang nicht berühren.
Das ist wahrscheinlich die Crux. Der Kerl kann gar nicht auf den Gedanken kommen dich zu umarmen weil du ihm sowieso ständig am Hals hängst. Gebe ihm Luft, halte dich mal zurück und warte bis er kommt.
Ich weiss das dies für eine verliebte Frau schwer ist.
 
  • #12
Zum ersten stört mich total, das Du dich kleinredest, deine Gefühle zu erklären versuchst und dich für deine Gedanken entschuldigst. Du suchst die Probleme bei dir. HÖR BITTE DAMIT AUF!!! Für seine Gefühle sollte sich keiner entschuldigen müssen.
Mich stört auch, das er sagt das Interesse und den Reiz an dir verliert. Du weißt was danach kommt? Genau, eine andere, die das Interesse und den Reiz in ihm weckt. Du wirst zu langweilig für ihn.
Wie schon einige hier geschrieben haben, musst Du jetzt mal an dich denken. Geh' raus, sei nicht ständig der Stubenhocker...Mach was, alleine oder mit Freundinnen. Lass' ihn daheim sitzen und hab Spaß. Du bist Mitte 20...in dem Alter war ich fast nie zu Hause. Genieße dein Alter, zu Hause kannste sitzen, wenn Du mal 50 bist.
Egal ob 20, 30 oder 50, ein Mann möchte keine Stubenhockende Mutti zu Hause, die nur kuscheln will. Das ist auch schön, aber nicht immer. Ich will das bei meinem Freund auch nicht. Zeig' ihm auch mal die Krallen....sei frech. Kauf neue Dessous, erlebe etwas neues mit ihm im Bett. Sei selbstbewusst...
Noch ist es nicht zu spät....
 
  • #13
Ganz ehrlich- mit meinem Mann 24/7 aufeinander zu hocken würde bei mir wohl auch dazu führen!

Habt ihr eigentlich keine Hobbys?
Freundschaften?

Beziehung heißt doch nicht die Aufgabe des eigenen "Ich's"

Daran solltet ihr Arbeiten!
 
  • #14
Ach Mensch, Engelchen, blöde Situation😩
Ich persönlich finde es immer sehr schwierig, wenn man von zu Hause direkt mit dem Partner zusammenzieht. Gut, gab es bei uns damals nicht, wegen des Studiums und dem entsprechenden Studentenleben. Es ist so wichtig, einfach eine Zeit für sich gelebt zu haben, um herauszufinden, was man braucht, was wichtig für einen ist usw.

Ich habe es sehr genossen, alleine zu wohnen und hatte meine erste gemeinsame Wohnung mit 29 ... dann nochmal mit 41😉
Ich kann nur sagen, dass ich mich wirklich immer gefragt habe, wie bekomme ich diese Liebesbeziehung, diese Nähe hin mit einem Partner, mit dem ich bespreche, wann das Auto in die Inspektion muss, was gekocht wird, welche Termine anstehen, muss Toilettenpapier gekauft werden? Wie halte ich da die schöne Spannung, den guten Sex aufrecht?
Und dabei ist es mir NIE um andere Kontakte gegangen, nein @Andreas1965, muss Dich enttäuschen, es ging mir einfach um diesen persönlichen Spannungsbogen in der Beziehung.
Ich weiß, dass es vielen Menschen gelingt, sowohl Alltag als auch das Besondere zu vereinen, ich kann es irgendwie nicht. Ich brauche meine Auszeit für meinen Beruf und meine Gedanken und ich glaube, es geht ganz vielen Menschen so, aber sie sind nicht ehrlich zu sich und dem anderen gegenüber.

Ihr seid noch so jung, ich möchte gar nicht beurteilen, wie Eure Beziehung ist, wer mehr Nähe oder Distanz braucht, aber eines solltest Du bedenken, konzentriere Dich mal auf Dich, was bist Du für ein Mensch, welche Interessen hast Du usw.

