• #31
Guten Morgen lieber FS,

für mich passt dein Verhalten, mit dem, was du schreibst, einfach nicht zusammen. Wäre ich deine Frau, so würde ich mich niemals mehr auf dich einlassen, ein Mann der fleißig, nicht wenig Frauen gedatet hat und vielleicht immer noch datet. So groß kann die Liebe nicht sein.
Warum und was passiert in deinem Kopf? Für was waren und sollten diese Frauen mit ihrem mangelndem Kommunikationsstil dienlich sein. Welches Interesse trieb dich und überhaupt, in welcher Nische deines Kopfes gibt es ein Verantwortungsbewußtsein. Du spielst den verständigen, sich selbst reflektierenden Mann, fange genau da an und überlege, was du tust. Ich finde es ziemlich anmaßend sich derart über diese Frauen zu erheben und ihre Kommunikation infrage zu stellen, so wie zu versuchen, sich wieder in das Herz deiner Exfrau zu schleichen.
Ich erkenne am Verhalten eines Menschen, ob er gelernt und sich wirklich geändert hat und das wird deine Exfrau spüren und ebenso empfinden. Zu deinem veränderten Verhalten fehlt das Herz und die Wahrhaftigkeit. Das wäre genau das, was tiefe Wunden heilen lassen würde.
Mir scheint auch, dass du dein Problem verschiebst. Deine Frau ist das Problem, die dir erst nach einem Jahr den Grund ihrer Trennung erklärte, die nicht zugänglich ist und eine tiefe Wunde in sich trägt und ihre Gefühle nicht äußert. Du machst dir vor, dass euch mehr verbindet, als euch trennt. Das sind Äußerlichkeiten, dass was euch trennt ist etwas, was Schaden angerichtet und die Liebe zertört hat und das bleibt, als Narbe. Das kann übereinkommendes Miteinander und gemeinsame Verständlichkeiten nicht ausgleichen und dazu dein sonderbares Parallelverhalten erst recht nicht.

Sei dankbar, dass sie dir freundschaftlich verbunden ist und du die Gelegenheit bekommen hast, zu lernen. Richtig zu lernen, was sich dann auch als Resonanz in deinem Leben zeigen wird. Dann brauchst du dich über den Kommunikationsstil anderer Frauen nicht erheben und diesen bemängeln, weil du selber einen anderen hast, dann kannst du Herzen so berühren, dass sie sich öffnen und eine Sprache sprechen, deren Resonanz dich selber berühren kann.
 
  • #32
Naja, voran geht aber trotzdem nix. Deine Frau möchte sich nicht scheiden lassen, du bist der wichtigste Mensch in ihrem Leben, aber sie will auch nicht mehr mit dir Zusammensein.
Damit hängst du "dazwischen". Das gibt es öfter. Triff du eine Entscheidung. Weiter in diesem Zustand oder Cut.
 
  • #33
Lieber Fragesteller. Ich kann mir schon vorstellen, dass es für Dich ganz gut gepasst hat mit Deiner Ex. Nur ist eine Beziehung mit einem Narzissten eine der schwierigsten Angelegenheiten überhaupt und es würde mich sehr sehr wundern, wenn sie das ohne ernsthafte Blessuren überstanden haben sollte. Und daher ihr klares Nein. Es gibt sogar Selbsthilfegruppen für Narzissmusgeschädigte und entsprechende psychologische Angebote für Ex-Partner.

Dass Narzissmus dann mal nach zwei Jahren weg ist, das kann ich mir kaum vorstellen. Ich glaube Dir aber, dass Du daran arbeitest und damit nicht glücklich bist. Deshalb auch das Kompliment an Dich. Selten habe ich solche Geständnisse gehört und so viel Einsichtsfähigkeit gesehen.

Nunja, Dein bösartiger Humor, wie Du ihn selbst nennst. Das ist eben speziell und liegt auch nicht jedem oder jeder. Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass je spezieller ein Mensch ist, er eben auch zu vielen Menschen nicht passt. Aber auch für Dich wird es wieder eine passende Partnerin geben nur eben könnte die Suche länger dauern.

Wie auch immer: die Menschen, die wir in unser Leben ziehen, sagen uns immer auch eine Menge über uns selbst. Daher halte ich es für sehr sehr wichtig, selbst gut aufgestellt zu sein, wenn man einen Partner sucht. Du arbeitest an Dir. Das finde ich gut. Bleibe dabei und mach einfach so weiter. Viel Glück.
 
  • #34
Über diesen Tip wirst du dich wundern - vielleicht verstehst du ihn aber auch.
Date deine Exfrau.
Ja, du willst gerne neu beginnen. Dann beginne neu. Umwirb sie, führe sie aus. Zeig ihr dich als attraktiven Mann. Gib ihr die Möglichkeit, dich nochmals kennen zu lernen. Dann hast du eine ganz kleine Chance, dass sie sich nochmals in dich verliebt.
Als Bettler und Drängler wird sie dich bestimmt nicht mehr haben wollen. Die Vergangenheit ist beendet. Also - wer neu beginnen will, muss dies auch tun.
Und zum Thema "neue Frauen" - erwarte weniger, lass sich Dinge entwickeln und auf dich zukommen. Einen Klon deiner ex bekommst du nicht - aber evtl eine ganz eigene Persönlichkeit, die dir irgendwann sogar besser gefällt. Du willst eine faire Chance - dann gib du auch faire Chancen.
 
