• #61
Wenn beide geimpft bzw geboostert sind spricht doch nichts dagegen. Es hat ja fast jeder ein Smartphone. Da kann man sich das Zertifikat darauf laden. Wenn man ganz sicher sein will kann man sich ja vor dem Date ja noch testen lassen.
 
  • #62
Ja. Dass beide geimpft sind, halte ich als selbstverständlich.

Das wird aber doch nur mit (*hier Impfquote einsetzen*) Prozent Wahrscheinlichkeit der Fall sein!

Im Gegenteil, ich würde sogar sagen (meine Beobachtung, zumindest bei Frauen), dass unter den Singles überproportional viele Ungeimpfte gibt. Oft fällt das zusammen mit anderen alternativen Aktivitäten und Lebensmodellen. Reiki, Prana, Bachblüten, Heilsteine, Joga, "spirituelle Entdeckerinnen", Waldorf- und Montesori-Pädagogik, vegane Ernährung, viele Katzen, etc. etc. kommen ja häufig bei weiblichen Singles vor.

Darunter gibt es auch sehr viele Geimpfte. Doch ist die Quote in ungefähr dem Maße unterrepräsentiert, wie sie bei Ärzten, Ingenieuren, etc. höher repräsentiert ist!

Wenn man beim Dating die alle ausschließen würde, dann bleibt nicht mehr viel zu Daten übrig! Auf meine Kriterien, die eh schon die Kohorte der in Frage kommenden Kandidatinnen sehr einschränkt "on top", wäre das eine Katastrophe!

V.m51
 
  • #63
Ja, ich habe kürzlich einen augenscheinlich sehr vielversprechenden Kontakt verabschiedet, weil er sich nicht impfen lassen möchte. Seine Gründe: bringt mir persönlich keinen Nutzen. Das reicht mir um zu wissen, es würde nicht passen. Für mich ist das der letzte Grund den ich gelten lassen würde. Tut mir leid aber es gibt Dinge, die schließen eben einen für mich potentiellen Partner aus. Unreflektierter Egoismus gehört dazu. Oder um bei deinem Beispiel zu bleiben, Äußerlichkeiten wie Größe, Haarfarbe, etc. sind mir nicht wichtig. Die inneren Werte müssen aber stimmen, sonst geht bei mir nichts.
In diesem Fall hat Corona das Bez. Problem geklärt und vorab gelöst, wäre es ohne Corona auch dazu gekommen, dass es nicht passt? Denn es hätte ohne Corona zwar unbemerkt auch nicht gepasst, interessant ist, dass viele Frauen bei der Bez. findung genau auf die falschen Dinge schauen und sich später wundern, dass es nicht klappt, kann ja nicht!
 
  • #64
Trefft ihr euch beim ersten Date trotz Corona dennoch in einem Restaurant/Café? Mittlerweile schlagen einige spazieren gehen vor. Finde ich unpassend. Habt ihr das auch oder ist das eher die Ausnahme?
Für mich eine Grundsatzfrage, wie Veganer, Pferdeliebhaberin, Sex am ersten Abend oder Muslim.
Letztlich musst Du doch nach Deiner Lebenseinstellung handeln und Dir einen passenden Partner suchen.

Ich selbst bin dazu übergegangen, Corona als Dauerzustand zu sehen, einfach als zusätzliches Risiko, wie Grippe oder Herzinfarkt. Ich tue, was ich kann, aber meine Lebenszeit ist zu kostbar, um Angst zu haben und nicht wirklich zu leben. Ins Restaurant gehe ich daher genauso selbstverständlich wie vorher und wenn der Spaziergang passender ist, dann eben der. Für mich überschaubare Gefahren beurteile ich für mich, reduziere oder akzeptiere sie, aber ich bin kein ängstlicher Mensch. Also ernst nehmen, Impfung und dann keine Angst vor anderen Menschen, egal ob im Kino, Bus, Flugzeug oder Fitnessstudio. Ich habe noch niemanden ausgegrenzt.

Aber Lebenseinstellungen müssen kompatibel sein. Ich habe mit Ungeimpften keinerlei Probleme, in meinem Umfeld sind mehrere und darunter überwiegend normale Menschen, zum Teil auch Wissenschaftler, die ihre guten Gründe haben. (Übrigens auch eine Reihe, bei denen der Status in beiden Richtungen falsch angenommen wird, was sehr interessante Einsichten bringt😊).
Mich nerven die überängstlichen Dauermahner genauso wie die extremen Querdenker. Wer geimpft ist, braucht aus meiner Sicht den Ungeimpften kaum mehr zu fürchten als den mit Grippe vor zwei Jahren.
Wer Probleme mit dem Immunsystem hat, bei dem wissen wir leider, Geimpfte können auch anstecken, bei diversen Gelegenheiten und in diversen Papern ist das klar erkennbar. Da bleibt nur Rückzug, selbst wenn alle geimpft sind.

Wie siehst Du das also? Ist der Ungeimpfte für Dich ein Problem? Bist Du selbst ungeimpft und hast Angst vor seiner Reaktion? Möchtest Du selbst in kein Restaurant? Was nützen Dich die verschiedenen Sichten hier, wenn doch nur Deine wichtig ist?

Aktuell ist das Thema so dominant, Du liest das auch hier, dass unterschiedliche Sichtweisen dazu eh hinderlich sind, insbesondere, wenn ängstliche Geimpfte Ungeimpfte ausgrenzen oder schräge Ungeimpfte sich als Verschwörungsdenker zu erkennen geben. Wenn Du also gerne ins Cafe oder Restaurant gehst, warum nicht? Und wenn Du es lieber meidest, was nützt dann ein Partner, der unbedingt ins Kino will?