Sorry, aber das kann doch noch nicht alles gewesen sein, hast Du nicht mehr Ansprüche an Dein Leben als dieses Stubenhocken?
 
  • #15
Auch wenn Du mehr schmusen möchtest....so bist Du ein Teil davon, wie die Beziehung läuft.
Vorher habt ihr Euch getroffen...jetzt ist eben der andere einfach permanent da....

Ihr ward immer schon häuslich aber eben nicht 24/7 kuschelnd auf der Couch

Und nun wäre es wirklich eine völlige Verschmelzung und die ist wirklich nicht immer so erstrebenswert

Ich alte Dame bin zwar mit meiner Ehe gescheitert aber zumindest ging's doch auch viele Jahre gut und wir sind in eurem Alter zusammen gezogen.
Gut unser Temperament war anders und beide gerne aus und unterwegs.
Zusammen Zuhause, getrennt unterwegs und auch etwas zusammen unternommen.
Auch in älter fiel immer einem auf....wir hocken zuviel rum, wir beide müssen etwas schönes erleben.

Ihr (er)lebt denke ich zuwenig
Und nichts was es zu erzählen gäbe...
 
  • #16
Ernsthaft? Dich wundert das?
Nur weil man zusammen wohnt und auf einander hockt, bedeutet es ja nicht das man zu Siamesen mutiert.

Arbeit alleine reicht eben nicht, um sich Freiraum zu schaffen.

Mach dich rar. Geh aus, suche dir Hobbys und Beschäftigungen.
 
  • #17
Liebe Engel, ihr lebt ein träges „Rentnerleben“, das kann’s doch mit Mitte 20 nicht sein! Shoppen, Sport, bisschen Party, plaudern, TV, Sex und das wars?

Wir haben beide einen 8-5 Uhr Job und verbringen, abgesehen von vereinzelten Treffen mit Freunden, Einkaufen, Sport, die Abende zusammen in der Wohnung. – Ja, wir sind beide Stubenhocker, aber gerne! Dies war auch so, als wir unsere Zeit im „Kinderzimmer“ bei unseren Eltern verbracht haben. Wir haben Filme geguckt gekuschelt, geredet und uns miteinander beschäftigt.
Das klingt so langweilig, da schläft ja sogar mir 50+ Couchpotatoe das Gesicht ein. Wofür begeistert ihr euch? Habt ihr irgendetwas, wofür ihr euch gemeinsam oder auch einzeln einsetzt?

Ich glaube, ihr müsst dringend ein bisschen Spannung, Leidenschaft und Abenteuer in euer Leben bringen.

Entweder durch ein „wildes“ Hobby wie Wildwasser-Rafting oder Bungee-Jumping, um euch mal aus der Komfortzone zu katapultieren,

oder auch durch langfristiges Engagement zB in der Entwicklungshilfe. Also sowas wie Brunnen oder Schulen bauen. Nicht nur als Spender, sondern auch vor Ort.

Zu einer ausgeglichenen Beziehung gehört eben auch, dass jeder so seine Hobbys hat, so dass man eben nicht JEDEN Abend Zeit miteinander verbringt. Irgendwann hat man sich sonst nichts mehr zu erzählen.

Es ist wichtig auch Zeit ohne den Partner zu verbringen.
Bin ich voll dabei, aber ihr scheint ja weder getrennte noch gemeinsame Hobbys zu haben. Vielleicht schätze ich das aber auch ganz falsch ein, dann tuts mir leid.

Eine wabblige Masse ohne eigenen Willen und eigene Interessen möchte (fast) niemand an seiner Seite haben, der noch jung ist und das Leben vor sich hat.
Das klingt natürlich echt hart, aber denk mal drüber nach. Irgendwie hab ich den Eindruck, ihr habt beide Angst vorm Leben und kuschelt euch deshalb so aneinander. Dein Freund merkt aber schon, dass das nicht so ganz passt.

Du hast viele gute Antworten bekommen. Lass erstmal alles in Ruhe sacken.
 