  • #35
Hallo Cho Oyu,

ich muss ehrlich sagen, für mich sind diese 2 Fragen komplett konträr. Ich verstehe nicht, was du genau willst.

Möchtest du nun einen Neuanfang mit deiner Ex-Frau? Dann wieso datest du andere und "erwartest" dass mit denen auch die geistige Ebene passt? Ich finde es irgendwie, dass in Dir keine klare Verhältnisse geschaffen sind, dass du a.) nicht weg bist von deiner Frau aber auch kein Klarschiff machst (in dem Fall wohl endgültige Trennung, da sie keinen Neuanfang will) und b.) dass du nicht bereit bist für die neuen Frauen und da natürlich es nicht so gut passen kann, wie bei der Ex.

Liebst du deine Ex? Wenn ja, muss diese Emotion erst "vergehen", oder mindestens weniger werden, damit überhaupt Offenheit für etwas Neues da ist. Sonst kommen nur Übergangsfrauen, und kannst nur halbherzig bei der Sache sein. Da profitiert wahrlich keiner von.

Wenn Du sie aber nicht mehr liebst, kann eine Trennung leicht eingehalten und eingesehen werden. Mir scheint es so als hättest du es noch nicht ganz akzeptiert, dass es Zuende ist.
 
  • #36
Lieber FS
Ich habe deine Beiträge hier verfolgt und möchte dir auch sagen, dass ich dich als einen angenehmen Schreiber hier empfinde. Ich hatte aber auch viele Jahre mit einem Narzissten zu tun und bin mir nicht sicher, ob du diesbezüglich wirklich schon am Ende des Weges angelangt bist? Solche Züge und Verhaltensweisen legt man nur sehr schwer ab, wenn dies überhaupt gelingt. Du bist sicher auf einem guten Weg, aber bitte gehe diesen noch Konsequent weiter.

Dazu möchte ich dir noch folgenden Denkanstoß gegeben:

sondern viel Vertrauter, viel näher - mit längeren Umarmungen, und dann der Satz von ihr - ich sei nach wie vor der wichtigste Mensch im Leben.

Wenn deine Ex Frau noch so redet, (du bist der wichtigste Mensch in ihrem Leben) warum sollte sie an der Situation wie sie heute ist etwas ändern wollen? Du bist ja nach wie vor immer greifbar für sie, immer da wenn sie dich braucht, wie ein verlässlicher Partner an ihrer Seite, es hat sich (grob gesagt) außer einer räumlichen Trennung nichts verändert, ABER es geht ihr so deutlich besser.
Was ich nicht vermisse, kann ich auch nicht zurück wollen!

Warum drehst du den Spieß nicht mal rum? Mach dich rar, melde dich nicht mehr von dir aus, sei nicht immer greifbar, lebe dein Leben ohne dich nach deiner Ex auszurichten. Das wäre für dich gut um dich abzunabeln und wäre zu gleich eine Chance "vermisst" zu werden.
 
  • #37
Natürlich ist es für die Ex praktisch, dich in Reichweite zu haben.
Da gab's hier schon einige Threads. Frau will sich trennen, aber Ex soll weiter in ihrem Leben bleiben. Dadurch kannst du dich aber nicht emotional lösen, sondern hoffst weiter.
Und die GesprächsEbene, die man mal hatte mit einem Menschen, gibt es eben so mkin zweites mal. Da gibt es nur neue Ebenen. Also der Ex nachtrauern, die sich nicht scheiden lassen will, aber getrennt sein, neue Partner mit der Ex vergleichen sind jetzt alles keinen einmalig neuen Themen, sondern vielfach vorkommen Muster. Was ich damit sagen will: du musst eine Entscheidung treffen, trenne dich richtig oder bleib bei deiner Ex.
 
  • #38
@ Pia, ließt Du, was ich schreibe? Du beharrst wie besessen darauf, dass ich häufig Frauen date und das ich mich über andere erhebe. Das tue ich nicht. Ich sage lediglich, dass die Gespräche mit anderen nicht so sind, waren. D.h. nicht mit Wertung zu tun. Es geht um Passung. Und bewusst gedatet habe ich zweimal.
Ich danke Euch allen für Euren Input - auch für die Hilfe seit der Trennung. Ich werde mich hoffentlich zurückziehen können und mich so evtl. endgültig trennen können, oder es gibt dadurch vllt. doch einen Neubeginn. Und glaubt mir, ich beschäftige mich seit der Trennung nach wie vor sehr viel mit mir selbst, hinterfrage mein Handeln nach wie vor. Ich merke wie gut mir das tut. Ich merke, dass ich dadurch viel mehr Liebe und Wärme geben kann, als früher - und auch empfange. Ich bleibe auf meinem Weg, weil natürlich nicht alle Muster von früher zu 100 % weg sind, und somit wieder auftauchen können, würden.

M 47
 
  • #39
Seit der Trennung habe ich für meine Verhältnisse rel. viele Frauen einfach so im Verein o.ä. kennengelernt (teilweise bewusst gedatet).