Also würde ich einen potentiellen Partner, wie in anderen Fragen auch, genau aus dieser Deiner individuellen Sicht anschauen

Für mich wird dabei dankenswerterweise klar erkennbar, auch als wesentliches Auswahlkriterium für eine Beziehung: Toleranz oder Intoleranz. Lebensangst oder Lebenslust😉
 
  • #65
In der Praxis steigt die Anzahl der Dates, bei denen man sich zuhause trifft. Erinnert mich an die Studizeiten, als man wenig Geld hatte.
Ich weiß, das wird aus Sicherheitsgründen nicht direkt empfohlen (wobei, so ein Waldspaziergang…). Im Zweifelsfall Adresse bei einer Vertrauensperson hinterlegen, eventuell Kontroll-WA vereinbaren.
 
  • #66
Ich habe z.B seit einer verpfuschten und sehr schmerzhaften Zahngeschichte eine Zahnarztphobie. Da gehe ich aber auch 2 Mal im Jahr durch, weil meine Zahngesundheit schwerer wiegt als meine Panik, dass nochmals so gepfuscht wird.
Ich bin mal zehn Jahre nicht beim Zahnarzt gewesen. Meine Abwägung war also anders herum. War sie dann falsch? Warum sollte eine Spritzenphobie dann nicht akzeptabel sein?
Ja, ich habe kürzlich einen augenscheinlich sehr vielversprechenden Kontakt verabschiedet, weil er sich nicht impfen lassen möchte. Seine Gründe: bringt mir persönlich keinen Nutzen. Das reicht mir um zu wissen, es würde nicht passen.
Völlig richtige Reaktion. Für beide Seiten hätte es nicht gepasst. Und die Begründung ist natürlich nicht politisch korrekt. Ich bin aber sicher, mit mehr Debatte über gesunden Egoismus hätten wir mittlerweile mehr Geimpfte als mit dem überall propagierten Altruismus.
Für mich sind Intoleranz, sehr ängstliche Menschen und solche schwierig, die andere Sichtweisen nicht verstehen können. Akzeptieren muss man sie natürlich für sich nicht, aber reflektiertes Denken sieht auch anders aus.
Ein Ungeimpfter gefährdet aus meiner rationalen Sicht immer noch in erster Linie sich selbst. Die Geimpften halten ja sowieso Abstand und sind geschützt, zahlreiche Studien belegen das weiter vorhandene (wenn auch niedrigere) Ansteckungspotential genauso wie die klar geringere Eigengefährdung ab einem gewissen Alter. Er mag also unvernünftig sein, egoistisch ist er nicht.
 
  • #67
Ich gehe einen ganzen Schultag nicht auf Toilette, keine Zeit , keine Lust , keine Zeit zum Trinken gehabt und eine Aversion gegen Schulklos.
Ich mag Spaziergänge sehr . Und gestern waren es 14 Grad und Sonne und ich war viele Stunden in meinem geliebtem Park, heute bei düsteren Regenwolken am See, jemand der mit mir spazieren geht hätte schon mein Herz gewonnen , am Ende dann noch einen Kaffee oder einen Glühwein und alles ist gut .
 
  • #68
Wie stellst du dir eine Beziehung als geimpfte mit einem ungeimpften vor, egal aus welchem Grund er sich nicht impfen lässt? Ich kann mir das nicht vorstellen, sorry.
Ich weiß nicht, was manche für Assoziationen haben, wenn sie "ungeimpft" hören, das sind doch größtenteils ganz normale, durchschnittliche Leute.

Ich habe Silvester mit sehr guten Freunden von mir gefeiert, ein glückliches Paar: er geimpft, sie ungeimpft. Beides total nette Leute, schon immer gewesen. Niemand würde ihnen ansehen, dass sie einen unterschiedlichen Impfstatus haben, viele wissen es noch nicht mal, ja, manch einer hat schon unwissend in ihrer Gegenwart über Ungeimpfte gelästert und gemeint, niemals würde er sich mit "solchen" Menschen treffen -- dabei sitzt einer gerade mit am Tisch und schweigt betroffen oder amüsiert.

Sie leben im Prinzip ganz normal und unscheinbar ihr Leben weiter, gehen arbeiten und spazieren, kochen zusammen und schauen abends auf dem Sofa Serien. Weihnachten haben sie zusammen bei seiner Familie verbracht, dort ist sie weiterhin immer gerne willkommen, denn Familie, Freundschaft und Partnerschaft sind da und auch uns wichtiger als "so was". Wir haben darüber geredet, seine Familie (selbst geimpft) käme nie auf die Idee, seine Freundin wegen eines Impfstatus etc. auszugrenzen, allein der Gedanke ist dort völlig abwegig. Sie bleibt doch der nette, interessante Mensch, der sie immer war.

Das Gleiche gilt für andere Ungeimpfte, die ich kenne, und eigentlich sind polemische Begriffe wie "Ungeimpfter" oder "Impfgegner" für diese Personen auch unpassend, denn sie sind gegen andere Sachen geimpft und auch nicht generell gegen Impfungen oder diese Impfung, ja, finden es sogar gut, wenn jeder, der möchte, sich impfen lassen kann, nur wollen es eben selbst für sich persönlich nicht aus bestimmten Gründen, die sie auch ausführlich erklären können, wenn man sie fragt und nicht gleich verurteilt. Deswegen kann ich mir solche Beziehungen schon gut vorstellen, auch Freundschaften und alles andere.

Ich weiß, dass es hier manchmal aufstößt, wenn ich unpopuläre Personengruppen "verteidige" (z.B. habe ich das auch mal bei Fremdgängern gemacht), aber das kommt u.a. daher, dass ich solche Menschen persönlich kenne und weiß, dass sie "trotzdem" nett, vernünftig und keine Unmenschen sein können.

Es ist vielleicht auch ein Unterschied, ob man so was im Nachhinein erfährt bei einem sympathischen Menschen, auf den man sich bereits eingelassen hat, oder von vornherein Checklisten durchgeht und kategorisch ausschließt. Jedenfalls verurteile ich nicht mehr so hart, seit ich selbst zufrieden und glücklich bin und Menschen persönlich kenne und mag, die ich früher vielleicht verurteilt hätte.