  • #18
Liebe FS,

Deine Zeilen erinnern mich an früher, nur ich war so wie Dein Freund. Und im Gegensatz zu meinem Freund damals, hast Du einen ganz guten Riecher.

Im nachhinein weiß ich aber, dass ich bestimmte Anzeichen schon vor dem Zusammenzug ignoriert habe. Auch wir hatten im Umfeld einige Pärchen, die sich wirklich geliebt haben und denen man das auch angemerkt hatte. Ich hatte meinen Freund zwar gern, dachte oder eher wünschte mir, dass ich ihn lieben würde. Und so bildete ich mir ein, ich würde es tun. Ein Punkt, der dazu führte war mein Umfeld. Ich habe mir deren Erwartungen verinnerlicht.

Mit 23 war ich fast soweit den Kopf in den Sand zu stecken und mich der Lebensplanung, die andere für mich bereit hielten in weiblicher "Demut" zu beugen. Das war mir aber zu dem Zeitpunkt nicht so richtig bewusst.

Er sagt, dass er mich noch genauso liebt wie immer aber die „Interesse“ und der „Reiz“ nicht mehr so groß sind, da wir nun so viel zusammen sind.
Der erste Teil des Satzes sind Lippenbekenntnisse und er hat auch seine Erklärung dazu. Habe ich bestimmt auch gesagt, vielleicht auch um Zeit und Raum zu gewinnen. Wie so oft hier im Forum zu lesen ist, es zählen die Taten und da kommt von seiner Seite nichts mehr. Ich habe auch nur noch reagiert und da wir uns sehr gut kannten und ich ihn wirklich gern hatte fiel es mir auch leicht und "Ich Dich auch" waren pure Gewohnheit und bedeuteten nichts.

Unsinnig fände ich es, wenn Du Dich verbiegen würdest. Tu das was Dir Freude macht. Und wenn es nach der Arbeit auf der Couch rumlümmeln ist und eine Serie zu schauen. Wenn Du keinen Spaß an Clubbesuche und nächtelangem Durchtanzen hast, lass es.

Ich wünsche Dir, dass Du glücklich wirst in Deinem Leben, egal wie es bei Euch weitergeht.
 
  • #19
Ich glaube, ihr müsst dringend ein bisschen Spannung, Leidenschaft und Abenteuer in euer Leben bringen.

Entweder durch ein „wildes“ Hobby wie Wildwasser-Rafting oder Bungee-Jumping, um euch mal aus der Komfortzone zu katapultieren,

oder auch durch langfristiges Engagement zB in der Entwicklungshilfe. Also sowas wie Brunnen oder Schulen bauen. Nicht nur als Spender, sondern auch vor Ort.
Stellvertretend für ähnliche Kommentare:
Wer sagt, dass jeder sowas MUSS? Ok wir leben in einer Spaßgesellschaft, aber wenn man eher gemütlich unterwegs ist, warum muss man das ändern? Jeder kann so leben, wie er möchte.
Dass die FS sich das anders vorgestellt hat, liegt m.E. eher daran, dass wie andere schon schrieben sie nie allein gelebt hat und deshalb nicht den Mehrwert des Zusammenwohnens erkennen kann jenseits von "jeden Tag füreinander Zeit haben". Für mich spielt da auch rein, dass man ab dem Schritt auch langfristige Dinge zusammen angeht, zusammen etwas aufbaut etc. Der Fokus ist beim allein leben ja eher ins Außen gerichtet (für mich zumindest), beim zusammen wohnen nach innen auf die Partnerschaft.
Ich kann verstehen, dass der Mann keinen Anlass sieht, abends zu kuscheln, weil es etwas anderes ist, wenn man sich extra trifft dafür bei den Eltern, da nutzt man die geringere Zeit mehr.
Natürlich ist es schön, wenn es wie bei @mokuyobi läuft, dass man auch so oft kuschelt, aber das heißt nicht, dass das normal ist und das andere ganz doof.
Ich habe das so bei meinen Eltern kennengelernt, und auch heute nach 44 Jahren Ehe merkt man, dass sie sich lieben, auch wenn sie das nicht durch Rumknuddeln auf der Couch zeigen, es ist halt eine tiefe Verbundenheit.
Mir fällt auch auf, dass sie sich gegenseitig nie groß infrage stellen durch Eifersüchteleien oder hinterfragen, ob noch genug Liebe da ist, sowas ist mir auch in meiner Beziehung zu nervig. Ich verstehe schon irgendwie, dass andere es gern haben, dass aktiv immer wieder Liebe gezeigt wird, aber das hat für mich den Beigeschmack, dass sobald man nicht immer mal wieder etwas aktiv macht, die Beziehung an sich infrage gestellt wird, das wirkt oft so unsicher. Ich möchte mich eher drauf "verlassen" (100% geht es ja nie), dass mein Freund einfach da ist und in 5 Jahren auch noch da ist, in 20 Jahren, und das kann ich bei ihm.