Guten Morgen lieber FS,

es tut mir sehr leid, wenn ich dir zu nahe getreten sein sollte und dich verletzt habe, dafür entschuldige ich mich,
Ich wusste nicht, dass du unterscheidest zwischen kennen lernen und daten und *bewusst* bedeutet für mich, dass du es darauf anlegst, eine neue Frau kennen zu lernen, obwohl dein Herz noch ganz woanders zuhause ist.
Aus deinen zwei sehr unterschiedlichen Fragen geht für mich hervor, dass du für beide Optionen offen bist. Die alte Beziehung wieder aufleben zu lassen, oder eine neue Partnerin zu finden.
In meinem Kopf gibt es nur den geraden Weg und dementsprechend reagiere ich. Da du selber sehr an dir arbeitest und vieles geschafft hast und das auch sehr betonst, ging ich davon aus, dass ich dir einen Aspekt vermitteln konnte, der dir aufzeigt, dass du so, wenig Chancen hast, deine Frau zurückzugewinnen. Auch wenn du in den Gesprächen mit deiner Frau nicht erwähnst, dass du auf der Suche bist, so wird das mitschwingen und deine Frau spüren. Es fehlt dein Herz und der Focus genau auf sie gerichtet. Umgekehrt genauso, wenn du eine fremde Frau datest, wird mitschwingen, dass du noch gar nicht wirklich frei bist und deine Beziehung verarbeitet hast. Das beides nicht klappt, dafür hast du so deine ganz eigenen Erklärungen, dabei bleibe dann. Dann willst du es so.
Ich wünsche dir sehr, dass du die richtige Spur findest.
 
  • #40
Lieber Cho Oyu,
ich finde es schon beachtenswert, welchen großen Weg Du bereits zurück gelegt hast. Das schaffen mit Sicherheit die wenigsten mit dieser Persönlichkeitsstörung. Es ist sicher auch schlimm, was Dir wiederfahren sein muss, um so zu werden, wie Du geworden bist. Das hast Du Dir ja auch nicht ausgesucht.

Aus Deiner Beschreibung würde ich aber schließen, dass Deine Frau niemals einen Neubeginn mit Dir wagen würde. Es gibt Verletzungen die so tief sind, dass man sie zwar vergeben kann, aber nicht vergessen. Die Narben bleiben auf der Seele. Für Deine Frau war die Trennung ein schwerer Schicksalsschlag, den sie notgedrungen gegangen ist.
Jetzt wo sie die Kraft die gefunden hat ihren Weg zu gehen, lass sie ihn in Ruhe gehen. Sie hat es verdient. Eine neue Verletzung dieser Art würde sie wahrscheinlich gesundheitlich/seelisch nicht mehr überstehen.

Du hebst sie jetzt auf einen Sockel und alles ist so toll und wunderbar.
Mir wird schlecht, wenn ich das lese, versuche es nicht allzu übel zu nehmen. So liest Du mal die Seite Deiner Frau. Wenn ich es nicht besser wüßte, würde ich denken mein Exmann schreibt hier. Da bin seit meiner Trennung auch die Größte und Schönste und was er denn nicht alles für mich gemacht hat. Jeden unausgesprochen Wunsch hat er mir doch von den Augen abgelesen. Wenn man nur wenige logische Fragen stellt, führt man dieses schräge Konstrukt recht schnell ad absurdum.
Alpträume hatte ich nach diesem "Gespräch" und war mir selbst so dankbar, dass ich den Schritt gegangen bin. Das alles los zu sein, ist wirklich ein schönes Gefühl und eine große Erleichterung und jedes Opfer wert.

Ich würde Dir raten, genieße die Zeit, die sie Dir gibt und nimm es dankbar als Geschenk.
 
  • #41
es tut mir sehr leid, wenn ich dir zu nahe getreten sein sollte und dich verletzt habe, dafür entschuldige ich mich,
Pia alles gut, du bist mir nicht zu nahe getreten. Wenn ich sehe, wie viele Valmont datet Da bin ich Lichtjahre weg. Seit meiner Trennung vor 2 Jahren waren es maximal 10 - 15 Frauen, die von Ihrer Art grundsätzlich in Frage hätten kommen können. Darunter 1 bewusstes Date. Die anderen habe ich alle bei der Ausübung meines Lieblingshobbies in einer Gruppe kennengelernt - Lionne69 weiß was ich da mache. Über viele Stunden sind wir dann zusammen unterwegs. Jetzt ist´s klarer - oder?
Und ich bin nicht für beide Optionen offen. Die Frage, ob ich zu anspruchsvoll bin zielt eher in Richtung Theorie, da ich seit Monaten (verletzungsbedingt und absichtlich) keine mehr getroffen habe. Bewusst zu daten habe ich vor mehr als einem Jahr eingestellt.

Ich wünsche dir sehr, dass du die richtige Spur findest.
Danke

Du hebst sie jetzt auf einen Sockel und alles ist so toll und wunderbar.
Mir wird schlecht, wenn ich das lese, versuche es nicht allzu übel zu nehmen.

Ich habe sie eben nicht auf einen Sockel. Das ist Deine Interpretation. Das habe ich auch oben geschrieben. Es gibt Bereiche, die waren schwierig. Sie ist weder so sportlich, wie ich es gerne hätte noch dies und das. Ich stelle nur fest, dass unser Alltag sehr gut funktioniert hat, wir die gleichen Wertvorstellungen habe etc.
Jetzt wo sie die Kraft die gefunden hat ihren Weg zu gehen, lass sie ihn in Ruhe gehen. Sie hat es verdient
Auch hier, die Treffen gehen von beiden Seiten aus. Sie hat bei unserem letzten Treffen fast das gleiche geäußert wie ich und will mich auch weiter so oft sehen wie bisher. Sie weiß, dass mir das nicht gut tut. Von daher stellt sich hier die Frage, wer tut da wem Momentan gut oder nicht. Wir haben sicherlich unterschiedliche Vorstellung bzgl. Zukunft. Aber irgendwie will / kann sie auch nicht loslassen.