Aber @Lebenslust bringt es natürlich gut auf den Punkt: Wem es sehr wichtig ist, mit einem Geimpften in ein Café mit ordentlicher Toilette (das vor allem!) zu gehen, der sollte genau das tun. ;)
w27
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #69
Also ich stimme der FS zu...geh ich draußen spazieren mit Kaffee to go im Winter....ist die Kombi für mich spannend, dass ohne Pipipause zu schaffen. Muss ich schon länger fahren um da hinzukommen und auf dem Weg plätschert noch ein Bach...wünschte ich, ich wäre ein Mann oder es wäre noch das Laub auf den Sträuchern.

Aber wenn das passiert, dann muss ich dem Richtigen zumuten können, dass es natürlich und nicht peinlich ist.
Aber die Chance das alles trocken bleibt ist doch höher;-)

Und ein Vorschlag doch in der Nähe eines Cafés zu laufen, würde doch jede Frage Richtung Covid klären.
Hier kann ein Ungeimpfter auch mit Test in kein Café....was für mich heißen würde, ich treffe mich dennoch. Allerdings a mit Test und definitiv ich auch, trotz Impfung, jetzt weiß man ja wie ansteckend ich sein kann. b) mit keinem der mit mir über das Thema diskutieren will

Mit einigen hier würde damit ein Treffen nicht stattfinden, da sicher schon die Erwähnung, Einstellungen und Aussagen zeigen würde, die mir zu nazistisch sind....und nein hier liegt kein Schreibfehler vor.
 
  • #70
Ich bin mal zehn Jahre nicht beim Zahnarzt gewesen. Meine Abwägung war also anders herum. War sie dann falsch? Warum sollte eine Spritzenphobie dann nicht akzeptabel sein?
Nö, für dich nicht! Es ist deine Entscheidung und betrifft in erster Linie nur dich und ggf. die Frau die dich küsst ;)
Bei einer Impfung habe ich aber einen gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen. Jedenfalls ist das meine Meinung.
Völlig richtige Reaktion. Für beide Seiten hätte es nicht gepasst. Und die Begründung ist natürlich nicht politisch korrekt. Ich bin aber sicher, mit mehr Debatte über gesunden Egoismus hätten wir mittlerweile mehr Geimpfte als mit dem überall propagierten Altruismus.
Das kann ich nicht sagen, weil mir die Perspektive von Menschen, die sich nicht impfen lassen bisher nicht einleuchten will. Ausnahme Phobien und gesundheitliche Gründe.
Für mich sind Intoleranz, sehr ängstliche Menschen und solche schwierig, die andere Sichtweisen nicht verstehen können.
Ich halte mich für einen sehr toleranten Menschen und ich versuche immer den anderen zu verstehen. Vor allem wenn er mir seine Sichtweise verständlich erklärt. Wenn jemand wirklich eine Phobie hat, dann kann ich das gelten lassen. Ich weis wie es sich anfühlt. Ich weis aber auch, dass man die überwinden kann, wenn man für sich die Entscheidung trifft.
Akzeptieren muss man sie natürlich für sich nicht, aber reflektiertes Denken sieht auch anders aus.
Ein Ungeimpfter gefährdet aus meiner rationalen Sicht immer noch in erster Linie sich selbst.
Und das ist aus meiner Perspektive ein Denkfehler. Impfen funktioniert nur, wenn die breite Masse impft. Damit haben wir schon einige tödliche Krankheiten zurück gedrängt. Vielleicht sehe ich das auch so, weil ich ein paar Freunde habe, die auf einer Covid Station arbeiten. Diese Menschen sind direkt betroffen, genau wie mein kleiner Sohn, den ich jetzt impfen lasse, weil viele Erwachsene es nicht tun. Es geht bei dieser Frage nicht um das Individuum.
Die Geimpften halten ja sowieso Abstand und sind geschützt, zahlreiche Studien belegen das weiter vorhandene (wenn auch niedrigere) Ansteckungspotential genauso wie die klar geringere Eigengefährdung ab einem gewissen Alter. Er mag also unvernünftig sein, egoistisch ist er nicht.
Ich habe mich nicht geimpft, weil ich Angst habe! Ich habe mich geimpft damit wir Corona irgendwie abmildern, eindämmen, oder wenigstens so weit in die Knie zwingen, dass schwere Verläufe nicht mehr an der Tagesordnung sind. Ich habe mich geimpft, weil ich in dieser Gesellschaft lebe und lieber Teil der Lösung als Teil des Problems bin.
 
  • #71
Medizinische Erklärung: Die Blase der Frau ist deutlich kleiner.
Und bei den Mengen, die ein erwachsener Mensch trinken soll, ist es nicht ungewöhnlich, dass man unterwegs mal muss, gerade in der Kälte.

Ich würde dann eben zusehen, nicht gerade zwei Stunden draußen herumzulaufen.
Nur als Beispiel: Man wohnt in einer Großstadt. Da braucht man mit der S- Bahn schon mal locker 30 Minuten bis zum Treffpunkt. Damit es sich lohnt, geht man ca 1,5 Stunden spazieren. Dann muss man noch 30 Minuten heimfahren. Auf dem Weg möchte man praktischerweise evtl noch kurz etwas einkaufen. Gibt insgesamt ca 3 Stunden, wo man unterwegs ist.

Auch völlig gesunde und junge Frauen müssen während 3 Stunden vielleicht mal zur Toilette. Wenn man seine Regel an einem starken Tag hat, könnte es nach 3 Stunden auch unangenehm werden. Also wenn Spaziergang, dann eher in der Nähe und nur ne Stunde oder so.

Euer Ernst: Beim ersten Date soll der Mann ins Dixie Klo und die Frau im Gebüsch verschwinden??? Omg, totaler Attraktivitätskiller haha...

Ein Spaziergang ist auch schwieriger planbar, da es evtl stark regnen könnte und da haben viele dann keine Lust. LG w32
 
  • #72
Wer geimpft ist, braucht aus meiner Sicht den Ungeimpften kaum mehr zu fürchten als den mit Grippe vor zwei Jahren.

nur wollen es eben selbst für sich persönlich nicht aus bestimmten Gründen, die sie auch ausführlich erklären können, wenn man sie fragt und nicht gleich verurteilt.

