• #1

Erstes Date in einer Gruppe? Was meint ihr?

Meine Mitgliedschaft läuft zwar noch ein paar Monate, aber eigentlich bin ich mit dem Online-Dating durch. Und täglich grüßt das Murmeltier, man fängt immer wieder die gleiche Konversation an – manchmal denke ich mir, der Effizienz halber könnte ich mir auch Textbausteine zurecht legen. Bei den Treffen ist es dann ähnlich, ich habe diese „Bewerbungsgespräche“, denen jede Leichtigkeit fehlt, satt.

Früher war alles viel einfacher. Man lernte ständig neue Leute kennen. Beim Grübeln über alte Zeiten ist mir wieder eingefallen, dass wir damals oft im gemischten Rudel unterwegs waren – viel unternommen haben, private Partys veranstaltet haben usw. Immer wieder brachte jemand jemanden neuen in die Gruppe mit. Nur… irgendwann hat das aufgehört. Viele haben Familie, manche sind weggezogen, andere haben sich stark verändert… wie das Leben eben spielt. Eine Handvoll Freunde ist mir aus dieser Zeit noch geblieben, ein paar neue Kontakte – aber nicht mehr so viele wie damals – kamen dazu.

Ich möchte daher mal folgende Idee in den Raum stellen und mit euch darüber diskutieren:

Da die ersten Treffen immer so steif ablaufen – wie wäre es, sich zuerst mal in einer Gruppe zu treffen, um gemeinsam etwas zu unternehmen?

Ich weiß, solche Konzepte gibt es (Singlewandern, Singlereisen,…) Das Problem bei diesen Angeboten (einiges habe ich ausprobiert) ist, dass nur nach Alter gefiltert wird, aber alle anderen Merkmale, die entscheiden, ob Persönlichkeit oder Lebenssituation ansatzweise passen, außen vor gelassen werden. Die Anbieter sind anscheinend froh, wenn sie bzgl. Personenzahl auf eine entsprechende Gruppengröße kommen.

Wie wäre es also, wenn ich (w35) mal alle Singles (m/w) aus meinem erweiterten Bekanntenkreis zusammensammle – ich komme da wahrscheinlich auf 7-10 Leute – und jeder von denen sucht eine/n für sie/ihn interessanten Kontakt (z.B. aus dem Netz) und man unternimmt etwas gemeinsam? Ziel sollte sein, dass man mit mehreren Personen unverbindlich ins Gespräch kommt – alles weitere ist offen.

Natürlich ohne finanzielles Interesse – also jeder trägt seine Kosten (z.B. Eintritt) für sich, für die „Organisation“ würde ich nichts verlangen.

Wenn euch jemand eine solche Idee in einer Nachricht vorschlägt, wie würdet ihr reagieren?

Ich bin auf eure Gedanken gespannt – bitte gebt mir an, ob m/w und euer ungefähres Alter.
 
G

Gast

  • #2
Man kann ein Zweier-Date auch spannend gestalten wenn man bereit ist, sich ein bisschen Mühe zu geben und sich etwas jenseits von dem obligatorischen Café oder Restaurant einfallen zu lassen. Einfach mal auf die Homepage der eigenen Stadt gehen und schauen, was es so alles gibt. Dann bekommt man automatisch neue Impulse und die Unterhaltung wird eben nicht ein "Vorstellungsgespräch".
 
G

Gast

  • #3
Die Gruppe, die da entsteht ist ja kein gewachsenes Rudel, wo mal neue Leute hinzukommen, sondern die Gruppenmitglieder sind ja miteienander auch nicht so vetraut. Und dann bringt jeder noch ein neues Date mit, Unsicherheit auf allen Seiten Womöglich findet das neue Date auch dann nicht einen selber toll,sondern interessiert sich für jemand anderen....
Da finde ich den Vorschlag von Gast 1 besser, das eigene Date nicht so routiniert ablaufen zu lassen, sondern mal wieder Neugierde auf den Menschen zu entwickeln, der vor Dir sitzt.

Oder du hast gar keinen Bock auf online-Dating mehr...wenn schon die erste Begegnung nicht spannend genug ist und durch andere Leute aufgepeppt werden muss...wenn du mit dieser Haltung in ein Date gehst, keine Vorfreude, kein Kribbeln mehr, ist es vielleicht besser Pause zu machen...
 
G

Gast

  • #4
Ich würde es als Datepartner komisch finden, wenn das erste Date in einer Gruppe ablaufen sollte, wo ich niemanden kenne. Wenn man von von seinem Date in dessen Gruppe mitgenommen wird, kennt man ja zumindest sein Date vorher schon ein bisschen. Das erste Date ist doch eine persönliche Angelegenheit, da möchte ich zu zweit sein.
Da würde ich eher denken, der andere will erst mal nicht so viel Nähe, alles unverbindlicher halten und mich evtl. testen, wie ich jetzt mit dieser Gruppensituation umgehe. Ich galube, ich würde absagen.
 