Es ist sicher auch schlimm, was Dir wiederfahren sein muss, um so zu werden, wie Du geworden bist. Das hast Du Dir ja auch nicht ausgesucht.

Und das fände ich eine richtig interessante Diskussion in diesem Forum. Ich zitiere hier nur zwei Sätze meiner Eltern:

"Wenn Du nicht das machst, was Du sollst, dann schicken wir Dich ins Heim" und "Wenn du Abitur machen möchtest, mach es wir unterstützen Dich nicht"

Mein Bruder wurde zuvor unterstützt...

Zudem kommt noch ein völlig verschobenes Bild zum Thema Beziehung und Kindern. Im Übrigen ist mein Bruder seit mehr als 30 Jahren in therapeutischer Behandlung.

M 47
 
  • #42
Aber irgendwie will / kann sie auch nicht loslassen.
Das ist auch schwierig, wenn man jemanden geliebt hat. Und derjenige einen tief verletzt hat durch narzisstische Handlungen.
Man will es verstehen, kann es teilweise auch, aber der Alltag fragt nicht nach therapeutischen Hintergründen, der wird gelebt. Mit all den Verletzungen, die ein Narzisst so "austeilen" kann.
Irgendwann ist es genug und man geht. Muß gehen, um sich selbst zu retten, weil man durchaus psychisch untergehen kann in so einer Beziehung. Das erkennt man irgendwann.
Die Liebe ist vielleicht geblieben, aber sie kann nicht mehr gelebt werden. Was aber geht....sich annähern, um Fragen für sich zu klären. Die größte Frage ist die nach dem Warum. Warum machen Narzissten das. Jemanden tief abwerten und verletzen.
Man bekommt unter Umständen nie eine Antwort darauf. Dennoch nagt diese Frage. Die Liebe kann immer noch da sein, aber das Vertrauen ist weg, das alles gut werden kann, das Wissen ist da, dass nichts wieder gut wird. Das ist halt die Ambivalenz, mit der Partner leben. Ich jedenfalls.
"Wenn Du nicht das machst, was Du sollst, dann schicken wir Dich ins Heim" und "Wenn du Abitur machen möchtest, mach es wir unterstützen Dich nicht"
Schlimme Sätze, kenne ich auch aus meiner Kindheit. Die daraus resultierenden Verletzungen laufen wohl bei jedem anders ab und haben andere Folgen.
Sie aber als Begründung zu akzeptieren, dass man in einer Beziehung abgewertet und verletzt wird/wurde, würde mir sehr schwer fallen und nicht "reichen".
W
 
  • #43
Dachte ich mir. Eure Eltern haben Euch emotional auf das schlimmste grausam misshandelt. Wahrscheinlich ist einer deiner Elterteile selbst narzisstisch. Klingt etwas danach. Das tut mir für Dich unendlich leid.
Du kannst wirklich nur nach vorn schauen.

Ich hatte den Eindruck, dass Du sie jetzt auf einen Sockel stellst, weil ihr auf so einer tollen geistigen Ebene miteinander agieren könnt, wie Du es nur mit ihr kannst.
 
  • #44
Vielleicht ist deine Frau auch so etwas wie Heimat oder Familie für dich. Und wenn du dich wirklich trennst, bist du ganz allein.
Und deshalb tust du es nicht. Du schreibst hier immer, wie narzisstisch du warst, aber das kann ich hier nicht so erkennen.
Eher etwas gefühlsblind, kopforientiert. Kann sein, dass ich damit total falsch liege natürlich.
 
  • #45
Lieber Cho Oyu,

Ich würde wirklich auch gerne mal mit Dir touren, man kann mich über dieses Hobby durchaus finden.

Der Gedanke von Pfauenauge ist interessant, gerade wenn man so einen Hintergrund hat, und einem Familie gefehlt hat. Soziale Kontakte werden dann etwas sehr kostbares.
Vertrautheit, gemeinsame Basis, ein sich wohlfühlen, verstanden wissen, ein Stück weit akzeptiert.

Dieses Erleben verkörpert vielleicht Deine Ex, da wirklich los zu lassen, gerade so so viel im Umbruch ist, äußerst schwierig.
Die Frage nur - geht es um Liebe, Partnerschaft oder eben eine Art familiäre Beziehung?
Wenn Du Dir zu dieser Frage klar wirst, wofür Deine Ex steht, dann ist es bei letzterer Antwort vielleicht gar nicht notwendig, den Kontakt so absolut zu kappen.
Dann könntest Du verinnerlichen, dass sie für Dich Familie ist, aber nicht mehr Partnerin. Und Dir das Erleben erlauben, Familie zu spüren, was Dir sicher gut tut.

Ein Signal an Dich selbst wäre allerdings die Scheidung einzureichen, als Schlusspunkt der Partnerschaft.
Ich glaube leider nicht, dass ein Daten und Umworben zielführend ist, eher verhindert es die innerliche Akzeptanz, und das auch hier notwendige Weitergehen.

Übrigens glaube ich, dass wenn Du einer Frau begegnest, die Dich wirklich berührt, dass dann diese Vergleiche irrelevant werden.
Es war einfach noch nicht die Richtige.
 
  • #46
Vielleicht ist deine Frau auch so etwas wie Heimat oder Familie für dich. Und wenn du dich wirklich trennst, bist du ganz allein.
Das finde ich einen sehr wichtigen Punkt. Wenn die Eltern versagt haben, was Liebe geben angeht, ist das ja ein Riesenthema, und wenn man endlich jemanden gefunden hat, den man an sich heranlassen kann, weil er Vertrauen erzeugen kann, dann ist das so besonders, dass man kaum loslassen kann.