Ich habe zwei Kinder unter 5 Jahren, die sich leider noch nicht impfen lassen können.
Ich bin geboostert. Weniger aus Angst, sondern damit dieser Mist irgendwann für alle so harmlos ist, wie eine Erkältung. Denn mich nerven diese Einschränkungen und noch mehr nervt mich, dass die Einschränkungen auf einer Hospitalisierungsrate beruht, die im wesentlichen durch Ungeimpfte hervorgerufen wird.

Meine Tochter durfte letztes Jahr als einziges Kind ihrer Gruppe nicht in die Kita. Ganze 5 Monate lang, denn ich war ja im Mutterschutz, Wochenbett und anschließend Elternzeit. Ich musste bangen, ob mein Mann mit zur Geburt durfte. Zu sämtlichen Untersuchungen, sei es schwangerschaftsbezogen oder meinem auffälligen PAP-Test (für die Männer: Test auf Gebärmutterhalskrebs) durfte er sowieso nicht mit. Ich habe gegen Corona-Auflagen verstoßen, weil meine Eltern uns beide zusammen besuchen waren und mein Vater nicht wochenlang alleine zu Hause blieb (meine Mutter hat mich zum Ende der Schwangerschaft als "Haushaltshilfe" unterstützt). Ich musste bangen, ob sie überhaupt hier vor Ort ein Zimmer anmieten durften, denn die Ausnahmen waren eng gesetzt. Ich durfte zeitweise eine befreundete Mutter mit Kinderwagen nicht mehr draußen zum Spaziergang treffen, weil Kinder anfangs noch mitzählten und mancherorts dafür Bußgelder verteilt wurden

Ich habe alles mitgemacht, auch wenn ich mich über vieles geärgert habe. Ich bin schon froh darüber, keine Schulkinder zu haben, denn die haben aus meiner Sicht in der Pandemie wirklich verloren.
Vor diesem Hintergrund: nein, ich habe kein Verständnis dafür, dass jemand sich aus Angst oder Null-Bock-Einstellung nicht impfen lässt.
Zum Glück gehe ich ab März wieder arbeiten. Meine Kinder wären nämlich wieder die Ersten, die sonst aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Nur, weil ein paar Leute sich nicht impfen lassen wollen.
@Inanna* und @Lebens_Lust
Ich kann verstehen, dass einen die Impfskeptiker nicht stören, wenn das eigene Leben wenig oder aushaltbar tangiert ist. Von den Leuten aber, die mehr betroffen sind, sollten eure Freunde kein Verständnis erwarten.

W36
 
  • #73
Warum tut ihr euch das an? Daten im Winter? Im Frühling und Sommer reicht doch völlig und ist charmanter. Aussengastronomie ist für mich viel schöner als in Innenräumen.

Ich date in den kalten Jahreszeiten grundsätzlich nicht!
Mir ist es da zu kalt. Mir ist das Wetter auch oft zu trist.

Ausserdem bevorzuge beim Date (und nicht nur da) ein Kleid zu tragen, halterlose Strümpfe und kein Höschen.
Das stellt in den Wintermonaten selbst für mich eine unüberwindliche Herausforderung dar.
Soweit geht die Liebe dann doch nicht!
Ich bestehe auf Hose und Strumpfhose.

Spazierengehen empfinde ich im Allgemeinen als überaus dröge.
Die ersten Dates sollte man schon allein aus Sicherheitsgründen an öffentlichen Plätzen abhalten.
Beim vorangegangenen Schriftverkehr UND Telefonat bemerkt man doch, ob es harmoniert. Da wird man ein Essen doch überstehen!

Ich machte letztes Jahr eine Ausnahme!!!! Mitte Oktober hatte ich das letzte Date! Mitte Oktober!!! Warm eingepackt!!!

Das Ulkige hierzu!
Der Herr war von Beruf Urologe!!!!
Er hat sich richtig gewundert, dass ich es als Frau mit solch gut durchbluteter, praller Haut so lange ohne Toilettengang aushielt. Wir waren erst in der Stadt spazieren und dann essen.

PS. Mir ist es egal, ob mein Gegenüber geimpft ist oder nicht.
 
  • #74
Da ich nicht geimpft bin und das auch so bleibt, kann ich nur im Freien daten. Oder bei mir im Haus, oder bei ihr. Und siehe da, es geht. Jetzt ist das allerdings nicht mehr nötig, da ich gerade in der Anbahnungsphase bin. Die Dame hatte kein Problem, mich zu sich einzuladen. Allerdings kannte sie mich da schon ein wenig und konnte sicher sein, dass ihr keine noch so kleine Gefahr droht.
Ich hatte früher auch schon Dates daheim, oder bei ihr. Es gab nie Probleme. Hängt halt vom Menschenbild ab. Ich bin anständig und und unterstelle das anderen auch.
 
