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Gast

  • #1

erste Gespräche: worüber spricht man?

Meine ersten Gespräche am Telefon oder persönlich verliefen wie mit jemandem, den man auch sonst kennenlernt. Meist über den Beruf, was in der Stadt so los ist, wo man in Urlaub war, etc. Durch welche Gesprächsführung aber kommt man in Richtung Partnerschaft voran? Welche Stufen durchlauft ihr?
 
  • #2
Ja, das ist doch ideal: Beruf, Urlaub, Freizeit, Politik und so weiter... Hauptsache man plaudert, die Zeit vergeht wie im Fluge, man hat sich was zu sagen -- dann muss man sich treffen, tagesausflüge zusammen unternehmen und schauen, ob man sich sympathisch ist, die Wellenlänge stimmt, die Chemie passt und dann entwickelt sich die Nähe schon von selbst, wenn beide wollen. Die Themen dürfen dabei ruhig im ganz normalen Bereich bleiben.
 
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Gast

  • #3
#1 Wie du möchtest schon allein im ersten Telefonat in Richtung Partnerschaft etc. gelangen? Ist das nich ein wenig realitätsfern? Das braucht doch so seine Zeit. Beim ersten telefonischen Kontakt, der ja in der Regel dem schriftlichen, interessanten und angenehmen Kennenlernen folgt, geht es doch eher darum, zu erkennen, ob derjenige/diejenige in Stimme, Audruck, Gebahren sympathisch rüberkommt, man sich überhaupt irgendwie miteinander unterhalten kann. Und angenehm punktet. Danach findet es sich doch erst, ob man weiterhin miteinander in Kontakt (telefonisch) stehen möchte oder aber sich dann danach - also nach dem Telefonat - persönlich kennenlernen möchte. Ich denke, du gehst da nicht ganz richtig ran. Etwas schnell. Und etwas viel beim ersten Mal erwartet. Hab Geduld. Sei entspannt. Bei Sympathie und gleicher Wellenlänge findet sich doch alles fast von selbst. w, 48
 
  • #4
@#2: Na ja, alles, was man beim ersten Telefonat oder Treffen mit einem Online-Kontakt bespricht, geht in irgendeiner Weise in Richtung Partnerschaft. Bei allem was du sagst, musst du damit rechnen, dass dein Gegenüber es dahingehend "auswertet", ob du mit deinen Ansichten und deinem Verhalten mit dieser Person kompatibel bist.

Das ist auch gar nicht verwerflich, wenn man das mit Augenmaß tut und nicht beim allerkleinsten Mismatch schon innerlich abschaltet. 100%ige Kompatibilität wird man niemals erreichen.

@Fragestellerin: Auf jeden Fall ist es eine sehr schlechte Gesprächsführung, wenn man zu viele direkte Fragen stellt, die womöglich auch noch suggestiven Charakter haben. Besser ist es, wenn man einfach seine Meinung zu einem bestimmten Thema sagt und dann kurz innehält. Dann wird dein Gegenüber schon seine Meinung zu dem Thema sagen. Eventuell wird dir nach dem Mund geredet, aber auch das merkt man ja irgendwann. Konkrete Themen hängen natürlich von deinen Hobbys und Vorlieben ab. Bei sehr ernsten Themen wie Politik hin und wieder einen kleinen Scherz oder Spaß einstreuen, sonst wird das ganze zu sachlich und spröde.

Übrigens würde ich das Thema Partnerschaft gar nicht so direkt ansprechen. Das artet dann ganz oft darin aus, dass man über Exbeziehungen spricht. Und sowas ist fast nie gut. Eine Metadiskussion über ElitePartner oder andere Partnerbörsen würde ich auf jeden Fall vermeiden.
 
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Gast

  • #5
Das ist sehr unterschiedlich, viele Gespräche laufen so ab, wie du sie geschildert hast, Was ich eigentlich als Einstieg ganz gut finde. Entwickelt sich aus dem ersten Date weitere Verabredungen, kann man bestimmt kurz erzählen, was man selber für grundsätzliche Vorstellungen bezüglich Partnerschaft hat, um zu klären, ob man gegebenenfalls eine ähnliche Ausrichtung hat.