Ich weiß nicht, ob gar kein Kontakt für Dich in Frage kommt. Ich fänd es das beste, um den Zustand "getrennt für immer" auch emotional zu verstehen. Wenn Deine Exfrau irgendwann einen neuen Partner hat, kommt das vermutlich sowieso, weil der das vielleicht nicht so toll findet, wenn sie sich noch mit Dir trifft.
 
  • #47
Soziale Kontakte werden dann etwas sehr kostbares.
Liebe Lionne,

soziale Kontakte - das klingt für mich altmodisches Kerlchen so nach "Facebook Freunden" . Von den paar hundert können zwar einige wertvoll werden - aber die meisten sind ziemlich wertlos, da man von ihnen nur kennt, was sie gerade essen. Oder bei welchem Konzert sie waren.
Familie und Freundschaften sind etwas ganz anderes. Immer wertvoll, auch wenn man einige davon hat.
Mein Rat mit dem neu daten der Ex entstand daraus, dass ich ein Mensch bin, der sich Vorwürfe macht, wenn er etwas nicht probiert zu erreichen, was er gerne hätte. Natürlich ist ein Risiko dabei - aber das Risiko, sich in 5 Jahren zu sagen: Hätte ich doch nur damals .... ist bei manchen Menschen auch nicht zu unterschätzen. Daher ist meine Einstellung: Wenn der FS sie wirklich zurückhaben will, dann muss er es einmal für sein Seelenheil mit ganzer Kraft anstreben. Wird es nix - ok. Aber immerhin hat er dann für sein Ziel etwas getan, anstatt passiv abzuwarten. Ich denke, dass viele Menschen deshalb nicht glücklich sind, weil sie immer den risikoarmen Weg gegangen sind und daher niemals das Hochgefühl des "überwältigenden Triumphes" hatten.
 
  • #48
Die Inputs die jetzt kamen sind ja nochmal hochinteressant. Darüber werde ich mir Gedanken machen. Vllt. noch ergänzend hinzu: Beide Eltern haben immer wieder betont, dass sie nie mehr heiraten würden und auch keine Kinder mehr kriegen würden. Was macht das mit einem??? Unabhängig dass wir zu wenig (bzw. keine) Liebe empfangen haben. Hinzukommt das mein Vater ein heftiger Choleriker und Narzisst ist.
Zum Thema Sozialkontakte (@Lionne69) bzw. @Tom26. Diese habe ich ja dennoch gerade im VereinDAVOy. Gerade das hilft mir ungemein. Und vllt. genieße ich dort auch die Anerkennung deshalb, weil ich diese Herkunft habe und mir nie jemand was recht machen konnte. Ich genieße es im Verein ganz oben zu stehen und lenken zu dürfen. Aber es ist natürlich ein Unterschied, zwischen dem Konzerterzähl Kontakt und wirklich guten Freunden). Ich war jetzt verletzungsbedingt 10 Wochen zu Hause. Und da zeigen sich dann die wahren Freunde (wer hat sich wie oft gemeldet oder besucht).

M 47
 
  • #49
Guten Morgen lieber FS,

bei meinen Eltern war es umgekehrt.... Was es mit einem macht? Das will ich heute nicht mehr wissen, denn heute weiß ich, was es mal mit mir gemacht hat und dass es nicht meins ist. Heute ist es mir wichtiger, einen gesunden Abstand dazu zu haben, ohne Groll, Hass und möchte meine Vergangenheit nicht mehr sezieren. Ich bin selber mal auf eine für mich fruchtbare Technik gekommen. Die Bilder und Erlebnisse, die sich als negative Gefühle oder Einschränkungen in meinem Seelenhaushalt bemerkbar machen, ersetze ich durch Bilder, die mir bekömmlich und genehm sind. Ich bastel mir also nachträglich neue Elternbilder und ersetze die alten. Klingt vielleicht lächerlich, aber funktioniert. Ich glaube, die Natur hat uns Regenerationsmöglichkeiten mitgegeben, die auch in dem psychischen Bereich einiges machbar machen lassen.
 
  • #50
Beide Eltern haben immer wieder betont, dass sie nie mehr heiraten würden und auch keine Kinder mehr kriegen würden. Was macht das mit einem??? Unabhängig dass wir zu wenig (bzw. keine) Liebe empfangen haben. Hinzukommt das mein Vater ein heftiger Choleriker und Narzisst ist.
Du schreibst ja hier immer wieder, dass du narzisstisch warst. Hast du denn eine Therapie gemacht und es wurde dir dort so gesagt?
Natürlich macht das was mit einem. Manche kopieren und werden selber so, andere gehen in Deckung, werde zu defensiv, depressiv zb.
Aber es ruft natürlich Verletzungen hervor. Bei den wenigsten Leuten war die Kindheit optimal. Letzlich müssen wir alle die Liebe zu uns selbst finden, was mehr oder weniger einfach ist, wenn schon als Kind kein positives Selbstbild vermittelt wurde.
Ich vermute ja eher, dass du dich von deinen unangenehmen Gefühlen abgeschnitten hast und versuchst viele Sachen vom Kopf her anzugehen. Dadurch erfolgt wenig Einfühlung in dich und andere. Aggressionen werden nicht wahrgenommen und brechen dann aus bzw. es wurde zuhause vorgelebt.
Du schreibst selber, dir tut der viele Kontakt mit deiner Frau bei gleichzeitiger Klarstellung ihrerseits dass es kein zurück gibt, nicht gut.
Deine Frau hat also auch durchaus egoistische Motive, sprich zum Scheitern einer Beziehung gehören zwei.
Überlege dir wirlich, welche tieferen Motive dich bei deiner Frau halten und ob diese deiner Entwicklung dienlich sind.
 