W36
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #20
Natürlich ist es schön, wenn es wie bei @mokuyobi läuft, dass man auch so oft kuschelt, aber das heißt nicht, dass das normal ist und das andere ganz doof.
Nein, natürlich muss das nicht so sein. Das Problem ist aber eben, wenn einer von beiden sich das anders wünscht. Ich denke zwar sowieso wie auch @KimCar , dass das schon nach weniger Gefühlen klingt von seiner Seite aus und da das Problem liegt. Aber auch so: Wenn einer nicht so ist, dass er dauerhaft gern körperlich zeigt, dass ihm der andere viel bedeutet, der andere aber anders ist, dann passt das nicht. Denn man kann auch schlecht zu dem, der sich das wünscht, sagen: Nu mach ma halblang, ist doch alles super. Das ist bei allen Bedürfnissen so. Manche Pärchen sind glücklich, weil beide nur zweimal im Jahr Sex wollen, manche sehen sich nur einmal die Woche und für beide passt das. Aber sobald einer eigentlich anders wäre und sich nur auf den anderen einstellt, dann stimmt eben was nicht beim Zusammenspiel der beiden Charaktere. Und ich kenne einige Pärchen, die schon zehn Jahre oder mehr zusammen sind und auch zusammen wohnen, jedoch noch Händchen halten oder auf eine körperliche Art liebevoll miteinander umgehen UND auch verlässlich eine gemeinsame Zukunft wollen, oft verheiratet sind. Die Verbundenheit kann da sein, egal, ob Knuddelei auf der Couch vorhanden ist oder nicht, logisch. Aber die FS wünscht es sich eben.
 
  • #21
Ja, das stimmt sicherlich, sorry. Noch einmal etwas Konstruktiveres ;-): Wenn ich mir gelungene Beziehungen in meinem Umfeld anschaue, dann ist für sie kennzeichnend, dass die beiden Partner*innen sich zusammen weiterentwickelt haben. Davon sehe ich bei euch nichts, obwohl ihr schon fünf Jahre hattet. Ihr könntet ein gemeinsames Hobby pflegen, zusammen einen Kurs besuchen, gemeinsam klüger und spannender werden, mehr Gemeinsames außer Zusammengehocke entdecken. Ich könnte mir vorstellen, dass ihm das gefallen könnte. Frag ihn doch mal, worauf er Lust hätte. Lass ihm unabhängig davon mal ein bisschen lange Leine, ermuntere ihn zu Treffen mit seinen Kumpels, überlegt mal zusammen, was für einen spannenden Urlaub ihr machen könntet, vielleicht zusammen mit anderen, und wenn's ein langes Wochenende ist. Bei langjährigen Partnern wirken gemeinsame Erlebnisse wie Kitt - gemeinsame schöne Erinnerungen sind einfach wunderbar. Und dazu zählt nicht der 789. Abend vor dem Bildschirm, auf dem eine Netflix-Serie flimmert.
 