  • #75
Denn mich nerven diese Einschränkungen und noch mehr nervt mich, dass die Einschränkungen auf einer Hospitalisierungsrate beruht, die im wesentlichen durch Ungeimpfte hervorgerufen wird.
Ich verstehe natürlich schon den Punkt, aber ist es nicht auch irgendwie unfair, den eigenen Ärger und Frust über die Einschränkungen auf alle Ungeimpften zu übertragen? Sie sind ja nicht direkt schuld und verantwortlich, denn sie beschließen diese Regeln ja nicht, im Gegenteil, viele hinterfragen sie (in Teilen) kritisch.
Ich habe alles mitgemacht, auch wenn ich mich über vieles geärgert habe.
Ja, natürlich ist das alles tragisch -- ich bin auch unendlich froh, keine Kinder zu haben und nicht selbst in der Schule zu sein. Aber schau mal, du bist geimpft und geboostert und fühlst dich trotzdem so eingeschränkt und ausgegrenzt. Kannst du dir vorstellen, wie sich Ungeimpfte gerade fühlen müssen? Die haben teilweise auch schon vieles mitgemacht und sich darüber geärgert oder geweint, manche sind verzweifelt.
Vor diesem Hintergrund: nein, ich habe kein Verständnis dafür, dass jemand sich aus Angst oder Null-Bock-Einstellung nicht impfen lässt.
Und denkst du, dass ein Ungeimpfter, der vermutlich noch viel mehr Einschränkungen als du erlebt und viel mehr leidet (wenn man das vergleichen will), das alles wirklich nur leichtfertig aus Spaß oder einer Null-Bock-Einstellung mal eben so lässig macht? Wenn jemand freiwillig härtere Einschränkungen als du in Kauf nimmt -- und du als Geimpfte klagst schon heftig --, ist dann nicht der Gedanke naheliegend, dass er wirklich schwerwiegende Bedenken und Gründe hat? Man kann dazu ja anderer Meinung sein, aber zumindest könnte man doch anerkennen, dass Menschen, die sich bis jetzt nicht haben impfen lassen, das nicht einfach so aus einer Laune heraus oder mangelnder Gelegenheit oder Faulheit oder Bosheit nicht tun oder um andere zu ärgern, sondern eher aufgrund großer Bedenken oder Ängste oder Zweifel oder Kritik oder Überzeugungen. Und diese Bedenken nicht ernst zu nehmen und zu akzeptieren, sondern die Menschen direkt komplett abzulehnen, ihre Einstellungen und Bedenken zu ignorieren und nur pauschal zu sagen "Dann lass dich halt impfen!", halte ich für nicht unbedingt vernünftig. Ich kenne einige Gründe und Argumentationen, die sehr plausibel und durchdacht sind und durchaus ihre Berechtigung haben. Wirklich asozial denken tut wahrscheinlich kein einziger Ungeimpfter oder Impfgegner, die allermeisten haben doch gute Absichten und wollen auch nur das Beste für sich, ihre Familie und Freunde und die Gesellschaft und Welt, wie wir alle, nur dass es dazu, was das jeweils Beste ist, eben manchmal abweichende Meinungen gibt.
w27
 
  • #76
Bei einer Impfung habe ich aber einen gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen. Jedenfalls ist das meine Meinung.
Sehe ich anders. Sachlich betrachtet: Wir haben eine ernsthafte Pandemie, die hauptsächlich alters- und Vorerkrankungsabhängig mehr oder weniger schwer verläuft. Wir haben eine Impfung, die vor schweren Erkrankungen schützt, aber insgesamt in ihrer Wirkung nachlässt. Die dauerhaften Risiken der Impfung und der Erkrankung sind nicht sicher bekannt. Die Impfung schützt nicht vor Ansteckung anderer. Ich kann daraus klar ableiten, dass stärker Gefährdete sich mehr schützen müssen als weniger Gefährdete.
Das kann ich nicht sagen, weil mir die Perspektive von Menschen, die sich nicht impfen lassen bisher nicht einleuchten will. Ausnahme Phobien und gesundheitliche Gründe.
Mir leuchtet völlig ein, wenn gerade jüngere Menschen die Risiken der Impfung grösser einschätzen als die der Erkrankung. Bei älteren ist es umgekehrt.
Ich halte mich für einen sehr toleranten Menschen und ich versuche immer den anderen zu verstehen. Vor allem wenn er mir seine Sichtweise verständlich erklärt.
Es gibt keine Pflicht, Dir oder mir Gründe zu erläutern. Andere Sichten sind zu tolerieren, individuelle Risiken aber nicht einfach auf die Allgemeinheit abzuwälzen.
Ich weis aber auch, dass man die überwinden kann, wenn man für sich die Entscheidung trifft.
Das weißt Du nur für Dich.
Impfen funktioniert nur, wenn die breite Masse impft.
Wenn alle Gefährdeten geimpft sind und die Impfung wirkt, hilft das auch. Ebenfalls vorauszusetzen ist dann, dass die Impfung Ansteckungen verhindert.
Vielleicht sehe ich das auch so, weil ich ein paar Freunde habe, die auf einer Covid Station arbeiten.
Die sehen die schweren Fälle. Und es ist deren Job.
Es geht bei dieser Frage nicht um das Individuum.
Sehe ich anders. Es geht um das Individuum, das etwas gegen seine Gefärdung tut oder die Folgen trägt.
Ich habe mich nicht geimpft, weil ich Angst habe! Ich habe mich geimpft damit wir Corona irgendwie abmildern, eindämmen, oder wenigstens so weit in die Knie zwingen, dass schwere Verläufe nicht mehr an der Tagesordnung sind. Ich habe mich geimpft, weil ich in dieser Gesellschaft lebe und lieber Teil der Lösung als Teil des Problems bin.
Ich habe mich nur geimpft, um mich selbst zu schützen. Ich bin da völliger Egoist. Und ich schränke mich auch nicht mehr ein, um Ungeimpfte zu schützen.
 
  • #77
Ich habe gegen Corona-Auflagen verstoßen, weil meine Eltern uns beide zusammen besuchen waren und mein Vater nicht wochenlang alleine zu Hause blieb (meine Mutter hat mich zum Ende der Schwangerschaft als "Haushaltshilfe" unterstützt).
Alle geimpft, gerade die Eltern? Was ist dann das Problem?
Ich durfte zeitweise eine befreundete Mutter mit Kinderwagen nicht mehr draußen zum Spaziergang treffen, weil Kinder anfangs noch mitzählten und mancherorts dafür Bußgelder verteilt wurden
Ist da die Regel Unsinn oder sind die Ungeimpften schuld?
Vor diesem Hintergrund: nein, ich habe kein Verständnis dafür, dass jemand sich aus Angst oder Null-Bock-Einstellung nicht impfen lässt.
Verstehe ich auch nicht, aber ich toleriere es.
Meine Kinder wären nämlich wieder die Ersten, die sonst aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden.
Kinder zählen nirgends mit.
Ich kann verstehen, dass einen die Impfskeptiker nicht stören, wenn das eigene Leben wenig oder aushaltbar tangiert ist. Von den Leuten aber, die mehr betroffen sind, sollten eure Freunde kein Verständnis erwarten.
Das Problem sind aus meiner Sicht die gefährdeten Ungeimpften und der überall geforderte Altruismus in Verbindung mit völligem Regelchaos. Warum soll sich ein 15jähriger impfen lassen, damit der 75jöhrige sich nicht zu boosters braucht?
 