  • #51
Beide Eltern haben immer wieder betont, dass sie nie mehr heiraten würden und auch keine Kinder mehr kriegen würden. Was macht das mit einem???
Schuldgefühle, denke ich. Eingetrichtert seit jeher.

Man darf nie außer Acht lassen:

- DIE waren die Erwachsenen, die sich zusammentaten, nicht verhüteten und es nicht auf die Reihe kriegten, sich entgegen dem Gesellschaftskonsens zu trennen.

- Das haben sie nicht mit Absicht gemacht, um wem zu schaden, sondern weil sie es auch nicht besser wussten.

- Das Kind hat wie jeder andere auch die Chance, das Muster zu durchbrechen und nicht seine Eltern "nachzuspielen" bzw. sich von deren Handeln nicht mehr beeinflussen zu lassen.

- Jeder hat Leid, weil jeder MENSCHEN-Eltern hatte. Keinen Gott, und die Götter, die der Mensch ersonnen hat, sind ja mEn auch nur dazu da, um in Reinform Falschverhalten und seine Folgen zu demonstrieren. (der Christengott nicht, aber die römischen oder griechischen Götter, die als Mythen daherkommen mit ihren Geschichten)

Deine Frau war, wie @Pfauenauge schrieb, vielleicht wirklich Heimat und Anker für Dich, weil die Verletzungen Dich ansonsten Abstand halten ließen zu anderen Menschen. Aber da ich denke, dass man sich immer nur mit einem Partner zusammenfindet, der einem auch Erkenntnisse über einen selbst liefert, und auch denke, dass ein Partner Verletzungen heilen kann, wird dieser Prozess der Heilung und der Erkenntnisvermittlung zu diesem Problem auch irgendwann abgeschlossen sein müssen und man muss "alleine laufen" können. Soll heißen, Deine Partnerin hat ja festgestellt, dass sie nicht mehr will, also bei ihr war der Gebe-, Nehme-, Heilungsprozess abgeschlossen.

Ich will damit sagen, dass man immer am Partner lernt, dass ein Partner sehr heilen kann, aber dass das nicht dauerhaft seine Aufgabe sein sollte (wegen Streben nach Reife, Bearbeiten neuer eigener Probleme, emotionalem Unabhängigwerden usw). Und dies wiederum bedeutet, dass man entweder einen neuen Partner finden muss, der einem "Heilung gibt" - dann hat man nichts gelernt -, oder man erkennt sich selbst besser und befreit damit den nächsten potentiellen Partner von dieser Erwartung an ihn bzw. sich selbst von einem Partnerfindungskriterium, das zum eigenen Glück gar nicht nötig wäre, weil es ja doch nicht dauerhaft funktionieren wird, dass ein Partner einem das zurückgeben kann, was in der Vergangenheit schief lief.
 
  • #52
Ich bin selber mal auf eine für mich fruchtbare Technik gekommen. Die Bilder und Erlebnisse, die sich als negative Gefühle oder Einschränkungen in meinem Seelenhaushalt bemerkbar machen, ersetze ich durch Bilder, die mir bekömmlich und genehm sind. Ich bastel mir also nachträglich neue Elternbilder und ersetze die alten. Klingt vielleicht lächerlich, aber funktioniert.
Lächerlich - nein.
Ganz bestimmt nicht.
Ungewöhnlich - ja.
Die Idee an sich - ok, ich kann meine Eltern zum Glück so lieben, wie die beiden eben sind. Nicht ganz perfekt, aber fast. Ich hatte wirklich grosses Glück. Daher musste ich diese Überlegungen nie anstrengen. Und ich hoffe, die meisten Menschen haben Eltern, die solche Gedankengänge eben nicht provoziert haben.
Ungewöhnlich ist heute auch, dass jemand sich selbst hilft. Durch Überlegung, durch Taten und seinen eigenen Weg. Das fällt mir sehr positiv auf.
Vielleicht bewirkt dein Beispiel, dass auch @Cho Oyu eine Möglichkeit findet, sein Dilemma zu lösen. Denn wirklich helfen kann ihm keiner dabei, seinen Weg ins Glück zu finden.
 
  • #53
Diese Technik der Vergangenheitsumschreibung ist zb aus dem NLP bekannt. Wem was hilft, ist individuell unterschiedlich.
Und wir alle saugen als Kind in unserer Familie die dortigen Bindungsmuster auf.
Was hier auffällt, auch seine Frau scheint ihn als Anker zu nutzen, denn sie will ja mehr Kontakt als er momentan. Sowas bedingt sich ja oft gegenseitig und was der FS damit macht, ist natürlich seine Sache. Ich finde es aber immer immer hilfreich, sich bewusst zu machen, was passiert da eigentlich. Und wenn er sagt, gut ich will aber diesen Kontakt so, dann auch mit den Konsequenzen leben, wie zb emotional dort immer noch gebunden zu sein und für andere Frauen auch kein freier Partner zu sein. Dann hat man eine Entscheidung getroffen und ist nicht Opfer unbekannter Mächte.
 