  • #22
Jedoch habe ich mir das Zusammenleben als Paar ganz anders vorgestellt, viel romantischer, und frage mich nun ob wir ein Problem haben oder ob ich die Situation falsch und naiv einschätze– davon will ich mich nicht freisprechen.
Das Zusammenleben als Paar gestaltet man üblicherweise zu zweit - Deine Vorstellung ist dafür nützlich, aber natürlich sollte sie zu der Vorstellung Deines Partners passen. Dazu müsst ihr darüber reden, wie ihr euch die veränderte Situation vorstellt und müsst sie entsprechend gestalten.

Natürlich verändert Zusammenziehen eine Beziehung. Man sieht sich "rund um die Uhr" und muss sich zusätzlich über die Arbeitsverteilung etc. Gedanken machen. Die Situation, die ihr jetzt habt, finde ich völlig normal in dem Sinne, dass sie erstmal anders, ungeklärt, neu ist. Was fehlt, ist schlicht, dass ihr sie gestaltet. Und ob ihr das als "Couchpotatoes" tut oder mit täglichen Aktivitäten bis nachts um 1 Uhr, ist alleine eure Sache.
 
  • #23
Wer sagt, dass jeder sowas MUSS? Ok wir leben in einer Spaßgesellschaft, aber wenn man eher gemütlich unterwegs ist, warum muss man das ändern? Jeder kann so leben, wie er möchte.
Da hast du schon Recht, aber was die FS hier schildert, klingt tödlich langweilig. Und der Freund scheint ja auch nicht besonders glücklich mit der Situation zu sein.

Bei langjährigen Partnern wirken gemeinsame Erlebnisse wie Kitt - gemeinsame schöne Erinnerungen sind einfach wunderbar.
Seh ich auch so, deshalb mein Vorschlag zu spannenden Aktivitäten, muss ja nicht jedes Wochenende sein.

Aber nur auf der Couch rumhängen mit Mitte 20, das kommt mir schon sehr ungewöhnlich vor. Da hat man doch normalerweise noch massig Energie und Begeisterungsfähigkeit und möchte auch mal was erleben.
 
  • #24
Aber nur auf der Couch rumhängen mit Mitte 20, das kommt mir schon sehr ungewöhnlich vor. Da hat man doch normalerweise noch massig Energie und Begeisterungsfähigkeit und möchte auch mal was erleben.
Ich kenne Leute, die so sind und schon immer so waren. Die haben auch solche Partner und sind mit denen glücklich. Ich finde es daher schwierig, von außen zu sagen, ihr seid langweilig. Solange beide damit glücklich waren (als sie noch getrennt gewohnt haben), schien das ja auch nicht zu stören? Mein Onkel und seine Frau leben so seit über 30 Jahren, sind total glücklich miteinander. Von außen denke ich, ich würde sterben vor Langeweile. Aber das bin eben ICH, die schon mehrfach die Woche Bewegung braucht und geistige Anregung und auch mal Freunde um sich herum.
Wenn der Freund auch eine Coachpotato ist, dürfte ihn das ja eigentlich nicht stören oder er kann ihr zumindest nicht vorwerfen, so passiv zu sein, wenn er selbst genauso ist. Wenn es IHN stört, dann müsste ER ja aktiv werden und Sachen ändern. Nicht sie nur auf Vermutung, dass er das gern anders hätte... Außerdem treffen sie doch Freunde; sie schreibt ja, dass er sie da nicht beachtet.
Versteht mich nicht falsch, ich denke auch, dass gemeinsame Hobbys und Erlebnisse eine Beziehung frisch halten, aber das gilt nur, wenn beide das auch gern machen. Nicht, wenn sich einer oder beide dazu zwingen müssen. Gleiches gilt ja auch bei Sexpraktiken. Nicht jeder muss ständig Neues oder Aufregung haben, manche ticken eben anders.
 