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  • #78
Auch bei jüngeren Menschen gibt es schwerere Verläufe, und long covid.
Im Bekanntenkreis hatte sich letztes Jahr zum Beginn ein junge, fitte Frau im Beruf, Meeting mit chinesischen Geschäftspartnern angesteckt, sehr leichter Verlauf. Glück gehabt? Nein, ihr Geschmacksinn war weg, damals ein klassisches Symptom, kam zwar teils wieder, ist aber bleibend verändert, und teils weg.
Keine gravierende Folge, damit kann man leben, bis auf den Verlust von Lebensqualität. Ich möchte nicht tauschen.
Es gibt Long Covid Stationen für Kinder, nicht grundlos.
Wir lassen uns für ganz andere Dinge ganz selbstverständlich impfen mit deutlich weniger Risiko.
Wer in den Urlaub fahren will und da eine Impfung verpflichtend benötigt, diskutiert auch nicht. Verblüffend, die unterschiedlichen Maßstäbe.
Der 75jöhrige, der sich nicht boostern lassen will, ist mir persönlich sch***egal, solange er dann nicht das Intensivbett belegt, das ein anderer Notfall dringend braucht.
 
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  • #79
Ich verstehe natürlich schon den Punkt, aber ist es nicht auch irgendwie unfair, den eigenen Ärger und Frust über die Einschränkungen auf alle Ungeimpften zu übertragen?
Wie ich schon mal schrieb: Ich erlebe genau das umgekehrt.

Ich werde jetzt keine Beispiele schreiben, weil ich kein weiteres Öl ins Feuer gießen möchte.

Gründe, etwas zu tun oder nicht zu tun, hat jeder Mensch. Sei es auch nur der Grund: Nö, sehe ich gar nicht ein. Ich mach nicht das, was andere von mir erwarten.

Ist ein Grund ...
 
  • #80
Und das ist aus meiner Perspektive ein Denkfehler. Impfen funktioniert nur, wenn die breite Masse impft. Damit haben wir schon einige tödliche Krankheiten zurück gedräng
Das ist richtig. Wenn es um solche Impfung geht. Bei Corona ist das nicht der Fall. Die neuesten Studien belegen, dass Geimpfte nur minimal geringeres Risiko haben, sich und andere anzustecken, als nicht Geimpfte.
Was habe ich für ein schönes Satz gelesen - die Ausgrenzung von anderen Menschen wird heute als edles Motiv gepriesen, wie sozial und solidarisch man doch ist. 🤦‍♀️. An Absurdität kaum zu überbieten.
Mein Sohn durfte nicht zum Arzttermin, weil er vor drei Wochen Schnupfen hatte. Tägliche Selbsttests waren negativ. Also musste er zuerst PCR Test machen, und den Termin verschieben. Der PCR war auch negativ. Viel Lärm um nichts. Ausser Corona gibt es nachwievor andere Krankheiten, wie Grippe oder banale Erkältung oder wie in meinem Fall, leicht verschnupft und Matt, wenn ich überarbeitet bin. Mir reichen dann einfach paar Tage Schlaf und dann bin ich wieder munter. Ich hätte mich aber heute in die überfüllte Arztpraxis schleppen müssen, wo ich mir in meinem Zustand erst recht was einfangen könnte.
Liebe geimpfte Foristen, wovor habt ihr solche Angst, wenn ihr doch geimpft seid??
Jetzt darf man nicht mal daten, weil man das bestimmte Papier nicht hat?? Ich bin selten einer Meinung mit Lebens_Lust, aber mittlerweile scheint er als einer der wenigen "normal" geblieben zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #81
Jetzt darf man nicht mal daten, weil man das bestimmte Papier nicht hat??
Du darfst jederzeit daten, jeder darf.
Jeder hat aber auch die Freiheit, zu entscheiden wen er datet und wen nicht.
Ob einen Geimpften, Ungeimpften, Raucher, Nichtraucher, Veganer, Autofahrer, Sympathisanten von Parteien, Religionszugehorigkeit, Kinder, Alter, beliebig weiter zu führen.
Ich date nicht, aber mir wären neue Kontakte alleine schon zu mühsam, wenn man mit diesem Menschen nicht ins Café kann, Essen gehen, über die Grenze fahren, zu Ski und Co, ich wohne sehr grenznah, Kino, usw.
Dazu ist es eben oft eine Einstellungssache, wenn Einstellungen konträr sind, wo soll es hinführen?
 
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  • #82
Jeder hat das Recht zu entscheiden ob er sich impfen lässt oder nicht.
Deswegen bin ich gegen die Impfpflicht.

Ich bin bei der gleichen Meinung wie @Lebens_Lust.
Mich nerven die extrem ängstlichen Menschen, die sich jetzt alle drei Monate impfen lassen wollen die nächsten Jahre, und mich nerven die extrem bösartigen Verrückten die meinen, böse Menschen hätten einen sadistischen Plan ausgeheckt um uns alle in die Knechtschaft zu zwingen.

Mein Nachbar behauptet es gäbe keine Pandemie und alle würden irgendwann an den Impfungen sterben.

Beide extremen Seiten nerven.
Was gar nicht geht sind Menschen, die mit Fackeln nachts vor den Häusern von Politikern drohend rumbrüllen, Fenster einschmeissen und junge unschuldige Menschen in der Tankstelle umbringen, weil das Tragen einer Maske zu viel für sie ist.