  • #54
Es geht spannend weiter. Ich rück jetzt raus. Meine Frau ist Psychologin und in der Therapie tätig...Daher bin ich mir sicher. Ich war / bin sicherlich kein Narzisst der schlimmen Sorte, aber eindeutige Züge waren zu erkennen. Zum Verhältnis zwischen mir und meinen Eltern. Alles was ich hier schreibe sind Erklärungsversuche. Wir haben fast nur noch telefonischen Kontakt. Was mir persönlich auch reicht. Ich sehe sie vll.t noch alle 2 - 3 Jahre. @Tom26 das meinstest du mit dem Glück finden oder?
Ihr schreibt ja hier auf unterschiedliche Weise, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss. Ich habe leider vieles viel zu spät erkannt. Ich bin im Vergleich zu meinem Bruder zwar früh ausgebrochen und hab mich zumindest räumlich weit entfernt. Was mir sehr gut tat. Jedoch glaube ich, dass die immer größeren Entfernung dazu führten, dass ich de wahren und wichtigen Dinge, die die Ursache für die Probleme waren dadurch zu spät erkannt habe. Hätte ich in der Nähe geblieben, wären sie mir vllt. früher aufgefallen.

Schuldgefühle, denke ich. Eingetrichtert seit jeher.

Wie meinst du das?

Manche kopieren und werden selber so, andere gehen in Deckung, werde zu defensiv, depressiv zb.

Mein Bruder ist in diesen Bereich gerutscht. Ist seit 30 Jahren in Dauertherapie hat massive Angstzustände etc.

Danke bis hier hin. Ich glaube dieser Thread hilft mir wieder sehr weiter auf meinem Weg zu gehen. Auch wenn er lang und zäh ist (ihr bringt ja mittlerweile richtig viele Verständnis auf :) ), ich gehe ihn weiter und ich werde mein Glück wieder finden. Im Übrigen bin ich alles andere als unglücklich. Das Leben macht mir durchaus die meiste Zeit Spaß.

M 47
 
  • #55
Moin,

mal zurück zur Ausgangsfrage... bzw. der Frage, ob einen die Ex zurücknehmen würde, obwohl man sich als Narzisst benommen und sie verletzt hat.
Da wäre doch zuerst zu fragen, worin die Verletzungen bestanden haben... ich vermute mal, der TS hat seine Ex relativ bösartig runtergemacht, irgendwelche Psychospielchen gespielt, vielleicht keine wirklich ganz schlimme Sache wie Gewalt oder Seitensprung. So im Stil von Liebesentzug mit derart unklarer Schuldzuweisung, dass die Ex den Fehler nur bei sich suchen konnte, bis sie dann irgendwann emotional am Ende war und - zum Glück für sie - die Reißleine gezogen und sich zuguterletzt "entliebt" hat. Dass die Sache für den TS nach der Trennung anders aussieht, ist ja wohl normal, auch dass sich sein Verhalten der Ex gegenüber verändert hat... geschenkt.
Was er tun könnte, wenn ihm die Ex wirklich noch so wichtig ist, wäre jetzt eine ganz un-narzisstische, bescheidene, freundliche Beziehung zur Ex weiterpflegen und ganz vorsichtig, behutsam abwarten, wie sich die Sache eventuell weiterentwickelt. Akzeptierend, dass es vielleicht bei einer achtsamen Freundschaft bleiben wird, vielleicht auch akzeptierend, dass das für ihn für längere Zeit die einzige sinnvolle Beziehung zu Frauen sein soll.

manchmal
 
  • #56
Servus manchmal,

und für die die hier weiter dran teilnehmen. Ich bin nicht fremdgegangen, habe sie nicht geschlagen und auch keine Spielchen gespielt. Meine Form war grob, dass ich sie ab und an runtergemacht habe - nicht oft (in Form von monatlich), aber immer wieder mal. Und ich habe ihren Freundeskreis schlecht gemacht, um mich ins bessere Licht zu rücken, ihre Leistung abgewertet bzw. nicht gewürdigt. In dieser Art und Weise lief es ab.
 
  • #57
Natürlich ist es gerade für dein Ego jetzt schwer zu überwinden, dass deine Ex nach vorne sieht, dich nicht mehr will, sie ist nur nett, sie kann nicht anders, sie teilt nicht bösartig aus, aber sie ist gegangen. Frauen wie ich würden ihre Nummer ändern und umziehen.

Und wenn du jetzt wirklich etwas ändern willst, dann tu der Frau den Gefallen und lass sie gehen. Lass sie los. Du hattest deine Chance. Du hattest viele Chancen. Gib ihr jetzt die Chance auf einen Neuanfang ohne dich. Ohne Kontakt. Ohne Bitten um Gespräche.
 