  • #25
Auch wenn wir mit Freunden unterwegs oder feiern sind. ist er abweisend zu mir.
Es ist schon vieles gesagt.
Mich würde das zitierte am ehesten irritieren und mir würden nur zwei Möglichkeiten einfallen. Entweder ich verlange in den unmöglichsten Situationen nach Aufmerksamkeit, sei es er ist in eine intensive Männerunterhaltung vertieft, und merke das selber gar nicht. Oder er will in der Öffentlichkeit und vor anderen vermeiden, dass man als Paar erkannt wird.

Keine Ahnung was man sagen soll, taktieren, Spielchen spielen sich küsntlich rar machen? Das einzige was ich wohl sofort machen würde wäre die körperliche Berührungen einzustellen. Die Einseitigkeit würde mich stören.
 
  • #26
Als wir unsere Zeit im „Kinderzimmer“ bei unseren Eltern verbracht haben. Wir haben Filme geguckt gekuschelt, geredet und uns miteinander beschäftigt. Nun, in der gemeinsamen Wohnung, kommt von seiner Seite aus gar nichts mehr... Er sagt.... „Interesse“ und der „Reiz“ nicht mehr so groß sind, da wir nun so viel zusammen sind.
Zieht auseinander, aber nicht mehr zurück ins Kinderzimmer sondern jeder in eine eigene Wohnung. Führt erstmal jeder ein eigenes Erwachsenenleben, bevor ihr euch im Paarleben versucht.
Vielleicht kommt so wieder etwas Spannung rein, wenn ihr nicht in Langeweile aufeinander klebt, sondern euch umeinander bemühen müsst.
Wenn nicht, habt ihr Freiraum um nach anderen Partnern zu gucken.

An dieser Stelle möchte ich euch fragen, wie ihr einen Zusammenzug empfunden habt und wie es eure Beziehungen verändert hat.
Als ich das erste mal mit einem Mann zusammengezogen bin, kam ich nicht aus dem Kinderzimmer sondern hatte einige Jahre allein gelebt. Mein Leben bestand aber auch aus etwas anderem als:
Ja, wir sind beide Stubenhocker, aber gerne! ... Wir haben Filme geguckt gekuschelt, geredet und uns miteinander beschäftigt.
Daher kann ich Dein Problem nicht nachvollziehen. Wenn man ein langweiliges Leben führt, dann ist das auch langweilig. Was erwartest Du denn sonst?
Ihr seid beide so passiv medienkonsumierend, dass zumindest seine Libido auf den Nullpunkt liegt. Wie wäre es mal mit Powersport, um den Körper zu spüren und Energie zu bekommen?

Jedoch habe ich mir das Zusammenleben als Paar ganz anders vorgestellt, viel romantischer,
Du hast halt keinen Rommantiker als Partner, sondern wen wundert es: einen Langeweiler. Also klappt das nicht mit der Romantik.

muss mich damit abfinden, dass meine Wünsche realitätsfern sind oder geht es wirklich den Bach runter?
Deine Wünsche sind nicht realitätsfern, nur brauchst Du dafür einen weniger langweiligen Mann, der den Wunsch nach Nähe hat.
Es ist bereits den Bach runtergegangen. Ihr erstickt an eurer Langeweile.

Die anderen Männer kommen im Laufe des Abends immer mal wieder zu ihren Freundinnen und nehmen sich kurz in den Arm – dies ist bei uns seit dem Umzug Fehlanzeige.
Das ist normal, auch nach 20 Jahren Ehe, wenn ein Paar eine Verbindung zueinander hat. Bei euch liest es sich so, als würde das komplett fehlen, als wärt ihr nur aus gemeinsamer Langeweile zusammen.
 
  • #27
Das größte Problem ist wahrscheinlich, dass ihr Stubenhocker seit. Natürlich kann man momentan nicht in die Disco gehen. Trotzdem würde ich auch mal etwas raus gehen. Das Leben ist doch viel zu langweilig als nur zuhause rum zu hocken. Ich bin zwar schon etwas älter als ihr. Bin 44. Trotzdem muss ich immer noch raus gehen. Das ist doch kein Leben nur zuhause rum zu hocken.