Der beste Freund meines Sohnes ist 24 und Polizist. So ein guter einfühlsamer junger Mann. Was der sich alles schon anhören musste für Beleidigungen, das ist richtig schlimm.
Er wurde sogar schon einmal tätlich angegriffen.
Was kann der bitte dafür?

Es sind die Extremisten, die unsere Gesellschaft zerstören - nicht die ganz normalen Menschen die demonstrieren.
 
  • #83
Mein Nachbar behauptet es gäbe keine Pandemie und alle würden irgendwann an den Impfungen sterben.
Genau diesen Leuten gehe ich gern aus dem Weg.

Das sind verstörende Aussagen.

Ich bin ein sehr toleranter Mensch, aber alles hat seine Grenzen.

Wie gesagt: Es sind nicht selten die Ungeimpften, die "laut" schimpfen. Auf Geimpften herumhacken.. Die dürfen jetzt alles, ich nicht. Dabei sind die doch auch ... blub.

Wir sind alle frei in unseren Entscheidungen, richtig? Also wägen wir ab: Was ist uns wichtig? Was sind wir bereit in Kauf zu nehmen? Können wir mit Konsequenzen leben? Können wir die Konsequenzen annehmen - oder maulen wir weiter rum, wie ungerecht wir manches finden ....
 
  • #84
Wie ich schon mal schrieb: Ich erlebe genau das umgekehrt.
Ja, das kann gut sein, aber es gibt genau so auch verantwortungslose, egoistische, blöde Geimpfte, die Impfung oder Nicht-Impfung allein sagt nicht zwangsläufig etwas über den Charakter aus, und übrigens auch nicht über Bildung, soziales Milieu, politische Einstellung etc. -- die meisten Ungeimpften, die ich persönlich kenne, sind gebildete, sehr vernünftige Menschen in teilweise verantwortungsvollen Positionen, die sich immer wieder Gedanken gemacht haben -- wahrscheinlich mehr als der durchschnittliche Geimpfte -- und immer wieder zu dem Schluss kamen, dass sie keine Impfung wollen. Natürlich gibt es auch andere, es ist eben ein Querschnitt der Gesellschaft.

Vielleicht fand manch ein Ungeimpfter, der sich jeden Tag testen muss und an alle Regeln hält und trotzdem überall vor verschlossenen Türen steht, Alltagsdiskriminierung erlebt und als Sündenbock für alles herhalten muss, obwohl er offiziell nichts Verbotenes tut, es auch nicht gerade respektvoll, dass andere grölend Karneval feierten ...

Du musst ja auch nicht mit dem einen Ungeimpften, den du blöd findest, befreundet sein, nur finde ich es unfair, diese Erfahrung dann zu verallgemeinern und auf alle Ungeimpften zu schimpfen.

Ich finde es problematisch, dass sich ein Belohnungs- und Bestrafungssystem etabliert hat und man Menschen in gut und böse einteilt, so einfach ist es doch nicht, das sind doch teilweise ganz komplexe Zusammenhänge. Meine junge ungeimpfte Freundin, die sich jeden Tag testet und bisher immer negativ getestet war, hat bisher weder selbst ein Intensivbett blockiert noch einen anderen Menschen dorthin gebracht. Sie persönlich ist aktuell nicht schuld daran, dass irgendwelche Intensivstationen überlastet sind oder @Hanna_17 s Mann sie nicht so begleiten konnte, wie beide es sich gewünscht hätten, so was tut ihr auch leid und sie findet es auch schlimm und traurig.

Dass manche Ungeimpfte inzwischen auch schnell gereizt und bissig reagieren oder sich sogar radikalisieren, wundert mich überhaupt nicht. Eine Bekannte hat bei einer friedlichen Demo eine Rede gehalten und ist dabei in Tränen der Verzweiflung ausgebrochen; sie meinte, jede einzelne ihrer Ängste sei bisher in Erfüllung gegangen: Es hieß, es würde kein 2G geben, niemand würde aufgrund einer Impfung diskriminiert werden oder seinen Job verlieren, es würde keine Impfpflicht geben ... Sie wisse einfach nicht mehr, was sie tun solle, außer auf die Straße zu gehen. Sie habe Verständnis für alle Geimpften und ihre Ängste, aber was sei mit ihren Ängsten? Warum werden die nicht ernst genommen?

Die Leute sind ja nicht alle dumm und asozial. Bei 10, 100 oder 1000 Ungeimpften könnte man das vielleicht noch behaupten, aber mehrere Millionen Ungeimpfte kann man doch nicht einfach alle als dumm bezeichnen und gesellschaftlich komplett abschreiben. Wo soll das denn hinführen?
w27
 
  • #85
Ich bin voll geimpft, und meine Denke war in folgender Reihenfolge:
- Ich möchte meine Mutter schützen, mit der ich täglich Umgang habe (sie ist auch voll geimpft).
- Ich möchte nicht Intensivstationen belasten, wo jetzt ein schwerer Verlauf weitgehend vermeidbar ist.
- Ich möchte dem Virus wenig Anhaltspunkt für Mutationen geben (aber da gibt es auch genau gegenteilige Meinungen)
- Ich möchte mich selber schützen.
Für mich persönlich reicht der erste Punkt komplett aus, alles andere ergibt sich.

Ein weiterer wichtiger Punkt:
Dennoch vermeide ich Kontakte wie nur irgendwie möglich, da ich ja nicht weiß, ob ich nicht doch jemanden gefährden könnte (wir wissen alle wie das mit den Viren und der Impfung ist). Und da ich sowieso kein geselliger Mensch bin, macht mir das auch nichts aus.
Ich habe nur im September bei niedriger Inzidenz hintereinander einzeln ein paar Freunde getroffen, alle ebenso komplett geimpft. Was anderes als beidseitige Impfung wäre nicht in Frage gekommen - ich möchte niemanden auf die Intensivstation befördern. Im Moment treffe ich niemanden freiwillig, egal ob geimpft oder ungeimpft, den Teufel würde ich tun!