  • #58
Meine Form war grob, dass ich sie ab und an runtergemacht habe - nicht oft (in Form von monatlich),

Guten Morgen,
das ist allerdings heftig und sind arge Seelenschläge und was das mit einem Menschen macht, das bekomme ich seit 25 Jahren in meiner Familie vorgeführt, mehrfach.
Mein Bruder ist im Grunde genommen ein sensibler Mann und im Grunde seines Herzens gut, aber das Vorführen und Runtermachen seiner Frau löst bei mir Beklemmungen aus. Ich sehe, was es mit ihr macht und dafür bekommt sie dann noch extra eins drauf, er bemerkt es nicht und sieht sich daran gar nicht beteiligt, er möchte so bleiben, wie er ist. Natürlich weiß ich, dass er extreme Minderwertigkeitskomplexe hat, aber ist das ein Grund und warum hat man sich so schwer in der Gewalt, oder bemerkt man es selber gar nicht, oder ist man nicht mehr Herr darüber, wenn man sich entzündet? Erkennt und sieht man nicht das Leid des anderen und fühlt sich dadurch stark und motiviert, dass man das ändert. Es ist doch das Liebste, was man hat und bremst die Liebe zu einem Menschen nicht so ein Verhalten aus, weil man das Liebste, was man hat schützen will??? Fragen über Fragen...
Als narzisstische Persönlichkeitsstörung hätte ich das jetzt nicht eingestuft, eher als ein extrem mangelndes Selbstwertgefühl und fehlende Eigenliebe, eventuell verbunden mit der Trägheit, Verantwortung für sich zu übernehmen, statt sich immer wieder auf die Vergangenheit und die Fehler der Eltern zu beziehen, das zu erwähnen, bzw. festzuklammern. Als Entschuldigung für das eigene Verhalten sozusagen.
 
  • #59
@Cho Oyu

Kritisch mit sich selber umzugehen- ist nicht schlecht, man lernt dazu
Sich selbst zu geisseln allerdings ist ebenso kontraproduktiv wie sich selbst zu überschätzen.
Deine Noch / Ex / was auch immer Frau hat sich mal in dich verliebt. In gewisse Eigenschaften von dir - vielleicht auch ein wenig in die Abwesenheit bestimmter Merkmale.
Ganz verkehrt kannst du also nicht sein.
An deiner Stelle würde ich den Focus mehr auf deine Stärken als auf deine Schwächen richten. Versuchs mal - du wirst viel besser ankommen und deine Fehler werden weniger beleuchtet werden.
Der Weg zum Glück - fängt wohl damit an, das man glücklich sein will. Und der zweite Schritt ist dann, das Gute in sich zu sehen, das Gute, was widrige Umstände in einem hervorgekitzelt haben und seinen Weg nicht zu verdammen.
 
  • #60
Wenn Eltern nicht mehr heiraten würden, was wollen sie mitteilen? Die Beziehung war und ist scheiße. Warum sind sie noch in der Bez? Kommt als Antwort "besser als allein sein","finanzielle Gründe" o. "wollte nicht als Geschiedener dastehen"? Kommt ein egoistischer Grund? Es wird eher kommen "wg. der Kinder", u. möglw. ist es ein Stück Wahrheit. Aber wann immer jmnd denkt "ich mach das nur wg. X" und kein reflektierter Mensch ist, wird er X unterschwellig vermitteln, dass X schuld ist an allem. Er wird von X fordern, X soll eine Gegenleistung erbringen, denn schließlich leistet man auch was für X, nämlich, dass X geduldet wird. X denkt, er/sie macht alles falsch, weil X sein Elternteil nie glücklich über die Existenz von X erlebt, sondern X als Belastung empfunden wird. Ein Kind braucht aber das Gefühl, willkommen zu sein. Wo man bei dem Punkt wäre, dass die Eltern keine Kinder mehr kriegen würden - war wohl furchtbar für sie, dass sie welche aufziehen "mussten", und das atmen solche Menschen aus. Das Kind kriegt unterschwellig vermittelt, es sei eine Belastung, u. das erzeugt beim Kind, dass es je nach Begabung, die Stimmung der Eltern aufzusaugen, versucht, es den Eltern so recht wie möglich zu machen, was aber nicht funktioniert, weil ja SEINE EXISTENZ der Punkt ist, und, dass es sich schuldig fühlt, weil es nicht schafft, geliebt zu werden. Ein Kind gibt sich IMMER selbst die Schuld, wenn Eltern es nicht lieben/zu lieben scheinen.

Das hab ich gemeint. Der erste gesunde Impuls für mich ist zu sagen "die Eltern waren erwachsen, die sind verantwortlich für ihr Handeln". Dann stößt man drauf, dass die auch Eltern hatten, die es falsch gemacht haben, u. wie die gesellschaftlichen Zwänge damals waren. Wenn man sich emotional abgekoppelt hat von den Eltern, kann man sie wie fremde Menschen betrachten, die es nicht besser wussten. Alle sind Opfer ihrer Umstände, und wer nicht reflektiert, wer mit existenziellen Nöten beschäftigt ist usw., der gibt das Leid weiter an seine Kinder. Wenn man sieht, dass das ein Fass ohne Boden ist, wenn man einen Schuldigen ausmachen will, merkt man irgendwann, dass es darum gar nicht geht, sondern darum, sich von eigenen Schuldgefühlen zu befreien und aufzuhören damit, für die Eltern was sein zu wollen, das sie lieben, achten können. Das funktioniert auch "imaginär", dh.dass man sich Leute sucht, die die Elternrolle übernehmen sollen, um die dazu zu bringen, einem die Anerkennung und das Gefühl, was Wertvolles zu sein, zu geben. Hat man sich davon gelöst, sieht man, dass möglw. doch Liebe kam/kommt, aber nicht so, wie man es gebraucht hätte. Man kann sich selbst annehmen und den Eltern innerlich sagen, dass man auf ihre Anerkennung und Zuneigung pfeift, statt immer noch drunter zu leiden, dass sie sie nicht geben können, o. drum zu kämpfen, dass sie diesen Knoten selber auflösen durch ein "tut mir leid, dass ..., ich hab dich lieb, du bist das Beste, was mir passieren konnte".
 
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