Bei mir hat es sich auch schon ergeben, dass meine Datingpartner schon sehr früh erzählt haben, was ihnen wichtig ist. Auch das fand ich gut, weil die Gespräche sehr locker und offen stattfanden. Was mich stören würde, wenn die Gespräche wie Verhöre geführt werden oder mit sehr grosser Erwartungshaltung. So was nervt mich dann eher. Mir reicht es, zu wissen, wie seine allgemeine Einstellungen zu Familie, Zusammenziehen etc. sind. Solche Punkte kann man relativ früh aufbringen. Wenn beide etwas komunikativ sind, wird jeder seine Vorstellungen erzählen, ohne dass man sich gegenseitig ausfragen muss. Was Details betrifft, da würde ich mich allerdings zurückhalten, bis allenfalls wirklich romantische Gefühle ins Spiel kommen. Man muss ja nicht schon am Anfang der Beziehung klären, wieviele Kinder man haben will und wie teuer das zukünftige Haus sein darf.

Letztlich ist es aber individuell, wenn sich Gespräche entwickeln, da jeder Mensch anders ist. Solange du locker bleibst, niemanden penetrant ausfragst und das Thema wechselst, wenn du merkst, dass der andere nicht darauf eingeht, kannst du fast alles erzählen, was dir wichtig ist - egal ob es das erste oder fünfte Treffen ist. Wenn du ein guter Gesprächsführer bist, kannst du diese Themen sogar bereits am Telefon einbringen, vorausgesetzt, es herrscht eine entspannte Atmosphäre.
 
  • #6
Bei ersten Gesprächen war folgende Frage
an ihn für mich immer außerordentlich hilfreich:

" Schau aus dem Fenster und beschreib mir einfach , was du siehst..."
Er konnte in China sein, in New York oder auf dem "platten Land.".:

Die für mich wichtigsten Informationen über seine Persönlichkeit habe ich durch diese Frage bekommen..
 
  • #7
@#5: Könntest Du das genauer erläutern? Woran erkennst Du für Dich gute Antworten, was sind schlechte? Auf welcher Ebene beurteilst Du das?
 
  • #8
Um jemanden näher kennen zu lernen, muss man nicht über "Partnerschaft" sprechen - erst einmal geht es darum, vom anderen zu erfahren, wie er "die Welt" sieht und seinen Platz darin.
Stimmt die Wellenlänge, sprudeln die Themen meist ohnehin.
Wenn ein Gespräch sehr mühsam in Gang kommt und immer wieder stockt, ist das für mich ein Zeichen, dass man eben nicht besonders kompatibel ist.
Ausnahme: Eine gewisse Befangenheit ganz am Anfang, dafür gibt es aber einfache Themen wie der letzte Urlaub oder man sagr mit kleinem Lächeln: "Ja, so ein bisschen bin ich jetzt schon sprachlos, Sie auch?"
 
  • #9
@6-Frederika:
Die einfachste Antwort in New York lautet vielleicht :" Ich sehe ganz viele Menschen und Autos."
Auf dem platten Land: " Ich sehe ein Haus , ansonsten nur Grün."
Dann kommt es für mich darauf an, wie detailliert er mir das beschreiben kann.Hektische, telefonierende, aus Pappbechern trinkende Menschen in New York... , oder eine kleine Katze, die auf dem Feld lauernd vor einem Mauseloch sitzt auf dem Land...Und selbst wenn seine Sprache vielleicht nicht so blumig und phantasievoll ist ( das ist ja bei naturwissenschaftlich oder technisch veranlagten Männern häufig durchaus der Fall), dann kann er das, was er sieht vielleicht in einen Kontext setzen:
"Das Haus ist ein Bauernhof, wie er ganz typisch für diese Gegend ist, nämlich...
All das verrät mir viel über seine Differenziertheit, auch über seine Emotionalität :
Ist er in der Lage die Stimmung dieser Szene einzufangen, es zeigt u.U. auch Humor, wenn er vielleicht eine Kuh beschreibt, die gerade pinkelt...
Ob eine Antwort gut oder schlecht ist, hängt für mich davon ab, ob bei mir von dem, was er wahrnimmt, ein Bild in meiner Vorstellung entstehen kann und sich daraus bei mir ein Gefühl von " gleicher Wellenlänge" entwickelt.