Ihr solltet also zusammen raus gehen und natürlich ab und zu auch mal jeder für sich. Leider ist es auch oft so, dass man seine Freundschaften schleifen lässt wenn man in einer Beziehung ist. Ich denke mal jeder von euch hat auch noch seine eigene Freunde. Mit denen sollte man auch ab und zu was machen.
 
  • #28
Ich verstehe nicht, was für einige so unglaublich spannend dran ist, feiern zu gehen. Oder in die Disco. Was genau macht man in einer Bar, was interessanter ist, als ein gutes Buch zu lesen oder über irgendwelche Themen nachzudenken? Oder einem kreativen Hobby nachzugehen?

Oder seid ihr selbst so langweilig, dass ihr es allein mit euch nicht aushaltet? Ich habe mich zu Hause noch nie gelangweilt, aber dafür oft schnell in Gesellschaft.

Allerdings muss man auch zu Hause nicht die ganze Zeit aneinander kleben und auf dem Sofa vorm Fernseher sitzen. Da fällt der FS und ihrem Freund doch sicher jeweils noch was eigenes ein?

Liebe FS, du sagst, er beschäftigt sich alleine. Klar, ihr müsst euch jetzt nicht mehr verabreden, um was zusammen zu machen. Aber das heißt doch nicht, dass man ALLES nur noch zusammen machen muss. Oder heißt es das für dich, wenn man zusammen wohnt? Dann habt ihr vielleicht ein Nähe-Distanz-Problem, denn er will offensichtlich nicht die ganze Zeit etwas mit dir zusammen machen.

Darüber musst du nachdenken, denn ändern wird ER da vermutlich nichts mehr dran.
 
  • #29
Ich verstehe nicht, was für einige so unglaublich spannend dran ist, feiern zu gehen. Oder in die Disco. Was genau macht man in einer Bar, was interessanter ist, als ein gutes Buch zu lesen oder über irgendwelche Themen nachzudenken? Oder einem kreativen Hobby nachzugehen?
Es muss natürlich nicht unbedingt eine Disco oder eine Bar sein. Die FS und ihr Freund sind ja auch noch relativ jung. In dem Alter will man ja auch nicht nur zuhause sein. Ich kenne viele die auch tagsüber am Wochenende am liebsten den ganzen Tag nur zuhause bleiben wollen. Selbst wenn es richtig schönes Wetter ist. Frische Luft und vor allem Bewegung ist auch wichtig. Ich wurde früher zumindest so erzogen.

Natürlich gibt es bei mir auch bei mir mal Tage wo ich faulenze.
 
  • #30
Ich verstehe nicht, was für einige so unglaublich spannend dran ist, feiern zu gehen. Oder in die Disco. Was genau macht man in einer Bar, was interessanter ist, als ein gutes Buch zu lesen oder über irgendwelche Themen nachzudenken? Oder einem kreativen Hobby nachzugehen?

Oder seid ihr selbst so langweilig, dass ihr es allein mit euch nicht aushaltet? Ich habe mich zu Hause noch nie gelangweilt, aber dafür oft schnell in Gesellschaft
Liebe Serenissima,
Ich weiß nicht, ob ich langweilig bin. Ich kann gut alleine sein, meinen Interessen nachgehen oder dann einfach mal nichts tun...
Aber ich mag das Leben mit allen Facetten, Kino, Konzerte, Disco zum Tanzen, mich mit Freund*innen treffen/einladen, gesellig sein, mich mit anderen treffen, diskutieren, austauschen.
Weil auch das mir Freude macht, ich Impulse aufnehme, aber Ideen, Geschichten, Denkanstoße.
Und dann bin ich sowieso viel in der Natur unterwegs..

Hier lernen sich zwei kennen, im. Alltag miteinander und stellen fest, dass sie ziemlich unterschiedlich sind.
Die Frage ist, ob sich das noch zueinander entwickeln kann - oder schlicht, passt nicht.

W, 51