  • #5
Man sollte sich beim ersten Date schon miteinander sehen und unterhalten können.

Ich traf mich mit einer Frau zum ersten Date in einer größeren Stadt.
Beim Stadtbummel war sie sehr abgelenkt durch die versch. Eindrücke und Sehenswürdigkeiten. Konversation als auch Blickkontakt waren dabei schwierig.
Dann wollte sie eine große Kirche besichtigen, aber innen war es so hellhörig und hallend, dass selbst flüstern aufgefallen wäre. Einen Cafè-Besuch lehnte sie ab, und fuhr davon. Mein Vorschlag per Mail, für ein weiteres Date an anderem Ort ..... keine Antworten.

Ich hörte von einem regelmäßigen Single-Treff = Singles ab 40+ treffen sich in einem der versch. Ausflugslokale zum gemeinsamen Essen + Unterhaltung. Organisiert via Kleinanzeigen-Werbung (nicht kommerziell).
Mischung "Ball der einsamen Ladenhüter" und "Senioren-Treff".
Eine Bekannte präsentierte mir ihren Mann, den sie dort kennenlernte.
35, schüchternes Muttersöhnchen, keine Ahnung (Jungfrau ?) und wohnte noch bei seinen Eltern.

Organisierte Gruppenreise alleinerz. Singles mit ihren Kindern auf eine Schweizer Alm, auch zur Partnersuche. Eine AE-Mutter bändelte mit einem AE-Vater an. Plötzlich entschied sich dieser Mann aber für eine andere Teilnehmerin. Folge: Große Enttäuschung und starke Eifersucht bei der sitzen gelassenen. Die das andere Paar auch noch mitansehen mußte, bis zum Ende des Aufenthaltes. (Quelle: TV-Doku).

Sommer: Treff mit Vereinskollegen im Kleingarten. (mit Grill, div. Salaten und Kuchen, Getränke - jeder bringt was mit.). Einziges Manko: Fast keine Singles darunter. Eine Single-Dame war 30 Jahre jünger, die Andere über 20 Jahre älter als ich.
 
G

Gast

  • #6
Wie wäre es also, wenn ich (w35) mal alle Singles (m/w) aus meinem erweiterten Bekanntenkreis zusammensammle – ich komme da wahrscheinlich auf 7-10 Leute – und jeder von denen sucht eine/n für sie/ihn interessanten Kontakt (z.B. aus dem Netz) und man unternimmt etwas gemeinsam? Ziel sollte sein, dass man mit mehreren Personen unverbindlich ins Gespräch kommt – alles weitere ist offen.
Ich (47) bin hier in einer Freizeitgruppe, die sich über das Internet gefunden hat. Viele verschiedene Leute, die gemeinsam etwas unternehmen. Vom Alter her bunt gemischt, sonst auch. Ich merke, dass für mich nicht die richtige Frau dabei ist.

In einer bunt zusammengewürfelten Gruppe passt für die meisten nichts so richtig, bei einer nach Kriterien zusammengestellten Singlegruppe ist die Frage, was die Kriterien sind.
 
G

Gast

  • #7
Das ist doch keine Schnapsidee, das IST sein Lifestyle! Er ist viel in Gruppen unterwegs, er macht viele Partys, er mischt gerne unter Menschen mit. Du musst dich dem anpassen können - ohne zu nörgeln. Das wird nicht nur heute so sein, sondern auch später. So etwas wird sich nie legen. Wenn dir das nicht gefällt, dann such dir einen anderen Mann.
Meiner Ansicht nach, kommst du das typische Alter der Damenwelt, wo Frauen gerne heimisch werden und den Partner am liesten für sich daheim anketten will und selber nicht mehr ausgeht.

Ich kann jetzt schon sagen, du passt einfach nicht an die Seite eines so aktiven, geselligen Mannes. Das wird immer Streitthema zwischen euch sein. Der Mann will nun mal nicht gerne alleine mit dir sein, er mischt lieber in Gruppierungen mit. Kann ich verstehen. Ich bin auch lieber da, wo das Leben tobt - auch gerne in Beziehungen. Abgeschottet komme ich mir mit dem Partner schnell wie scheintot vor.

w(33)
 
  • #8
Wanderungen in der Gruppe sind definitiv viel ungezwungener als das Face to Face in einem Café. Weil es nämlich nicht um Hopp oder Topp geht, sondern sich Sympathien zu verschiedenen Teilnehmern entwickeln, von denen dann eine allmählich über die anderen hinaus wächst. Und das beruht dann oft auch auf Gegenseitigkeit. Würde man sich zu einer weiteren Wanderung - dann zu zweit - verabreden, wäre das Eis schon gebrochen. Eigentlich ideal.