ErwinM, 52
 
  • #86
Alltagsdiskriminierung erlebt und als Sündenbock für alles herhalten muss
Genau das .... und das ist viel gefährlicher als Corona an sich.

Gab es in D schon mal - gibt es jetzt wieder. Corona und Klima - niemand kann es sehen und es eignet sich wunderbar, Schuldige und Sündenböcke zu finden. Und es machen mehr als genug mit. Die lustigerweise sich noch heute für die Hexenverbrennungen schämen, die sie nie erlebt haben.

"Nicht die Umstände - nein, der Mensch macht den Menschen kaputt" - das Lieblingszitat unseres früheren Schulsprechers. Ich glaube, ursprünglich Nietzsche. Bin mir aber nicht sicher. Ich musste nach über 40 Jahren in diesen Zeiten wieder an Jürgen denken - ich hoffe, ihm geht es gut und er verzweifelt nicht ob der tiefen Spaltung dieser "Gesellschaft".

Wenn jeder an sich selber denkt ist an jeden gedacht .... lebt doch einfach, schützt euch durch Impfung, so ihr diesen Weg gehen wollt. Euer Leben - eure Verantwortung.
Ich date momentan nicht, aber würde keine der Extremen daten. Von keiner Seite.
 
  • #87
Ich bin sogar in der Lage längere Autofahrten zu überstehen ohne regelmäßige Pinkelpause, trotz viel Trinken, welch Wunder. Vielleicht bin ich keine Frau 🤔😉
Das zarte Geschlecht, das sogar mit einem Spaziergang überfordert ist.
Das ist nun Realsatire hier?!
Ich habe selten so einen Beitrag gelesen!

Ich kann problemlos 15 Jahre ohne Sex auskommen - heißt das jetzt, dass Frauen, die das nicht können, zarte Pflänzchen sind und hier Realsatire betreiben?!

Menschliche Körper sind sehr unterschiedlich und haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse!

Für mich wäre es unmöglich, einen Spaziergang zu genießen, ohne unmittelbar vorher eine Toilette aufzusuchen. Es würde mich auch nervös machen, wenn keine Toilette in der Nähe ist.

"Hinters Gebüsch" mag zwar alleine eine pragmatische Option sein, aber ganz bestimmt nicht in Gegenwart eines Fremden mit romantischen Absichten!

Ich kann die Fragestellerin deshalb sehr gut verstehen.

Wenn es ein Spaziergang sein muss, warum dann nicht im Zoo oder einer anderen eintrittspflichtigen Gartenanlage?

In die Hallen dürfen zwar meist nur Impflinge, in vielen Bundesländern sind die Außenbereiche aber auch für Ungeimpfte offen und auf die enervierende Maskenpflicht wird ebenfalls verzichtet!

Außerdem gibt es "Getränke to Go" und Toiletten, damit Frau erstere auch konsumieren kann!

Und wenn einem Mann der Eintritt zu teuer ist, wissen Sie auch gleich, dass das Individuum entweder sehr arm oder geizig ist.
 
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  • #88
Bei Nichtgefallen lsst sich das Date an der frischen Luft beenden und niemand muss sich im Cafe verlegen gegenübersitzen.
Bei Gefallen lassen sich ja weitere Dates an anderen Orten vereinbaren.
Ich bin immer wieder überrascht, wie unsouverän viele Menschen sind. Was spricht denn jetzt gegen ein gutes oder wenigstens unterhaltsames Gespräch in einem ansprechenden Restaurant (so man denn reingelassen wird)?

Die wenigsten Menschen sind doch derart unerträglich, dass man keine 90 Minuten mit ihnen aushält. Zumindest klären gut organisierte Menschen dies vor dem ersten Treffen!
 
  • #89
Da ich sehr gern laufe und ohnehin schon, also ohne Dates, gerne 2,5 bis 3 Stunde durch die Wälder und die (beginnenden) Berge meines heimatlichen Mittelgebirges laufe, egal bei welchem Wetter, würde ich auch sehr gerne spazieren gehen. Kälte macht mir nichts aus, auch Regen nicht. Sonne und Hitze mag ich nicht so wahnsinnig gerne, aber alles besser als rumsitzen. Ich sitze so viel am Schreibtisch, dass ich die Natur mehr denn je suche.
Durch die Stallarbeit bei allen Wetterlagen und Uhrzeiten machen mir auch widrige Außenbedingungen nichts aus, gar nichts. Ich habe auch vernünftiges Schuhwerk und bin nicht eitel. Somit trage ich auch gerne eine Thermohose oder eine Mütze, gerne auch zwei bis drei Lagen Pullis bzw. Oberteile, von dünn bis Fleece. Wenn ein Mann sich nicht vorstellen kann, was an meinem Äußeren der Lagenkleidung geschuldet ist und was dem Körperbau/ der Statur, dann wäre er eh nichts für mich.
Ein anderes Mal (jetzt mal ohne den Corona-Kontext) hätte er mit mir tanzen gehen können, stundenlang mit hohen Schuhen und schickem Rock.
 
  • #90
Wenn es ein Spaziergang sein muss, warum dann nicht im Zoo oder einer anderen eintrittspflichtigen Gartenanlage?
Gute Idee. Daran hatte ich noch nicht gedacht. Hab gerade mal nachgeguckt. Da ist 2G. Also eine Ausrede mit Innenräume gibt es da nicht.

Ich bin immer wieder überrascht, wie unsouverän viele Menschen sind. Was spricht denn jetzt gegen ein gutes oder wenigstens unterhaltsames Gespräch in einem ansprechenden Restaurant (so man denn reingelassen wird)?

Die wenigsten Menschen sind doch derart unerträglich, dass man keine 90 Minuten mit ihnen aushält. Zumindest klären gut organisierte Menschen dies vor dem ersten Treffen!
Teste das auch vorher beim Telefonieren. Selbst wenn es wegen OD dann optisch nicht passt, muss man nicht gleich die Flucht ergreifen. Man kann sich dennoch gut unterhalten.
 
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